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EP 1 402 156 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.01.2007 Patentblatt 2007/01 |
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Anmeldetag: 16.03.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2002/000970 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/099257 (12.12.2002 Gazette 2002/50) |
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ÖLABSCHEIDEVORRICHTUNG FÜR KURBELGEHÄUSEGASE EINER VERBRENNUNGSKRAFTMASCHINE
OIL SEPARATING DEVICE FOR CRANKSHAFT GASES OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
DISPOSITIF DE SEPARATION D'HUILE POUR GAZ DE CARTER DE VILEBREQUIN DE MOTEUR A COMBUSTION
INTERNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
07.06.2001 DE 10127817
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.2004 Patentblatt 2004/14 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- STEGMAIER, Juergen
73525 Schwaebisch Gmuend (DE)
- HEZEL, Bruno
70565 Stuttgart (DE)
- UHLENBROCK, Dietmar
49545 Tecklenburg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 870 908 DE-A- 3 326 881 DE-B- 1 164 158
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EP-A- 1 094 204 DE-A- 19 700 733 FR-A- 2 789 125
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ölabscheidevorrichtung für Kurbelgehäusegase einer Verbrennungskraftmaschine,
mit einer Vorabscheideeinrichtung, einer Zyklonabscheideeinrichtung, einer Feinabscheideeinrichtung
und gegebenenfalls einer Ventileinrichtung, die an einer Zylinderkopfhaube der Verbrennungskraftmaschine
kaskadenartig vorgesehen sind.
[0002] Im Betrieb einer Verbrennungskraftmaschine entstehen zwischen Kolben, Kolbenringen
und Zylinderlauffläche, ggf. auch im Bereich von Ventilführungen Leckgasströme, sogenanntes
Durchblasegas. In diesem Durchgaseblas, welches in den Kurbelgehäuseraum oder in ein
Nockenwellengehäuse oberhalb des Zylinderkopfs gelangt oder dort hingeführt wird,
sind flüssige Bestandteile, in erster Linie feine Öltröpfchen oder niedrig siedende
Bestandteile des Motoröls, enthalten. Auch infolge bewegter Triebwerksteile, nämlich
Kolben, Pleuel, Kurbelwelle oder Nockenwelle können auch größere Öltröpfchen im Kurbelgehäusegas
oder auch im Nockenwellengehäusegas enthalten sein. Man spricht hier auch von Schwallöl.
Um die Durchblasegase abzuführen, ist eine Entlüftung des Kurbelgehäuses, die meist
über das Nockenwellengehäuse verläuft, vorgesehen. Diese als Kurbelgehäusegase bezeichneten
und pulsierend anfallenden Gas/Flüssigkeitsmengen werden durch eine Ölabscheidevorrichtung
von den flüssigen Bestandteilen befreit und dann üblicherweise in den Ansaugbereich
der Verbrennungskraftmaschine geleitet. Durch die Ölabscheidung werden Verschmutzungen
in den nachfolgenden Bereichen vermieden, und die Emission von Kohlenwasserstoffen
wird nicht in unerwünschter Weise erhöht.
[0003] Aus der DE 197 00 733 A1 ist eine Ölabscheidevorrichtung für Kurbelgehäusegase der
gattungsgemäßen Art bekannt. Diese Druckschrift offenbart und lehrt, die eingangs
genannten Komponenten der Ölabscheidevorrichtung in der Zylinderkopfhaube der Verbrennungskraftmaschine
integriert anzuordnen. Hierbei ist die Vorabscheideeinrichtung und die Zyklonabscheideeinrichtung
an der Innenseite der Zylinderkopfhaube, also auf der dem Kurbel- bzw. Nockenwellengehäuse
zugewandten Seite der Zylinderkopfhaube angeordnet. Die Feinabscheideeinrichtung und
die Ventileinrichtung sind zwischen zwei Gehäusedeckelhälften der Zylinderkopfhaube
angeordnet und strömungsmäßig der Zyklonabscheideeinrichtung nachgeordnet. Ferner
ist bei dieser bekannten Ölabscheidevorrichtung im Bereich unterhalb des Feinabscheideeinsatzes
der Feinabscheideeinrichtung eine Ölrücklauföffnung zum Nockenwellengehäuse ausgebildet.
