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(11) |
EP 1 401 595 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.09.2005 Patentblatt 2005/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.06.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21D 7/14 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/007121 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/002280 (09.01.2003 Gazette 2003/02) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ERMITTLUNG DER RAUMGEOMETTRIE EINES GEBOGENEN STRANGPROFILS
METHOD AND DEVICE FOR DETERMINING THE SPATIAL GEOMETRY OF A CURVED EXTRUDED PROFILE
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR DETERMINER LA GEOMETRIE SPATIALE D'UN PROFILE EXTRUDE CINTRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
27.06.2001 DE 10130937
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.2004 Patentblatt 2004/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Tracto-Technik GmbH |
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57368 Lennestadt (DE) |
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Erfinder: |
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- WARNEMÜNDE, Ralf
39171 Osterweddingen (DE)
- BERNDT, Dirk
39128 Magdeburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: König, Gregor Sebastian et al |
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König-Szynka-von Renesse
Patentanwälte
Lohengrinstrasse 11 40549 Düsseldorf 40549 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 928 647 DE-A- 19 712 685 US-A- 5 305 223
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DE-A- 4 436 442 DE-A- 19 746 219 US-A- 5 797 289
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Ermittlung
der Raumgeometrie eines gebogenen Strangprofils, insbesondere eines Rohres, das im
Bereich längs einer ersten geradlinigen Mittelachse (A) des Strangprofils in einer
Zuführ- und Fixiereinheit gehalten und mittels einer Biegevorrichtung um einen vorgebbaren
Biegewinkels α derart gebogen wird, dass sich an einer Seite eines durch die Biegung
hervorgerufenen gebogenen Bereiches des Strangprofils der Bereich der ersten geradlinigen
Mittelachse (A) und an der gegenüberliegenden Seite ein Bereich mit einer zweiten
geradlinigen Mittelachse (B) anschließen (siehe z.B. DE-A-19712685).
Stand der Technik
[0002] Strangprofile im vorstehenden Sinne sind als Meterware vorliegende, stangenartig
ausgeformte Elemente, die herstellungs- und materialbedingt längs ihrer Erstreckung
über eine Mindeststeifigkeit verfügen und die zu Zwecken einer räumlichen Verformung
einem plastischen Biegeprozess unterworfen werden können, durch den eine bleibende
plastische Biegeverformung im Sinne einer verbleibenden Krümmung entsteht. Insbesondere
betrifft dies Rohre oder Strangprofile aus Vollmaterial, die aus Metall bestehen und
die es gilt in Abhängigkeit ihrer späteren Verwednung individuell zu verformen.
[0003] Die weiteren Ausführungen beziehen sich hauptsächlich auf Rohre als Hohlleitungen
bestehend aus plastisch verformbaren Material, vorzugsweise Metall doch können die
nachstehende Ausführungen auch auf Strangprofile anderer Geometrien und Formen übertragen
werden, bei denen die Raumform verändernde Maßnahmen zu treffen sind.
[0004] Rohre finden bspw. in Gestalt von Rohrleitungssystemen für die Übertragung bzw. Leitung
von gasförmigen oder flüssigen Medien und weisen je nach örtlichen Gegebenheiten längs
ihrer Erstreckung Krümmungen bzw. Rohrbiegungen auf. Bspw. sei in diesem Zusammenhang
auf das im Kfz-Bereich eingesetzte, aus Metall gefertigte Rohrleitungssystem hingewiesen,
das mit Bremsflüssigkeit gefüllt für die Übertragung von Bremskräften dient. An ein
derartiges Rohrleitungssystem werden hohe Anforderungen hinsichtlich Dichtheit und
mechanische Stabilität gestellt, so dass die zumeist über mehrere Meter verlaufenden
Rohrleitungen einstückig gefertigt sind, trotz dem Vorsehen einer Vielzahl von Biegungen
und Krümmungen längs des jeweiligen Rohrleitungsverlauf, aufgrund der am Kfz sehr
beschränkt herrschenden Platzbedingungen.
[0005] Derartige, im Rohrquerschnitt zumeist wenige mm bis cm messenden Rohre werden zur
Bearbeitung in entsprechende Biegevorrichtungen eingebracht, in denen das zu biegende
Rohr einseitig fixiert und mittels eines Biegekopfes lokal verformt wird. Diesbezügliche
bekannte Biegevorrichtungen sind bspw. der DE 43 35 901 A1, DE 195 30 805 A1 sowie
der CH 689 378 A5 beschrieben. Biegemaschinen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien
unterteilen, nämlich Biegemaschinen mit ortsfestem Biegekopf, bei dem das zu biegende
Rohr einen zumeist aus zwei Biegebacken bestehenden ortsfesten Biegekopf über eine
Zuführ- und Fixiereinheit zugeführt wird und durch Zusammenführen beider Biegebacken
entsprechend plastisch verformt wird. Biegemaschinen der anderen Kategorie sehen einen
bewegten Biegekopf vor, bei dem relativ zu einem fixierten Rohr ein translatorische
und rotatorische Bewegungen durchführender Biegekopf bewegt wird, der an geeigneter
Stelle gegen das Rohr zur Herstellung einer Krümmung lokal verpresst wird.
[0006] Zur Kontrolle und Qualitätsüberprüfung der Biegergebnisse, wird in an sich bekannter
Weise das Rohr vollständig aus der Biegevorrichtung entnommen und als loses Einzelstück
entsprechend überprüft. Zur Überprüfung kommen sowohl berührend, also taktil arbeitende
Systeme als auch berührungslos arbeitende, vorrangig auf optischer Basis beruhende
Messsysteme zum Einsatz. Taktile Messsysteme sind sog. Koordinatenmessmaschinen oder
Gelenkmessarme, mittels derer die gebogene Rohroberfläche an einer Vielzahl von Oberflächenbereichen
punktförmig abgetastet wird, wobei eine Anzahl von dreidimensionalen Koordinatenpunkten
bezogen zu einem Bezugskoordinatensystem gewonnen wird, aus der durch nachfolgende
mathematischer Aprpoximation eine vollständige Geometrie des gebogenen Rohres berechnet
werden kann.
