[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erfassung eines Differenzdruckes oder zur
Korrektur eines in einem Fluid erfassten Druckwertes auf Grundlage eines Druckes eines
umgebenden Mediums sowie ein Pumpensystem mit einem Niveausensor und die Verwendung
eines Drucksensors in einem entsprechenden Pumpensystem.
[0002] Tauchpumpen sind üblicherweise mit einem Niveausensor bzw. Niveauschalter ausgerüstet,
welcher die Pumpe in Abhängigkeit des Flüssigkeitsstandes in einem Pumpensumpf ein-
und ausschaltet. Dabei können als Niveausensoren Drucksensoren eingesetzt werden,
welche den Fluiddruck erfassen. Da sich der Fluiddruck in Abhängigkeit der Höhe des
Flüssigkeitsspiegels oberhalb des Drucksensors ändert, kann über den Fluiddruck das
Flüssigkeitsniveau bestimmt werden und die Pumpe entsprechend ein- und ausgeschaltet
werden. Problematisch ist dabei, dass sich ebenfalls Änderungen des atmosphärischen
Druckes auf die Erfassung des Drucksensors auswirken. So kommt es zu Ungenauigkeiten
bei der Bestimmung des Flüssigkeitsniveaus aufgrund von Schwankungen des Umgebungsdruckes.
Um diese zu kompensieren, wurden in der Vergangenheit als Drucksensoren Differenzdrucksensoren
eingesetzt, welche die Druckdifferenz zwischen einem Fluiddruck und dem Umgebungsdruck
bestimmen und es somit ermöglichen, die genaue Höhe des Flüssigkeitsniveaus oberhalb
des Drucksensors zu bestimmen. Der Einsatz dieser Sensoren erfordert jedoch, ein Rohr
oder einen Schlauch aus dem Pumpensumpf hinauszuführen, um den Drucksensor auch mit
dem Umgebungsdruck beaufschlagen zu können. Dies macht den Aufbau und die Montage
derartiger Pumpen recht aufwändig.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur Erfassung eines
Differenzdruckes oder zur Korrektur eines in einem Fluid erfassten Druckwertes auf
Grundlage eines Druckes eines umgebenden Mediums sowie ein entsprechendes Pumpensystem
zu schaffen, welche einen vereinfachten Aufbau des Pumpensystems ermöglichen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen,
durch ein Pumpensystem mit den im Anspruch 14 angegebenen Merkmalen sowie durch die
Verwendung eines Drucksensors mit den im Anspruch 20 angegebenen Merkmalen gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den zugehörigen Unteransprüchen.
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zur Erfassung eines Differenzdruckes oder zur
Korrektur eines in einem Fluid erfassten Druckwertes auf Grundlage eines Druckes eines
umgebenden Mediums, wobei dabei eine Druckdifferenz zwischen einem ersten und einem
zweiten Druck, insbesondere einem Fluiddruck und einem weiteren Druck, beispielsweise
des umgebenden Mediums gebildet wird. Erfindungsgemäß wird zu einem Zeitpunkt ein
erster Druck und zu einem anderen Zeitpunkt ein zweiter Druck erfasst. Anschließend
wird der zweite Druckwert auf Grundlage des ersten Druckes korrigiert, wobei-bevorzugt
zwischen beiden erfassten Druckwerten eine Druckdifferenz bestimmt wird. Dieses erfindungsgemäße
Verfahren ermöglicht somit, dass ein Drucksensor lediglich absolute Drücke, allerdings
zu zwei verschiedenen Zeitpunkten erfassen muss, um eine Druckdifferenz zu bestimmen.
Es kann somit auf einen Differenzdrucksensor, welcher zweiseitig beaufschlagt wird,
verzichtet werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Bestimmung einer
Druckdifferenz mit einem einseitig beaufschlagten Sensor. Dies hat den weiteren Vorteil,
dass in einem solchen Sensor, welcher üblicherweise eine Membran aufweist, die Erfassungselektronik
auf der Seite der Membran angeordnet werden kann, welche nicht mit Druck beaufschlagt
wird. Dies vereinfacht die Isolation bzw. Abdichtung der Elektronik gegenüber dem
Fluid, in dem der Druck bestimmt werden soll. Es wird somit ein vereinfachter Sensoraufbau
möglich.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren ist vielseitig überall dort einsetzbar, wo ein Differenzdruck
bestimmt werden soll oder ein gemessener Druckwert auf Grundlage eines weiteren Druckwertes
vorzugsweise laufend korrigiert werden soll. Das Verfahren kann beispielsweise eingesetzt
werden, um einen Differenzdruck in einem geschlossenen System zu bestimmen oder um
einen in einem Fluid gemessenen Druckwert im Betrieb einer Anlage laufend auf Grundlage
eines Druckes eines umgebenden Mediums zu korrigieren. Dabei kann beispielsweise zuerst
der Druck des umgebenden Mediums bestimmt und dann zu einem zweiten späteren Zeitpunkt
der Druck in dem Fluid bestimmt werden und letzterer dann auf Grundlage des Umgebungsdruckes
korrigiert werden durch Bildung eines Differenzdruckes. Alternativ kann auch zuerst
der Fluiddruck und nachfolgend der Umgebungsdruck bestimmt werden.
