[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Schaltgerät, insbesondere Reiheneinbaugerät,
mit einer Schaltstellungsanzeige, durch welche der Betriebszustand des Schaltgeräts
nach außen hin sichtbar angezeigt wird.
[0002] Bei einem solchen Schaltgerät ist es oftmals wünschenswert, den Betriebszustand des
Gerätes, d.h. die aktuelle Schaltstellung seiner Kontakte für einen Anwender auf markante
Weise sichtbar zu machen. Insbesondere bei Reiheneinbaugeräten, die häufig in Gruppen
von vielen Einzelschaltgeräten eingesetzt werden, dient eine solche Schaltstellungsanzeige
der besseren Übersicht und somit z.B. der schnelleren Auffindung von Fehlerquellen
etc. Eine Schaltstellungsanzeige ist insbesondere bei einem fernbetätigbaren Schaltgerät
erforderlich, bei welchem entweder kein Handbetrieb vorgesehen ist, oder bei dem der
Betriebszustand des Geräts nicht eindeutig an der Stellung des Handbetätigungselements
abzulesen ist. Üblicherweise umfasst eine Schaltstellungsanzeige mindestens ein farblich
gekennzeichnetes und/oder mit einer Wortbotschaft versehenes Anzeigefeld, welches
bei Vorliegen eines zugehörigen Betriebszustandes durch ein Gehäusefenster von außen
sichtbar ist. Häufig ist eine der Anzahl von Betriebszuständen entsprechende Anzahl
von Anzeigefeldern vorgesehen, wobei je nach Betriebszustand stets das korrespondierende
Anzeigefeld von außen sichtbar ist. Die Kernanforderungen an eine Schaltstellungsanzeige
sind, dass diese den Betriebszustand des Geräts in eindeutiger Weise zeigen soll.
Weiterhin soll die für die Schaltstellungsanzeige erforderliche Mechanik die Gerätefunktion
nicht beeinträchtigen. Aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus sollte die Schaltstellungsanzeige
ferner möglichst einfach aufgebaut sein, um die Materialkosten und den Montageaufwand
gering zu halten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Schaltgerät mit einer
im Hinblick auf die oben genannten Anforderungen ertüchtigten Schaltstellungsanzeige
anzugeben.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
Danach umfasst die Schaltstellungsanzeige ein drehbar gelagertes Anzeigerad mit mehreren
über dessen Umfang gleichmäßig verteilten Anzeigefeldern, wobei eine der Anzahl von
Anzeigefeldern entsprechende Anzahl von Anzeigestellungen des Anzeigerads existiert,
in deren jeder stets ein Anzeigefeld durch ein Gehäusefenster von außen sichtbar ist.
Zum Drehantrieb des Anzeigerads ist dieses weiterhin mit dem Schaltantrieb des Schaltgeräts
derart verbunden, dass bei einem Schaltvorgang das Anzeigerad in einer Umlaufrichtung
aus der vor dem Schaltprozess vorliegenden Anzeigestellung in die gemäß der Umlaufrichtung
nächstfolgende Anzeigestellung gedreht wird.
[0005] Durch die Anordnung der Anzeigefelder auf einem drehbaren Anzeigerad wird eine besonders
einfache Mechanik der Schaltstellungsanzeige ermöglicht. Die unidirektionale Beweglichkeit
dieses Anzeigerads ist insbesondere bei einem Schaltgerät, dessen Schaltantrieb zwischen
zwei Schaltphasen unabhängig vom aktuellen Betriebszustand stets in der gleichen Ruhelage
ist, von großem Vorteil.
[0006] In vorteilhafter Ausführung ist das Anzeigerad mit Rastmitteln versehen, die mit
einem korrespondierenden gehäusefesten Gegenlager zur Bildung einer Rücklaufsperre
zusammenwirken. Eine solche Rücklaufsperre verhindert eine unerwünschte Rückdrehung
des Anzeigerads entgegen der Umlaufrichtung, z.B. infolge einer Erschütterung des
Schaltgeräts oder beim Rückschnellen des Schaltantriebs in die Ruhelage, und erhöht
somit die Betriebssicherheit der Schaltstellungsanzeige.
