[0001] Die Erfindung betrifft einen Torwarthandschuh und ein Verfahren zum Herstellen eines
Torwarthandschuhs.
[0002] In Ballsportarten wie Fußball tragen die Torwarte im Allgemeinen Handschuhe, um Bälle
auch mit relativ hoher Geschwindigkeit leichter fangen oder abwehren zu können und
auch die Hände vor Verletzungen zu schützen. Solche Torwarthandschuhe zeichnen sich
beispielsweise durch eine Innenhandfläche aus, die geeignet dämpfend wirkt, um die
kinetische Energie des Balls herabzusetzen und eine Haftschicht im Allgemeinen aus
Latexmaterial aufweist, um die Ballfangeigenschaften des Handschuhs zu verbessern.
Solche Torwarthandschuhe sollten einerseits eine ausreichende Festigkeit an der Handaußenseite
aufweisen, dürfen aber andererseits nicht zu steif sein, um die Bewegungsfreiheit
der Finger und des Daumens bei der Greifbewegung nicht zu sehr einzuschränken.
[0003] Dies lässt sich beispielsweise dadurch erreichen, dass der Handschuh aus mehreren
Flächenstücken, die aus einem festen Material bestehen, zusammengenäht wird. Beispielsweise
besteht ein Handschuh aus einem Innenhandteil und einem Außenhandteil, die beide die
Kontur einer Hand aufweisen und etwa die gleiche Größe haben. Das Innenhandteil und
das Außenhandteil werden zusammengenäht, indem die Naht entlang der äußeren Begrenzung
der beiden Teile verläuft. Zu viele Nähte sind jedoch bei einem Torwarthandschuh unerwünscht.
[0004] Bei einem aus DE 298 18 597 U1 und der korrespondierenden US 6,125,473 A bekannten
Torwarthandschuh ist das Innenhandteil einstückig aus Latex ausgebildet und weist
einen Handtellerbereich, vier Vorderfingerbereiche und einen an den Handtellerbereich
sich anschließenden Daumenbereich auf. Ein innerer Daumenbereich ist vollständig von
dem Latexinnenhandteil gebildet. Ein äußerer Daumenbereich oder Oberdaumenstück ist
mit einem Trägermaterial aus Stoff gebildet, wobei ein Teil des Daumenbereichs des
Innenhandteils umgeschlagen ist und als äußeres Daumenteilstück auf dieses Trägermaterial
des Oberdaumenstücks aufgenäht ist und der innere Daumenbereich des Innenhandteils
mit einer umlaufenden weiteren Naht am Trägermaterial des Oberdaumenstücks vernäht
ist. Bei diesem Handschuh sind weiterhin mehrere Nähte am Daumen vorhanden, was einen
erhöhten Herstellungsaufwand bedeutet und von manchen Torhütern als störend empfunden
wird.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Torwarthandschuh und ein Verfahren zur
Herstellung eines Torwarthandschuhs anzugeben, wobei gegenüber dem obigen Stand der
Technik die Anzahl der Nähte am Daumen verringerbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird vorrichtungsmäßig durch den Gegenstand gemäß Patentanspruch 1
und verfahrensmäßig durch den Gegenstand gemäß Patentanspruch 16 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0007] Der Torwarthandschuh gemäß Anspruch 1 umfasst
a) ein Innenhandteil, das eine Innenseite einer Hand im Wesentlichen vollständig abdeckt,
und
b) wenigstens ein Außenhandteil, das eine Außenseite der Hand zumindest überwiegend
abdeckt,
c) wobei das Innenhandteil einstückig oder aus einem zusammenhängenden Stück, insbesondere
einem einstückigen Flächenstück, gebildet ist
d) und wobei das Innenhandteil (10) einen integrierten oder anhängenden Daumenbereich
(12) aufweist, der zur vollständigen Ummantelung des Daumens vorgesehen ist.
[0008] Unter der Innenseite der Hand und des Handschuhs ist die Beugeseite oder die nach
innen gerichtete Seite der Hand, wenn man eine Faust macht, und damit die Kontaktseite
beim Greifen oder Fangen des Balls zu verstehen, währen die Außenseite der Hand oder
des Handschuhs die von der Innenseite abgewandte Seite ist oder die Außenseiten oder
Streckseiten der Vorderfinger sowie der Handrücken. Um die Innenseite der Hand abzudecken,
weist das Innenhandteil also im Allgemeinen Vorderfingerbereiche für die vier Vorderfinger
(Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger) und einen Handtellerbereich
auf. Das Außenhandteil weist zum wenigstens überwiegenden Abdecken des Handrückens
und der Vorderfingeraußenseiten entsprechende Bereiche am Handrücken und/oder den
Vorderfingern auf.
[0009] Der Daumenbereich des Torwarthandschuhs ist nun gemäß der Erfindung komplett aus
dem Innenhandteil gebildet, so dass Daumen und Innenhand von demselben einstückigen
Innenhandteil bedeckt werden. Mit anderen Worten deckt also das Innenhandteil einerseits
die innere Handfläche vollständig ab und andererseits wird der Daumen rundherum vollständig
abgedeckt oder ummantelt. Der gesamte Daumenbereich des Handschuhs ist somit dem Innenhandteil
zugeordnet. Dies kommt der Anatomie der menschlichen Hand entgegen, da sich der Daumenansatz
auf der Innenseite der Hand befindet.. Dadurch lässt sich ein Handschuh herstellen,
der optimal an die Form der Hand angepasst ist, so dass die mechanischen Spannungen
im Handschuh minimiert werden. Das Außenhandteil deckt den Daumen nicht ab bzw. weist
keinen Daumenbereich auf. Dies hat den Vorteil, dass für das Außenhandteil ein besonders
steifes und festes Material verwendet werden kann, ohne dass dadurch die Beweglichkeit
des Daumens eingeschränkt wird.