[0007] Alternativ dazu sehen berührungslos arbeitende Methoden vor, das gebogene Rohr mit
Hilfe punkt- oder linienförmiger Triangulationsverfahren oder Photogrammetrieverfahren
abzutasten, um ebenfalls mit mathematischen Auswertemethoden die Rohrgeometrie zu
bestimmen.
[0008] Auch sind Verfahren zur Bestimmung der dreidimensionalen Rohrgeometrie bekannt, die
mit Hilfe gabelförmiger Anordnungen unter Verwendung optischer Lichtschranken arbeiten,
die längs zur Erstreckung des gebogenen Rohres bewegt werden und hierbei 3-D-Oberflächenpunkte
erfasst werden, die wie bereits vorstehend erwähnt einem mathematischen Auswertealgorithmus
zur Bestimmung der dreidimensionalen Raumgeometrie zugeführt werden.
[0009] So ist in der DE 43 30 420 A1 eine Rohrbiegemaschine mit einem von einem Schlitten
getragenen Biegekopf beschrieben, der eine erste zu einem Gehäuse des Biegekopfes
stationäre Biegerolle und eine zweite an einem Biegearm angeordnete Biegerolle aufweist.
Die Achsen der Biegerollen verlaufen parallel zueinander und senkrecht zur Achse des
zu biegenden Rohres. Ferner sind zwei Antriebsmotoren vorgesehen, von denen einer
zum Verfahren des Schlittens längs einer Führung und damit zum Verfahren des Biegekopfes
längs des Rohres und ein zweiter Antriebsmotor zum Schwenken des Biegearms um die
Achse der ersten Biegerolle dient. Im Getriebezug zwischen dem zweiten Antriebsmotor
und dem Biegekopf ist ein Winkelmessgeber vorgesehen, über den der Biegewinkel (α)
des Biegearms erfasst werden kann. Die jeweilige Stellung des Biegearms mit Biegerolle
wird durch den Winkelmessgeber zu einer Schaltung übermittelt, wobei durch einen Soll-Ist-Wert-Vergleich
der Biegewinkel bestimmt wird.
[0010] Durch die in dieser Druckschrift beschriebene Schaltung ist es somit lediglich möglich,
den Ist-Wert der erfolgten Bewegung des Biegearms mit einem in die Steuerung einzugebenden
Soll-Wert zu vergleichen. Die Rückfederung des Rohres, die sich nach Lösen der Spannvorrichtung
vom Rohr ergibt, wird und kann mit dieser Vorrichtung jedoch nicht berücksichtigt,
da der Biegewinkel nur im eingespannten Zustand des Rohres ermittelt wird.
[0011] Einen Schritt weiter geht hier die DE 197 46 219 A1, in der eine Biegemaschine zum
Biegen von stangenförmigem Material beschrieben wird. Das stangenförmige Material,
insbesondere ein Rohr, wird an einem Teilstück sowie an einem an dieses Teilstück
anschließenden zu biegenden Rohrabschnitt gehalten. Anschließend wird der zu biegende
Rohrabschnitt um einen vorgebbaren Winkel gebogen und die Rückfederung des gebogenen
Rohres gemessen, so dass das Rohr gegebenenfalls nachgebogen werden kann. Nach dem
Lösen der Spannvorrichtung erfolgt am gebogenen Rohrabschnitt die Messung der Rückfederung.
Dies geschieht mittels eines Tastbolzens, der aussenseitig an der Rohrwand anliegt,
und durch den die beim Auffedem erfolgende Bewegung des Rohrschenkels relativ zu dem
in Position gehaltenen Biegewerkzeug auf einen Drehweggeber übertragen wird. Damit
steht nach dem Öffnen der Spanneinrichtung bei unveränderter Lage der übrigen Maschinenelemente
das Rückfedermaß zur Bewertung des Biegewinkels zur Verfügung.
[0012] In der US 5,992,210 ist eine Vorrichtung zur Biegung eines Endlosrohrstranges beschrieben.
Die Vorrichtung verfügt über eine Zuführeinheit, jeweils eine Fixiereinheit für den
zu biegenden sowie den nicht zu biegenden Rohrabschnitt und einen Schwenkarm, durch
den der zu biegende Rohrabschnitt in die gewünschte Form gebracht wird. Nach dem Biegevorgang
wird die Fixiereinrichtung, die sich am Schwenkarm befindet, gelöst und über Sensoren
die hergestellte Form erfasst.
[0013] Allen bekannten Verfahren zur Bestimmung der dreidimensionalen Raumgeometrie eines
gebogenen Strangprofiles, insbesondere eines gebogenen Rohres haftet jedoch der Nachteil
an, dass die Bestimmung der Raumgeometrie nach erfolgter Biegung und vollständiger
Loslösung des gebogenen Strangprofils aus der Biegevorrichtung erfolgt. Gilt es bspw.
längs eines Rohres eine Anzahl unterschiedlicher Krümmungen einzuarbeiten, wobei die
Biegevorgänge für die Erzeugung der einzelnen Krümmungen unmittelbar aufeinanderfolgend
längs des Rohres durchgeführt werden, so kann mit den bisher bekannten Techniken lediglich
das fertig gebogene Endprodukt in seiner Gesamtheit messtechnisch erfasst werden,
nachdem das vollständig gebogene Rohr aus der Biegevorrichtung losgelöst ist. Stellt
sich dabei heraus, dass eine der Anzahl eingearbeiteter Krümmungen fehlerhaft ist,
bspw. weicht der tastächliche Biegewinkel vom erwünschten Soll-Biegewinkel ab, so
ist das gesamte gebogene Rohr als Ausschussprodukt anzusehen. Handelt es sich bspw.
um dünnwandige Rohrsysteme, wie sie bspw. als Bremsleitungen im Kfz-Bereich eingesetzt
werden, um beim obigen Beispiel zu bleiben, so verfügen die bis zu über mehrere Meter
reichenden, gebogenen Rohrleitungen nur über eine geringe Eigenstabilität, so dass
sie ohne weitere Hilfsschablonen zum Abstützen des Eigengewichtes in ihrer tatsächliche
gebogenen Raumform nicht vermessen werden können.
