[0001] Die Erfindung betrifft eine Wendestange gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Wendestangen kommen z. B. zum Einsatz, um durch Längsschneiden einer bedruckten
Papierbahn erhaltene Einzelbahnen um 90° umzulenken, um sie übereinander legen und
in dieser Weise einer Falzeinrichtung zuführen zu können. Um bei der Umlenkung einen
Reibkontakt zwischen der Oberfläche der Wendestange und der darauf ablaufenden Materialbahn
zu vermeiden, ist es bekannt, einen Innenraum einer solchen Wendestange mit Druckluft
zu beaufschlagen, die aus einer Mehrzahl von Löchern im Mantel der Wendestange ausströmt,
um auf diese Weise ein Luftkissen zwischen dem Mantel der Wendestange und der darauf
ablaufenden Materialbahn zu erzeugen. Um ein solches Luftkissen zuverlässig erzeugen
zu können, ist es wichtig, das Ausströmen der Druckluft durch die Löcher auf diejenigen
Löcher beschränken zu können, die tatsächlich von der Materialbahn überdeckt werden,
da anderenfalls ein großer Teil der Druckluft durch unverdeckte Löcher ungenutzt entweicht
oder es durch Spannungsschwankungen in der umgelenkten Materialbahn sogar zu einem
Aufsetzen der Materialbahn auf die Wendestange kommen kann.
[0003] Um das Ausströmen der Druckluft auf diejenigen Löcher zu beschränken, die von der
Materialbahn abgedeckt werden, ist z. B. in DE 43 11 438 C2 vorgeschlagen worden,
an einer schwenkbaren Wendestange, die zwei um 90° gegeneinander verschwenkte Arbeitspositionen
einnehmen kann, in der sie eine Materialbahn in jeweils entgegengesetzte Richtungen
umlenkt, im Innenraum der Wendestange einen Hohlzylinder verschiebbar anzuordnen,
der je nachdem, in welcher der zwei Arbeitsstellungen sich die Wendestange befindet,
eine von zwei Stellungen einnimmt, wobei in einer dieser Stellungen Bohrungen des
inneren Zylinders jeweils mit Löchern auf einer ersten Hälfte des Umfangs der Wendestange
fluchten, während die Löcher auf der gegenüberliegenden zweiten Umfangshälfte versperrt
sind, und in der anderen Stellung Bohrungen des inneren Zylinders mit Löchern der
zweiten Umfangshälfte fluchten, während die der ersten Umfangshälfte versperrt sind.
[0004] Die DE 196 37 674 A1 offenbart eine Wendestange, deren Luftaustrittsöffnungen mittels
eines Ventils verschließbar sind. Das Ventil wird durch Bedecken der Öffnungen mit
der Bahn betätigt (Staudruckprinzip).
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wendestange zu schaffen, die einfach
zu fertigen ist.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Wenn das Ventil an seinem Steuerfluideingang und seinem Hauptfluideingang mit dem
Druck der der Wendestange zugeführten Druckluft beaufschlagt wird, so fließt, unabhängig
davon, in welcher der zwei Positionen sich der Ventilkörper befindet, ein Druckluftstrom
vom Steuerfluideingang zum Fluidausgang.
[0008] Wenn der Fluidausgang von einer die Wendestange umschlingenden Materialbahn abgedeckt
ist, die ein Abfließen des Luftstroms vom Fluidausgang behindert, so baut sich an
dem Fluidausgang ein Überdruck auf, der auf die erste Fläche des Ventilkörpers wirkt.
Wenn der Ventilkörper in seiner ersten Position ist, in der er den Hauptfluideingang
sperrt, so bewirkt der sich am Fluidausgang aufbauende Druck eine Verschiebung des
Ventilkörpers in die zweite Position und damit eine Öffnung des Hauptfluiddurchgangs.
Dadurch setzt ein starker Luftstrom durch das Ventil ein, der ausreicht, um zwischen
der Wendestange und der Materialbahn ein Luftkissen aufzubauen, gleichzeitig behindert
aber die Materialbahn weiterhin das Abfließen des nun verstärkten Luftstroms, so dass
im Bereich des Fluidausgangs ein Überdruck bestehen bleibt, der das Ventil geöffnet
hält.