[0007] Vorzugsweise ist zumindest ein als Niveausensor in einer Pumpe dienender Drucksensor
vorgesehen und wird zu dem einen Zeitpunkt der Umgebungsdruck und zu dem anderen Zeitpunkt
der Druck des von der Pumpe zu fördernden Fluids erfasst. Diese Ausgestaltung des
Verfahrens ermöglicht den Aufbau eines vereinfachten Niveausensors für eine Pumpe.
Es ist nicht mehr erforderlich, einen zweiseitig beaufschlagten Drucksensor einzusetzen,
welcher gleichzeitig vom Umgebungsdruck und von dem Druck des zu fördernden Fluids
beaufschlagt wird, und über den gemessenen Differenzdruck die Höhe des Fluidspiegels
zu bestimmen. Erfindungsgemäß kann ein einseitig beaufschlagter Drucksensor eingesetzt
werden, wobei der Umgebungsdruck und der Druck des von der Pumpe zu fördernden Fluids
zu zwei verschiedenen Zeitpunkten bestimmt werden. Dieses Verfahren kann bevorzugt
dort eingesetzt werden, wo Druckänderungen in der Umgebung vergleichsweise langsam
ablaufen. Bei Pumpen ist dies der Fall, da sich der atmosphärische Umgebungsdruck
vergleichsweise langsam ändert, während sich der Druck des zu fördernden Fluids aufgrund
schneller Änderungen des Fluidniveaus schnell ändern kann. Aufgrund der langsamen
Änderungen des Umgebungsdruckes ist eine ständige Erfassung des Umgebungsdruckes zur
Korrektur des Fluiddruckes nicht erforderlich. Es ist ausreichend, den Umgebungsdruck
zu vorbestimmten Zeitpunkten zu erfassen und anschließend den laufend bestimmten Fluiddruck
mit diesem zuvor erfassten Wert zu korrigieren. Die Erfassung des Umgebungsdruckes
und des Druckes des zu fördernden Fluids kann vorzugsweise durch ein und denselben
Sensor erfolgen. Dazu kann der Sensor über Rohrleitungen mit dem Fluid und dem umgebenden
Medium bzw. der Umgebung in Verbindung stehen, um abwechselnd bzw. nacheinander die
Drücke des Fluids und des umgebenden Mediums bzw. der Umgebung zu bestimmen. Dazu
können entsprechende Schaltventile in den Rohrleitungen vorgesehen sein, um den Drucksensor
abwechselnd mit dem Fluiddruck und dem Druck des umgebenden Mediums zu beaufschlagen.
[0008] Weiter bevorzugt wird der Drucksensor zum Erfassen des Umgebungsdruckes zu dem einen
Zeitpunkt in eine Position oberhalb der Oberfläche des zu fördernden Fluids gebracht.
Dies kann durch Bewegung des Drucksensors oder Veränderung des Fluidniveaus erfolgen.
Wenn der Sensor oberhalb des Fluidniveaus angeordnet ist, befindet er sich außerhalb
des Fluids in der Umgebung und kann dort den Umgebungsdruck bestimmen.
[0009] Entsprechend wird der Drucksensor vorzugsweise zum Erfassen des Druckes des zu fördernden
Fluids zu dem anderen Zeitpunkt in eine Position unterhalb der Oberfläche des zu fördernden
Fluids gebracht. In dieser Position ist der Drucksensor in das Fluid eingetaucht und
kann den Fluiddruck bestimmen.
