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EP 1 400 443 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
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Anmeldetag: 11.09.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hilfsruder an einem elektrischen Ruderpropeller für schnelle seegehende Schiffe und
Betriebsverfahren für das Hilfsruder
Auxiliary rudder for an electric azimuthing propeller intended for fast ships and
operating method for said auxiliary rudder
Gouvernail auxiliaire pour propulseur électrique azimutal de bateaux rapides et méthode
d'opération dudit gouvernail
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
23.09.2002 DE 10244295
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.03.2004 Patentblatt 2004/13 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Rzadki, Wolfgang
21509 Glinde (DE)
- Schulze Horn, Hannes, Dr.
45966 Gladbeck (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 270 402 DE-A- 10 102 740
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WO-A-89/05262
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hilfsruder an einem elektrischen Ruderpropeller, der drehbar
unter dem Heck eines schnellen seegehenden Schiffes angeordnet ist und als Hauptruder
für das Schiff dient, wobei der elektrische Ruderpropeller einen Elektromotor in einem
Gehäuse aufweist, das am Ende eines Tragschafts angeordnet ist, der drehbar mit dem
Heck des Schiffes verbunden ist und ein Betriebsverfahren für das Hilfsruder sowie
eine besondere Verwendung des Hilfsruders.
[0002] Aus der
EP 0 901 449 B1 ist ein Hilfsruder für einen elektrischen Ruderpropeller bekannt, das an der Hinterkante
des Tragschafts für das Gehäuse des Elektromotors angeordnet ist. Bei diesem bekannten
Hilfsruder ist es nachteilig, dass es in der verwirbelten Abströmzone des Tragschafts
für das Gehäuse des elektrischen Motors und auch noch teilweise in der verwirbelten
Abströmung des Schiffshecks liegt. Aus den vorstehenden Gründen ist es in seiner Wirkung
beeinträchtigt und muss auch mechanisch besonders stabil ausgebildet werden. Darüber
hinaus ist seine Anbringung und sein Verstellmechanismus aufwendig. Die Bewegung des
bekannten Hilfsruders erfolgt hydraulisch. Insgesamt ergibt sich eine aufwendige,
schwere Ausführung mit beeinträchtigter Wirkung. Weitere Hilfsruderausgestaltungen
sind aus der
EP 1 270 402 A1 bekannt. Ein Betriebsverfahren für diese Hilfsruderausgestaltungen, das eine optimierte
Steuerung des Schiffes bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen erlaubt, ist jedoch
nicht offenbart. Dieses Dokument wird für Artikel 54(3) EPÜ als relevant erachtet.
[0003] Das Dokument
WO 89/05262 wird als nächstliegenden Stand der Tecknik angesehen.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Betriebsverfahren für Hilfsruder an einem elektrischen
Ruderpropeller anzugeben, das besonders vorteilhaft auf die unterschiedlichen Bedürfnisse
in Bezug auf seine Funktion bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Schiffes einstellbar
ist.
[0005] Im Rahmen der Erfindung ist ein Betriebsverfahren für das Hilfsruder vorgesehen,
das die Bewegungen des Hilfsruders in Abhängigkeit von der Schiffsgeschwindigkeit
steuert. Es ist dabei vorgesehen, dass die Verstellgeschwindigkeit und/oder der maximale
Verstellwinkel in Abhängigkeit an Geschwindigkeitsbereiche eingestellt wird. Die Geschwindigkeitsbereiche
sind z.B. einmal der Bereich kleine Fahrt, einmal der Bereich mittlere Fahrt und einmal
der Bereich Schnellfahrt. In diesen Bereichen wird das Hilfsruder in Anpassung an
seine betriebsspezifische Aufgabe unterschiedlich eingesetzt.
[0006] Eine besondere Bedeutung kommt dem Hilfsruder bei Marine (Navy)-Schiffen zu, die
z.B. Waterjets im Mittelschiffsbereich aufweisen, mit denen das Schiff auch bei stillstehenden
Ruderpropellern gesteuert und angetrieben werden kann. Bei stillstehenden Ruderpropellern
werden die Hilfsruder unabhängig betrieben und können sowohl als Schnellfahrtruder
als auch als Unterstützungsruder für die Steuerung durch die Waterjets verwendet werden.
