[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verhindern einer unzulässig hohen Fahrgeschwindigkeit
des Lastaufnahmemittels eines Aufzugs.
[0002] Vorschriften für den Bau und den Betrieb von Aufzügen verlangen die Anwendung von
Einrichtungen und Verfahren, die in jeder Phase des Aufzugsbetriebs mit höchster Sicherheit
eine unzulässig hohe Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels verhindern.
[0003] Konventionelle Aufzüge sind mit einer Fangvorrichtung ausgerüstet, die, wenn die
Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels eine definierte Geschwindigkeitslimite
überschreitet, durch einen Geschwindigkeitsbegrenzer aktiviert wird und das Lastaufnahmemittel
mit höchstzulässiger Verzögerung bremst und stillsetzt.
[0004] US 6,170,614 B1 offenbart ein elektronisches Geschwindigkeitsbegrenzungssystem, das von einer Positionsmesseinrichtung
laufend Informationen über die aktuelle Position des Lastaufnahmemittels erhält und
aus diesen dessen aktuelle Geschwindigkeit berechnet. Diese aktuelle Geschwindigkeit
wird durch einen Mikroprozessor laufend mit fest programmierten, über den gesamten
Fahrbereich gleich bleibenden Grenzwerten verglichen, die bestimmten Betriebsarten
des Aufzugs, beispielsweise einer Aufwärts- oder einer Abwärtsfahrt, zugeordnet sind.
Wenn die aktuelle Geschwindigkeit des Lastaufnahmemittels den momentan aktiven Grenzwert
überschreitet, so aktiviert das elektronische Geschwindigkeitsbegrenzungssystem eine
elektromagnetisch betätigte Fangvorrichtung, die das Lastaufnahmemittel stillsetzt.
[0005] Das beschriebene elektronische Geschwindigkeitsbegrenzungssystem weist wesentliche
Nachteile auf. Jede detektierte Überschreitung des aktiven Grenzwerts führt zur Auslösung
der Fangvorrichtung und somit zu einer Betriebsunterbrechung für den Aufzug, wobei
meistens die Passagiere den Aufzug nicht verlassen können, bevor ein Fachmann den
Aufzug wieder in Betrieb gesetzt oder das Lastaufnahmemittel in den Bereich eines
Zugangs gebracht hat. Jede Geschwindigkeitsüberschreitung hat somit eine Bremsung
des Lastaufnahmemittels mit Verzögerungswerten im höchstzulässigen Bereich zur Folge,
was für die Passagiere sehr unangenehm ist, Angst verursachen und für gebrechliche
Personen sogar Verletzungsgefahr bedeuten kann.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verhindern
einer unzulässig hohen Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels eines Aufzugs vorzuschlagen,
mit dessen Hilfe in einem Teil der Fälle von detektierter Übergeschwindigkeit Betriebsunterbrechungen
vermieden werden können, Passagiere möglichst nie im Aufzug eingeschlossen und nur
im äussersten Notfall der Einwirkung der starken Verzögerung durch eine Fangvorrichtung
ausgesetzt werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Verfahren gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0008] Die durch das erfindungsgemässe Verfahren erreichten Vorteile sind im Wesentlichen
darin zu sehen, dass für die Aufzugsanlage eine höhere Verfügbarkeit erreicht wird,
und dass durch möglichst weitgehende Vermeidung von Fangbremsungen einerseits die
Aufzugsbenutzer nicht unnötigerweise erschreckt und im Lastaufnahmemittel blockiert
werden und andererseits keine Kosten für die Entpannung des Aufzugs nach einer Fangbremsung
anfallen.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
jeweils eine bestimmte Bremsmassnahme ausgelöst, wenn ein dieser bestimmten Bremsmassnahme
zugeordneter Geschwindigkeitsgrenzwert überschritten wird. Mit dieser Methode kann
eine sichere und einfache Form einer mehrstufigen Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
realisiert werden.
[0010] Gemäss einer kostengünstigeren Ausführungsform der Erfindung wird jeweils eine weitere
Bremsmassnahme ausgelöst, wenn eine vorangegangene Bremsmassnahme nicht innerhalb
einer definierten Zeit zu einer definierten Geschwindigkeitsreduktion geführt hat.
[0011] Eine sicherheitstechnisch besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung wird
dadurch erreicht, dass jeweils eine weitere Bremsmassnahme ausgelöst wird, wenn ein
dieser Bremsmassnahme zugeordneter Geschwindigkeitsgrenzwert überschritten wird, oder
wenn eine vorangegangene Bremsmassnahme nicht innerhalb einer definierten Zeit zu
einer definierten Geschwindigkeitsreduktion geführt hat. Beide Kriterien werden dabei
gleichzeitig überwacht, und eine weitere Bremsmassnahme wird aktiviert, wenn eines
der beiden Kriterien erfüllt ist.
[0012] Bei Aufzügen, die eine Antriebseinheit mit einer Geschwindigkeitsregeleinrichtung
aufweisen, ergibt sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemässen
Verfahrens dadurch, dass eine der Bremsmassnahmen darin besteht, dass die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
die Geschwindigkeitsregeleinrichtung so zu beeinflussen versucht, dass diese die Antriebsgeschwindigkeit
des Lastaufnahmemittels reduziert.
[0013] Damit wird in vielen Fällen das Eingreifen einer mechanischen Reibungsbremse und
die Stillsetzung des Aufzugs vermieden.
[0014] Als besonders einfach und zweckmässig erweist sich eine Ausgestaltung des vorstehend
beschriebenen Verfahrens, bei der die Reduktion der Antriebsgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels
dadurch erreicht werden soll, dass an einen Sollwerteingang der Geschwindigkeitsregeleinrichtung
ein fest abgespeicherter Geschwindigkeitssollwert angelegt wird.
[0015] Eine weitere mit dem erfindungsgemässen Verfahren anwendbare Bremsmassnahme besteht
darin, dass bei einem seilgetriebenen Aufzug mit einer Antriebsmaschine und einer
Treibscheibe eine direkt oder indirekt auf die Treibscheibe wirkende Reibungsbremse
aktiviert wird, die die Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels reduzieren oder
dieses stillsetzen soll, wobei vorher die Antriebsmaschine ausgeschaltet wird. Dadurch
wird mit grosser Sicherheit das Lastaufnahmemittel gebremst, so dass der Einsatz einer
Fangvorrichtung meist vermieden werden kann.
[0016] Bei der Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens in einer hydraulisch angetriebenen
Aufzugsanlage, bestehen vorteilhafte Bremsmassnahmen darin, dass die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
über ein separates Stromventil den Durchfluss eines Hydraulikmediums zunehmend einschränkt
oder eine auf eine Kolbenstange eines hydraulischen Hebers wirkende Reibungsbremse
aktiviert, wodurch die Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels reduziert oder
dieses stillgesetzt werden soll.