[0007] Zweckmäßigerweise weist die Rücklaufsperre bezüglich der Orientierung des Anzeigerads
mehrere diskrete Sperrpunkte auf.
[0008] Eine solche diskrete Rücklaufsperre ist z.B. von einer Ratsche her bekannt. Dabei
wird durch die Rücklaufsperre eine begrenzte Rückdrehung geduldet. Die sperrende Wirkung
tritt erst dann auf, wenn bezüglich der Orientierung des Anzeigerads ein Sperrpunkt
erreicht ist. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn jede Anzeigestellung mit
einem Sperrpunkt übereinstimmt, da so ein Rücklauf des Anzeigerads stets dann gestoppt
ist, wenn die Anzeigestellung exakt erreicht ist.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Realisierung einer solchen Rücklaufsperre wird durch
ein in Umlaufrichtung des Anzeigerads sägezahnförmiges Relief auf der Stirnseite des
Anzeigerads gebildet, das mit mindestens einem als Gegenlager wirkenden und bezüglich
der Achse des Anzeigerads radial orientierten Gegensteg des Gehäuses zusammenwirkt.
Bevorzugt ist der oder jeder Gegensteg rampenartig ausgebildet, weist also eine zu
einem Sägezahn im Wesentlichen komplementäre Form auf. Diese Formgebung begünstigt
ein reibungsarmes Abgleiten der Rastmittel über dem oder jedem Gegenlager.
[0010] Die bei diesem Abgleiten erforderliche axiale Beweglichkeit der Raststege bezüglich
des oder jedes Gegenlagers wird auf besonders einfache Weise dadurch ermöglicht, dass
das Anzeigerad in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist. Zweckmäßigerweise ist
weiterhin ein Federelement vorgesehen, das das Anzeigerad, und damit die Raststege,
in axialer Richtung gegen den oder jeden Gegensteg drückt. Zur Vereinfachung des Montageaufwands
ist das Federelement bevorzugt einstückig mit dem Anzeigerad verbunden.
[0011] Zum Drehantrieb des Anzeigerads ist in bevorzugter Ausführung ein rotationsfest mit
diesem verbundenes Flügelrad oder Zahnrad vorgesehen, welches mit dem Schaltantrieb
des Schaltgeräts zusammenwirkt. Über ein solches Flügelrad lässt sich eine im Wesentlichen
lineare Bewegung des Schaltantriebs in besonders einfacher Weise in die Drehbewegung
des Anzeigerads umsetzen. Insbesondere, um eine Verkantung des Schaltantriebs mit
den Antriebsflügeln des Flügelrades zu verhindern, sind diese bevorzugt elastisch
verbiegbar. Zur weiteren Vereinfachung der Montage ist das Flügelrad vorzugsweise
einstückig an das Anzeigerad angeformt.
[0012] In einer einfachen Ausführung sind die Antriebsflügel radial ausgerichtet. In einer
vorteilhaften alternativen Ausführung sind die Antriebsflügel spiralenartig entgegen
der Umlaufrichtung gebogen. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, in der die
Antriebsflügel gleichzeitig als Teil der Rücklaufsperre herangezogen sind, indem sie
nach Art von Sperrklinken mit dem Gegenlager zusammenwirken.
[0013] Der eine Magnetspule und eine bezüglich des Anzeigerads tangential bewegliche Jochplatte
umfassende Schaltantrieb wird auf einfache Weise auch zum Drehantrieb des Anzeigerads
herangezogen, indem ein als Schieber ausgebildetes Freiende der Jochplatte mit den
Antriebsflügeln des Flügelrades in Eingriff steht.
[0014] Hinsichtlich der Materialeigenschaften, insbesondere Elastizität und Materialfestigkeit,
ist Kunststoff, insbesondere Polyoxymethylen (POM),als Material für das Anzeigerad
besonders geeignet. Bei Verwendung dieses oder eines vergleichbaren Kunststoffes ist
insbesondere die Herstellung des Anzeigerads als preisgünstiges Spritzteil ermöglicht.