Ihre Funktion als Unterstützungsruder üben sie bei dem Ausfall der Ruderpropellerdrehvorrichtungen
aus. Hierfür weisen sie vorteilhaft von den Ruderpropellermotoren getrennte elektrische
Leitungen auf, so dass sich ein redundantes Rudersystem für ein schnell fahrendes
Schiff ergibt. Sie unterstützen die Steuerung durch die Waterjets, die einmal durch
unterschiedliche Schubstärken auf den beiden Schiffsseiten erreicht wird, aber auch
durch Steuerklappen hinter den Waterjets. Da sich die Waterjets weitgehend im Mittschiffsbereich
befinden, ist ihre Steuerwirkung relativ gering, so dass Unterstützungsruder von erheblicher
Bedeutung sind.
[0007] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen beispielhaft näher erläutert, aus denen
weitere, auch erfindungswesentliche Einzelheiten, ebenso wie aus den Unteransprüchen,
entnehmbar sind.
[0008] Im Einzelnen zeigen:
- FIGUR 1
- einen elektrischen Ruderpropeller mit Hilfs- ruder, wobei der Ruderpropeller einen
Zug- und einen Schubpropeller aufweist,
- FIGUR 2
- einen schematischen Teilschnitt durch einen elektrischen Ruderpropeller, mit am hinteren
Ende angeordnetem Hilfsruder und
- FIGUR 3
- die grundsätzliche Ausbildung der Steuerein- heiten für das Betriebsverfahren.
[0009] In FIGUR 1 bezeichnet 1 die Unterseite des Schiffshecks sowie 3 den Zugpropeller
und 4 den Schubpropeller des elektrischen Ruderpropellers 7. Mit 5 ist die reitend
angeordnete Basiseinheit des Hilfsruders 6 bezeichnet, das an einen feststehenden
Teil 2 angehängt ist. Diese Hilfsruderausführung reagiert relativ unempfindlich auf
Änderungen des Propellerstroms und ist mechanisch hoch belastbar.
[0010] In FIGUR 2, die einen elektrischen Ruderpropeller mit einem Zugpropeller 9 zeigt,
ist das Hilfsruder 10 als vorbalanciertes Spatenruder ausgebildet. In schematischer
Weise angedeutet sind im Gehäuse des elektrischen Ruderpropellers 8 elektrische Wicklungen
angeordnet, die z.B. über die Außenwand des Gehäuses 8 entwärmt werden. So ergibt
sich eine besonders schlanke Form des Gehäuses 8 des elektrischen Ruderpropellers
mit geringer Verwirbelung des vorbeiströmenden Wassers. Entsprechend gut ist die Wirkung
des Hilfsruders.
[0011] Das Hilfsruder 10 wird z.B. über eine Welle mit einem Schneckenrad 12 und einem Elektromotor
mit Ritzel 11 bewegt. Diese Einheiten können vorteilhaft in dem freien Ende hinten
im Gehäuse 8 des elektrischen Ruderpropellers angeordnet werden. Zwischen dem Hilfsruder
10 und dem freien Ende des Gehäuses 8 befindet sich eine Flosse 13, die an das Gehäuseende
angeformt ist und eine Stabilisierungswirkung bei schneller Geradeausfahrt ausübt.
[0012] In FIGUR 3 bezeichnet 13 die Steuereinheit des Schiffes, die Sollwertgeber für die
Ruderlagen und Klappen, z.B. die Klappen 21 am Ende eines Waterjets, aufweist. Die
Sollwertgeber sind mit Rampen versehen und arbeiten z.B. geschwindigkeitsabhängig.
Die Steuereinheit entspricht vorteilhaft dem üblichen Stand der Schiffsautomatisierung
und weist programmierbare Controller, z.B. des Typs SIMATIC S7, der Firma Siemens,
auf. Auch das Verriegelungssystem 15 für die einzelnen Rudersystemkomponenten ist
in vorteilhafter Weise in dieser Technik ausgeführt. Das Verriegelungssystem 15 verhindert
zuverlässig, dass die Steuereinheit 18 für das Hilfsruder eine durch den Doppelpfeil
20 angedeutete Drehbewegung ausführen kann, wenn die Steuereinheit für die Azimuthsteuerung
eine durch den Doppelpfeil 19 angedeutete Drehbewegung für den gesamten Ruderpropeller
steuert.
[0013] Für den Fall, dass das schnelle seegehende Schiff, z.B. im Mittelschiff, Waterjets
aufweist, wie es für eine neue Generation von Marine(Navy)-Schiffen vorgesehen ist,
weist das Automatisierungssystem noch eine Steuereinheit 16 für die Steuerklappen
des oder der Waterjets auf. Hier werden Steuerklappen 21 über eine Einheit 22 gesteuert,
z.B. wenn die elektrischen Ruderpropeller ausgefallen sind. Es versteht sich, dass
die gezeigten Steuereinheiten redundant ausgeführt sind, so dass z.B. bei einem Treffer
in eine Schiffsseite bei einem Marine(Navy)-Schiff das gesamte Schiff noch steuer-
und antriebsfähig bleibt.
