[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein doppelschaliges Aufzugtürblatt gemäß dem Oberbegriff
des Patenanspruchs 1.
[0002] Es ist üblich, Türblätter für Aufzüge doppelschalig auszubilden. In diesem Zusammenhang
sei beispielsweise auf Aufzugtürblätter bzw. Fahrschachttürblätter, die für Aufzugschächte
mit Feuerschutzklasse F90 gemäß DIN 18091 vorgesehen sind, hingewiesen. Die beiden
Schalen eines doppelschaligen Türblattes, welche üblicherweise als Bleche ausgebildet
sind, werden normalerweise an ihren Kanten durch Verschweißen miteinander verbunden.
Hierbei erfolgt das Schweißen typischerweise in Form von langen Nähten oder entsprechend
dimensionierten Punktreihen. Statt durch Schweißen kann die Verbindung an den Kanten
auch durch Nieten, Schrauben oder Kleben erfolgen.
[0003] Bei Aufzugtürblättern großer Breite ist es bekannt, aus Stabilitätsgründen zwischen
die Schalen Aussteifungsprofile einzubringen, welche vorzugsweise ebenfalls mit den
Schalen verschweißt werden. Hierzu werden üblicherweise oben und unten über die gesamte
Türbreite Z-oder U-Profile in das doppelschalige Türblatt eingeschweißt, wobei durch
derartige Z- oder U-Profile die Dicke des Türblatts im wesentlichen bestimmt ist.
Es ist üblich, in diesen Profilen Durchbrüche zur Befestigung von Türblattaufhängungen
oder Türführungen vorzusehen.
[0004] Die Herstellung der vorstehend beschriebenen doppelschaligen Türblätter erweist sich
als relativ zeit- und kostenaufwendig, wobei in diesem Zusammenhang insbesondere auf
die notwendigen Schweißvorgänge zu verweisen ist, welche sich aufgrund der zu verbindenden,
sehr langen Außenkanten der Schalen als aufwendig gestalten.
[0005] Die Erfindung strebt an, zweischalige Türblätter für Aufzüge in kostengünstigerer
Weise bereitzustellen, und insbesondere die Herstellung derartiger Türblätter zu vereinfachen.
[0006] Dieses Ziel wird erreicht mit einem doppelschaligen Aufzugtürblatt mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die beiden Schalen eines doppelschaligen Aufzugtürblattes
an ihren Längsseiten bzw. Längskanten formschlüssig miteinander zu verbinden. Erfindungsgemäß
entfällt somit an den Längsseiten der Schalen bzw. des Aufzugtürblattes der bislang
notwendige Schweißvorgang. Erfindungsgemäße Aufzugtürblätter sind somit gegenüber
herkömmlichen Aufzugtürblättern in wesentlich einfacherer und preiswerterer Weise
herstellbar und montierbar.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Aufzugtürblattes sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0009] Es ist besonders bevorzugt, dass die erste und die zweite Schale an ihren oberen
und/oder unteren Enden mittels Schraubverbindungen miteinander verbunden sind. Mit
dieser Maßnahme entfällt der herkömmlich bei der Herstellung von Aufzugtürblättern
eingesetzte Schweißvorgang vollständig. Hierdurch ist es insbesondere möglich, in
einfacher Weise Türschalen aus verschiedenen Materialien miteinander zu verbinden.
Beispielsweise sei darauf hingewiesen, dass es üblich ist, Aufzugtürblätter stockwerkseitig
mit einem Edelstahlblech zu verkleiden, für das tragende Türblatt jedoch ein einfaches
Stahlblech zu verwenden. Das Verbinden von Edelstahlblechen und Stahlblechen ist jedoch
relativ aufwendig, wodurch der Herstellungsaufwand für derartig ausgebildete Aufzugtüren
hoch ist. Dazu ist ein derartig hergestelltes Türblatt auch schwerer als ein Türblatt
mit nur einem Blech für jede Schale. Dieser Aufwand kann erfindungsgemäß vermieden
werden, da auch Schalen aus unterschiedlichem Material in einfacher Weise miteinander
verbunden werden können.
