| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 401 758 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.03.2006 Patentblatt 2006/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.06.2002 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/CH2002/000340 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2003/002446 (09.01.2003 Gazette 2003/02) |
|
| (54) |
SEILBREMSE AN GESCHWINDIGKEITSBEGRENZER FÜR AUFZÜGE
CABLE BRAKE ON A SPEED-LIMITER FOR LIFTS
FREIN DE CABLE SUR LIMITEUR DE VITESSE POUR ASCENSEURS
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
29.06.2001 EP 01810631
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
31.03.2004 Patentblatt 2004/14 |
| (73) |
Patentinhaber: INVENTIO AG |
|
CH-6052 Hergiswil (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- MÖRI, Peter
CH-6023 Rothenburg (CH)
- WINDLIN, Walter
CH-6372 Ennetmoos (CH)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 251 124 US-A- 5 299 661
|
US-A- 4 949 818
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Seilbremse an einem Geschwindigkeitsbegrenzer für Aufzüge,
wobei die Seilbremse zwei Bremsbacken aufweist.
[0002] Derartige Seilbremsen werden beim Ueberschreiten einer zulässigen Geschwindigkeit
vom Geschwindigkeitsbegrenzer betätigt, so dass ein über eine Seilscheibe des Geschwindigkeitsbegrenzers
geführtes, mit einer Aufzugskabine fest verbundenes Begrenzerseil abgebremst und eine
Fangvorrichtung ausgelöst wird, mittels welcher die Aufzugskabine zum Stillstand gebracht
wird.
[0003] Mit der Deutschen Patentschrift 25 28 067 ist ein Geschwindigkeitsbegrenzer mit einer
Seilbremse bekannt geworden, die eine unbewegliche und eine bewegliche Bremsbacke
aufweist. Die bewegliche Bremsbacke ist an einem in einem Seilbremsgehäuse geführten
Bügel befestigt. Zwei unter der Einwirkung je einer Druckfeder stehende Hebel sind
einenends an zwei im Bügel gelagerten Bolzen angelenkt und anderenends an zwei im
Seilbremsgehäuse gelagerten Achsen drehbar gelagert. Die Druckfedern sind je zwischen
zwei Scheiben vorgespannt, wobei die eine Scheibe an einer Schulter des Hebels und
die andere Scheibe an der Achse anliegt, und wobei in den Hebeln vorgesehene Langlöcher
eine Verschiebung der Hebel und damit auch der beweglichen Bremsbacke in Wirkungsrichtung
der Druckfedern ermöglichen. Am Bügel ist ein Betätigungsblech vorgesehen, mittels
welchem ein Betätigungsarm des Geschwindigkeitsbegrenzers die bewegliche Bremsbacke
aus einer Offenstellung in eine Bremsstellung verschieben kann. Die Bremsbacken bestehen
bei Seilbremsen der vorstehend beschriebenen Art meistens entweder aus Alubronze (CuAl)
oder aus Sphäroguss (GGG). Mit Bremsbacken aus Alubronze wird eine gute Bremswirkung
erreicht. Die durch die Bremsung freiwerdende Wärme wird rasch abgeführt, jedoch ist
der Verschleiss bei langen Bremswegen beträchtlich. Die Bremsbacken aus Sphäroguss
haben eine weniger gute Bremswirkung. Sie werden weniger verschlissen, können jedoch
die Bremswärme schlechter abführen. Ausserdem muss mit Verschleiss am Begrenzerseil
gerechnet werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seilbremse gemäss Oberbegriff vorzuschlagen,
bei der vorstehend erwähnte Nachteile des Bremsbackenmaterials weniger zur Auswirkung
kommen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen 1 und 4 angegebene
Erfindung gelöst.
[0006] In einer bevorzugten Ausführung besteht die eine Bremsbacke aus Alubronze und die
andere Bremsbacke aus Sphäroguss oder Grauguss.
[0007] Besonders leistungsfähige Ausführungen weisen ebenfalls zwei Bremsbacken aus unterschiedlichen
Materialien auf, wobei jeweils eine der Bremsbacken aus einem keramikhaltigen Material
besteht.
[0008] Bei einer weiteren Ausführung bestehen beide Bremsbacken aus einem keramikhaltigen
Material.