[0014] Genaue Kenntnisse jedoch über die exakte Raumform der durch den Biegevorgang erzeugten
Krümmungen sowie Kenntnis über die gesamte tatsächliche räumliche Gestalt einer gebogenen
Rorleitung, insbesondere bei Vorliegen einer Vielzahl längs einer Rohrleitung eingearbeiteter
Krümmungen sind besonders wichtig für die Beurteilung einer Qualitätskontrolle insbesondere
bei Rohrleitungen, die passgenau in entsprechende Gegenhalterungen eingefügt werden
müssen.
Darstellung der Erfindung
[0015] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur
Ermittlung der Raumgeometrie eines gebogenen Strangprofils, das im Bereich längs einer
ersten geradlinigen Mittelachse (A) des Strangprofils in einer Zufuhr- und Fixiereinheit
gehalten und mittels einer Biegevorrichtung um einen vorgebbaren Biegewinkel α derart
gebogen wird, dass sich an einer Seite eines durch die Biegung hervorgerufenen Bereiches
des Strangprofils der Bereich der ersten geradlinigen Mittelachse (A) und an der gegenüberliegenden
Seite ein Bereich mit einer zweiten geradlinigen Mittelachse (B) anschließen, derart
anzugeben, dass bei Vorsehen einer Vielzahl längs des Rohres nacheinander durchzuführender
Biegevorgänge jeder einzelne Biegewinkel exakt bestimmt werden soll. Überdies gilt
es durch Messung weiterer die Raumgeometrie des gebogenen Rohres bestimmende Parameter
zu messen, so dass nach erfolgtem einmaligen Biegevorgang sofort eine Aussage darüber
getroffen werden kann, ob der Biegevorgang das erwünschte Biegeergebnis erzielt hat.
[0016] Die Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben.
Gegenstand des Anspruches 18 ist eine erfindungsgemäß weitergebildete Vorrichtung
zum Biegen von Strangprofilen. Den Erfindungsgedanken vorteilhaft weiterbildende Merkmale
sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die
Zeichnung zu entnehmen.
[0017] Zur Bestimmung des durch den Biegevorgang eines Strangprofils, bspw. eines Rohrs,
erzeugten Biegewinkels ist es erforderlich, dass der Biegevorgang längs eines geradlinig
verlaufenden Abschnittes des Rohres durchgeführt wird, so dass nach Durchführung des
Biegevorganges ein gekrümmter Rohrbereich erhalten wird, an dem sich beidseitig geradlinig
verlaufende Rohrabschnitte anschließen. Zur Vereinfachung der Darlegung des Sachverhaltes
wird als Strangprofil ein Rohr verwendet, doch kann das Rohr auch durch weitere Alternativen
ersetzt werden, bspw. durch Rundstangen aus Vollmaterial oder sonstige geometrisch
geformte Strangprofile, wie Flachmaterialien, U- oder V-förmige Strangprofile, um
nur einige zu nennen.
[0018] Zur Ermittlung des Biegewinkels α gilt es nun, die exakte Lage beider Mittelachsen
der geradlinig verlaufenden Rohrabschnitte, die sich jeweils beidseitig an den gekrümmten
Rohrabschnitt anschließen zu ermitteln.
[0019] Bedingt durch die räumlich definierte Anordnung zwischen der das Rohr zuführenden
und fixierenden Zuführ- und Fixiereinheit sowie der Biegevorrichtung selbst, in die
das Rohr im nicht gebogenen Zustand längs seiner geradlinig verlaufenden Mittelachse
(A) hineingeführt wird, ist die räumliche Lage der Mittelachse (A) bezogen auf ein
zugrundegelegtes Koordinatensystem als bekannt vorauszusetzen, diese wird im Übrigen
auch durch den Biegevorgang nicht verändert. Nach erfolgtem Biegeprozess gilt es deshalb
lediglich die räumliche Lage der geradlinig verlaufenden Mittelachse jenes geradlinigen
Bereiches des Rohres zu ermitteln, das sich in Zuführrichtung an die Biegevorrichtung
nachfolgend anschließt, also eben jener Bereich des geradlinigen Rohrs, der vor dem
Biegevorgang die Biegevorrichtung überragt.
[0020] Zur Ermittlung der räumlichen Lage der diesbezüglichen Mittelachse (B) wird vorzugsweise
ein berührungslos oder taktil arbeitender Messsensor eingesetzt, dessen räumliche
Position bezogen zur Biegevorrichtung und/oder zur Zuführ- und Fixiereinheit bekannt
ist. Der wesentliche Gesichtspunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht nun darin,
dass die Durchführung der Ermittlung der räumlichen Lage der Mittelachse (B) nach
Vollendung des Biegvorganges erfolgt, also nachdem das Rohr von der Biegevorrichtung
freigegeben ist, so dass Material-bedingte Rückfedereffekte beim Messvorgang mit erfasst
werden können, und während das Rohr in der Zuführ- und Fixiereinheit fixiert bzw.
gehalten bleibt.
[0021] Das Rohr verbleibt demzufolge während der Vermessung in einer durch die Zuführ- und
Fixiereinheit definiert festen Position. Erst hierduch ist es möglich, dass nach Vollendung
des Messvorganges das Rohr ausgehend von der "eingefrorenen" Messposition kontrolliert
in eine nachfolgende Biegeposition relativ zur Biegevorrichtung verbracht werden kann,
so dass ein nachfolgender Biegevorgang unter festem Raumbezug zum vorhergehenden Biegevorgang
am Rohr durchgeführt werden kann.
[0022] Stellt sich jedoch heraus, dass bei einem Biegevorgang der tatsächliche Biegewinkel
unter Berücksichtigung der sich durch die Freigabe des gebogenen Rohres von der Biegevorrichtung
einstellenden materialbedingten Rückfederung vom erwünschten Biegewinkel zu stark
abweicht, so kann entweder der Biegevorgang mit gleichen oder geänderten Biegeparametern
wiederholt oder das Rohr durch ein neues Rohr ersetzt werden.
