Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
nach der Gattung des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist durch die DE 39 00 763 A1 bekannt.
Diese Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine Kraftstoffhochdruckpumpe und ein Kraftstoffeinspritzventil
für einen Zylinder der Brennkraftmaschine auf. Die Kraftstoffhochdruckpumpe weist
einen durch die Brennkraftmaschine angetriebenen, einen Pumpenarbeitsraum begrenzenden
Pumpenkolben auf, wobei durch ein elektrisch gesteuertes Ventil eine Verbindung des
Pumpenarbeitsraums mit einem Entlastungsraum gesteuert wird. Das Kraftstoffeinspritzventil
weist ein Einspritzventilglied auf, durch das wenigstens eine Einspritzöffnung gesteuert
wird und das durch den in einem mit dem Pumpenarbeitsraum verbundenen Druckraum herrschenden
Druck gegen die Kraft einer in einem Federraum angeordneten Schließfeder in einer
Öffnungsrichtung bewegbar ist. Die Schließfeder stützt sich einerseits zumindest mittelbar
am Einspritzventilglied und andererseits zumindest mittelbar an einem Ausweichkolben
ab. Der Ausweichkolben begrenzt auf seiner der Schließfeder abgewandten Seite einen
mit dem Pumpenarbeitsraum über eine Drosselstelle verbundenen Vorraum und ist somit
vom im Pumpenarbeitsraum herrschenden Druck beaufschlagt und gegen die Kraft der Schließfeder
in einer Hubbewegung bewegbar. Der Ausweichkolben ist von einer Ausgangsstellung bei
geringem Druck im Druckraum in einen Speicherraum bewegbar. Der Druckraum des Kraftstoffeinspritzventils
ist über einen Kanal mit dem Vorraum und über diesen mittelbar mit dem Pumpenarbeitsraum
verbunden. Die Verbindung des Druckraums mit dem Pumpenarbeitsraum erfolgt somit ebenfalls
über die Drosselstelle, wobei die Dimensionierung der Drosselstelle als Kompromiß
zwischen der für die Funktion des Ausweichkolbens erforderlichen Dimensionierung und
der für die Funktion des Kraftstoffeinspritzventils erforderlichen Dimensionierung
gewählt werden muß.
[0003] Durch die US-A-4572433 ist außerdem eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine
Brennkraftmaschine mit einer Kraftstoffhochdruckpumpe und einem Kraftstoffeinspritzventil
für einen Zylinder der Brennkraftmaschine bekannt. Die Kraftstoffhochdruckpumpe weist
einen durch die Brennkraftmaschine in einer Hubbewegung angetriebenen, einen Pumpenarbeitsraum
begrenzenden Pumpenkolben auf. Das Kraftstoffeinspritzventil weist ein Einspritzventilglied
auf, durch das wenigstens eine Einspritzöffnung gesteuert wird und das durch den in
einem mit dem Pumpenarbeitsraum verbundenen Druckraum herrschenden Druck gegen die
Kraft einer in einem Federraum angeordneten Schließfeder in einer Öffnungsrichtung
bewegbar ist. In der Verbindung des Druckraums des Kraftstoffeinspritzventils mit
dem Pumpenarbeitsraum ist eine erste Drosselstelle angeordnet. Das Einspritzventilglied
ist zusätzlich von dem in einem Steuerdruckraum herrschenden Druck in Schließrichtung
beaufschlagt. Der Steuerdruckraum ist über eine zweite Drosselstelle mit der Verbindung
zwischen dem Druckraum des Kraftstoffeinspritzventils und dem Pumpenarbeitsraum stromabwärts
nach der ersten Drosselstelle verbunden und somit ebenfalls mit dem Pumpenarbeitsraum
verbunden. In der Verbindung des Steuerdruckraums mit dem Pumpenarbeitsraum sind somit
beide Drosselstellen wirksam, die in Reihe angeordnet sind. Eine unabhängige Optimierung
der beiden Drosselstellen ist somit nicht möglich, da die erste Drosselstelle sowohl
in der Verbindung des Druckraums mit dem Pumpenarbeitsraum als auch in der Verbindung
des Steuerdruckraums mit dem Pumpenarbeitsraum wirksam ist. Zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung
wird durch ein elektrisch gesteuertes Ventil eine Verbindung des Steuerdruckraums
mit einem Entlastungsbereich geöffnet bzw. geschlossen. Wenn das Steuerventil geschlossen
ist, so herrscht im Steuerdruckraum Hochdruck, durch den das Kraftstoffeinspitzventil
geschlossen gehalten wird. Wenn das Steuerventil geöffnet ist, so ist der Steuerdruckraum
entlastet, so dass das Einspritzventilglied öffnen kann.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1 hat demgegenüber den Vorteil, daß durch die direkte Verbindung des Druckraums des
Kraftstoffeinspritzventils mit dem Pumpenarbeitsraum über die wenigstens eine zweite
Drosselstelle die erste und die wenigstens eine zweite Drosselstelle unabhängig voneinander
optimal für die jeweilige Funktion gewählt werden können.
