[0001] Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine für Schienen, insbesondere Containerkranschienen,
gemäß der Gattung der Patentansprüche. Sie ist auch geeignet zum Schleifen von Ein-
und Zweischienenbahnen.
[0002] Bekanntlich werden Containerkranschienen mit einfachen Schleifmaschinen oder Schleifwerkzeugen
von Hand geschliffen. Abgesehen davon, dass diese Technologie zeit- und kraftaufwändig
ist, ist sie, besonders hinsichtlich ihrer Qualität, erheblich von individuellen Fähigkeiten
und Fertigkeiten abhängig.
Diese Mängel sollen durch die Erfindung vermieden werden. Darüber hinaus soll die
Erfindung Mittel und Wege zu ihrer Anwendung an anderen Bahnschienen aufzeigen.
[0003] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten
Patentanspruchs gelöst und diese Lösung durch die Unteransprüche konkretisiert. Wenn
dabei von horizontalen und vertikalen Verstellungen der Schleifmodule die Rede ist,
so schließt dies den Fall mit ein, dass gekrümmte Schienen zur Aufnahme von Fliehkräften
an den sich auf ihnen bewegenden Objekten quer zur Schienenlängsrichtung geneigt sein
können. Es versteht sich von selbst, dass aus Produktivitätsgründen nicht nur ein
Schleifmodul verwendet wird und diese entsprechend dem Profil des Schienenkopfes in
quer zur jeweiligen Schiene aus der Vertikalen im Winkel verstellbar (neigbar) sind.
Für die Realisierung der Erfindung hat es sich als günstig erwiesen, die Basis durch
zwei auf Lauf- und Spurrollen oder -rädern und deren Lagerböcken angeordnete Brücken
zu gestalten, zwischen denen ein Basisrahmen im Wesentlichen horizontal und quer zur
Schienenlängsrichtung verstellbar angeordnet ist. Dabei befinden sich an den einander
zugekehrten Seiten der Brücken und des Basisrahmens Führungen und synchron wirkende
Verstellmittel, die nicht nur die Querverstellung bewerkstelligen, sondern auch die
Brücken mit dem Basisrahmen verbinden.
[0004] An jeder Brücke ist mindestens ein Lagerkörper mit einer Spurrolle mit Schienenkranz
und einer Laufrolle verstellbar befestigt, die in Schienenlängsrichtung voreinander
angeordnet sind und deren Achsabstand groß genug ist, um einen ausgleichenden Effekt
bei kurzstreckigen oder plötzlichen Unregelmäßigkeiten im Schienenkopfprofil auszuüben.
An einer der Brücken ist ein Befestigungsflansch befestigt, der mit dieser Brücke
um zwei zueinander und zur Richtung der Querverstellung parallel verlaufende Achsen
gelenkig verbunden ist und auf diese Art Zwangskräfte vermeidet. Der Befestigungsflansch
dient der Verbindung der Schleifmaschine mit einem Kran oder einer Laufkatze, die
dann auch die Schleifmaschine zur Bewegung entlang der Schiene antreiben. Es versteht
sich von selbst, dass die Schleifmaschine auch einen eigenen Antrieb besitzen kann,
der mindestens eine Spurrolle antreibt und vorzugsweise beim Schleifen von Bahnschienen
zum Einsatz kommt.
Insbesondere beim Schleifen von Containerkranschienen ist von Vorteil, wenn an der
anderen der Brücken ein Schwenkrahmen um eine Achse schwenkbar gelagert ist, die im
Wesentlichen parallel zur Richtung der Querverstellung verläuft. Am Rahmen ist ein
Schleifwerkzeug um eine Achse drehbar gelagert, deren Richtung und Lage veränderbar
und deren Ausgangsstellung parallel zur Schwenkachse des Rahmens bzw. rechtwinklig
zu den Ausgangsstellungen der Schleifinodule am Basisrahmen gerichtet ist. Das letztgenannte
Schleifwerkzeug ist Teil eines Schleifmoduls, der am Schwenkrahmen höhen- und seitenverstellbar
sowie um eine Achse schwenkbar gelagert ist, die im Wesentlichen parallel zur Schienenlängsrichtung
verläuft. Während die am Basisrahmen angeordneten Schleifmodule dem Schleifen der
oberen Fläche des Schienenkopfes dienen, wird der am Schwenkrahmen befestigte Schleifmodul
zum Schleifen der Seitenflächen des Schienenkopfes benutzt. Da der Schienenkopf zwei
gegenüber liegende Seitenflächen aufweist, können am Schwenkrahmen auch zwei Schleifmodule
in geeigneter Anordnung und Ausbildung zum gleichzeitigen Schleifen der Seitenflächen
vorgesehen sein. Es ist auch möglich, für jede Seitenfläche ein Schleifwerkzeug anzuordnen,
wobei für beide Schleifwerkzeuge nur ein Antrieb vorgesehen ist, der über ein geeignetes
Getriebe jedes Schleifwerkzeug antreibt.
