(19)
(11) EP 1 403 442 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.03.2004  Patentblatt  2004/14

(21) Anmeldenummer: 03014975.1

(22) Anmeldetag:  02.07.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E04F 10/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 24.09.2002 DE 10244253

(71) Anmelder: Weinor Dieter Weiermann GmbH & Co.
50829 Köln (DE)

(72) Erfinder:
  • Stawski, Karl-Heinz
    50769 Köln (DE)

(74) Vertreter: COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & PARTNER 
Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Schumannstrasse 97-99
40237 Düsseldorf
40237 Düsseldorf (DE)

   


(54) Markise mit Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher


(57) Die Erfindung betrifft eine Markise (1) mit einem die Tuchwelle (4) umgebenden Gehäuse (7), durch dessen vordere Längsöffnung das Markisentuch (5) austritt, wobei am vorderen Ende des Tuches (5) ein Ausfallprofil (6) befestigt ist, das im eingefahrenen Zustand die Längsöffnung verschließt. Am oder im Gehäuse (7) ist an dessen Unterseite und/oder im/am Ausfallprofil (6) mindestens ein Infrarotstrahler (8) befestigt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Markise mit einem die Tuchwelle umgebenden Gehäuse, durch dessen vordere Längsöffnung das Markisentuch austritt, wobei am vorderen Ende des Tuches ein Ausfallprofil befestigt ist, das im eingefahrenen Zustand die Längsöffnung verschließt.

[0002] Es ist bekannt, an einer Markise im Abstand zu Markisentragteilen Infrarotstrahler zu befestigen. Dies ermöglicht zwar eine nachträgliche Befestigung, aber solche vorstehenden Teile sind einer Beschädigung leichter ausgesetzt und sind optisch unschön.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher an einer Markise so anzuordnen, dass sie in der Markise integriert sind.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass am oder im Gehäuse an dessen Unterseite und/oder im Ausfallprofil mindestens ein Infrarotstrahler befestigt ist.

[0005] Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen, dass am oder im Gehäuse an dessen Unterseite und/oder im Ausfallprofil mindestens ein Lautsprecher befestigt ist.

[0006] Hierdurch ist der Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher in das Markisengehäuse oder das Ausfallprofil eingefügt, so dass eine spätere aufwendige Montage nicht mehr erforderlich ist. Auch stehen die Teile nicht oder nur wenig über die Markise insbesondere über das Markisengehäuse außen vor.

[0007] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Infrarotstrahler und/oder der Lautsprecher in einer Öffnung der Gehäusewand eingesetzt ist. Auch kann der Infrarotstrahler oder Lautsprecher an einer Konsole befestigt sein, der die Markise insbesondere die Tuchwelle trägt.

[0008] Eine besonders einfache Bedienung wird erreicht, wenn der Infrarotstrahler und/oder der Lautsprecher über Funk ansteuerbar ist.

[0009] Besonders vorteilhaft ist es, wenn an der Unterseite des Markisengehäuses ein Profil parallel zur Tuchwelle angeordnet ist, auf dem der Infrarotstrahler und/oder der Lautsprecher längs verstellbar befestigbar insbesondere anklemmbar ist. Hierbei kann das Profil von dem Markisengehäuse gebildet sein, so dass ein Anbringen eines zusätzlichen separaten Tragprofils entfällt. Es wird damit auch erreicht, dass ein Anbringen an jeder beliebigen Stelle über die gesamte Länge der Markise möglich ist.

[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt.

[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1
ein am Gehäuse befestigter Lautsprecher,
Fig. 2
ein im Gehäuse befestigter Lautsprecher,
Fig. 3
ein an der Markisenhalterung befestigter Lautsprecher,
Fig. 4
ein am Gehäuse befestigter Infrarotstrahler,
Fig. 5
ein im Gehäuse befestigter Infrarotstrahler,
Fig. 6
ein an der Markisenhalterung befestigter Infrarotstrahler,
Fig. 7
ein am Ausfallprofil befestigter Infrarotstrahler,
Fig. 8
ein am Ausfallprofil befestigter Lautsprecher,
Fig. 9
ein Querschnitt durch ein Markisengehäuse mit einem vom Markisengehäuse gebildeten Längsprofil, an dem ein Infrarotstrahler oder Lautsprecher anklemmbar ist, und
Fig. 10
den vergrößerten Ausschnitt A aus Fig. 9 im Bereich des Profils.


[0012] Ein nachträglicher Einbau wird erleichtert, wenn die elektrische Verdrahtung und die elektrischen Anschlüsse für die Infrarotstrahler und/oder den Lautsprecher insbesondere als Baukastensystem in den Teilen der Markise anschlussfertig angeordnet sind.

[0013] Eine Markise 1 ist über Konsolen 2 an einer Wand 3 oder Decke befestigbar. Die Konsolen 2 tragen die Enden der Tuchwelle 4, auf der das Markisentuch aufgewickelt ist. Das Markisentuch 5 ist an seinem vorderen Ende an einem Ausfallprofil 6 befestigt, das von mindestens zwei nicht dargestellten Armen gehalten ist, die beim Abwickeln des Tuches ausfahren.

[0014] Die Tuchwelle 4 und die Arme sind im eingefahrenen Zustand von einem Gehäuse (Kassette) 7 umgeben, das an seiner Vorderseite eine Längsöffnung besitzt, durch die das Tuch 5 und die Arme austreten können. Im eingefahrenen Zustand verschließt das Ausfallprofil 6 die Längsöffnung. Die Stirnseiten des Gehäuses sind von senkrechten Kopfplatten gebildet.