[0010] Bevorzugt wird zur Bestimmung des Umgebungsdruckes das Fluidniveau unter das Niveau
des Drucksensors abgesenkt, und der Drucksensor erfasst den Umgebungsdruck zur Korrektur
des in dem Fluid erfassten Druckwertes. Die Absenkung des Fluidniveaus unter das Niveau
des Drucksensors erfolgt vorzugsweise durch die Pumpe selber. Dazu wird die Pumpe
von einer Steuereinrichtung so angesteuert, dass sie zu einem vorgegebenen Zeitpunkt,
an dem der Umgebungsdruck bestimmt werden soll, das Fluid soweit abpumpt, dass der
Drucksensor freigepumpt wird und außerhalb des Fluids den Druck des umgebenden Mediums
bzw. den Umgebungsdruck bestimmen kann. Dieses Verfahren ermöglicht, nur einen Drucksensor
zur Bestimmung des Druckes des umgebenden Mediums und des Fluiddruckes einzusetzen,
ohne dass aufwändige und lange Verbindungsleitungen erforderlich sind, welche den
Drucksensor mit dem umgebenden Medium und dem zu fördernden Fluid verbinden. Vielmehr
wird der Drucksensor zur Bestimmung des Umgebungsdruckes vorübergehend durch Abpumpen
des Fluids freigelegt.
[0011] Nach Erreichen des Niveaus des Drucksensors wird das Fluidniveau vorzugsweise auf
einen vorbestimmten Wert unterhalb des Niveaus des Drucksensors abgesenkt. Auf diese
Weise wird sichergestellt, dass der Drucksensor sich tatsächlich außerhalb des Fluids
befindet und den Druck des umgebenden Mediums fehlerfrei bestimmen kann. Dass das
Niveau des Drucksensors erreicht oder unterschritten wurde, kann dadurch festgestellt
werden, dass beim Absenken des Fluidniveaus der vom Drucksensor erfasste Druck zunächst
abfällt und bei Erreichen des Niveaus des Drucksensors dann konstant bleibt.
[0012] Dazu wird vorzugsweise das Fluidniveau nach Erreichen des Niveaus des Drucksensors
während einer vorbestimmten Zeitspanne weiter abgesenkt. So kann eine Pumpe beispielsweise
so gesteuert werden, dass sie nach Erreichen des Niveaus des Drucksensors noch für
eine vorbestimmte Zeitdauer weiterläuft, so dass sichergestellt wird, dass der Drucksensor
zur Bestimmung des Druckes des umgebenden Mediums freigelegt wird.
[0013] Die Zeitspanne, in welcher das Fluidniveau weiter abgesenkt wird, wird vorzugsweise
auf Grundlage der zuvor von dem Niveausensor erfassten Absinkgeschwindigkeit des Fluidniveaus
berechnet. Auf diese Weise kann unabhängig von der Größe des Pumpensumpfes sichergestellt
werden, dass der Drucksensor derart freigelegt wird, dass bei der Bestimmung des Druckes
des umgebenden Mediums der Drucksensor um ein vorbestimmtes Maß oberhalb der Fluidoberfläche
gelegen ist. Ein solcher vorbestimmter Abstand zwischen Drucksensor und Fluidoberfläche
kann somit eingehalten werden, ohne dass das tatsächliche Fluidniveau nach Unterschreiten
des Niveaus des Drucksensors noch weiter bestimmt werden muss.
[0014] Vorzugsweise wird die Pumpe nach Erreichen des Niveaus des Drucksensors nach Ablauf
der vorbestimmten Zeitspanne oder bei Erreichen eines vorbestimmten Fluidniveaus unterhalb
des Niveaus des Drucksensors abgeschaltet. Somit wird sichergestellt, dass auch während
der Bestimmung des Druckes des umgebenden Mediums ein Pumpensumpf nicht vollständig
leergepumpt wird und insbesondere die Pumpe nicht trockenläuft, was ein späteres Wiederanlaufen
erschweren oder verhindern könnte. Es wird gewährleistet, dass der Saugmund einer
Pumpe immer unterhalb des Fluidniveaus gelegen ist.
[0015] Weiter bevorzugt erfolgt die Erfassung des Umgebungsdruckes nur, wenn das Fluidniveau
während einer vorbestimmten Zeitspanne unterhalb des Niveaus des Drucksensors verbleibt.
