[0001] Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf mit einem Turbulenzerzeuger und einer Düse.
[0002] Ein solcher Stoffauflauf dient der Erzeugung eines maschinenbreiten Suspensionsstrahls
in einer der Herstellung einer Materialbahn dienenden Maschine. Bei der aus der Suspension
gebildeten Materialbahn kann es sich insbesondere um eine Papier- oder Kartonbahn
handeln. Ein entsprechender Stoffauflauf ist beispielsweise in den Druckschriften
EP 0 211 607 A2 und DE 43 29 810 A1 beschrieben.
[0003] Die Düsenräume der Stoffaufläufe können u. a. beispielsweise durch Lamellen unterteilt
sein. Die derzeit eingesetzten Lamellen sind im Wesentlichen als ebene Platten ausgeführt.
[0004] Die Qualität des Papiers bzw. Kartons wird maßgeblich von Relativbewegungen zwischen
der Faserstoffsuspension und dem bzw. den Sieben beeinflusst. So verbessern sich die
Formation und der Burstdruck mit zunehmender Differenz zwischen Strahl- und Siebgeschwindigkeit
(| v| = |v
Strahl― v
Sieb|) bis zu einem Optimum. Andere Kennwerte wie z.B. SCT
quer besitzen ihr Maximum etwa bei v = 0 m/min. Dies gilt unabhängig vom jeweiligen Formerkonzept.
[0005] Bei Papiermaschinen für graphische Papiere werden teilweise Schüttelböcke eingesetzt,
um durch zusätzliche Scherbeanspruchung die Formation zu verbessern. Dies bringt nun
aber den Nachteil mit sich, dass sich die Formation mit der zweifachen Schüttelfrequenz
periodisch ändert. Beträgt die Schüttelfrequenz f beispielsweise 300 1/min und die
Maschinengeschwindigkeit v beispielsweise 900 m/min, so bewegt sich das Sieb zwischen
maximaler und minimaler Querbeschleunigung um 0,75 m weiter.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stoffauflauf der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit dem Eigenschaften der erzeugten Faserstoffbahn, insbesondere
Papier oder Karton, die eine verstärkte Faserausrichtung in Maschinenquerrichtung
benötigen, verbessert werden können, ohne dabei die Eigenschaften spürbar zu beeinträchtigen,
die von einer stärkeren Scherbeanspruchung der Faserstoffsuspension während der Blattbildung
profitieren.
[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch eine Drall erzeugende Einrichtung
zur Einleitung von eine sich quer zur Maschinenlaufrichtung erstreckende Strömungskomponente
aufweisenden Drehströmungen in die Faserstoffsuspension innerhalb des Düsenraumes.
[0008] Aufgrund dieser Ausbildung werden quer zur Maschinenlaufrichtung weisende Strömungskomponenten
in der Faserstoffsuspension erzeugt, wodurch eine erhöhte Faserausrichtung in Maschinenquerrichtung
erreicht wird. Durch die Querströmungen in der Faserstoffsuspension relativ zu dem
bzw. den Sieben erhöhen sich die Querfestigkeiten. So setzen diese Querströmungen
die Faserstoffsuspension zusätzlichen Scherbeanspruchungen aus, die vorhandene Faserflocken
aufreißen und eine stärkere Faserausrichtung in Maschinenquerrichtung bewirken.
[0009] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stoffauflaufs
ist die Drall erzeugende Einrichtung so eingebaut und/oder ausgeführt, dass sich für
die Faserstoffsuspension innerhalb des Düsenraumes keine Staustelle ergibt.
[0010] Die Drall erzeugende Einrichtung kann also insbesondere so eingebaut und/oder ausgeführt
sein, dass Staupunkte, an denen es zu einer An- oder Ablagerung von Fasern, Füllstoff,
Feinstoff, Schmutz und/oder dergleichen kommen kann, vermieden werden.
[0011] Die Drall erzeugende Einrichtung kann insbesondere wenigstens eine Lamelle und/oder
wenigstens ein insbesondere festes Trennelement umfassen, die bzw. das zumindest bereichsweise
der Drallerzeugung dient.