[0014] Das Betriebsverfahren für ein schnelles seegehendes Schiff, insbesondere für ein
schnelles Marine(Navy)-Schiff, aber auch für zivile Schiffe, z.B. für schnelle Fähren
mit zusätzlichen Waterjetantrieben, läuft wie folgt ab:
Die Schiffsrichtung wird von drei unterschiedlichen Rudersystemen gesteuert. Dies
sind einmal das Rudersystem für die Verdrehung des zumindest einen elektrischen Ruderpropellers,
zum anderen das Rudersystem für die Verdrehung des Hilfsruders und weiterhin das Rudersystem
für die Lenkklappen am Ausblasstrom von Waterjets, vorzugsweise in der Schiffsmitte.
Die Waterjets können aber auch ohne weiteres am Heck des Schiffes zusätzlich, auch
oberhalb der Wasserlinie, angeordnet sein.
[0015] Normalerweise ist die Steuerung der Rudersysteme abhängig von der Schiffsgeschwindigkeit.
Bei einer relativ niedrigen Schiffsgeschwindigkeit, z.B. im Bereich von 4 bis 12 Knts.,
wird das Schiff nur mit dem elektrischen Ruderpropellerantrieb angetrieben. Die Schiffsrichtung
wird bei dieser Geschwindigkeit nur mit der Verdrehung der elektrischen Ruderpropeller
und den an diesen angeordneten Azimuthantrieben gesteuert. Hierbei wird vorteilhaft
die Stellung des Hilfsruders in der Null-Stellung gegenüber dem Gehäuse verriegelt.
Der Verdrehwinkel der elektrischen Ruderpropeller ist unbegrenzt und beträgt 0 bis
360 Grad.
[0016] Bei einer Schiffsgeschwindigkeit bis zur Höchstfahrt bei dem reinen Antrieb durch
elektrische Ruderpropeller wird die Schiffsrichtung im Wesentlichen mit der Verdrehung
des elektrischen Ruderpropellerantriebssystems gesteuert. Der Verdrehwinkel für die
elektrischen Ruderpropeller ist dabei begrenzt und liegt z.B. im Bereich von 0 bis
± 40 Grad. Das Hilfsruder arbeitet dann je nach Anforderung entweder als verriegeltes
Trimmruder oder, vorzugsweise bei Erreichen des obersten Geschwindigkeitsbereichs,
als Unterstützungsruder mit einer Auslenkung gegenüber dem Hauptruder, das durch den
elektrischen Ruderpropeller selbst gebildet wird. Wenn Hilfsruder und Hauptruder miteinander
in einer Richtung wirken, ergeben sich schnellere Rudermanöver, insbesondere eine
schnellere Einleitung von Rudermanövern.
[0017] Bei einer Schiffsgeschwindigkeit, die etwas über der Geschwindigkeit, die durch die
elektrischen Ruderpropeller erreichbar ist, liegen soll, wird das Schiff im Wesentlichen
durch die Waterjetantriebe angetrieben. Die Ruderpropeller drehen zwar mit, erzeugen
aber nicht den wesentlichen Vortrieb. Die Schiffsrichtung wird in erster Linie nur
mit der Verdrehung der Hilfsruder gesteuert. Im unteren Geschwindigkeitsbereich kann
auch die Kombination des Hilfsruders mit der oder den Lenkklappen der Waterjetantriebe
zu einem schnelleren Rudermanöver sinnvoll sein. Im Notfall, z.B. bei Totalausfall
der elektrischen Ruderpropeller nach Hecktreffern, kann die Ruderlage des Schiffes
nur mit den Lenkklappen der Waterjetantriebe erfolgen.
[0018] Die Azimuthantriebe des oder der elektrischen Ruderpropeller sind bei Einsatz der
Waterjets in ihrer Nullstellung verriegelt. Diese Stellung kann aus hydrodynamischen
Gründen etwas von der Nulllage abweichen, z.B. im Bereich ± 5 Grad. So kann eine stabile
Geradeausfahrt ohne dauernde Ruderlagemanöver erreicht werden.
