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(11) |
EP 1 402 128 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.11.2012 Patentblatt 2012/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.04.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/004386 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/099213 (12.12.2002 Gazette 2002/50) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON DACHDÄMMPLATTEN, DACHDÄMMPLATTEN UND VORRICHTUNG ZUR
DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS
METHOD FOR PRODUCING ROOF INSULATION PLATES, ROOF INSULATION PLATES AND DEVICE FOR
IMPLEMENTING SAID METHOD
PROCEDE DE PRODUCTION DE PLAQUES ISOLANTES DE TOITURE, PLAQUES ISOLANTES DE TOITURE
ET DISPOSITIF UTILISE POUR L'APPLICATION DE CE PROCEDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
02.06.2001 DE 10127027 01.03.2002 DE 10209130 01.03.2002 DE 20203320 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.2004 Patentblatt 2004/14 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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07005739.3 |
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07007288.9 / 1803862 |
| (73) |
Patentinhaber: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG |
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45952 Gladbeck (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KLOSE, Gerd-Rüdiger
46286 Dorsten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wanischeck-Bergmann, Axel et al |
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Stenger - Watzke - Ring
intellectual property
Am Seestern 8 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 682 134 WO-A-00/35644 DE-A- 4 133 416 DE-A- 4 316 099 US-A- 3 549 738
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EP-A- 0 727 292 WO-A-92/13150 DE-A- 4 211 082 DE-U- 29 612 810 US-A- 4 977 805
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dachdämmplatten aus Mineralfasem,
vorzugsweise aus Steinwolle, bei dem aus einer silikatischen Schmelze Mineralfasern
erzeugt und mit einem Binde- und/oder Imprägniermittel auf einem Stetigförderer als
Mineralfaserbahn abgelegt werden, die Mineralfaserbahn mechanischen Bearbeitungen,
wie Längs - und/oder Querkompressionen und einem Härteofen zugeführt und anschließend
entlang von Schnittflächen in Dachdämmplatten unterteilt wird. Die Erfindung betrifft
ferner Dachdämmplatten aus mit Binde-und/oder Imprägniermitteln versehenen Mineralfasem,
vorzugsweise aus Steinwolle, mit zwei großen, parallel und beabstandet zueinander
angeordneten Oberflächen, die über zwei Schnittflächen und zwei Längsflächen miteinander
verbunden sind, wobei die Schnittflächen rechtwinklig zu den Längsflächen und die
Längsflächen sowie die Schnittflächen rechtwinklig zu den großen Oberflächen ausgerichtet
sind. Schließlich betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung von voranstehend
genannten Dachdämmplatten und zur Durchführung des voranstehend genannten Verfahrens,
mit einem Förderweg, vorzugsweise zumindest einem Stetigförderer auf dem die Dachdämmplatten
einer Verpackungsstation zugefördert werden.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, tragende Dachschalen, insbesondere bei
Industriebauten, wie Fabrik- und/oder Lagerhallen aus profilierten Stahlblechen herzustellen.
Um die Baukosten für eine Tragkonstruktion bei derartigen Dächern zu reduzieren, werden
die Stahlbleche möglichst weit gespannt. Das führt aber zu leicht verformbaren und
schwingungsfähigen Tragschalen bzw. Dachkonstruktionen, die aus derartigen Stahlblechen
hergestellt werden. Eine Tragschale besteht aus einem oder mehreren Stahlblechen und
darauf aufliegenden Dachdämmplatten. Als hierfür besonders geeignet haben sich Dachdämmplatten
aus Mineralfasem, vorzugsweise aus Steinwolle bewährt. Diese Dachdämmplatten aus Mineralfasern
weisen handelsüblich ca. 3 - 7 Masse-% eines duroplastisch aushärtenden Gemisches
aus Phenol-Formaldehyd-Harnstoffharzen auf, mit denen die Mineralfasern in einem an
sich bekannten Verfahren des Aufschmelzens, Zerfaserns und Aufsammelns eines silikatischen
Ausgangsmaterials gebunden werden. Angesichts der geringen Mengen an Bindemitteln,
die bei den am häufigsten eingesetzten Mineralfaserprodukten in diesem Anwendungsgebiet
maximal 4,5 Masse-% betragen, können naturgemäß nicht alle Mineralfasern ausreichend
gebunden werden bzw. wird der größte Teil der Mineralfasern nur punktweise miteinander
verknüpft werden, um zudem noch ein elastischfederndes Verhalten der Mineralfasermasse
zu erhalten.
[0003] Die einzelnen Mineralfasern werden während des Herstellungsprozesses mit Ölfilmen
überzogen, um eine Kapillaraktivität des Dämmstoffs und den Ausfall von Tauwasser
in der Dämmstoffschicht zu unterbinden.
[0004] Die Struktur und die Orientierung der einzelnen Mineralfasern in den Dachdämmplatten
können ebenso wie die Rohdichte in relativ weiten Grenzen variiert werden. In den
früher gebräuchlichen Herstellungsanlagen werden die mit Bindemitteln benetzten und
hydrophobierten Mineralfasern nach der Herstellung auf einem luftdurchlässigen, im,
in der Regel durch einen oder mehrere in Reihe geschaltete Stetigförderer, beispielsweise
Förderbänder und/oder Rollenbahnen gebildeten Förderweg angeordneten Sammelband als
Mineralfaserbahn unter der leicht komprimierenden Wirkung einer hindurchgesaugten
Kühl- und Transportluft in quasi natürlicher Lage aufgeschüttet. Anschließend wird
die endlose Mineralfaserbahn komprimiert und das Bindemittel in einem Härteofen ausgehärtet,
bevor die Mineralfaserbahn anschließend in einzelne Abschnitte unterteilt wird, die
die Dachdämmplatten bilden.
[0005] Bei dieser Herstellung ergibt sich eine laminare Struktur der Mineralfaseranordnung,
die durch eine im großen und ganzen gleichmäßige Orientierung der flach gelagerten
Mineralfasern charakterisiert wird. Bei dieser Aufsammeltechnik der einzelnen Mineralfasern
kommt es immer zu bevorzugten Ablagerungen und einer von unten nach oben abnehmenden
Schüttdichte, was sich bei dem fertigen Mineralfaserprodukt durch starke Schwankungen
der Rohdichte und damit auch der mechanischen Eigenschaften der hieraus beispielsweise
hergestellten Dachdämmplatten negativ bemerkbar macht. Um den Dachdämmplatten auch
an den weicheren Stellen die notwendige Gebrauchstauglichkeit zu geben, muß regelmäßig
die Rohdichte der gesamten Dachdämmplatte angehoben werden. Das aber macht die Dachdämmplatte
schwer und für den Hersteller unwirtschaftlich. Dachdämmplatten, die mit dieser Aufsammeltechnik
hergestellt werden, weisen Rohdichten von ca. 150 - 190 kg/m
3, gegebenenfalls auch höhere Werte auf.
[0006] Vorteilhaft ist bei diese Dachdämmplatten jedoch eine in beiden Hauptachsen nahezu
gleiche und hohe Biegefestigkeit sowie eine relative Unempfindlichkeit der großen
Oberfläche gegen Druckbeanspruchungen, wie sie beispielsweise beim Begehen einer mit
diesen Dachdämmplatten eingedeckten Dachfläche auftreten können. Diese vorteilhaften
Eigenschaften werden aber durch die Verwendung von mit beispielsweise 1 bis 1,25 m
Länge und 0,5 bis 0,625 m Breite kleinformatigen Dachdämmplatten wieder aufgehoben.
Angesichts relativ breiter Abstände zwischen benachbarten Obergurten einer hier in
Rede stehenden Dachkonstruktion und der Vielzahl frei zwischen zwei benachbarten Obergurten
auskragenden Abschnitten der Dachdämmplatten werden die Dachdämmplatten im Gebrauch
sehr schnell beschädigt oder zerstört, wenn sie nicht zumindest auf tragfähigen Dampf-
und Luftsperren aus Bitumenbahnen aufgeklebt oder ausgelegt sind.
[0007] Flache und Flach geneigte Dächer werden wesentlich wirtschaftlicher dadurch hergestellt,
dass auf die Verklebung der einzelnen Schichten der Dachdämmung verzichtet wird. Als
Luftsperre und/oder Dampfbremse werden dünne Folien aus Polyäthylen lose ausgelegt,
die materialbedingt keine die Dachdämmplatten stützende Funktionen ausüben können.
Abschließend wird eine Dachabdichtung auf die Dämmschicht aufgebracht, die zumindest
aus Folien und/oder Bitumenbahnen sowie gegebenenfalls aus einer Metalltafel besteht.
Die Dachabdichtung und gleichzeitig auch die Dachdämmplatten der Dämmschicht werden
durch in die profilierte Tragschale, vorzugsweise im Bereich ihrer Obergurte eingedrehte
Schrauben fixiert, wobei mit jeder Schraube ein Teller eingebaut wird, der ein Durchziehen
der Schraubenköpfe verhindern soll, indem der Druck des Schraubenkopfes auf die Dachabdichtung
auf eine größere Fläche verteilt wird.
[0008] Die zu diesem Zweck verwendeten Dachdämmplatten weisen eine besondere Struktur auf.
Zunächst werden natürliche Schwankungen der pro Zeiteinheit hergestellten Mineralfasern
und Schwankungen bei der Ablagerung der Mineralfasermasse dadurch stark abgemindert,
dass ein möglichst dünnes, sogenanntes Primärvlies durch Pendelbewegungen auf einem
zweiten Transportband in der gewünschten Dicke abgelegt und eine derart gebildete,
Sekundärvlies genannte endlose Mineralfaserbahn anschließend in eine Auffaltungseinrichtung
gefördert wird, wo die Mineralfaserbahn (Sekundärvlies) einer intensiven Längs- und
gleichzeitigen Höhenkompression unterworfen wird. Die Folgen sind in Produktions-
und damit Förderrichtung intensiv miteinander verformte und steil zu den großen Oberflächen
des Sekundärvlieses angeordnete einzelne Mineralfasern. Quer zur Produktionsrichtung
weist das Sekundärvlies eine scheinbar laminare Struktur.