[0010] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aufzugtürblattes
sind die ersten und zweiten Schalen, welche das doppelschalige Aufzugtürblatt bilden,
längsseitig mit formschlüssig miteinander in Wirkverbindung bringbaren Umkantungen
ausgebildet. Derartige Umkantungen sind in einfacher Weise an Stahlblechen oder Edelstahlblechen
ausbildbar und derart dimensionierbar, dass sie bei entsprechendem Zusammenschieben
der beiden Schalen eine formschlüssige Verbindung dieser Schalen gewährleisten können.
[0011] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Umkantungen
der ersten und/oder der zweiten Schale bezüglich ihrer jeweiligen Türblattfläche bzw.
Haupterstreckungsebene (d.h. der Aufzugtürflächen) zu einer Seite hin ausgebildet.
Damit wird erreicht, dass die Umkantungen der ersten Schale die entsprechenden Umkantungen
der zweiten Schale auf beiden Längsseiten umfassen oder umgekehrt. Mit einer derartigen
Ausgestaltung der Schalenlängsseiten können die beiden Schalen in Längsrichtung des
Türblatts zum Erreichen einer formschlüssigen Verbindung ineinander geschoben werden.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Umkantungen einer Schale
zu entgegengesetzten Seiten der jeweiligen Türblattfläche hin ausgebildet. Damit wird
erreicht, dass auf der ersten Längsseite die Umkantung der ersten Schale die Umkantung
der zweiten Schale umfasst, und auf der zweiten Längsseite die Umkantung der zweiten
Schale die Umkantung der ersten Schale umfasst, oder umgekehrt. Bei dieser Ausbildung
der Umkantungen ist es möglich, die Schalen bei der Montage sowohl in Türblattlängsrichtung
als auch in Türblattquerrichtung ineinander zu schieben, wodurch sich gegebenenfalls
Vorteile bei der Handhabung der Schalen ergeben können, weil die Montageplätze zur
Querverschiebung nicht so lang sein müssen.
[0013] Zweckmäßigerweise definieren die Umkantungen an wenigstens einer Längsseite im Wesentlichen
die Dicke des Türblattes.
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aufzugtürblattes
umfassen bzw. definieren die Umkantungen wenigstens einer Schale an wenigstens einer
Längsseite einen Labyrinthfortsatz. Labyrinthfortsätze, welche an sich bekannt sind,
dienen zum Brandschutz und verhindern das Durchschlagen von Flammen zwischen den Türblättern
oder zwischen den Türblättern und den Türzargen. Derartige Labyrinthfortsätze lassen
sich, insbesondere einstückig, an den erfindungsgemäß vorgeschlagenen, längsseitig
sich erstreckenden Umkantungen ausbilden.
[0015] Es ist ferner bevorzugt, dass an den oberen oder unteren Enden der Schalen bzw. des
Türblattes vorgesehene Schraubverbindungen sowohl zur Befestigung der oberen und unteren
Enden der Schalen aneinander als auch zur Befestigung von Türführungen an den oberen
bzw. unteren Enden des Türblattes dienen. Hierdurch ist die Montage eines Aufzugtürblattes
gegenüber herkömmlichen Lösungen stark vereinfacht, da bislang getrennte Arbeitsvorgänge,
nämlich die Befestigung der Türschalen aneinander (herkömmlicherweise durch Schweißen
bewerkstelligt), und die Anbringung von Führungen an dem Türblatt bzw. den Schalen,
jetzt mittels der gleichen Schraubverbindung zusammengefasst werden.
[0016] Es ist ferner bevorzugt, dass die erste und die zweite Schale längs und/oder quer
zusammenschiebbar sind.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aufzugtürblattes sind
die beiden Schalen aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt. Beispielsweise ist
es möglich, die schachtseitige Schale aus einem einfachen Blech und die stockwerksseitige
Schale aus einem Edelstahlblech herzustellen. Erfindungsgemäß ist die Befestigung
derartiger, aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehenden Schalen in besonders einfacher
Weise möglich.
[0018] Zweckmäßigerweise sind die Schalen an ihren oberen bzw. unteren Enden mit mit Durchbrüchen
versehenen Bereichen ausgebildet, wobei die Schraubverbindungen in diese Durchbrüche
einbringbar sind. Mit dieser Maßnahme ist es in besonders einfacher Weise möglich,
mittels einer einzigen Schraubverbindung die beiden Schalen und eine entsprechende
Türblattführung aneinander zu befestigen.