Dies kann dadurch festgestellt werden, dass nach Abschalten der Pumpe das Fluidniveau
nicht zu schnell und mit einer nicht zu hohen Geschwindigkeit wieder ansteigt. Steigt
das Fluidniveau zu schnell an, könnte der Fall vorliegen, dass der Ablauf des Fluids
durch das Abpumpen einem weiteren Zulauf in den Pumpensumpf entspricht, so dass tatsächlich
der Fluidspiegel gar nicht abfällt und der Sensor entsprechend nicht freigepumpt wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Pumpe wieder gestartet,
wenn eine Erfassung des Umgebungsdruckes nicht erfolgt. Das bedeutet, wenn festgestellt
wird, dass nicht der korrekte Zustand erreicht ist, in welchem der Umgebungsdruck
ermittelt werden kann, wird die Pumpe erneut gestartet, um das Fluidniveau weiter
abzusenken und den Drucksensor in eine Position oberhalb des Flüssigkeitsniveaus zu
bringen, um den Umgebungsdruck zu bestimmen.
[0016] Ein Verfahrensschritt zur Ermittlung des Umgebungsdruckes wird vorzugsweise gestartet,
wenn das Fluidniveau mit einer vorbestimmten Mindestgeschwindigkeit zu sinken beginnt.
Die Bestimmung des Umgebungsdruckes kann somit vorzugsweise auf die Weise gestartet
werden, dass zunächst die Pumpe gestartet wird, um das Fluidniveau zu senken. Wenn
nun vom Drucksensor festgestellt wird, dass der gemessene Druck bzw. das Fluidniveau
mit einer vorbestimmten Mindestgeschwindigkeit sinkt, leitet eine Steuereinrichtung
den zuvor beschriebenen Vorgang zur Bestimmung des Umgebungsdruckes ein. Da dieser
Vorgang erst bei einer vorbestimmten Mindestsinkgeschwindigkeit gestartet wird, kann
sichergestellt werden, dass nicht ein Abfall des Umgebungsdruckes allein zum Start
des Vorgangs zur Bestimmung des Umgebungsdruckes führt.
[0017] Vorzugsweise erfolgt die Erfassung des Druckes des umgebenden Mediums zu vorbestimmten,
vorzugsweise regelmäßigen Zeitpunkten. Beispielsweise kann der Umgebungsdruck stündlich
bestimmt werden, wobei im Anschluss die ermittelten Fluiddruckwerte mit dem ermittelten
Wert des Umgebungsdruckes korrigiert werden. Die Zeitabstände, in denen der Umgebungsdruck
bestimmt wird, hängen davon ab, mit welcher Geschwindigkeit Änderungen des Umgebungsdruckes
zu erwarten sind. Wenn schnellere Änderungen des Druckes des umgebenden Mediums zu
erwarten sind, ist eine häufigere Bestimmung dieses Druckes erforderlich, um eine
ausreichend genaue Korrektur des in dem Fluid bestimmten Druckwertes zu gewährleisten.
Sind lediglich sehr langsame Druckänderungen in dem umgebenden Medium zu erwarten,
können die Intervalle zwischen den einzelnen Druckmessungen in dem umgebenden Medium
länger gewählt werden.
[0018] Die Erfindung betrifft ferner ein Pumpensystem mit einem Niveausensor, welcher einen
Drucksensor zur Bestimmung eines Absolutdruckes aufweist. Das bedeutet, es kann ein
einseitig beaufschlagter Drucksensor eingesetzt werden. Ferner weist das Pumpensystem
eine Steuereinrichtung auf, welche die Pumpe in Abhängigkeit der Messwerte des Niveausensors
ein- und/oder ausschaltet. Zusätzlich weist die erfindungsgemäße Pumpe eine Kalibrierungseinrichtung
auf, welche die Pumpe so steuert, dass zur Kalibrierung ein Fluidniveau unter das
Niveau des Drucksensors abgesenkt wird, so dass dieser den Druck eines umgebenden
Mediums, z. B. den Luftdruck erfasst. Ein solcher Kalibrierungsvorgang erfolgt vorzugsweise
während des laufenden Betriebes zu vorbestimmten Zeitpunkten, weiter bevorzugt in
regelmäßigen Abständen, um die von dem Drucksensor in dem zu fördernden Fluid erfassten
Druckwerte auf Grundlage des Umgebungsdruckes zu korrigieren, so dass auf Grundlage
der Druckdifferenz zwischen Fluiddruck und Umgebungsdruck die Höhe des Fluidstandes
oberhalb des Drucksensors im laufenden Betrieb bestimmt werden kann, um die Pumpe
entsprechend ein- und/oder auszuschalten. Die erfindungsgemäße Pumpe benötigt somit
keinen Differenzdrucksensor und keine Leitung in die Umgebung, um ständig einen Differenzdruck
zwischen Umgebung und Fluid zu bestimmen. Da die Bestimmung von Fluiddruck und Umgebungsdruck
nicht zum selben Zeitpunkt erfolgt, sondern zeitversetzt, wird es möglich , ein und
denselben Drucksensor zur Bestimmung des Umgebungsdruckes und des Druckes des zu fördernden
Fluids einzusetzen. Zur Bestimmung des Umgebungsdruckes wird lediglich der Drucksensor,
welcher sich im normalen Betrieb im Fluid befindet, wie oben beschrieben, freigepumpt.