[0005] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung angegeben. Die Ausbildungen gemäß
den Ansprüchen 2 bis 4 ermöglichen fertigungstechnisch einfache Anordnungen und Ausbildungen
der Drosselstellen.
Zeichnung
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Figur zeigt eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
für eine Brennkraftmaschine in einem Längsschnitt.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0007] In der Figur ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Die Brennkraftmaschine weist einen oder mehrere
Zylinder auf, wobei für jeden Zylinder eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit einer
Kraftstoffhochdruckpumpe 10 und einem Kraftstoffeinspritzventil 12 vorgesehen ist.
Die Kraftstoffhochdruckpumpe 10 und das Kraftstoffeinspritzventil 12 sind zu einer
sogenannten Pumpe-Düse-Einheit zusammengefaßt. Die Kraftstoffhochdruckpumpe 10 weist
einen Pumpenkörper 14 auf, in dem in einer Zylinderbohrung 16 ein Pumpenkolben 18
dicht geführt ist, der durch einen Nocken einer Nockenwelle der Brennkraftmaschine
entgegen der Kraft einer Rückstellfeder 19 in einer Hubbewegung angetrieben wird.
Der Pumpenkolben 18 begrenzt in der Zylinderbohrung 16 einen Pumpenarbeitsraum 22,
in dem beim Förderhub des Pumpenkolbens 18 Kraftstoff unter Hochdruck verdichtet wird.
Dem Pumpenarbeitsraum 22 wird beim Saughub des Pumpenkolbens 18 Kraftstoff aus einem
Kraftstoffvorratsbehälter 24 zugeführt, beispielsweise mittels einer Förderpumpe.
Der Pumpenarbeitsraum 22 weist eine Verbindung mit einem Entlastungsraum auf, als
der beispielsweise der Kraftstoffvorratsbehälter 24 dienen kann, und die von einem
elektrisch gesteuerten Ventil 23 gesteuert wird. Das elektrisch gesteuerte Ventil
23 ist mit einer Steuereinrichtung 25 verbunden.
[0008] Das Kraftstoffeinspritzventil 12 weist einen Ventilkörper 26 auf, der wie nachfolgend
noch näher erläutert wird mehrteilig ausgebildet ist, und der mit dem Pumpenkörper
14 verbunden ist. Im Ventilkörper 26 ist in einer Bohrung 30 ein Einspritzventilglied
28 längsverschiebbar geführt. Die Bohrung 30 verläuft zumindest annähernd parallel
zum Zylinder 16 des Pumpenkörpers 14, kann jedoch auch geneigt zu diesem verlaufen.
Der Ventilkörper 26 weist an seinem dem Brennraum des Zylinders der Brennkraftmaschine
zugewandten Endbereich wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Einspritzöffnungen 32
auf. Das Einspritzventilglied 28 weist an seinem dem Brennraum zugewandten Endbereich
eine beispielsweise etwa kegelförmige Dichtfläche 34 auf, die mit einem im Ventilkörper
26 in dessen dem Brennraum zugewandtem Endbereich ausgebildeten, beispielsweise ebenfalls
etwa kegelförmigen Ventilsitz 36 zusammenwirkt, von dem oder nach dem die Einspritzöffnungen
32 abführen.