[0019] Es ist ferner bevorzugt, dass die Umkantungen bezüglich der jeweiligen Türblattflächen
unterschiedlich abgewinkelte Bereiche aufweisen. Durch geeignete Winkelwahl der jeweiligen
Umkantungsbereiche können formschlüssige und/oder kraftschlüssige Anlagen der jeweiligen
Umkantungen aneinander in gewünschter Weise eingestellt werden, wodurch insbesondere
Klappergeräusche vermeidbar sind.
[0020] Es ist ferner bevorzugt, dass die jeweils äußeren Bereiche der Umkantungen schräge
Einschiebebereiche definieren, wodurch das seitliche Ineinanderschieben der Schalen
stark vereinfacht ist. Anschließend an derartige Einschiebebereiche können schräge
oder abgewinkelte Blockierbereiche ausgebildet sein, die das seitliche Wiederauseinanderfallen
verhindern. Derartige Einschiebe- und/oder Blockierbereiche weisen vorzugsweise einen
Winkel von etwa 5 bis 15° bezüglich der Türblattflächen auf.
[0021] Es ist ferner bevorzugt, dass der Endbereich mit den inneren Umkantungen von der
Türblattfläche aus mit einer nach innen geführten 90°-Kantung beginnt, an die sich
nach einem geraden Stück, das in seiner Länge den Freiraum zwischen den Schalen definiert,
eine nach außen geführte 180°-Kantung anschließt.
[0022] Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung werden nun anhand der beigefügten Zeichnung
weiter beschrieben. In dieser zeigt:
- Figur 1
- in einem horizontalen Schnitt eine erste bevorzugte Ausführungsform zweier Schalen
eines doppelschaligen Aufzugtürblattes vor ihrem seitlichen Ineinanderschieben,
- Figur 2
- in der Ansicht der Figur 1 die Schalen in zusammengeschobener Position,
- Figur 3
- in einer senkrechten Schnittansicht, die ersten und zweiten Schalen gemäß den Figuren
1 und 2 vor ihrer Befestigung aneinander,
- Figur 4
- in der gleichen Ansicht wie Figur 3 die zu einem doppelschaligen Türblatt miteinander
verbundenen Schalen, und
- Figur 5
- in horizontaler Schnittansicht weitere bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
doppelschaligen Aufzugtürblattes in schematischer Darstellung.
[0023] In Figur 1 erkennt man zwei Türschalen 10, 20, welche zur Bildung eines doppelschaligen
Aufzugtürblattes 30, wie es in Figur 2 dargestellt ist, seitlich zusammenzuschieben
sind.
[0024] Die Schalen 10, 20 weisen jeweils eine Türblattfläche 10a bzw. 20a auf, wodurch beide
Seiten des Türblattes definiert werden.
[0025] An die Türblattfläche 10a der Schale 10 schließt sich eine erste Umkantung 12 und
eine zweite Umkantung 14 an. Die erste Umkantung 12 weist einen sich an die Türblattfläche
10a anschließenden, bezüglich dieser senkrecht erstreckenden Abschnitt 12a, einen
sich wiederum senkrecht von dem Abschnitt 12a und somit parallel zu der Türblattfläche
10a erstreckenden Abschnitt 12b, und einen sich an den Abschnitt 12b anschließenden,
eine Blockierschräge aufweisenden Endabschnitt 12c auf. Der Abschnitt 12c ist bezüglich
des Abschnitts 12b im wesentlichen um 180° gebogen ausgebildet, so dass er sich im
wesentlichen parallel zu dem Abschnitt 12b und der Türblattfläche 10a erstreckt. Der
Endabschnitt 12 weist einen ersten, sich im wesentlichen parallel zur Türblattfläche
erstreckenden Bereich 12c', und einen sich hieran anschließenden Blockierbereich 12c
" , der hier als Blockierschräge ausgebildet ist, auf. Die Blockierschräge verläuft
leicht schräg bezüglich des Bereichs 12c' bzw. der Tüblattfläche 10a. Der Biegungsbereich
bzw. die Kante zwischen den Abschnitten 12b und 12c und hierbei insbesondere der dem
Türblatt zugewandte Bereich der Biegung ist als Einschiebebereich 12d bezeichnet.