[0009] Das Sekundärvlies durchläuft anschließend, eventuell nach weiteren mechanischen Bearbeitungsstationen,
wie Kompressionsbereiche einen Härteofen, in dem das Bindemittels ausgehärtet und
das Sekundärvlies in seiner Geometrie fixiert wird. Nach dem Verlassen des Härteofens
und einer nachgeschalteten Kühlzone wird das Sekundärvlies mit Hilfe von parallel
zu der Produktionsrichtung angeordneten Kreissägen besäumt. Dabei wird ein mehrere
Zentimeter breiter, zuvor auch noch seitlich verdichteter Streifen des Sekundärvlieses
abgetrennt, der auch der Säge eine gewisse Führung gibt. Die fest positionierten mit
großformatigen Sägeblättern ausgerüsteten Sägen erzeugen in der Regel zwei parallel
zueinander verlaufende Längsflächen, die parallel zur Förderrichtung und damit längs
des Sekundärvlieses verlaufen. Um eine möglichst parallele Ausrichtung der Längsflächen
zu erreichen, müssen die Achse der Sägeblatter exakt ausgerichtet sein. Bei nicht
sorgfältig genug ausgerichteten Sägen kann es jedoch ohne weiteres zu einer leichten
Abweichung der Sägeblattachse von der Horizontalachse kommen, so dass die Längsflächen
nicht parallel zueinander und/oder nicht exakt rechtwinklig zu den großen Oberflächen
der aus dem Sekundärvlies zu bildenden Dachdämmplatten orientiert sind.
[0010] Die Breite der Produktionslinie und damit auch der Abstand zwischen den beiden Sägen
begrenzen die maximale Länge der Dachdämmplatten. Diese Dachdämmplatten werden entsprechend
der gewünschten Breite durch mitlaufende Quersägen mit Sägeblättern von dem endlosen
Sekundärvlies abgetrennt. Die besonders groß dimensionierten, grobzahnigen kreisförmigen
Sägeblätter der Quersägen werden wegen ihrer Masse und der Kühlung ständig angetrieben.
Eine Meßvorrichtung ermittelt die momentane Fördergeschwindigkeit des Sekundärvlieses
und steuert einen die Säge in Förderrichtung bewegenden Antrieb mit der Fördergeschwindigkeit
des Sekundärvlieses. Im Bereich des gewünschtes Trennschnitts wird die Quersäge mit
einem Vorschub von mehreren Metern pro Sekunde quer zur Förderrichtung durch das Sekundärvlies
geschoben. Die Genauigkeit, mit der der Bereich des Trennschnitts angesteuert werden
soll, liegt in der Größenordnung von ± 2 mm, hinzu kommen Abweichungen von der Rechtwinkligkeit
von ± 1,5 - 2,5 mm pro 2 m Breite des Sekundärvlieses. Eine derart präzise Steuerung
des Querschnitts werden jedoch mit den bekannten Anlagen und Steuerungen nicht erreicht,
was sich auch in dem Niveau widerspiegelt, das durch die gültigen Normen repräsentiert
wird.
[0011] Gemäß DIN 18165 Teil 1 Ausg. 1991 sind Abweichungen von ± 2 % der Länge und Breite
der Dämmplatten von dem Mittelwert der Stichprobe sowie eine Abweichung der Rechtwinkligkeit
von 3 mm auf 500 mm Länge und/oder Breite der Dachdämmplatten zulässig. Auch in der
zukünftigen europäisch harmonisierten Norm DIN EN 13162 -Spezifikation werkmäßig hergestellter
Produkte aus Mineralwolle- werden Abweichungen in der Länge von ± 2% in der Länge
und ± 1,5 % in der Breite zugelassen. Abweichungen von der Rechtwinkligkeit in Länge
und Breite dürfen 5 mm/ pro Meter Länge oder Breite nicht überschreiten. Hinsichtlich
der Rechtwinkligkeit in Dickenrichtung der Dämmplatten werden keine Anforderungen
gestellt.
[0012] Die vom Sekundärvlies abgetrennten Dachdämmplatten werden anschließend ohne weitere
Behandlung übereinander, z.B. auf Transportpaletten gestapelt und zum Schutz gegen
Witterungseinflüsse beispielsweise mit Kunststoff-Folien abgedeckt.
[0013] Die Dachdämmplatten werden vorzugsweise als großformatige Elemente mit Abmessungen
von beispielsweise 2 m Länge und 1,2 m Breite sowie ca. 40 bis 160 mm Dicke hergestellt.
Diese Dachdämmplatten lassen sich zum einen wesentlich schneller transportieren und
verlegen und reagieren zum anderen bei Belastungen auf ihre großen Oberflächen wie
Mehrfeldträger und sind somit von vornherein widerstandsfähiger als kleinformatige
Dachdämmplatten.
[0014] Dachdämmplatten mit steiler, aber richtungsabhängiger Anordnung der einzelnen Mineralfasern
weisen bei relativ geringeren Rohdichten hohe Werte für die Druckspannung, für die
Punktlast gemäß DIN 12430 und die Querzugfestigkeit auf, während die Biegezugfestigkeit
parallel der Produktionsrichtung nur ein Drittel bis ein Sechstel derjenigen Biegefestigkeit
quer zur Produktionsrichtung beträgt. Häufig brechen derartige Dachdämmplatten bereits
beim Transport zum Verarbeitungsort auseinander. Die steile Anordnung der einzelnen
Fasern führt auch zu einer Verminderung des Durchstanzwiderstands der zwischen den
Obergurten der profilierten Tragschale angeordneten Bereich der Dachdämmplatten.
[0015] Eine Variation dieser voranstehend beschriebenen Dachdämmplatten weist zur Vermeidung
insbesondere des geringen Durchstanzwiderstandes eine integrierte Deckschicht mit
auf ca. 180 bis 220 kg/m
3 besonders hoch verdichteten Mineralfasern auf.
[0016] Alle Dachdämmplatten aus Mineralfasern sind in sich sehr steif, so dass sich auch
die Randbereiche beim Verlegen nicht oder nur sehr gering komprimieren lassen. Die
Dachdämmplatten werden auf der Tragschale gegeneinander versetzt verlegt. Dachdämmplatten
mit besonders richtungsabhängigen Biegezugfestigkeiten werden gewöhnlich mit ihrer
Längsachse quer zu der Profilrichtung der Tragschale, also quer zu den Obergurten
und damit auch zu einem zwischen jeweils zwei Obergurten angeordneten Untergurt der
Tragschale ausgelegt. Toleranzen in der Breite der Dachdämmplatten führen deshalb
ebenso wie die Schiefwinkligkeit in bezug auf die Abmessungen zu aufklaffenden Fugen
in der Dämmschicht. Bei größeren Dämmdicken wirkt sich bereits auch die nicht unbeträchtliche
Durchbiegung der die Tragschale bildenden Profilbleche aus, da sich die Fugen im Zugbereich
weiten, prinzipiell oben aber zusammengedrückt werden. Diese Bewegung erfolgt bereits
sukzessive bei der Belegung der Tragschalen und dann wieder bei zusätzlichen Belastungen.
[0017] Die aufklaffenden Fugen stellen aber Wärmebrücken dar, welche die Dämmwirkung deutlich
herabsetzten. Da die einzelnen Bahnen der luftsperrenden Folien zumeist nicht untereinander
dicht verklebt und auch nicht dicht an die angrenzenden Bauteile angeschlossen werden,
kann prinzipiell immer Warmluft aus dem Gebäudeinneren durch und oberhalb der häufig
über den Untergurten durchhängenden Folien entlang strömen und letzten Endes ohne
weiteren Widerstand zwischen den Dachdämmplatten in die Zwischenräume zwischen der
Dämmschicht und lose aufliegenden Dachabdichtungen gelangen. An deren Unterseiten
bildet sich sofort Tauwasser. Wenn dieses nicht rasch wieder verdampfen und über die
Dachabdichtungen nach außen abdiffundieren kann, kommt es zu Durchfeuchtungen der
Dachdämmplatten, was nicht nur deren Dämmwirkung erheblich reduziert, sondern auch
zu deutlichen Abminderungen der Festigkeit sowie zur Korrosion der Befestigungselemente,
nämlich der Schrauben und Teller führt.
[0018] Desweiteren sind, beispielsweise aus der
US 3,549,738 A Dämmplatten bekannt, welche an einer Stirnseite mit einer Zunge ausgebildet werden
und an einer dazu korrespondierenden Stirnseite mit einem Schlitz passender Größe.
Durch diese Zunge-Schlitz-Verbindung können nebeneinander liegende Dämmplatten formschlüssig
miteinander verbunden werden. Damit die Dämmplatten einen gut dämmenden Verbund eingehen,
müssen Zunge und Schlitz präzise ineinander greifen, was auch eine bevorzugt exakt
rechtwinklige Ausbildung der Plattenoberflächen erfordert. Daher ist gemäß der
US 3,549,738 A vorgesehen, die noch unverbundene Fasermasse auf eine Fördereinrichtung zu legen
und in eine Form hineinzupressen, welche im Wesentlichen einendseitig eine Schlitzform
und andernendseitig eine Zungenform aufweist, wobei die Fasermasse an ihren großen
Oberflächen gepresst wird, sodass überschüssiges Material in die Zungen-bzw. Schlitzform
hineinläuft. Gleichzeitig wird das Material erhitzt und somit ausgehärtet. Problematisch
ist dabei, dass dieses Herstellungsverfahren durch den Prozess des Pressens und Aushärtens
innerhalb der Form sehr zeitaufwändig ist.
[0019] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, mit
dem bzw. mit der die Herstellung von Dachdämmplatten höherer Maßgenauigkeit in einfacher
und kostengünstiger Weise möglich ist, um die voranstehend beschriebenen Nachteile
des Standes der Technik auszuschließen.
[0020] Die Lösung dieser Aufgabenstellung sieht bei einem erfindungsgemäßen Verfahren vor,
dass die Dachdämmplatten sowohl in ihrer Längserstreckung, als auch in ihrer zur Längserstreckung
rechtwinklig verlaufenden Quererstreckung lagegenau auf einer Fördereinrichtung ausgerichtet
und anschließend einer Besäumung und/oder Kalibrierung zumindest ihrer Längsflächen
zugeführt werden.
[0021] Durch diese erfindungsgemäße Lösung gelangen die Dachdämmplatten bereits in ihrer
ausgehärteten Form auf die Fördereinrichtung, wobei sie anschließend nur noch ihre
exakte rechtwinklige Form gebracht werden müssen. Der zeitaufwändige Prozess des Vorformens
und Aushärtens erfolgt in einem vorrausgehenden Verfahrensschritt. Da auf der Fördereinrichtung
lediglich nur noch die Besäumung und/oder Kalibrierung durchgeführt werden muss, kann
das Herstellungsverfahren wesentlich einfacher und kostengünstiger, weil schneller,
durchgeführt werden.
[0022] Seitens der erfindungsgemäßen Dachdämmplatten ist als Lösung der Aufgabenstellung
vorgesehen, dass die Dachdämmplatten eine maximale Abweichung in der Breite von ±
0,5 bis 1 mm und/oder maximale Schiefwinkligkeit der Schnittflächen zu den Längsflächen
von 0,5 bis 1 mm bezogen auf eine Länge von 1 m aufweisen.