[0009] Im Ventilkörper 26 ist zwischen dem Einspritzventilglied 28 und der Bohrung 30 zum
Ventilsitz 36 hin ein Ringraum 38 vorhanden, der in seinem dem Ventilsitz 36 abgewandten
Endbereich durch eine radiale Erweiterung der Bohrung 30 in einen das Einspritzventilglied
28 umgebenden Druckraum 40 übergeht. Das Einspritzventilglied 28 weist auf Höhe des
Druckraums 40 durch eine Querschnittsverringerung eine zum Ventilsitz 36 weisende
Druckschulter 42 auf. Am dem Brennraum abgewandten Ende des Einspritzventilglieds
28 greift eine vorgespannte Schließfeder 44 an, durch die das Einspritzventilglied
28 zum Ventilsitz 36 hin gedrückt wird. Die Schließfeder 44 ist in einem Federraum
46 angeordnet, der sich an die Bohrung 30 anschließt. Der Federraum 46 ist vorzugsweise
mit einem Entlastungsraum, beispielsweise dem Kraftstoffvorratsbehälter 24, verbunden.
Der Druckraum 40 ist über einen durch den Ventilkörper 26 verlaufenden Kanal 48 mit
dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden.
[0010] Die Schließfeder 44 stützt sich einerseits zumindest mittelbar, beispielsweise über
einen Federteller, am Einspritzventilglied 28 und andererseits zumindest mittelbar,
beispielsweise ebenfalls über einen Federteller 51, an einem Ausweichkolben 50 ab.
Der Ausweichkolben 50 ist in einer Bohrung 80 eines Gehäuseteils 81 geführt und weist
an seinem der Schließfeder 44 zugewandten Endbereich einen Schaftteil 52 auf, der
durch eine Verbindungsbohrung 53 in einer Trennwand 54 des Gehäuseteils 81 zwischen
dem Federraum 46 und einem an diesen im Gehäuseteil 81 anschließenden Speicherraum
55 hindurchtritt. An dem in den Federraum 46 ragenden Ende des Schaftteils 52 stützt
sich der Federteller 51 ab. Die Verbindungsbohrung 53 weist einen kleineren Durchmesser
auf als der Federraum 46 und der Speicherraum 55. Der Ausweichkolben 50 weist im Speicherraum
55 einen Bereich 56 mit größerem Durchmesser auf als die Verbindungsbohrung 53, so
daß eine Hubbewegung des Ausweichkolbens 50 in den Federraum 46 hinein dadurch begrenzt
ist, daß der Bereich 56 des Ausweichkolbens 50 an der Trennwand 54 als Anschlag zur
Anlage kommt. Der Ausweichkolben 50 ist mit seinem Bereich 56 in der Bohrung 80 mit
gegenüber der Verbindungsbohrung 53 entsprechend größerem Durchmesser dicht geführt.
Der Federraum 46 ist als Bohrung in einem Gehäuseteil 82 ausgebildet, das einen Teil
des Ventilkörpers 26 bildet. Der Kanal 48 verläuft durch das Gehäuseteil 82 versetzt
zum Federraum 46 etwa parallel zu diesem.