[0010] Das Verfahren zum Herstellen eines Torwarthandschuhs gemäß Anspruch 16 umfasst die
Verfahrenschritte:
a) Bereitstellen oder Herstellen eines Außenhandteils;
b) Bereitstellen oder Herstellen eines Innenhandteils, das als einstückiges Flächenstück
mit vier Vorderfingerbereichen, einem Handtellerbereich und einem an den Handtellerbereich
anschließenden Daumenbereich, der einen inneren Daumenbereich und einen mit dem inneren
Daumenbereich über einen Übergangsbereich zusammenhängenden äußeren Daumenbereich
umfasst, ausgebildet ist,
c) Erzeugen eines geschlossenen Daumenbereichs aus dem Innenhandteil durch Verbinden,
insbesondere Zusammennähen, des inneren Daumenbereichs und des äußeren Daumenbereichs
an deren außerhalb des Übergangsbereichs liegenden Randbereichen.
[0011] Dadurch ist an der Außenseite des Daumenbereichs nur noch eine Naht, Klebestelle
oder dergleichen erforderlich. Im Prinzip wird also der Daumenbereich, insbesondere
um den für den Daumen vorgesehenen Innenraum gewickelt und an der Daumenkuppe und
einer Daumenlängsseite zu einem Zylindermantel, Kegelmantel oder einer anderen Mantelform
zusammengefügt.
[0012] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der Daumenbereich einen inneren
Daumenbereich und einen äußeren Daumenbereich auf, die über einen Übergangsbereich
einstückig zusammenhängen und an der Daumenkuppe zugeordneten Kuppenbereichen sowie
an anschließenden, einer Längsseite des Daumens zugeordneten Randbereichen miteinander
verbunden, insbesondere vernäht, sind, vorzugsweise mit einer einzigen entlang der
Kuppenbereiche und einem anschließenden Randbereich verlaufenden Naht. Dadurch kann
die Naht oder Verbindungsstelle kürzer ausgestaltet werden und erstreckt sich nicht
auf den Übergangsbereich.
[0013] Im Allgemeinen werden der innere Daumenbereich und der äußere Daumenbereich vor dem
Verbinden oder Vernähen in dem Übergangsbereich, insbesondere entlang wenigstens einer
Biegekante, umgebogen oder, insbesondere entlang wenigstens einer eingeprägten Knickkante,
umgeknickt oder gefaltet und aufeinander zu geklappt und übereinander oder aufeinander
gelegt und dann wird der Nähschritt durchgeführt. Dadurch reicht bereits ein einziges
Knicken, Falten oder Biegen des Daumenbereichs aus, damit das Innenhandteil die gewünschte
Kontur erhält. Durch die geometrische Anordnung einer oder mehrerer Knickkanten lässt
sich die spätere Form des Handschuhs beeinflussen und auch bei einem steiferen oder
dickeren Material der Daumenmantel auf einfache Weise herstellen. Außerdem trägt diese
Knickkante dazu bei, dass Ungenauigkeiten beim Zusammenfügen des äußeren und inneren
Daumenbereichs verhindert werden. Der innere Daumenbereich und der äußere Daumenbereich
sind vorzugsweise im Wesentlichen kongruent oder deckungsgleich zueinander ausgebildet.
[0014] Die Randbereiche, an denen der innere Daumenbereich und der äußere Daumenbereich
miteinander verbunden sind, sind vorzugsweise an einer einem Zeigefingerbereich des
Innenhandteils zugewandten Längsinnenseite des Daumenbereichs vorgesehen. Hierdurch
wird die Naht an der Daumenbereichsoberseite und damit einem unkritischen Bereich
für die Ballbehandlung beim Greifen und Abwehren angeordnet. Der übrige Bereich weist
an Stelle der Naht den gebogenen Teil des Daumenbereichs auf. Insgesamt wird durch
diese Form des Innenhandteils die Länge der Naht im Daumenbereich minimiert. Der Übergangsbereich
ist im Allgemeinen zwischen dem inneren Daumenbereich und dem äußeren Daumenbereich
an einer von einem Zeigefingerbereich des Innenhandteils abgewandten Längsinnenseite
des Daumenbereichs oder Daumenunterseite angeordnet ist, so dass auch dort eine kontinuierliche
glatte Fläche gebildet ist.
[0015] Das Innenhandteil und das Außenhandteil sind oder werden unmittelbar oder über eines
oder mehrere dazwischen angeordnete Seitenteile miteinander zusammengefügt oder verbunden,
vorzugsweise vernäht, im Allgemeinen entlang deren Rändern. Bei Vorsehen von Seitenteilen,
die zwischen dem Innenhandteil und dem Außenhandteil eingefügt sind, lässt sich eine
Beabstandung zwischen dem Innenhandteil und dem Außenhandteil erreichen und die gesamte
Form des Torwarthandschuhs damit mit geringem Aufwand an die Anatomie der menschlichen
Hand anpassen. Dies führt insbesondere dazu, dass die bei Handbewegungen auftretenden
Spannungen im Handschuh gering bleiben. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das
Seitenteil als Streifenstück ausgebildet ist. Durch das Streifenstück weist der Handschuh
eine Art Seitenwand auf, die das Innenhandteil vom Außenhandteil beabstandet.