[0023] Schließlich ist als Lösung der Aufgabenstellung eine Vorrichtung vorgesehen, bei
welcher im Förderweg ein in den Förderweg einbringbarer Anschlag angeordnet ist, der
rechtwinklig zur Förderrichtung ausgerichtet ist und dass dem Anschlag nachfolgend
eine Einrichtung zur schneidenden und/oder spanabhebenden Bearbeitung der im wesentlichen
parallel zur Förderrichtung verlaufenden seitlichen Flächen der Dachdämmplatten angeordnet
ist.
[0024] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Es wird bezüglich
der Ausgestaltung der Erfindung und ihrer Vorteile noch auf folgendes hingewiesen:
Um offene Fugen zwischen den einzelnen Dachdämmplatten zu vermeiden, dürfen keine
oder nur sehr geringe Abweichungen von den Nennwerten der Abmessungen und den rechten
Winkeln an den Ecken der Dachdämmplatten auftreten. Ferner werden größeren Dachflächen
Dachdämmplatten verbaut, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und gegebenenfalls auch
in unterschiedlichen Produktionsanlagen hergestellt worden sind. Erfindungsgemäß können
Dachdämmplatten mit Abweichungen in der Breite von ca. ± 0,5 bis 1 mm oder einer Schiefwinkligkeit
von max. ca. 0,5 bis 1 mm pro Meter in bezug auf Längen und Breiten hergestellt werden.
Diese Toleranzen schließen die eingangs dargestellten Nachteile zumindest insoweit
aus, dass Fugen zwischen benachbarten Dachdämmplatten derart klein ausgebildet sind,
dass sich keine Wärmebrücken bilden.
[0025] Dazu werden die Dächdämmplatten generell mit einem Übermaß von ca. 3 bis 10 mm hergestellt
und erfindungsgemäß bearbeitet.
[0026] Um den Einfluß der mitlaufenden Quersäge auf die Breitentoleranzen und die Schiefwinkligkeit
auf das gewünschte Niveau zu minimieren, werden die Dämmplatten zunächst mit einem
derartigen Übermaß hergestellt, dass nach der Entfernung der überschüssigen Flächen,
die Nennmaße erreicht werden.
[0027] Gemäß der Erfindung werden die schiefwinkligen, unterschiedlich breiten Platten z.B.
gegen einen im Förderweg heb- und versenkbaren Anschlag gefahren, der exakt in einem
rechten Winkel zur Förderrichtung angeordnet ist. Das Ausrichten der auflaufenden
Dachdämmplatte kann sowohl über den Schlupf des glatten Transportbands oder der Transportrollen
eines Rollenförderes erfolgen. Alternativ oder ergänzend kann der Anschlag in seiner
der auflaufenden Dämmstoffplatte zugewandten Fläche Drucksensoren aufweisen, welche
die Position der auflaufenden Dämmstoffplatte erfassen und an eine rechnergestützte
Steuerung übermitteln, welche die weitere Bearbeitung der Dachdämmplatte bei Erreichen
der vorgesehenen Anordnung einleitet.
[0028] Um eine möglichst schnelle, vom Schlupf zwischen der Fördereinrichtung und der auflaufenden
Dachdämmplatte unabhängige Ausrichtung zu erreichen, werden die Dachdämmplatten nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung durch auf beiden Seiten der Förderstrecke angeordnete,
vorzugsweise pneumatisch oder hydraulisch angetriebene und insbesondere auf der Grundlage
der über die Drucksensoren ermittelten Werte der Lage der auflaufenden Dachdämmplatte
gesteuerte Schieberelemente in die, für die weitere Bearbeitung erforderliche Lage
geschoben.
[0029] Vorzugsweise wird die zu bearbeitende Dachdämmplatte mitlaufende, auf den großen
Oberflächen aufliegende Druckbänder in der für die Bearbeitung bevorzugten Position
gehalten. Die Bearbeitung der Dachdämmplatte erfolgt mit auf beiden Seiten der Förderstrecke
angeordneten Fräsen, Schleifbändern, Schleifrollen und/oder Sägen, an den die Dachdämmplatte
vorbei geführt wird. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die voranstehend genannten
Abtragseinrichtungen an den zu bearbeitenden Flächen der Dachdämmplatte vorbei bewegt
werden.
[0030] Mit Hilfe dieser Abtragseinrichtungen können auch sehr dünne Schichten von den zu
bearbeitenden Flächen der Dachdämmplatte abgetragen werden, was bei herkömmlichen
Vorrichtungen und Verfahren nicht möglich ist.
[0031] Der Abstand beispielsweise der Fräsen und damit die Breite der Platte kann vor der
Bearbeitung der Dachdämmplatten festgelegt werden oder aber beispielsweise durch eine
Laser-Meßanlage als Meßwertgeber jeweils angesteuert werden. Bei dieser Ausgestaltung
besteht die Möglichkeit, die zu bearbeitenden Flächen der Dachdämmplatte beispielsweise
wellenförmig auszubilden, wobei die Wellenbäuche und Wellentäler benachbart auf der
Dachfläche angeordneter Dachdämmplatten korrespondierend und insbesondere dichtend
ineinander greifen.
[0032] Durch eine Drehung der Dachdämmplatten nach Durchlauf dieser Bearbeitungsstation
und die Anwendung derselben Verfahrenstechnik können auch die zunächst nicht behandelten
Flächen, nämlich beim Abtrennen der Dachdämmplatten vom Sekundärvlies entstehenden
Schnittflächen kalibriert und überformt, dass heißt entsprechend den Längsflächen
bearbeitet werden.
[0033] Durch entsprechende Form der Fräser bzw. in Kombination mehrerer Fräser können die
Seitenflächen in verschiedener Weise ausgeformt werden. Beispielsweise können vor-
und ausgewölbte bzw. konvexe und konkave seitliche Flächen gebildet werden, die beim
Zusammenfügen der Dachdämmplatten auf der Dachfläche nach der Art eines Kugelgelenks
zusammenwirken, so dass sich eine Fuge zwischen den benachbarten Dachdämmplatten bei
der Durchbiegung und/oder bei Schwingungen der Tragschale nicht oder zumindest nicht
durchgehend öffnet. Entsprechend sind natürlich auch andere Formen der seitlichen
Flächen herstellbar.
[0034] Die Behandlung der seitlichen Flächen von Dachdämmplatten mit Fräsen kann bei entsprechend
feiner, gegebenenfalls über die Höhe der seitlichen Flächen abgestuften Profilierung
dieser Flächen zu einer deutlich erhöhten Kompressibilität der Flächen führen, so
dass die Dachdämmplatten bereits auf diese Weise bei der Verlegung ohne große Kraftanstrengungen
dicht gestoßen werden können.
[0035] Mit dem gleichen Ziel können die seitlichen Flächen durch mehrere parallel zu den
großen Oberflächen und zueinander verlaufende Einschnitte aufgelockert werden. Die
Einschnitte können auch als Ausnehmungen, beispielsweise als Nuten mit eine Breite
≤ 2 mm ausgebildet sein.
[0036] Eine Auflockerung der Mineralfaserstruktur und somit eine lokal begrenzte Verminderung
der Steifigkeit der Dachdämmplatte kann dadurch erreicht werden, dass die seitlichen
Flächen mit Hilfe zumindest einer, um eine parallel zu den seitlichen Flächen verlaufenden
Achse rotierenden, vorzugsweise gezahnten Druckwalze gewalkt werden und bis in eine
Tiefe bis ca. 20 mm, vorzugsweise aber nur 3 bis 10 mm stark auf Druck und Scherung
beansprucht werden. Die Begrenzung der Strukturveränderungen auf diese Tiefe der möglichen
Abweichungen von den nominellen Längen - und Breitenabmessungen führt zu keinen merkbaren
Veränderungen der Gebrauchseigenschaften der Dachdämmplatten bei Belastungen.
[0037] Die Elastifizierung kann auf verschiedene Zonen in der Höhe der seitlichen Flächen
beschränkt werden. Die Tiefe der Einwirkung kann in Abhängigkeit von der Orientierung
der einzeln Mineralfasern unterschiedlich sein, was bedeutet, dass die seitlichen
Flächen, die quer zu der ursprünglichen Produktionsrichtung angeordnet sind und demzufolge
die voranstehend definierten Schnittflächen sind gegenüber den Längsflächen eine flachere
Lagerung der einzelnen Mineralfasern aufweisen und in ihrer Struktur weniger intensiv
aufgelockert werden müssen, als die Mineralfasern in den Längsflächen.
[0038] Die Elastifizierung kann gegebenenfalls auf eine der sich gegenüberliegenden Schnittflächen
und/oder Längsflächen beschränkt werden, wenn bei der Verlegung der Dachdämmplatten
jeweils eine elastifizierte und eine nicht elastifizierte seitliche Fläche aneinander
gelegt werden. In diesem Fall hat sich eine Kennzeichnung einer der seitlichen Flächen,
insbesondere der elastifizierten Fläche als vorteilhaft erwiesen, da hiermit dem Handwerker
eine Verlegungshilfe gegeben wird.
[0039] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und der erfindungsgemäßen Dachdämmplatten dargestellt sind. In der Zeichnung
zeigen:
- Figur 1
- einen Abschnitt einer Vorrichtung zur Herstellung von Dachdämmplatten in einer Draufsicht;
- Figur 2
- eine erste Ausführungsform einer Dachdämmplatte in einer Draufsicht;
- Figur 3
- eine zweite Ausführungsform einer Dachdämmplatte in einer Seiten-ansicht und
- Figur 4
- eine dritte Ausführungsform einer Dachdämmplatte in einer perspektivischen Ansicht.
[0040] Figur 1 zeigt in einer Draufsicht einen Abschnitt einer Vorrichtung zur Herstellung
von Dachdämmplatten 1. Dieser Abschnitt der Vorrichtung schließt sich an die an sich
bekannten, nicht näher dargestellten Einrichtungen einer Produktionsanlage im Anschluss
an einen Härteofen und eine Quersäge an, mit der ein nicht näher dargestelltes endloses
Sekundärvlies nach Aushärten eines im Sekundärvlies enthaltenen Bindemittels in einzelne
Abschnitte, die nachfolgend noch zu behandelnden Dachdämmplatten 1 unterteilt wird.