Damit während des Schleifvorganges die zum Schwenkrahmen gehörende Spur- bzw. Laufrolle
nicht von der Schiene springen kann, ist vorteilhaft für den Schwenkrahmen eine Druckvorrichtung
vorgesehen, die sich einerseits am Basisrahmen und andererseits am Schwenkrahmen abstützt.
Schleifmodule und Rahmen können von Gehäusen umschlossen sein, die an eine Vorrichtung
zum Staubabsaugen angeschlossen sind. Soll die erfindungsgemäße Schleifeinrichtung
zum Bearbeiten von Bahnschienen verwendet werden, so haben die Spurrollen vorteilhaft
die Größe, insbesondere von normalen Bahn- oder Schienenrädern. Zum Transport der
Schleifeinrichtung zum Einsatzort über die Straße ist es günstig, wenn mit einem Transportfahrzeug
mit ein- und ausfahrbaren Straßenrädern verbunden ist oder wenn sie auf ein Straßentransportfahrzeug
aufsattelbar ist.
[0005] Die Erfindung wird nachstehend an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Anwendung der Erfindung an einem Containerkran in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte perspektivische Darstellung eines Endes der Kranbrücke aus Fig. 2,
- Fig. 3
- den prinzipiellen Aufbau der Erfindung in Seitenansicht,
- Fig. 4
- eine Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung im eingehausten Zustand
und
- Fig. 5
- ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung eingehaust und in Draufsicht.
[0006] In Fig. 1 ist eine Containerkrananlage 10 dargestellt, bei der auf einem Schienenbett
bzw. einer Brücke 11 zwei zueinander parallele Schienen 12, 13 für Kranlaufräder 14,
15 und 16, 17 vorgesehen sind. Die Kranlaufräder sind paarweise 14, 15 und 16, 17
an Tragbalken 18, 19 befestigt, die parallel zueinander und den Kranschienen 12, 13
gerichtet sind. Die Tragbalken 18, 19 sind über paarweise angeordnete gekröpfte Ständer
20, 21 und 22, 23 mit einer Tragplatte 24 verbunden, an der sich ein Führerhaus 25
und Seilwinden (durch die Tragplatte verdeckt) befinden, an deren Seilen 26 ein Container
27 aufgehängt ist. Am Balken 19 ist eine Schienenschleifmaschine 28 mit einem Basisrahmen
29 und einem Schwenkrahmen 30 befestigt, die zum korrekten Profilieren der Schiene
13 dient und in Fig. 2 genauer beschrieben wird. Um auch die Schiene 12 entsprechend
zu bearbeiten, ist die Schienenschleifmaschine 28 entweder umzusetzen, oder es ist
eine zweite Schienenschleifmaschine zu verwenden, die am Balken 18 zu befestigen ist.
[0007] In Fig. 2 ist das Ende einer Brücke 11 mit Kranschienen 12, 13, einem Anschlag 31
sowie dem Ende eines Balkens 19 mit einem Lager 32 für ein Laufrad 17 und einem gekröpften
Ständer 23 erkennbar. Mit einem Flansch 33 am Ende des Balkens 19 ist ein gleich angeordneter
Befestigungsflansch 34 an der Schienenschleifmaschine 28 verschraubt.
Die Schienenschleifmaschine 28 weist an ihren in Schienenlängsrichtung liegenden Enden
Lagerkörper 35, 36, 37 auf. In den Lagerkörpern 35 und 36 sind Spurrollen 38, 40 und
Laufrollen 39, 41 (verdeckt) und im Lagerkörper 37 ist nur eine Spurrolle 42 gelagert.
Sämtliche Rollen laufen auf der Schiene 13. Die Laufrollen 38, 40 befinden sich nicht
im Zwischenraum zwischen den Spurrollen 38 und 40. Auf den Lagerkörpern 35, 36, 37
sind Brücken 43, 44, 45 angeordnet, von denen wenigstens die Brücken 43, 45 quer zur
Schiene 13 und parallel zu der von Schienen 12, 13 aufgespannten Ebene im Wesentlichen
horizontal verstellbar sind. Die Verstellbarkeit der Brücken, die durch Langlöcher
46, 47 in den Brücken 43, 45 angedeutet ist, dient der Ausrichtung der Rollen zu den
Brücken.