Auf den vorliegend dargestellten Bereich 12c' zwischen den Bereichen 12d und 12c "
könnte verzichtet werden. Im übrigen wäre es denkbar, den Blockierbereich 12c " nicht
in Form einer Schräge, sondern mittels einer entsprechenden Material- bzw. Blechdicke
zu verwirklichen.
[0026] Die zweite Umkantung 14 der ersten Schale 10 weist einen ersten Abschnitt 14a auf,
welcher sich in der gleichen Richtung wie Abschnitt 12a senkrecht zu der Türblattfläche
10a erstreckt, einen sich an den Abschnitt 14a anschließenden Abschnitt 14b, welcher
bezüglich des Abschnittes 14a um 180° umgebogen ist, und einen Endabschnitt 14c auf.
Der Abschnitt 14c ist bezüglich des Abschnitts 14b um etwa 90° gebogen.
[0027] Die 90° -Kante zwischen der Türblattfläche 10a und dem Abschnitt 14a ist mit 14f
bezeichnet, die 180°-Kante zwischen den Abschnitten 14a und 14b mit 14e.
[0028] Die zweite Schale 20 weist entsprechende, sich an die Türblattfläche 20a anschließende
Umkantungen 22, 24 auf. Diese Umkantungen 22, 24 sind entsprechend mit Abschnitten
bzw. Kanten 22a, 22b, 22c, 22d bzw. 24a, 24b, 24c, 24e, 24f ausgebildet. Die Abschnitte
12c, 22c stellen die Blockierbereiche gegen ein seitliches Auseinanderfallen dar,
welche bezüglich der Türblattflächen 10a, 20a in einem Winkel von vorzugsweise 5 bis
15° Grad verlaufen.
[0029] Die Umkantungen 12, 14, 22, 24 erstrecken sich im wesentlichen über die gesamten
Längsseiten der jeweiligen Schalen 10, 20, wobei jedoch die Umkantungen 14, 24 auch
Aussparungen aufweisen können. Insbesondere durch die Umkantungsabschnitte 14a und
24a wird die Dicke des vorgesehenen Türblattes vorgegeben.
[0030] Zwischen die Schalen 10, 20 ist ein Aussteifungselement 28, beispielsweise ein Wabenkarton
oder ein Aluminiumgitter, eingebracht. Dieses Aussteifungsteil kann beispielsweise
vor dem Zusammenschieben der Schalen 10, 20 an einer der Schalen fixiert werden. Es
wäre ebenfalls denkbar, mehrere Aussteifungselemente 28 nach dem Zusammenschieben
der Schalen 10, 20 bei entsprechender Ausgestaltung der Bereiche 15, 27, 21 zwischen
die Schalen einzubringen. Als bevorzugte Möglichkeit der Fixierung sei auf eine Verklebung
hingewiesen. Mittels eines derartigen Aussteifungselementes 28 kann die Stabilität
von Aufzugtürblättern und insbesondere die Geräuschdämpfung der Türblattflächen selbst
nachhaltig verbessert werden.
[0031] Nachdem die Schalen 10, 20 in die in Figur 1 dargestellte Position gebracht sind,
erfolgt eine längsseitige Befestigung der Schalen aneinander durch Querverschiebung
der Schalen parallel zu ihrer jeweiligen Haupterstreckungsrichtung, wobei in Figur
1 eine derartige Verschiebung der Schale 10 mittels des Pfeiles P
1, und der Schale 20 mittels des Pfeiles P
2 veranschaulicht ist. Hierbei kommt es zu einer gegenseitigen Beaufschlagung der Umkantungen,
wobei es aufgrund der Elastizität der für die Schalen verwendeten Materialen, beispielsweise
Blech, zu einer form- und kraftschlüssigen Anlage der Umkantungen aneinander kommt,
wie dies in Figur 2 dargestellt ist. Insbesondere liegen die Abschnitte 12c und 24c,
12a und 24b, 14b und 22a sowie 14c und 22c form- und kraftschlüssig aneinander an.
Jetzt wird insbesondere durch die etwas schräg ausgebildeten Blockierbereiche 12c
und 22c hinter den Einschiebebereichen 12d und 22d ein seitliches Auseinanderfallen
der beiden Schalen 10 und 20 verhindert.
[0032] Die dargestellte Verbindung bzw. Befestigung der Schalen 10, 20 aneinander wurde
mittels einer relativen Verschiebung dieser Schalen in Türblattquerrichtung realisiert.
Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten Umkantungen lassen jedoch ebenfalls eine
Verbindung der Schalen 10, 20 aneinander mittels einer Verschiebung in Türblattlängsrichtung
zu, d.h. in der Darstellung der Figur 2 mittels einer Verschiebung der Schalen senkrecht
zur Zeichenebene.
[0033] Es sei angemerkt, dass die Bereiche der Umkantungen, welche die jeweiligen Türblattflächen
10a und 20a nach außen hin überragen, Labyrinthfortsätze darstellen, welche zur Erhöhung
der Brandsicherheit von Aufzugtüren eingesetzt werden können bzw. vorgeschrieben sind.
[0034] In Figur 3 sind die Schalen 10, 20 in einer senkrechten Schnittansicht dargestellt.
[0035] In Figur 3, rechts, ist die Schale 10 dargestellt. Man erkennt insbesondere die Türblattfläche
10a, den Abschnitt 12a der Umkantung 12 sowie den Biegeabschnitt mit der Einschiebeschräge
12d zwischen den Abschnitten 12b und 12c. Der Anschaulichkeit halber sei davon ausgegangen,
dass die Türblattfläche 10a zum Stockwerk hin ausgerichtet ist.
[0036] Zusätzlich zu den bereits unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 beschriebenen
längsseitigen Umkantungen 12, 14 erkennt man in der Darstellung der Figur 3, dass
die Schale 10 an ihrer Unterseite mit einer weiteren Umkantung 15 ausgebildet ist.
Diese Umkantung 15 besteht aus einem einstückig an die Türblattfläche 10a angeformten
Flächenbereich, der als quer zur Türblattlängsrichtung verlaufende Umkantung 15 mit
den Abschnitten 15a und 15b ausgebildet ist. Der Flächenbereich 15 ist in Türbreitenrichtung
kürzer als der Abstand zwischen den Flächen 12a und 14a, wodurch sich der gesamte
Flächenbereich 15 mit seinen Abschnitten 15a und 15b beim Umkanten zwischen die Flächen
12a und 14a in den Innenbereich des Türblattes schieben lässt. Dabei ist der Abschnitt
15a parallel zur Türblattfläche 10a ausgerichtet und anschließend an ihn erstreckt
sich der Abschnitt 15b im wesentlichen senkrecht zum Abschnitt 15a, wobei im Abschnitt
15b zusätzlich noch ein Durchbruch 17 angeordnet ist. Der Abschnitt 15b und der Durchbruch
17 sind auch in Figur 1 erkennbar.
[0037] An der Oberseite der Schale 10 schließt sich an den Abschnitt 12a ein Abschnitt 13
an, welcher sich in der gleichen Richtung wie Abschnitt 12a erstreckt, jedoch schmaler
ausgebildet ist und den oberen Bereich der Schale 10 ebenfalls biegesteif gestaltet.
Die Türblattfläche 10a ist in ihrem oberen Bereich mit einer Ausnehmung 41 ausgebildet.
[0038] In Figur 3, links, ist die Schale 20 dargestellt. Hier erkennt man insbesondere die
zur Schachtseite hin gerichtete Türblattfläche 20a sowie die Abschnitte 24a, 24b und
24c der Umkantung 24.
[0039] An der Oberseite schließt sich einstückig an die Türblattfläche 20a ein als Umkantung
ausgebildeter Fortsatz 21 an, welcher einen senkrecht zur Türblattfläche gerichteten
Abschnitt 21a, und einen sich an den Abschnitt 21a anschließenden Abschnitt 21b aufweist,
der wieder parallel zur Türblattfläche 20a gerichtet ist und in dem ein Durchbruch
42 angeordnet ist.
[0040] An der Unterseite der Schale 20 ist eine Umkantung 27 vorgesehen, welche mit einem
Durchbruch 29 ausgebildet ist.
[0041] Die Umkantung 27 erstreckt sich im wesentlichen senkrecht zur Türblattfläche 20a,
und ist als einstückiger Fortsatz von dieser ausgebildet. Die Umkantung 27 und der
Durchbruch 29 sind auch in Figur 1 erkennbar.
[0042] Dazu sind der Fortsatz 21 mit seinen Abschnitten 21a und 21b und die Umkantung 27
in Türbreitenrichtung kürzer ausgebildet als der Abstand zwischen den Flächen 12a
und 14a und passen ebenso wie schon die Umkantungen 15 in den Innenraum des Türblatts.