[0041] Die Dachdämmplatten 1 sind in Figur übertrieben parallelogrammförmig dargestellt,
um die Schiefwinkeligkeit der Dachdämmplatten 1 unterschiedlicher Breite deutlicher
darzustellen. Jede Dachdämmplatte 1 weist zwei parallel und beabstandet zueinander
ausgerichtete große Oberflächen 2, 3 (Figur 3) sowie zwei Schnittflächen 4 und zwei
Längsflächen 5 auf. Die Schnittflächen 4 entstehen durch das Abschneiden einer Dachdämmplatte
1 vom nicht näher dargestellten Sekundärvlies. Die Längsflächen 5 erstrecken sich
im wesentlichen parallel zur durch einen Pfeil dargestellten Förderrichtung 6.
[0042] Die Dachdämmplatten 1 bestehen aus Mineralfasern 7, die mit dem Bindemittel gebunden
sind.
[0043] Produktionstechnisch bedingt sind die Dachdämmplatten 1 gemäß Figur 1 schiefwinklig
ausgebildet, so dass für eine ordnungsgemäße und wärmebrückenfreie Verarbeitung derartiger
Dachdämmplatten 1 im Bereich von flachen bzw. flachgeneigten Dächern aus diesen schiefwinkligen
Dachdämmplatten 1 rechtwinklig begrenzte Dachdämmplatten 1 hergestellt werden müssen.
Zu diesem Zweck ist es erforderlich, im Bereich der Längsflächen 5 keilförmige Abschnitte
8 von der schiefwinkligen Dachdämmplatte 1 abzutrennen.
[0044] Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung weist zu diesem Zweck einen im Förderweg
9 angeordneten Anschlag 10 auf, der rechtwinklig zur Förderrichtung gemäß Pfeil 6
ausgerichtet ist. Dem Anschlag 10 nachfolgend ist eine Einrichtung zur schneidenden
und/oder spanabhebenden Bearbeitung der im wesentlichen parallel zur Förderrichtung
verlaufenden Längsflächen 5 angeordnet. Diese Einrichtung besteht bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel der Vorrichtung aus zwei rotationssymmetrischen, walzenförmig
ausgebildeten Fräsen 11, von denen jeweils eine beidseitig des Förderweges 9 angeordnet
ist.
[0045] Die Fräsen 11 weisen Fräsflächen 12 auf, die, wie nachfolgend noch beschrieben werden
wird, eine unterschiedliche Kontur aufweisen können. In Abhängigkeit der erwünschten
Breite der Dachdämmplatte 1 können die Fräsen 11 in ihrem Abstand zueinander bzw.
zur Mittelachse des Förderweges 9 verstellt werden. Die Verstellung erfolgt hierbei
für beide Fräsen 11 gleichmäßig in Bezug auf die Mittelachse des Förderwegs 9.
[0046] Der Anschlag 10 ist in einer Position relativ zum Förderweg 9 dahingehend verstellbar,
dass er in einer oberen Position in den Förderweg 9 hineinragt und nach Ausrichten
der auflaufenden Dachdämmplatte 1 diese durch eine Bewegung in eine untere Position
zur Weiterförderung freigibt. In seiner der auflaufenden Dachdämmplatte 1 zugewandten
Anschlagfläche 13 weist der Anschlag 10 Drucksensoren auf, die eine erwünschte Ausrichtung
der auflaufenden Dachdämmplatte 1 erfassen und an eine nicht näher dargestellte Steuerung
für den Anschlag 10 übermitteln. Diese Steuerung gibt die auflaufende Dachdämmplatte
1 nach Erreichen der erwünschten Ausrichtung auf dem Förderweg 9 zur Weiterverarbeitung
frei, wobei der Anschlag 10 zu diesem Zweck in seine untere Position bewegt wird.
[0047] Die erwünschte Ausrichtung der Dachdämmplatte 1 ist dann erreicht, wenn die Dachdämmplatte
1 mit ihrer vorauseilenden Schnittfläche 4 vollflächig an der Anschlagfläche 13 des
Anschlags 10 anliegt und die Mittelachse der Dachdämmplatte 1 im Bereich dieser vorauseilenden
Schnittfläche 4 mit der Mittelachse des Förderwegs 9 und damit der Mittelachse des
Anschlags 10 kolinear ausgerichtet ist. Hat die Dachdämmplatte 1 diese Position erreicht,
wird der Anschlag 10 aus dem Förderweg 9 bewegt, so dass die Dachdämmplatte 1 den
dem Anschlag 10 nachgeschalteten Bereich des Förderwegs 9 erreicht. Die Ausrichtung
der Dachdämmplatte 1 erfolgt beispielsweise durch einen Schlupf zwischen der Dachdämmplatte
1 und dem unterhalb der Dachdämmplattte 1 angeordneten, nicht näher dargestellten
Förderelement, welches als Förderband oder als Rollenbahn ausgebildet sein kann. Gegebenenfalls
können ergänzend seitlich des Förderwegs 9 Schieberelemente angeordnet sein, die die
auf den Anschlag 10 auflaufende Dachdämmplatte 1 seitlich ausrichten, um die voranstehend
genannten Kolinearität der Mittelachse der Dachdämmplatte 1, des Förderwegs 9 und
des Anschlags 10 herzustellen.
[0048] Der dem Anschlag 10 nachgeschaltete Bereich des Förderwegs 9 weist ein nicht näher
dargestelltes unteres Förderband und ein oberes Förderband 14 auf, welches über zwei
Umlenkrollen 15 umläuft, von denen eine Umlenkrolle 15 angetrieben ist. Der Abstand
zwischen dem oberen Förderband 14 und dem unteren, die Dachdämmplatte 1 tragenden
Förderband ist in Abhängigkeit der Materialstärke der Dachdämmplatte 1 einstellbar.
Hierbei wird der Abstand zwischen dem oberen Förderband 14 und dem unteren Förderband
derart gewählt, dass die Dachdämmplatte 1 zumindest während des Fräsvorgangs mit den
Fräsen 11 ortsfest eingespannt ist und eine Ausweichbewegung der Dachdämmplatte 1
in Förderrichtung 6 bzw. rechtwinklig hierzu nicht möglich ist.
[0049] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 wird die Dachdämmplatte 1 an den
ortsfest angeordneten Fräsen 11 vorbeigeführt. Alternativ kann aber vorgesehen sein,
dass die Dachdämmplatte 1 in der in Figur 1 dargestellten Position angehalten und
die Fräsen 11 an der Dachdämmplatte vorbeigeführt werden. Selbstverständlich besteht
auch die Möglichkeit einer überlagerten Bewegung der Fräsen 11 und der Dachdämmplatte
1.
[0050] Ein erstes Ausführungsbeispiel einer bearbeiteten Dachdämmplatte 1 ist in Figur 2
dargestellt. Es ist zu erkennen, dass die Dachdämmplatte 1 gemäß Figur 1 abweichend
von der Schiefwinkligkeit der Dachdämmplatten 1 in Figur 1 nunmehr rechte Winkel zwischen
den Schnittflächen 4 und den Längsflächen 5 aufweist. Gleiches gilt hinsichtlich der
Winkel zwischen den Oberflächen 2, 3 und den Schnittflächen 4 einerseits sowie den
Längsflächen 5 andererseits. Die Dachdämmplatte 1 ist daher quaderförmig ausgebildet.
[0051] Die Längsflächen 5 sind wellenförmig ausgebildet, wobei jede Längsfläche 5 alternierend
Wellenbäuche 16 und Wellentäler 17 aufweist. Die Wellenbäuche 16 sind derart ausgebildet,
dass sie beim Zusammenfügen benachbarter Dachdämmplatten 1 die Wellentäler 17 vollständig
und dichtend ausfüllen. Die Herstellung der Dachdämmplatte 1 gemäß Figur 2 erfolgt
mittels einer Bewegung der Fräsen 11 rechtwinklig zum Förderweg 9, wobei die Frequenz
der Bewegung der Fräsen 11 in Kombination mit der Fördergeschwindigkeit der Dachdämmplatte
1 im Bereich des Förderwegs 9 die Ausgestaltung der Wellenbäuche 16 und Wellentäler
17 bestimmt. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 sind die Fräsflächen 12 der Fräsen
11 identisch ausgebildet, um im Bereich beider Längsflächen 5 eine identische Wellenform
zu erzielen.
[0052] Figur 3 zeigt zwei Dachdämmplatten 1 in Seitenansicht, die zur Bildung einer geschlossenen
Dämmschicht auf einem flachen bzw. flach geneigten Dach in Richtung der Pfeile 18
aufeinanderzu geschoben werden.
[0053] Die Schnittfläche 4 der linken Dachdämmplatte 1 unterscheidet sich von der Schnittfläche
4' der rechten Dachdämmplatte 1 dadurch, dass die Schnittfläche 4 eine Innenwölbung
20 und die Schnittfläche 4' eine korrespondierend ausgebildete Auswölbung 19 aufweist.
Diese Konturen werden durch Fräsen 11 mit unterschiedlichen Fräsflächen 12 erzeugt.
Durch die Auswölbung 19 und die Innenwölbung 20 sind die Schnittflächen 4, 4' derart
ausgebildet, dass sie eine Art Kugelgelenk bilden, so dass sich eine zwischen den
benachbarten Dachdämmplatten 1 ausbildende Fuge bei Durchbiegung der Dachdämmplatten
1, beispielsweise durch eine Belastung auf ihre großen Oberflächen 2 oder bei Schwingungen
der die Dachdämmplatten 1 tragenden Dachunterkonstruktion nicht vollständig öffnen,
so dass hierdurch Wärmedämmbrücken entstehen können.
[0054] Die Auswölbung 19 und die Innenwölbung 20 erstrecken sich hierbei nicht über die
gesamten Schnittflächen 4 bzw. 4', sondern beschränken sich auf einen mittleren Bereich
dieser Schnittflächen 4 und 4'.
[0055] Ergänzend ist zu erkennen, dass die Dachdämmplatten 1 im Bereich ihrer großen Oberflächen
2 eine verdichtete Schicht 21 von Mineralfasern 7 aufweisen. Diese verdichtende Schicht
21 dient der Verbesserung der Druckfestigkeit der Dachdämmplatten 1. Es kann sich
hierbei auch um eine Schicht 21 handeln, die in Art einer Kaschierung auf die Dachdämmplatte
1 aufgebracht ist.
[0056] Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Dachdämmplatte 1 ist in Figur 4 dargestellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel der Dachdämmplatte 1 ist zu erkennen, dass die Mineralfasern
7 in Produktionsrichtung, d.h. in Förderrichtung 6 eine flache Lagerung innerhalb
der Dachdämmplatte 1 haben, während sie quer zur Förderrichtung 6 eine steile Lagerung
aufweisen.