[0009] Wenn jedoch der Fluidausgang nicht von der Materialbahn abgedeckt ist, kann sich
an ihm kein Überdruck aufbauen, und das Ventil bleibt bis auf den kleinen Luftstrom
vom Steuerfluideingang zum Fluidausgang geschlossen.
[0010] Die Durchlässigkeit des Ventils hängt also davon ab, ob sein Fluidausgang durch ein
Hindernis verdeckt ist oder nicht. Dabei ist zum Erfassen der Anwesenheit dieses Hindernisses
kein Kontakt zwischen dem Ventil und dem Hindernis erforderlich; die Materialbahn,
die ein solches Hindernis darstellt, kann also auf einer Wendestange, die mit derartigen
Ventilen ausgestattet ist, völlig berührungslos gewendet werden.
[0011] Das Ventil arbeitet also nach dem Staudruckprinzip.
[0012] Vorzugsweise umschließen das Gehäuse und der Ventilkörper eine der dem Druck am Fluidausgang
ausgesetzten ersten Fläche des Ventilkörpers gegenüberliegende Kammer, die auf einem
niedrigerem Druck haltbar ist als dem Druck der Druckluft im Innern der Wendestange,
der am Steuerfluideingang anliegt. Dies erlaubt beim Öffnen des Ventils eine Verdrängung
des Ventilkörpers in die Kammer hinein, sobald der an der ersten Fläche einwirkende
Druck genügt, um den Innendruck der Kammer und einer eventuell darin angeordneten
Feder zu überwinden.
[0013] Einer ersten Ausgestaltung des Ventils zufolge kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse
und der Ventilkörper die Kammer luftdicht umschließen, so dass eine ursprünglich darin
eingeschlossene Luftmenge, die z. B. Atmosphärendruck bei geschlossenem Zustand des
Ventils entsprechen kann, dauerhaft erhalten bleibt.
[0014] Einer zweiten Ausgestaltung zufolge kommuniziert die Kammer über einen Druckausgleichsdurchgang
mit der Umgebung des Ventils. Dies ermöglicht es, einen Druckanstieg in der Kammer,
der bei einer hermetisch geschlossenen Kammer beim Öffnen des Ventils resultieren
würde, zu vermeiden und erleichtert so ein weites Öffnen des Ventils.
[0015] Die Druckausgleichsleitung kann an einer Stelle aus dem Mantel der Wendestange herausgeführt
sein, die dem Loch des Mantels, dessen Luftdurchfluss das Ventil steuert, im wesentlichen
diametral gegenüberliegt. Da eine Materialbahn allenfalls die Hälfte des Umfangs einer
Wendestange berührt, ist so sichergestellt, dass jedes Ventil, das an einem von der
Materialbahn verdeckten Loch des Mantels angeordnet ist, einen nicht von der Bahn
verdeckten Druckausgleichsdurchgang hat.
[0016] Es ist aber auch möglich, den Druckausgleichsdurchgang in unmittelbarer Nachbarschaft
zum Hauptfluidausgang des Ventils auf den Mantel der Wendestange herauszuführen. Das
Ende eines solchen Druckausgleichsdurchgangs wird nämlich, wenn das Ventil offen ist,
von dem von ihm erzeugten Luftkissen schnell überstrichen, woraus durch Strahlpumpeneffekt
ein Unterdruck in dem Druckausgleichsdurchgang resultieren kann, der das Öffnen des
Ventils noch zusätzlich unterstützt.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen axialen Schnitt durch ein in einer Mantelöffnung einer Wendestange installiertes
Ventil gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- einen axialen Schnitt durch eine zweite Ausgestaltung des Ventils in einer um 90°
gegen die Ebene der Fig. 1 gedrehten Ebene;
- Fig. 3
- einen axialen Schnitt analog dem der Fig. 1 durch ein Ventil gemäß einer dritten Ausgestaltung
der Erfindung;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch eine mit Ventilen gemäß Fig. 3 ausgestattete Wendestange.
[0019] Fig. 1 zeigt ein in eine Öffnung 02 im Mantel 01 einer Wendestange eingelassenes
Ventil 03 gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung. Das Ventil 03 hat ein im
wesentlichen zylindertörmiges Gehäuse 04, mit zwei im Zylindermantel diametral gegenüberliegend
ausgebildeten Hauptfluideingängen 06 und einem Fluidausgang 07 an einer Stirnseite
des Zylinders. Das Gehäuse 04 ist in die Öffnung 02 von außen eingefügt und dort z.
