[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage sowie ein Verfahren zur Herstellung von mehrlagiger
Wellpappe.
[0002] Die Herstellung mehrlagiger Wellpappe, insbesondere dreilagiger oder fünflagiger
Wellpappe ist beispielsweise aus der
DE 198 28 124 A1 (entspricht
US Ser.No. 09/463 520) bekannt. Es ist beobachtet worden, dass die Verklebung zwischen den Wellenköpfen
einer einseitig kaschierten Wellpappebahn und einer weiteren einseitig kaschierten
Wellpappebahn oder einer Deckbahn häufig unbefriedigend ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage sowie ein Verfahren zur Herstellung
von Wellpappe zu schaffen, das die oben beschriebenen Nachteile des Standes der Technik
überwindet.
[0004] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 10 gelöst. Der
Kern der Erfindung besteht darin, die Wellenköpfe einer einseitig kaschierten Wellpappebahn
vor deren Verklebung mit einer anderen Bahn zur Vergleichmäßigung von deren Oberfläche
zu schleifen.
[0005] Weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Zusätzliche Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von fünf Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen.
[0007] Es zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Anlage zur Herstellung fünflagiger Wellpappe in schematischer
Darstellung mit erfindungsgemäßen Schleif-Einrichtungen,
- Fig. 2
- eine Ausschnittvergrößerung einer Schleif-Einrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Schleif-Einrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- eine Schleif-Einrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5
- eine Schleif-Einrichtung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 6
- eine Schleif-Einrichtung gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel.
[0008] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 eine erste Ausführungsform
der Erfindung beschrieben. Die in Fig. 1 dargestellte Anlage zeigt rein schematisch
- nur durch Gestelle angedeutet - zwei Maschinen 1, 2 zur Herstellung einseitig kaschierter
Wellpappe. Aus beiden Maschinen 1, 2 kommt jeweils eine einseitig kaschierte Wellpappebahn
3 bzw. 4, deren gewellte Bahnen 5 bzw. 6 nach unten gerichtet sind. Beide Wellpappebahnen
3, 4 weisen obere glatte Deckbahnen 7 bzw. 8 auf, von denen die Deckbahn 7 der oberen
Wellpappebahn 3 dicker ist als die Deckbahn 8 der unteren Wellpappebahn 4, die z.
B. durch Papier von 60 bis 80 g/m
2 gebildet sein kann. Derartige Maschinen zur Herstellung einseitig kaschierter Wellpappebahnen
sind allgemein bekannt, beispielsweise aus der
EP 0 687 552 A (entsprechend
US-Patent 5,632,850) oder der
DE 195 36 007 A1 (entsprechend
GB 2,305,675 A), worauf bezüglich der Einzelheiten verwiesen wird.
[0009] Den beiden Maschinen 1, 2 sind jeweils Vorheiz-Stationen 9, 10 nachgeordnet, in denen
jeweils eine angetriebene Zugwalze 11, 12 zum Abziehen der jeweiligen Wellpappebahn
3, 4 bzw. zum Einziehen dieser Wellpappebahn 3, 4 in die Vorheiz-Station 9 bzw. 10
vorgesehen ist. Der Zugwalze 11 bzw. 12 nachgeordnet ist jeweils ein Heizzylinder
13 bzw. 14 vorgesehen, über den die jeweilige Wellpappebahn 3 bzw. 4 in ihrer Deckbahn
7 bzw. 8 geführt wird. Unterhalb der unteren Vorheiz-Station 10 ist eine Abroll-Vorrichtung
15 für eine untere Deckbahn 16 vorgesehen, der ebenfalls eine Vorheiz-Station 17 mit
einem Heizzylinder 18 für die untere Deckbahn 16 nachgeordnet ist. Die Zugwalzen 11,
12, die Heizzylinder 13, 14, 18 und die Abroll-Vorrichtung 15 sind in üblicher Weise
angetrieben, was nicht im Einzelnen dargestellt ist.
