(19)
(11) EP 1 400 629 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
24.03.2004  Patentblatt  2004/13

(21) Anmeldenummer: 03021272.4

(22) Anmeldetag:  19.09.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E01B 31/17
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 20.09.2002 DE 10243823

(71) Anmelder:
  • Scherf, Wilfried
    07768 Hummelshain (DE)
  • Luddeneit, Michael
    07768 Hummelshain (DE)

(72) Erfinder:
  • Scherf, Wilfried
    07768 Hummelshain (DE)
  • Luddeneit, Michael
    07768 Hummelshain (DE)

(74) Vertreter: Bock, Gerhard, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Bock & Bieber GbR, Albert-Einstein-Strasse 6
07745 Jena
07745 Jena (DE)

   


(54) Schleifmaschine für Schienen, insbesondere für Containerkranschienen


(57) Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine für Schienen, insbesondere Containerkranschienen, mit deren Hilfe die Produktivität und die Genauigkeit des Schleifprozesses erhöht und die körperliche Beanspruchung der das Schleifen Ausführenden wesentlich verringert wird. Auf einer sich in Schienenlängsrichtung erstreckenden, mit Laufrollen (39) und Spurrollen (38,40) versehenen Basis ist ein Basisrahmen im Wesentlichen horizontal und quer zur Schienenlängsrichtung verstellbar angeordnet, an dem mindestens ein Schleifmodul im Wesentlichen vertikal und winkelmäßig verstellbar und eine Steuereinheit zur Einleitung wenigstens eines Teiles aller Verstellbewegungen vorgesehen ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine für Schienen, insbesondere Containerkranschienen, gemäß der Gattung der Patentansprüche. Sie ist auch geeignet zum Schleifen von Ein- und Zweischienenbahnen.

[0002] Bekanntlich werden Containerkranschienen mit einfachen Schleifmaschinen oder Schleifwerkzeugen von Hand geschliffen. Abgesehen davon, dass diese Technologie zeit- und kraftaufwändig ist, ist sie, besonders hinsichtlich ihrer Qualität, erheblich von individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten abhängig.
Diese Mängel sollen durch die Erfindung vermieden werden. Darüber hinaus soll die Erfindung Mittel und Wege zu ihrer Anwendung an anderen Bahnschienen aufzeigen.

[0003] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten Patentanspruchs gelöst und diese Lösung durch die Unteransprüche konkretisiert. Wenn dabei von horizontalen und vertikalen Verstellungen der Schleifmodule die Rede ist, so schließt dies den Fall mit ein, dass gekrümmte Schienen zur Aufnahme von Fliehkräften an den sich auf ihnen bewegenden Objekten quer zur Schienenlängsrichtung geneigt sein können. Es versteht sich von selbst, dass aus Produktivitätsgründen nicht nur ein Schleifmodul verwendet wird und diese entsprechend dem Profil des Schienenkopfes in quer zur jeweiligen Schiene aus der Vertikalen im Winkel verstellbar (neigbar) sind.
Für die Realisierung der Erfindung hat es sich als günstig erwiesen, die Basis durch zwei auf Lauf- und Spurrollen oder -rädern und deren Lagerböcken angeordnete Brücken zu gestalten, zwischen denen ein Basisrahmen im Wesentlichen horizontal und quer zur Schienenlängsrichtung verstellbar angeordnet ist. Dabei befinden sich an den einander zugekehrten Seiten der Brücken und des Basisrahmens Führungen und synchron wirkende Verstellmittel, die nicht nur die Querverstellung bewerkstelligen, sondern auch die Brücken mit dem Basisrahmen verbinden.