[0017] In einer weiteren zweckmässigen Weiterbildung des Verfahrens besteht eine der Bremsmassnahmen
darin, dass durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung eine Fangvorrichtung
aktiviert wird, die am Lastaufnahmemittel angebracht ist und, wenn aktiviert, auf
entlang des Fahrwegs fest installierte Schienen wirkt und das Lastaufnahmemittel stillsetzt.
[0018] Die Erfindung besteht darin, dass die den einzelnen Bremsmassnahmen zugeordneten
Geschwindigkeitsgrenzwerte, mit denen die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
die aktuelle Fahrgeschwindigkeit kontinuierlich vergleicht, von der aktuellen Position
des Lastaufnahmemittels abhängig sind und eine in beiden Endbereichen des Fahrwegs
erforderliche Reduktion der Fahrgeschwindigkeit beinhalten. Diese Geschwindigkeitsgrenzwerte
können überdies auch von einem besonderen Betriebsmodus (z.B. Rampenfahrt, Inspektion,
Fehlermode etc) abhängen. Dadurch erübrigen sich konventionelle Verzögerungs-, kontrolleinrichtungen
in beiden Endbereichen des Fahrwegs des Lastaufnahmemittels. Ausserdem können damit
auch die Puffer, die in konventionellen Aufzügen einen harten Aufprall des Lastaufnahmemittels
am unteren und oberen Fahrweg-Ende verhindern, weggelassen oder erheblich kleiner
gebaut werden, da die durch die Steuerung veranlasste Verzögerung des Lastaufnahmemittels
in den Endbereichen des Fahrwegs sicherheitsrelevant überwacht wird.
[0019] Gemäß der Erfindung werden die den einzelnen Bremsmassnahmen zugeordneten Geschwindigkeitsgrenzwerte,
mit denen die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung die aktuelle Fahrgeschwindigkeit
kontinuierlich vergleicht, laufend entsprechend der aktuellen Position des Lastaufnahmemittels
durch einen in der Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung integrierten Mikroprozessor
berechnet. Dabei werden einerseits die positionsabhängig fix programmierten Geschwindigkeitsgrenzwerte
und andererseits von der Aufzugssteuerung gelieferte Informationen über den Fahrtablauf,
insbesondere Geschwindigkeitsreduktionen bei Stockwerkshalten, mit einbezogen. Dies
hat den Vorteil, dass die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung auch in diesen Bereichen
reduzierter Geschwindigkeit wirksam ist.
[0020] Eine zusätzliche vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass nach
einer durch Übergeschwindigkeit ausgelösten erfolgreichen Bremsmassnahme der Aufzug
automatisch wieder den Normalbetrieb oder einen Evakuationsbetrieb aufnimmt, sofern
die Art der letzten Bremsmassnahme sowie die Resultate einer automatisch durchgeführten
Funktionsüberprüfung der sicherheitsrelevanten Komponenten dies zulassen.
[0021] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht
darin, dass sämtliche an diesem Verfahren beteiligten Funktionen unter Anwendung von
Fail-Safe-Konzepten ablaufen. Solche Konzepte beinhalten beispielsweise redundante
Positions- und/oder Geschwindigkeitsmesseinrichtungen, Aktoren zur Aktivierung von
Bremseinrichtungen in Fail-Safe-Ausführung, Datensicherungsverfahren bei Datenübertragung,
redundante Datenverarbeitung durch mehrere, eventuell unterschiedliche Prozessoren
mit Resultatvergleich, etc. Bei auftretenden Unstimmigkeiten werden geeignete Sicherheitsmassnahmen
ausgelöst. Durch die Anwendung eines solchen Fail-Safe-Konzepts im erfindungsgemässen
Verfahren kann auf aufwändige mechanische Geschwindigkeitsbegrenzersysteme sowie auf
zusätzliche Verzögerungskontrollschaltungen in beiden Bereichen der Fahrwegsenden
des Lastaufnahmemittels verzichtet werden.
[0022] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen und mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1A
- eine schematisch dargestellte Aufzugsanlage mit Seilantrieb, mit den für die Darstellung
der Erfindung wichtigen Aufzugskomponenten
- Fig. 1B
- eine schematisch dargestellte Aufzugsanlage mit hydraulischem Antrieb, mit den für
die Darstellung der Erfindung wichtigen Aufzugskomponenten
- Fig. 2, 3
- die Zusammenhänge zwischen dem Geschwindigkeitsverlauf bei Normalfahrt und den beim
erfindungsgemässen Verfahren angewandten Geschwindigkeits-Grenzwerten
- Fig. 4, 5
- den Verfahrensablauf mit einer einzigen Geschwindigkeits-Grenzwertkurve
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung der Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung für die
Anwendung mit einer einzigen Geschwindigkeits-Grenzwertkurve
- Fig. 7, 8
- den Verfahrensablauf mit mehreren unterschiedlichen Geschwindigkeits-Grenzwertkurven
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung der Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung für die
Anwendung mit mehreren Geschwindigkeits-Grenzwertkurven
[0023] Fig. 1A zeigt schematisch eine Aufzugsanlage mit Seilantrieb. Zu erkennen sind ein
Aufzugsschacht 1 mit einem Maschinenraum 2 und Stockwerkszugängen 3. Im Maschinenraum
2 ist eine Antriebseinheit 4 angeordnet, die über eine Treibscheibe 5 und Tragseile
6 eine an Führungsschienen 7 geführte Aufzugskabine (Lastaufnahmemittel) 8 trägt und
antreibt. Die Antriebseinheit 4 weist einen Antriebsmotor 9 mit einer elektromechanischen
Antriebsbremse 10 auf. Drehrichtung, Drehzahl und Antriebsmoment des Antriebsmotors
9 werden durch eine Geschwindigkeitsregeleinrichtung 14 geregelt, wobei die Geschwindigkeitsregeleinrichtung
Steuerbefehle von einer Aufzugssteuerung 15 erhält. An der Aufzugskabine 8 sind zwei
beispielsweise elektromagnetisch aktivierbare Fangvorrichtungen 18 montiert, mit denen
in Notfällen die Aufzugskabine 8 gebremst und stillgesetzt werden kann. Mit 20 ist
ein sich über den gesamten Fahrweg der Aufzugskabine 8 erstreckender Massstab bezeichnet,
der mehrerere binär codierte parallele Code-Spuren aufweist. Diese Code-Spuren werden
durch eine an der Aufzugskabine 8 fixierte Positionserfassungseinrichtung 21 abgetastet,
die aus den binären Signalzuständen laufend die aktuelle Absolut-Position der Aufzugskabine
8 decodiert und diese an die Aufzugssteuerung 15 übermittelt. Durch Differenzierung
der Positionswertdifferenzen über die Zeit wird in der Aufzugssteuerung 15 die aktuelle
Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine 8 errechnet, die unter anderem als Istwert-Rückführung
für die Geschwindigkeitsregeleinrichtung 14 des Antriebsmotors 9 dient. Eine Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24 hat die Aufgabe, eine unzulässig hohe Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine 8 zu
detektieren und gegebenenfalls geeignete Gegenmassnahmen zu initiieren. Aufzugssteuerung
15, Geschwindigkeitsregeleinrichtung 14 und Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24 sind gemäss Fig. 1A über Signal- und/oder Datenleitungen miteinander verbunden,
was jedoch nicht ausschliesst, dass diese Einrichtungen gemeinsam in einer grösseren
Einheit integriert sein können. Die Daten- und Signalübertragung zwischen diesen Einrichtungen
einerseits und der Positionserfassungseinrichtung 21 sowie den Fangvorrichtungen 18
andererseits findet über ein sich zwischen Aufzugskabine 8 und Schachtwand abrollendes
Hängekabel 25 statt.