[0012] Dabei ist die Lamelle bzw. das Trennelement vorzugsweise zwischen Turbulenzkanalzeilen
und/oder-spalten des Turbulenzerzeugers angeordnet. Staupunkte, an denen es zu einer
An- bzw. Ablagerung von Fasern, Füllstoff, Feinstoff, Schmutz- und/oder dergleichen
kommen kann, werden somit wieder vermieden.
[0013] Demgegenüber weisen die in der EP 0 211 607 A2 beschriebenen Ausführungen Staupunkte
auf, die die Gefahr einer Anlagerung von Schmutz bzw. einer Bildung von Stoffbatzen
mit sich bringen. Bei diesen bekannten Stoffaufläufen erfolgt die Befestigung der
Drall erzeugenden Einbauten entweder an den Seitenwänden des Stoffauflaufs oder mittels
Laschen in den Rohren des Strömungsgitters. Überdies werden in dieser Druckschrift
Abstandshalter beschrieben, die ebenfalls wieder Staupunkte und überdies bei einer
Befestigung an den Seitenwänden eventuell auch Probleme im Hinblick auf eventuelle
Verformungen durch thermisch bedingte Längenänderungen mit sich bringen.
Die Lamelle bzw. das Trennelement können sich insbesondere ausgehend vom Turbulenzerzeuger
in den Düsenraum erstrecken. Die Anzahl von Lamellen bzw. Trennelementen kann zum
Beispiel in Abhängigkeit von der Anzahl von Turbulenzkanalzeilen und/oder -spalten
des Turbulenzerzeugers gewählt sein.
[0014] Eine bevorzugte praktische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stoffauflaufs zeichnet
sich dadurch aus, dass die Lamelle bzw. das Trennelement an ihrem bzw. seinem in Durchflussrichtung
betrachtet hinteren Rand mit Einschnitten versehen ist und die dadurch entstandenen
Lamellen- bzw. Trennelementenden der Drallerzeugung dienen.
[0015] Dabei können die Lamellen- bzw. Trennelementenden insbesondere unter Ausbildung von
Drallschaufeln geschränkt sein.
[0016] Grundsätzlich ist jedoch auch eine solche Ausführung denkbar, bei der die Lamelle
bzw. das Trennelement mit angesetzten und/oder aufgesetzten Drallschaufeln versehen
ist.
[0017] Die Drallschaufeln können beispielsweise in die gleiche Richtung beschränkt sein.
[0018] Grundsätzlich ist jedoch auch eine solche Ausführung denkbar, bei der die Drallschaufeln
zumindest teilweise in unterschiedliche Richtungen geschränkt sind. Dabei können die
Drallschaufeln beispielsweise alternierend gegensinnig geschränkt sein.
[0019] Sind mehrere Lamellen und/oder mehrere Trennelemente vorgesehen, so können lediglich
ein Teil der Lamellen bzw. Trennelemente oder alle Lamellen bzw. alle Trennelemente
der Drallerzeugung dienen.
[0020] Der Winkel, über den eine jeweilige Drallschaufel gegenüber dem nicht geschränkten
Lamellen- bzw. Trennelementteil geschränkt ist, liegt vorteilhafterweise in einem
Bereich von 0° bis zu einem Mehrfachen von 360° (mehrere ganze Umdrehungen) und vorzugsweise
in einem Bereich von 30° bis zu einem Fünffachen von 360° (fünf ganze Umdrehungen).
[0021] Die Steigung einer jeweiligen Drallschaufel kann in Maschinenlaufrichtung variieren.
Dabei kann die Steigung einer jeweiligen Drallschaufel in Maschinenlaufrichtung beispielsweise
stetig zunehmen.
[0022] Die Steigung und/oder die in Maschinenlaufrichtung gemessene Länge einer jeweiligen
Drallschaufel kann insbesondere in Abhängigkeit von der jeweils gewünschten Intensität
der Drehströmung gewählt sein.
[0023] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stoffauflaufs
ist die Lamelle bzw. das Trennelement mit wenigstens einem nicht geschränkten Drall
erzeugenden Leitelement versehen.
[0024] Die Teilung der Drallschaufeln bzw. Drall erzeugenden Leitelemente ist vorzugsweise
in Abhängigkeit von der Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers gewählt.