[0015] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Darin zeigen:
- FIG 1
- bei geöffnetem Gehäuse ein elektrisches Schaltgerät mit einer ein Anzeigerad umfassenden
Schaltstellungsanzeige,
- FIG 2
- in perspektivischer Darstellung eine das Anzeigerad gemäß FIG 1 umfassende Stellwalze,
- FIG 3
- in perspektivischer Darstellung eine alternative Ausführungsform der Stellwalze,
- FIG 4
- einen Ausschnitt des Gehäuses des Schaltgeräts gemäß FIG 1 mit dem Gegenlager einer
Rücklaufsperre für das Anzeigerad,
- FIG 5
- in einem Schnitt V-V gemäß FIG 4 das Gehäuse,
- FIG 6
- eine weitere Ausführungsform der Stellwalze,
- FIG 7
- in einer Darstellung gemäß FIG 4 das Gehäuse mit einer alternativen Ausführung des
Gegenlagers und
- FIG 8
- in einem Schnitt VIII-VIII gemäß FIG 7 das Gehäuse mit eingelegter Stellwalze.
[0016] Das in FIG 1 bei geöffnetem Gehäuse 1 dargestellte elektrische Schaltgerät 2 ist
mit zwei Eingangsklemmen 3a,3b und zwei Ausgangsklemmen 4a,4b sowie einem magnetischen
Schaltantrieb 5 zur ferngesteuerten Auslösung eines Schaltprozesses versehen. Die
Eingangsklemme 3b und die Ausgangsklemme 4b sind bezüglich der Zeichnungsebene hinter
der Eingangsklemme 3a bzw. der Ausgangsklemme 4a angeordnet und nur andeutungsweise
sichtbar. Der Schaltantrieb 5 umfasst eine Magnetspule 6 und eine an einem Kopfende
7 der Magnetspule 6 angeordnete Jochplatte 8. Die Jochplatte 8 ist in der in FIG 1
dargestellten Ruhelage mit geringem Abstand zum Kopfende 7 derart aufgehängt, dass
sie in einer Projektion entlang der Spulen-, achse 9 den Querschnitt der Magnetspule
6 etwa überdeckt. Die Jochplatte 8 ist dabei an einem Seitenrand 10 schwenkbar gelagert,
so dass sie auf das Kopfende 7 zu oder von diesem weg schwenkbar ist. Das dem Seitenrand
10 gegenüberliegende Freiende 11 ist zu einem schieberartigen Vorsprung ausgebildet,
der mit einem etwa parallel zur Spulenachse 9 verlaufenden Schaltschieber 12 bezüglich
einer Kraftrichtung entlang der Spulenachse 9 in formschlüssiger Verbindung steht.
Eine am Schaltschieber 12 montierte Schraubenfeder 13 hält den Schaltschieber 12 und
die mit diesem verbundene Jochplatte 8 unter Vorspannung in der dargestellten Ruhelage.
[0017] Der Schaltschieber 12 ragt mit einem Tastenende 14 zur manuellen Betätigung des Schaltgeräts
2 aus dem Gehäuse 1 heraus.
[0018] Das gegenüberliegende Ende 15 liegt etwa am Umfang eines - vereinfacht ausgedrückt
- quadratischen Schaltrads 16 an.