[0024] Fig. 1B zeigt schematisch eine Aufzugsanlage mit hydraulischem Antrieb. Zu erkennen
sind ein Aufzugsschacht 1 mit einem Maschinenraum 2 und Stockwerkszugängen 3. Im Maschinenraum
2 ist eine hydraulische Antriebseinheit 50 angeordnet, welche die Kolbenstange 52
eines hydraulischen Hebers 51 antreibt, die an ihrem oberen Ende eine Umlenkrolle
53 aufweist. Über diese Umlenkrolle 53 führen Tragseile 54, die jeweils mit ihrem
einen Ende an einem Fixpunkt 55 am Heber 51 befestigt sind und mit ihrem anderen Ende
eine Aufzugskabine (Lastaufnahmemittel) 8 tragen und antreiben, welche an Führungsschienen
7 geführt ist. Die Antriebseinheit 50 ist mit einer Geschwindigkeitsregeleinrichtung
14 ausgerüstet, die beispielsweise über eine Verstellpumpe 56 Menge und Richtung des
Ölstroms bestimmt, der den hydraulischen Heber 51 bewegt, wobei die Geschwindigkeitsregeleinrichtung
14 Steuerbefehle von einer Aufzugssteuerung 15 erhält. An der Aufzugskabine 8 sind
zwei beispielsweise elektromagnetisch aktivierbare Fangvorrichtungen 18 montiert,
mit denen in Notfällen, beispielsweise bei einem Tragseilbruch, die Aufzugskabine
8 gebremst und stillgesetzt werden kann. Am oberen Ende des Heberzylinders 57 ist
eine elektromagnetisch aktivierbare, auf die Kolbenstange 52 wirkende Zangenbremse
58 befestigt. Aus Detail X ist erkennbar, dass zwischen dieser Zangenbremse 58 und
der Kolbenstange 52 bei stromlosem Magnet 59 durch die Kraft einer Druckfeder 60 eine
Bremskraft erzeugt werden kann. Diese Bremskraft ist in der Lage ist, beispielsweise
beim Versagen der Geschwindigkeitsregelung des hydraulischen Antriebs, die Aufzugskabine
8 zu bremsen. Der Magnet 59 wird durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24 gesteuert. Die hydraulische Antriebseinheit 50 weist neben anderen Ventilen ein
Sicherheits-Stromventil 61 auf, welches durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24 bei detektierter Übergeschwindigkeit der Aufzugskabine 8 aktiviert werden kann,
wobei das Sicherheits-Stromventil in einem solchen Fall den Ölstrom kontinuierlich
so reduziert, dass die Aufzugskabine 8 mit definierter Verzögerung abgebremst wird.
Mit 20 ist ein sich über den gesamten Fahrweg der Aufzugskabine 8 erstreckender Massstab
bezeichnet, der mehrerere binär codierte parallele Code-Spuren aufweist. Diese Code-Spuren
werden durch eine an der Aufzugskabine 8 fixierte Positionserfassungseinrichtung 21
abgetastet, die aus den binären Signalzuständen laufend die aktuelle Absolut-Position
der Aufzugskabine 8 decodiert und diese an die Aufzugssteuerung 15 übermittelt. Durch
Differenzierung der Positionswertdifferenzen über die Zeit wird in der Aufzugssteuerung
15 die aktuelle Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine 8 errechnet, die unter anderem
als Istwert-Rückführung für die Geschwindigkeitsregeleinrichtung 14 des Antriebsmotors
9 dient. Eine Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24 hat die Aufgabe, eine unzulässig
hohe Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine 8 zu detektieren und gegebenenfalls geeignete
Gegenmassnahmen zu initiieren. Aufzugssteuerung 15, Geschwindigkeitsregeleinrichtung
14 und Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24 sind gemäss Fig. 1B über Signal-
und/oder Datenleitungen miteinander verbunden, was jedoch nicht ausschliesst, dass
diese Einrichtungen gemeinsam in einer grösseren Einheit integriert sein können. Die
Daten- und Signalübertragung zwischen diesen Einrichtungen einerseits und der Positionserfassungseinrichtung
21 sowie den Fangvorrichtungen 18 andererseits findet über ein sich unterhalb der
Aufzugskabine 8 abrollendes Hängekabel 25 statt.
[0025] Fig. 2 zeigt ein Diagramm, dessen vertikale Achse den Fahrweg (Position im Schacht)
und dessen horizontale Achse die Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine 8 repräsentieren,
das den Zusammenhang zwischen dem Geschwindigkeitsverlauf bei Normalfahrt und den
durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24 überwachten Geschwindigkeits-Grenzwerten
veranschaulicht. Eingetragen sind eine Kurve mit einem normalem Fahrgeschwindigkeitsverlauf
27 bei einer Fahrt mit Zwischenhalt sowie eine Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28,
die auch die in beiden Fahrweg-Endbereichen zwingend erforderliche Geschwindigkeitsreduktion
beinhaltet. Die Werte der Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28 sind bei dieser Ausführung
für jede Position der Aufzugskabine 8 im Aufzugsschacht 1 fest in der Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24, beispielsweise in Form einer Tabelle, einprogrammiert. Abhängig von der Ausführung
des Geschwindigkeitsüberwachungsverfahrens werden eine Geschwindigkeits-Grenzwertkurve
28 oder mehrere unterschiedliche Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28, die unterschiedlichen
Bremsmassnahmen zugeordnet sind, gespeichert. In Abhängigkeit von allenfalls aktivierten
besonderen Betriebsarten (z.B. Rampenfahrt, Inspektion, Fehlermode etc), können diese
positionsabhängigen Geschwindigkeits-Grenzwertkurven unterschiedlich verlaufen.