[0015] In der Unterseite des Markisengehäuses 7 sind Öffnungen eingebracht, in denen Infrarotstrahler 8 und/oder Lautsprecher 9 eingepasst sind, das heißt die Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher liegen formschlüssig teilweise oder vollständig in den jeweiligen Öffnungen ein. Ein Großteil der Infrarotstrahler 8 und/oder Lautsprecher 9 ragen hierbei in das Innere des Gehäuses hinein und nach außen stehen die Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher mehr oder weniger vor. Alternativ können die Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher auch außen auf das Gehäuse aufgesetzt oder in einem Abstand zu diesem durch Halter 10 befestigt sein.

[0016] Die Infrarotstrahler 8 und/oder Lautsprecher 9 können auch an den obengenannten Konsolen 2 befestigt sein und hierbei in Öffnungen des Gehäuses hineinragen und/oder diese ausfüllen und/oder im Abstand durch Halter 11 befestigt sein. Ferner können die Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher durch Funk ansteuerbar sein. Weitere Öffnungen können in den Gehäuseunterseiten angeordnet werden, in denen Leuchten eingesetzt sind.

[0017] Zusätzlich oder alternativ können die Infrarotstrahler 8 und/oder Lautsprecher 9 in und/oder an der Unterseite des Ausfallprofils 6 befestigt sein. Vorzugsweise besitzt hierzu die Unterseite des Ausfallprofils entsprechend geformte Öffnungen, in die die Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher eingesetzt sind.

[0018] In dem Gehäuse 7 und insbesondere in den ausfahrbaren Armen und dem Ausfallprofil 6 sind baukastenartig bereits die elektrischen Leitungen und Anschlüsse für die Infrarotstrahler und/oder Lautsprecher verlegt.

[0019] In der in den Fig. 9 und 10 dargestellten Ausführung bildet die Unterseite des Markisengehäuses 7 ein Längsprofil 12, das einstückig von dem unteren Teil der Markisengehäusewand gebildet ist und über die gesamte Länge des Markisengehäuses verläuft. Der Querschnitt des Profils hat die Form eines auf dem Kopf stehenden "TT", so dass das Profil an seiner Unterseite eine Längsfläche 12a bildet, die zu beiden Längsseiten mit Längsrändern (12b) übersteht, um dort von einer Klammer 13 beidseitig hintergriffen zu werden, die am oberen Ende des Halters 11 des Infrarotstrahlers 8 oder des Lautsprechers 9 befestigt ist.

[0020] Das Profil 12 kann zudem zur Befestigung der gesamten Markise an einer Wand oder Decke eines Gebäudes dienen. Hierzu sind Markisenkonsolen am Profil 12 klemmend befestigt.


Ansprüche

1. Markise (1) mit einem die Tuchwelle (4) umgebenden Gehäuse (7), durch dessen vordere Längsöffnung das Markisentuch (5) austritt, wobei am vorderen Ende des Tuches ein Ausfallprofil (6) befestigt ist, das im eingefahrenen Zustand die Längsöffnung verschließt, dadurch gekennzeichnet, dass am oder im Gehäuse (7) an dessen Unterseite und/oder im/am Ausfallprofil (6) mindestens ein Infrarotstrahler (8) befestigt ist.
 
2. Markise (1) mit einem die Tuchwelle (4) umgebenden Gehäuse (7), durch dessen vordere Längsöffnung das Markisentuch (5) austritt, wobei am vorderen Ende des Tuches ein Ausfallprofil (6) befestigt ist, das im eingefahrenen Zustand die Längsöffnung verschließt, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am oder im Gehäuse (7) an dessen Unterseite und/oder im/am Ausfallprofil (6) mindestens ein Lautsprecher (9) befestigt ist.
 
3. Markise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) in einer Öffnung der Gehäusewand eingesetzt ist.
 
4. Markise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) an einer Konsole (2) befestigt ist, der die Markise (1) insbesondere die Tuchwelle (4) trägt.
 
5. Markise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) über Funk ansteuerbar ist.
 
6. Markise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Verdrahtung und die elektrischen Anschlüsse für den Infrarotstrahler (8) und/oder den Lautsprecher (9) insbesondere als Baukastensystem in den Teilen der Markise (1) anschlussfertig angeordnet sind.
 
7. Markise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Markisengehäuses ein Profil (12) parallel zur Tuchwelle angeordnet ist, auf dem der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) längs verstellbar befestigbar insbesondere anklemmbar ist.
 
8. Markise nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) von dem Markisengehäuse (7) gebildet ist.
 
9. Markise nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) von dem Material des Markisengehäuses (7) einstückig geformt ist.
 
10. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) sich über einen Teil insbesondere über die gesamte Länge des Gehäuses (7) erstreckt.
 
11. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass am Profil (12) die Konsolen befestigbar insbesondere anklemmbar sind, durch die die Markise an einer Wand oder Decke eines Gebäudes befestigbar ist.
 
12. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (8) und/oder der Lautsprecher (9) am Profil (12) über Halter (11) befestigbar sind, an denen der Infrarotstrahler oder Lautsprecher verschwenkbar gelagert ist.
 
13. Markise nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (12) seitlich vorstehende Längsränder (12b) bildet, die von einer Klammer (13) eines Halters (11) des Infrarotstrahlers (8) oder des Lautsprechers (9) hintergreifbar sind.
 




Zeichnung