Flüssigkeit, insbesondere Öl, welche in der Vorabscheideeinrichtung und in der Zyklonabscheideeinrichtung
abgeschieden wurde, gelangen über schräge Gehäuseanformungen in den Gehäusebereich
der Feinabscheideeinrichtung und werden von dort über die genannte Ölrücklauföffnung
zurück in das Nockenwellengehäuse geleitet. Es wird also abgeschiedene Flüssigkeit
aus drei Stufen über die Ölrücklauföffnung in der dritten Stufe abgeschieden. Die
abgeschiedene Flüssigkeit kann die Strömung innerhalb der Ölabscheidevorrichtung behindern,
und zwar gerade dann, wenn große Flüssigkeitsmengen abgeschieden werden. Desweiteren
kann die schnelle Strömung, insbesondere bei oder am Ende der Zyklonabscheideeinrichtung,
die Rückführung von abgeschiedener Flüssigkeit behindern.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diesem Nachteil zu begegnen
und unabhängig davon die Montierbarkeit zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Ölabscheidevorrichtung erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Anspruch 1 gelöst.
[0006] Es wird also vorgeschlagen, das in der Vorabscheideeinrichtung abgeschiedene Öl über
eine weitere Rückführöffnung direkt in den Motorraum zurückzuleiten. Dies ist ohne
Weiteres möglich, weil im Bereich der Vorabscheideeinrichtung noch kein wesentliches
Druckgefälle herrscht und die dort abgeschiedene Flüssigkeitsmenge nach unten einfach
abtropfen bzw. ablaufen kann und nicht durch die Strömung in die Vorabscheideeinrichtung
hinein mitgerissen wird. Auf diese Weise wird ein großer Teil der im Kurbelgehäusegas
enthaltenen Flüssigkeit, nämlich größere Öltropfen, vorabgeschieden und direkt in
den Motorraum zurückgeführt. Das Zurückführen, Ablaufen oder Abtropfen dieser Flüssigkeitsmenge
erfolgt vorzugsweise durch dieselbe Öffnung in der Zylinderkopfhaube wie die Zuführung
des Kurbelgehäusegases in die Ölabscheidevorrichtung. Diese Öffnung umfasst einen
vorzugsweise großen Öffnungsquerschnitt, der beispielsweise eine in den Nockenwellengehäuseraum
hineinragende, insbesondere gewölbte Abtropfwandung, die von der Zylinderkopfhaube
gebildet ist, umfassen kann.
[0007] Erfindungsgemäß ist die Ölabscheidevorrichtung weiter so ausgebildet, dass die Vorabscheideeinrichtung,
die Zyklonabscheideeinrichtung, die Feinabscheideeinrichtung und die gegebenenfalls
vorgesehene Ventileinrichtung an der Außenseite der Zylinderkopfhaube angeordnet und
von einer Gehäusehalbschale überfangen sind, die zusammen mit der Außenseite der Zylinderkopfhaube
ein Gehäuse für die Abscheidevorrichtung bildet und dichtend gegen die Außenseite
der Zylinderkopfhaube montierbar ist.
[0008] Die Anordnung der Komponenten der Ölabscheidevorrichtung außerhalb der eigentlichen
Zylinderkopfhaube eröffnet die Möglichkeit, sämtliche Komponenten in einem Gehäuse,
nämlich einer Gehäusehalbschale der Ölabscheideeinrichtung, als vormontierbare Baugruppe
zu fertigen und diese Baugruppe dann mit oder ohne zusätzliches Bodenteil als Ganzes
modulartig an die Außenseite der Zylinderkopfhaube anzufügen. Insbesondere kann die
Zylinderköpfhaube losgelöst von Bauteilen der Ölabscheideeinrichtung am Zylinderkopf
montiert werden, um das Nockenwellengehäuse nach oben abzuschließen. Es kann dann
oder auch zu einem späteren Zeitpunkt die vorgefertigte Baugruppe der Ölabscheidevorrichtung
angebracht werden.