B. durch Klebung befestigt, wobei eine die Stirnseite umgebende Krempe 08 zusammen
mit einer komplementären Schulter an der Öffnung 02 einen Anschlag für die Positionierung
des Gehäuses 04 bildet.
[0020] Ein Ventilkörper 09 wird in einer Längsbohrung des Gehäuses 04 von einer Feder 16,
z. B. eine Schraubenfeder 16 gegen einen Sperrring 12 gedrückt gehalten. Der Sperrring
12 kann gleichzeitig die Funktion eines Ventilsitzes für den Ventilkörper 09 haben,
der im geschlossenen Zustand des Ventils 03 einem Druckluftstrom von den Hauptfluideingängen
06 zum Fluidausgang 07 unterbindet. Eine für die Zwecke des Ventils 03 ausreichende
Dichtwirkung kann aber auch bereits dadurch erreicht werden, dass der Durchmesser
des Ventilkörpers 09 mit geringer Toleranz dem der Längsbohrung entspricht, in der
er untergebracht ist.
[0021] Der Ventilkörper 09 ist an einer in der Fig. 1 oben liegenden Fläche 13 dem Druck
am Fluidausgang 07 ausgesetzt; eine der Fläche 13 gegenüberliegende Fläche des Ventilkörpers
09 begrenzt zusammen mit dem Gehäuse 04 eine Kammer 14 an dem vom Fluidausgang 07
abgewandten Ende des Gehäuses 04. In der Kammer 14 ist die Schraubenfeder 16 untergebracht,
die den Ventilkörper 09 gegen den Sperrring 12 gedrückt hält. Ein an den Ventilkörper
09 angeformter Stutzen 17 erstreckt sich durch die Kammer 14 und durch eine Bohrung
des Gehäuses 04. Das Ende des Stutzens 17 bildet den Steuerfluideingang 18 einer Steuerfluidleitung
19, die sich durch den Ventilkörper 09 hindurch erstreckt. Die Kammer 14 ist bei dieser
Ausgestaltung hermetisch abgeschlossen.
[0022] Wenn das Innere der Wendestange mit Druckluft beaufschlagt wird, so steht diese an
den Hauptfluideingang 06 und Steuerfluideingang 18 des Ventils 03 an und strömt durch
die Steuerfluidleitung 19 zum Fluidausgang 07. Wenn dieser, wie in der Fig. 1 angedeutet,
durch eine Materialbahn 21 verdeckt ist, so kann sich am Fluidausgang 07 ein Druck
aufbauen, der zwischen dem Luftdruck im Innern der Wendestange und dem umgebenden
Atmosphärendruck liegt. Diese Druckzunahme führt zu einer Zunahme der auf die Fläche
13 des Ventilkörpers 09 wirkenden Druckkraft, die schließlich ausreicht, um den Ventilkörper
09 in Richtung der Kammer 14 zu verdrängen. Dadurch öffnet sich schließlich ein Durchgang
von den Hauptfluideingängen 06 zum Fluidausgang 07, über den ein starker Druckluftstrom
aus dem Ventil 03 ausströmen kann, der ausreicht, um ein Luftkissen zwischen dem Mantel
01 und der Materialbahn 21 aufzubauen. Da auch dieser Luftstrom von der Materialbahn
21 am freien Abfließen gehindert wird, bleibt im Bereich des Fluidausgangs 07 auch
bei offenem Ventil 03 ein Überdruck bestehen, der den Ventilkörper 09 zurückgedrängt
und damit das Ventil 03 offen hält.
[0023] Da der auf den Stutzen 17 einwirkende Innendruck der Wendestange im Betrieb immer
höher ist als der Druck am Fluidausgang 07, ist es wichtig, dass die Querschnittsfläche
des Stutzens 17, auf die dieser Innendruck einwirkt, deutlich kleiner ist als die
Fläche 13. Der freie Querschnitt der Steuerfluidleitung 19 kann z. B. 1 mm betragen,
bei einem Durchmesser der Fläche 13 von 3 mm und einer Wandstärke des Stutzens 17
von wenigen Zehntel mm.