[0004] An jeder Brücke ist mindestens ein Lagerkörper mit einer Spurrolle mit Schienenkranz und einer Laufrolle verstellbar befestigt, die in Schienenlängsrichtung voreinander angeordnet sind und deren Achsabstand groß genug ist, um einen ausgleichenden Effekt bei kurzstreckigen oder plötzlichen Unregelmäßigkeiten im Schienenkopfprofil auszuüben.
An einer der Brücken ist ein Befestigungsflansch befestigt, der mit dieser Brücke um zwei zueinander und zur Richtung der Querverstellung parallel verlaufende Achsen gelenkig verbunden ist und auf diese Art Zwangskräfte vermeidet. Der Befestigungsflansch dient der Verbindung der Schleifmaschine mit einem Kran oder einer Laufkatze, die dann auch die Schleifmaschine zur Bewegung entlang der Schiene antreiben. Es versteht sich von selbst, dass die Schleifmaschine auch einen eigenen Antrieb besitzen kann, der mindestens eine Spurrolle antreibt und vorzugsweise beim Schleifen von Bahnschienen zum Einsatz kommt.
Insbesondere beim Schleifen von Containerkranschienen ist von Vorteil, wenn an der anderen der Brücken ein Schwenkrahmen um eine Achse schwenkbar gelagert ist, die im Wesentlichen parallel zur Richtung der Querverstellung verläuft. Am Rahmen ist ein Schleifwerkzeug um eine Achse drehbar gelagert, deren Richtung und Lage veränderbar und deren Ausgangsstellung parallel zur Schwenkachse des Rahmens bzw. rechtwinklig zu den Ausgangsstellungen der Schleifinodule am Basisrahmen gerichtet ist. Das letztgenannte Schleifwerkzeug ist Teil eines Schleifmoduls, der am Schwenkrahmen höhen- und seitenverstellbar sowie um eine Achse schwenkbar gelagert ist, die im Wesentlichen parallel zur Schienenlängsrichtung verläuft. Während die am Basisrahmen angeordneten Schleifmodule dem Schleifen der oberen Fläche des Schienenkopfes dienen, wird der am Schwenkrahmen befestigte Schleifmodul zum Schleifen der Seitenflächen des Schienenkopfes benutzt. Da der Schienenkopf zwei gegenüber liegende Seitenflächen aufweist, können am Schwenkrahmen auch zwei Schleifmodule in geeigneter Anordnung und Ausbildung zum gleichzeitigen Schleifen der Seitenflächen vorgesehen sein. Es ist auch möglich, für jede Seitenfläche ein Schleifwerkzeug anzuordnen, wobei für beide Schleifwerkzeuge nur ein Antrieb vorgesehen ist, der über ein geeignetes Getriebe jedes Schleifwerkzeug antreibt.
Damit während des Schleifvorganges die zum Schwenkrahmen gehörende Spur- bzw. Laufrolle nicht von der Schiene springen kann, ist vorteilhaft für den Schwenkrahmen eine Druckvorrichtung vorgesehen, die sich einerseits am Basisrahmen und andererseits am Schwenkrahmen abstützt. Schleifmodule und Rahmen können von Gehäusen umschlossen sein, die an eine Vorrichtung zum Staubabsaugen angeschlossen sind. Soll die erfindungsgemäße Schleifeinrichtung zum Bearbeiten von Bahnschienen verwendet werden, so haben die Spurrollen vorteilhaft die Größe, insbesondere von normalen Bahn- oder Schienenrädern. Zum Transport der Schleifeinrichtung zum Einsatzort über die Straße ist es günstig, wenn mit einem Transportfahrzeug mit ein- und ausfahrbaren Straßenrädern verbunden ist oder wenn sie auf ein Straßentransportfahrzeug aufsattelbar ist.

[0005] Die Erfindung wird nachstehend an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine Anwendung der Erfindung an einem Containerkran in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2
eine vergrößerte perspektivische Darstellung eines Endes der Kranbrücke aus Fig. 2,
Fig. 3
den prinzipiellen Aufbau der Erfindung in Seitenansicht,
Fig. 4
eine Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung im eingehausten Zustand und
Fig. 5
ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung eingehaust und in Draufsicht.