[0011] Vom Speicherraum 55 führt von dessen dem Federraum 46 abgewandtem Ende eine Bohrung
58 zum Pumpenarbeitsraum 22 hin im Gehäuseteil 81 ab. Die Bohrung 58 weist einen kleineren
Durchmesser auf als die Bohrung 80. Der Ausweichkolben 50 weist zur Bohrung 58 hin
an den Bereich 56 anschließend eine Dichtfläche 60 auf, die beispielsweise etwa kegelförmig
ausgebildet ist. Die Dichtfläche 60 wirkt mit der Mündung der Bohrung 58 in den Speicherraum
55 am Gehäuseteil 81 als Sitz zusammen, die ebenfalls etwa kegelförmig ausgebildet
sein kann. Der Ausweichkolben 50 weist einen in die Bohrung 58 ragenden Schaft 62
auf, dessen Durchmesser kleiner als der des Bereichs 56 ist. Der Schaft 62 weist an
die Dichtfläche 60 anschließend zunächst einen wesentlich kleineren Durchmesser auf
als die Bohrung 58 und zu seinem freien Ende hin anschließend einen Schaftbereich
64 mit einem Durchmesser, der nur wenig kleiner ist als der Durchmesser der Bohrung
58. Der Schaftbereich 64 kann an seinem Umfang eine oder mehrere Abflachungen 65 aufweisen,
durch die Öffnungen zwischen dem Schaftbereich 64 und der Bohrung 58 gebildet werden,
durch die Kraftstoff in den Speicherraum 55 gelangen kann.
[0012] Zwischen dem Gehäuseteil 81 und dem Pumpenkörper 14 ist eine Zwischenscheibe 83 angeordnet,
in der eine Bohrung 84 ausgebildet ist, durch die die Bohrung 58 im Gehäuseteil 81
mit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden ist. Die Bohrung 84 stellt eine erste Drosselstelle
dar, über die die Bohrung 58 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden ist. Der Ausweichkolben
50 begrenzt in der Bohrung 58 zur Zwischenscheibe 83 hin einen Vorraum 85, der über
die erste Drosselstelle 84 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbunden ist.
[0013] Wenn sich der Ausweichkolben 50 in einer Ausgangsstellung befindet, in der dieser
mit seiner Dichtfläche 60 am Dichtsitz an der Mündung der Bohrung 58 anliegt, so ist
der Speicherraum 55 vom Vorraum 85 und damit vom Pumpenarbeitsraum 22 getrennt. In
der Ausgangsstellung des Ausweichkolbens 50 wirkt der im Pumpenarbeitsraum 22 herrschende
Druck auf die Stirnfläche des Schaftbereichs 64 und durch die Öffnungen zwischen dem
Schaftbereich 64 und der Bohrung 58 auf die Dichtfläche 60 des Speicherkolbens 50
entsprechend dem Durchmesser der Bohrung 58. Der Ausweichkolben 50 wird durch die
Kraft der Schließfeder 44 gegen den im Pumpenarbeitsraum 22 und damit im Vorraum 85
herrschenden Druck in seiner Ausgangsstellung gehalten, wenn die durch den Druck im
Pumpenarbeitsraum 22 auf den Speicherkolben 50 ausgeübte Kraft geringer ist als die
Kraft der Schließfeder 44.
[0014] Wenn der Druck im Pumpenarbeitsraum 22 und damit im Vorraum 85 so stark ansteigt,
daß die auf den Ausweichkolben 50 erzougte Kraft größer ist als die Kraft der Schließfeder
44, so bewegt sich der Ausweichkolben 50 und mit diesem der Schaftteil 52 in einer
Ausweichbewegung in den Speicherraum 55, wobei sich der Schaftteil 52 in den Federraum
46 bewegt. Bei der Ausweichbewegung des Ausweichkolbens 50 wird Kraftstoff aus dem
Speicherraum 55 in den Federraum 46 verdrängt, der durch einen Ringspalt zwischen
dem Schaftteil 52 des Ausweichkolbens 50 und der Verbindungsbohrung 53 hindurchtreten
muß. Hierdurch wird eine Dämpfung der Ausweichbewegung des Schaftteils 52 und damit
des Ausweichkolbens 50 erreicht.
[0015] Zum Kraftstoffeinspritzventil 12 hin anschließend ist an das Gehäuseteil 82 ein weiteres
Gehäuseteil 86 als Teil des Ventilkörpers 26 angeordnet, das eine Bohrung 87 aufweist,
durch die ein Endbereich des Einspritzventilglieds 28 hindurchtritt und in den Federraum
46 ragt. Das Einspritzventilglied 28 stützt sich mit seinem Endbereich im Federraum
46 über einen Federteller 88 an der Schließfeder 44 ab. Der Endbereich des Einspritzventilglieds
28 weist einen kleineren Durchmesser auf als dessen in der Bohrung 30 geführter Bereich.