[0024] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch ein in den Mantel 01 einer Wendestange eingelassenes
Ventil 03 gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung. Ein Schnitt durch dieses
Ventil 03 in einer zur Ebene der Fig. 2 senkrechten Ebene ist identisch mit der Fig.
1. Gleiche Elemente der Ventile 03 gemäß erster und zweiter Ausgestaltung sind mit
gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0025] Bei dem Ventil 03 der Fig. 2 ist die Kammer 14 nicht notwendigerweise hermetisch
abgedichtet. Sie kommuniziert über eine Druckausgleichsleitung 22 mit der Umgebung
des Ventils 03, wobei diese Druckausgleichsleitung 22 sich durch das Gehäuse 04 erstreckt
und neben dem Fluidausgang 07 an der Außenfläche der Wendestange mündet. Wenn der
Fluidausgang 07 durch eine Materialbahn 21 verdeckt ist, so ist in den allermeisten
Fällen auch die Mündung der Druckausgleichsleitung 22 verdeckt. Dies wirkt sich in
der Praxis jedoch nicht störend aus. Da die Leckrate von Luft, die z. B. an dem Stutzen
17 entlang oder von einem der Hauptfluideingänge 06 aus an der Außenseite des zylindrischen
Ventilkörpers 09 entlang die Kammer 14 erreicht, deutlich kleiner ist als der Luftstrom
durch die Steuerfluidleitung 19, können solche Leckluftströme keinen Druckausgleich
zwischen sich am Fluidausgang 07 unter der Materialbahn 21 stauender Luft und der
Kammer 14 bewirken. So lange das Ventil 03 geschlossen ist, bleibt der Druck in der
Kammer 14 zuverlässig unterhalb des Drucks am Fluidausgang 07, so dass, wenn der Luftabfluss
vom Fluidausgang 07 durch ein Hindernis wie besagte Materialbahn 21 behindert wird
und der Druck am Fluidausgang 07 über den Atmosphärendruck ansteigt, die auf die Fläche
13 einwirkende Druckkraft in der Lage ist, den Ventilkörper 09 zurückzudrängen. Wenn
unter diesen Umständen das Ventil 03 öffnet und ein starker Luftstrom hindurchfließt,
so überstreicht ein Teil von diesem auch die Mündung der Druckausgleichsleitung 22.
Diese Strömung bewirkt durch Strahlpumpeneffekt eine zusätzliche Absenkung des Drucks
in der Druckausgleichsleitung 22, die das Öffnen des Ventils 03 noch zusätzlich fördert.
[0026] Um in den Genuss möglichst hoher Strömungsgeschwindigkeiten an der Mündung der Druckausgleichsleitung
22 zu kommen, die einen starken Unterdruck in der Druckausgleichsleitung 22 bewirken,
ist es zweckmäßig, die Mündung der Druckausgleichsleitung 22 bezogen auf die durch
einen Pfeil 23 bezeichnete Laufrichtung der Materialbahn 21 stromabwärts vom Fluidausgang
07 anzuordnen, da in diesem Fall die Laufbewegung der Materialbahn 21 die Strömungsgeschwindigkeit
der Luft im Bereich der Mündung zusätzlich steigert.
[0027] Fig. 3 zeigt einen Schnitt analog dem der Fig. 1 durch eine dritte Ausgestaltung
eines Ventils 03 gemäß der vorliegenden Erfindung. Auch bei dieser Ausgestaltung sind
Elemente des Ventils 03, die denen der ersten oder zweiten Ausgestaltung entsprechen,
mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Bei dieser dritten Ausgestaltung ist der Stutzen
17 am Ventilkörper 09 entfallen, statt dessen dient eine radiale Bohrung 24 im Gehäuse
04 als Steuerfluidleitung 19. Das Gehäuse 04 ist an seiner vom Fluidausgang 07 abgewandten
Stirnseite durch ein Rohr 26 verlängert, durch das sich eine Druckausgleichsleitung
22 für die Kammer 14 erstreckt.
[0028] Einer nicht zeichnerisch dargestellten, vereinfachten vierten Ausgestaltung zufolge
kann als Steuerfluidleitung 19 eine beabsichtigte Undichtigkeit zwischen Hauptfluideingang
06 und Fluidausgang 07 dienen, z. B. in Form einer Rille in der Innenwand der Längsbohrung
oder der Mantelfläche 21 des Ventilkörpers 09 oder in Form eines Spiels zwischen der
Innenwand der Längsbohrung und der Mantelfläche des Ventilkörpers 09.
