[0001] Die Erfindung betrifft eine Markise mit einem die Tuchwelle umgebenden Gehäuse, durch
dessen vordere Längsöffnung das Markisentuch austritt, wobei am vorderen Ende des
Tuches ein Ausfallprofil befestigt ist, das im eingefahrenen Zustand die Längsöffnung
verschließt.
[0002] Es ist bekannt, an einer Markise im Abstand zu Markisentragteilen Infrarotstrahler
zu befestigen. Dies ermöglicht zwar eine nachträgliche Befestigung, aber solche vorstehenden
Teile sind einer Beschädigung leichter ausgesetzt und sind optisch unschön.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher an einer Markise
so anzuordnen, dass sie in der Markise integriert sind.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass am oder im Gehäuse an dessen
Unterseite und/oder im Ausfallprofil mindestens ein Infrarotstrahler befestigt ist.
[0005] Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen, dass am oder im Gehäuse an dessen
Unterseite und/oder im Ausfallprofil mindestens ein Lautsprecher befestigt ist.
[0006] Hierdurch ist der Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher in das Markisengehäuse oder
das Ausfallprofil eingefügt, so dass eine spätere aufwendige Montage nicht mehr erforderlich
ist. Auch stehen die Teile nicht oder nur wenig über die Markise insbesondere über
das Markisengehäuse außen vor.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Infrarotstrahler und/oder der Lautsprecher
in einer Öffnung der Gehäusewand eingesetzt ist. Auch kann der Infrarotstrahler oder
Lautsprecher an einer Konsole befestigt sein, der die Markise insbesondere die Tuchwelle
trägt.
[0008] Eine besonders einfache Bedienung wird erreicht, wenn der Infrarotstrahler und/oder
der Lautsprecher über Funk ansteuerbar ist.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, wenn an der Unterseite des Markisengehäuses ein Profil
parallel zur Tuchwelle angeordnet ist, auf dem der Infrarotstrahler und/oder der Lautsprecher
längs verstellbar befestigbar insbesondere anklemmbar ist. Hierbei kann das Profil
von dem Markisengehäuse gebildet sein, so dass ein Anbringen eines zusätzlichen separaten
Tragprofils entfällt. Es wird damit auch erreicht, dass ein Anbringen an jeder beliebigen
Stelle über die gesamte Länge der Markise möglich ist.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- ein am Gehäuse befestigter Lautsprecher,
- Fig. 2
- ein im Gehäuse befestigter Lautsprecher,
- Fig. 3
- ein an der Markisenhalterung befestigter Lautsprecher,
- Fig. 4
- ein am Gehäuse befestigter Infrarotstrahler,
- Fig. 5
- ein im Gehäuse befestigter Infrarotstrahler,
- Fig. 6
- ein an der Markisenhalterung befestigter Infrarotstrahler,
- Fig. 7
- ein am Ausfallprofil befestigter Infrarotstrahler,
- Fig. 8
- ein am Ausfallprofil befestigter Lautsprecher,
- Fig. 9
- ein Querschnitt durch ein Markisengehäuse mit einem vom Markisengehäuse gebildeten
Längsprofil, an dem ein Infrarotstrahler oder Lautsprecher anklemmbar ist, und
- Fig. 10
- den vergrößerten Ausschnitt A aus Fig. 9 im Bereich des Profils.
[0012] Ein nachträglicher Einbau wird erleichtert, wenn die elektrische Verdrahtung und
die elektrischen Anschlüsse für die Infrarotstrahler und/oder den Lautsprecher insbesondere
als Baukastensystem in den Teilen der Markise anschlussfertig angeordnet sind.
[0013] Eine Markise 1 ist über Konsolen 2 an einer Wand 3 oder Decke befestigbar. Die Konsolen
2 tragen die Enden der Tuchwelle 4, auf der das Markisentuch aufgewickelt ist. Das
Markisentuch 5 ist an seinem vorderen Ende an einem Ausfallprofil 6 befestigt, das
von mindestens zwei nicht dargestellten Armen gehalten ist, die beim Abwickeln des
Tuches ausfahren.
[0014] Die Tuchwelle 4 und die Arme sind im eingefahrenen Zustand von einem Gehäuse (Kassette)
7 umgeben, das an seiner Vorderseite eine Längsöffnung besitzt, durch die das Tuch
5 und die Arme austreten können. Im eingefahrenen Zustand verschließt das Ausfallprofil
6 die Längsöffnung. Die Stirnseiten des Gehäuses sind von senkrechten Kopfplatten
gebildet.
[0015] In der Unterseite des Markisengehäuses 7 sind Öffnungen eingebracht, in denen Infrarotstrahler
8 und/oder Lautsprecher 9 eingepasst sind, das heißt die Infrarotstrahler und/oder
Lautsprecher liegen formschlüssig teilweise oder vollständig in den jeweiligen Öffnungen
ein. Ein Großteil der Infrarotstrahler 8 und/oder Lautsprecher 9 ragen hierbei in
das Innere des Gehäuses hinein und nach außen stehen die Infrarotstrahler und/oder
Lautsprecher mehr oder weniger vor. Alternativ können die Infrarotstrahler und/oder
Lautsprecher auch außen auf das Gehäuse aufgesetzt oder in einem Abstand zu diesem
durch Halter 10 befestigt sein.