[0016] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist das Innenhandteil zusätzlich an dem Daumenbereich
einen, insbesondere sich an der vom inneren Daumenbereich abgewandten Seite an den
äußeren Daumenbereich anschließenden, Fortsatz oder integrierten Ansatz auf, der einen
Bereich hinter dem Daumenbereich, insbesondere an der vom Handtellerbereich abgewandten
Seite oder in Richtung zum Zeigefinger gehörigen Mittelhandknochen, abdeckt.
[0017] Ein Randbereich des Fortsatzes bildet dann vorzugsweise eine Fortsetzung der vom
Mittelfingerbereich abgewandten Außenlängskante des Zeigefingerbereichs, so dass an
der Zeigefinger- und Daumenseite des Innenhandteils eine durchlaufende und zumindest
annähernd ebene Kante des Randes des Innenhandteils gebildet ist. Es können dadurch
das Innenhandteil und das Außenhandteil und/oder Seitenteil(e) über eine einzige durchgehende
und/oder umlaufende sowie vorzugsweise im Wesentlichen in einer Ebene verlaufende
Naht miteinander vernäht werden, die sich auch über den genannten Randbereich des
Fortsatzes erstreckt und diesen mit dem Außenhandteil bzw. Seitenteil verbindet. Außerdem
sind gerade oder ebene Ränder des Außenhandteils oder der Seitenteile möglich, was
deren Herstellung vereinfacht.
[0018] Weiterhin weist das Innenhandteil vorzugsweise zwischen dem Zeigefingerbereich und
dem Daumenbereich einen Einschnitt auf. Der Einschnitt erleichtert das Umbiegen des
Daumenbereichs beim Drehen des Daumens von innen nach außen und umgekehrt. An dem
Einschnitts wird oder ist nun vorzugsweise der Fortsatz angenäht ist, insbesondere
über eine gemeinsame einzige Naht mit dem Daumenbereich. Es wird also zweckmäßigerweise
der Fortsatz beim Erzeugen des geschlossenen Daumenbereichs einerseits an einem Randbereich
mit dem Innenhandteil unterhalb des Zeigefingerbereichs, vorzugsweise an einem Einschnitt,
vernäht, vorzugsweise zugleich mit dem Vernähen des inneren Daumenbereichs und des
äußeren Daumenbereichs, und andererseits an einem anschließenden Randbereich mit dem
Außenhandteil oder dem Seitenteil vernäht, vorzugsweise zugleich mit dem Vernähen
des Innenhandteils mit dem Außenhandteil oder dem oder den Seitenteil(e).
[0019] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist oder wird das Innenhandteil
durch Ausstanzen oder Ausschneiden aus einem Flächenstück oder einer Materialbahn
hergestellt. Damit lässt sich auf einfache und kostengünstige Weise das Innenhandteil
bereitstellen.
[0020] Das Material des Innenhandteils oder des Flächenstücks oder der Materialbahn ist
vorzugsweise biegbar und/oder weist eine griffige Oberfläche auf. Besonders vorteilhaft
ist ein Latexmaterial, das gute Greifund Schutzeigenschaften für das Innenhandteil
des Torwarthandschuhs hat, fest und zugleich weich ist und sich auch leicht stanzen
lässt. Unter Latexmaterial wird dabei neben dem eigentlichen Latex ein Polymer auf
Basis von, vorzugsweise vernetztem oder vernetzten, Naturkautschuk(en), verstanden,
das insbesondere über eine Emulsion und/oder als Schaum hergestellt wird. Ebenfalls
verwendbare Materialien mit vergleichbaren Eigenschaften sind Elastomere auf Basis
von Synthesekautschuk(en), also im Allgemeinen lineare Polymere oder Kettenpolymere,
die durch Vulkanisation oder weitmaschige Vernetzung vernetzt sind und dadurch weichelastische
Eigenschaften erhalten. Beispiele sind Siloxan-Elastomere (SI), die im Allgemeinen
aus vernetzten Polysiloxanen oder Polysiloxanverbindungen aufgebaut sind, insbesondere
ein Siloxankautschuk (SIR, Siloxangummi), früher auch als Siliconkautschuk bezeichnet.
[0021] Das Außenhandteil ist insbesondere als einstückiges oder zusammenhängendes Flächenstück
ausgebildet, das vom Innenhandteil zunächst getrennt ist. Außenhandteil und Innenhandteil
können aber auch an der Handkante ineinander einstückig übergehen. Zusätzlich kann
vorgesehen sein, dass auf das Außenhandteil eine Verstärkung aufgebracht, vorzugsweise
aufgenäht, ist. Damit lässt sich ein Torwarthandschuh ausbilden, dessen Außenhandseite
völlig andere Materialeigenschaften aufweist, als dessen Innenhandseite. Beispielsweise
kann ein Handschuh mit einem besonders weichen Innenhandteil und einem sehr harten
Außenhandteil zum Schutz der Fingergelenke vor Überstrecken bereitgestellt werden.