[0010] Den beiden Vorheiz-Stationen 9, 10 für die Wellpappebahn 3, 4 sind Beleim-Vorrichtungen
19, 20 nachgeordnet, die jeweils eine Riffelwalze 21 bzw. 22 aufweisen, die an ihrer
Außenseite mit einer der Wellung der gewellten Bahn 5 bzw. 6 in Form und Teilung entsprechenden
Riffelung 23, 24 versehen sind. Mittels jeweils einer Umlenkwalze 25 bzw. 26 wird
erreicht, dass die jeweilige Wellpappebahn 3 bzw. 4 über einen großen Umfangswinkel
an dieser Riffelwalze 21 bzw. 22 anliegt. Die Riffelwalzen 21, 22 werden jeweils von
einem drehzahlgeregelten Antriebsmotor 27, 28 angetrieben. Den Riffelwalzen 21 bzw.
22 ist jeweils ein Leimwerk 29 bzw. 30 nachgeordnet, in dem jeweils Leim auf die Spitzen
der Wellung, d. h. die der jeweiligen Deckbahn 7, 8 abgewandten Wellenköpfe 39 der
gewellten Bahnen 5, 6 aufgetragen wird. In Produktions-Richtung 31 den Leimwerken
29, 30 der Vorheiz-Station 17 nachgeordnet ist eine Heiz-Vorrichtung 32 vorgesehen,
in der die Wellpappebahnen 3, 4 und die untere Deckbahn 16 zusammengeführt und miteinander
verbunden werden. Die Heiz-Vorrichtung 32 weist ein Gestell 33 mit einer ebenen horizontalen
Platte 34 auf, unterhalb derer Heiz-Elemente 35 vorgesehen sind. Oberhalb der Platte
34 sind in Produktions-Richtung 31 hintereinander mehrere Andrück-Elemente 36 vorgesehen,
mittels derer die Gesamtheit der beiden Wellpappebahnen 3, 4 und der unteren Deckbahn
16 so auf die Platte 34 während des Transports durch die Heiz-Vorrichtung 32 in Produktions-Richtung
31 gedrückt werden, dass sie einerseits miteinander verleimt werden, andererseits
aber die Wellungen der gewellten Bahnen 5, 6 nicht zerstört werden. Dabei werden die
gewellte Bahn 5 und die Deckbahn 8 und die gewellte Bahn 6 mit der Deckbahn 16 verbunden.
Zum gemeinsamen Einführen der Wellpappebahn 3, 4 und der unteren Deckbahn 16 in die
Heiz-Vorrichtung 32 sind an dieser Einlaufwalzen 37, 38 vorgesehen. Entsprechende
Heiz-Vorrichtungen 32 sind bekannt, beispielsweise aus der
EP 0 623 459 B1 (entspricht
US-Patent 5,456,783). Anstelle dieser Heiz-Vorrichtung kann auch eine Heiz-Vorrichtung eingesetzt werden,
wie sie in der
DE 198 11 858 A dargestellt und beschrieben ist. Die korrekte Positionierung der Wellpappebahn 3
auf der Wellpappebahn 4 wird über einen Sensor 40, der über eine Steuereinrichtung
41 mit den Antriebsmotoren 27, 28 verbunden ist, erreicht. Details zur Kopf-auf-Kopf-Positionierung
der Wellpappebahn 3 auf der Wellpappebahn 4 sind aus der
DE 198 28 124 A1 (entspricht
US Ser.No. 09/463 520) bekannt.