[0019] Vorzugsweise sind der Niveausensor, die Steuereinrichtung und die Kalibrierungseinrichtung
Bestandteil eines Pumpenaggregates. Auf diese Weise wird ein einfach einzusetzendes
bzw. zu montierendes Pumpenaggregat geschaffen, da sämtliche Steuer- und Messeinrichtungen
in das Pumpenaggregat integriert sind. Vorzugsweise sind sämtliche Einrichtungen in
das Pumpengehäuse integriert, so dass das Pumpenaggregat lediglich in einen Pumpensumpf
eingesetzt bzw. eingehängt werden muss.
[0020] Der Drucksensor ist vorzugsweise oberhalb des Saugmundes der Pumpe angeordnet. Auf
diese Weise wird verhindert, dass die Pumpe während des Freipumpens des Drucksensors
trockenläuft, was ein späteres Wiederanlaufen erschweren oder verhindern würde. Es
kann sichergestellt werden, dass auch während der Bestimmung des Umgebungsdruckes,
wenn das Fluidniveau unter das Niveau des Drucksensors abgesenkt wird, der Saugmund
ständig im Fluid gelegen ist.
[0021] Der Drucksensor ist vorzugsweise am Stator- oder Pumpengehäuse angebracht. Dies vereinfacht
die Montage, da der Drucksensor nicht separat von der Pumpe an einer vorgegebenen
Position im Pumpensumpf befestigt werden muss. Der Sensor befindet sich immer an einer
vorgegebenen Position relativ zum Saugmund der Pumpe. Wenn der Drucksensor fest mit
dem Stator- oder Pumpengehäuse verbunden bzw. an diesem angebracht ist, ist es zum
Einsatz der Pumpe lediglich erforderlich, diese in den Pumpensumpf einzusetzen.
[0022] Weiter bevorzugt ist eine die Kalibrierungseinrichtung umfassende Steuereinrichtung
in einem Klemmenkasten oder in dem Pumpen- oder Statorgehäuse angeordnet. Auf diese
Weise wird eine kompakte Pumpe bzw. ein kompaktes Pumpenaggregat geschaffen, in welche(s)
sämtliche Steuereinrichtungen integriert sind, so dass der Anschluss und die Inbetriebnahme
der Pumpe vereinfacht wird.
[0023] Der Drucksensor ist bevorzugt ein einseitig beaufschlagter Absolutdrucksensor. Dies
ermöglicht eine einfache und kostengünstige Ausgestaltung des Drucksensors. Beispielsweise
kann eine Membran in dem Drucksensor von einer Seite mit Druck beaufschlagt werden,
während die erforderliche Elektronik zur Bestimmung der Membranauslenkung an der entgegengesetzten
Seite der Membran geschützt vor dem Fluid angeordnet werden kann.
[0024] Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung eines einseitig beaufschlagten Drucksensors
in einem Pumpensystem gemäß der vorangehenden Beschreibung, wobei der Drucksensor
nur über elektrische Anschlussleitungen verfügt. Bei bekannten Differenzdrucksensoren
ist es erforderlich, eine Schlauchleitung an die Oberfläche oberhalb des Fluidniveaus
zu führen, um den Differenzdrucksensor von einer Seite her mit dem Umgebungsdruck
zu beaufschlagen. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren und dem erfindungsgemäßen
Pumpensystem ist dies nicht mehr erforderlich, vielmehr kann ein einseitig beaufschlagter
Drucksensor in dem erfindungsgemäßen Pumpensystem verwendet werden.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesem zeigt:
- Fig. 1
- ein Diagramm, welches den Ablauf eines Korrekturvorganges zeigt, und
- Fig. 2
- ein Diagramm, welches einen Ablauf zeigt, bei welchem keine Korrektur ausgeführt wird.