[0043] In Figur 4 sind die Schalen 10, 20 in der gleichen Ansicht wie in Figur 3, jedoch
in zusammengeschobenem bzw. miteinander verbundenem Zustand dargestellt.
[0044] Man erkennt, dass der Abschnitt 21b der Umkantung 21 unmittelbar an dem oberen Abschnitt
der Türblattfläche 10a anliegt, so dass die Durchbrüche 41, 42 miteinander fluchten.
Der so bereitgestellte Durchbruch 41, 42 kann zur Anbringung eines Befestigungsmittels
für eine Türblattaufhängung bzw. eines Laufwagens 58 verwendet werden. Insbesondere
kann der Durchbruch 41, 42 zur Anbringung einer Schraubverbindung 60 eingesetzt werden,
welche sowohl zur Befestigung der Schalen 10, 20 aneinander, als auch zur Befestigung
der Türblattaufhängung 58 an den Schalen dient.
[0045] In Figur 4 erkennt man ferner, dass in die fluchtenden Durchbrüche 17, 29 der Umkantungsabschnitte
15b und 27 eine Schraubbefestigung eingebracht ist. Die Schraubbefestigung ist insgesamt
mit 50 bezeichnet und weist eine Schraube 51 und eine Mutter 52 auf. Man erkennt,
dass mittels der Schraubbefestigung 50 eine untere Führung 54 mit einem Gleitbelag
56 des Aufzugtürblattes mit den Schalen 10, 20 verbunden ist. Mittels der Schraubverbindung
50 sind somit die Schalen 10, 20 in ihrem unteren Bereich aneinander sowie mit der
unteren Türblattführung 54 verschraubbar. Die untere Türblattführung 54 ist somit
über die Abkantungen 15b, 27 der jeweiligen Schalen an dem Türblatt befestigbar.
[0046] Da das gezeigte Türblatt modular aufgebaut und kein Schweißen notwendig ist, kann
vorzugsweise die dem Benutzer zugewandte Schale 10 aus einem anderen metallischen
Werkstoff oder auch einem Kunststoff hergestellt sein als die hintere, schachtseitige
Schale 20. Erfindungsgemäß ist somit ein nachträgliches Verkleiden nicht mehr notwendig,
wodurch insgesamt eine erhebliche Gewichtseinsparung erreicht werden kann.
[0047] In Figur 5 sind schließlich verschiedene, der Ansicht der Figuren 1 bis 3 entsprechende
horizontale Schnittansichten verschiedener bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
doppelschaligen Türblatts dargestellt. Mit Bezugszeichen versehen sind hierbei die
jeweiligen Schalen 10 bzw. 20. Die seitlichen Endbereiche der Schalen, welche analog
zu den Bezeichnungen in Figur 1 jeweils insgesamt mit 12, 14, 22, 24 bezeichnet sind,
sind jeweils als unterschiedlich geformte Umkantungen ausgebildet.
[0048] Bei den Ausführungsformen gemäß den Figuren 5 a), b), c) erkennt man, dass ein Zusammenschieben
der Schalen 10, 20 aufgrund der Ausrichtung der Umkantungen in Türblattlängsrichtung
(senkrecht zur Zeichenebene) möglich ist. Dies liegt beispielsweise bei der in Figur
5 a) dargestellten Ausführungsform darin begründet, dass die Umkantungen der Schale
10 an beiden Längsseiten die Umkantungen der Schale 20 umfassen. Bei den Ausführungen
gemäß Figur 5 b) und c) bildet die jeweils äußere Umkantung der einen Schale ein in
Richtung Türblatt geführtes U-Profil, in dem die jeweils innere Umkantung der andere
Schale gehalten ist, wobei der jeweils letzte bzw. äußere Umkantungsabschnitt des
äußeren U-Profils durch seine Länge eine seitliche Verschiebung der Schalen zueinander
verhindert.