Dabei kann die Teilung der Drallschaufeln bzw. Drall erzeugenden Leitelemente insbesondere
einem ganzzahligen Vielfachen oder einem ganzzahligen Bruch, z. B.... 3, 2, 1, 1/2,
1/3, 1/4, ..., der Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers entsprechen.
Dabei kann die Teilung der Drallschaufeln bzw. Drall erzeugenden Leitelemente beispielsweise
auch gleich der Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers sein.
[0025] Die Drallschaufeln bzw. Drall erzeugenden Leitelemente können, in Maschinenlaufrichtung
betrachtet, mit den Turbulenzkanälen des Turbulenzerzeugers fluchten. Grundsätzlich
ist jedoch auch eine solche Ausführung denkbar, bei der die Drallschaufeln bzw. Drall
erzeugenden Leitelemente in Querrichtung betrachtet gegenüber den Turbulenzkanälen
des Turbulenzerzeugers versetzt sind. Dabei kann der Versatz beispielsweise der halben
Teilung entsprechen.
[0026] Die Teilung der Drallschaufeln bzw. Drall erzeugenden Leitelemente kann grundsätzlich
jedoch auch unabhängig von der Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers
gewählt sein.
[0027] Bei einer weiteren bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Stoffauflaufs sind die Drallschaufeln bzw. Drall erzeugenden Leitelemente derart unterschiedlich
ausgeführt, dass sich für diese unterschiedliche Eigenfrequenzen ergeben, so dass
Schwingungen gedämpft werden. Die Drallschaufeln bzw. Drall erzeugenden Leitelemente
können zumindest teilweise auch aus schwingungsdämpfendem Material bestehen.
[0028] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn eine jeweilige Lamelle bzw. ein jeweiliges
Trennelement so ausgeführt ist, dass durch die Drallschaufeln bzw. die Drall erzeugenden
Leitelemente eingeleitete Kräfte aufgenommen und an haltende Elemente des Stoffauflaufs,
wie z.B. den Turbulenzerzeuger, eine den Düsenraum begrenzende Seitenwand, eine separate
Abstützung und/oder dergleichen, abgegeben werden.
[0029] Der Stoffauflauf kann grundsätzlich als Einschicht-Stoffauflauf oder auch als Mehrschicht-Stoffauflauf
ausgeführt sein.
[0030] Die Anzahl der im Stoffauflauf eingesetzten Lamellen hängt von der Anzahl der Turbulenzkanalzeilen
des Turbulenzerzeugers oder-blocks ab.
[0031] Die seitlichen Ränder einer jeweiligen Lamelle können einen jeweiligen Abstand zur
betreffenden Düsenseitenwand aufweisen. Dabei ist beispielsweise auch eine Unsymmetrie
bezüglich der Führerseite und der Triebseite denkbar.
[0032] Die Lamellenenden können eine beliebige Spitzenkontur, z. B. jede beliebige herkömmliche
Spitzenkontur, aufweisen. Es sind beliebige Lamellenaufhängungen und insbesondere
beliebige herkömmliche Lamellenaufhängungen denkbar. Auch im übrigen ist eine Kombination
der erfindungsgemäßen Lamellenausführung mit den bisher üblichen Lamellenausführungen,
z.B. Gelenk innerhalb der Lamelle usw., denkbar.
[0033] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht eines Teils einer im Düsenraum eines Stoffauflaufs angeordneten,
bereichsweise der Drallerzeugung dienenden Lamelle,
- Figur 2
- beispielhafte Formen der Drallschaufeln, wobei jeweils die Drallschaufelform vor dem
Schränken dargestellt ist,
- Figur 3
- eine schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer
der Drallerzeugung dienenden Lamelle,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Lamelle mit angesetzten
und/oder aufgesetzten Drallschaufeln,
- Figur 5
- eine schematische Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform einer Lamelle mit nicht
geschränkten Drall erzeugenden Leitelementen,
- Figur 6
- eine schematische Seitenansicht eines nicht geschränkten Drall erzeugenden Leitelements
der Ausführung gemäß Fig. 5 und
- Figur 7
- eine schematische geschnittene Teildarstellung eines Mehrschicht-Stoffauflaufs mit
der Drallerzeugung dienenden Lamellen.