[0019] Bei der maximalen Schiffsgeschwindigkeit, das sind in der Regel Schiffsgeschwindigkeiten
von mehr als 30 Knts., wird das Schiff von der gemeinsamen Kombination von elektrischen
Ruderpropeller- und Waterjetantrieben angetrieben. Die Schiffsrichtung wird dann in
erster Linie mit der Verdrehung der Hilfsruder gesteuert. Für schnelle Rudermanöver,
z.B. bei Gefahr, kann auch die Kombination des Hilfsruders mit der oder den Lenkklappen
der Waterjetantriebe sinnvoll sein. Der Azimuthantrieb der elektrischen Ruderpropeller
ist bei Höchstfahrt vorteilhaft in der Nullstellung verriegelt. Diese Stellung kann
aus hydrodynamischen Gründen ebenfalls von der Nulllage etwas abweichen, z.B. im Bereich
von 0 bis ± 5 Grad. So ergibt sich ein besonders stabiles Geradeausfahrtverhalten.
[0020] Bei Hafenmanövern, d.h. beim An- und Ablegen des Schiffes, werden in der Regel Bug-
und Heckrudersysteme in Betrieb genommen. Im hinteren Ende des Schiffes sind die elektrischen
Ruderpropeller wirksam. Entsprechend der benötigten Schubrichtung wird der elektrische
Ruderpropeller durch den Azimuthantrieb in die richtige Lage gedreht. Das Hilfsruder
ist in der Regel verriegelt und kann bei diesem Manöver nicht verdreht werden. Am
Bug des Schiffes ist in der Regel ein Querstrahlrudersystem vorgesehen und erzeugt
dort einen Querschub zum Schiff in die benötigte und ausgewählte Richtung.
[0021] Das Querstrahlrudersystem ist unabhängig von den anderen Antrieben und Steuersystemen
des Schiffes und wird in der Regel von Hand mittels Steuerorganen, z.B. durch separate
Drucktasten oder einen Joystick, betätigt. Dieser Betätigungsvorgang ist in der Regel
ebenfalls verriegelbar, damit er nicht unabsichtlich bei höheren Fahrtstufen in Betrieb
genommen werden kann.
[0022] Insgesamt ergeben sich also vier unterschiedliche und gegeneinander zum größten Teil
verriegelte, aber auch zum Teil miteinander im gleichen Sinn wirkende Ruderfunktionen
(Bugstrahlruder, Waterjetsteuerung, Azimuthsteuerung der Ruderpropeller, Hilfsruder).
1. Betriebsverfahren für ein Hilfsruder an einem elektrischen Ruderpropeller, der drehbar
unter dem Heck eines schnellen seegehenden Schiffes angeordnet ist und als Hauptruder
für das Schiff dient, wobei der elektrische Ruderpropeller einen Elektromotor in einem
Gehäuse aufweist, das am Ende eines Tragschafts angeordnet ist, der drehbar mit dem
Heck des Schiffes verbunden ist und wobei das Hilfsruder (6, 10) unter dem Gehäuse
des Elektromotors angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Hilfsruders in Abhängigkeit von der Schiffsgeschwindigkeit gesteuert
wird, wobei die Verstellgeschwindigkeit und/oder der maximale Verstellwinkel des Hilfsruders
(6, 10) in Abhängigkeit von der Schiffsgeschwindigkeit eingestellt wird, wobei das
Hilfsruder (6, 10) bei kleinen Schiffsgeschwindigkeiten, z.B. wenn das Schiff im Hafenmodus
(Ruderpropellerdrehwinkel 360 Grad) gefahren wird, festgestellt wird und wobei das
Hilfsruder (6, 10) bei großen Schiffsgeschwindigkeiten die Steuerung des Schiffes
allein übernimmt, und der Ruderpropeller festgestellt wird.
2. Betriebsverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsruder (6, 10) im mittleren Fahrtgeschwindigkeitsbereich oder bei Eilmanövern
auch in anderen Geschwindigkeitsbereichen, abgestimmt mit der Schaftdrehge-schwindigkeit
bewegt wird.
3. Betriebsverfahren nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsruderdrehgeschwindigkeit über Drehgeschwindigkeitsrampen gesteuert wird,
die in einer Steuereinheit (14) des Schiffes gespeichert sind.
4. Betriebsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsruder (6, 10) bei Vorhandensein von zusätzlichen Antriebseinheiten im Schiff,
z.B. von Waterjets im Mittelschiffsbereich, in Abstimmung mit Steuereinheiten (21)
an den Waterjets betrieben wird.
5. Betriebsverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsruder (6, 10) unabhängig von der Funktion der elektrischen Ruderpropeller
betreibbar ausgebildet ist.
6. Betriebsverfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es bei Marine(Navy)-Schiffen, insbesondere bei Schiffen mit einem kombinierten Ruderpropeller-Waterjet-Antrieb,
für ein Schnellfahrtruder verwendet wird.
1. Operating method for an auxiliary rudder on an electrical steering propeller, which
is arranged such that it can rotate under the stern of a high-speed marine vessel
and is used as a main rudder for the vessel, with the electrical steering propeller
having an electric motor in a housing which is arranged at the end of a supporting
shaft, which is connected such that it can rotate to the stern of the vessel, and
with the auxiliary rudder (6, 10) being arranged under the housing of the electric
motor, characterized in that the movement of the auxiliary rudder is controlled as a function of the vessel speed,
with the adjustment rate and/or the maximum adjustment angle of the auxiliary rudder
(6, 10) being set as a function of the vessel speed, with the auxiliary rudder (6,
10) being fixed when the vessel speeds are low, for example when the vessel is being
moved in the harbour mode (steering propeller rotation angle 360 degrees), and with
the auxiliary rudder (6, 10) controlling the vessel on its own at high vessel speeds,
with the steering propeller being fixed.
2. Operating method according to Claim 1,
characterized in that the auxiliary rudder (6, 10) is moved matched to the shaft rotation rate in the medium
movement speed range or else in other speed ranges in the case of rapid manoeuvres.
3. Operating method according to Claims 1 and 2, characterized in that the auxiliary rudder rotation rate is controlled via rotation rate ramps which are
stored in a control unit (14) in the vessel.
4. Operating method according to one or more of Claims 1 to 3, characterized in that, when additional propulsion units are present in the vessel, for example waterjets
in the central vessel area, the auxiliary rudder (6, 10) is operated matched by control
units (21) to the waterjets.
5. Operating method according to one or more of Claims 1 to 4, characterized in that the auxiliary rudder (6, 10) is designed such that it can be operated independently
of the operation of the electrical steering propeller.
6. Operating method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the operating method is used for a high-speed movement rudder on naval vessels, in
particular on vessels with combined steering propeller/waterjet propulsion.
1. Procédé pour faire fonctionner un gouvernail auxiliaire sur un propulseur électrique
de gouvernail, qui est monté tournant sous l' arrière d'un bateau rapide de haute
mer et qui sert de gouvernail principal au bateau, dans lequel le propulseur électrique
de gouvernail comporte un moteur électrique dans un carter, qui est disposé à l'extrémité
d'un arbre porteur, qui est relié de manière à pouvoir tourner avec l'arrière du bateau
et dans lequel le gouvernail ( 6, 10 ) auxiliaire est disposé sous le carter du moteur
électrique, caractérisé en ce que l'on commande le mouvement du gouvernail auxiliaire en fonction de la vitesse du
bateau, la vitesse de réglage et/ou l'angle maximum de réglage du gouvernail ( 6,
10 ) auxiliaire étant réglé en fonction de la vitesse du bateau, le gouvernail ( 6,
10 ) auxiliaire étant bloqué à des vitesses petites du bateau, par exemple lorsque
le bateau navigue en mode portuaire ( angle de rotation du propulseur de gouvernail
360 degrés ), et dans lequel le gouvernail ( 6, 10 ) auxiliaire prend seul en charge
la commande du bateau à de grandes vitesses du bateau, et le propulseur du gouvernail
est bloqué.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que le propulseur ( 6, 10 ) auxiliaire est mis en mouvement de manière accordée avec
la vitesse de rotation de l'arbre dans le domaine de vitesse de déplacement moyen
ou dans des manoeuvre d'urgence, également dans d'autres domaines de vitesse.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'on règle la vitesse de rotation du gouvernail extérieur par des rampes de vitesse
de rotation, qui sont mémorisées dans une unité ( 14 ) de commande du bateau.
4. Procédé suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le gouvernail ( 6, 10 ) auxiliaire fonctionne en présence de groupes d'entraînement
supplémentaires dans le bateau, par exemple d'hydrojets, dans le domaine intermédiaire
du bateau, en accord avec des unités ( 21 ) de commande sur les hydrojets.
5. Procédé suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le gouvernail ( 6, 10 ) auxiliaire est constitué de manière à pouvoir fonctionner
indépendamment du fonctionnement du propulseur électrique de gouvernail.
6. Procédé suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est utilisé dans des bateaux de guerre, notamment dans des bateaux ayant un entraînement
combiné propulseur de gouvernail-hydrojets pour un gouvernail à grande vitesse.


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