[0009] Es erweist sich insbesondere als vorteilhaft, wenn die Gehäusehalbschale, welche
ein Gehäuse für die Ölabscheidevorrichtung bildet, ein einstückig hergestelltes Kunststoffteil,
insbesondere ein Spritzgießteil, ist.
[0010] Im Hinblick auf die baugruppenspezifische Vormontierbarkeit der Ölabscheidevorrichtung
erweist es sich als vorteilhaft, wenn Strömungsleitwandungen der Vorabscheideeinrichtung,
ein Wendeleinsatz für die Zyklonabscheidevorrichtung, ein Abscheideeinsatz für die
Feinabscheideeinrichtung und vorzugsweise auch die Ventileinrichtung in die Gehäusehalbschale
vormontierbar einsetzbar sind. Sämtliche Komponenten können dann bezüglich der Gehäusehalbschale
vormontiert werden und als einbaufertige Baugruppe vorgehalten und dann im erwünschten
Zeitpunkt der Endmontage an der Zylinderkopfhaube zugeführt werden.
[0011] Die Gehäusehalbschale sollte vorteilhafterweise eher flach und langgestreckt bauen.
Zur Bewältigung von Kurbelgehäusegasen von bis zu 150 1/min hat sich eine Abmessung
von nur etwa 295 x 60 x 70 mm (Länge x Breite x Höhe) als ausreichend erwiesen; dabei
konnten Ölmengen von 100 bis 200 g/h abgeschieden werden. Um diese Mengen mit nicht
gattungsgemäßen modularen Bauformen von extern angefügten Zyklonabscheidevorrichtungen
zu erreichen, war bislang eine wesentlich größere Bauhöhe von 175 mm und eine Länge
und Breite.von 105 x 90 mm erforderlich. Durch die erfindungsgemäße Bauform ist es
möglich, flach bauende und langgestreckte Abmaße bei der Konfiguration der Ölabscheidevorrichtung
im genannten Bereich zu verwirklichen, die im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Durchsatzmenge
sowie Abscheidekapazität hinreichend sind.
[0012] Es erweist sich als vorteilhaft, wenn die Gehäusehalbschale in Richtung auf die Zylinderkopfhaube
erstreckte Umfangsseitenwandungen umfasst, die in einen stirnseitigen der Zylinderkopfhaube
zugewandten umlaufenden Rand übergehen, mit dem die Gehäusehalbschale gegen die Außenseite
der Zylinderkopfhaube dichtend anlegbar ist.
[0013] Dieser umlaufende stirnseitige Rand kann in vorteilhafter Weise eine Anlageebene
definieren, die dann eine entsprechende ebene Ausbildung der Außenseite der Zylinderkopfhaube
im Montagebereich für die Ölabscheidevorrichtung bedingt. Eine Gestaltung der Gehäusehalbschale
der Ölabscheidevorrichtung mit in Richtung auf die Zylinderkopfhaube erstreckten Umfangsseitenwandungen,
also mit einer im wesentlichen topfförmigen Geometrie ermöglicht in besonders vorteilhafter
Weise die Vormontage sämtlicher Komponenten in dem geschützten und vorgefertigten
Gehäuse, welches dann lediglich über seinen Umfangsrand mit der Außenseite der Zylinderkopfhaube
verbunden zu werden braucht. Alternativ oder zusätzlich könnte ein Bodenstück die
Gehäusehalbschale der Baugruppe, insbesondere bis auf Zustrom und Rücklauföffnungen
verschließen.