[0026] Fig. 3 zeigt ein gleiches Diagramm wie Fig. 2, wobei jedoch die Geschwindigkeits-Grenzwertkurve
28 im Bereich zwischen den Fahrweg-Endbereichen zusätzlich den Geschwindigkeitsverlauf
beim Anhalten auf Zwischenstockwerken mit einbezieht. Die Grenzwerte für diese Bereiche
werden in der Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24 aufgrund von Geschwindigkeitssollwert-Informationen
laufend errechnet, welche die Aufzugssteuerung 15 liefert. Auch hier können mehrere
Geschwindigkeits-Grenzwettkurven mit unterschiedlichen zulässigen Abweichungen zur
Anwendung kommen und, in Abhängigkeit von allenfalls aktivierten besonderen Betriebsarten
(z.B. Rampenfahrt, Inspektion, Fehlermode etc), auch unterschiedlich verlaufen, was
jedoch hier nicht dargestellt ist.
[0027] Fig. 4 und 5 zeigen im Weg/Geschwindigkeits-Diagramm den Ablauf des erfindungsgemässen
Verfahrens mit nur einer einzigen Geschwindigkeits-Grenzwertkurve. In Fig. 4 ist mit
27 (zum Vergleich) eine Kurve mit einem normalem Fahrgeschwindigkeitsverlauf und mit
28 die Geschwindigkeits-Grenzwertkurve dargestellt. Eine eingetragene Ist-Geschwindigkeit
29 verläuft so, dass sie ausserhalb der Fahrweg-Endbereiche bei Kurvenpunkt 30 die
Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28 überschreitet. Die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24.1 erkennt dies und aktiviert eine erste Bremsmassnahme, d. h. im vorliegenden Beispiel
versucht sie, die Geschwindigkeitsregeleinrichtung 14 zu veranlassen, die Antriebsgeschwindigkeit
mit vordefinierter Verzögerung entsprechend der Reglerbremskurve 33 zu reduzieren.
Diese erste Bremsmassnahme muss nicht unbedingt zum Stillstand des Aufzugs führen.
Falls die Bremsmassnahme mit der Geschwindigkeitsregeleinrichtung 14 eine Fahrgeschwindigkeit
unterhalb der Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28 bewirkt hat, und falls eine in der
Aufzugssteuerung 15 integrierte Systemtesteinrichtung keinen relevanten Fehler meldet,
kann der Aufzug seine Fahrt programmgemäss fortsetzen. Nach Ablauf einer definierten
kurzen Zeit, die vom Moment der Aktivierung der ersten Bremsmassnahme an gemessen
wird, überprüft die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24.1, ob die Geschwindigkeits-Grenzwertkurve
28 noch immer überschritten ist, und aktiviert gegebenenfalls (bei Kurvenpunkt 31)
eine zweite Bremsmassnahme (die mechanische Antriebsbremse 10 am Antriebsmotor 9 in
Fig. 1A oder die auf die Kolbenstange 52 wirkende Zangenbremse 58 in Fig. 1B), wodurch
der Aufzug entsprechend der Antriebsbremskurve 34 abgebremst werden soll. Erkennt
die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24.1 nach Ablauf einer weiteren kurzen
Wartezeit, dass die Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28 noch immer überschritten ist,
so löst sie (bei Kurvenpunkt 32) eine gemäss diesem Ausführungsbeispiel letzte Bremsmassnahme
aus, d. h. sie aktiviert die elektromagnetisch auslösbare Fangvorrichtung 18, die
den Aufzug entsprechend der Fangbremskurve 35 stillsetzt.
[0028] In Fig. 5 ist im im Weg/Geschwindigkeits-Diagramm dargestellt, wie es bei dem erfindungsgemässen
Verfahren mit einer einzigen Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28 zur Auslösung von
Bremsmassnahmen kommt, wenn die Ist-Geschwindigkeit 29 des Aufzugs, ohne Überschreitung
der Nenngeschwindigkeit, in einem Fahrweg-Endbereich oder Stockwerkshalt-Bereich die
hier abfallende Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28 überschreitet, weil beispielsweise
die hier erforderliche Reduktion der Ist-Geschwindigkeit nicht eintritt. Nachdem in
Punkt 30 durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24.1 die erste Bremsmassnahme
ausgelöst wurde, laufen dieselben Vorgänge ab, die vorstehend im Zusammenhang mit
Fig. 4 beschrieben sind.
[0029] Fig. 6 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe elektronische Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24.1, wie sie für das Verfahren mit einer einzigen Geschwindigkeits-Grenzwertkurve
28 zur Anwendung kommt. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Grenzwertemodul 38,
einem Vergleicher 39 und einem Reaktionsgenerator 40.1 mit einem Timer 44. Die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24.1 erhält einerseits über ihren Positionsdaten-Eingang 41 kontinuierlich die von
der Positionserfassungseinrichtung 21 generierten Informationen über die aktuelle
Position der Aufzugskabine 8 im Aufzugsschacht. Andererseits erhält sie über ihren
Ist-Geschwindigkeits-Eingang 42 von der Aufzugssteuerung 15 Informationen über die
aktuelle Ist-Geschwindigkeit des Aufzugs. Aus einer im Grenzwertemodul 38 gespeicherten
Tabelle werden laufend die jeder Schachtposition zugeordneten Geschwindigkeits-Grenzwerte
ausgelesen und im Vergleicher 39 mit der aktuellen Ist-Geschwindigkeit verglichen.
Sobald und solange der Vergleicher 39 feststellt, dass die aktuelle Ist-Geschwindigkeit
den positionsabhängig definierten aktuellen Geschwindigkeits-Grenzwert überschreitet,
sendet er ein entsprechendes Übergeschwindigkeitssignal an den Reaktionsgenerator
40.1. Dieser aktiviert über einen seiner Bremssignal-Ausgänge 43.1, 43.2, 43.3 unverzüglich
die erste Bremsmassnahme, d.h., an einen Sollwerteingang der Geschwindigkeitsregeleinrichtung
14 wird ein fest gespeicherter Geschwindigkeitssollwert oder ein fest gespeicherter
Verzögerungssollwert angelegt. Gleichzeitig wird der Timer 44 mit einer einstellbaren
Wartezeit gestartet. Ist nach abgelaufener Wartezeit das Übergeschwindigkeitssignal
noch immer anstehend, aktiviert der Reaktionsgenerator 40.1 die nächstfolgende Bremsmassnahme
und startet erneut den Timer 44. Ist auch nach Ablauf der zweiten Wartezeit der Geschwindigkeits-Grenzwert
noch überschritten, so wird eine letzte Bremsmassnahme, bzw. die Fangvorrichtung,
aktiviert.