[0011] Zwischen den Maschinen 1, 2 und den Vorheiz-Stationen 9 bzw. 10 sind zwei nachfolgend
näher beschriebene Schleif-Einrichtungen 42, 43 vorgesehen, durch die die Wellpappebahnen
3 bzw. 4 geführt sind. Die Schleif-Einrichtungen 42, 43 können auch stattdessen alternativ
den Vorheiz-Stationen 9, 10 nachgeordnet und den Beleimungs-Vorrichtungen 19, 20 vorgeordnet
sein. Die Schleif-Einrichtungen gemäß dieser zweiten Alternative sind mit den Bezugzeichen
42A und 43A versehen. Die Schleif-Einrichtungen 42A, 43A sind den Heizzylindern 13,
14 nachgeordnet und befinden sich innerhalb - wie dargestellt - oder schon außerhalb
der Vorheiz-Stationen 9, 10. Gemäß einer dritten Alternative ist es möglich, die Schleif-Einrichtungen
in den Beleimungs-Vorrichtungen 19, 20, den Riffelwalzen 21, 22 nachgeordnet und den
Leimwerken 29, 30 vorgeordnet vorzusehen. Gemäß dieser Alternative erhalten die Schleif-Einrichtungen
die Bezugszeichen 42B und 43B. Im Grundsatz kommen alle Positionierungsmöglichkeiten
nach der Herstellung der einseitig kaschierten Wellpappebahnen 3, 4 in Produktions-Richtung
31 vor den Leimwerken 29, 30 in Frage. Die verschiedenen Möglichkeiten der Anordnung
der Schleif-Vorrichtungen 42, 43 gelten auch für die nachfolgend beschriebenen verschiedenen
Ausführungsbeispiele der Schleif-Vorrichtungen.
[0012] In Fig. 2 ist die Schleif-Einrichtung 42 vereinfacht dargestellt, wobei die Schleif-Vorrichtungen
42A, 42B, 43, 43A und 43B einen identischen Aufbau besitzen. Die Schleif-Vorrichtung
42 weist zwei voneinander beabstandet und parallel zueinander in ungefähr gleicher
Höhe angeordnete, drehantreibbar gelagerte Umlenkwalzen 44, 45 auf. Zwischen den Walzen
44, 45 ist ein auf einem Träger 46 befestigter Tisch 47 vorgesehen. Oberhalb des Tisches
47 ist ein halbzylindermantelförmiges, sich über die Breite der Wellpappebahn 3 erstreckendes
Umlenk-/Andrückblech 48 an einem nicht näher dargestellten Maschinengestell, gegenüber
dem auch die Walzen 44, 45 gelagert sind, befestigt. Zwischen dem tiefsten Punkt des
Blechs 48 und der Oberfläche 49 des Tisches 47 ist ein Reibspalt 50 gebildet, dessen
Breite im wesentlichen der Dicke der Wellpappebahn 3 entspricht bzw. geringfügig schmaler
als die Dicke der Wellpappebahn 3 ist. Auf der Oberfläche 49 ist eine sich über die
Breite der Wellpappebahn 3 erstreckende abrasive Schleiffläche ausgebildet. Die Rauhigkeit
der Oberfläche 49 ist der Dicke und Beschaffenheit der gewellten Bahn 5 angepasst.
Die tangentiale Umfangsgeschwindigkeit v
W der Walzen 44 und 45 entspricht der Geschwindigkeit v
B der Wellpappebahn 3 in diesem Bereich, so dass zwischen den Walzen 44, 45 und der
Bahn 3 kein Schlupf entsteht. Der tiefste Punkt des Umlenkbleches 48 liegt tiefer
als die höchsten Punkte der Walzen 44, 45, so dass eine gewisse Umschlingung der Walzen
44, 45 erreicht wird.