[0006] In Fig. 1 ist eine Containerkrananlage 10 dargestellt, bei der auf einem Schienenbett bzw. einer Brücke 11 zwei zueinander parallele Schienen 12, 13 für Kranlaufräder 14, 15 und 16, 17 vorgesehen sind. Die Kranlaufräder sind paarweise 14, 15 und 16, 17 an Tragbalken 18, 19 befestigt, die parallel zueinander und den Kranschienen 12, 13 gerichtet sind. Die Tragbalken 18, 19 sind über paarweise angeordnete gekröpfte Ständer 20, 21 und 22, 23 mit einer Tragplatte 24 verbunden, an der sich ein Führerhaus 25 und Seilwinden (durch die Tragplatte verdeckt) befinden, an deren Seilen 26 ein Container 27 aufgehängt ist. Am Balken 19 ist eine Schienenschleifmaschine 28 mit einem Basisrahmen 29 und einem Schwenkrahmen 30 befestigt, die zum korrekten Profilieren der Schiene 13 dient und in Fig. 2 genauer beschrieben wird. Um auch die Schiene 12 entsprechend zu bearbeiten, ist die Schienenschleifmaschine 28 entweder umzusetzen, oder es ist eine zweite Schienenschleifmaschine zu verwenden, die am Balken 18 zu befestigen ist.

[0007] In Fig. 2 ist das Ende einer Brücke 11 mit Kranschienen 12, 13, einem Anschlag 31 sowie dem Ende eines Balkens 19 mit einem Lager 32 für ein Laufrad 17 und einem gekröpften Ständer 23 erkennbar. Mit einem Flansch 33 am Ende des Balkens 19 ist ein gleich angeordneter Befestigungsflansch 34 an der Schienenschleifmaschine 28 verschraubt.
Die Schienenschleifmaschine 28 weist an ihren in Schienenlängsrichtung liegenden Enden Lagerkörper 35, 36, 37 auf. In den Lagerkörpern 35 und 36 sind Spurrollen 38, 40 und Laufrollen 39, 41 (verdeckt) und im Lagerkörper 37 ist nur eine Spurrolle 42 gelagert. Sämtliche Rollen laufen auf der Schiene 13. Die Laufrollen 38, 40 befinden sich nicht im Zwischenraum zwischen den Spurrollen 38 und 40. Auf den Lagerkörpern 35, 36, 37 sind Brücken 43, 44, 45 angeordnet, von denen wenigstens die Brücken 43, 45 quer zur Schiene 13 und parallel zu der von Schienen 12, 13 aufgespannten Ebene im Wesentlichen horizontal verstellbar sind. Die Verstellbarkeit der Brücken, die durch Langlöcher 46, 47 in den Brücken 43, 45 angedeutet ist, dient der Ausrichtung der Rollen zu den Brücken.
Zwischen den Brücken 43 und 44 ist ein Basisrahmen 29 so angeordnet, dass er parallel zu der von den Schienen 12 und 13 aufgespannten horizontalen Ebene und quer zur Schiene 13 in Führungen 49, 50 verstellbar ist. Im Basisrahmen 29 sind zwei Schleifmodule 51 und 52 mit Gehäusen 53 und 54 vorgesehen, deren Bewegungen zu Fig. 3 näher beschrieben werden. Außerdem umfasst der Basisrahmen 29 eine mit einer Tastatur 57 versehene Steuereinheit 58, die nach einem festen Programm die von bzw. in der Schleifeinheit durchzuführenden Bewegungen steuert. Die Steuerung kann über die Tastatur 57 entsprechend eingegeben werden.
Der Befestigungsflansch 34 ist über ein Doppelgelenk 55 mit den im Wesentlichen horizontalen und quer zur Schienenlängsrichtung sich erstreckenden Achsen m und n mit der Brücke 43 verbunden. Stabilisierungsmittel 56 in Form einer Gleitführung, die sich teilweise an der Brücke 43 und teilweise am Basisrahmen 29 befinden und miteinander wirksam sind, verhindern ein seitliches Ausknicken bzw. Umkippen des Basisrahmens 29.
An der dem Befestigungsflansch 34 gegenüber liegenden Seite des Basisrahmens 29 ist um eine zu den Achsen m und n parallele Achse o ein Schwenkrahmen 30 schwenkbar gelagert, der an seinem freien, schwingenden Ende mit der Brücke 45 und der Spurrolle 42 versehen ist. Dieser Schwenkrahmen 30, der beim Schleifvorgang mittels einer sich am Basisrahmen 29 und am Schwenkrahmen 30 sich abstützenden Druckvorrichtung gegen die Schiene 13 gepresst wird, trägt ein weiteres Schleifmodul, das zur Bearbeitung der im wesentlichen vertikal gerichteten Schienenflächen dienen soll. Zu diesem Zweck weist es ein um eine im Wesentlichen horizontale Drehachse p sich drehendes Schleifwerkzeug 48 auf, das von einem Motor 59 über ein Getriebe 60 in Rotation versetzt wird und mit diesem Motor 59 horizontal um eine Achse q und vertikal um eine Achse r verschwenkbar sowie um eine sich im Wesentlichen in Schienenlängsrichtung verlaufende Achse s von Hand oder automatisch gesteuert schwenkbar ist. Hierzu erfolgen zur Fig. 3 genauere Ausführungen.