Die Verstärkung kann ein Flächenstück sein, das geringfügig kleiner als das Außenhandteil
ist. Dadurch stört die Verstärkung nicht, wenn das Außenhandteil und das Innenhandteil
zusammengefügt, insbesondere zusammengenäht werden. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass
die Verstärkung einer höhere Steifigkeit als das Außenhandteil aufweist. Damit besteht
die Möglichkeit, das Außenhandteil aus einem relativ weichem Material anzufertigen,
wobei die Steifigkeit erst durch die Verstärkung bewirkt wird. Dadurch besteht weiterhin
die Möglichkeit, ein Basismodell aus einem vorbestimmten Innenhandteil und einem Außenhandteil
bereitzustellen, wobei die Steifigkeit des fertigen Handschuhs allein durch die Eigenschaften
der Verstärkung bestimmt werden.
[0022] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen jeweils in einer schematischen
Darstellung:
- FIG 1
- eine erste Ausführungsform eines Zuschnitts eines Innenhandteils eines Torwarthandschuhs
mit Daumenbereich gemäß der Erfindung in einer Draufsicht,
- FIG 2
- eine zweite Ausführungsform eines Zuschnitts eines Innenhandteils eines Torwarthandschuhs
mit Daumenbereich gemäß der Erfindung in einer Draufsicht;
- FIG 3
- eine dritte Ausführungsform eines Zuschnitts eines Innenhandteils eines Torwarthandschuhs
mit Daumenbereich gemäß der Erfindung in einer Draufsicht,
- FIG 4
- das Innenhandteil gemäß FIG 2 nach Zusammennähen des, Daumenbereichs mit nach außen
zeigendem Daumenbereich in einer Draufsicht,
- FIG 5
- das Innenhandteil gemäß FIG 4 mit nach innen zeigendem Daumenbereich in einer Draufsicht
und
- FIG 6
- eine Ausführungsform eines Außenhandteils eines Torwarthandschuhs gemäß der Erfindung
in einer Draufsicht,
- FIG 7
- einen Torwarthandschuh mit einem Innenhandteil gemäß FIG 5 und 6 und einem Außenhandteil
gemäß FIG 4 in einer seitlichen Ansicht.
[0023] Einander entsprechende Teile und Größen sind in den FIG 1 bis 7 mit denselben Bezugszeichen
versehen.
[0024] Die FIG 1 bis 3 zeigen verschiedene Zuschnitte eines Innenhandteils 10 für einen
Fußballtorwarthandschuh. Das Innenhandteil 10 ist einstückig oder zusammenhängend
und vorzugsweise aus einem Flächenstück ausgeschnitten und/oder ausgestanzt und besteht
vorzugsweise aus einem Latexmaterial oder einem ähnlichen, flexiblen Material mit
ähnlich guter Griffigkeit zum Greifen eines Balles und ähnlichen Dämpfungseigenschaften.
Das Innenhandteil 10 umfasst vier Fingerbereiche zum Abdecken der Innenseiten (oder
Beugeseiten) der vier Vorderfinger, nämlich einen Zeigefingerbereich 11, einen Mittelfingerbereich
13, einen Ringfingerbereich 15 und einen kleiner-Finger-Bereich 18, einen Daumenbereich
12 für den Daumen als fünftem Finger und einen Handtellerbereich 20, über den die
Fingerbereiche 11, 12, 13, 15 und 18 zusammenhängend verbunden sind.
[0025] Der Daumenbereich 12 ist in einen sich unmittelbar an den Handtellerbereich 20 anschließenden
inneren Daumenbereich 14 und in einen sich an den inneren Daumenbereich 14 an einer
vom Handtellerbereich 20 abgewandten Seite anschließenden äußeren Daumenbereich 16
aufgeteilt. Ein dem Zeigefingerbereich 11 zugewandter Randbereich des inneren Daumenbereichs
14 ist mit 21 und vom inneren Daumenbereich 14 abgewandter Randbereich des äußeren
Daumenbereichs 16 ist mit 22 bezeichnet.
[0026] An der vom inneren Daumenbereich 14 abgewandten Seite an den äußeren Daumenbereich
16 anschließend weist das Innenhandteil 10 einen Fortsatz 19 auf. Es sind ein den
Randbereich 22 des äußeren Daumenbereichs 16 fortsetzender Randbereich des Fortsatzes
19 mit 49, ein gegenüberliegender Randbereich mit 29 und ein die beiden Randbereiche
29 und 49 verbindender Randbereich mir 39 bezeichnet. Der Fortsatz 19 ist im Beispiel
der FIG 1 bis 3 etwa trapezförmig gebildet. Eine Trennlinie zwischen dem äußeren Daumenbereich
16 und dem Fortsatz 19 ist strichliniert dargestellt, ebenso eine weitere Trennlinie,
die den inneren Daumenbereich 14 vom Handtellerbereich 20 trennt. Die beiden Trennlinien
treffen sich im Biegebereich 27 am Rand des Innenhandteils 10 und dienen, wie noch
erläutert wird, als Biegekanten 41 und 42 des Daumenbereichs 12.
[0027] An der Daumenkuppe weisen die beiden Daumenbereiche 14 und 16 durch einen Einschnitt
17 voneinander getrennte Kuppenbereiche 44 und 46 auf und hängen im Übrigen über einen
Biegebereich 27 als Übergangsbereich zusammen. Die beiden Daumenbereiche 14 und 16
sind in ihren durch die Randbereiche 21 und 22, Kuppenbereiche 44 und 46, Biegebereich
27 und Biegekanten 41 und 42 definierten Konturen vorzugsweise kongruent, insbesondere
spiegelsymmetrisch bezüglich des Biegebereichs 27, zueinander ausgebildet und können
bei Umklappen oder Umbiegen um den zwischen den beiden Daumenbereichen 14 und 16 angeordneten
Biegebereich 27 deckungsgleich aufeinander gelegt werden.