Die Bohrung 30, der Druckraum 40 sowie der Ringraum 38, an dessen unterem Ende der
Ventilsitz 34 und die Einspritzöffnungen 32 angeordnet sind, sind in einem einen Teil
des Ventilkörpers 26 bildenden Ventilgehäuse 89 ausgebildet. Zwischen dem Gehäuseteil
86 und dem Ventilgehäuse 89 ist eine Zwischenscheibe 90 mit geringer Dicke angeordnet.
Die Zwischenscheibe 90 weist eine Bohrung 91 auf, durch die der Endbereich des Einspritzventilglieds
28 hindurchtritt.
[0016] Der Kanal 48 verläuft vom Druckraum 40 aus durch das Ventilgehäuse 89, die Zwischenscheibe
90, das Gehäuseteil 86, das Gehäuseteil 82 und die Zwischenscheibe 83. Die Zwischenscheibe
83 weist auf ihrer dem Pumpenkörper 14 zugewandten Seite eine Nut 92 auf, die zum
Pumpenarbeitsraum 22 hin offen ist und in die der Kanal 48 mündet. Die Nut 92 kann
beispielsweise etwa radial zu der Zylinderbohrung 16 verlaufen und erstreckt sich
von der Zylinderbohrung 16 nach außen bis in den Bereich der Zwischenscheibe 83, in
dem der Kanal 48 durch diese verläuft. Die Verbindung des Druckraums 40 des Kraftstoffeinspritzventils
12 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 durch den Kanal 48 erfolgt somit direkt unter Umgehung
des Vorraums 85, der vom Ausweichkolben 50 in der Bohrung 58 zur Zwischenscheibe 83
hin begrenzt wird. In dem den Druckraum 48 mit dem Pumpenarbeitsraum 22 verbindenden
Kanal 48 ist wenigstens eine zweite Drosselstelle 93 vorgesehen. Durch die zweite
Drosselstelle 93 kann eine Dämpfung von Druckschwingungen im Kanal 48 erreicht werden.
Die zweite Drosselstelle 93 kann durch eine gezielte Verringerung des Querschnitts
des Kanals 48 gebildet werden. Es kann hierbei insbesondere vorgesehen sein, daß der
Kanal 40 in der Zwischenscheibe 83 und/oder in der Zwischenscheibe 90 zur Bildung
der Drosselstelle 93 als Drosselbohrung mit definiertem Querschnitt ausgebildet ist.
Die erste Drosselstelle 84 und die zweite Drosselstelle 93 können unabhängig voneinander
für die jeweilige Funktion optimal gewählt werden.
[0017] Das Kraftstoffeinspritzventil 12 und die Kraftstoffhochdruckpumpe 10 sind mittels
einer Spannhülse 94 miteinander verbunden. Die Spannhülse 94 übergreift das Ventilgehäuse
89 und ist in eine Gewindebohrung 95 im Pumpenkörper 14 eingeschraubt. Die Zwischenscheibe
83, die Gehäuseteile 81,82,86 sowie die Zwischenscheibe 90 sind zwischen dem Ventilgehäuse
89 und dem Pumpenkörper 14 eingespannt.
[0018] Nachfolgend wird die Funktion der Kraftstoffeinspritzeinrichtung erläutert. Der Pumpenarbeitsraum
22 wird während des Saughubs des Pumpenkolbens 18 mit Kraftstoff gefüllt. Beim Förderhub
des Pumpenkolbens 18 ist das Steuerventil 23 zunächst geöffnet, so daß sich im Pumpenarbeitsraum
22 kein Hochdruck aufbauen kann. Wenn die Kraftstoffeinspritzung beginnen soll, so
wird das Steuerventil 23 durch die Steuereinrichtung 25 geschlossen, so daß der Pumpenarbeitsraum
22 vom Kraftstoffvorratsbehälter 24 getrennt ist und sich in diesem Hochdruck aufbaut.