[0034] Figur 1 zeigt in schematischer Draufsicht einen Teil einer im Düsenraum 10 eines
Stoffauflaufs 12 angeordneten, bereichsweise der Drallerzeugung dienenden Lamelle
14.
[0035] Die Lamelle 14 erstreckt sich ausgehend vom letzten Turbulenzblock eines Turbulenzerzeugers
16 des Stoffauflaufs 12 in den Düsenraum 10, der seitlich durch Düsenwände 18 begrenzt
ist, von denen in der Fig. 1 lediglich eine zu erkennen ist. Im Bereich des Austrittsspaltes
der betreffenden Düse 20 dieses Stoffauflaufs 12 ist eine Blende 22 vorgesehen.
[0036] In dieser Fig. 1 sind bestimmte Größen mit den folgenden Abkürzungen bezeichnet:
- L0 =
- Düsenlänge
- L1 =
- Lamellenlänge
- I2 =
- Länge des Lamellengrundkörpers
- I3 =
- ungeschränkte Länge der Drallschaufel
- I4 =
- geschränkte Länge der Drallschaufel
- B0 =
- lichte Kastenweite des Stoffauflaufs
- bs =
- Randspalt zwischen Düsenwand und Lamelle
- bra =
- Randabstand eines jeweiligen äußeren Lamellenendes zur betreffenden seitlichen Düsenwand,
wobei beispielsweise auch eine Unsymmetrie zwischen der Führerseite und der Triebseite
möglich ist
- bL =
- Lamellenbreite
- b1 =
- Breite der Drallschaufel an der Wurzel
- b2 =
- gegenseitiger Abstand der Drallschaufeln
[0037] Die Strömungsrichtung der Faserstoffsuspension ist mit "S" angegeben. Sie entspricht
der Maschinenlaufrichtung L.
[0038] Der Stoffauflauf 12 umfasst eine Drall erzeugende Einrichtung, hier wenigstens eine
zumindest bereichsweise der Drallerzeugung dienende Lamelle 14, zur Einleitung von
eine sich quer zur Maschinenlaufrichtung L erstreckende Strömungskomponente aufweisenden
Drehströmungen in die Faserstoffsuspension innerhalb des Düsenraumes 10.
[0039] Die Drall erzeugende Lamelle 14 ist an ihrem in Durchflussrichtung L betrachtet hinteren
Rand mit Einschnitten 24 versehen, wodurch sich eine Mehrzahl von Lamellenenden 26
ergibt, die im vorliegenden Fall zur Drallerzeugung jeweils zumindest bereichsweise
unter Ausbildung von Drallschaufeln 28 geschränkt sind. Mit "I
4" ist in der Figur 1 also die Länge einer jeweiligen Drallschaufel 28 angegeben.
[0040] Die Lamellenenden 26 können beispielsweise alle in die gleiche Richtung oder alternierend
gegenseitig geschränkt sein. Sind mehrere Lamellen 14 in den Stoffauflauf 12 eingebaut,
so können alle, ein Teil davon oder auch nur eine in der angegebenen Weise zur Drallerzeugung
ausgeführt sein.
[0041] Die zuvor angegebenen Größen können beispielsweise die folgenden Werte besitzen:
L0 (Düsenlänge) =300 bis 1200 mm, vorzugsweise 400 bis 1000 mm
l1 (Lamellenlänge)= von einem Wert nahe 0 bis zum 1,2-fachen der Düsenlänge L0, wobei im Fall L1 > L0 vorzugsweise aufgesetzte Drallelemente oder-schaufeln im Düsenraum vorgesehen sein
können (siehe weiter unten)
l2 (Länge Lamellengrundkörper) = 0,01 bis 0,95 · L0, vorzugsweise 0,02 bis 0,5 · L0
l3 (ungeschränkte Länge der Drallschaufel) = 0,00 bis 0,95 · L2
l4 (geschränkte Länge der Drallschaufel) = 1,00 bis 0,05 · L2
bs (Randspalt zwischen Düsenwand und Lamelle) = z.B. 0,5 bis 10 mm
bL (Lamellenbreite): Maximum = entsprechend dem bisher üblichen Wert, Minimum = B0 - 2 · (b2 + b2)
b1 (Breite der Drallschaufel an der Wurzel) = 3 bis 100 mm, vorzugsweise 5 bis 50 mm
b2 (Abstand der Drallschaufeln bzw. Drallelemente) = 0 bis b1
t (Teilung) = 0 bis 100 mm, vorzugsweise 5 bis 50 mm
[0042] Figur 2 zeigt beispielhafte Formen der Drallschaufeln 28, wobei jeweils die Drallschaufelform
vor dem Schränken dargestellt ist. Unterhalb der jeweiligen Drallschaufelform sind
die jeweiligen Schränkrichtungen angedeutet.