[0030] Gemäss einer Ausführungsvariante des erfindungsgemässen, Verfahrens entsprechen die
vom Grenzwertemodul 38 an den Vergleicher 39 gelieferten Geschwindigkeits-Grenzwert
28 nicht immer den in den Tabellen des Grenzwertemoduls fix gespeicherten positionsabhängigen
Geschwindigkeits-Grenzwerten, sondern die gespeicherten Geschwindigkeits-Grenzwerte
werden in den Bereichen, wo die Aufzugssteuerung 15 einen reduzierten Geschwindigkeits-Sollwert
vorgibt, durch einen im Grenzwertemodul 38 integrierten Prozessor diesen reduzierten
Sollwerten kontinuierlich angepasst. Dies geschieht insbesondere beim Anhalten auf
einem Stockwerk. Die dafür erforderlicher Informationen von der Aufzugsteuerung 15
erhält das Grenzwertemodul über eine Datenleitung 45.
[0031] Selbstverständlich kann das erfindungsgemässe Verfahren auch für Aufzugsanlagen mit
mehr als drei unterschiedlichen Bremsmassnahmen angewandt werden.
[0032] Fig. 7 und 8 zeigen im Weg/Geschwindigkeits-Diagramm den Ablauf des erfindungsgemässen
Verfahrens mit mehreren unterschiedlichen Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28, welche
jeweils unterschiedlichen Bremsmassnahmen zugeordnet sind. In Fig. 7 enthält das Diagramm
zum Vergleich wiederum eine Kurve 27, die einen normalen Fahrgeschwindigkeitsverlauf
darstellt. Ausserdem sind drei Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28 eingetragen. Eine
angenommene Ist-Geschwindigkeit 29 verläuft so, dass sie oberhalb der Nenngeschwindigkeit
und ausserhalb eines Fahrweg-Endbereichs oder eines Stockwerkshalt-Bereichs bei Kurvenpunkt
46 die erste Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28.1 überschreitet. Die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24.2 erkennt dies und aktiviert eine erste Bremsmassnahme, d. h., im vorliegenden
Beispiel versucht sie, die Geschwindigkeitsregeleinrichtung 14 zu veranlassen, die
Antriebsgeschwindigkeit mit vordefinierter Verzögerung entsprechend der Reglerbremskurve
33 zu reduzieren. Diese erste Bremsmassnahme muss auch in diesem Fall nicht unbedingt
zum Stillstand des Aufzugs führen. Falls die zweite Geschwindigkeits-Grenzwertkurve
28.2 nicht auch noch überschritten wird und die in der Aufzugssteuerung 15 integrierte
Systemtesteinrichtung keinen relevanten Fehler meldet, kann der Aufzug seine Fahrt
programmgemäss fortsetzen. Ist jedoch die erste Bremsmassnahme nicht oder nicht ausreichend
wirksam, so dass auch die zweite Geschwindigkeits-Grenzwertkurve 28.2 überschritten
wird, aktiviert die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24.2 bei Kurvenpunkt 47
eine zweite Bremsmassnahme (die mechanische Antriebsbremse 10 am Antriebsmotor 9 in
Fig. 1A oder die auf die Kolbenstange 52 wirkende Zangenbremse 58 in Fig. 1B), wodurch
der Aufzug entsprechend der Antriebsbremskurve 34 zum Stillstand abgebremst werden
soll. Falls auch diese Bremsmassnahme die Geschwindigkeit nicht oder nicht ausreichend
reduziert, so löst die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24.2 bei Kurvenpunkt
48 die gemäss diesem Ausführungsbeispiel letzte Bremsmassnahme aus, d. h. sie aktiviert
die elektromagnetisch auslösbare Fangvorrichtung 18, die den Aufzug entsprechend der
Fangbremskurve 35 stillsetzt.
[0033] In Fig. 8 ist im im Weg/Geschwindigkeits-Diagramm dargestellt, wie es bei dem erfindungsgemässen
Verfahren mit mehreren Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28.1, 28.2, 28.3 zur Auslösung
von Bremsmassnahmen kommt, wenn eine angenommene Ist-Geschwindigkeit 29 des Aufzugs,
ohne Überschreitung der Nenngeschwindigkeit, in einem Fahrweg-Endbereich oder Stockwerkshalt-Bereich
eine oder mehrere der hier abfallenden Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28.1, 28.2,
28.3 überschreitet, weil beispielsweise die hier erforderliche Reduktion der Ist-Geschwindigkeit
nicht eintritt. Nachdem durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24.2 bei
Kurvenpunkt 46 die erste Bremsmassnahme ausgelöst wurde, laufen dieselben Vorgänge
ab, die vorstehend im Zusammenhang mit Fig. 7 beschrieben sind.
[0034] Fig. 9 zeigt schematisch die erfindungsgemässe elektronische Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24.2, wie sie für das im Zusammenhang mit Fig. 7, 8 beschriebene Verfahren mit mehreren
Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28.1, 28.2, 28.3 zur Anwendung kommt. Sie besteht
im Wesentlichen aus denselben Modulen, wie die vorstehend im Zusammenhang mit Fig.
6 beschriebene Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung 24.1, wobei jedoch für jede
der zu überwachenden Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28.1, 28.2, 28.3 je ein Grenzwertemodul
und je ein Vergleicher vorhanden sind. Sie enthält also drei Grenzwertemodule 38.1,
38.2, 38.3 und drei Vergleicher 39.1, 39.2, 39.3 sowie einen gemeinsamen Reaktionsgenerator
40.2. Über ihren Positionsdateneingang 41 erhält die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
24.2 einerseits laufend die von der Positionserfassungseinrichtung 21 generierten
Informationen über die aktuelle Position der Aufzugskabine 8 im Aufzugsschacht 1.
Anderseits erhält sie über ihren Ist-Geschwindigkeits-Eingang 42 von der Aufzugsteuerung
15 kontinuierlich Informationen über die aktuelle Ist-Geschwindigkeit des Aufzugs.
In jedem der drei Grenzwertemodule 38.1, 38.2, 38.3 sind in je einer Tabelle positionsabhängige
Geschwindigkeits-Grenzwerte gespeichert, wobei die in jeweils einer der Tabellen enthaltenen
Werte eine der mit Fig. 7, 8 beschriebenen drei Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28.1,
28.2, 28.3 abbilden, d. h., jede der Tabellen ist einer der drei unterschiedlichen
Bremsmassnahmen zugeordnet und enthält für jede Position des Aufzugs im Schacht einen
dieser Bremsmassnahme zugeordneten Geschwindigkeits-Grenzwert.