[0029] Fig. 4 zeigt einen (nicht maßstäblichen) Querschnitt einer Wendestange, die mit Ventilen
03 nach Fig. 3 ausgestattet ist. Das Rohr 26 dieser Ventile 03 erstreckt sich jeweils
im wesentlichen mittig durch die Wendestange und mündet an deren Mantel 01 jeweils
an einem Ort 27, der der mit dem Ventil 03 ausgestatteten Öffnung 02 diametral gegenüberliegt.
Da eine an der Wendestange umzulenkende Materialbahn 21 nie mehr als die Hälfte von
deren Umfang abdecken kann, sind die Mündungen der Druckausgleichsleitung 22 der von
einer Materialbahn 21 abgedeckten Ventile 03 bei dieser Anordnung stets frei, so dass
in der Kammer 14 Atmosphärendruck herrscht.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 01
- Mantel
- 02
- Öffnung
- 03
- Ventil
- 04
- Gehäuse
- 05
- -
- 06
- Hauptfluideingang
- 07
- Fluidausgang
- 08
- Krempe
- 09
- Ventilkörper
- 10
- -
- 11
- -
- 12
- Sperrring
- 13
- Fläche
- 14
- Kammer
- 15
- -
- 16
- Feder, Schraubenfeder
- 17
- Stutzen
- 18
- Steuerfluideingang
- 19
- Steuerfluidleitung
- 20
- -
- 21
- Materialbahn
- 22
- Druckausgleichsleitung
- 23
- Pfeil
- 24
- Bohrung
- 25
- -
- 26
- Rohr
- 27
- Ort
1. Wendestange mit einem mit Druckluft beaufschlagbaren Innenraum und einem mit Öffnungen
(02) zum Ausblasen der Druckluft versehenen Mantel (01), wobei durch eine Überdeckung
der Öffnungen (02) mit einer Materialbahn (21) ein Druck änderbar ist, und diese Druckänderung
ein Ventil (03) zum Verhindern von Ausblasen der Druckluft betätigt, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (03) ein Gehäuse (04) aufweist und dass das Gehäuse (04) in den Mantel
(01) der Wendestange eingesetzt ist.
2. Wendestange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (03) ein Gehäuse (04), einen Hauptfluideingang (06), einen Steuerfluideingang
(18) und einen Fluidausgang (07) aufweist, und dass das Ventil (03) einen Ventilkörper
(09) aufweist, der in dem Gehäuse (04) zwischen einer ersten Position, in der er den
Hauptfluideingang (06) im wesentlichen sperrt, und einer zweiten Position, in der
er einen im Vergleich zu der ersten Position starken Fluidstrom vom Hauptfluideingang
(06) zum Fluidausgang (07) zulässt, beweglich ist, wobei der Steuerfluideingang (18)
mit dem Fluidausgang (07) kommuniziert und der Ventilkörper (09) durch eine Druckkraft,
die auf eine dem Druck am Fluidausgang (07) ausgesetzte Fläche des Ventilkörpers (09)
wirkt, in die zweite Position verdrängbar ist, wenn der Druck am Fluidausgang (07)
einen Grenzwert übersteigt.
3. Wendestange nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (04) und der Ventilkörper (09) eine der Fläche (13) des Ventilkörpers
(09) gegenüberliegende Kammer (14) umschließen, die auf einem niedrigeren Druck als
dem am Steuerfluideingang (18) herrschenden Druck haltbar ist.
4. Wendestange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (04) und der Ventilkörper (09) die Kammer (14) fluiddicht umschließen.
5. Wendestange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (09) einen Stutzen (17) trägt, der durch die Kammer (14) hindurch
aus dem Gehäuse (04) herausgeführt ist, und dass der Steuerfluideingang (18) an dem
Stutzen (17) angeordnet ist.
6. Wendestange nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des Stutzens (17) kleiner ist als die dem Druck am Fluidausgang
(07) ausgesetzte Fläche (13) des Ventilkörpers (09).