Wenn der Druck im Pumpenarbeitsraum 22 und im Druckraum 40 so hoch ist, daß die über
die Druckschulter 42 auf das Einspritzventilglied 28 wirkende Kraft in Öffnungsrichtung
29 größer ist als die Kraft der Schließfeder 44, so bewegt sich das Einspritzventilglied
28 in Öffnungsrichtung 29 und gibt die wenigstens eine Einspritzöffnung 32 frei, durch
die Kraftstoff in den Brennraum des Zylinders eingespritzt wird. Der Ausweichkolben
50 befindet sich hierbei in seiner Ausgangsstellung. Der Druck im Pumpenarbeitsraum
22 steigt nachfolgend entsprechend dem Profil des den Pumpenkolben 18 antreibenden
Nockens weiter an.
[0019] Wenn die durch den im Pumpenarbeitsraum 22 und damit im Vorraum 85 herrschenden Druck
auf den Ausweichkolben 50 ausgeübte Kraft größer wird als die durch die Schließfeder
44 auf den Ausweichkolben 50 ausgeübte Kraft, so führt der Ausweichkolben 50 seine
Ausweichhubbewegung aus und bewegt sich in den Speicherraum 55. Hierbei wird ein Druckabfall
im Pumpenarbeitsraum 22 verursacht und außerdem die Vorspannung der Schließfeder 44
erhöht, die sich über den Schaftteil 52 am Speicherkolben 50 abstützt. Durch den Druckabfall
im Pumpenarbeitsraum 22 und im Druckraum 40 ergibt sich eine geringere Kraft in Öffnungsrichtung
29 auf das Einspritzventilglied 28 und infolge der Erhöhung der Vorspannung der Schließfeder
44 ergibt sich eine erhöhte Kraft in Schließrichtung auf das Einspritzventilglied
28, so daß dieses wieder in Schließrichtung bewegt wird, mit seiner Dichtfläche 34
am Ventilsitz 36 zur Anlage kommt und die Einspritzöffnungen 32 verschließt, so daß
die Kraftstoffeinspritzung unterbrochen wird. Das Kraftstoffeinspritzventil 12 ist
dabei nur für eine kurze Zeitdauer geöffnet und es wird nur eine geringe Menge Kraftstoff
als Voreinspritzung in den Brennraum eingespritzt. Die eingespritzte Kraftstoffmenge
ist im wesentlichen vom Öffnungsdruck des Ausweichkolbens 50 bestimmt, das ist der
Druck im Pumpenarbeitsraum 22 und im Vorraum 85, bei dem der Ausweichkolben 50 seine
Ausweichhubbewegung beginnt. Der Öffnungshub des Einspritzventilglieds 28 während
der Voreinspritzung kann durch eine Dämpfungseinrichtung hydraulisch begrenzt sein.
Eine solche Dämpfungseinheit ist durch die DE 39 00 762 A1 sowie die korrespondierende
US-5, 125, 580 sowie die DE 39 00 763 A1 sowie die korrespondierende US-5,125,581
bekannt. Die Hubbewegung des Ausweichkolbens 50 kann ebenfalls mittels einer Dämpfungseinrichtung
gedämpft werden, wie diese in der DE 39 00 762 A1, der DE 39 00 763 A1, der US-5,125,580
und der US-5,125,581 beschrieben ist.
[0020] Der Druck im Pumpenarbeitsraum 22 steigt nachfolgend weiter an entsprechend dem Profil
des den Pumpenkolben 18 antreibenden Nockens, so daß die auf das Einspritzventilglied
28 wirkende Druckkraft in Öffnungsrichtung 29 wieder zunimmt und die infolge der erhöhten
Vorspannung der Schließfeder 44 erhöhte Schließkraft übersteigt, so daß das Kraftstoffeinspritzventil
12 wieder öffnet. Dabei wird eine größere Kraftstoffmenge über eine längere Zeitdauer
eingespritzt als während der Voreinspritzung. Die Zeitdauer und die während dieser
Haupteinspritzung eingespritzte Kraftstoffmenge werden durch den Zeitpunkt bestimmt,
zu dem das Steuerventil 23 durch die Steuereinrichtung 25 wieder geöffnet wird. Nach
dem Öffnen des Steuerventils 23 ist der Pumpenarbeitsraum 22 wieder mit dem Kraftstoffvorratsbehälter
24 verbunden, so daß dieser entlastet ist und das Kraftstoffeinspritzventil 12 schließt.