[0035] Während einer Aufzugsfahrt werden aus jeder der drei in den Grenzwertemodulen 38.1,
38.2, 38.3 abgespeicherten Tabellen laufend die der aktuellen Schachtposition der
Aufzugskabine 8 entsprechenden Geschwindigkeitsgrenzwerte für die drei unterschiedlichen
Bremsmassnahmen ausgelesen und in den jeweils einem der Grenzwertemodule 38.1, 38.2,
38.3 zugeordneten Vergleichern 39.1, 39.2, 39.3 mit der aktuellen Ist-Geschwindigkeit
verglichen. Sobald und solange einer der Vergleicher 39.1, 39.2, 39.3 feststellt,
dass die aktuelle Ist-Geschwindigkeit den in der jeweils zugehörigen Tabelle gespeicherten
positionsabhängigen Geschwindigkeits-Grenzwert überschreitet, sendet er ein Übergeschwindigkeitssignal
an den Reaktionsgenerator 40.2. Dieser aktiviert über einen seiner Bremssignal-Ausgänge
43.1, 43.2, 43.3 unverzüglich diejenige der drei möglichen Bremsmassnahmen, die dem
signalgebenden Vergleicher und dem entsprechenden Grenzwertemodul zugeordnet ist.
[0036] Gemäss einer Ausführungsvariante des im Zusammenhang mit Fig.9 beschriebenen erfindungsgemässen
Verfahrens mit mehreren unterschiedlichen Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28.1, 28.2,
28.3, entsprechen die von den drei Grenzwertemodulen 38.1, 38.2, 38.3 an die Vergleicher
39.1, 39.2, 39.3 gelieferten Geschwindigkeits-Grenzwerte nicht immer den in den Tabellen
des Grenzwertemoduls fix gespeicherten positionsabhängigen Geschwindigkeits-Grenzwerten,
sondern die gespeicherten Geschwindigkeits-Grenzwerte werden in den Fahrweg-Bereichen,
wo die Aufzugssteuerung 15 einen reduzierten Geschwindigkeits-Sollwert vorgibt, durch
Prozessoren in den Grenzwertemodulen 38.1, 38.2, 38.3 diesen reduzierten Sollwerten
kontinuierlich angepasst. Dies geschieht insbesondere beim Anhalten auf einem Stockwerk.
Die dafür erforderlichen Informationen von der Aufzugsteuerung 15 erhalten die Grenzwertemodule
38.1, 38.2, 38.3 über eine Datenleitung 45.
[0037] Selbstverständlich kann das gesamte im Zusammenhang mit Fig. 9 beschriebene Verfahren
auch für Aufzüge mit mehr als drei unterschiedlichen Bremsmassnahmen angewandt werden.
[0038] Ein Geschwindigkeitsüberwachungsverfahren, das besonders hohe Sicherheitsanforderungen
erfüllt, kann realisiert werden, indem das Verfahren mit zeitabhängiger Reaktionskontrolle
gemäss Fig. 4, 5, 6 kombiniert wird mit dem Verfahren mit mehreren unterschiedlichen
Geschwindigkeits-Grenzwertkurven 28 gemäss Fig. 7, 8, 9, wobei jeweils eine weitere
Bremsmassnahme ausgelöst wird, wenn die vorausgegangene Bremsmassnahme nicht innerhalb
einer definierten Zeit zu einer definierten Geschwindigkeitsreduktion geführt hat,
oder wenn ein dieser weiteren Bremsmassnahme zugeordneter positionsabhängiger Geschwindigkeitsgrenzwert
überschritten wird.
[0039] Damit das erfindungsgemässe Verfahren den hohen Sicherheitsanforderungen an ein Aufzugsystem
genügen kann, sind mindestens alle an der Aktivierung der Fangvorrichtung beteiligten
Funktionen sicherheitsrelevant auszuführen. Geeignete Massnahmen zur Realisierung
solcher "Fail-Safe"-Konzepte sind dem Fachmann bekannt und umfassen beispielsweise:
- Redundanz bei Positions- oder Geschwindigkeitserfassungseinrichtungen, bei Datenverarbeitungsprozessoren,
bei Aktoren für die Aktivierung von Bremseinrichtungen, usw.
- Datensicherungsverfahren bei Datenübertragung
- parallele Datenverarbeitung durch mehrere, eventuell unterschiedliche Prozessoren,
mit Resultatevergleich und Auslösung von geeigneten Sicherheitsmassnahmen im Falle
von auftretenden Fehlern.
[0040] Um einen sicheren Verfahrensablauf auch bei Netzstromausfall oder bei Versagen der
steuerungsinternen Stromversorgung zu gewährleisten, werden die für das erfindungsgemässe
Verfahren wichtigen Stromkreise im Pannenfall durch geeignete Notstromversorgungseinrichtungen,
beispielsweise mittels Batterien oder Kondensatoren gespeist.