[0023] Zur quantitativen sowie auch qualitativen Beurteilung des Biegeergebnisses wird der
ermittelte Biegewinkel α mit einem vorgegebenen Soll-Biegewinkel α
soll verglichen. Stellt sich dabei heraus, dass Abweichungen auftreten, die über einen
ebenfalls vorgegebenen Toleranzbereich hinausgehen, so wird ein Signal erzeugt, das
für eine Reihe weiterer Maßnahmen Verwendung findet.
[0024] Wird ein derartiges Signal erhalten, so kann zunächst eine qualitative Aussage über
die Biegequalität getroffen werden, wie bspw. Ausschuß, kein Ausschuß, noch vertretbar
etc.. Für eine erforderliche Nachbearbeitung einer Biegung werden korrigierte Biegeparameter
ermittelt, mit denen der Biegevorgang wiederholt wird, um das Biegeergebnis zu verbessern.
Auch können die korrigierten Biegeparameter weiteren Biegevorgängen längs des Strangprofils
zugrunde gelegt werden, zumal es durchaus vorkommen kann, dass sich die Materialeigenschaften
längs des Strangprofils ändern, die auf diese Weise durch die aktualisierten Biegeparameter
mit berücksichtigt werden können
[0025] In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorgeschlagen,
neben der Erfassung des Biegewinkels, wie vorstehend beschrieben, auch die Vorschublängen
längs des Rohres zwischen zwei aufeinanderfolgenden Biegevorgängen zu erfassen, um
genaue Kenntnisse über den gegenseitigen Abstand zweier gekrümmter Rohrbereiche zu
erhalten. Zudem wird weiter vorgeschlagen den Drehwinkel mit einer geeigneten Drehwinkelmesseinrichtung
zu messen, um den das Rohr längs seiner Mittelachse (A) während zweier Biegepositionen
verdreht wird. Auf der Grundlage aller vorstehender Informationen den Biegewinkel,
die Vorschublänge sowie den Drehwinkel betreffend für eine Vielzahl von Biegevorgängen
an einer Rohrleitung kann die gesamte Raumform der gebogenen Rohrleitung erfasst und
ermittelt werden.
[0026] Die Messung des Drehwinkels ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, um das Maß einer
möglichen Verdrehung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Biegevorgängen zu ermitteln.
Da, wie vorstehend beschrieben die räumliche Lage der Mittelachse B ermittelt wird
kann aus dieser Information nicht nur der in der durch beide Mittelachsen A und B
beschriebenen Ebene liegende Biegewinkel α ermittelt werden, sondern auch jener Winkel,
um den das Rohr relativ zur Normalenebene zur Mittelachse A gebogen ist.
[0027] Ist der Biegevorgang längs eines Strangprofils abgeschlossen, so dass auf der Grundlage
eines vorgegebenen Biegeplanes ein erwünschtes, durchaus mehrere Biegungen aufweisendes
Strangprofil erhalten wird, so kann in der Zusammenschau aller gemessener und abgespeicherter
Messdaten die tatsächliche Raumform des gebogenen Strangprofils mit einer Soll-Raumform
gemäß Biegeplan verglichen werden. Dieser Vergleich dient in erster Linie der Produktqualitätsüberprüfung
und Qualitätssicherung.
[0028] Eine den vorstehenden Biegevorgang erfindungsgemäß durchführende Biegevorrichtung
zum Biegen eines Strangprofils mit einer Zuführ- und Fxiereinheit, durch die das Strangprofil
als geradlinige Meterware zuführbar und fixierbar ist sowie mit einer der Zuführ-
und Fixiereinheit in Zuführrichtung längs einer geradlinigen Mittelachse (A) des Strangprofils
nachgeordneten Biegevorrichtung, mit einem aus wenigstens zwei Biegekörpem bestehenden
Biegekopf, die während des Biegevorganges das zu biegende Strangprofil kraftbeaufschlagt
lokal zumindest teilweise umschließen und in eine das Strangprofil freigebende, geöffnete
Stellung überführbar sind, zeichnet sich dadurch aus, dass ein Messsensor mit einem
festen Raumbezug zur Zuführ- und Fixiereinheit und/oder zur Biegevorrichtung vorgesehen
ist, der die räumliche Lage einer geradlinigen Mittelachse (B) des Strangprofils im
Bereich unmittelbar an der Biegevorrichtung in Zuführrichtung des Strangprofils anschließend
erfasst. Ferner ist eine Speicher- und Auswerteeineit vorgesehen, in der Messwerte
des Messsensors abspeicherbar und derart auswertbar sind, dass ein Winkel α, der sogenannte
Biegewinkel, bestimmbar ist, der durch die Mittelachsen (A) und (B) eingeschlossen
ist. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass auch nach Vollendung des Biegvorganges
Informationen über die tatsächliche Raumform des gebogenen Strangprofils erhalten
werden, die einer weiteren Auswertung zugeführt werden können.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0029] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung exemplarisch beschrieben.
Es zeigt:
- Fig. 1
- schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung zur Erfassung
der Raumgeometrie eines gebogenen Rohres.
Wege zur Ausführung der Erfindung, gewerbliche Verwendbarkeit
[0030] Figur 1 zeigt in schematisierter Weise eine Vorrichtung zum Biegen bzw. Krümmen eines
Rohres 1 sowie zur Erfassung der Raumgeometrie des durch den Biegevorganges gebogenen
Rohrverlaufes. Das als Meterware vorliegende Rohr 1 gelangt über eine Zuführeinheit
2, bestehend aus zwei Wälzrollen, in eine als Gegenhalter ausgebildete Fixiereinheit
3, durch die das Rohr 1 längs seiner geradlinigen Mittelachse A geschoben wird. Ferner
ist eine Biegevorrichtung 4, bestehend aus einer inneren Biegebacke 41 und äußeren
Biegebacke 42 vorgesehen, die zum Einbringen des Rohres 1 in eine geöffnete Stellung
überführbar sind. In Figur 1 sind die Biegebacken 41 und 42 in der geschlossenen Stellung
dargestellt. Der Biegevorgang des Rohres 1 mit Hilfe der Biegevorrichtung 4 erfolgt
derart, dass die äußere Biegebacke 42 das Rohr im einem zu krümmenden Bereich 11 durch
Rotationsbewegung (siehe Pfeildarstellung) gegen die innere Biegebacke 41 verformt.