[0057] Ergänzend zu den bezüglich den Figuren 2 und 3 beschriebenen Bearbeitungen der Längsflächen
5 ist bei dem Ausführungsbeispiel der Dachdämmplatte 1 gemäß Figur 4 vorgesehen, dass
eine Längsfläche 5 eine kompressible Zone 22 aufweist, die beispielsweise durch Auflockerung
der Mineralfaserstruktur im Bereich dieser Längsfläche 5 erzeugt wird. Zu diesem Zweck
kann eine der Fräse 11 nachgeschaltete Druckwalze (nicht dargestellt) vorgesehen sein,
die gezahnt ausgebildet ist und die Längsfläche 5 auf Druck und Scherung beansprucht.
Die Zone 22 hat eine Dicke von 5 mm.
[0058] Die voranstehend beschriebene Erfindung ist nicht auf die Herstellung von Dachdämmplatten
1 beschränkt. Vielmehr können das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Vorrichtung immer dann verwendet werden, wenn Dämmplatten aus Mineralfasern mit einer
hohen Genauigkeit hinsichtlich ihrer rechtwinkligen Anordnung ihrer Flächen zueinander
für die Ausgestaltung einer Wärmedämmung mit hoher Effektivität notwendig sind. Beispielsweise
können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung
auch solche Dämmplatten hergestellt werden, die im Fassadenbereich, beispielsweise
in Verbindung mit einem Wärmedämmverbundsystem Verwendung finden.
1. Verfahren zur Herstellung von Dachdämmplatten (1) aus Mineralfasem, vorzugsweise aus
Steinwolle, bei dem aus einer silikatischen Schmelze Mineralfasern erzeugt und mit
einem Binde- und/oder Imprägniermittel auf einem Stetigförderer (9) als Mineralfaserbahn
abgelegt werden, die Mineralfaserbahn mechanischen Bearbeitungen, wie Längs- und/oder
Querkompressionen und einem Härteofen zugeführt und anschließend entlang von Schnittflächen
(4) in Dachdämmplatten (1) unterteilt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dachdämmplatten (1) sowohl in ihrer Längserstreckung, als auch in ihrer zur Längserstreckung
rechtwinklig verlaufenden Quererstreckung lagegenau auf einer Fördereinrichtung ausgerichtet
und anschließend einer Besäumung und/oder Kalibrierung zumindest ihrer Längsflächen
(5, 5') zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dachdämmplatten (1) zumindest während der Besäumung zwischen zwei auf ihren großen
Oberflächen (2, 3) aufliegenden Druckbändern (14) eingespannt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Besäumung mit zumindest zwei Fräsen (11), Schleifbändem, Schleifrollen und/oder
Sägen durchgeführt wird, die beiderseits der Fördereinrichtung angeordnet und vorzugsweise
in ihrem Abstand zueinander einstellbar sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittflächen (4) der Dachdämmplatten (1) rechtwinklig zur Längsrichtung der
Fördereinrichtung ausgerichtet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dachdämmplatten (1) nach der Besäumung ihrer Längsflächen (5, 5') um 90° gedreht
und einer Besäumung der Schnittflächen (4) zugeführt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dachdämmplatten (1) im Bereich ihrer Längsflächen (5, 5') und/oder Schnittflächen
(4) mit einem Übermaß von 3 bis 25 mm, insbesondere 3 bis 10 mm hergestellt und der
Besäumung zugeführt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dachdämmplatten (1) zu ihrer Ausrichtung gegen einen rechtwinklig zur Förderrichtung
(6) verlaufenden, heb- und versenkbaren Anschlag (10) im Förderweg (9) gefahren und
zur vollflächigen Anlage der in Förderrichtung (6) vorne liegenden Schnittfläche (4)
am Anschlag (10) geschoben werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erforderliche Ausrichtung der Dachdämmplatten (1) über im Anschlag (10) angeordnete
Drucksensoren ermittelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dachdämmplatten (1) über seitlich des Förderwegs (9) angeordnete, vorzugsweise
hydraulisch und/oder pneumatisch angetriebene Manipulatoren in die für die Besäumung
erforderliche Ausrichtung bewegt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dachdämmplatten (1) an den Fräsen (11) oder die Fräsen (11) an den Dachdämmplatten
(11) vorbei bewegt werden, bzw. die Bewegung der Dachdämmplatten (1) und Fräsen (11)
kombiniert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fräsen (11), Schleifbänder, Schleifrollen und/oder Sägen an gegenüberliegenden
Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten (1) korrespondierende Ausnehmungen (20) und
Vorsprünge (19) einfräsen.
12. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand der Fräsen (11), Schleifbänder, Schleifrollen und/oder Sägen mittels
einer Laser-Meßanlage, vorzugsweise in Abhängigkeit einer rechnergestützten Auftragsverwaltung
eingestellt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längsflächen (5, 5') und/oder Schnittflächen (4) wellenförmig oder in einer anderen,
die Verzahnung benachbart angeordneter Dachdämmplatten (1) ermöglichenden geometrischen
Ausbildung kalibriert und ausgebildet werden.
14. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Elastifizierung der Seitenflächenbereiche der Dachdämmplatten (1) in die Längsflächen
(5, 5') und/oder Schnittflächen (4) im wesentlichen parallel zu den großen Oberflächen
(2, 3) der Dachdämmplatten (1) verlaufende Einschnitte und/oder Ausnehmungen, wie
beispielsweise Nuten mit einer Tiefe von maximal 5 mm, vorzugsweise 2 mm eingebracht
werden.
15. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Elastifizierung der Seitenflächenbereiche der Dachdämmplatten (1) die Längsflächen
(5, 5') und/oder Schnittflächen (4) Profilierungen über die Höhe der Dachdämmplatten
(1) eingearbeitet, insbesondere eingefräst und/oder eingeschliffen werden.
16. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Elastifizierung der Seitenflächenbereiche der Dachdämmplatten (1) die Längsflächen
(5, 5') und/oder Schnittflächen (4) über eine Walze auf Druck und/oder Scherung belastet
werden.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass vorzugsweise mit einer gezahnten Walze ein Bereich von bis zu 20 mm, vorzugsweise
zwischen 3 und 10 mm in Richtung der Flächennormalen der Längsflächen (5, 5') und/oder
Schnittflächen (4) elastifiziert wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekenntzeichnet,
dass die Elastifizierung der Längsflächen (5, 5') und/oder Schnittflächen (4) lokal,
insbesondere über die Dicke der Dachdämmplatten (1) begrenzt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur eine der gegenüberliegend angeordneten Längsflächen (5, 5') und/oder Schnittflächen
(4) elastifiziert wird.
20. Dachdämmplatten (1) aus mit Binde- und/oder Imprägniermitteln versehenen Mineralfasem,
vorzugsweise aus Steinwolle, mit zwei großen, parallel und beabstandet zueinander
angeordneten Oberflächen (2, 3), die über zwei Schnittflächen (4) und zwei Längsflächen
(5, 5') miteinander verbunden sind, wobei die Schnittflächen (4) rechtwinklig zu den
Längsflächen (5, 5') und die Längsflächen (5, 5') sowie die Schnittflächen (4) rechtwinklig
zu den großen Oberflächen (2, 3) ausgerichtet sind,
gekennzeichnet durch
eine maximale Abweichung in der Breite von ± 0,5 bis 1 mm und/oder maximale Schiefwinkligkeit
der Schnittflächen (4) zu den Längsflächen (5, 5') von 0,5 bis 1 mm bezogen auf eine
Länge von 1 m.
21. Dachdämmplatten nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittflächen (4) und/oder Längsflächen (5, 5') mit Ausnehmungen (20) und/oder
Vorsprüngen (19) ausgebildet sind, so dass benachbart angeordnete Schnittflächen (4)
und/oder Längsflächen (5, 5') dichtend ineinander greifen.
22. Dachdämmplatten nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmungen (20) und/oder Vorsprünge (19) eine zumindest begrenzte Schwenkbeweglichkeit
der benachbart angeordneten Längsflächen (5, 5') und/oder Schnittflächen (4) zueinander
ermöglichen.
23. Dachdämmplatten nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmungen (20) konkav und die Vorsprünge (19) korrespondierend konvex ausgebildet
sind.
24. Dachdämmplatten nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittflächen (4) und/oder Längsflächen (5, 5') in Längsrichtung eine Wellenform
aufweisen, die an gegenüberliegend angeordneten Schnittflächen (4) und/oder Längsflächen
(5, 5') derart korrespondierend ausgebildet sind, dass im Bereich eines Wellenbauchs
(16) einer Schnittfläche (4) und/oder Längsfläche (5, 5') ein korrespondierendes Wellental
(17) in der gegenüberliegenden Schnittfläche (4) und/oder Längsfläche (5, 5') angeordnet
ist.
25. Dachdämmplatten nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Schnittflächen (4) und/oder Längsflächen (5, 5') eine, vorzugsweise
durch eine Elastifizierung und/oder eine bestimmte Faserausrichtung kompressible Zone
(22) aufweist.
26. Dachdämmplatten nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die compressible Zone (22) über die gesamte Länge der Schnittfläche (4) und/oder
Längsfläche (5, 5') erstreckt.
27. Dachdämmplatten nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die kompressible Zone (22) eine Tiefe von bis zu 20 mm, insbesondere 3 bis 10 mm
aufweist.
28. Dachdämmplatten nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
das die kompressible Zone (22) in unterschiedliche Bereiche unterteilt ist, die über
die Höhe der Schnittflächen (4) und/oder die Längsflächen (5, 5') verteilt angeordnet
sind.
29. Dachdämmplatten nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittflächen (4) eine von der Elastifizierung der Längsflächen (5, 5') unterschiedliche,
vorzugsweise bei flach gelagerten Mineralfasern (7) eine geringe Elastifizierung aufweisen.
30. Dachdämmplatten nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittflächen (4) und/oder Längsflächen (5, 5') zumindest einen vorzugweise
mehrere, insbesondere parallel zu den großen Oberflächen (2, 3) verlaufenden Einschnitte
und/oder Ausnehmungen aufweisen.
31. Dachdämmplatten nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einschnitte und/oder Ausnehmungen eine Breite von maximal 2 mm aufweisen.