Zwischen den Brücken 43 und 44 ist ein Basisrahmen 29 so angeordnet, dass er parallel
zu der von den Schienen 12 und 13 aufgespannten horizontalen Ebene und quer zur Schiene
13 in Führungen 49, 50 verstellbar ist. Im Basisrahmen 29 sind zwei Schleifmodule
51 und 52 mit Gehäusen 53 und 54 vorgesehen, deren Bewegungen zu Fig. 3 näher beschrieben
werden. Außerdem umfasst der Basisrahmen 29 eine mit einer Tastatur 57 versehene Steuereinheit
58, die nach einem festen Programm die von bzw. in der Schleifeinheit durchzuführenden
Bewegungen steuert. Die Steuerung kann über die Tastatur 57 entsprechend eingegeben
werden.
Der Befestigungsflansch 34 ist über ein Doppelgelenk 55 mit den im Wesentlichen horizontalen
und quer zur Schienenlängsrichtung sich erstreckenden Achsen m und n mit der Brücke
43 verbunden. Stabilisierungsmittel 56 in Form einer Gleitführung, die sich teilweise
an der Brücke 43 und teilweise am Basisrahmen 29 befinden und miteinander wirksam
sind, verhindern ein seitliches Ausknicken bzw. Umkippen des Basisrahmens 29.
An der dem Befestigungsflansch 34 gegenüber liegenden Seite des Basisrahmens 29 ist
um eine zu den Achsen m und n parallele Achse o ein Schwenkrahmen 30 schwenkbar gelagert,
der an seinem freien, schwingenden Ende mit der Brücke 45 und der Spurrolle 42 versehen
ist. Dieser Schwenkrahmen 30, der beim Schleifvorgang mittels einer sich am Basisrahmen
29 und am Schwenkrahmen 30 sich abstützenden Druckvorrichtung gegen die Schiene 13
gepresst wird, trägt ein weiteres Schleifmodul, das zur Bearbeitung der im wesentlichen
vertikal gerichteten Schienenflächen dienen soll. Zu diesem Zweck weist es ein um
eine im Wesentlichen horizontale Drehachse p sich drehendes Schleifwerkzeug 48 auf,
das von einem Motor 59 über ein Getriebe 60 in Rotation versetzt wird und mit diesem
Motor 59 horizontal um eine Achse q und vertikal um eine Achse r verschwenkbar sowie
um eine sich im Wesentlichen in Schienenlängsrichtung verlaufende Achse s von Hand
oder automatisch gesteuert schwenkbar ist. Hierzu erfolgen zur Fig. 3 genauere Ausführungen.
[0008] In Fig. 3 sind wieder der zwischen Brücken 43 und 44 eingefügte Basisrahmen 29 und
der an der Brücke 44 um eine Achse o schwenkbar gelagerte Schwenkrahmen 30 dargestellt.
Der Basisrahmen 29 ist in den Führungen 49 und 50 an den Brücken 43 und 44 im Wesentlichen
horizontal und quer zur Schiene 13 (12) verschiebbar. Die Mittel 61, 62 zur synchronen
Initiierung der Verschiebung sind Stellzylinder und - kolben, von denen bspw. die
Zylinder an der Brücke 43 bzw. 44 und die Kolben am Basisrahmen 29 angebracht sein
können. Am Basisrahmen 29 sind nach unten sich erstreckende Tragteile 63, 64 paarweise
vorgesehen, von denen jeweils zwei ein Gehäuse 65 bzw. 66 tragen, in dem jeweils ein
Schleifmodul 51, 52 höhenverstellbar gelagert ist. Jeder Schleifmodul 51, 52 besteht
aus einem Elektromotor, der ein Schleifwerkzeug (Schleifscheibe) um eine Achse in
Drehungen versetzt, die im Wesentlichen senkrecht (parallel zur Zeichenebene und rechtwinklig
zur Schienenlängsrichtung) gerichtet ist. Der Höhenverstellung der in den Gehäusen
65, 66 geführten Schleifmodule 51, 52 dienen Stellzylinder 67, 68, von denen jeweils
einer an einem Gehäuse befestigt ist. Die Gehäuse 65, 66 sind an den unteren Enden
der Tragteile 63, 64 um Achsen p schwenkbar gelagert, die parallel zur Schienenlängsrichtung
(in der Zeichenebene) verlaufen. Zur Schwenkung der Gehäuse 65, 66 in ihren Lagern
an den Tragteilen 63, 64 dienen zwischen den Tragteilen angeordnete und an ihnen befestigte
Stellzylinder 69, 70, die mit ihren Kolbenstangen 71, 72 bspw. exzentrisch an den
durch die Tragteile 63, 64 hindurchragenden Lagerzapfen der Gehäuse 65, 66 angreifen.