[0014] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen, der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ölabscheidevorrichtung. In der Zeichnung
zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ölabscheidevorrichtung im montierten
Zustand an der Außenseite einer Zylinderkopfhaube;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung nach Figur 1 mit teilweise weggebrochenen Wandungen
der Ölabscheidevorrichtung;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht der Ölabscheidevorrichtung nach Figur 1;
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht der Ölabscheidevorrichtung nach Figur 3 von unten (die
Montageseite an der Zylinderkopfhaube);
- Figur 5
- eine schematische Schnittansicht durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Ölabscheidevorrichtung mit lediglich schematisch angedeuteter Zylinderkopfhaube; und
- Figur 6
- zwei schematische Darstellungen unterschiedlicher Wendeleinsätze für die Ölabscheidevorrichtung
nach Figur 4.
[0015] Figur 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 2
bezeichnete und nachfolgend im Einzelnen zu beschreibende Ölabscheidevorrichtung 2
im montierten Zustand an der Außenseite einer insgesamt mit dem Bezugszeichen 4 bezeichneten
Zylinderkopfhaube einer Verbrennungskraftmaschine. Die Figuren 3 und 4 zeigen in perspektivischer
Ansicht die Ölabscheidevorrichtung 2. Es wird nachfolgend auch auf Figur 5 Bezug genommen.,
die eine Schnittansicht der Ölabscheidevorrichtung 2 teilweise schematisch darstellt.
[0016] Die Ölabscheidevorrichtung 2 umfasst eine Gehäusehalbschale 6, welche sämtliche Komponenten
der Ölabscheidevorrichtung 2 aufnimmt. Die Gehäusehalbschale 6 ist ein einstückig
hergestelltes Kunststoffspritzgießteil, welches in Richtung auf die Zylinderkopfhaube
4 erstreckte Umfangsseitenwandungen 8 umfasst. Die Umfangsseitenwandungen 8 gehen
aus von einer oberen Deckelwandung 10, wobei mehrere topfförmige Gehäusebereiche 12,
14, 16 gebildet werden. Die jeweiligen Umfangsseitenwandungen 8 gehen in einen stirnseitigen,
umlaufenden Rand 18 über, mit dem die Gehäusehalbschale 6 gegen eine Außenseite 20
der Zylinderkopfhaube 4 dichtend anlegbar ist. Die Gehäusehalbschale 6 ist dann über
in Figur 5 angedeutete und in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Schrauben 22 mit der
Außenseite 20 der Zylinderkopfhaube 4 verschraubbar. Man erkennt von den Umfangsseitenwandungen
8 seitlich vorstehende Ösen 23 der Gehäusehalbschale 6, durch welche die Schrauben
22 hindurchgeführt sind. Die Schrauben 22 sind in domförmige Erhebungen 24, die von
der Außenseite 20 der Zylinderkopfhaube 4 vorstehen, eingeschraubt. Um eine Abdichtung
des Inneren der Gehäusehalbschale 6 zu erreichen, ist in dem stirnseitig umlaufenden
Rand 18 eine im Wesentlichen umlaufende Nut 25 für eine nicht dargestellte aber dort
einlegbare Schnurdichtung ausgebildet.
[0017] Der umlaufenden stirnseitige Rand 18 bildet oder definiert eine Anlageebene 26. Um
die Ölabscheidevorrichtung über deren Gehäusehalbschale 6 dichtend gegen die Außenseite
20 der Zylinderkopfhaube 4 anlegen und dort montieren zu können, braucht lediglich
ein im Bereich des stirnseitigen Rands 18 verlaufender Bereich an der Außenseite 20
der Zylinderkopfhaube 4 entsprechend eben ausgebildet zu werden. Es sind also keine
komplizierten Anpassungsvorgänge an verschieden gestaltete Zylinderkopfhauben erforderlich,
sondern die betreffenden verschieden gestalteten Zylinderkopfhauben für verschiedene
Verbrennungskraftmaschinen müssen lediglich einen entsprechend der Gehäusehalbschale
bzw. entsprechend deren stirnseitigen Rand 18 ausgebildete Außenseite, im einfachsten
Fall einen ebenen Abschnitt (jedoch nur entlang des Verlaufs des Rands 18), aufweisen.