32. Vorrichtung zur Herstellung von Dachdämmplatten (1) aus mit Binde- und/oder Imprägniermitteln
versehenen Mineralfasern, vorzugsweise aus Steinwolle, mit zwei großen, parallel und
beabstandet zueinander angeordneten Oberflächen (2, 3), die über zwei Schnittflächen
(4) und zwei Längsflächen (5, 5') miteinander verbunden sind, wobei die Schnittflächen
(4) rechtwinklig zu den Längsflächen (5, 5') und die Längsflächen (5, 5') sowie die
Schnittflächen (4) rechtwinklig zu den großen Oberflächen (2, 3) ausgerichtet sind
und zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem Förderweg (9), vorzugweise
zumindest einem Stetigförderer auf dem die Dachdämmplatten (1) einer Verpackungsstation
zugefördert werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Förderweg (9) ein in den Förderweg (9) einbringbarer Anschlag (10) angeordnet
ist, der rechtwinklig zur Förderrichtung (6) ausgerichtet ist und dass dem Anschlag
(10) nachfolgend eine Einrichtung zur schneidenden und/oder spanabhebenden Bearbeitung
der im wesentlichen parallel zur Förderrichtung (6) verlaufenden seitlichen Flächen
(4, 5, 5') der Dachdämmplatten (1) angeordnet ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anschlag (10) Drucksensoren aufweist, die eine erwünschte Ausrichtung der auflaufenden
Dachdämmplatte (1) erfassen und an eine Steuerung für den Anschlag (10) übermitteln.
34. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des Anschlags (10) beidseitig des Förderwegs Schieberelemente angeordnet
sind, die die auf den Anschlag (10) auflaufende Dachdämmplatten (1) ausrichten.
35. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zur schneidenden und/oder spanabhebenden Bearbeitung der im wesentlichen
parallel zur Förderrichtung (6) verlaufenden seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten
(1) aus zumindest zwei rotationssymetrischen Fräsen (11) besteht, die beidseitig des
Förderwegs (9) angeordnet sind.
36. Vorrichtung nach Anspruch 35,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Fräsen (11) die seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten (1) bearbeitende
Schleifeinrichtungen nachgeschaltet und/oder Sägen vorgeschaltet sind.
37. Vorrichtung nach Anspruch 35 oder 34,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fräsen (11), die Schleifeinrichtungen und/oder die Sägen in ihrem Abstand zum
Förderweg (9) einstellbar angeordnet und/oder parallel zum Förderweg (9) bewegbar
sind.
38. Vorrichtung nach Anspruch 35,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fräsen (11) unterschiedliche Ausbildungen ihrer Fräsflächen (12) aufweisen.
39. Vorrichtung nach Anspruch 38,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fräsflächen (12) derart ausgebildet sind, dass sie in gegenüberliegend angeordnete
seitliche Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten (1) korrespondierende Ausnehmungen
(20) und Vorsprünge (19) einfräsen.
40. Vorrichtung nach Anspruch 38,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fräsfläche (12) eine konkave Oberflächenform und die zweite Fräsfläche (12)
eine korrespondierende konvexe Wölbung aufweist.
41. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Einrichtung zur schneidenden und/oder spanabhebenden Bearbeitung der
im wesentlichen parallel zur Förderrichtung (6) verlaufenden seitlichen Flächen (4,
5, 5') der Dachdämmplatten (1) Druckbänder (14) angeordnet sind, die auf den großen
Oberflächen (2, 3) der Dachdämmplatten (1) aufliegen.
42. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einrichtung zur schneidenden und/oder spanabhebenden Bearbeitung der im wesentlichen
parallel zur Förderrichtung (6) verlaufenden seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten
(1) zumindest eine vorzugsweise gezahnte Druckwalze nachgeordnet ist, die auf die
seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten (1) zur Elastifizierung zumindest
von Teilbereichen der seitlichen Flächen (4, 5, 5') einwirkt.
43. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einrichtung zur schneidenden und/oder spanabhebenden Bearbeitung der im wesentlichen
parallel zur Förderrichtung (6) verlaufenden seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten
(1) zumindest ein Schneidwerkzeug nachgeschaltet ist, welches Einschnitte und/oder
Ausnehmungen in die seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten (1) einschneidet,
die parallel zu den großen Oberflächen (2, 3) ausgerichtet sind.
44. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einrichtung zur schneidenden und/oder spanabhebenden Bearbeitung der im wesentlichen
parallel zur Förderrichtung (6) verlaufenden seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten
(1) eine Drehstation und der Drehstation eine weitere Einrichtung zur schneidenden
und/oder spanabhebenden Bearbeitung der im wesentlichen parallel zur Förderrichtung
(6) verlaufenden seitlichen Flächen (4, 5, 5') der Dachdämmplatten (1) nachgeschaltet
ist, so dass alle vier seitlichen Flächen, nämlich die Schnittflächen (4) und die
Längsflächen (5, 5') der Dachdämmplatten (1) bearbeitbar sind.
1. A method for the manufacture of roof insulating boards (1) made of mineral fibres,
preferably rock wool, in which mineral fibres are produced from a silicious melt and
are deposited with a binding and/or impregnating agent on a continuous conveyor (9)
as mineral fibre sheet, the mineral fibre sheet is supplied to mechanical treatments,
such as longitudinal and transverse compressions, and to a hardening furnace and is
afterwards divided into roof insulating boards (1) along cut surfaces (4),
characterized in that
the roof insulating boards (1) are aligned both in their longitudinal extension and
their transverse extension which is rectangular with respect to the longitudinal extension
in positional accuracy on a conveyor and are afterwards supplied to a trimming operation
and/or calibration of at least their longitudinal faces (5, 5').
2. A method according to claim 1,
characterized in that
the roof insulating boards (1) are clamped between two compression strips (14) which
rest upon the large surfaces (2, 3) of the boards at least when being trimmed.
3. A method according to claim 1,
characterized in that
the trimming is carried out by means of at least two milling cutters (11), grinding
belts, grinding rolls and/or saws which are placed on both sides of the conveyor and
which can be preferably adjusted with respect to their distance between each other.
4. A method according to claim 1,
characterized in that
the cut surfaces (4) of the roof insulating boards (1) are aligned in a right angle
with respect to the longitudinal direction of the conveyor.
5. A method according to claim 1,
characterized in that
after the trimming of the longitudinal faces (5, 5') the roof insulating boards (1)
are turned by 90° and supplied to a trimming of the cut surfaces (4).
6. A method according to claim 1,
characterized in that
the roof insulating boards (1) are manufactured with longitudinal faces (5, 5') and/or
cut surfaces (4) presenting an excess dimension comprised between 3 and 25 mm, especially
between 3 and 10 mm, and are supplied to the trimming.
7. A method according to claim 1,
characterized in that
the roof insulating boards (1) are moved with respect to their alignment against a
stop (10) extending in a right angle to the direction of transport (6), which stop
is located in the transport path (9) and can be lifted and made sink in, and are pushed
against said stop (10) such that the cut surface (4) which is placed in front in the
direction of transport (6) comes to an all-over bearing on it.
8. A method according to claim 7,
characterized in that
the required alignment of the roof insulating boards (1) will be determined by pressure
sensors installed in the stop (10).
9. A method according to claim 1,
characterized in that
the roof insulating boards (1) are moved into the alignment required for the trimming
operation by means of preferably hydraulically and/or pneumatically driven manipulators
which are located on the side of the transport path (9).
10. A method according to claim 3,
characterized in that
the roof insulating boards (1) are moved along the milling cutters (11) or the milling
cutters (11) are moved along the roof insulating boards or the movements of the roof
insulating boards (1) and milling cutters (11) are combined.
11. A method according to claim 3,
characterized in that
the milling cutters (11), grinding belts, grinding rolls and/or saws mill corresponding
recesses (20) and projections (19) into opposite surfaces (4, 5, 5') of the roof insulating
boards (1).
12. A method according to claim 3,
characterized in that
the distance of the milling cutters (11), grinding belts, grinding rolls and/or saws
is adjusted by means of a laser measuring unit, preferably in dependence on a computer
supported task management.
13. A method according to claim 1,
characterized in that
the longitudinal faces (5, 5') and/or cut surfaces (4) are calibrated and configured
in an undulated form or in another geometric configuration which enables the toothing
of adjacent roof insulating boards (1).
14. A method according to claim 1,
characterized in that
incisions and/or recesses, such as for example grooves having a depth of maximum 5
mm, preferably of 2 mm, which essentially extend in parallel to the large surfaces
(2, 3) of the roof insulating boards (1) are realized in the longitudinal faces (5,
5') and/or cut surfaces (4) for elasticizing the side face areas of the roof insulating
boards (1).
15. A method according to claim 1,
characterized in that
profiles are incorporated, in particular milled and/or grinded into the longitudinal
faces (5, 5') and/or cut surfaces (4) over the height of the roof insulating boards
for elasticizing the side face areas of the roof insulating boards (1).
16. A method according to claim 1,
characterized in that
the longitudinal faces (5, 5') and/or cut surfaces (4) are loaded with pressure and/or
shear via a roller for elasticizing the side face areas of the roof insulating boards
(1).
17. A method according to claim 16,
characterized in that
an area of up to 20 mm, preferably between 3 and 10 mm, in the direction of the surface
normal of the longitudinal faces (5, 5') and/or cut surfaces (4) is elasticized, preferably
by means of a toothed roller.
18. A method according to claim 16,
characterized in that
the elastification of the longitudinal faces (5, 5') and/or cut surfaces (4) is locally
limited, especially by means of the thickness of the roof insulating boards (1).
19. A method according to claim 16,
characterized in that
only one of the opposite longitudinal faces (5, 5') and/or cut surfaces (4) is elasticized.
20. Roof insulating boards (1) made of mineral fibres provided with binding and/or impregnating
agents, preferably made of rock wool, comprising two large surfaces (2, 3) placed
in parallel and spaced from each other which are connected to each other via two cut
surfaces (4) and two longitudinal faces (5, 5'), wherein the cut surfaces (4) are
aligned in a right angle with respect to the longitudinal faces (5, 5') and the longitudinal
faces (5, 5') as well as the cut surfaces (4) are aligned in a right angle with respect
to the large surfaces (2, 3),
characterized by
a maximum deviation in width of ± 0.5 to 1 mm and/or a maximum oblique-angled state
of the cut surfaces (4) with respect to the longitudinal faces (5, 5') of 0.5 to 1
mm referred to a length of 1 m.
21. Roof insulating boards according to claim 20,
characterized in that
the cut surfaces (4) and/or longitudinal faces (5, 5') are designed with recesses
(20) and/or projections (19), such that adjacent cut surfaces (4) and/or longitudinal
faces (5, 5') interlock in a sealing manner.
22. Roof insulating boards according to claim 21,
characterized in that
the recesses (20) and/or projections (19) enable an at least limited swiveling mobility
of the adjacent longitudinal faces (5, 5') and/or cut surfaces (4) with respect to
each other.
23. Roof insulating boards according to claim 20,
characterized in that
the recess (20) are concave and the projections (19) are correspondingly convex.