Am Schwenkrahmen 30 ist um eine im Wesentlichen horizontale und quer zur Schienenlängsrichtung
(rechtwinklig zur Zeichenebene) gerichtete Achse r ein Bügel 73 schwenkbar gelagert,
an dem ein mit einem Motortisch 74 verbundener Adapter 75 mittig (hinter der Zeichenebene)
um eine zur Achse r rechtwinklige Achse q verdrehbar ist. Der Motortisch 74 ist mit
einem Schwenkflansch 76 am Adapter 75 um eine Achse s schwenkbar angeordnet, die ebenso
wie die Achse q hinter der Zeichenebene der Fig. 3 liegt und in der Normallage des
Bügels 73 parallel zur Schienenlängsrichtung bzw. zur Oberfläche 131 der Schiene 13
gerichtet ist. Auf dem Motortisch 74 ist ein Elektromotor 59 fest angebracht, der
über einen doppelten Keilriemen 77 eine vertikal gestellte Schleifscheibe 48 antreibt.
Am freien Ende, in der Nähe der Schleifscheibe 48, ist der gestuft gestaltete Motortisch
74 mit einem Ausleger 78 versehen, an den ein Stellglied 79 angelenkt ist, das seinerseits
am Schwenkrahmen 30 befestigt ist und den Motortisch 74 um die Achse q schwenkt. Außerdem
ist am Schwenkrahmen 30 ein Stellglied 80 befestigt, das ebenfalls an den Motortisch
74 angelenkt ist und den Motortisch um die Achse r schwenkt. Während die Verstellungen
des Motortisches 74 um die Achsen q und r von der Steuereinheit 58 initiiert werden,
kann die Verstellung um die Achse s von Hand vorgenommen und mit einer Schraube 81
eine bestimmte Motortischverstellung fixiert werden.
Nach der richtigen Positionierung der Schienenschleifmaschine versetzt die Steuereinheit
58 die Schleifscheiben 511, 521 und 48 in Drehungen mit festgelegten Drehzahlen. Gleichzeitig
werden gemäß einem vorgegebenen Programm oder durch manuelle Tasteneingabe von der
Steuereinheit die Schleifscheibe 511 über die Stellzylinder 63, 67 und 69, die Schleifscheibe
521 über die Stellzylinder 62, 68 und 70 und die Schleifscheibe 48 nach vorheriger
Einstellung der Schwenkung um die Achse s über die Stellglieder 79 und 80 bezüglich
der zu bearbeitenden Schiene 13 richtig zugestellt und die Schienenschleifinaschine
28 mit dem erforderlichen Vorschub bewegt. Die Bewegung der Schienenschleifmaschine
28 kann bspw. durch den Containerkran erfolgen.
[0009] In Fig.4 ist der Basisrahmen einer Schienenschleifmaschine 89, insbesondere für Einschienenbahnen,
mit den Schleifmodulen von einem Gehäuse 82 umgeben, aus dem die Steuereinheit 58
herausragt und das über ein Verbindungsrohr 83 mit einer Einrichtung zum Absaugen
des Schleifstaubs 84 verbunden ist. Mittel zur Durchführung einer zumindest angenäherten
Horizontalverschiebung quer zur Schiene 13 sind in Form von rechtwinklig zur Zeichenebene
der Fig.4 gerichteten Führungen 49, 50 an Brücken 43, 44 und Stellzylindern 61, 62
ersichtlich. Die Spurrollen 38, 40 haben die Größe von normalen Schienenrädern. Jeder
Spurrolle 38 bzw. 40 sind zwei Laufrollen 39 bzw. 41 jeweils zu beiden Seiten zugeordnet
und mit der zugehörigen Spurrolle in einem Lagerkörper 35 bzw. 36 gelagert. Ein gerätefester
Motor 85 treibt über ein Ritzel 86 und eine Kette 87 die Spurrolle 38 an, so dass
für den Schleifvorgang kein Fremdantrieb für die Schienenschleifmaschinc gemäß Fig.4
erforderlich ist. Für den Transport der Schienenschleifmaschine auf der Straße von
einem Einsatzort zum anderen sind Straßenräder 88 vorgesehen, die so abgesenkt werden
können, dass die Spur- und Laufrollen ausgehoben werden. Im Übrigen gilt das zu den
Figuren 2 und 3 Gesagte sinngemäß.