Der Ausweichkolben 50 mit dem Schaftteil 52 wird durch die Kraft der Schließfeder
44 wieder in seine Ausgangsstellung zurückbewegt. Der zeitliche Versatz zwischen der
Voreinspritzung und der Haupteinspritzung ist hauptsächlich durch den Ausweichhub
des Ausweichkolbens 50 bestimmt.
1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einer Kraftstoffhochdruckpumpe
(10) und einem Kraftstoffeinspritzventil (12) für einen Zylinder der Brennkraftmaschine,
wobei die Kraftstoffhochdruckpumpe (10) einen durch die Brennkraftmaschine in einer
Hubbewegung angetriebenen, einen Pumpenarbeitsraum (22) begrenzenden Pumpenkolben
(18) aufweist, mit einem elektrisch gesteuerten Ventil (23), durch das eine Verbindung
des Pumpenarbeitsraums (22) mit einem Entlastungsraum (24) gesteuert wird, wobei das
Kraftstoffeinspritzventil (12) ein Einspritzventilglied (28) aufweist, durch das wenigstens
eine Einspritzöffnung (32) gesteuert wird und das durch den in einem mit dem Pumpenarbeitsraum
(22) verbundenen Druckraum (40) herrschenden Druck gegen die Kraft einer in einem
Federraum (46) angeordneten Schließfeder (44) in einer Öffnungsrichtung (29) bewegbar
ist, wobei sich die Schließfeder (44) einerseits zumindest mittelbar am Einspritzventilglied
(28) und andererseits zumindest mittelbar an einem verschiebbaren Ausweichkolben (50)
abstützt, der auf seiner der Schließfeder (44) abgewandten Seite einen mit dem Pumpenarbeitsraum
(22) verbundenen Vorraum (85) begrenzt, wobei der Ausweichkolben (50) ausgehend von
einer Ausgangsstellung bei geringem Druck im Pumpenarbeitsraum (22) gegen die Kraft
der Schließfeder (44) in einen Speicherraum (55) verschiebbar ist, wobei der Vorraum
(85) ausschließlich über eine erste Drosselstelle (84) mit dem Pumpenarbeitsraum (22)
verbunden ist und wobei der Druckraum (40) des Kraftstoffeinspritzventils (12) direkt
unter Umgehung des Vorraums (85) mit dem Pumpenarbeitsraum (22) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckraum (40) des Kraftstoffeinspritzventils (12) über wenigstens eine zweite
Drosselstelle (93) mit dem Pumpenarbeitsraum (22) verbunden ist.
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Drosselstelle (84) zwischen dem Vorraum (85) und dem Pumpenarbeitsraum
(22) als eine Drosselbohrung in einer Zwischenscheibe (83) zwischen einem Pumpenkörper
(14), in dem der Pumpenkolben (18) geführt ist, und einem Gehäuseteil (81), in dem
der Ausweichkolben (50) geführt ist, ausgebildet ist.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine zweite Drosselstelle (93) in einem Gehäuseteil (86;89) des Kraftstoffeinspritzventils
(12) angeordnet ist.
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine zweite Drosselstelle (93) in einer Zwischenscheibe (90) zwischen
Gehäuseteilen (86,89) des Kraftstoffeinspritzventils (12) angeordnet ist.