[0013] Im Folgenden wird die Funktionsweise der Erfindung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben. Die zur Herstellung der einseitig kaschierten Wellpappebahnen 3, 4 verwendeten
Riffelwalzen weisen über ihre Breite mehrere zueinander versetzte umlaufende Ringnuten
auf. Diese Nuten sorgen dafür, dass in dem Beleimungswerk in der Maschine 1 bzw. 2
die gewellte Bahn 5 bzw. 6 durch Überdruck an der Riffelwalze hält. Durch das Aufschrumpfen
der Papierbahn auf die mit Ringnuten versehene Riffelwalze entstehen im Bereich der
Wellenköpfe Erhöhungen. Darüber hinaus ergeben sich vor allem bei der Verwendung bei
minderwertigerem Papier für die gewellte Bahn 5 Schwankungen in der Ausbildung der
Wellenköpfe 39. Die entsprechende Erhöhungen aufweisende Wellpappebahn 3 wird der
Schleif-Vorrichtung 42 zugeführt. Hierbei wird die Bahn 3 zunächst der mitlaufenden
Walze 44 zugeführt und um diese herum dem Reibspalt 50 zugeführt. In dem Reibspalt
50 werden die Wellenköpfe 39 über die Schleiffläche 49 geführt, wodurch eine Vergleichmäßigung
der Oberfläche der Wellenköpfe 39 entsteht und die auf die Ringnuten der Riffelwalze
zurückgehenden Erhöhungen abgeschliffen werden. Anschließend wird die Wellpappebahn
3 über die Walze 45 aus der Schleif-Vorrichtung 42 abgeführt. In dem nachgeordneten
Leimwerk 29 erfolgt in Folge des Schleifvorganges eine gleichmäßige Beleimung des
Wellenkopfes 39. Hierbei ist zum einen von Vorteil, dass die auf die Ringnuten der
Riffelwalze zurückgehenden Erhöhungen abgetragen sind. Zum anderen resultiert die
gleichmäßige Beleimung in einem geringfügigen Anschleifen der im Riffelwalzenspalt
geprägten und verdichteten Oberfläche der Bahn 5 im Bereich des Wellenkopfes 39, so
dass der Leim gleichmäßig aufgenommen werden kann. Bei dem anschließenden Zusammenführen
der Wellenköpfe 39 der Bahn 3 mit der Deckbahn 8 bzw. der Wellenköpfe 39 der gewellten
Bahn 6 mit der Deckbahn 16 kommt es zu einer stark verbesserten Verklebung. Das erfindungsgemäße
Schleifverfahren kann bei Wellpappebahnen beliebiger Dicke und einer beliebigen Zahl
verklebter Papierbahnen verwendet werden, solange auf der Außenseite eine gewellte
Bahn verbleibt. Es kann somit, wie in Fig. 1 dargestellt, die gewellte Bahn einer
einseitig kaschierten Wellpappebahn geschliffen werden. Es ist jedoch auch möglich,
die gewellte Bahn einer bereits verklebten vierlagigen Wellpappebahn zu schleifen.
Die Rauhigkeit der Schleiffläche 49 ist so gewählt, dass der Materialabtrag im Reibspalt
50 ausreichend, beispielsweise 2/100 mm ist, die gewellte Bahn 5 jedoch keinesfalls
in ihrer Stabilität beeinträchtigt und sogar durchtrennt wird.
[0014] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schleif-Vorrichtung 42' beschrieben. Konstruktiv identische Teile
erhalten dieselben Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen
Beschreibung hiermit verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell
gleichartige Teile erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem hochgesetzten Strich.
Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist ein ortsfester Tisch 47 mit einer
Schleif-Oberfläche 49 vorgesehen. Oberhalb des Tisches 47 und durch einen Reibspalt
50' von der Oberfläche 49 des Tisches 47 entfernt ist eine drehantreibbar gelagerte
Andrückwalze 51 vorgesehen. Die Walze 51 ist derart antreibbar, dass ihre tangentiale
Umfangsgeschwindigkeit v
W der Geschwindigkeit v
B der Wellpappebahn 3 im Bereich der Walze 51 entspricht, d. h. zwischen der Walze
51 und der Wellpappebahn 3 besteht kein Schlupf. Die Wellenköpfe 39 der gewellten
Bahn 5 werden gegen die Schleif-Oberfläche 49 gedrückt und hierdurch vergleichmäßigend
abgeschliffen. Hinsichtlich der Erläuterung der sonstigen Funktionsweise wird auf
die Beschreibung der Funktion des ersten Ausführungsbeispiels verwiesen.
[0015] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 4 eine drittes Ausführungsbeispiel der
Schleif-Vorrichtung 42" beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben
Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit
verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile
erhalten dieselben Bezugszeichen mit zwei hochgesetzten Strichen. Die Schleif-Vorrichtung
42" weist einen am Träger 46 befestigten Vakuum-Tisch 47" auf, an dessen Oberfläche
über die Breite der Wellpappebahn 3 zahlreiche Vakuumdüsen zum Ansaugen der Wellpappebahn
3 vorgesehen sind. Der Tisch 47" wird in Längsrichtung von einem endlosen luftdurchlässigen
Gurt 52 umgeben, der um zwei drehantreibbar gelagerte Umlenkrollen 53, 54 hinter bzw.
vor dem Tisch 47" geführt ist. Der Gurt 52 liegt auf dem Tisch 47" auf. Er ist mit
einer veränderlich einstellbaren Geschwindigkeit antreibbar, wobei auch die Bewegungsrichtung
des Bandes auf dem Tisch in Produktionsrichtung 31 bzw. entgegen dieser einstellbar
ist. Die Außenseite des Gurtes 52 weist eine abrasive Schleif-Oberfläche 49" auf.