[0008] In Fig. 3 sind wieder der zwischen Brücken 43 und 44 eingefügte Basisrahmen 29 und der an der Brücke 44 um eine Achse o schwenkbar gelagerte Schwenkrahmen 30 dargestellt. Der Basisrahmen 29 ist in den Führungen 49 und 50 an den Brücken 43 und 44 im Wesentlichen horizontal und quer zur Schiene 13 (12) verschiebbar. Die Mittel 61, 62 zur synchronen Initiierung der Verschiebung sind Stellzylinder und - kolben, von denen bspw. die Zylinder an der Brücke 43 bzw. 44 und die Kolben am Basisrahmen 29 angebracht sein können. Am Basisrahmen 29 sind nach unten sich erstreckende Tragteile 63, 64 paarweise vorgesehen, von denen jeweils zwei ein Gehäuse 65 bzw. 66 tragen, in dem jeweils ein Schleifmodul 51, 52 höhenverstellbar gelagert ist. Jeder Schleifmodul 51, 52 besteht aus einem Elektromotor, der ein Schleifwerkzeug (Schleifscheibe) um eine Achse in Drehungen versetzt, die im Wesentlichen senkrecht (parallel zur Zeichenebene und rechtwinklig zur Schienenlängsrichtung) gerichtet ist. Der Höhenverstellung der in den Gehäusen 65, 66 geführten Schleifmodule 51, 52 dienen Stellzylinder 67, 68, von denen jeweils einer an einem Gehäuse befestigt ist. Die Gehäuse 65, 66 sind an den unteren Enden der Tragteile 63, 64 um Achsen p schwenkbar gelagert, die parallel zur Schienenlängsrichtung (in der Zeichenebene) verlaufen. Zur Schwenkung der Gehäuse 65, 66 in ihren Lagern an den Tragteilen 63, 64 dienen zwischen den Tragteilen angeordnete und an ihnen befestigte Stellzylinder 69, 70, die mit ihren Kolbenstangen 71, 72 bspw. exzentrisch an den durch die Tragteile 63, 64 hindurchragenden Lagerzapfen der Gehäuse 65, 66 angreifen.
Am Schwenkrahmen 30 ist um eine im Wesentlichen horizontale und quer zur Schienenlängsrichtung (rechtwinklig zur Zeichenebene) gerichtete Achse r ein Bügel 73 schwenkbar gelagert, an dem ein mit einem Motortisch 74 verbundener Adapter 75 mittig (hinter der Zeichenebene) um eine zur Achse r rechtwinklige Achse q verdrehbar ist. Der Motortisch 74 ist mit einem Schwenkflansch 76 am Adapter 75 um eine Achse s schwenkbar angeordnet, die ebenso wie die Achse q hinter der Zeichenebene der Fig. 3 liegt und in der Normallage des Bügels 73 parallel zur Schienenlängsrichtung bzw. zur Oberfläche 131 der Schiene 13 gerichtet ist. Auf dem Motortisch 74 ist ein Elektromotor 59 fest angebracht, der über einen doppelten Keilriemen 77 eine vertikal gestellte Schleifscheibe 48 antreibt. Am freien Ende, in der Nähe der Schleifscheibe 48, ist der gestuft gestaltete Motortisch 74 mit einem Ausleger 78 versehen, an den ein Stellglied 79 angelenkt ist, das seinerseits am Schwenkrahmen 30 befestigt ist und den Motortisch 74 um die Achse q schwenkt. Außerdem ist am Schwenkrahmen 30 ein Stellglied 80 befestigt, das ebenfalls an den Motortisch 74 angelenkt ist und den Motortisch um die Achse r schwenkt. Während die Verstellungen des Motortisches 74 um die Achsen q und r von der Steuereinheit 58 initiiert werden, kann die Verstellung um die Achse s von Hand vorgenommen und mit einer Schraube 81 eine bestimmte Motortischverstellung fixiert werden.
Nach der richtigen Positionierung der Schienenschleifmaschine versetzt die Steuereinheit 58 die Schleifscheiben 511, 521 und 48 in Drehungen mit festgelegten Drehzahlen. Gleichzeitig werden gemäß einem vorgegebenen Programm oder durch manuelle Tasteneingabe von der Steuereinheit die Schleifscheibe 511 über die Stellzylinder 63, 67 und 69, die Schleifscheibe 521 über die Stellzylinder 62, 68 und 70 und die Schleifscheibe 48 nach vorheriger Einstellung der Schwenkung um die Achse s über die Stellglieder 79 und 80 bezüglich der zu bearbeitenden Schiene 13 richtig zugestellt und die Schienenschleifinaschine 28 mit dem erforderlichen Vorschub bewegt. Die Bewegung der Schienenschleifmaschine 28 kann bspw. durch den Containerkran erfolgen.