[0010] In Fig. 5 ist eine für Zweischienenbahnen geeignete Schienenschleifmaschine 90 dargestellt,
die auch auf der Straße transportiert werden kann. Zwei Spurrollenpaare 91, 92 und
93, 94 von normaler Schienenradgröße rollen auf Schienen 12, 13 ab. Die Spurrollen
jedes Paares sind auf einer gemeinsamen Achswelle 95, 96 befestigt, die zueinander
parallel gerichtet, an einem Wagen 97 in Lagern 98, 99, 100, 101 drehbar gelagert
sind. Die Achswelle 95 ist mit Hilfe eines Elektromotors 102 über ein Getriebe 103
antreibbar. Am Wagen 97 sind außerdem drei Straßenräder 104, 105, 106 mit ihren Lagern
höhenverstellbar angeordnet, die in ihrer unteren Stellung die Spurrollen 91, 92,
93, 94 von den Schienen 12, 13 abheben und den Straßentransport der Schienenschleifmaschine
90 ermöglichen. Das durch den Wagen 97 verdeckte Rad 104 kann ein Antriebsrad sein,
mit einer Deichsel 107 ist der Wagen 97 während des Straßentransportes lenkbar. Für
einen Bediener der Schienenschleifmaschine sind eine begehbare Platte oder ein Gitterrost
108 und eine Sitzgelegenheit 109 vorgesehen.
Auf dem Wagen 97 ist außerdem ein Gehäuse 82 für die Schleifmodule und darüber eine
Steuereinheit 58 vorgesehen. Die Schleifinodule sind im Gehäuse 82 sind analog den
Schleifmodulen 51, 52 in den Figuren 2 und 3 ausgebildet und angeordnet, auf die zur
Vermeidung von Wiederholungen verwiesen wird. Zur Verstellung der Schleifmodule parallel
zu den Achswellen 95, 96 dienen Führungen 49, 50 und Stellmittel 61, 62, die teils
am Wagen 97 und teils am Rahmen der Module im Gehäuse 82 befestigt sind. Jeder der
Spurrollen 91 und 93 ist eine Laufrolle 110, 111 und 112, 113 in Schienenlängsrichtung
vor- bzw. nachgeordnet, um plötzliche Unregelmäßigkeiten im Schienenlängsprofil auszugleichen.
Eine Einrichtung zum Absaugen des Schleifstaubs 84 ist ebenfalls auf dem Wagen 97
angeordnet und über einen Kanal 83 mit dem Gehäuse 82 verbunden. Im Übrigen gilt das
zu den Figuren 2, 3 und 4 Gesagte zumindest sinngemäß.
[0011] Die Anwendung der erfindungsgemäßen Schleifmaschine bei Zweischienenbahnen ermöglicht
wegen der geringen Größe dieser Schleifmaschine (Abstand der Spurrollen in Schienenlängsrichtung
ca. 3m) ihre Anwendung bei relativ geringen Spurweiten, minimal bis zu 500 mm. In
gleicher Weise können die Krümmungsradien der zu bearbeitenden Schienentrasse kleiner
sein als bei den zum Stand der Technik gehörenden Schleifmaschienen. Das trifft grundsätzlich
auch für Einschienenbahnen zu.