Hierbei wird ein geradliniger Rohrabschnitt 5, der vor dem Biegevorgang längs zur
Mittelachse A orientiert ist, aus der ursprünglichen Mittelachse A geneigt und weist
nach der Biegung eine geradlinige Mittelachse B auf. Der von den Mittelachsen A und
B eingeschlossene Winkel α entspricht dem Biegewinkel, den es gilt nach vollendetem
Biegevorgang exakt zu bestimmen.
[0031] Die Messung des Biegewinkels α erfolgt durch Bestimmung der räumlichen Lage der Mittelachse
B, die sich an den aktuell gekrümmten Rohrabschnitt 5 anschließt. Die Bestimmung der
Mittelachse B, die zugleich auch der Zytinderachse des Rohres im Bereich 5 entspricht,
erfolgt mit Hilfe eines berührungslos arbeitenden Sensors 6, der fest an der äußeren
Biegebacke 42 angebracht ist und somit einen festen Raumbezug zur Biegevorrichtung
4 besitzt. Selbstverständlich ist es auch möglich den Sensor 6 unabhängig von der
Biegebacke 42 zu befestigen, doch muss bei einer entsprechenden Positionierung darauf
geachtet werden, dass ein fester Raumbezug zwischen Sensor 6 und der Biegevorrichtung
4 oder der Fixiereinheit 3 erhalten bleibt.
[0032] Der Sensor 6 ist ein auf der Triangulationstechnik basierender Lasersensor, der eine
Kameraeinheit 61 sowie zwei als Linienlaser ausgebildete Lichtquellen 62 aufweist.
Mit Hilfe einer nicht dargestellten Optik projiziert dieser Lichtschnittsensor 6 auf
der Oberfläche des Rohres jeweils eine Linie pro Lichtquelle 62, die durch die Kameraeinheit
61 detektiert wird. Mit Hilfe des Lichtschnittsensors 6 werden entlang der Lichtlinien
3-D-Punkte auf der Rohroberfläche bestimmt, aus denen durch Zylinderapproximation
die Zylindermittelachse, die sog. Mittelachse B, bestimmt wird. Die räumliche Lage
der Mittelachse A kann als bekannt vorausgesetzt werden, zumal diese durch die Zuführ-
und Fixiereinheit 2, 3 sowie die Biegevorrichtung 4 definiert ist. Aus den auf diese
Weise ermittelten räumlichen Lagen der Mittelachsen A und B kann nun der Biegewinkel
α zwischen beiden Achsen A und B bezogen auf das räumliche kartesische Koordinatensystem
X-Y-Z bestimmt werden. Zudem ist es auch möglich aus den Informationen den Winkel
zu ermitteln, unter dem die Mittelachse B, die Y- oder Z-Achse schneidet. Dies ist
zugleich der Verdrehwinkel des Rohres um die Mittelachse.
[0033] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform dient der Sensor 6 oder eine zusätzliche
Messeinheit zur Erfassung der äußeren Raumform des Strangprofils, bspw. zum Feststellen
von Abflachungen bei einem Rohr als Strangprofil. Derartige Abflachungen können sich
im Wege des Biegevorganges einstellen, die es jeodch gilt gezielt zu vermeiden, bspw.
durch Korrektur von Biegeparametem bei weiteren Biegevorgängen oder bei enstprechenden
Nachkorrekturen.
[0034] Ferner ist es möglich unter Nutzung ebenfalls ermittelter Größen für Vorschub- V
und Drehwinkel D des zugeführten ungebogenen Rohres 1 sowie dem messtechnisch erfassten
Winkel α, schrittweise die dreidimensionale Geometrie eines aus einer Vielzahl einzelner
geradliniger Rohrsegmenten und Krümmungen zusammengesetzten Rohres zu ermitteln. Dies
erfolgt durch Addition aller Daten über die einzelnen Rohrabschnitte, sodass am Ende
des Biegevorganges die vollständige dreidimensionale Raumform des gebogenen Rohres
zur Verfügung steht.
[0035] Der Verlauf der neutralen Faser 7 innerhalb des Rohres 1, insbesondere im Bereich
der Krümmungen 5, bei denen sich die neutrale Faser 7 von der Rohrmitte in Richtung
des Innenradius verschiebt, wird bei der Bestimmung der Länge der geraden Abschnitte
5 in Form von Parametern berücksichtigt. Die Parameter werden in Abhängigkeit des
Biegewinkels, Rohrdurchmessers, Rohrmaterial und Rohrwandstärke bestimmt.