[0018] Der Gehäusebereich 12 bildet eine im Wesentlichen topfförmige Kammer, in der eine
Vorabscheideeinrichtung 28 und eine Zyklonabscheideeinrichtung 30 vorgesehen ist.
In dem sich daran anschließenden topfförmigen Gehäusebereich 14 ist eine Feinabscheideeinrichtung
32 mit einem beispielsweise als Garnwickel ausgebildeten Feinabscheideeinsatz 34 enthalten.
Der gegenüber den Gehäusebereichen 12, 14 weniger hoch bauende Gehäusebereich 16 beinhaltet
eine Ventileinrichtung 36, welche einen Auslass 38 der Ölabscheidevorrichtung 2 zur
Ansaugseite der nicht dargestellten Verbrennungskraftmaschine freigibt oder verschließt
und damit den Druck der Kurbelgehäusegase nach oben begrenzt.
[0019] Die kaskadenartig angeordneten Abscheidestufen sind wie folgt konzipiert:
[0020] Die Vorabscheideeinrichtung 28 ist oberhalb einer Zuströmöffnung 40 für Kurbelgehäusegase
in der Zylinderkopfhaube 4 angeordnet und umfasst, wie aus Figur 5 ersichtlich, Strömungsleitwandungen
42, die eine vorzugsweise mehrfache Umlenkung der in die Ölabscheidevorrichtung 2
einströmenden Kurbelgehäusegase bewirken. An der tiefsten Stelle nach der ersten Umlenkung
innerhalb der Vorabscheideeinrichtung 28 ist eine Rückflussöffnung 44 für in dieser
Stufe abgeschiedene Flüssigkeit vorgesehen. Von der Rückflussöffnung 44 am bodenseitigen
Ende einer Strömungsleitwandung 42 tropft die abgeschiedene Flüssigkeit dann entgegen
der Strömung des Kurbelgehäusegases nach unten ab und gelangt so direkt wieder in
den Motorraum unterhalb der Zylinderkopfhaube 4. Am oberen Ende, also im Bereich der
Innenseite der Deckelwandung 10, tritt das strömende Kurbelwellengas in die kaskadenartig
nachfolgend angeordnete Zyklonabscheideeinrichtung 30 ein. Diese umfasst eine wendelförmige
Strömungsstrecke 46. Die wendelförmige Strömungsstrecke 46 ist gebildet durch eine
Wendel 48 mit einer zentralen Öffnung 50, durch die ein rohr- oder zylinderförmiges
Innenstück 52 hindurchgesteckt und im Wesentlichen dicht mit der Wendel 48 verbunden
ist. Die Umfangsränder 54 der Wendel 48 liegen im Wesentlichen dichtend gegen die
Innenseite der Umfangsseitenwandungen 8 der Gehäusehalbschale 8 an. Auf diese Weise
ist durch das Innenstück 52 die schraubenförmigen Gänge der Wendel 48 und die Gehäusehalbschale
6 die wendelströmige Strömungsstrecke 46 gebildet bzw. begrenzt. Infolge von Trägheitskräften
werden die flüssigen Bestandteile in dem wendelförmig strömenden Kurbelgeheusegas
radial außen abgeschieden und fließen infolge ihrer Schwerkraft die Wendelstrecke
hinab.