[0012] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
[0013]
- 10 -
- Containerkrananlage
- 11 -
- Schienenbett, Brücke
- 12, 13 -
- Schienen
- 14, 15, 16, 17 -
- Kranlaufräder
- 18, 19 -
- Tragbalken
- 20, 21, 22, 23 -
- Ständer
- 24 -
- Tragplatte
- 25 -
- Führerhaus
- 26 -
- Seile
- 27 -
- Container
- 28, 89, 90 -
- Schienenschleifmaschine
- 29 -
- Basisrahmen
- 30 -
- Schwenkrahmen
- 31 -
- Anschlag
- 32 -
- Lager
- 33, 34 -
- Flansche
- 35, 36, 37 -
- Lagerkörper
- 38, 40, 42 -
- Spurrollen
- 39, 41, 110, 111, 112, 113 -
- Laufrollen
- 43, 44, 45 -
- Brücken
- 46, 47 -
- Langlöcher
- 48 -
- Schleifwerkzeug
- 49, 50 -
- Führungen
- 51, 52 -
- Schleifmodule
- 53, 54 -
- Gehäuse
- 55 -
- Doppelgelenk
- 56 -
- Stabilisierungsmittel
- 57 -
- Tastatur
- 58 -
- Steuereinheit
- 59 -
- Motor
- 60 -
- Getriebe
- 61, 62, 67, 68 -
- Stellzylinder
- 63, 64, 69, 70 -
- Tragteile
- 65, 66 -
- Gehäuse
- 71, 72 -
- Kolbenstangen
- 73 -
- Bügel
- 74 -
- Motortisch
- 75 -
- Adapter
- 76 -
- Schwenkflansch
- 77 -
- Keilriemen
- 78 -
- Ausleger
- 79, 80 -
- Stellglieder
- 81 -
- Schraube
- 82 -
- Gehäuse
- 83 -
- Verbindungsrohr
- 84 -
- Einrichtung zum Absaugen des Schleifstaubs
- 85 -
- Motor
- 86 -
- Ritzel
- 87 -
- Kette
- 88 -
- Straßenräder
- 91, 92, 93, 94 -
- Spurrollenpaare
- 95, 96 -
- Achswellen
- 97 -
- Wagen
- 98, 99, 100, 101 -
- Lager
- 102 -
- Elektromotor
- 103 -
- Getriebe
- 104, 105, 106 -
- Straßenräder
- 107 -
- Deichsel
- 108 -
- Gitterrost
- 109 -
- Sitzgelegenheit
- 131 -
- Schienenoberfläche
- 511, 521 -
- Schleifscheiben
- m, n, o, p, q, r, s -
- Achsen
1. Schleifmaschine für Schienen, insbesondere für Containerkranschienen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer sich in Schienenlängsrichtung erstreckenden, mit Laufrollen und Spurrollen
versehenen Basis ein Basisrahmen im Wesentlichen horizontal und quer zur Schienenlängsrichtung
verstellbar angeordnet ist, an dem mindestens ein Schleifmodul im Wesentlichen vertikal
und winkelmäßig verstellbar und eine Steuereinheit zur Einleitung wenigstens eines
Teiles aller Verstellbewegungen vorgesehen ist.
2. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis aus zwei Brücken mit Führungen für die im Wesentlichen horizontale Querverstellung
des Basisrahmens besteht, dass die Verstellmittel zur Querverstellung teilweise am
Rahmen und teilweise an jeder Brücke gleichwirkend angeordnet sind und dass sich die
Laufrollen und Spurrollen an jeder Brücke im Wesentlichen unter den Verstellmitteln
befinden.
3. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebsmittel für mindestens eine Spurrolle vorgesehen sind.
4. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Brücken ein Befestigungsflansch um zwei zueinander und zur Querverstellung
parallel verlaufende Achsen schwenkbar befestigt ist, wobei der Befestigungsflansch
sich auf der dem Basisrahmen abgewandten Seite der Brücke befindet.
5. Schleifmaschine gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der anderen der Brücken ein Schwenkrahmen um eine Achse schwenkbar gelagert ist,
die im Wesentlichen parallel zur Richtung der Querverstellung verläuft.
6. Schleifmaschine gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Rahmen mindestens ein Schleifwerkzeug um eine Achse drehbar gelagert ist, deren
Richtung und Lage veränderbar und die in ihrer Ausgangsstellung parallel zur Schwenkachse
des Schwenkrahmens gerichtet ist.
7. Schleifmaschine gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifwerkzeug Teil eines Schleifmoduls ist, der am Schwenkrahmen höhen- und
seitenverstellbar sowie um eine Achse schwenkbar ist, die im Wesentlichen parallel
zur Schienenlängsrichtung gerichtet ist.
8. Schleifmaschine gemäß Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Druckvorrichtung für den Schwenkrahmen, die sich einerseits am Basisrahmen und
andererseits am Schwenkrahmen abstützt.
9. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifmodule und Rahmen von Gehäusen umschlossen sind, die an eine Einrichtung
zum Staubabsaugen angeschlossen sind.
10. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spurrollen als normale Schienräder ausgebildet sind.
11. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2, 5, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf ein Transportfahrzeug, insbesondere für den Straßentransport, aufsattelbar
ist.
12. Schleifmaschine gemäß Anspruch 1, 2, 5, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie fest mit einem Transportfahrzeug verbunden ist, dessen Räder höhenverstellbar
sind.