[0036] Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung zur Bestimmung der geometrischen Form von
Rohren während des Biegeprozesses in der Maschine ermöglicht eine unmittelbare Qualitätsbewertung
der Form und Gestalt eines gebogenen Rohres. Insbesondere werden während des Biegeprozesses
auftretende Biegewinkelfehler sofort erfasst. Ursache dieser Fehler ist insbesondere
ein Rückfedern des gebogenen Rohres nach dem Biegevorgang welches unter anderem durch
Schwankungen von Materialeigenschaften hervorgerufen wird.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Rohr
- 2
- Zuführeinrichtung
- 3
- Fixiereinheit
- 4
- Biegevorrichtung
- 41
- innere Biegebacke
- 42
- äußere Biegebacke
- 5
- gerader Rohrabschnitt
- 6
- Triangulationslasersensor
- 61
- Kamera
- 62
- Linienlaser
- 7
- neutrale Faser
1. Verfahren zur Ermittlung der Raumgeometrie eines gebogenen Strangprofils, das im Bereich
längs einer ersten geradlinigen Mittelachse (A) des Strangprofils in einer Zuführ-
und Fxiereinheit gehalten und mittels einer Biegevorrichtung um einen vorgebbaren
Biegewinkels α derart gebogen wird, dass an einer Seite eines durch die Biegung hervorgerufenen
gebogenen Bereiches des Strangprofils der Bereich der ersten geradlinigen Mittelachse
(A) und an der gegenüberliegenden Seite ein Bereich mit einer zweiten geradlinigen
Mittelachse (B) anschließen,
dadurch gekennzeichnet, dass die räumliche Lage der zweiten geradlinigen Mittelachse (B) relativ zur bekannten
räumlichen Lage der ersten geradlinigen Mittelachse (A) des Strangprofils ermittelt
wird, während das Strangprofil von der Zuführ- und Fixiereinheit raumfest gehalten
und der gebogene Bereich des Strangprofils von der Biegevorrichtung freigegeben wird,
und dass der Biegewinkel α durch Schnittbildung beider Achsen (A) und (B) ermittelt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Strangprofil längs zur Zuführ- und Fixiereinheit in ungebogener, geradliniger
Form als Meterware zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der räumlichen Lage der zweiten geradlinigen Mittelachse (B) mit Hilfe
eines berührungslosen Messverfahrens durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass als berührungsloses Messverfahren ein auf der Triangulation beruhendes 3-D-Lichtschnittvertahren
angewendet wird, bei dem mehrere Raumpunkte auf der Oberfläche des Strangprofils im
Bereich der geradlinigen Mittelachse (B) ermittelt werden und mittels mathematischer
Approximation die räumliche Lage der Mittelachse (B) bestimmt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die mathematische Approximation auf der Minimierung der Summe kleinster Fehlerquadrate
beruht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Biegewinkel α im Wege der Triangulation bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der ermittelte Biegewinkel α mit einem Soll-Biegewinkel αsoll verglichen wird und bei Abweichung um einen Toleranzbereich ein Signal erzeugt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Signal zur Korrektur von Biegeparametem, die den Biegevorgang durch die Biegevorrichtung
steuern, verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die korrigierten Biegeparamter für einen nachfolgenden Biegevorgang am bereits gebogenen
Bereich des Strangprofils zur Nachkorrektur verwendet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die korrigierten Biegeparameter für weitere Biegevorgänge längs des Strangprofils
zur Verfügung gestellt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass nach Durchführung der Ermittlung der Biegewinkels α das Strangprofil längs der Zuführ-
und Fixiereinheit verschoben und/oder verdreht wird,
dass ein weiterer Biegevorgang an einer weiteren Stelle im Bereich längs der ersten
geradlinigen Mittelachse (A) des Strangprofils vergleichbar mit dem ersten Biegevorgang
durchgeführt wird, und
dass ein durch den weiteren Biegevorgang erhaltener Biegewinkel α' in gleicher Weise
gemäß Anspruch 1 ermittelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Biegevorgängen mit jeweiligen Ermittlungen zugehöriger Biegewinkel
nacheinander durchgeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschub des Strangprofils längs der Zuführ- und Fixiereinheit zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Biegevorgängen erfasst wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Drehwinkel, um den das Strangprofil zwischen zwei aufeinanderfolgenden Biegevorgängen
verdreht wird, erfasst wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass nach Durchführung einer Vielzahl von Biegevorgängen die gesamte Raumgeometrie des
gebogenen Strangprofils unter Zugrundelegung aller erfassten Daten, nämlich Biegewinkel,
Vorschublängen und/oder Drehwinkel ermittelt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das Strangprofil in seiner Querschnittsform erfasst wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die messtechnisch erfasste Raumgeometrie des gebogenen Strangprofils mit einer vorgegebenen
Soll-Raumgeometrie verglichen wird, und
dass auf Grundlage des Vergleiches eine Qualitätsbestimmung durchgeführt wird:
18. Vorrichtung zum Biegen eines Strangprofils mit einer Zuführ- und Fxiereinheit, durch
die das Strangprofil als geradlinige Meterware zuführbar und fixierbar ist sowie mit
einer der Zuführ- und Fixiereinheit in Zuführrichtung längs einer geradlinigen Mittelachse
(A) des Strangprofils nachgeordneten Biegevorrichtung, mit einem aus wenigstens zwei
Biegekörpern bestehenden Biegekopf, die während des Biegevorganges das zu biegende
Strangprofil kraftbeaufschlagt lokal zumindest teilweise umschließen und in eine das
Strangprofil freigebende, geöffnete Stellung überführbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Messsensor mit einem festen Raumbezug zur Zuführ- und Fixiereinheit und/oder
zur Biegevorrichtung vorgesehen ist, der die räumliche Lage einer geradlinigen Mittelachse
(B) des Strangprofils im Bereich unmittelbar an der Biegevorrichtung in Zuführrichtung
des Strangprofils anschließend erfasst, und
dass eine Speicher- und Auswerteeineit vorgesehen ist, in der Messwerte des Messsensors
abspeicherbar und derart auswertbar sind, dass ein Winkel α, der sogenannte Biegewinkel,
bestimmbar ist, der durch die Mittelachsen (A) und (B) eingeschlossen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der Messsensor mit der Zuführ- und Fxiereinheit oder der Biegevorrichtung verbunden
ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet, dass der Messsensor ein optischer Messsensor ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass der optische Messsensor wenigstens zwei Lichtquellen und wenigstens einen lichtempfindlichen
Serisor aufweist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, dass der lichtempfindliche Sensor ein 3-dimensional auflösender Sensor ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass der optische Messsensor ein Lasertriangulationssensor ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Wegstreckenmesseinheit im Bereich der geradlinigen Mittelachse (A) vorgesehen
ist, die einen Längenvorschub des Strangprofils relativ zur Zuführ- und Fixiereinheit
erfasst.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehwinkelmesseinheit im Bereich der geradlinigen Mittelachse (A) vorgesehen
ist, die einen Drehwinkel erfasst, um den das Strangprofils relativ zur geradlinigen
Mittelachse (A) verdreht wird.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Speicher- und Auswerteeineit Messwerte der Wegstrecken- sowie der Drehwinkelmesseinheit
abspeicherbar und derart auswertbar ist, dass in Kenntnis des Biegewinkels α die vollständige
Raumgeometrie des Strangprofils ermittelbar ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, dass das Strangprofil als Rohr oder als Flachmaterial ausgebildet ist.