24. Roof insulating boards according to claim 20,
characterized in that
the cut surfaces (4) and/or longitudinal faces (5, 5') comprise wave-shapes in the
longitudinal direction, which wave-shapes are correspondingly configured on opposite
cut surfaces (4) and/or longitudinal faces (5, 5') such that in the area of a wave
loop (16) of a cut surface (4) and/or a longitudinal face (5, 5') a corresponding
wave through (17) is formed in the opposite cut surface (4) and/or longitudinal face
(5, 5').
25. Roof insulating boards according to claim 20,
characterized in that
at least one of the cut surfaces (4) and/or longitudinal faces (5, 5') comprises a
zone (22) which is made compressible preferably by means of an elastification and/or
a special fibre alignment.
26. Roof insulating boards according to claim 25,
characterized in that
the compressible zone (22) extends over the entire length of the cut surface (4) and/or
longitudinal face (5, 5').
27. Roof insulating boards according to claim 25,
characterized in that
the compressible zone (22) comprises a depth of up to 20 mm, especially comprised
between 3 and 10 mm.
28. Roof insulating boards according to claim 25,
characterized in that
the compressible zone (22) is divided into different areas which are arranged in a
distributed manner over the height of the cut surfaces (4) and/or the longitudinal
faces (5, 5').
29. Roof insulating boards according to claim 20,
characterized in that
the cut surfaces (4) comprise an elastification which is different from the one of
the longitudinal faces (5, 5'), preferably a low elastification in case of flat laid
mineral fibres (7).
30. Roof insulating boards according to claim 20,
characterized in that
the cut surfaces (4) and/or longitudinal faces (5, 5') comprise at least one, preferably
more incisions and/or recesses which extend in particular in parallel to the large
surfaces (2, 3).
31. Roof insulating boards according to claim 29,
characterized in that
the incisions and/or recesses comprise a width of maximum 2 mm.
32. A device for the manufacture of roof insulating boards (1) made of mineral fibres
provided with binding and/or impregnating agents, preferably made of rock wool, comprising
two large surfaces (2, 3) placed in parallel and spaced from each other which are
connected to each other via two cut surfaces (4) and two longitudinal faces (5, 5'),
wherein the cut surfaces (4) are aligned in a right angle with respect to the longitudinal
faces (5, 5') and the longitudinal faces (5, 5') as well as the cut surfaces (4) are
aligned in a right angle with respect to the large surfaces (2, 3), and for carrying
out the method according to claim 1, comprising a transport path (9), preferably at
least one continuous conveyor on which the roof insulating boards (1) are supplied
to a packaging station,
characterized in that
a stop (10) is placed in the transport path (9) which can be brought into said transport
path (9) and which is aligned in a right angle with respect to the direction of transport,
and that a device for the cutting and/or chip removing treatment of the lateral faces
(4, 5, 5') of the roof insulating boards (1) which essentially extend in parallel
to the direction of transport (6) is placed downstream of the stop (10).
33. A device according to claim 32,
characterized in that
the stop (10) comprises pressure sensors which detect a desired alignment of the arriving
roof insulating board (1) and transmit it to a control system of the stop (10).
34. A device according to claim 32,
characterized in that
pushing elements are placed on both sides of the transport path in the area of the
stop (10), which pushing elements align the roof insulating board (1) that arrives
at the stop (10).
35. A device according to claim 32,
characterized in that
the device for the cutting and/or chip removing treatment of the lateral faces (4,
5, 5') of the roof insulating boards (1) which essentially extend in parallel to the
direction of transport (6) consists of at least two rotationally symmetrical milling
cutters (11) which are placed on both sides of the transport path (9).
36. A device according to claim 35,
characterized in that
grinding devices which are treating the lateral faces (4, 5. 5') of the roof insulating
boards (1) are placed downstream of the milling cutters (11) and/or saws are placed
upstream of the milling cutters (11).
37. A device according to claim 35 or 34,
characterized in that
the milling cutters (11), the grinding devices and/or the saws are arranged such that
their distance from the transport path (9) can be adjusted and/or they can be moved
in parallel to the transport path (9).
38. A device according to claim 35,
characterized in that
the milling cutters (11) comprise different designs of their milling surfaces (12).
39. A device according to claim 38,
characterized in that
the milling surfaces (12) are designed such that they mill corresponding recesses
(20) and projections (19) into opposite lateral faces (4, 5, 5') of the roof insulating
boards (1).
40. A device according to claim 38,
characterized in that
one milling surface (12) comprises a concave surface shape and the second milling
surface (12) comprises a corresponding convex bulging.
41. A device according to claim 32,
characterized in that
compression strips (14) which rest upon the large surfaces (2, 3) of the roof insulating
boards (1) are placed in the area of the device for the cutting and/or chip removing
treatment of the lateral faces (4, 5, 5') of the roof insulating boards (1) which
essentially extend in parallel to the direction of transport (6).
42. A device according to claim 32,
characterized in that
at least one preferably toothed press roller which acts upon the lateral faces (4,
5, 5') of the roof insulating boards (1) for elasticizing at least partial areas of
the lateral faces (4, 5, 5') is placed downstream of the device for the cutting and/or
chip removing treatment of the lateral faces (4, 5, 5') of the roof insulating boards
(1) which essentially extend in parallel to the direction of transport (6).
43. A device according to claim 32,
characterized in that
at least one cutting tool which cuts incisions and/or recesses which are aligned in
parallel to the large surfaces (2, 3) into the lateral faces (4, 5, 5') of the roof
insulating boards (1) is placed downstream of the device for the cutting and/or chip
removing treatment of the lateral faces (4, 5, 5') of the roof insulating boards (1)
which essentially extend in parallel to the direction of transport (6).
44. A device according to claim 32,
characterized in that
a turning station is placed downstream of the device for the cutting and/or chip removing
treatment of the lateral faces (4, 5, 5') of the roof insulating boards (1) which
essentially extend in parallel to the direction of transport (6) and another device
for the cutting and/or chip removing treatment of the lateral faces (4, 5, 5') of
the roof insulating boards (1) which essentially extend in parallel to the direction
of transport (6) is arranged downstream of the turning station, such that all four
lateral faces, namely the cut surfaces (4) and the longitudinal faces (5, 5') of the
roof insulating boards (1) can be worked.
1. Procédé de fabrication des panneaux isolants de toit (1) en fibres minérales, de préférence
en laine minérale, dans lequel des fibres minérales sont produites à partir d'une
fonte silicieuse et sont déposées avec un liant et/ou un liquide d'imprégnation sur
un engin de manutention continue (9) sous forme de feuille continue en fibres minérales,
la feuille continue en fibres minérales est amenée à des traitements mécaniques tels
que des compressions longitudinales et/ou transversales et à un four de trempe et
après elle est divisée en panneaux isolants de toit (1) le long des surfaces de coupe
(4),
caractérisé en ce que
les panneaux isolants de toit (1) sont alignés, et en ce qui concerne leur extension
longitudinale et en ce qui concerne leur extension transversale rectangulaire par
rapport à l'extension longitudinale, avec exactitude de position sur un transporteur
et sont amenés après à un contournage et/ou un calibrage d'au moins leurs surfaces
longitudinales (5, 5').
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les panneaux isolants de toit (1) sont serrés entre deux bandes de compression (14)
qui s'appuient sur leurs grandes surfaces (2, 3), au moins pendant le contournage.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le contournage est réalisé à l'aide d'au moins deux fraises (11), des rubans abrasifs,
des rouleaux abrasifs et/ou des scies qui sont disposés des deux côtés du transporteur
et qui sont réglables par rapport à leur distance mutuelle.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les surfaces de coupe (4) des panneaux isolants de toit (1) sont orientées à angles
droits par rapport à la direction longitudinale du transporteur.
5. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
après le contournage des surfaces longitudinales (5, 5'), les panneaux isolants de
toit (1) sont tournés par 90° et amenés à un contournage des surfaces de coupe (4).
6. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les panneaux isolants de toit (1) sont fabriqués de sorte qu'ils présentent une surmesure
comprise entre 3 et 25 mm, notamment entre 3 et 10 mm, au niveau de leurs surfaces
longitudinales (5, 5') et/ou de leurs surfaces de coupe (4) et sont amenés au contournage.
7. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les panneaux isolants de toit (1) sont déplacés par rapport à leur orientation contre
une butée (10) qui s'étend à angles droits par rapport à la direction de transport
(6), la butée étant disposée dans le parcours de transport (9) et étant susceptible
d'être levée et enfoncée, et ils sont poussés contre la butée (10) de sorte que la
surface de coupe (4) qui se trouve en avant dans la direction de transport (6) prend
appui sur la butée sur toute la surface.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'orientation nécessaire des panneaux isolants de toit (1) est détectée par moyen
des palpeurs de pression disposés dans la butée (10).
9. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les panneaux isolants de toit (1) sont déplacés dans l'orientation nécessaire pour
le contournage par moyen des manipulateurs qui sont de préférence entraînés de manière
hydraulique et/ou pneumatique et qui sont disposés à côté du parcours de transport
(9).
10. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les panneaux isolants de toit (1) sont déplacés le long des fraises (11) ou les fraises
(11) sont déplacés le long des panneaux isolants de toit ou les mouvements des panneaux
isolants de toit (1) et des fraises (11) sont combinés.
11. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les fraises (11), des rubans abrasifs, des rouleaux abrasifs et/ou des scies fraisent
des évidements (20) et des saillies (19) correspondants dans des surfaces opposées
(4, 5, 5') des panneaux isolants de toit (1).
12. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la distance des fraises (11), des rubans abrasifs, des rouleaux abrasifs et/ou des
scies est ajustée par moyen d'un arrangement de mesure à laser, de préférence en fonction
d'une gestion de travaux assistée par ordinateur.
13. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les surfaces longitudinales (5, 5') et/ou les surfaces de coupe (4) sont calibrées
et configurées sous forme ondulé ou dans une autre configuration permettant l'engrenage
des panneaux isolants de toit (1) adjacents.
14. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
des incisions et/ou des évidements tels que par exemple des rainures ayant une profondeur
de maximum 5 mm, de préférence de 2 mm, qui s'étendent essentiellement en parallèle
aux grandes surfaces (2, 3) des panneaux isolants de toit (1) sont réalisés dans les
surfaces longitudinales (5, 5') et/ou les surfaces de coupe (4) pour l'élastification
des zones de faces latérales des panneaux isolants de toit (1).
15. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
des profilés sont incorporés, notamment fraisés et/ou meulés dans les surfaces longitudinales
(5, 5') et/ou les surfaces de coupe (4) sur la hauteur des panneaux isolants de toit
(1) pour élastifier les zones de faces latérales des panneaux isolants de toit (1).
16. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les surfaces longitudinales (5, 5') et/ou les surfaces de coupe (4) sont chargées
de pression et/ou de cisaillement par moyen d'un rouleau pour élastifier les zones
de faces latérales des panneaux isolants de toit (1).
17. Procédé selon la revendication 16,
caractérisé en ce qu'
une zone de jusqu'à 20 mm, de préférence entre 3 et 10 mm, dans la direction de la
normale de surface des surfaces longitudinales (5, 5') et/ou des surfaces de coupe
(4) est élastifiée, de préférence par moyen d'un rouleau denté.
18. Procédé selon la revendication 16,
caractérisé en ce que
l'élastification des surfaces longitudinales (5, 5') et/ou des surfaces de coupe est
localement limitée, notamment par l'épaisseur des panneaux isolants de toit (1).
19. Procédé selon la revendication 16,
caractérisé en ce que
seulement l'une des surfaces longitudinales (5, 5') opposées et/ou des surfaces de
coupe (4) opposées est élastifiée.
20. Panneaux isolants de toit (1) en fibres minérales munies des liants et/ou des liquides
d'imprégnation, notamment en laine minérale, comprenant deux grandes surfaces (2,
3) disposées en parallèle et espacées l'une de l'autre, qui sont reliées l'une à l'autre
par deux surfaces de coupe (4) et deux surfaces longitudinales (5, 5'), les surfaces
de coupe (4) étant orientées de manière orthogonale par rapport aux surfaces longitudinales
(5, 5') et les surfaces longitudinales (5, 5') ainsi que les surfaces de coupe (4)
étant orientées de manière orthogonale par rapport aux grandes surfaces (2, 3),
caractérisé par
une divergence maximale de la largeur comprise entre ± 0,5 et 1 mm et/ou un état obliquangle
maximal des surfaces de coupe (4) par rapport aux surfaces longitudinales (5, 5')
de 0,5 à 1 mm rapporté à une longueur de 1 m.
21. Panneaux isolants de toit selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
les surfaces de coupe (4) et/ou les surfaces longitudinales (5, 5') comprennent des
évidements (20) et/ou des saillies (19) de sorte que des surfaces de coupe (4) adjacentes
et/ou des surfaces longitudinales adjacentes s'enchaînent de manière étanche.
22. Panneaux isolants de toit selon la revendication 21,
caractérisé en ce que
les évidements (20) et/ou les saillies (19) permettent une mobilité pivotante au moins
limitée des surfaces longitudinales (5, 5') adjacentes et/ou des surfaces de coupe
(4) adjacentes les unes par rapport aux autres.
23. Panneaux isolants de toit selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
les évidements (20) sont concaves et les saillies (19) sont convexes de manière correspondante.
24. Panneaux isolants de toit selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
les surfaces de coupe (4) et/ou les surfaces longitudinales (5, 5') présentent des
formes ondulatoires dans la direction longitudinale, les formes ondulatoires étant
configurées de manière correspondante sur des surfaces de coupe (4) opposées et/ou
des surfaces longitudinales (5, 5') opposées de sorte que dans la zone d'un ventre
d'onde (16) d'une surface de coupe (4) et/ou d'une surface longitudinale (5, 5') un
creux de l'onde (17) correspondant est disposé dans la surface de coupe (4) opposée
et/ou la surface longitudinale (5, 5') opposée.
25. Panneaux isolants de toit selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
l'au moins une des surfaces de coupe (4) et/ou des surfaces longitudinales (5, 5')
comprend une zone (22) rendue compressible par une élastification et/ou une certaine
orientation de fibres.
26. Panneaux isolants de toit selon la revendication 25,
caractérisé en ce que
la zone compressible (22) s'étend sur toute la longueur de la surface de coupe (4)
et/ou de la surface longitudinale (5, 5').
27. Panneaux isolants de toit selon la revendication 25,
caractérisé en ce que
la zone compressible (22) comprend une profondeur de jusqu'à 20 mm, notamment compris
entre 3 et 10 mm.
28. Panneaux isolants de toit selon la revendication 25,
caractérisé en ce que
la zone compressible (22) est divisée en parties différentes qui sont distribuées
sur la hauteur des surfaces de coupe (4) et/ou des surfaces longitudinales (5, 5').
29. Panneaux isolants de toit selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
les surfaces de coupe (4) comprennent une élastification différente de l'élastification
des surfaces longitudinales (5, 5'), notamment une élastification faible au cas des
fibres minérales (7) posées à plat.
30. Panneaux isolants de toit selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
les surfaces de coupe (4) et/ou les surfaces longitudinales (5, 5') comprennent au
moins une, de préférence plusieurs incisions et/ou évidements qui s'étendent notamment
en parallèle aux grandes surfaces (2, 3).
31. Panneaux isolants de toit selon la revendication 29,
caractérisé en ce que
les incisions et/ou les évidements comprennent une largeur de maximum 2 mm.
32. Dispositif de fabrication des panneaux isolants de toit (1) en fibres minérales munies
des liants et/ou des liquides d'imprégnation, notamment en laine minérale, comprenant
deux grandes surfaces (2, 3) disposées en parallèle et espacées l'une de l'autre,
qui sont reliées l'une à l'autre par deux surfaces de coupe (4) et deux surfaces longitudinales
(5, 5'), les surfaces de coupe (4) étant orientées de manière orthogonale par rapport
aux surfaces longitudinales (5, 5') et les surfaces longitudinales (5, 5') ainsi que
les surfaces de coupe (4) étant orientées de manière orthogonale par rapport aux grandes
surfaces (2, 3), et d'exécution du procédé selon la revendication 1, comprenant un
parcours de transport (9), de préférence au moins un engin de manutention continue
sur lequel les panneaux isolants de toit (1) sont amenés à une station d'emballage,
caractérisé en ce qu'
une butée (10) est disposée au niveau du parcours de transport (9) qui est susceptible
d'être placée dans le parcours de transport (9) et qui est orientée de manière orthogonale
par rapport à la direction de transport (6) et en ce qu'un dispositif pour l'usinage de coupe et/ou d'enlèvement des copeaux des surfaces
latérales (4, 5, 5') des panneaux isolants de toit (1) lesquelles s'étendent essentiellement
en parallèle à la direction de transport (6) est disposé en aval de la butée (10).
33. Dispositif selon la revendication 32,
caractérisé en ce que
la butée (10) comprend des palpeurs de pression qui détectent une orientation désirée
du panneau isolant de toit (1) arrivant et la transmettent à un réglage automatique
de la butée (10).
34. Dispositif selon la revendication 32,
caractérisé en ce que
des éléments pousseurs sont disposés des deux côtés du parcours de transport au niveau
de la butée (10), lesquels alignent le panneau isolant de toit (1) arrivant à la butée
(10).
35. Dispositif selon la revendication 32,
caractérisé en ce que
le dispositif pour l'usinage de coupe et/ou d'enlèvement des copeaux des surfaces
latérales (4, 5, 5') des panneaux isolants de toit (1) lesquelles s'étendent essentiellement
en parallèle à la direction de transport (6) est composé d'au moins deux fraises (11)
à symétrie de révolution qui sont disposées des deux côtés du parcours de transport
(9).
36. Dispositif selon la revendication 35,
caractérisé en ce que
des dispositifs de meulage qui usinent les surfaces latérales (4, 5, 5') des panneaux
isolants de toit (1) sont disposés en aval des fraises (11) et/ou des scies sont disposées
en amont des fraises (11).
37. Dispositif selon les revendications 35 ou 34,
caractérisé en ce que
les fraises (11), les dispositifs de meulage et/ou les scies sont disposés de sorte
que leur distance par rapport au parcours de transport (9) peut être ajustée et/ou
ils peuvent être déplacés en parallèle au parcours de transport (9).
38. Dispositif selon la revendication 35,
caractérisé en ce que
les fraises (11) comprennent des configurations différentes de leurs surfaces de fraisage
(12).
39. Dispositif selon la revendication 38,
caractérisé en ce que
les surfaces de fraisage (12) sont configurées de sorte qu'elles fraisent des évidements
(20) et des saillies (19) correspondants dans des surfaces latérales (4, 5, 5') opposées
des panneaux isolants de toit (1).
40. Dispositif selon la revendication 38,
caractérisé en ce qu'
une surface de fraisage (12) comprend une forme de surface concave et la deuxième
surface de fraisage (12) comprend une courbure convexe correspondante.
41. Dispositif selon la revendication 32,
caractérisé en ce que
des bandes de compression (14) qui s'appuient sur les grandes surfaces (2, 3) des
panneaux isolants de toit (1) sont disposées au niveau du dispositif pour l'usinage
de coupe et/ou d'enlèvement des copeaux des surfaces latérales (4, 5, 5') des panneaux
isolants de toit (1) lesquelles s'étendent essentiellement en parallèle à la direction
de transport (6).
42. Dispositif selon la revendication 32,
caractérisé en ce q u'
au moins un rouleau-presseur qui est de préférence denté et qui agit sur les surfaces
latérales (4, 5, 5') des panneaux isolants de toit (1) pour élastifier au moins des
parties partielles des surfaces latérales (4, 5, 5') est disposé en aval du dispositif
pour l'usinage de coupe et/ou d'enlèvement des copeaux des surfaces latérales (4,
5, 5') des panneaux isolants de toit (1) lesquelles s'étendent essentiellement en
parallèle à la direction de transport (6).
43. Dispositif selon la revendication 32,
caractérisé en ce qu'
au moins un outil de coupe qui coupe des incisions et/ou des évidements qui sont alignés
en parallèle aux grandes surfaces (2, 3) dans les surfaces latérales (4, 5, 5') des
panneaux isolants de toit (1) est disposé en aval du dispositif pour l'usinage de
coupe et/ou d'enlèvement des copeaux des surfaces latérales (4, 5, 5') des panneaux
isolants de toit (1) lesquelles s'étendent essentiellement en parallèle à la direction
de transport (6).
44. Dispositif selon la revendication 32,
caractérisé en ce qu'
une station de tournage est disposée en aval du dispositif pour l'usinage de coupe
et/ou d'enlèvement des copeaux des surfaces latérales (4, 5, 5') des panneaux isolants
de toit (1) lesquelles s'étendent essentiellement en parallèle à la direction de transport
(6) et un autre dispositif pour l'usinage de coupe et/ou d'enlèvement des copeaux
des surfaces latérales (4, 5, 5') des panneaux isolants de toit (1) lesquelles s'étendent
essentiellement en parallèle à la direction de transport (6) est disposé en aval de
la station de tournage de sorte que tous les quatre surfaces latérales, à savoir les
surfaces de coupe (4) et les surfaces longitudinales (5, 5'), des panneaux isolants
de toit (1) peuvent être traitées.
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