[0043] Die Lamellenenden 28 können also beispielsweise eine Dreiecksform (vgl. die Figuren
2a, d, e mit einem sich in Maschinenlaufrichtung L zuspitzenden Dreieck (vgl. die
Figuren 2a, d) oder einem in Maschinenlaufrichtung L breiter werdenden Dreieck (vgl.
Figur 2e), eine Rechteckform (vgl. Figur 2b), die Form eines Kegelstumpfes (vgl. Fig.
2c) oder eine in der Fig. 2f gezeigte Form besitzen, bei der das zunächst allgemein
streifenförmige Lamellenende 28 am freien Ende mit einer halbkreisartigen Ausnehmung
30 versehen ist. Gemäß Fig. 2g kann ein jeweiliges Lamellenende 28 an seinem in Maschinenlaufrichtung
L hinteren Rand beispielsweise auch gezackt sein.
[0044] Wie insbesondere anhand der Figur 2h zu erkennen ist, können die Lamellen 14 beispielsweise
auch strukturierte Spitzen aufweisen.
[0045] Figur 3 zeigt in schematischer perspektivischer Darstellung eine weitere Ausführungsform
einer der Drallerzeugung dienenden Lamelle 14.
[0046] In dieser Figur 3 sind bestimmte Größen mit den folgenden Bezeichnungen versehen:
- B1 =
- Breite des nicht geschränkten Lamellenabschnitts
- B2 =
- Breite des freien Endes des geschränkten Bereichs bzw. der Drallschaufel 28
- L1 =
- Länge des nicht geschränkten Lamellenabschnitts
- L2 =
- Länge des geschränkten Bereichs bzw. der Drallschaufel 28
- L3 =
- Länge eines Beruhigungsbereichs
[0047] Die Breite B
1 des nicht geschränkten Lamellenabschnitts kann beispielsweise gleich der Teilung
der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers 16 sein. Zudem kann diese Breite B
1 des nicht geschränkten Lamellenabschnitts beispielsweise gleich, größer oder kleiner
als die Breite B
2 des freien Endes des geschränkten Bereichs bzw. der Drallschaufel 28 sein.
[0048] Die Länge L
1 des nicht geschränkten Lamellenabschnitts kann ≥ 0 sein. Über die Länge L
2 des geschränkten Bereichs bzw. der Drallschaufel 28 kann die jeweilige Drallstärke
vorgegeben werden. Die Länge L
3 des Beruhigungsbereichs ist maßgeblich für die sich einstellende Beruhigung.
[0049] Das freie Ende des geschränkten Bereichs bzw. der Drallschaufel 28 kann in einem
Abstand zur Blende 22 (vgl. Figur 1) vorgesehen sein.
[0050] Die geschränkten Bereihe bzw. Drallschaufeln 28 der Lamelle 14 können in Querrichtung
versetzt zu den Turbulenzkanälen des Turbulenzerzeugers 16 sein, wobei der Versatz
insbesondere der halben Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers 16 entsprechen
kann.
[0051] In der Figur 3 sind oben rechts rein beispielhaft verschiedene mögliche Drehrichtungen
für die beschränkten Bereiche bzw. Drallschaufeln 28 angegeben, wobei mit "+" jeweils
eine Rechtsdrehung und mit "-" jeweils eine Linksdrehung oder umgekehrt gemeint ist.
[0052] Figur 4 zeigt in schematischer Darstellung eine andere Ausführungsform einer Lamelle
14, bei der diese Lamelle 14 mit angesetzten und/oder aufgesetzten Drallschaufeln
28' versehen ist.