[0021] In ganz besonders vorteilhafter Weise lässt sich die radiale Tiefe der wendelförmigen
Strömungsstrecke 46 variieren. Dies kann vorzugsweise durch Einsatz verschiedener
Wendeln 48 mit verschiedener radialer Tiefe geschehen, was vorzugsweise durch verschieden
große Innenstücke 52 der Wendel 48 bei gleich bleibendem Außendurchmesser der Wendel
48 erreicht wird. Auf diese Art und Weise kann durch Auswahl und Einsetzen unterschiedlicher
Wendeln ein unterschiedlicher Strömungsquerschnitt zur Anpassung an verschiedene Motoren
und Anwendungsfälle bei ansonsten gleichbleibender Konstruktion und Dimensionierung
der Ölabscheidevorrichtung 2 erzielt werden.
[0022] Die Feinabscheideeinrichtung 32, die strömungsmäßig nachgeordnet in dem Gehäusebereich
14 untergebracht ist, umfasst ein zylindrisches Garnwickel als Feinabscheideeinsatz
34, welches an seiner zylinderkopfzugewandten Seite geschlossen ist. Die strömenden
Kurbelgehäusegase treten durch die zylindrische Wandung des Garnwickels hindurch und
dabei werden restliche feinste Flüssigkeitströpfchen abgeschieden, die innerhalb des
Garnwickels infolge der Schwerkraft nach unten in Richtung auf die Zylinderkopfhaube
gelangen. Dort ist eine in Figur 5 lediglich schematisch angedeutete Ölabführöffnung
56 in der Zylinderkopfhaube vorgesehen. Das Garnwickel umfasst an seinem oberen Ende
eine Austrittsöffnung 58. In diesem Bereich ist die Deckelwandung 10 etwas nach oben
ausgewölbt. Die durch die Austrittsöffnung 58 strömenden Kurbeiwellengase werden dann
unmittelbar im Bereich der Auswölbung um 90° umgelenkt und dann abermals um 90° nach
unten in Richtung auf die Zylinderkopfhaube 4 umgelenkt. Durch die Ausbildung des
aufgewölbten Teils 10 als separates Bauteil wird die Herstellbarkeit der Gehäusehalbschale
6 im Hinblick auf den Formenaufwand wesentlich vereinfacht. Durch die sehr steile
Gestaltung des Überströmkanals 60 wird der in Längsrichtung benötigte Baumraum so
gering wie möglich gehalten. In eine Aussparung zwischen den Gehäusebereichen 14 und
16 greift eine Gegenkontur 59, welche an der Zylinderkopfhaube ausgebildet ist ein,
damit kein Totvolumen gebildet wird, in welchem sich Flüssigkeit ansammeln könnte.
Vom Überströmkanal 60 aus gelangt das strömende Kurbelgehäusegas in den Gehäusebereich
16, wo die Ventileinrichtung 36 vorgesehen ist. Die ventileinrichtung 36 umfasst eine
in Figur 5 schematisch dargestellte Membran 62, die einerseits mit der Atmosphäre
in Verbindung steht und andererseits vom Kurbelgehäusegas beaufschlagt wird. Bei maximaler
Ansaugung durch die Verbrennungskraftmaschine, wenn also im Auslass 38 der Ölabscheidevorrichtung
ein maximaler Unterdruck anliegt, verschließt die Ventileinrichtung 36 eine Öffnung
64, und zwar unter dem Druck der Atmosphäre. Wenn unterhalb der Membran.62 infolge
des Kurbelgehäusegases der Druck ansteigt, so wird die Öffnung 64 freigegeben und
Kurbelgehäusegase werden der (erneuten) Verbrennung zugeführt.
[0023] Figur 6 zeigt in schematischer Andeutung zwei verschiedene Ausführungsformen von
Wendeln 48 mit unterschiedlicher radialer Tiefe der Strömungsstrecke, die bei gleichbleibendem
Außendurchmesser der.Wendel 48 durch zylindrische Innenstücke 52 verschiedenen Durchmessers
erreicht sind.