1. Method for determining the spatial geometry of a bent extrusion profile which is held
in the region along a first straight-line central axis (A) of the extrusion profile
in a feeding and fixing unit and is bent by means of a bending device through a predeterminable
bending angle α such that on one side of a bent region of the extrusion profile brought
about by the bending, the region of the first straight-line central axis (A) and on
the opposing side a region with a second straight-line central axis (B) adjoin, characterised in that the spatial position of the second straight-line central axis (B) relative to the
known spatial position of the first straight-line central axis (A) of the extrusion
profile is determined, whilst the extrusion profile is held in a spatially fixed manner
by the feeding and fixing unit and the bent region of the extrusion profile is released
by the bending device, and that the bending angle α is determined by forming the intersection
of the two axes (A) and (B).
2. Method according to claim 1, characterised in that the extrusion profile is fed longitudinally to the feeding and fixing unit in an
unbent, straight-line form as continuous-length goods.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that determination of the spatial position of the second straight-line central axis (B)
is carried out with the aid of a contactless measuring method.
4. Method according to claim 3, characterised in that, as the contactless measuring method, a 3-D light-section method based on triangulation
is applied, whereby a plurality of spatial points on the surface of the extrusion
profile are detected in the region of the straight-line central axis (B) and, by means
of mathematical approximation, the spatial position of the central axis (B) is determined.
5. Method according to claim 4, characterised in that the mathematical approximation is based on minimising the sum of least squares of
the errors.
6. Method according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the bending angle α is determined by means of triangulation.
7. Method according to one of the claims 1 to 6, characterised in that the bending angle α determined is compared with an expected bending angle αtarget and, in the event of a deviation around a tolerance region, a signal is generated.
8. Method according to claim 7, characterised in that the signal for correcting bending parameters which control the bending process by
the bending device is used.
9. Method according to claim 8, characterised in that the corrected bending parameters for a subsequent bending procedure on the previously
bent region of the extrusion profile are used for after-correction.
10. Method according to claim 7 or 8, characterised in that the corrected bending parameters are made available for further bending procedures
along the extrusion profile.
11. Method according to one of the claims 1 to 10, characterised in that after carrying out the determination of the bending angle α, the extrusion profile
is displaced along the feeding and fixing unit and/or rotated, that a further bending
procedure at a further point in the region along the first straight-line central axis
(A) of the extrusion profile is carried out in comparable manner to the first bending
procedure, and that a bending angle α' obtained through the further bending procedure
is determined in the same manner according to claim 1.
12. Method according to claim 11, characterised in that a plurality of bending procedures with respective determination of the associated
bending angles is carried out one after the other.
13. Method according to claim 11 or 12, characterised in that advancing of the extrusion profile along the feeding and fixing unit is detected
between two sequential bending procedures.
14. Method according to one of the claims 11 to 13, characterised in that the rotation angle through which the extrusion profile is rotated between two sequential
bending procedures is recorded.
15. Method according to claim 14, characterised in that after carrying out of a plurality of bending procedures, the overall spatial geometry
of the bent extrusion profile is determined, based upon all the recorded data, namely
the bending angles, advance lengths and/or rotation angles.
16. Method according to one of the claims 1 to 15, characterised in that the cross-sectional form of the extrusion profile is recorded.
17. Method according to claim 15, characterised in that the spatial geometry of the bent extrusion profile determined using measuring technology
is compared with a given target spatial geometry, and that based on the comparison,
a quality assessment is carried out.
18. Device for bending an extrusion profile having a feeding and fixing unit by which
the extrusion profile is feedable and fixable as straight continuous-length goods
and having a bending device arranged downstream of the feeding and fixing unit in
the feeding direction along a straight-line central axis (A) of the extrusion profile,
having a bending head comprising at least two bending bodies which, during the bending
process, locally at least partially surround the extrusion profile to be bent applying
a force and may be transferred into an open position releasing the extrusion profile,
characterised in that a measuring sensor with a fixed spatial relation to the feeding and fixing unit and/or
to the bending device is provided, which records the spatial position of a straight-line
central axis (B) of the extrusion profile in the region directly following the bending
device in the feeding direction of the extrusion profile, and that a storage and evaluation
unit is provided in which measurement values of the measuring sensor are storable
and evaluable such that an angle α, known as the bending angle, which is enclosed
by the central axes (A) and (B) is determinable.
19. Device according to claim 18, characterised in that the measuring sensor is linked to the feeding and fixing unit or the bending device.
20. Device according to claim 18 or 19, characterised in that the measuring sensor is an optical measuring sensor.
21. Device according to claim 20, characterised in that the optical measuring sensor has at least two light sources and at least one light-sensitive
sensor.
22. Device according to claim 21, characterised in that the light-sensitive sensor is a 3-dimensionally resolving sensor.
23. Device according to one of the claims 20 to 22, characterised in that the optical measuring sensor is a laser triangulation sensor.
24. Device according to one of the claims 18 to 23, characterised in that a travel measuring unit is provided in the region of the straight-line central axis
(A), which records a length advance of the extrusion profile relative to the feeding
and fixing unit.
25. Device according to one of the claims 18 to 24, characterised in that a rotation angle measuring unit is provided in the region of the straight-line central
axis (A), which records a rotation angle through which the extrusion profile is rotated
relative to the straight-line central axis (A).
26. Device according to one of the claims 18 to 25, characterised in that in the storage and evaluation unit, measurement values from the travel measuring
unit and from the rotation angle measuring unit are storable and evaluable such that
given a knowledge of the bending angle α, the complete spatial geometry of the extrusion
profile may be determined.
27. Device according to one of the claims 18 to 26, characterised in that the extrusion profile is designed as a tube or as flat material.