Oberhalb des Gurts 52 ist von diesem unter Bildung eines Reibspalts 50" beabstandet
ein Andrückblech 48" befestigt, das die Wellpappebahn 3 gegen die Oberfläche 49" drückt
und den Erhalt des Vakuums in den Vakuumdüsen am Tisch 47" durch deren Abdeckung begünstigt.
Der Umfang des Abschleifens der Wellenköpfe 39 kann durch Veränderung der Relativgeschwindigkeit
zwischen der Wellpappebahn 3 und dem Gurt 52 eingestellt werden. Dadurch, dass der
Gurt 52 sowohl mitlaufend als auch gegenlaufend angetrieben werden kann, kann ein
sehr großes Fenster verschiedener Abschleifintensitäten abgedeckt werden.
[0016] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 5 ein viertes Ausführungsbeispiel der
Schleif-Vorrichtung 42'" beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben
Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit
verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile
erhalten dieselben Bezugszeichen mit drei hochgesetzten Strichen. Wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 sind zwei voneinander beabstandet angeordnete, drehantreibbar gelagerte
Umlenkwalzen 44, 45 vorgesehen, um die die Wellpappebahn 3 geführt ist. Die tangentialen
Umfangsgeschwindigkeiten der Walzen 44, 45 entsprechen der Geschwindigkeit der Wellpappebahn
3 im Bereich dieser Walzen, d. h. zwischen der Wellpappebahn 3 und den Walzen 44,
45 besteht kein Schlupf. Es ist auch möglich, die Walzen 44, 45 nicht drehbar gelagert
auszubilden. Zwischen den Walzen 44 und 45 ist eine drehantreibbar gelagerte Schleifwalze
55 angeordnet. Diese ist gegenüber dem Maschinengestell abgestützt und durch einen
Antriebsmotor 56 im Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeigersinn mit veränderlichen Geschwindigkeiten
drehantreibbar. Die Walzen weisen über ihren Umfang eine Schleif-Oberfläche 49'" auf.
Der oberste Punkt der Walze 55 liegt höher als der tiefste Punkt der Walzen 44, 45,
so dass eine Umschlingung der Walze 55 durch die Bahn 3 entsteht. Durch eine Veränderung
der Relativanordnung der Walze 55 zu den Walzen 44, 45 kann der Umschlingungswinkel
a vergrößert bzw. verkleinert werden. Wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen
wird der Umfang des Abschleifens bestimmt durch die Relativgeschwindigkeit zwischen
der Wellpappebahn 3 und der Schleifwalze 55. Ein weiterer Einflussfaktor ist der Umschlingungswinkel
a. Je größer der Umschlingungswinkel ist, um so größer ist die Abrasion. Zur Veränderung
des Umschlingungswinkels sind die Walzen 44, 45, 55 in höhenverstellbaren Lagern 57
gelagert. Durch die Möglichkeit des Antriebs der Walze 55 im Uhrzeigersinn und im
Gegenuhrzeigersinn kann ein großer Bereich von Relativgeschwindigkeiten abgedeckt
werden.
[0017] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 6 ein fünftes Ausführungsbeispiel der
Schleif-Vorrichtung 42"" beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben
Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit
verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile
erhalten dieselben Bezugszeichen mit vier hochgesetzten Strichen. Die Schleif-Vorrichtung
42"" weist eine große Ähnlichkeit zu der Schleif-Vorrichtung gemäß Fig. 4 auf. Es
ist jedoch lediglich ein Gurt 52 vorgesehen, der um zwei Umlenkrollen 53, 54 geführt
und angetrieben wird. Oberhalb des Gurtes 52 ist ein Andrückblech 48"" vorgesehen,
wobei ein entsprechender Reibspalt 50"" gebildet wird. Durch die Veränderung der Relativgeschwindigkeit
zwischen dem Gurt 52 und der Wellpappebahn 3 kann die Intensität der Abrasion eingestellt
werden.