1. Ölabscheidevorrichtung (2) für Kurbelgehäusegase einer Verbrennungskraftmaschine,
mit einer Vorabscheideeinrichtung (28), einer Zyklonabscheideeinrichtung (30), einer
Feinabscheideeinrichtung (32) und gegebenenfalls einer Ventileinrichtung (36), die
an einer Zylinderkopfhaube (4) der Verbrennungskraftmaschine kaskadenartig vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungs- oder Kaskadenrichtung vor der Zyklonabscheideeinrichtung (30) eine
Ölablauföffnung (44) innerhalb der Vorabscheideeinrichtung (28) vorgesehen ist, durch
welche in der Vorabscheideeinrichtung (28) abgeschiedenes Öl rückführbar ist, und
dass die Vorabscheideeinrichtung (28), die Zyklonabscheideeinrichtung (30), die Feinabscheideeinrichtung
(32) und die gegebenenfalls vorgesehene Ventileinrichtung (36) an der Außenseite (20)
der Zylinderkopfhaube (4) angeordnet und von einer Gehäusehalbschale (6) überfangen
sind, die zusammen mit der Außenseite (20) der Zylinderkopfhaube (4) ein Gehäuse für
säutliche Komponenten des Abscheidevorrichtung (2) bildet.
2. Ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölablauföffnung (44) in einer Strömungsleitwandung (42) der Vorabscheideeinrichtung
(28) vorgesehen ist.
3. Ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölablauföffnung (44) angrenzend an eine Gehäusewandung angeordnet ist, welche
die Vorabscheideeinrichtung (28) und die Zyklonabscheideeinrichtung (30) trennt.
4. Ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Querschnittsfläche der Ölablauföffnung (44) in der Projektion innerhalb
einer Zuströmöffnung (40) für die Kurbelgehäusegase in die Ölabscheidevorrichtung
liegt.
5. Ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusehalbschale (6) ein einstückig hergestelltes Kunststoffteil, insbesondere
ein Spritzgießteil, ist.
6. Ölabscheidevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Strömungsleitwandungen (42) und/oder ein Wendeleinsatz (48) für die Zyklonabscheidevorrichtung
(30) und/oder ein Abscheideeinsatz (34) für die Feinabscheideeinrichtung (32) und/oder
die Ventileinrichtung (36) in die Gehäusehalbschale (6) vormontierbar einsetzbar sind.
7. Ölabscheidevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusehalbschale (6) über ein umlaufendes Dichtelement gegen die Außenseite
(20) der Zylinderkopfhaube (4) abgedichtet ist.
8. Ölabscheidevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusehalbschale (6) in Richtung auf die Zylinderkopfhaube (4) erstreckte Umfangsseitenwandungen
(8) umfasst, die in einen stirnseitigen umlaufenden Rand (18) übergehen, mit dem die
Gehäusehalbschale (6) gegen die Außenseite (20) der Zylinderkopfhaube (4) dichtend
anlegbar ist.
1. Oil separation apparatus (2) for crankcase gases of an internal combustion engine,
having a pre-separation device (28), a cyclone separation device (30), a fine separation
device (32) and optionally a valve device (36) which are provided in a cascaded manner
on a cylinder head cover (4) of the internal combustion engine, characterized in that an oil outflow opening (44) is provided within the pre-separation device (28) in
front of the cyclone separation device (30) in the flow or cascade direction, through
which oil outflow opening (44) oil which is separated in the pre-separation device
(28) can be returned, and in that the pre-separation device (28), the cyclone separation device (30), the fine separation
device (32) and the optionally provided valve device (36) are arranged on the outer
side (20) of the cylinder head cover (4) and are enclosed by a housing half shell
(6) which, together with the outer side (20) of the cylinder head cover (4), forms
a housing for all the components of the separation device (2).
2. Oil separation apparatus according to Claim 1, characterized in that the oil outflow opening (44) is provided in a flow-guiding wall (42) of the pre-separation
device (28).