[0019] Bei Betätigung des Schaltgeräts 2, sei es durch manuelles Eindrücken des Tastenendes
14 oder durch Anlegen einer elektrischen Spannung an die Magnetspule 6 wird die Jochplatte
8 gegen das Kopfende 7 durch magnetische Kraftwirkung angezogen und der Schaltschieber
12 parallel zur Spulenachse 9 in Richtung des Schaltrads 16 bewegt. Dabei übt das
Ende 15 des Schaltschiebers 12 ein Drehmoment auf das Schaltrad 16 aus und dreht dieses
bei jedem Schaltvorgang um eine Achteldrehung in eine vorgegebene Umlaufrichtung 17
(im dargestellten Beispiel im Uhrzeigersinn). Das Schaltrad 16 steht auf nicht näher
dargestellte Weise mit einem Schaltkontakt 18 in mechanischer Verbindung, so dass
bei der Drehung des Schaltrads 16 der Schaltkontakt 18 zwischen zwei Schaltpositionen
hin- und hergeschaltet wird. Dabei ist in der dargestellten ersten Schaltposition
die Eingangsklemme 3a über den Schaltkontakt 18 elektrisch leitend mit der Ausgangsklemme
4a verbunden, während die Verbindung zwischen der Eingangsklemme 3b und der Ausgangsklemme
4b nicht leitend ist. In der zweiten, nicht dargestellten Schaltposition ist infolge
der Verschiebung des Schaltkontakts 18 die Verbindung zwischen der Eingangsklemme
3a und der Ausgangsklemme 4a unterbrochen, während die Eingangsklemme 3b leitend mit
der Ausgangsklemme 4b verbunden ist. Bei einer Volldrehung des Schaltrads 16 wechselt
der Schaltkontakt 18 dabei acht mal die Schaltposition, wobei im Zuge eines jeden
Schaltvorgangs der Schaltkontakt 18 von einer initialen Schaltposition in die jeweils
andere Schaltposition bewegt wird. Nach dem Schaltvorgang kehren der Schaltschieber
12 und die Jochplatte 8 in die in FIG 1 gezeigte Ruhelage zurück.
[0020] Das Schaltgerät 2 ist mit einer Schaltstellungsanzeige 19 versehen, deren Hauptbestandteil
ein in FIG 2 näher dargestelltes Anzeigerad 20 ist. Das Anzeigerad 20 ist mit acht
aneinander angrenzenden und gleichmäßig über dessen Umfang verteilten Anzeigefeldern
21 versehen, die jeweils eine einem Schaltzustand zugehörige Kennzeichnung tragen.
Beispielsweise sind die Felder 21 abwechselnd grün und rot eingefärbt. An einer Stirnseite
22 des Anzeigerads 20 sind acht in Richtung der Achse 23 des Anzeigerads 20 hervorstehende,
jeweils im Wesentlichen sägezahnförmige Raststege 24 angeformt. Die Raststege 24 bilden
zusammen einen um die Achse 23 umlaufenden Kranz, dessen Stirnseite ein nach Art eines
Sägeblattes unsymmetrisch gezacktes Relief aufweist. Die Raststege 24, die als Teil
einer Rücklaufsperre wirken, definieren eine fest vorgegebene Umlaufrichtung 25 des
Anzeigerads 20, indem die schräge Flanke 26 eines jeden Raststegs 24 in Umlaufrichtung
25 ausgerichtet ist, während die steile Flanke 27 jeweils in die der Umlaufrichtung
25 entgegengesetzte Richtung steht.
[0021] An der den Raststegen 24 abgewandten Stirnseite 28 des Anzeigerads 20 schließt ein
Flügelrad 29 uniaxial bezüglich der Achse 23 an das Anzeigerad 20 an. Das Flügelrad
29 ist dabei in geringem axialem Abstand von dem Anzeigerad 20 angeordnet und durch
eine Welle 30 einstückig verbunden. Das Flügelrad 29 weist acht Antriebsflügel 31
auf, die gleichmäßig über den Umfang der Welle 30 verteilt an dieser angeformt sind
und radial nach außen abragen.