1. Verfahren zum Verhindern einer unzulässig hohen Fahrgeschwindigkeit eines Lastaufnahmemittels
(8) eines Aufzugs, wobei
durch mindestens ein Mess-System (20, 21) im Bereich des gesamten Fahrwegs des Lastaufnahmemittels
(8) Informationen über die aktuelle Position und die Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels
an eine Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung (24.1; 24.2) geliefert werden,
durch diese Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung (24.1; 24.2) laufend die aktuelle
Fahrgeschwindigkeit mit einem Geschwindigkeitsgrenzwert (28; 28.1, 28.2, 28.3) verglichen
und, wenn die Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels (8) einen Geschwindigkeitsgrenzwert
(28; 28.1, 28.2, 28.3) überschreitet, Bremsmassnahmen aktiviert werden,
wobei
durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung (24.1; 24.2) mindestens drei unterschiedliche
Bremsmassnahmen nacheinander ausgelöst werden können, wobei
die den Bremsmassnahmen zugeordneten Geschwindigkeitsgrenzwerte (28; 28.1, 28.2, 28.3),
mit denen die aktuelle Fahrgeschwindigkeit (29) durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
(24, 24.1; 24.2) kontinuierlich verglichen wird, von der aktuellen Position des Lastaufnahmemittels
(8) abhängig sind und eine in beiden Endbereichen des Fahrwegs erforderliche Reduktion
der Fahrgeschwindigkeit beinhalten, wobei
die den Bremsmassnahmen zugeordneten Geschwindigkeitsgrenzwerte (28; 28.1, 28.2, 28.3),
mit denen die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung (24, 24.1; 24.2) die aktuelle
Fahrgeschwindigkeit kontinuierlich vergleicht, der aktuellen Position des Lastaufnahmemittels
(8) entsprechend, unter Einbezug der fest programmierten Geschwindigkeitsgrenzwerte
(28) sowie von Informationen aus der Aufzugssteuerung (15) über den geplanten Fahrtablauf
(45), kontinuierlich durch einen Mikroprozessor berechnet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine der Bremsmassnahmen ausgelöst wird, wenn ein dieser Bremsmassnahme zugeordneter
Geschwindigkeitsgrenzwert (28; 28.1, 28.2, 28.3) überschritten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine weitere Bremsmassnahme ausgelöst wird, wenn eine vorangegangene Bremsmassnahme
nicht innerhalb einer bestimmten Zeit zu einer definierten Geschwindigkeitsreduktion
geführt hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine weitere Bremsmassnahme ausgelöst wird, wenn ein dieser Bremsmassnahme
zugeordneter Geschwindigkeitsgrenzwert (28.1, 28.2, 28.3) überschritten wird, oder
wenn eine vorangegangene Bremsmassnahme nicht innerhalb einer bestimmten Zeit zu einer
definierten Geschwindigkeitsreduktion geführt hat.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Aufzug, der eine Antriebseinheit (4) für das Lastaufnahmemittel (8) mit
einer Geschwindigkeitsregeleinrichtung (14) aufweist, eine Bremsmassnahme darin besteht,
dass durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung versucht wird, die Geschwindigkeitsregeleinrichtung
(14) der Antriebseinheit (4) so zu beeinflussen, dass durch diese die Antriebsgeschwindigkeit
des Lastaufnahmemittels (8) reduziert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion der Antriebsgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels (8) dadurch erreicht
werden soll, dass an einen Sollwerteingang der Geschwindigkeitsregeleinrichtung (14)
ein fest abgespeicherter Geschwindigkeitssollwert oder ein fest abgespeicherter Verzögerungssollwert
angelegt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem seilgetriebenen Aufzug mit Antriebsmaschine (4), Treibscheibe (5) und Tragseil
(6) eine weitere Bremsmassnahme darin besteht, dass durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
(24; 24.1; 24.2) eine direkt oder indirekt auf die Treibscheibe (5) oder eine direkt
auf das Tragseil (6) wirkende Reibungsbremse (10) aktiviert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Aufzug mit einem an Führungsschienen (7) geführten Lastaufnahmemittel (8)
eine weitere Bremsmassnahme darin besteht, dass durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
(24; 24.1; 24.2) zwischen dem Lastaufnahmemittel (8) und dessen Führungsschienen (7)
wirkende Reibungsbremsen aktiviert werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem hydraulisch angetriebenen Aufzug jeweils eine weitere Bremsmassnahme darin
besteht, dass durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung (24) über ein Stromventil
(61) der Durchfluss eines Hydraulikmediums, das die Bewegung eines hydraulischen Hebers
(51) bestimmt, zunehmend eingeschränkt wird, oder dass durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
(24) eine auf eine Kolbenstange (52) eines hydraulischen Hebers (51) wirkende Reibungsbremse
(58) aktiviert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremsmassnahme darin besteht, dass durch die Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
(24, 24.1; 24.2) mindestens eine Fangvorrichtung (18) aktiviert wird, die am Lastaufnahmemittel
(8) angebracht ist und auf entlang des Fahrwegs fest installierte Schienen (7) wirkt
und das Lastaufnahmemittel (8) stillsetzt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer durch Übergeschwindigkeit ausgelösten erfolgreichen Bremsmassnahme der
Aufzug automatisch wieder den Normalbetrieb oder einen Evakuationsbetrieb aufnimmt,
sofern die Art der letzten Bremsmassnahme sowie die Resultate einer automatisch durchgeführten
Funktionsüberprüfung der sicherheitsrelevanten Komponenten dies zulassen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erfassung der Position und der Fahrgeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels,
den Vergleich der Fahrgeschwindigkeit mit den Geschwindigkeits-Grenzwerten, sowie
für die Aktivierung der Bremsmassnahmen ein umfassendes Fail-Safe-Konzept angewandt
wird.
1. Method for preventing an inadmissibly high speed of the load receiving means (8) of
an elevator in which
in the area of the entire travel way of the load receiving means (8), information
about the actual position and the speed of the load receiving means is supplied to
a speed monitoring device (24.1; 24.2) by at least one measuring system (20, 21) and
the actual speed is continuously compared with a speed limit value (28; 28.1, 28.2,
28.3) by this speed monitoring device (24.1; 24.2) and braking measures are activated
if the speed of the load receiving means (8) exceeds a speed limit value (28; 28.1,
28.2, 28.3),
in which at least three different braking measures are successively triggered by the
speed monitoring device (24.1; 24.2),
in which the speed limit values (28; 28.1, 28.2, 28.3) assigned to the braking measures
with which the actual speed (29) is continuously compared by the speed monitoring
device (24, 24.1; 24.2), depend on the actual position of the load receiving means
(9) and contain a required speed reduction in both end zones of the travel way,
in which the speed limit values (28; 28.1, 28.2, 28.3) assigned to the braking measures
with which the actual speed (29) is continuously compared by the speed monitoring
device (24, 24.1; 24.2), are continuously calculated by a micro processor according
to the actual position of the load receiving means (9), taking into consideration
the permanently programmed speed limit values (28) as well as information from the
elevator controls (15) about the planned travel operation (45).
2. Method according to claim 1, characterized in that, in each case one of the braking measures is activated when a speed limit value (28;
28.1, 28.2, 28.3) assigned to this braking measure, is exceeded.
3. Method according to claim 1, characterized in that, in each case, a further braking measure is activated if a preceding braking measure
has not produced the defined speed reduction within a certain period.
4. Method according to claim 1, characterized in that, in each case, a further braking measure is activated if a speed limit value (28.1,
28.2, 28.3) allocated to this braking measure is exceeded or if a preceding braking
measure has not produced the defined speed reduction within a certain period.
5. Method according to one of the claims 1 to 4, characterized in that in case of an elevator comprising a drive unit (4) for the load receiving means (8)
including a speed control device (14), a braking measure consists of an attempt by
the speed monitoring device to influence the speed control device (14) of the drive
unit (4) in such a way that it reduced the drive speed of the load receiving means
(8).
6. Method according to claim 5, characterized in that the reduction of the drive speed of the load receiving means (8) is to be achieved
by a permanently stored set speed value or a permanently stored set delay value being
applied to a set value input of the speed control device (14).
7. Method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that in case of a cable-pulled elevator with a drive machine (4), a driving wheel (5)
and a pulling cable (6), a further braking measure consists of a friction brake (10),
acting directly or indirectly on the driving wheel (5) being activated by a speed
monitoring device (24; 24.1; 24.2).
8. Method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that in case of an elevator with a load receiving means (8) guided along guide rails (7),
a further braking measure consists of friction brakes acting between the load receiving
means (8) and its guide rails (7) being activated by the speed monitoring device (24;
24.1; 24.2).