[0009] In Fig.4 ist der Basisrahmen einer Schienenschleifmaschine 89, insbesondere für Einschienenbahnen, mit den Schleifmodulen von einem Gehäuse 82 umgeben, aus dem die Steuereinheit 58 herausragt und das über ein Verbindungsrohr 83 mit einer Einrichtung zum Absaugen des Schleifstaubs 84 verbunden ist. Mittel zur Durchführung einer zumindest angenäherten Horizontalverschiebung quer zur Schiene 13 sind in Form von rechtwinklig zur Zeichenebene der Fig.4 gerichteten Führungen 49, 50 an Brücken 43, 44 und Stellzylindern 61, 62 ersichtlich. Die Spurrollen 38, 40 haben die Größe von normalen Schienenrädern. Jeder Spurrolle 38 bzw. 40 sind zwei Laufrollen 39 bzw. 41 jeweils zu beiden Seiten zugeordnet und mit der zugehörigen Spurrolle in einem Lagerkörper 35 bzw. 36 gelagert. Ein gerätefester Motor 85 treibt über ein Ritzel 86 und eine Kette 87 die Spurrolle 38 an, so dass für den Schleifvorgang kein Fremdantrieb für die Schienenschleifmaschinc gemäß Fig.4 erforderlich ist. Für den Transport der Schienenschleifmaschine auf der Straße von einem Einsatzort zum anderen sind Straßenräder 88 vorgesehen, die so abgesenkt werden können, dass die Spur- und Laufrollen ausgehoben werden. Im Übrigen gilt das zu den Figuren 2 und 3 Gesagte sinngemäß.