1. Wellpappe-Anlage zur Herstellung von mehrlagiger Wellpappe
a. mit mindestens einer Produktions-Einrichtung (1, 2) zur Erzeugung mindestens einer
einseitig kaschierten Wellpappebahn (3, 4),
i. wobei die Wellpappebahn (3, 4) eine gewellte Bahn (5, 6) mit nach außen vorstehenden
Wellenköpfen (39) aufweist,
b. mit mindestens einer, der mindestens einen Produktions-Einrichtung (3, 4) entlang
einer Produktions-Richtung (31) nachgeordneten Schleif-Einrichtung (42, 43;-;42"",
43"") zur Vergleichmäßigung der Oberfläche der Wellenköpfe (39) durch Schleifen,
c. mit einer Zuführ-Einrichtung (15) zum Zuführen einer Materialbahn und
d. mit einer der mindestens einen Schleif-Einrichtung (42, 43;-;42"", 43"") entlang
der Produktions-Richtung (31) nachgeordneten Zusammenführ-Einrichtung (32) zum Verbinden
der mindestens einen Wellpappebahn (3, 4) mit der Materialbahn.
2. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleif-Einrichtung (42, 43;-;42"", 43"") einen Schleifkörper (49; 49"; 49"';
49"") mit einer abrasiven Oberfläche aufweist.
3. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Wellpappebahn (3, 4) über den Schleifkörper (49; 49"; 49"'; 49"")
geführt ist.
4. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifkörper (49) ortsfest angeordnet ist.
5. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Andrück-Einrichtung (48; 51; 48";48"") zum Andrücken der Wellpappebahn (3, 4)
gegen den Schleifkörper (49; 49"; 49"") vorgesehen ist.
6. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifkörper (49"') auf der Oberfläche einer drehantreibbar gelagerten Walze
(55) angeordnet ist.
7. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (55) mit einer tangentialen Umfangsgeschwindigkeit vW antreibbar ist, die sich von der Geschwindigkeit vB der Wellpappebahn (3, 4) im Bereich der Walze (55) unterscheidet.
8. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn eine einlagige Deckbahn (16) ist.
9. Wellpappe-Anlage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn eine einseitig kaschierte Wellpappebahn ist.
10. Verfahren zur Herstellung von mehrlagiger Wellpappe umfassend die folgenden Schritte:
a. Erzeugen mindestens einer einseitig kaschierten Wellpappebahn (3, 4),
i. wobei die Wellpappebahn (3, 4) eine gewellte Bahn (5, 6) mit nach außen vorstehenden
Wellenköpfen (39) aufweist,
b. oberflächenvergleichmäßigendes Schleifen der Wellenköpfe (39),
c. Verbinden der mindestens einen Wellpappebahn (3, 4) mit einer Materialbahn.
1. Corrugated board system for producing multi-layered corrugated board
a. comprising at least one production arrangement (1, 2) for producing at least one
corrugated board web (3, 4) lined on one side,
i. wherein the corrugated board web (3, 4) has a corrugated web (5, 6) with outwardly
projecting corrugation peaks (39),
b. comprising at least one abrasive device (42, 43;-; 42"", 43"") arranged downstream
of the at least one production arrangement (3, 4) in a production direction (31) for
evening-out the surface of the corrugation peaks (39) by grinding,
c. comprising a feed device (15) for feeding a material web and
d. comprising a joining device (32) arranged downstream of the at least one abrasive
device (42, 43;-; 42"", 43"") in the production direction (31) for joining the at
least one corrugated board web (3, 4) to the material web.
2. Corrugated board system according to claim 1, characterised in that the abrasive device (42, 43;-; 42"", 43"") has an abrasive member (49; 49"; 49"';
49"") with an abrasive surface.
3. Corrugated board system according to claim 2, characterised in that the at least one corrugated board web (3, 4) is guided over the abrasive member (49;
49"; 49"'; 49"").