[0009] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass die günstigen
Eigenschaften beider Materialien ausgenutzt werden können. Beim Bremsen wird vor allem
durch die Bremsbacke aus Alubronze die Wärme vom Begrenzerseil weggeführt, was sich
positiv auf den Seilverschleiss auswirkt. Die Bremsbacke aus Sphäroguss gewährleistet
einen geringen Verschleiss. Die Vorteile der weiteren Ausführung liegen in der hohen
Verschleissfestigkeit und Wärmebeständigkeit des keramikhaltigen Materials.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles im Zusammenhang
mit der Zeichnung näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Fig.1
- eine Ansicht der Seilbremse,
- Fig.2
- eine Ansicht der Seilbremse in Richtung A der Fig.1,
- Fig.3
- eine Ansicht der Seilbremse in Richtung B der Fig.1.
[0012] In den Fig. 1 bis 3 ist mit 1 ein Bremsgehäuse bezeichnet, dass aus zwei Seitenteilen
2,3 mit angebogenen Flanschen 2.1, 3.1 besteht. Die Seitenteile 2, 3 sind über ein
Distanzstück 4 und ein Distanzrohr 5 miteinander verbunden. Am Distanzstück 4 ist
eine unbewegliche Bremsbacke 6 befestigt, die beispielsweise aus Sphäroguss (GGG)
oder Grauguss besteht. Eine beispielsweise aus Alubronze (CuAl) bestehende bewegliche
Bremsbacke 7 ist mit einem zwischen den Seitenteilen 2,3 des Bremsgehäuses 1 geführten
Führungsteil 8 verbunden.
[0013] Zwei teleskopartige Hebel 9 bestehen aus je einem Zylinderteil 9.1 und einem Kolbenteil
9.2. Die Zylinderteile 9.1 sind an zwei, am Führungsteil 8 gelagerten Bolzen 10 angelenkt,
während die Kolbenteile 9.2 an zwei im Bremsgehäuse 1 angeordneten Achsen 11 drehbar
gelagert sind. Auf den Kolbenteilen 9.2 sind Druckfedern 12 angeordnet, die sich an
den Enden über Scheiben 13 auf die Achsen 11 bzw. auf die Zylinderteile 9.1 abstützen.
Zwischen einer am Führungsteil 8 befestigten Traverse 14 und einem am Bremsgehäuse
1 angeordneten Winkel 15 ist eine Zugfeder 16 gespannt. Die Traverse 14 stützt sich
auf ein Betätigungsglied eines nicht dargestellten Geschwindigkeitsbegrenzers ab,
so dass die an den teleskopartigen Hebeln 9 geführten Komponenten - Traverse 14, Führungsteil
8 und Bremsbacke 7 - in einer oberen Stellung gehalten sind.
Bei Ueberschreiten der zulässigen Geschwindigkeit einer Aufzugskabine wird das genannte
Betätigungsglied so verschoben, dass es die Traverse 14 nicht mehr stützt, so dass
das Führungsteil 8 mit der beweglichen Bremsbacke 7 nach unten fällt und die Bremsbacke
7 durch die Druckfedern 12 gegen ein zwischen ihr und der unbeweglichen Bremsbacke
6 laufendes Begrenzerseil 17 gedrückt wird. Dadurch wird das Begrenzerseil 17 abgebremst
und eine Fangvorrichtung ausgelöst.
[0014] Es ist auch möglich, für die unbewegliche Bremsbacke 6 Alubronze (CuAl), und für
die bewegliche Bremsbacke 7 Sphäroguss (GGG) oder Grauguss (GG) zu verwenden.
Auch kann anstelle der unterschiedlichen Metalle bzw. Legierungen für eine oder für
beide Bremsbacken ein keramikhaltiges Material verwendet werden.
[0015] Es liegt im Rahmen der Erfindung, Bremsbacken gleichen Materials mit Bremsbelägen
unterschiedlichen Materials auszustatten, wobei vorzugsweise die vorstehend genannten
Materialien für die Bremsbeläge verwendet werden.
1. Seilbremse an Geschwindigkeitsbegrenzer für Aufzüge, wobei die Seilbremse zwei Bremsbacken
(6, 7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die eine Bremsbacke (6, 7) aus einem ersten Material und die andere Bremsbacke (6,
7) aus einem zweiten Material besteht, wobei das erste Material bessere Wärmeleiteigenschaften
als das zweite und das zweite Material einen höheren Verschleisswiderstand als das
erste aufweist.