[0028] Gemäß FIG 2 ist am Daumenbereich 12 des Innenhandteil 10 zusätzlich eine Knickkante
26 im oder als Biegebereich 27 zwischen dem inneren Daumenbereich 14 und dem äußeren
Daumenbereich 16 eingebracht, die sich im Wesentlichen linear zwischen dem inneren
Daumenbereich 14 und dem äußeren Daumenbereich 16 erstreckt. Aufgrund der Knickkante
26 kann das Innenhandteil 10 gegenüber der Ausführungsform gemäß FIG 1 aus einem verhältnismäßig
steifen oder dicken und damit schwieriger biegbaren Material hergestellt sein und
der äußere Daumenbereich 16 dennoch relativ leicht umklappbar ist. Außerdem wird durch
die Knickkante 26 das Zusammenfügen des inneren Daumenbereichs 14 und das äußeren
Daumenbereichs 16 entlang dem Rand 22 gewährleistet.
[0029] In der Ausführungsform des Innenhandteils 10 gemäß FIG 3 ist im Unterschied zu den
ersten beiden Ausführungsformen gemäß FIG 1 und 2 das Innenhandteil 10 mit zwei geradlinigen
Knickkanten 28 im Biegebereich 26 zwischen den Daumenbereichen 14 und 16 versehen,
die eine V-Form oder einen V-förmigen Biegebereich 26 bilden. Die beiden Knickkanten
28 treffen im Bereich der Daumenspitze oder Daumenkappe zusammen und laufen zur Handwurzel
hin auseinander. Durch die geometrische Anordnung der beiden Knickkanten 28 kann das
Innenhandteil 10 auch aus einem steifen Material so geformt werden, dass es leicht
an die Anatomie der Hand anpassbar ist.
[0030] Die Knickkanten 26 und 28 können während oder nach dem Ausstanzen bzw. Ausschneiden
des Innenhandteils 10 eingeprägt werden. Dies ist ein relativ einfacher Vorgang, der
die gesamte Herstellung des Handschuhs erleichtert.
[0031] Die durch Umknicken oder Umbiegen im Biegebereich 26 oder um die Knickkante(n) 26
oder 28 aufeinander gelegten Daumenbereiche 14 und 16 werden an den Kuppenbereichen
44 und 46 sowie den Randbereichen 21 und 22 miteinander zu einem geschlossenen Daumenbereich
12 verbunden, vorzugsweise vernäht. Der gesamte Daumenbereich 12 ist somit vorgesehen,
den Daumen vollständig zu umschließen. Dazu wird der Daumenbereich 12 beispielsweise
wie ein Zylindermantel oder wie ein Kegelmantel gebogen, um eine Umhüllung für den
vollständigen Daumen zu bilden.
[0032] FIG 4 und 5 zeigen das Innenhandteil 10 mit dem derart hergestellten geschlossenen
Daumenbereich 12 in verschiedenen Stellungen. Eine entlang der Kuppenbereiche 44 und
46 und Randbereiche 21 und 22 den inneren Daumenbereich 14 und den äußeren Daumenbereich
16 miteinander verbindende Naht ist mit 43 bezeichnet. Die einzelnen Stiche oder Fadenabschnitte
sind gestrichelt angedeutet. An dem Biegebereich 27 hängen die beiden Daumenbereiche
14 und 16 von vorneherein zusammen und ist deshalb keine Naht notwendig. Die einzige
Naht 43 des Daumenbereichs 12 erstreckt sich somit über die Daumenkuppe und diejenige
Seite des Daumenbereichs 12, die dem Zeigefingerbereich 11 zugewandt ist. Die am Handschuh
außen liegende Seite des Daumenbereichs 12 weist somit keine störende Naht auf.
[0033] Der Rand 24 des übrigen Innenhandteils 10 ist zum Annähen eines in FIG 4 und 5 nicht
sichtbaren Außenhandteils wie z.B. einem in FIG 6 und 7 dargestellten Außenhandteil
30, vorgesehen.
[0034] Das Innenhandteil 10 weist ferner in Fortsetzung des Randbereichs 21 des inneren
Daumenbereichs 14 einen Einschnitt 23 auf. Der Einschnitt 23 ermöglicht sowohl im
Zuschnitt gemäß FIG 1 bis 3 als auch im fertigen Innenhandteil 10 gemäß FIG 4 und
5 ein Umbiegen oder Umklappen des gesamten Daumenbereichs 12 um die Biegekante 41
und im fertigen Zustand gemäß FIG 4 und 5 auch um die parallel über der Biegekante
41 verlaufende Biegekante 42 oder zumindest um einen Bereich um die Biegekante 41
und 42, wenn der Daumenbereich 12 von einer hinsichtlich der Kappenbereiche 44 und
46 nach außen zeigenden Stellung (FIG 4) in eine nach innen zeigende Stellung (FIG
5) oder umgekehrt gebracht wird.
[0035] Am Einschnitt 23 ist nun der nach oben geklappte Randbereich 49 des Fortsatzes 19
über eine Naht 45 mit dem Handtellerbereich 20 oder dem Zeigefingerbereich 11 vernäht.