[0049] Bei den Ausführungsformen gemäß Figur 5 d) bis h) ist ein Zusammenschieben der Schalen
10, 20 sowohl in Türblattlängsrichtung als auch in Türblattquerrichtung (d.h. in der
Zeichenebene) möglich, da hier bei jeder Schale die seitlichen Umkantungen zu unterschiedlichen
Seiten der jeweiligen Türblattfläche hin ausgerichtet sind. Zur Erleichterung des
Zusammenschiebens der Schalen 10, 20 in Türblattquerrichtung weisen die Ausführungsformen
gemäß Figur 5 d) bis h) analog zur Ausführungsform gemäß Figur 1 Einführbereiche 12d,
22d auf und ebenso Blockierbereiche 12c" und 22c".
1. Doppelschaliges Aufzugtürblatt mit einer ersten, insbesondere stockwerksseitig anzuordnenden
Schale (10), und einer zweiten, insbesondere schachtseitig anzuordnenden Schale (20)
,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und die zweite Schale (10, 20) an ihren Längsseiten formschlüssig miteinander
verbunden sind.
2. Aufzugtürblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Schale (10, 20) an ihren oberen und/oder unteren Enden mittels
Schraubverbindungen miteinander verbunden sind.
3. Aufzugtürblatt nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Schale (10, 20) längsseitig mit formschlüssig miteinander
in Wirkverbindung bringbaren Umkantungen (12, 14; 22, 24) ausgebildet sind.
4. Aufzugtürblatt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantungen der Schalen derart ausgebildet sind, dass die Umkantungen (12, 14)
der ersten Schale (10) die Umkantungen (22, 24) der zweiten Schale auf beiden Längsseiten
umfassen oder umgekehrt.
5. Aufzugtürblatt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantungen (12, 14, 22, 24) der Schalen (10, 20) derart ausgebildet sind, dass
auf der ersten Längsseite die Umkantung (12) der ersten Schale (10) die Umkantung
(24) der zweiten Schale umfasst, und auf der zweiten Längsseite die Umkantung (22)
der zweiten Schale (20) die Umkantung (14) der ersten Schale (10) umfasst, oder umgekehrt.
6. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantungen der ersten und/oder der zweiten Schale (10, 20) bezüglich der jeweiligen
Türblattfläche (10a, 20a) der Schalen (10, 20) zu einer Seite hin ausgebildet sind.
7. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehend benannten Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantungen der ersten und/oder der zweiten Schale (10, 20) bezüglich der jeweiligen
Türblattfläche (10a, 20a) der Schalen zu entgegengesetzten Seiten hin ausgebildet
sind.
8. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantungen (12, 14, 22, 24) wenigstens an einer Längsseite im Wesentlichen die
Dicke des Türblattes definieren.
9. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantungen (12, 14, 22, 24) wenigstens einer Schale (10, 20) an wenigstens einer
Längsseite einen Labyrinthfortsatz umfassen bzw. definieren.
10. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindungen zur Befestigung der oberen und/oder der unteren Enden der
Schalen (10, 20) aneinander gleichzeitig zur Befestigung von oberen und/oder unteren
Türführungen (54, 56) an den oberen und/oder unteren Enden des Aufzugtürblattes dienen.
11. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Schale an ihren Längsseiten kraftschlüssig miteinander verbunden
sind.
12. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Schale (10, 20) längs und/oder quer zusammenschiebbar sind.
13. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalen (10, 20) aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt sind.
14. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei beiden Schalen (10, 20) die Bereiche zur Anordnung der Türführungen in den oberen
und unteren Endbereichen der Türblattflächen (10a, 20a) als sich einteilig an die
Türblattflächen (10a, 20a) anschließende Flächenbereiche (13, 15b, 21, 27) mit Durchbrüchen
(41, 17, 42, 29) ausgebildet sind.
15. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere die jeweils inneren Umkantungen (14, 24) ausgehend von der jeweiligen
Türblattfläche (10a, 20a) zunächst eine 90°-Kantung (14f, 24f) aufweisen, an die sich
ein senkrecht zu der jeweiligen Türblattfläche verlaufendes, gerades Stück (14a, 24a)
anschließt, dass in seiner Länge dem Freiraum zwischen den Schalen (10, 20) bzw. der
Türblattdicke entspricht, wobei sich an dieses gerade Stück (14a, 24a) eine nach außen
geführte 180°-Kantung (14e, 24e) anschließt.
16. Aufzugtürblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils äußeren Umkantungsbereiche Einschiebebereiche (12d, 22d) und Blockierbereiche
(12c" , 22c" ) enthalten.