[0026] Das erfindungsgemäße Verfahren und insbesondere das erfindungsgemäße Pumpensystem
können überall dort eingesetzt werden, wo zu Mess- oder Steuerzwecken ein Differenzdruck
zwischen einem Fluid und einem umgebenden Medium bestimmt werden muss. Bevorzugt wird
das Verfahren in einer Pumpe eingesetzt, bei welcher über einem Drucksensor das Fluidniveau
erfasst wird, um die Pumpe ein- und/oder auszuschalten. Um den genauen Fluidstand
bestimmen zu können, ist es erforderlich, den Differenzdruck zwischen einem Druck
in einer bestimmten Höhe in dem Fluid und den Umgebungsdruck zu bestimmen, da sonst
Schwankungen des Umgebungsdruckes den ermittelten Wert für das Fluid- bzw. Flüssigkeitsniveau
beeinflussen würden. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden dazu der Umgebungsdruck
und der Druck in dem Fluid nicht gleichzeitig, sondern zu unterschiedlichen Zeitpunkten
nacheinander bestimmt.
[0027] Bei einer Tauchpumpe, wie sie beispielsweise zur Grundwasserabsenkung oder in Abwasserbrunnen
eingesetzt wird, wird dazu zu vorbestimmten Zeitpunkten durch die Pumpe das Fluidniveau
so weit abgesenkt, dass der als Niveausensor dienende Drucksensor freigepumpt wird,
d. h. oberhalb des Fluidspiegels gelegen ist. In diesem Zustand kann der Drucksensor
den Umgebungsdruck, d. h. den Luftdruck bestimmen. Anschließend läuft der Pumpensumpf
wieder voll und der Drucksensor liegt wieder unterhalb des Fluidspiegels, so dass
er den hydrostatischen Druck erfasst, welcher durch das über ihm stehende Fluid verursacht
wird. Da zuvor der Umgebungsdruck bestimmt worden ist, kann nun die Druckdifferenz
zwischen dem in dem Fluid erfassten Druck und dem Umgebungsdruck gebildet werden,
so dass allein der durch das Fluid verursachte hydrostatische Druck erfasst wird und
somit die Höhe des Fluidstandes bestimmt werden kann, um Ein- und/oder Ausschaltzeitpunkt
der Pumpe zu bestimmen.
[0028] Als Drucksensor wird ein Absolutdrucksensor eingesetzt, welcher einseitig beaufschlagt
ist.
[0029] Anhand Fig. 1 wird nun der Ablauf eines Korrekturvorganges, d. h. der Ablauf der
Bestimmung des Umgebungsdruckes näher beschrieben. In Fig. 1 ist die Höhe h des Flüssigkeitsniveaus
in dem Pumpensumpf bzw. der vom Drucksensor erfasste Druck über die Zeit t aufgetragen.
Die durchgezogene Linie 2 zeigt den Verlauf des vom Drucksensor abgegebenen Signals
über die Zeit. Zunächst wird der Abpumpvorgang gestartet, so dass der Flüssigkeitsspiegel
2 bzw. das für Flüssigkeitsspiegel repräsentierende Drucksignal 2 abfällt, bis der
Flüssigkeitsstand den Wert S
2 erreicht. Der Wert S
2 entspricht der Höhe S
2, in welcher der Drucksensor an der Pumpe angebracht ist. Während dieses Abpumpvorganges
erfasst die Steuereinrichtung der Pumpe eine durchschnittliche Absinkgeschwindigkeit,
welche als punktierte Linie 4 in dem Diagramm gemäß Fig. 1 dargestellt ist. Wenn der
Flüssigkeitsspiegel das Niveau S
2 des Drucksensors erreicht und anschließend unterschreitet, erfasst der Drucksensor
den Umgebungsdruck, so dass der vom Drucksensor erfasste Druck nicht weiter sinkt.
Da die Steuereinrichtung über den erfassten Druck den Flüssigkeitsstand in dem Pumpensumpf
bestimmt, scheint zu diesem Zeitpunkt aufgrund des konstanten Druckes für die Steuereinrichtung
das Flüssigkeitsniveau konstant zu sein, was durch den horizontalen Verlauf des Graphen
2 auf der Höhe S
2 während der Zeitintervalle t
1 und t
2 in Fig. 1 dargestellt ist.