Die Naht 45 kann zusammen mit der Naht 43 eine einzige Naht bilden oder in einem einzigen
Arbeitsschritt erzeugt werden. Der Fortsatz 19 füllt nun den Raum hinter dem Daumenbereich
12 , also den Raum an der vom Handtellerbereich 20 abgewandten Seite, der den zum
Zeigefinger gehörigen Mittelhandknochen der Hand seitlich abdeckt, komplett aus, so
dass die komplette Vorderseite oder Innenseite des Torwarthandschuhs mit dem Innenhandteil
10 gebildet ist. Der Randbereich 39 des Fortsatzes 19 des Innenhandteils 10 am Daumenbereich
12 bildet dabei eine Fortsetzung der vom Mittelfingerbereich 13 abgewandten Außenlängskante
des Zeigefingerbereichs 11 , so dass eine durchlaufende und ebene Kante des Randes
24 des Innenhandteils 10 an der Daumenseite gebildet ist. Damit ist der Rand 24 des
Innenhandteils 10 einschließlich des Randbereichs 39 ringsum im Wesentlichen eben
ausgebildet. Dadurch können ein mit dem Innenhandteil 10 zu vernähendes Außenhandteil
oder Seitenteile zum Verbinden mit einem Außenhandteil (z.B. wie in FIG 7 dargestellt)
entsprechend einfach mit geraden oder ebenen Rändern gestaltet sein und es kann eine
durchgehende Naht 47 zum Verbinden des Innenhandteils 10 mit dem Außenhandteil 30
oder den Seitenteilen vorgesehen sein, also die Naht 47 in einem Arbeitsschritt erzeugt
werden. Alternativ ist es aber auch möglich, den Fortsatz 19 am Innenhandteil 10 wegzulassen
und stattdessen am Außenhandteil oder am äußeren Seitenteil einen entsprechenden Fortsatz
auszubilden.
[0036] Der Handtellerbereich 20, der innere Daumenbereich 14 (bei nach außen gestrecktem
Daumen gemäß FIG 4) und die vier Vorderfingerbereiche 11, 13, 15 und 18 des Innenhandteils
10 decken somit die vollständige Innenseite einer Hand ab. Der äußere Daumenbereich
16 des Innenhandteils 10 ist zur Abdeckung der Oberseite oder Außenseite des Daumens
vorgesehen (FIG 5). An der Handgelenkseite des Innenhandteils 10 schließt sich ein
Handgelenkteil 50 des Torwarthandschuhs an, das in bekannter Weise ausgebildet sein
kann und mit dem Innenhandteil 10 an deren unterem Rand über eine Naht 48 vernäht
ist.
[0037] In FIG 6 ist eine Ausführungsform eines Außenhandteils 30 dargestellt, das den Handrücken
(Mittelhandaußenseite) einerseits und die Außenseiten (oder Streckseiten) der vier
Vorderfinger andererseits abdeckt. Das Außenhandteil 30 weist keinen Daumenbereich
auf, da der Daumen bereits vollständig vom Innenhandteil 10 abgedeckt wird. Entlang
dem Rand 32 des Außenhandteils 30 werden Außenhandteil 30 und Innenhandteil 10 zusammengefügt,
vorzugsweise zusammengenäht, und zwar entweder unmittelbar oder mittelbar über Seitenteile.
Weiterhin weist das Außenhandteil 30 eine Verstärkung 34 auf, die vorzugsweise ebenfalls
als Flächenstück ausgebildet ist. Die Verstärkung 34 weist im Wesentlichen die gleiche
Kontur wie das Außenhandteil 30 auf, ist aber etwas kleiner ausgebildet, so dass außen
am Außenhandteil 30 ein Randbereich ohne Verstärkung 34 zwischen dem Rand 36 der Verstärkung
34 und dem Rand 32 des Außenhandteils 30 zum Vernähen mit dem Innenhandteill 0 oder
den Seitenteilen verbleibt. Die Verstärkung 34 ist am Innenhandteil 30 angefügt, insbesondere
entlang ihres Randes 36 am Außenhandteil 30 angenäht oder auch auf dem Außenhandteil
30 aufgeklebt, aufgeschweißt, aufvulkanisiert oder dergleichen. Die Verstärkung 34
kann beispielsweise aus einem steiferen Material als das restliche Außenhandteil 30
sein. Die Verstärkung 34 kann auch Versteifungen aufweisen, die nur in bestimmten
Richtungen wirksam sind. Beispielsweise können langgestreckte Versteifungen vorgesehen
sein, die sich parallel zur Fingerrichtung erstrecken. Diese Versteifungen können
beispielsweise nur in vorbestimmte Richtungen biegbar sein, so dass sie einem Verbiegen
der Finger in Richtung des Handrückens entgegenwirken. Dadurch werden Verletzungsgefahren
vermindert und die Ballfangeigenschaften erhöht.
[0038] FIG 7 schließlich zeigt einen fertigen Torwarthandschuh gemäß der Erfindung von der
Seite. Es ist der nach unten geklappte Daumenbereich 12 zu erkennen und die flächige
Ausbildung des Innenhandteils 10 entlang der Zeigefingerkante am Zeigefingerbereich
11 und in der Fortsetzung am Randbereich 39. Das Innenhandteil 10 ist über die Naht
47 mit einem Seitenteil 40 vernäht, das aus einem Streifen aus flexiblem Material,
insbesondere einem textilen und/oder synthetischen Material, gebildet ist. Das Seitenteil
40 ist an der entgegengesetzten Seite mit dem Außenhandteil 30 über eine Naht 37 vernäht.
Ferner ist das Handgelenkteil 50 etwas detaillierter dargestellt mit einem Klettverschluss
52 für ein Band 51 zum Einstellen des Durchmessers und entsprechenden Anpassen des
Handgelenkteils 50.