[0022] An der vom Anzeigerad 20 abgewandten Stirnseite 32 des Flügelrades 29 sind zwei Federbeine
33 angeformt. Die Federbeine 33 sind zueinander spiegelbildlich bezüglich der Achse
23 ausgebildet und bilden zusammen etwa eine U-Form aus, die zu der dem Flügelrad
29 abgewandten Seite jedes Federbeins 33 hin geöffnet ist und deren Ebene parallel
zur Achse 23 steht. Jedes Federbein 33 ist dabei ausgehend von dem dem Flügelrad 29
benachbarten Ende zunächst etwa diagonal von der Achse 23 weggeführt und weist einen
gekrümmten Kniebereich 34 auf, über welchen das Freiende 35 jedes Federbeins 33 wiederum
etwa diagonal zur Achse 23 hingebogen ist. Durch die beschriebene Formgebung sind
die Federbeine 33 insbesondere in Richtung der Achse 23 elastisch verbiegbar und setzen
einer solchen Verbiegung eine Rückstellkraft entgegen. Das Anzeigerad 20, die Raststege
24, das Flügelrad 29, die Welle 30 und die Federbeine 33 bilden in dem in FIG 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel eine einstückig zusammenhängende Einheit, die als Stellwalze 36
bezeichnet wird.
[0023] In FIG 3 ist eine Variante der Stellwalze 36 dargestellt. Anstelle der Federbeine
33 ist in dieser Ausführung die Welle 30 über die Stirnseite 32 des Flügelrads hinaus
zu einem Wellenfortsatz 37 ausgebildet. Zur Bereitstellung einer axial bezüglich der
Achse 23 wirkenden Federkraft dient eine Schraubenfeder 38, die auf den Wellenfortsatz
37 aufsetzbar ist, und die den Wellenfortsatz 37 im montierten Zustand umwindet.
[0024] Die Wirkungsweise der Stellwalze 36 als Schaltstellungsanzeige 19 wird in einer Zusammenschau
der FIG 1 bis 5 deutlich. Die Stellwalze 36 ist in montiertem Zustand derart in eine
benachbart zu einer Gehäusefrontseite 39 innerhalb des Gehäuses 1 angeordneten Gehäuseführung
40 eingesetzt, dass einerseits ein Teilbereich des Umfangs des Anzeigerads 20 durch
ein in die Gehäusefrontseite 39 eingebrachtes Gehäusefenster 41 hindurch von außen
sichtbar ist. Die Gehäuseführung 40 ist zum anderen derart angebracht, dass bei eingelegter
Stellwalze 36 das schieberartig ausgebildete Freiende 11 der Jochplatte 8 in den zwischen
zwei benachbarten Antriebsflügeln 31 gebildeten Zwischenraum hineingreift.
[0025] Solange sich die Jochplatte 8 in ihrer in FIG 1 dargestellten Ruhelage befindet,
ist die Stellwalze 36 durch die Verzahnung des Freiendes 11 mit dem Flügelrad 29 orientierungsmäßig
oder rotationsmäßig in einer Anzeigestellung fixiert. Die Anzeigefelder 21 sind dabei
derart über den Umfang des Anzeigerads 20 verteilt, dass in jeder Anzeigestellung
stets nur ein Anzeigefeld 21 durch das Gehäusefenster 41 sichtbar ist. Auf diese Weise
ist der aktuelle Schaltzustand des Schaltgeräts 2 auf eindeutige Weise nach außen
hin angezeigt.
[0026] Die Raststege 24 der Stellwalze 36, die in FIG 1 vom Betrachter abgewandt und daher
nicht sichtbar sind, wirken zur Bildung einer Rücklaufsperre mit einem aus zwei Gegenstegen
42 gebildeten Gegenlager zusammen. Die Gegenstege 42 sind, wie in den FIG 4 und 5
deutlich wird, innerhalb der Gehäuseführung 40 angeordnet und bezüglich der Achse
23 radial ausgerichtet. Jeder Gegensteg 42 ist rampenartig aufgebaut und weist eine
schräge Gleitfläche 43 auf, die in die der Umlaufrichtung 25 der Stellwalze 36 entgegengesetzte
Richtung blickt. Eine jeweils in Umlaufrichtung 25 weisende Rastfläche 44 jedes Gegenstegs
42 ist etwa parallel zur Achse 23 ausgerichtet.