1. Fuel injection device for an internal combustion engine having a high-pressure fuel
pump (10) and a fuel injection valve (12) for a cylinder of the internal combustion
engine, with the high-pressure fuel pump (10) having a pump piston (18) which is driven
in a reciprocating movement via the internal combustion engine and bounds a pump working
space (22), having an electrically controlled valve (23) by which a connection of
the pump working space (22) to a relief space (24) is controlled, with the fuel injection
valve (12) having an injection valve element (28) by which at least one injection
opening (32) is controlled and which can be moved in an opening direction (29) counter
to the force of a closing spring (44) arranged in a spring space (46), by the pressure
prevailing in a pressure space (40) which is connected to the pump working space (22),
with the closing spring (44) being supported on the one hand at least indirectly on
the injection valve element (28) and on the other hand at least indirectly on a displaceable
bypass piston (50) which bounds, on its side facing away from the closing spring (44),
a prespace (85) which is connected to the pump working space (22), with the bypass
piston (50) being capable of being moved into a storage space (55) from an initial
position counter to the force of the closing spring (44) when there is a low pressure
in the pump working space (22), with the prespace (85) being connected to the pump
working space (22) exclusively via a first throttle point (84), and with the pressure
space (40) of the fuel injection valve (12) being connected directly to the pump working
space (22) while bypassing the prespace (85), characterized in that the pressure space (40) of the fuel injection valve (12) is connected to the pump
working space (22) via at least one second throttle point (93).
2. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that the first throttle point (84) between the prespace (85) and the pump working space
(22) is embodied as a throttle bore in an intermediate plate (83) between a pump body
(14), in which the pump piston (18) is guided, and a housing part (81), in which the
bypass piston (50) is guided.
3. Fuel injection device according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one second throttle point (93) is arranged in a housing part (86; 89)
of the fuel injection valve (12).
4. Fuel injection device according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one second throttle point (93) is arranged in an intermediate plate
(90) between housing parts (86, 89) of the fuel injection valve (12).
1. Dispositif d'injection de carburant pour un moteur à combustion interne comprenant
une pompe à carburant haute pression (10) et un injecteur de carburant (12) pour un
cylindre du moteur à combustion interne, la pompe à carburant haute pression (10)
présentant un piston de pompe (18) entraîné par le moteur à combustion interne dans
un mouvement de course et qui délimite une chambre de travail de la pompe (22), une
soupape à commande électrique (23) permettant de commander une liaison entre la chambre
de travail de la pompe (22) et une chambre de décharge (24), l'injecteur de carburant
(12) présentant un organe d'injecteur (28) permettant de commander au moins un orifice
d'injection (32) et mobile dans une direction d'ouverture (29) sous la pression régnant
dans une chambre de pression (40) reliée à la chambre de travail de la pompe (22)
à l'encontre de la force d'un ressort de fermeture (44) disposé dans une chambre de
ressort (46), le ressort de fermeture (44) s'appuyant d'une part au moins indirectement
contre un piston d'effacement (50) mobile, qui délimite, sur son côté opposé au ressort
de fermeture (44), une préchambre (85) reliée à la chambre de travail de la pompe
(22), le piston d'effacement (50) étant mobile dans une chambre d'accumulateur (55)
à partir d'une position initiale, en présence d'une faible pression dans la chambre
de travail de la pompe (22), à l'encontre de la force du ressort de fermeture (44),
la préchambre (85) étant reliée à la chambre de travail de la pompe (22) exclusivement
par le biais d'un premier point d'étranglement (84) et la chambre de pression (40)
de l'injecteur de carburant (12) étant directement reliée à la chambre de travail
de la pompe (22) en contournant la préchambre (85),
caractérisé en ce que
la chambre de pression (40) de l'injecteur de carburant (12) est reliée à la chambre
de travail de la pompe (22) par l'intermédiaire d'au moins un deuxième point d'étranglement
(93).
2. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le premier point d'étranglement (84) est formé entre la préchambre (85) et la chambre
de travail de la pompe (22) sous la forme d'un alésage d'étranglement pratiqué dans
un disque intermédiaire (83) situé entre un corps de pompe (14) guidant le piston
de la pompe (18) et une partie de boîtier (81) guidant le piston d'effacement (50).
3. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
au moins un deuxième point d'étranglement (93) est disposé dans une partie de boîtier
(86 ; 89) de l'injecteur de carburant (12).
4. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
au moins un deuxième point d'étranglement (93) est disposé dans un disque intermédiaire
(90) situé entre des parties de boîtier (86, 89) de l'injecteur de carburant (12).