[0039] In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann an der der Hand zugewandten Innenseite
des Innenhandteils 10 wenigstens teilweise ein Innenfutter oder eine Textilschicht
vorgesehen sein, um den direkten Kontakt der Haut mit dem Latexmaterial zu verhindern.
[0040] In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform kann das Innenhandteil 10
auch an dem Handkantenbereich am unter dem kleinen Fingerbereich 18 liegenden Rand
des Handtellerbereichs 20 weiter fortgesetzt und um die Handkante herumgezogen sein
und mit diesem Fortsatz auf dem Außenhandteil 30 aufgebracht oder sogar einstückig
mit diesem ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Innenhandteil
- 11
- Zeigefingerbereich
- 12
- Daumenbereich
- 13
- Mittelfingerbereich
- 14
- innerer Daumenbereich
- 15
- Ringfingerbereich
- 16
- äußerer Daumenbereich
- 17
- Einschnitt
- 18
- kleiner Fingerbereich
- 19
- Fortsatz
- 20
- Handtellerbereich
- 21
- Randbereich des inneren Daumenbereichs
- 22
- Randbereich des äußeren Daumenbereichs
- 23
- Einschnitt
- 24
- Randbereich des übrigen Innenhandteils
- 26
- Knickkante
- 27
- Biegekante
- 28
- Knickkante
- 29
- Randbereich des Fortsatzes
- 30
- Außenhandteil
- 32
- Rand des Außenhandteils
- 34
- Verstärkung
- 36
- Rand der Verstärkung
- 37
- Naht
- 39
- Randbereich des Fortsatzes
- 40
- Seitenteil
- 41
- Biegebereich
- 42
- Biegebereich
- 43
- Naht
- 44
- Kuppenbereich des inneren Daumenbereichs
- 45
- Naht
- 46
- Kuppenbereich des äußeren Daumenbereichs
- 47
- Naht
- 48
- Naht
- 49
- Randbereich des Fortsatzes
- 50
- Handgelenkteil
- 51
- Band
- 52
- Klettverschluss
1. Torwarthandschuh, der
a) ein Innenhandteil, das wenigstens eine Innenseite einer Hand im Wesentlichen vollständig
abdeckt, und
b) wenigstens ein Außenhandteil, das eine Außenseite der Hand wenigstens überwiegend
abdeckt, umfasst,
c) wobei das Innenhandteil einstückig oder aus einem zusammenhängenden Stück, insbesondere
einem einstückigen Flächenstück, gebildet ist
d) und wobei das Innenhandteil (10) einen Daumenbereich (12) aufweist, der zur vollständigen
Ummantelung des Daumens vorgesehen ist.
2. Torwarthandschuh nach Anspruch 1, bei dem der Daumenbereich einen inneren Daumenbereich
(14) und einen äußeren Daumenbereich (16) aufweist, die über einen Übergangsbereich
einstückig zusammenhängen und an der Daumenkuppe zugeordneten Kuppenbereichen sowie
an anschließenden, einer Längsseite des Daumens zugeordneten Randbereichen miteinander
verbunden, insbesondere vernäht, sind.
3. Torwarthandschuh nach Anspruch 2, bei dem die Randbereiche, an denen der innere Daumenbereich
(14) und der äußere Daumenbereich (16) miteinander verbunden sind, an einer einem
Zeigefingerbereich (11) des Innenhandteils zugewandten Längsinnenseite des Daumenbereichs
angeordnet sind.
4. Torwarthandschuh nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, bei dem der Übergangsbereich zwischen
dem inneren Daumenbereich und dem äußeren Daumenbereich an einer von einem Zeigefingerbereich
(11) des Innenhandteils abgewandten Längsinnenseite des Daumenbereichs angeordnet
ist.
5. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, bei dem der innere
Daumenbereich (14) und der äußere Daumenbereich (16) im Wesentlichen kongruent sind.
6. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, bei dem der Daumenbereich
(12), insbesondere im Übergangsbereich zwischen dem inneren Daumenbereich und dem
äußeren Daumenbereich, wenigstens eine vorbestimmte, insbesondere eingeprägte, Knickkante
(26, 28) aufweist.
7. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das
Innenhandteil (10) aus einem Latexmaterial oder einem Material auf Basis von Synthesekautschuk(en)
oder dergleichen besteht.
8. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das
Innenhandteil (10) und das Außenhandteil (30) unmittelbar oder über eines oder mehrere
dazwischen angeordnete Seitenteile, das bzw. die insbesondere als Streifenstück ausgebildet
ist bzw. sind, miteinander verbunden, insbesondere vernäht, sind, vorzugsweise entlang
deren Rändern (24, 32).
9. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das
Außenhandteil als einstückiges oder zusammenhängendes Flächenstück ausgebildet ist.
10. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem auf
das Außenhandteil (30) eine Verstärkung (34) aufgebracht, insbesondere aufgenäht,
ist, die insbesondere als Flächenstück ausgebildet ist, das geringfügig kleiner als
das Außenhandteil (30) ist und/oder insbesondere eine höhere Steifigkeit als das Außenhandteil
(30) aufweist.
11. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das
Innenhandteil einen an dem Daumenbereich anhängenden, insbesondere sich an der vom
inneren Daumenbereich abgewandten Seite an den äußeren Daumenbereich anschließenden,
Fortsatz (19) aufweist, der einen Bereich hinter dem Daumenbereich, insbesondere an
der vom Handtellerbereich (20) abgewandten Seite oder in Richtung zum zum Zeigefinger
gehörigen Mittelhandknochen, abdeckt.