2. Seilbremse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die eine Bremsbacke (6, 7) aus Alubronze und die andere Bremsbacke (6, 7) aus Sphäroguss
oder Grauguss besteht.
3. Seilbremse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die unbewegliche Bremsbacke (6) aus Sphäroguss oder Grauguss und die bewegliche Bremsbacke
(7) aus Alubronze besteht.
4. Seilbremse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die unbewegliche Bremsbacke (6) aus Alubronze und die bewegliche Bremsbacke (7) aus
Sphäroguss oder Grauguss besteht.
5. Seilbremse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der beiden Bremsbacken (6, 7) aus keramikhaltigem Material besteht.
6. Seilbremse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der beiden Bremsbacken (6, 7) aus keramikhaltigem Material und die andere Bremsbacke
(6, 7) aus Alubronze, Sphäroguss oder Grauguss bestehen.
7. Seilbremse an Geschwindigkeitsbegrenzer für Aufzüge, wobei die Seilbremse zwei Bremsbacken
(6, 7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bremsbacken (6, 7) aus keramikhaltigem Material bestehen.
1. Cable brake at a speed limiter for lifts, wherein the cable brake comprises two brake
blocks (6, 7), characterised in that one brake block (6, 7) consists of a first material and the other brake block (6,
7) consists of a second material, wherein the first material has better heat conduction
properties than the second and the second material has a higher wear resistance than
the first.
2. Cable brake according to claim 1, characterised in that one brake block (6, 7) consists of aluminium-bronze and the other brake block (6,
7) consists of nodular cast iron or soft cast iron.
3. Cable brake according to claim 2, characterised in that the non-movable brake block (6) consists of nodular cast iron or soft cast iron and
the movable brake block (7) consists of aluminium-bronze.
4. Cable brake according to claim 2, characterised in that the non-movable brake block (6) consists of aluminium-bronze and the movable brake
block (7) consists of nodular cast iron or soft cast iron.
5. Cable brake according to claim 1, characterised in that one of the two brake blocks (6, 7) consists of a material containing ceramic.
6. Cable brake according to claim 1, characterised in that one of the two brake blocks (6, 7) consists of material containing ceramic and the
other brake block (6, 7) consists of aluminium-bronze, nodular cast iron or soft cast
iron.
7. Cable brake of a speed limiter for lifts, wherein the cable brake comprises two brake
blocks (6, 7), characterised in that the brake blocks (6, 7) consist of a material containing ceramic.
1. Frein de câble sur un limiteur de vitesse pour ascenseurs, comportant deux mâchoires
(6, 7),
caractérisé en ce qu'une mâchoire (6, 7) se compose d'une première matière et l'autre mâchoire (6, 7) se
compose d'une seconde matière, la première matière présentant de meilleures caractéristiques
de conductibilité thermique que la seconde et la seconde matière présentant une plus
grande résistance à l'usure que la première.
2. Frein de câble selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une mâchoire (6, 7) se compose d'Alubronze et l'autre mâchoire (6, 7) de fonte à graphite
sphéroïdal ou de fonte grise.
3. Frein de câble selon la revendication 2, caractérisé en ce que la mâchoire fixe (6) se compose de fonte à graphite sphéroïdal ou de fonte grise
tandis que la mâchoire mobile (7) se compose d'Alubronze.
4. Frein de câble selon la revendication 2, caractérisé en ce que la mâchoire fixe (6) se compose d'Alubronze tandis que la mâchoire mobile (7) se
compose de fonte à graphite sphéroïdal ou de fonte grise.
5. Frein de câble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'une des deux mâchoires (6, 7) se compose d'une matière contenant de la céramique.
6. Frein de câble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'une des deux mâchoires (6, 7) se compose d'une matière contenant de la céramique
tandis que l'autre mâchoire (6, 7) se compose d'Alubronze, de fonte à graphite sphéroïdal
ou de fonte grise.
7. Câble de frein sur un limiteur de vitesse pour ascenseurs, comportant deux mâchoires
(6, 7), caractérisé en ce que les mâchoires (6, 7) se composent d'une matière contenant de la céramique.