1. A turner bar with an interior space capable of being acted upon with compressed air
and a jacket (01) provided with openings (02) for discharging the compressed air,
wherein a pressure is capable of being changed by covering the openings (02) with
a web of material (21), and the said change in the pressure actuates a valve (03)
for preventing the compressed air from being discharged, characterized in that the valve (03) has a housing (04) and the housing (04) is inserted into the jacket
(01) of the turner bar.
2. A turner bar according to Claim 1, characterized in that the valve (03) has a housing (04), a main fluid inlet (06), a control fluid inlet
(18) and a fluid outlet (07), and the valve (03) has a valve member (09) which is
movable in the housing (04) between a first position, in which it substantially blocks
the main fluid inlet (06), and a second position, in which it permits a strong flow
of fluid as compared with the first position from the main fluid inlet (06) to the
fluid outlet (07), wherein the control fluid inlet (18) communicates with the fluid
outlet (07), and, when the pressure at the fluid outlet (07) exceeds a threshold value,
the valve member (09) is capable of being displaced into the second position by a
pressing force which acts upon a face of the valve member (09) subjected to the pressure
at the fluid outlet (07).
3. A turner bar according to Claim 2, characterized in that the housing (04) and the valve member (09) surround a chamber (14) which is opposite
the face (13) of the valve member (09) and which is capable of being kept at a pressure
lower than the pressure prevailing at the control fluid inlet (18).
4. A turner bar according to Claim 3, characterized in that the housing (04) and the valve member (09) surround the chamber (14) in a fluid-tight
manner.
5. A turner bar according to any one of the preceding Claims, characterized in that the valve member (09) carries a socket (17) which extends through the chamber (14)
and out of the housing (04), and the control fluid inlet (18) is arranged at the socket
(17).
6. A turner bar according to Claim 5, characterized in that the cross-sectional face of the socket (17) is smaller than the face (13) of the
valve member (09) subjected to the pressure at the fluid outlet (07).
1. Barre de retournement avec un espace intérieur, susceptible d'être sollicité par de
l'air comprimé, et une enveloppe (01) munie d'ouvertures (02) pour expulser l'air
comprimer, sachant que, au moyen d'un recouvrement des ouvertures (02) avec une bande
de matériau (21), une pression peut être modifiée, et cette modification de pression
actionnant une soupape (03) devant empêcher l'expulsion de l'air comprimé, caractérisée en ce que la soupape (03) présente un boîtier (04), et en ce que le boîtier (04) est inséré dans l'enveloppe (01) de la barre de retournement.
2. Barre de retournement selon la revendication 1, caractérisée en ce que la soupape (03) présente un boîtier (04), une entrée principale de fluide (06), une
entrée de fluide de commande (18) et une sortie de fluide (07), et en ce que la soupape (03) présente un opercule de soupape (09) qui, dans le boîtier (04), est
déplaçable entre une première position, à laquelle il bloque pratiquement l'entrée
principale de fluide (06), et une deuxième position, à laquelle il permet un écoulement
de fluide, fort par rapport à la première position, de l'entrée principale de fluide
(06) à la sortie de fluide (07), l'entrée de fluide de commande (18) communicant avec
la sortie de fluide (07), et l'opercule de soupape (09) étant déplaçable, par une
force de pression, agissant sur une face, exposée à la pression à la sortie de fluide
(07), de l'opercule de soupape (09), pour passer à la deuxième position lorsque la
pression à la sortie de fluide (07) dépasse une valeur limite.
3. Barre de retournement selon la revendication 2, caractérisée en ce que le boîtier (04) et l'opercule de soupape (09) entourent une chambre (14) opposée
à la face (13) du corps de soupape (09) et susceptible de résister à une plus faible
pression que la pression régnant à l'entrée de fluide de commande (18).
4. Barre de retournement selon la revendication 3, caractérisée en ce que le boîtier (04) et l'opercule de soupape (09) entourent, de façon étanche aux fluides,
la chambre (14).
5. Barre de retournement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'opercule de soupape (09) porte une tubulure (17) passée à travers la chambre (14)
depuis le boîtier (04), et en ce que l'entrée de fluide de commande (18) est disposée sur la tubulure (17).
6. Barre de retournement selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'aire de la section transversale de la tubulure (17) est plus petite que l'aire
(13), exposée à la pression à la sortie de fluide (07), de l'opercule de soupape (09).