[0053] Im übrigen kann der betreffende Stoffauflauf insbesondere zumindest im Wesentlichen
wieder so ausgeführt sein, wie dies im Zusammenhang mit der Figur 1 beschrieben wurde.
Das heißt u.a., dass insbesondere auch die an- bzw. aufgesetzte Drallschaufel 28'
grundsätzlich beispielsweise zumindest im Wesentlichen wieder so ausgeführt sein kann,
wie dies im Zusammenhang mit der Drallschaufel 28 anhand von Figur 1 beispielhaft
beschrieben wurde.
[0054] Figur 5 zeigt in schematischer Vorderansicht eine weitere Ausführungsform einer Lamelle
14, die im vorliegenden Fall jedoch mit "geraden", d.h. nicht geschränkten Drall erzeugenden
Leitelementen 32 versehen ist. Figur 6 zeigt eine schematische Seitenansicht eines
nicht geschränkten Drall erzeugenden Leitelements 32 der Ausführung gemäß Figur 5.
In den beiden Figuren 5 und 6 ist die Maschinenlaufrichtung jeweils mit "MD", die
Querrichtung jeweils mit "CD" und die Vertikalrichtung jeweils mit "VD" angedeutet.
[0055] Figur 7 zeigt in schematischer geschnittener Teilansicht einen Mehrschicht-Stoffauflauf
12 mit wenigstens einem Trennelement 34 und mehreren Drall erzeugenden Lamellen 14.
[0056] Grundsätzlich kann auch ein jeweiliges Trennelement 34 in der zuvor im Zusammenhang
mit den Lamellen beschriebenen Art und Weise als Drall erzeugendes Element ausgeführt
bzw. mit Drallschaufeln versehen sein.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 10
- Düsenraum
- 12
- Stoffauflauf
- 14
- Lamelle
- 16
- Turbulenzerzeuger
- 18
- Düsenwand
- 20
- Düse
- 22
- Blende
- 24
- Einschnitt
- 26
- Lamellenende
- 28
- Drallschaufel
- 28'
- Drallschaufel
- 30
- Ausnehmung
- 32
- nicht geschränktes Leitelement
- 34
- Trennelement
- L
- Maschinenlaufrichtung, Durchflussrichtung
- S
- Strömungsrichtung
1. Stoffauflauf (12) mit einem Turbulenzerzeuger (16) und einer Düse (20),
gekennzeichnet durch
eine Drall erzeugende Einrichtung (14, 28, 32, 34) zur Einleitung von eine sich quer
zur Maschinenlaufrichtung (L) erstreckende Strömungskomponente aufweisenden Drehströmungen
in die Faserstoffsuspension innerhalb des Düsenraumes (10).
2. Stoffauflauf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drall erzeugende Einrichtung (14, 28, 32, 34) so eingebaut und/oder ausgeführt
ist, dass sich für die Faserstoffsuspension innerhalb des Düsenraumes (10) keine Staustelle
ergibt.
3. Stoffauflauf nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drall erzeugende Einrichtung wenigstens eine Lamelle (14) und/oder wenigstens
ein insbesondere festes Trennelement (34) umfasst, die bzw. das zumindest bereichsweise
der Drallerzeugung dient.
4. Stoffauflauf nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lamelle (14) bzw. das Trennelement (34) zwischen Turbulenzkanalzeilen und/oder-spalten
des Turbulenzerzeugers (16) angeordnet ist.
5. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Lamelle (14) bzw. das Trennelement (34) ausgehend vom Turbulenzerzeuger
(16) in den Düsenraum (10) erstreckt.
6. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl von Lamellen (14) bzw. Trennelementen (34) in Abhängigkeit von der Anzahl
von Turbulenzkanalzeilen und/oder -spalten des Tur-bulenzerzeugers (16) gewählt ist.
7. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lamelle (14) bzw. das Trennelement (34) an ihrem bzw. seinem in Durchflussrichtung
(L) betrachtet hinteren Rand mit Einschnitten (24) versehen ist und die dadurch entstandenen
Lamellen- bzw. Trennelementenden (26) der Drallerzeugung dienen.