[0010] In Fig. 5 ist eine für Zweischienenbahnen geeignete Schienenschleifmaschine 90 dargestellt, die auch auf der Straße transportiert werden kann. Zwei Spurrollenpaare 91, 92 und 93, 94 von normaler Schienenradgröße rollen auf Schienen 12, 13 ab. Die Spurrollen jedes Paares sind auf einer gemeinsamen Achswelle 95, 96 befestigt, die zueinander parallel gerichtet, an einem Wagen 97 in Lagern 98, 99, 100, 101 drehbar gelagert sind. Die Achswelle 95 ist mit Hilfe eines Elektromotors 102 über ein Getriebe 103 antreibbar. Am Wagen 97 sind außerdem drei Straßenräder 104, 105, 106 mit ihren Lagern höhenverstellbar angeordnet, die in ihrer unteren Stellung die Spurrollen 91, 92, 93, 94 von den Schienen 12, 13 abheben und den Straßentransport der Schienenschleifmaschine 90 ermöglichen. Das durch den Wagen 97 verdeckte Rad 104 kann ein Antriebsrad sein, mit einer Deichsel 107 ist der Wagen 97 während des Straßentransportes lenkbar. Für einen Bediener der Schienenschleifmaschine sind eine begehbare Platte oder ein Gitterrost 108 und eine Sitzgelegenheit 109 vorgesehen.
Auf dem Wagen 97 ist außerdem ein Gehäuse 82 für die Schleifmodule und darüber eine Steuereinheit 58 vorgesehen. Die Schleifinodule sind im Gehäuse 82 sind analog den Schleifmodulen 51, 52 in den Figuren 2 und 3 ausgebildet und angeordnet, auf die zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen wird. Zur Verstellung der Schleifmodule parallel zu den Achswellen 95, 96 dienen Führungen 49, 50 und Stellmittel 61, 62, die teils am Wagen 97 und teils am Rahmen der Module im Gehäuse 82 befestigt sind. Jeder der Spurrollen 91 und 93 ist eine Laufrolle 110, 111 und 112, 113 in Schienenlängsrichtung vor- bzw. nachgeordnet, um plötzliche Unregelmäßigkeiten im Schienenlängsprofil auszugleichen. Eine Einrichtung zum Absaugen des Schleifstaubs 84 ist ebenfalls auf dem Wagen 97 angeordnet und über einen Kanal 83 mit dem Gehäuse 82 verbunden. Im Übrigen gilt das zu den Figuren 2, 3 und 4 Gesagte zumindest sinngemäß.

[0011] Die Anwendung der erfindungsgemäßen Schleifmaschine bei Zweischienenbahnen ermöglicht wegen der geringen Größe dieser Schleifmaschine (Abstand der Spurrollen in Schienenlängsrichtung ca. 3m) ihre Anwendung bei relativ geringen Spurweiten, minimal bis zu 500 mm. In gleicher Weise können die Krümmungsradien der zu bearbeitenden Schienentrasse kleiner sein als bei den zum Stand der Technik gehörenden Schleifmaschienen. Das trifft grundsätzlich auch für Einschienenbahnen zu.

[0012] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.