9. Method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that in case of a hydraulically operated elevator, another braking measure consists of
the flow of a hydraulic medium determining the movement of a hydraulic lifter (51)
being increasingly restricted by a speed monitoring device (24) through a flow valve
(61) or of a friction brake (58) acting on a piston rod (52) of a hydraulic lifter
that is activated by the speed monitoring device (24).
10. Method according to one of the claims 1 to 9, characterized in that a braking measure consists of at least one safety catch (18) being activated by the
speed monitoring device (24; 24.1; 24.2), with said safety catch being mounted on
the load receiving means (8) and acting on rails permanently installed along the travel
way and stopping the load receiving means (8).
11. Method according to one of the claims 1 to 10, characterized in that after a successful braking measure triggered by an excessive speed, the elevator
automatically returns to its normal operation or enters an evacuation operation as
long as the type of the last braking measure and the results of an automatically carried
out functional test of the safety-relevant components allow this.
12. Method according to one of the claims 1 to 11, characterized in that for the determination of the position and the speed of the load receiving means,
the comparison of the speed with the speed limit values as well as for the activation
of the braking measures, a comprehensive fail safe concept is used.
1. Procédé pour empêcher une vitesse trop élevée du moyen de suspension de charge (8)
d'un ascenseur,
grâce à au moins un système de mesure (20, 21) prévu dans la zone de tout le trajet
du moyen de suspension de charge (8), des informations sur la position actuelle et
la vitesse de celui-ci étant fournies à un dispositif de surveillance de vitesse (24.1
; 24.2),
grâce à ce dispositif de surveillance de vitesse (24.1; 24.2), la vitesse actuelle
est comparée en permanence à une valeur limite de vitesse (28 ; 28.1, 28.2, 28.3),
et en cas de dépassement d'une valeur limite de vitesse ((28 ; 28.1, 28.2, 28.3) de
la vitesse du moyen de suspension de charge (8), des mesures de freinage étant activées,
grâce au dispositif de surveillance de vitesse (24.1 ; 24.2), au moins trois mesures
de freinage différentes pouvant être déclenchées successivement,
les valeurs limites de vitesse (28, 28.1, 28.2, 28.3) affectées aux mesures de freinage,
avec lesquelles la vitesse actuelle (29) est comparée de manière continue par le dispositif
de surveillance de vitesse (24 ; 24.1 ; 24.2), étant dépendantes de la position actuelle
du moyen de suspension de charge (8) et comprenant une réduction de la vitesse actuelle
nécessaire dans les deux extrémités du trajet,
les valeurs limites de vitesse (28 ; 28.1, 28.2, 28.3) affectées aux mesures de freinage
avec lesquelles le dispositif de surveillance de vitesse (24 ; 24.1 ; 24.2) compare
en permanence la vitesse actuelle, étant calculées en permanence par un microprocesseur
selon la position actuelle du moyen de suspension de charge (8), en intégrant la valeur
limite de vitesse (28) programmée de façon fixe ainsi que des informations provenant
de la commande de l'ascenseur (15) sur l'ensemble du déroulement du trajet prévu.
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que respectivement une des mesures de freinage est déclenchée si la valeur limite de
vitesse (28, 28.1, 28.2, 28.3) affectée à cette mesure de freinage est dépassée.
3. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que respectivement une autre mesure de freinage est déclenchée si une mesure de freinage
précédente n'a pas entraîné en l'espace d'une durée définie une réduction de vitesse
définie.
4. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce qu'une mesure de freinage supplémentaire est déclenchée si une valeur limite de vitesse
(28.1, 28.2, 28.3) qui lui est affectée est dépassée ou si une mesure de freinage
précédente n'a pas entraîné en l'espace d'une durée définie une réduction de vitesse
définie.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que dans le cas d'un ascenseur qui comporte une unité d'entraînement (4) pour le moyen
de suspension de charge (8) avec un régulateur de vitesse (14), une mesure de freinage
réside dans le fait que le dispositif de surveillance de vitesse essaie d'influer
sur le régulateur de vitesse (14) de l'unité d'entraînement (4) de manière à ce que
le régulateur de vitesse réduise la vitesse d'entraînement du moyen de suspension
de charge (8).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la réduction de la vitesse d'entraînement du moyen de suspension de charge (8) doit
être obtenue grâce au fait qu'une valeur théorique de vitesse ou une valeur théorique
de décélération mises en mémoire définitivement sont appliquées à une entrée de valeur
théorique du régulateur de vitesse (14).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que dans le cas d'un ascenseur entraîné par câble comprenant un moteur d'entraînement
(4), une poulie motrice (5) et un câble porteur (6), une mesure de freinage supplémentaire
réside dans le fait que grâce au dispositif de surveillance de vitesse (24 ; 24.1
; 24.2), un frein à friction (10) qui agit directement ou indirectement sur la poulie
motrice (5) ou qui agit directement sur le câble porteur (6) est activé.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que dans le cas d'un ascenseur avec un moyen de suspension de charge (8) guidé sur des
rails de guidage (7), une mesure de freinage supplémentaire réside dans le fait que
grâce au dispositif de surveillance de vitesse (24 ; 24.1 ; 24.2), des freins à friction
qui agissent entre le moyen de suspension (8) et les rails de guidage (7) de celui-ci
sont activés.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que dans le cas d'un ascenseur à entraînement hydraulique, une mesure de freinage supplémentaire
réside dans le fait que grâce au dispositif de surveillance de vitesse (24), par l'intermédiaire
d'un régulateur de débit (61), le débit d'un agent hydraulique qui définit le mouvement
d'un vérin hydraulique (51) est de plus en plus limité, ou que grâce au dispositif
de surveillance de vitesse (24), un frein à friction (58) qui agit sur une tige de
piston (52) d'un vérin hydraulique (51) est activé.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une mesure de freinage réside dans le fait que le dispositif de surveillance de vitesse
(24, 24.1 ; 24.2) active au moins un parachute (18) qui est monté sur le moyen de
suspension de charge (8), qui agit sur des rails (7) installés, fixes, le long du
trajet et qui immobilise le moyen de suspension de charge (8).
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'ascenseur, après une mesure de freinage réussie déclenchée par une vitesse excessive,
reprend automatiquement son fonctionnement normal ou adopte un fonctionnement d'évacuation
dans la mesure où le type de la dernière mesure de freinage et les résultats d'un
contrôle de fonctionnement effectué automatiquement sur les éléments importants pour
la sécurité l'autorisent.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que pour détecter la position et la vitesse du moyen de suspension de charge, comparer
la vitesse aux valeurs limites de vitesse et activer les mesures de freinage, on applique
un concept de sécurité intégrée étendu.