[0027] Wenn bei einem Schaltvorgang die Jochplatte 8 von der Magnetspule 6 angezogen wird,
so wird bei der Schwenkbewegung der Jochplatte 8 die Stellwalze 36 in Umlaufrichtung
25, in der Darstellung gemäß den FIG 1 und 4 also wiederum im Uhrzeigersinn, verdreht.
Dabei gerät das entgegen der Umlaufrichtung 25 auf dem Umfang des Anzeigerads 20 nächstfolgende
Anzeigefeld 21 in den Bereich des Gehäusefensters 41. Bei der Bewegung der Stellwalze
36 gleitet jeweils die schräge Flanke 26 eines Raststegs 24 über der Gleitfläche 43
eines jeden Gegensteges 42 ab. Der Raststeg 24 verrastet die Stellwalze 36, wenn die
nächstfolgende Anzeigestellung erreicht ist. Auf diese Weise wird vermieden, dass
beim Rückschnellen der Jochplatte 8 in die Ruhelage die Stellwalze 36 entgegen der
Umlaufrichtung 25 zurückgedreht wird und einen falschen oder uneindeutigen Schaltzustand
anzeigt. Die acht Anzeigestellungen sind somit gleichzeitig Sperrpunkte der durch
die Raststege 24 und die Gegenstege 42 gebildeten Rücklaufsperre, d.h. Orientierungen
der Stellwalze 36, in denen deren Rückdrehung entgegen der Umlaufrichtung 25 durch
durch Anschlag der Flanke 27 an der Rastfläche 44 verhindert ist.
[0028] Mit dem Abgleiten der Raststege 24 über den Gegenstegen 42 ist eine axiale Bewegung
der Stellwalze 36 verbunden. Je nach Ausführung gemäß FIG 2 oder FIG 3 bewirken dabei
die Federarme 33 bzw. die Druckfeder 38 als Federelement eine Rückstellung der Stellwalze
36 in Richtung der Gegenstege 42. Die Federarme 33 bzw. die Druckfeder 38 sind dabei
an dem in FIG 1 nicht dargestellten Gehäusedeckel abgestützt. Indem die Federarme
33 bzw. die Druckfeder 38 die Stellwalze unter Vorspannung gegen die Gegenstege 42
drücken, wird die durch die Raststege 24 und die Gegenstege 42 gebildete Rücklaufsperre
gegen eine Fehlfunktion, z.B. bei einer Erschütterung des Gehäuses 1, gesichert. Ein
eventuelles Verkanten der Antriebsflügel 31 mit dem Freiende 11 beim Rückschnellen
der Jochplatte in die Ruhelage ist dadurch verhindert, dass die Antriebsflügel 31
elastisch ausgebildet sind und in bezüglich der Achse 23 tangentialer Richtung wegfedern
können.
[0029] In FIG 6 ist eine weitere Ausführungsform der Stellwalze 36 gezeigt, in der die Antriebsflügel
31 des Flügelrads 29 spiralenartig entgegen der Umlaufrichtung 25 gebogen sind, so
dass jeder Antriebsflügel 31 einen etwa halbkreisförmigen Querschnitt aufweist. In
dieser Ausführung federn die Antriebsflügel 31 insbesondere in radialer Richtung bezüglich
der Achse 23. Die Antriebsflügel 31 bilden gleichzeitig Rastmittel zur Herstellung
einer Rücklaufsperre, indem sie wiederum mit zwei in FIG 7 dargestellten Gegenstegen
42 des Gehäuses 1 zusammenwirken. Die Gegenstege 42 sind in dieser Ausführung des
Gehäuses 1 an eine Gehäuseführung 40 für die Welle 30 außenseitig angeformt und sind
bezüglich der Achse 23 wiederum etwa radial ausgerichtet.
[0030] Das Zusammenwirken zwischen den Antriebsflügeln 31 und den Gegenstegen 42 zur Bildung
einer Rücklaufsperre ist in FIG 8 dargestellt. Darin ist erkennbar, dass die Gegenstege
42 an der vom Anzeigerad 20 abgewandten Stirnseite 32 des Flügelrads 29 angreifen.