1. Procédé pour déterminer la géométrie spatiale d'un profil extrudé courbé, qui est
maintenu le long d'un premier axe central (A) rectiligne dans la région du profil
extrudé dans une unité d'alimentation et de fixage et courbé au moyen d'un dispositif
de courbage autour d'un angle de pliage α prédéfini, de sorte que, d'un côté d'une
région courbée provoquée par la courbure du profil extrudé, la région du premier axe
central (A) rectiligne et, du côté opposé, une région avec un deuxième axe central
(B) rectiligne se rejoignent, caractérisé en ce que la position spatiale du deuxième axe central (B) rectiligne est déterminée par rapport
à la position spatiale connue du premier axe central (A) rectiligne du profil extrudé,
pendant que le profil extrudé est maintenu de façon stable par l'unité d'alimentation
et de fixage et que la région courbée du profil extrudé est libérée par le dispositif
de courbage, et en ce que l'angle de pliage α est déterminé par le croisement des deux axes (A) et (B).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profil extrudé est amené comme marchandise au mètre dans le sens de la longueur
à l'unité d'alimentation et de fixage sous une forme rectiligne non courbée.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la détermination de la position spatiale du deuxième axe central (B) rectiligne est
exécutée à l'aide d'un procédé de mesure sans contact.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un procédé de coupe optique en 3D reposant sur la triangulation est utilisé comme
procédé de mesure sans contact, dans lequel plusieurs points d'espace sont déterminés
dans la région de l'axe central (B) rectiligne sur la surface du profil extrudé et
la position spatiale de l'axe central (B) est déterminée à l'aide d'une approximation
mathématique.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'approximation mathématique repose sur la minimalisation de la somme du plus petit
carré d'erreurs.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'angle de pliage α est déterminé au moyen de la triangulation.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'angle de pliage α déterminé est comparé à un angle de pliage théorique αthéorique et en ce qu'un signal est généré en cas d'écart avec la zone de tolérance.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le signal est utilisé pour corriger des paramètres de courbure qui commandent l'opération
de courbage par le dispositif de courbage.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que les paramètres de courbage corrigés sont utilisés pour une opération de courbage
ultérieure au niveau de la région déjà courbée du profil extrudé pour une correction
ultérieure.
10. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les paramètres de courbage corrigés sont mis à disposition d'autres opérations de
courbage le long du profil extrudé.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le profil extrudé est déplacé et/ou tourné le long de l'unité d'alimentation et de
fixage après l'exécution de la détermination de l'angle de pliage α,
en ce qu'une autre opération de courbage analogue à la première opération de courbage est exécutée
au niveau d'une autre position dans la région le long du premier axe central (A) rectiligne
du profil extrudé, et
en ce qu'un angle de pliage α' obtenu par l'autre opération de courbage est déterminé de la
même façon que dans la revendication 1.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un grand nombre d'opérations de courbage sont exécutées les unes après les autres
avec déterminations respectives des angles de pliage correspondant.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que l'avancement du profil extrudé le long de l'unité d'alimentation et de fixage est
entre deux opérations de courbage successives, est saisi.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'angle de rotation, autour duquel le profil extrudé est pivoté entre deux opérations
de courbage successives, est saisi.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que la géométrie spatiale complète du profil extrudé courbé est déterminée, après l'exécution
d'un grand nombre d'opérations de courbage, à partir de toutes les données saisies,
à savoir l'angle de pliage, les longueurs d'avancement et/ou l'angle de rotation.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le profil extrudé est saisi dans sa forme transversale.
17. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que la géométrie spatiale du profil extrudé courbé saisie par une technique de mesure
est comparée à une géométrie spatiale théorique prédéfinie, et
en ce qu'une détermination de la qualité est réalisée en fonction de la comparaison.
18. Dispositif pour courber un profil extrudé avec une unité d'alimentation et de fixage,
par laquelle le profil extrudé peut être alimenté et fixé comme marchandise au mètre
rectiligne, ainsi qu'avec un dispositif de courbage subordonné à l'unité d'alimentation
et de fixage dans le sens de l'alimentation le long d'un axe central (A) rectiligne
du profil extrudé, avec une tête de courbage composée d'au moins deux corps de courbage,
qui, pendant l'opération de courbage, englobent le profil extrudé à courber alimenté
en énergie localement au moins partiellement et peuvent être amenés en une position
ouverte libérant le profil extrudé,
caractérisé en ce qu'un capteur de mesure avec un revêtement spatial fixe est prévu pour l'unité d'alimentation
et de fixage et/ou le dispositif de courbage, capteur qui saisit ensuite la position
spatiale d'un axe central (B) rectiligne du profil extrudé dans la région indirectement
au niveau du dispositif de courbage dans le sens d'alimentation du profil extrudé,
et
en ce qu'une unité d'enregistrement et d'analyse est prévue, dans laquelle des valeurs de mesure
du capteur de mesure peuvent être enregistrées et analysées, de sorte qu'un angle
α, c'est-à-dire l'angle de pliage, peut être déterminé, angle qui est compris entre
les axes centraux (A) et (B).
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que le capteur de mesure est relié à l'unité d'alimentation et de fixage ou au dispositif
de courbage.
20. Dispositif selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que le capteur de mesure est un capteur de mesure optique.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le capteur de mesure optique comporte au moins deux sources lumineuses et au moins
un capteur sensible à la lumière.
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé en ce que le capteur sensible à la lumière est un capteur à résolution tridimensionnel.
23. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 20 à 22, caractérisé en ce que le capteur de mesure optique est un capteur à triangulation laser.
24. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 23, caractérisé en ce qu'une unité de mesure de la distance parcourue est prévue dans la région de l'axe central
(A) rectiligne, unité qui saisit un avancement en longueur du profil extrudé par rapport
à l'unité d'alimentation et de fixage.
25. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 24, caractérisé en ce qu'une unité de mesure de l'angle de rotation est prévue dans la région de l'axe central
(A) rectiligne, unité qui saisit un angle de rotation autour duquel le profil extrudé
pivote par rapport à l'axe central (A) rectiligne.
26. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 25, caractérisé en ce que, dans l'unité d'enregistrement et d'analyse, des valeurs de mesure de l'unité de
mesure de la distance parcourue et de l'angle de rotation peuvent être enregistrées
et analysées, de sorte que la géométrie spatiale complète du profil extrudé peut être
déterminée lorsque l'angle de pliage α est connu.
27. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 26, caractérisé en ce que le profil extrudé est formé comme matériau tubulaire ou plat.