3. Oil separation apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the oil outflow opening (44) is arranged so as to be adjacent to a housing wall which
divides the pre-separation device (28) and the cyclone separation device (30).
4. Oil separation apparatus according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the inside cross-sectional area of the oil outflow opening (44) lies in the projection
within an inflow opening (40) for the crankcase gases into the oil separation apparatus.
5. Oil separation device according to Claim 4, characterized in that the housing half shell (6) is a plastic part which is manufactured in one piece,
in particular an injection-moulded part.
6. Oil separation device according to one of the preceding claims, characterized in that flow-guiding walls (42) and/or a helical insert (48) for the cyclone separation device
(30) and/or a separation insert (34) for the fine separation device (32) and/or the
valve device (36) can be inserted into the housing half shell (6) in a manner which
can be pre-assembled.
7. Oil separation apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the housing half shell (6) can be sealed via a circumferential sealing element with
respect to the outer side (20) of the cylinder head cover (4).
8. Oil separation apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the housing half shell (6) comprises circumferential side walls (8) which extend
in the direction of the cylinder head cover (4) and merge into an end-side circumferential
edge (18), with which the housing half shell (6) can be placed sealingly against the
outer side (20) of the cylinder head cover (4).
1. Dispositif de séparation d'huile (2) pour gaz de carter de vilebrequin d'un moteur
à combustion interne, comprenant un préséparateur (28), un séparateur cyclone (30),
un séparateur fin (32) et le cas échéant un système de soupape (36) qui sont montés
en cascade sur un capot de culasse (4) du moteur à combustion interne,
caractérisé en ce que
dans la direction de l'écoulement ou de la cascade, en amont du séparateur cyclone
(30), un orifice d'évacuation d'huile (44) prévu à l'intérieur du préséparateur (28)
permet de recycler l'huile séparée dans le préséparateur (28), et le préséparateur
(28), le séparateur cyclone (30), le séparateur fin (32) et éventuellement le système
de soupape (36) sont disposés sur la face extérieure (20) du capot de culasse (4)
et recouverts par une demi-coque de boîtier (6) qui, conjointement avec la face extérieure
(20) du capot de culasse (4), forme un boîtier pour tous les composants du dispositif
de séparation (2).
2. Dispositif de séparation d'huile selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'orifice d'évacuation d'huile (44) est prévu dans une paroi de guidage d'écoulement
(42) du préséparateur (28).
3. Dispositif de séparation d'huile selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'orifice d'évacuation d'huile (44) est adjacent à une paroi de boîtier qui sépare
le préséparateur (28) et le séparateur cyclone (30).
4. Dispositif de séparation d'huile selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
la surface de section transversale libre de l'orifice d'évacuation d'huile (44) se
situe en projection à l'intérieur d'un orifice d'admission (40) pour les gaz de carter
de vilebrequin dans le dispositif de séparation d'huile.
5. Dispositif de séparation d'huile selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la demi-coque (6) de boîtier est une pièce en matière plastique fabriquée d'un seul
tenant, en particulier une pièce moulée par injection.
6. Dispositif de séparation d'huile selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
des parois de guidage d'écoulement (42) et/ou un insert hélicoïdal (48) pour le séparateur
cyclone (30) et/ou un insert séparateur (34) pour le séparateur fin (32) et/ou le
système de soupape (36) peuvent être installés de manière prémontée dans la demi-coque
de boîtier (6).
7. Dispositif de séparation d'huile selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la demi-coque de boîtier (6) est étanchée par un élément d'étanchéité circulaire par
rapport à la face extérieure (20) du capot de culasse (4).
8. Dispositif de séparation d'huile selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la demi-coque de boîtier (6) comprend des parois latérales périphériques (8) qui s'étendent
en direction du capot de culasse (4) et se prolongent dans un bord périphérique (18)
frontal par lequel la demi-coque de boîtier (6) est appliquée de façon étanche contre
la face extérieure (20) du capot de culasse (4).