12. Torwarthandschuh nach Anspruch 11, bei dem ein Randbereich (39) des Fortsatzes (19)
des Innenhandteils (10) am Daumenbereich (12) eine Fortsetzung der vom Mittelfingerbereich
(13) abgewandten Außenlängskante des Zeigefingerbereichs (11) bildet, so dass an der
Zeigefinger- und Daumenseite des Innenhandteils eine durchlaufende und zumindest annähernd
ebene Kante des Randes (24) des Innenhandteils (10) gebildet ist.
13. Torwarthandschuh nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, bei dem das Innenhandteil und
das Außenhandteil und/oder Seitenteil(e) über eine einzige durchgehende und/oder umlaufende
sowie vorzugsweise im Wesentlichen in einer Ebene verlaufende Naht (47) miteinander
vernäht sind, die sich auch über den genannten Randbereich des Fortsatzes erstreckt
und diesen mit dem Außenhandteil bzw. Seitenteil verbindet.
14. Torwarthandschuh nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das
Innenhandteil 10 zwischen dem Zeigefingerbereich (11) und dem Daumenbereich (12) einen
Einschnitt (23) aufweist.
15. Torwarthandschuh nach Anspruch 14 in Rückbeziehung auf einen der Ansprüche 11 bis
13, bei dem an dem Randbereich des Einschnitts (23) ein Randbereich (49) des Fortsatzes
(19) angenäht ist, insbesondere über eine gemeinsame einzige Naht (45, 43) mit dem
Daumenbereich.
16. Verfahren zum Herstellen eines Torwarthandschuhs, insbesondere eines Torwarthandschuhs
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, mit den folgenden Verfahrenschritten:
a) Bereitstellen oder Herstellen eines Außenhandteils (30);
b) Bereitstellen oder Herstellen eines Innenhandteils (10), das als einstückiges Flächenstück
mit vier Vorderfingerbereichen, einem Handtellerbereich und einem an den Handtellerbereich
anschließenden Daumenbereich, der einen inneren Daumenbereich und einen mit dem inneren
Daumenbereich über einen Übergangsbereich zusammenhängenden äußeren Daumenbereich
umfasst, ausgebildet ist,
c) Erzeugen eines geschlossenen Daumenbereichs (12) aus dem Innenhandteil durch Verbinden,
insbesondere Zusammennähen, des inneren Daumenbereichs und des äußeren Daumenbereichs
an deren außerhalb des Übergangsbereichs liegenden Randbereichen.
17. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem das Innenhandteil (10) und das Außenhandteil (30)
miteinander unmittelbar oder über wenigstens ein Seitenteil verbunden, insbesondere
zusammengenäht, werden, vorzugsweise entlang den Rändern (24, 32) und/oder mit einer
einzigen umlaufenden Naht (47) oder in einem einzigen Nähschritt.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder Anspruch 17, bei dem der innere Daumenbereich und
der äußere Daumenbereich mit einer einzigen entlang der Kuppenbereiche und einem anschließenden
Randbereich verlaufenden Naht oder in einem einzigen Nähschritt miteinander vernäht
werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, bei dem der innere Daumenbereich und
der äußere Daumenbereich vor dem Verbinden oder Vernähen in dem Übergangsbereich umgebogen
oder, insbesondere entlang wenigstens einer eingeprägten Knickkante, umgeknickt und
aufeinander zu geklappt und übereinander oder aufeinander gelegt werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, bei dem das Innenhandteil zusätzlich
mit einem Fortsatz bereitgestellt oder hergestellt wird, der vorzugsweise sich an
den äußeren Daumenbereich anschließt, und dieser Fortsatz beim Erzeugen des geschlossenen
Daumenbereichs einerseits an einem Randbereich mit dem Innenhandteil unterhalb des
Zeigefingerbereichs, vorzugsweise an einem Einschnitt, vernäht wird, vorzugsweise
mit derselben Naht oder demselben Nähschritt wie beim Vernähen des inneren Daumenbereichs
und des äußeren Daumenbereichs, und andererseits an einem anschließenden Randbereich
mit dem Außenhandteil oder dem Seitenteil vernäht wird, vorzugsweise über die gleiche
Naht, die das Außenhandteil oder das oder die Seitenteil(e) auch in den übrigen Bereichen
verbindet.
21. Verfahren zum Herstellen eines Torwarthandschuhs, , insbesondere eines Torwarthandschuhs
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15 und/oder nach einem der Ansprüche
16 bis 20, das folgende Schritte aufweist:
a) Bereitstellen oder Herstellen eines Außenhandteils (30);
b) Bereitstellen oder Herstellen eines Innenhandteils (10),,
c) Zusammenfügen des Außenhandteils (30) und des Innenhandteils (10); dadurch gekennzeichnet, dass
d) das Innenhandteil (10) einen Daumenbereich (12) aufweist, der zur vollständigen
Ummantelung des Daumens vorgesehen ist.
22. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 21, bei dem das Innenhandteil
(10) durch Ausstanzen oder Ausschneiden aus einem Flächenstück oder einer Materialbahn
hergestellt wird oder ist.
23. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 22, bei dem das Innenhandteil,
das Flächenstück oder die Materialbahn aus einem biegbaren und/oder eine griffige
Oberfläche aufweisenden Material und/oder aus einem Latexmaterial oder einem Material
auf Basis von Synthesekautschuk(en) oder dergleichen hergestellt ist oder wird.