[0030] Während des vorangehenden Abpumpvorganges wurde die durchschnittliche Sinkgeschwindigkeit
des Flüssigkeitsspiegels dh/dt, dargestellt durch punktierte Linie 4, bestimmt. Um
eine einwandfreie Bestimmung des Umgebungsdruckes gewährleisten zu können, soll der
Flüssigkeitsspiegel unter das Niveau S
2 auf das Niveau S
1 abgesenkt werden. Um das Niveau S
1 zu erreichen, muss somit der Flüssigkeitsspiegel ausgehend von dem Niveau S
2 noch um die Höhe h
1 abgesenkt werden. Aufgrund der zuvor ermittelten Sinkgeschwindigkeit dh/dt kann nun
die Zeitspanne t
1 bestimmt werden, in welcher die Pumpe mit konstanter Leistung weiterlaufen muss,
so dass bei konstanter Sinkgeschwindigkeit das Flüssigkeitsniveau um das Maß h
1 auf das Niveau S
1 abgesenkt wird. Es gilt:

[0031] Nach Ablauf der Zeitspanne t
1 wird die Pumpe abgeschaltet und der Flüssigkeitsspiegel steigt im Intervall t
2 wieder an, bis er wieder das Niveau S
2 erreicht. Beim Überschreiten des Niveaus S
2 erfasst die Steuerung der Pumpe wieder eine Druckänderung, und das erfasste Signal
für den Flüssigkeitspegel, welches durch die durchgezogene Linie 2 in Fig. 1 dargestellt
wird, steigt nach Ablauf des Intervalls t
2 wieder an.
[0032] In dem Intervall t
2 wird die Messung des Umgebungsdruckes durchgeführt, sofern das Intervall t
2 länger als ein vorgegebenes Intervall t
2min ist. Wenn das Sensorsignal für einen kürzeren Zeitraum als t
2min auf dem Wert S
2 konstant bleibt, liegt ein Fall vor, bei welchem der Flüssigkeitszulauf in den Pumpensumpf
den Flüssigkeitsablauf aufgrund des Abpumpvorganges durch die Pumpe kompensiert, so
dass der Flüssigkeitsspiegel konstant bleibt. In diesem Zustand ist der Drucksensor
nicht freigepumpt, obwohl er keine weitere Änderung des Druckes erfasst. Somit kann
zu diesem Zeitpunkt keine Messung des Umgebungsdruckes durchgeführt werden. Wenn jedoch
das Sensorsignal in einem Zeitraum t
2 > t
2min konstant auf dem Wert S
2 bleibt, kann davon ausgegangen werden, dass das Flüssigkeitsniveau unter das Niveau
S
2 des Sensors abgesenkt wurde und der Sensor zu diesem Zeitpunkt somit frei, d. h.
außerhalb des Fluids bzw. der Flüssigkeit liegt und den Umgebungsdruck erfassen kann.
[0033] Im Anschluss an die Bestimmung des Umgebungsdruckes läuft der Pumpensumpf wieder
voll, und nachfolgend ermittelte Druckwerte können auf Grundlage des Umgebungsdruckes
korrigiert werden. Die Erfassung des Umgebungsdruckes erfolgt zu vorbestimmten Zeitpunkten,
beispielsweise stündlich. Da Änderungen des Umgebungsdruckes wesentlich langsamer
bzw. träger erfolgen als Änderungen des Flüssigkeitsniveaus, sind einzelne Messungen
des Umgebungsdruckes in vorbestimmten Zeitintervallen ausreichend, um den in der Flüssigkeit
bzw. dem Fluid erfassten Druck zu korrigieren, um die exakte Höhe des Flüssigkeitsstandes
bestimmen zu können. Der Flüssigkeitsstand ist proportional zum Differenzdruck zwischen
Fluiddruck und Umgebungsdruck.
[0034] Fig. 2 zeigt ein Diagramm entsprechend Fig. 1, welches einen weiteren Zustand veranschaulicht,
in welchem keine Messung des Umgebungsdruckes vorgenommen wird. Wie anhand von Fig.
1 beschrieben, wird zunächst durch Starten der Pumpe das Flüssigkeitsniveau abgesenkt,
was von dem Drucksensor erfasst wird, welcher einen Signalpegel 2 ausgibt. Zu einem
Zeitpunkt T
1 bleibt das Signal 2 in der Nähe des Niveaus S
2 des Sensors konstant. Dies veranlasst die Steuereinrichtung zunächst zu der Annahme,
dass das Niveau S
2 erreicht bzw. unterschritten sei, so dass der Sensor freigepumpt ist. Folglich bestimmt
sie nun, wie anhand von Fig. 1 erläutert ist, das Intervall t
1, in welchem die Pumpe weiterlaufen muss, um den Flüssigkeitsspiegel um das vorbestimmte
Maß h
1 abzusenken. Nach Ablauf der Zeitspanne t
1 wird die Pumpe abgeschaltet. In dem in Fig. 2 gezeigten Fall steigt nun nach Ablauf
des Intervalls t
1 das Signal 2 unmittelbar wieder an. Der Signalpegel 2 bleibt somit nicht, wie anhand
von Fig. 1 erläutert, für eine Zeitdauer t
2 > t
2min konstant. Aus dem unmittelbaren Wiederanstieg des Signalpegels 2 kann nun geschlossen
werden, dass tatsächlich nicht das Flüssigkeitsniveau unter das Niveau S
2 abgesenkt worden ist, sondern dass lediglich ein Zulauf in den Pumpensumpf genau
der durch die Pumpe abgepumpten Fluid- bzw. Flüssigkeitsmenge entsprochen hat, so
dass in dem Intervall t
1 der Signalpegel 2 konstant war. Aufgrund des Wiederanstiegs des Signalpegels 2 vor
Ablauf der Zeitspanne t
2min erkennt die Steuereinrichtung nun einen Fehler und führt keine Bestimmung des Umgebungsdruckes
aus, sondern startet die Pumpe erneut, um den beschriebenen Vorgang von vorne zu beginnen
und den Umgebungsdruck zu bestimmen.