Ein jeder Antriebsflügel 31 wirkt dabei nach Art einer Sperrklinke, d.h. dass der
Antriebsflügel 31 dem durch den Gegensteg 42 ausgeübten Widerstand im Wesentlichen
radial nach innen ausweicht und nach Passieren des Gegensteges 42 durch Zurückschnappen
in die Ausgangslage in Umlaufrichtung 25 gesehen hinter dem Gegensteg 42 verrastet.
Eine axiale, federbeaufschlagte Lagerung der Stellwalze 36, wie sie bei den Ausführungsbeispielen
gemäß FIG 2 und FIG 3 vorgesehen war, ist hier durch die sperrklinkenartige Ausführung
der Antriebsflügel 31 nicht erforderlich.
1. Elektrisches Schaltgerät (2) mit einer Schaltstellungsanzeige (19), welche ein drehbar
gelagertes Anzeigerad (20) mit mehreren, über dessen Umfang gleichmäßig verteilten
Anzeigefeldern (21) umfasst, wobei bezüglich der Orientierung des Anzeigerads (20)
mehrere Anzeigestellungen existieren, in deren jeder stets ein Anzeigefeld (21) zur
Kenntlichmachung eines Betriebszustandes durch ein Gehäusefenster (41) von außen sichtbar
ist, und wobei das Anzeigerad (20) drehantriebsmäßig mit einem Schaltantrieb (5) verbunden
ist, der bei einem Schaltvorgang das Anzeigerad (20) von einer initialen Anzeigestellung
in die gemäß einer Umlaufrichtung (25) nächstfolgende Anzeigestellung antreibt.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine aus mit dem Anzeigerad (20) verbundenen Rastmitteln (24,31) und einem korrespondierenden,
gehäusefesten Gegenlager (42) gebildete Rücklaufsperre, die eine Drehung des Anzeigerads
(20) entgegen der Umlaufrichtung (25) hemmt.
3. Schaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rücklaufsperre bezüglich der Orientierung des Anzeigerads (20) mehrere diskrete
Sperrpunkte aufweist, wobei jede Anzeigestellung mit einem Sperrpunkt übereinstimmt.
4. Schaltgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel durch einen stirnseitig des Anzeigerads (20) angeordneten und um die
Achse (23) des Anzeigerads (20) umlaufenden Kranz etwa sägezahnförmiger Raststege
(24) gebildet sind und dass das Gegenlager durch mindestens einen bezüglich der Achse
(23) des Anzeigerads (20) radial orientierten Gegensteg (42) gebildet ist.
5. Schaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigerad (20) in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist und die Raststege
(24) durch ein Federelement (33,38) in axialer Richtung gegen den oder jeden Gegensteg
(42) vorgespannt sind.
6. Schaltgerät nach Anspruch 5,gekennzeichnet durch ein einstückig mit dem Anzeigerad (20) verbundenes Federelement (33).
7. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein mit dem Anzeigerad (20) rotationsfest verbundenes Flügelrad (29) zum Drehantrieb
des Anzeigerads (20).
8. Schaltgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsflügel (31) des Flügelrads (29) elastisch verbiegbar sind.
9. Schaltgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelrad (29) einstückig an das Anzeigerad (20) angeformt ist.
10. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsflügel (31) radial ausgerichtet sind.
11. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsflügel (31) spiralenartig entgegen der Umlaufrichtung (25) gebogen sind.
12. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel durch die Antriebsflügel (31) gebildet sind, die nach Art von Sperrklinken
mit dem Gegenlager (42) zusammenwirken.
13. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltantrieb (5) eine Magnetspule (6) und eine bezüglich des Anzeigerads (20)
tangential bewegliche Jochplatte (8) umfasst, wobei ein Freiende (11) der Jochplatte
(8) zu einem Schieber ausgebildet ist, der zum Antrieb des Flügelrades (29) zwischen
zwei Antriebsflügel (31) eingreift.
14. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigerad (20) aus Kunststoff besteht.