[0016] Die Infrarotstrahler 8 und/oder Lautsprecher 9 können auch an den obengenannten Konsolen
2 befestigt sein und hierbei in Öffnungen des Gehäuses hineinragen und/oder diese
ausfüllen und/oder im Abstand durch Halter 11 befestigt sein. Ferner können die Infrarotstrahler
und/oder Lautsprecher durch Funk ansteuerbar sein. Weitere Öffnungen können in den
Gehäuseunterseiten angeordnet werden, in denen Leuchten eingesetzt sind.
[0017] Zusätzlich oder alternativ können die Infrarotstrahler 8 und/oder Lautsprecher 9
in und/oder an der Unterseite des Ausfallprofils 6 befestigt sein. Vorzugsweise besitzt
hierzu die Unterseite des Ausfallprofils entsprechend geformte Öffnungen, in die die
Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher eingesetzt sind.
[0018] In dem Gehäuse 7 und insbesondere in den ausfahrbaren Armen und dem Ausfallprofil
6 sind baukastenartig bereits die elektrischen Leitungen und Anschlüsse für die Infrarotstrahler
und/oder Lautsprecher verlegt.
[0019] In der in den Fig. 9 und 10 dargestellten Ausführung bildet die Unterseite des Markisengehäuses
7 ein Längsprofil 12, das einstückig von dem unteren Teil der Markisengehäusewand
gebildet ist und über die gesamte Länge des Markisengehäuses verläuft. Der Querschnitt
des Profils hat die Form eines auf dem Kopf stehenden "TT", so dass das Profil an
seiner Unterseite eine Längsfläche 12a bildet, die zu beiden Längsseiten mit Längsrändern
(12b) übersteht, um dort von einer Klammer 13 beidseitig hintergriffen zu werden,
die am oberen Ende des Halters 11 des Infrarotstrahlers 8 oder des Lautsprechers 9
befestigt ist.
[0020] Das Profil 12 kann zudem zur Befestigung der gesamten Markise an einer Wand oder
Decke eines Gebäudes dienen. Hierzu sind Markisenkonsolen am Profil 12 klemmend befestigt.
1. Markise (1) mit einem die Tuchwelle (4) umgebenden Gehäuse (7), durch dessen vordere
Längsöffnung das Markisentuch (5) austritt, wobei am vorderen Ende des Tuches ein
Ausfallprofil (6) befestigt ist, das im eingefahrenen Zustand die Längsöffnung verschließt,
dadurch gekennzeichnet, dass am oder im Gehäuse (7) an dessen Unterseite und/oder im/am Ausfallprofil (6) mindestens
ein Infrarotstrahler (8) befestigt ist.
2. Markise (1) mit einem die Tuchwelle (4) umgebenden Gehäuse (7), durch dessen vordere
Längsöffnung das Markisentuch (5) austritt, wobei am vorderen Ende des Tuches ein
Ausfallprofil (6) befestigt ist, das im eingefahrenen Zustand die Längsöffnung verschließt,
insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am oder im Gehäuse (7) an dessen Unterseite und/oder im/am Ausfallprofil (6) mindestens
ein Lautsprecher (9) befestigt ist.
3. Markise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) in einer Öffnung der Gehäusewand
eingesetzt ist.
4. Markise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) an einer Konsole (2) befestigt
ist, der die Markise (1) insbesondere die Tuchwelle (4) trägt.
5. Markise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) über Funk ansteuerbar ist.
6. Markise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Verdrahtung und die elektrischen Anschlüsse für den Infrarotstrahler
(8) und/oder den Lautsprecher (9) insbesondere als Baukastensystem in den Teilen der
Markise (1) anschlussfertig angeordnet sind.
7. Markise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Markisengehäuses ein Profil (12) parallel zur Tuchwelle angeordnet
ist, auf dem der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) längs verstellbar
befestigbar insbesondere anklemmbar ist.
8. Markise nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) von dem Markisengehäuse (7) gebildet ist.
9. Markise nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) von dem Material des Markisengehäuses (7) einstückig geformt ist.
10. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) sich über einen Teil insbesondere über die gesamte Länge des Gehäuses
(7) erstreckt.
11. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass am Profil (12) die Konsolen befestigbar insbesondere anklemmbar sind, durch die die
Markise an einer Wand oder Decke eines Gebäudes befestigbar ist.
12. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) am Profil (12) über Halter
(11) befestigbar sind, an denen der Infrarotstrahler oder Lautsprecher verschwenkbar
gelagert ist.
13. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) seitlich vorstehende Längsränder (12b) bildet, die von einer Klammer
(13) eines Halters (11) des Infrarotstrahlers (8) oder des Lautsprechers (9) hintergreifbar
sind.