4. Corrugated board system according to claim 3, characterised in that the abrasive member (49) is arranged so as to be stationary.
5. Corrugated board system according to claim 4, characterised in that a pressing device (48; 51; 48"; 48"") is provided for pressing the corrugated board
web (3, 4) against the abrasive member (49; 49"; 49"").
6. Corrugated board system according to claim 3, characterised in that the abrasive member (49"') is arranged on the surface of a roller (55) mounted so
as to be rotationally drivable.
7. Corrugated board system according to claim 6, characterised in that the roller (55) can be driven at a tangential circumferential velocity vW, which differs from the velocity vB of the corrugated board web (3, 4) in the region of the roller (55).
8. Corrugated board system according to claim 1, characterised in that the material web is a single-layer cover web (16).
9. Corrugated board system according to claim 1, characterised in that the material web is a corrugated board web lined on one side.
10. Method for producing multi-layer corrugated board comprising the following steps:
a. producing at least one corrugated board web (3, 4) lined on one side,
i. wherein the corrugated board web (3, 4) has a corrugated web (5, 6) with outwardly
projecting corrugation peaks (39),
b. grinding the corrugation peaks (39) to even out the surface,
c. joining the at least one corrugated board web (3, 4) to a material web.
1. Installation à carton ondulé pour la fabrication de carton ondulé à plusieurs couches,
a. avec au moins un dispositif de production (1, 2) pour la production d'au moins
une bande de carton ondulé (3, 4) couchée sur une face,
i. ladite bande de carton ondulé (3, 4) comportant une bande ondulée (5, 6) avec des
sommets d'ondulation (39) dirigés vers l'extérieur,
b. avec au moins un dispositif abrasif (42, 43 à 42"", 43"") disposé en aval du ou
des dispositifs de production (1, 2) dans une direction de production (31), pour la
régularisation par abrasion de la surface des sommets d'ondulation (39),
c. avec un dispositif d'amenée (15) pour l'avance d'une bande de carton, et
d. avec un dispositif d'assemblage (32) disposé en aval du ou des dispositifs abrasifs
(42, 43 à 42"", 43"") dans une direction de production (31), pour l'assemblage de
la ou des bandes de carton ondulé (3, 4) avec la bande de carton.
2. Installation à carton ondulé selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif abrasif (42, 43 à 42"", 43"") comporte une meule (49 ; 49" ; 49"' ;
49"") avec une surface abrasive.
3. Installation à carton ondulé selon la revendication 2, caractérisée en ce que la ou les bandes de carton ondulé (3, 4) passent sur la meule (49 ; 49'' ; 49"' ;
49"").
4. Installation à carton ondulé selon la revendication 3, caractérisée en ce que la meule (49) est fixe.
5. Installation à carton ondulé selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un dispositif de serrage (48 ; 51 ; 48" ; 48"") est prévu pour le serrage de la bande
de carton ondulé (3, 4) contre la meule (49 ; 49" ; 49'''').
6. Installation à carton ondulé selon la revendication 3, caractérisée en ce que la meule (49"') est disposée à la surface d'un rouleau (55) entraînable en rotation.
7. Installation à carton ondulé selon la revendication 6, caractérisée en ce que le rouleau (55) est entraînable avec une vitesse périphérique tangentielle vW, différente de la vitesse vB de la bande de carton ondulé (3, 4) au niveau du rouleau (55).
8. Installation à carton ondulé selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bande de carton est une bande de couverture (16) à une seule couche.
9. Installation à carton ondulé selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bande de carton est une bande de carton ondulé couchée sur une face.
10. Procédé pour la fabrication de carton ondulé à plusieurs couches, comprenant les étapes
suivantes :
a. production d'au moins une bande de carton ondulé (3, 4) couchée sur une face,
i. la bande de carton ondulé (3, 4) comportant une bande ondulée (5, 6) avec des sommets
d'ondulation (39) dirigés vers l'extérieur,
b. abrasion de régularisation de surface des sommets d'ondulation (39),
c. assemblage de la ou des bandes de carton ondulé (3, 4) avec une bande de carton.