8. Stoffauflauf nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lamellen- bzw. Trennelementenden (26) unter Ausbildung von Drallschaufeln (28)
geschränkt sind.
9. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lamelle (14) bzw. das Trennelement (34) mit angesetzten und/oder aufgesetzten
Drallschaufeln (28') versehen ist.
10. Stoffauflauf nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drallschaufeln (28, 28') in die gleiche Richtung geschränkt sind.
11. Stoffauflauf nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drallschaufeln (28, 28') zumindest teilweise in unterschiedliche Richtungen geschränkt
sind.
12. Stoffauflauf nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drallschaufeln (28, 28') alternierend gegensinnig geschränkt sind.
13. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Lamellen (14) und/oder mehrere Trennelemente (34) vorgesehen sind und lediglich
ein Teil der Lamellen (14) bzw. Trennelemente (34) der Drallerzeugung dient.
14. Stoffauflauf nach Anspruch 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Lamellen (14) und/oder mehrere Trennelemente (34) vorgesehen sind und alle
Lamellen (14) bzw. alle Trennelemente (34) der Drallerzeugung dienen.
15. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkel, über den eine jeweilige Drallschaufel (28. 28') gegenüber dem nicht geschränkten
Lamellen- bzw. Trennelementteil geschränkt ist, in einem Bereich von 0° bis zu einem
Mehrfachen von 360° und vorzugsweise in einem Bereich von 30° bis zu einem Fünffachen
von 360° liegt.
16. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steigung einer jeweiligen Drallschaufel (28, 28') in Maschinenlaufrichtung (L)
variiert.
17. Stoffauflauf nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steigung einer jeweiligen Drallschaufel (28, 28') in Maschinenlaufrichtung (L)
stetig zunimmt.
18. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steigung und/oder die in Maschinenlaufrichtung L gemessene Länge einer jeweiligen
Drallschaufel (28, 28') in Abhängigkeit von der jeweils gewünschten Intensität der
Drehströmung gewählt ist.
19. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lamelle (14) bzw. das Trennelement (34) mit wenigstens einem nicht geschränkten
Drall erzeugenden Leitelement (32) versehen ist.
20. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teilung der Drallschaufeln (28, 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente (32)
in Abhängigkeit von der Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers (16) gewählt
ist.
21. Stoffauflauf nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teilung der Drallschaufeln (28, 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente (32)
einem ganzzahligen Vielfachen oder einem ganzzahligen Bruch der Teilung der Turbulenzkanäle
des Turbulenzerzeugers (16) entspricht.
22. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teilung der Drallschaufeln (28, 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente (32)
gleich der Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers (16) ist.
23. Stoffauflauf nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drallschaufeln (28, 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente (32) in Maschinenlaufrichtung
L betrachtet mit den Turbulenzkanälen des Turbulenzerzeugers (16) fluchten.
24. Stoffauflauf nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drallschaufeln (28, 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente (32) in Querrichtung
betrachtet gegenüber den Turbulenzkanälen des Turbulenzerzeugers (16) versetzt sind.
25. Stoffauflauf nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Versatz der halben Teilung entspricht.
26. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teilung der Drallschaufeln(28, 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente (32)
unabhängig von der Teilung der Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers (16) gewählt
ist.
27. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drallschaufeln (28, 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente (32) derart unterschiedlich
ausgeführt sind, dass sich für diese unterschiedliche Eigenfrequenzen ergeben.
28. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drallschaufeln (28. 28') bzw. Drall erzeugenden Leitelemente zumindest teilweise
aus schwingungsdämpfendem Material bestehen.
29. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine jeweilige Lamelle (14) bzw. ein jeweiliges Trennelement (34) so ausgeführt ist,
dass durch die Drallschaufeln (28, 28') bzw. die Drall erzeugenden Leitelemente (32)
eingeleitete Kräfte aufgenommen und an haltende Elemente des Stoffauflaufs (12), wie
z.B. den Turbulenzerzeuger (16), eine den Düsenraum (10) begrenzende Seitenwand (18),
eine separate Abstützung und/oder dergleichen, abgegeben werden
30. Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Einschicht-Stoffauflauf ausgeführt ist.
31. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 29,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Mehrschicht-Stoffauflauf ausgeführt ist.