Bezugszeichenliste



[0013] 
10 -
Containerkrananlage
11 -
Schienenbett, Brücke
12, 13 -
Schienen
14, 15, 16, 17 -
Kranlaufräder
18, 19 -
Tragbalken
20, 21, 22, 23 -
Ständer
24 -
Tragplatte
25 -
Führerhaus
26 -
Seile
27 -
Container
28, 89, 90 -
Schienenschleifmaschine
29 -
Basisrahmen
30 -
Schwenkrahmen
31 -
Anschlag
32 -
Lager
33, 34 -
Flansche
35, 36, 37 -
Lagerkörper
38, 40, 42 -
Spurrollen
39, 41, 110, 111, 112, 113 -
Laufrollen
43, 44, 45 -
Brücken
46, 47 -
Langlöcher
48 -
Schleifwerkzeug
49, 50 -
Führungen
51, 52 -
Schleifmodule
53, 54 -
Gehäuse
55 -
Doppelgelenk
56 -
Stabilisierungsmittel
57 -
Tastatur
58 -
Steuereinheit
59 -
Motor
60 -
Getriebe
61, 62, 67, 68 -
Stellzylinder
63, 64, 69, 70 -
Tragteile
65, 66 -
Gehäuse
71, 72 -
Kolbenstangen
73 -
Bügel
74 -
Motortisch
75 -
Adapter
76 -
Schwenkflansch
77 -
Keilriemen
78 -
Ausleger
79, 80 -
Stellglieder
81 -
Schraube
82 -
Gehäuse
83 -
Verbindungsrohr
84 -
Einrichtung zum Absaugen des Schleifstaubs
85 -
Motor
86 -
Ritzel
87 -
Kette
88 -
Straßenräder
91, 92, 93, 94 -
Spurrollenpaare
95, 96 -
Achswellen
97 -
Wagen
98, 99, 100, 101 -
Lager
102 -
Elektromotor
103 -
Getriebe
104, 105, 106 -
Straßenräder
107 -
Deichsel
108 -
Gitterrost
109 -
Sitzgelegenheit
131 -
Schienenoberfläche
511, 521 -
Schleifscheiben
m, n, o, p, q, r, s -
Achsen



Ansprüche

1. Schleifmaschine für Schienen, insbesondere für Containerkranschienen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer sich in Schienenlängsrichtung erstreckenden, mit Laufrollen und Spurrollen versehenen Basis ein Basisrahmen im Wesentlichen horizontal und quer zur Schienenlängsrichtung verstellbar angeordnet ist, an dem mindestens ein Schleifmodul im Wesentlichen vertikal und winkelmäßig verstellbar und eine Steuereinheit zur Einleitung wenigstens eines Teiles aller Verstellbewegungen vorgesehen ist.
 
2. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis aus zwei Brücken mit Führungen für die im Wesentlichen horizontale Querverstellung des Basisrahmens besteht, dass die Verstellmittel zur Querverstellung teilweise am Rahmen und teilweise an jeder Brücke gleichwirkend angeordnet sind und dass sich die Laufrollen und Spurrollen an jeder Brücke im Wesentlichen unter den Verstellmitteln befinden.
 
3. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebsmittel für mindestens eine Spurrolle vorgesehen sind.
 
4. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Brücken ein Befestigungsflansch um zwei zueinander und zur Querverstellung parallel verlaufende Achsen schwenkbar befestigt ist, wobei der Befestigungsflansch sich auf der dem Basisrahmen abgewandten Seite der Brücke befindet.
 
5. Schleifmaschine gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der anderen der Brücken ein Schwenkrahmen um eine Achse schwenkbar gelagert ist, die im Wesentlichen parallel zur Richtung der Querverstellung verläuft.
 
6. Schleifmaschine gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Rahmen mindestens ein Schleifwerkzeug um eine Achse drehbar gelagert ist, deren Richtung und Lage veränderbar und die in ihrer Ausgangsstellung parallel zur Schwenkachse des Schwenkrahmens gerichtet ist.
 
7. Schleifmaschine gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifwerkzeug Teil eines Schleifmoduls ist, der am Schwenkrahmen höhen- und seitenverstellbar sowie um eine Achse schwenkbar ist, die im Wesentlichen parallel zur Schienenlängsrichtung gerichtet ist.
 
8. Schleifmaschine gemäß Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Druckvorrichtung für den Schwenkrahmen, die sich einerseits am Basisrahmen und andererseits am Schwenkrahmen abstützt.
 
9. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifmodule und Rahmen von Gehäusen umschlossen sind, die an eine Einrichtung zum Staubabsaugen angeschlossen sind.
 
10. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spurrollen als normale Schienräder ausgebildet sind.
 
11. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2, 5, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf ein Transportfahrzeug, insbesondere für den Straßentransport, aufsattelbar ist.
 
12. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2, 5, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie fest mit einem Transportfahrzeug verbunden ist, dessen Räder höhenverstellbar sind.
 




Zeichnung