[0035] Durch das zuvor beschriebene Verfahren kann ohne zusätzliche Sensoren ziemlich genau
derjenige Zustand bestimmt werden, in welchem der Drucksensor ausreichend freigepumpt
ist, um den Umgebungsdruck zu bestimmen. Alternativ kann beispielsweise ein zweiter
Sensor in Form eines Drucksensors oder eines anderen Niveau- oder Feuchtsensors vorgesehen
sein, welcher erfasst, ob der zur Druckmessung verwendete Drucksensor oberhalb oder
unterhalb des Flüssigkeitsspiegels gelegen ist. Dies ist wichtig, um mit ein und demselben
Sensor den Umgebungsdruck und den Druck in dem Fluid zu unterschiedlichen Zeitpunkten
bestimmen zu können und den in dem Fluid gemessenen Druck auf Grundlage des Umgebungsdruckes
korrigieren zu können bzw. den Differenzdruck bestimmen zu können. Alternativ kann
beispielsweise im Bereich des oberen Endes einer Tauchpumpe ein Drucksensor zur Bestimmung
des Umgebungsdruckes nach Absenken des Fluidspiegels angeordnet und im Bereich des
unteren Endes der Tauchpumpe ein weiterer Drucksensor zur Bestimmung des Fluiddruckes
vorgesehen sein. Auch bei dieser Anordnung bewirkt die Druckmessung von Umgebungsdruck
und Fluiddruck zu zwei verschiedenen Zeitpunkten, dass es nicht erforderlich ist,
den Drucksensor zur Bestimmung des Umgebungsdruckes ständig oberhalb des Fluidspiegels
zu halten, was zusätzliche Verbindungsleitungen erfordern würde.
[0036] Eine weitere beispielhafte Anwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist eine Differenzdruckmessung in einem geschlossenen Heizungskreislauf, um den von
einer Umwälzpumpe erzeugten Druck zu bestimmen. Hierzu wird, vorzugsweise an der Druckseite
der Pumpe, zu einem Zeitpunkt, an dem die Pumpe abgeschaltet ist, ein erster Druck
und zu einem anderen Zeitpunkt, zu dem die Pumpe eingeschaltet ist, ein zweiter Druck
erfasst. Anschließend kann der Differenzdruck zwischen beiden erfassten Druckwerten
bestimmt werden. Auch hier kann auf einen Differenzdrucksensor, welcher ständig den
Differenzdruck zwischen Saug- und Druckseite der Pumpe erfasst, verzichtet werden.
Es ist lediglich ein Absolutdrucksensor erforderlich, welcher die beiden zu vergleichenden
oder voneinander zu subtrahierenden Drücke zu zwei verschiedenen Zeitpunkten bestimmt,
wobei zuerst der erste oder auch zuerst der zweite Druckwert bestimmt werden kann.
1. Verfahren zur Erfassung eines Differenzdruckes oder zur Korrektur eines in einem Fluid
erfassten Druckwertes auf Grundlage eines anderen Druckes, dadurch gekennzeichnet, dass zu einem Zeitpunkt ein erster Druck und zu einem anderen Zeitpunkt ein zweiter Druck
erfasst wird und der zweite Druck auf Grundlage des ersten Druckes korrigiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem zumindest ein als Niveausensor in einer Pumpe
dienender Drucksensor vorgesehen ist und zu dem einem Zeitpunkt der Umgebungsdruck
und zu dem anderen Zeitpunkt der Druck des von der Pumpe zu fördernden Fluids erfasst
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem der Drucksensor zum Erfassen des Umgebungsdruckes
zu dem einen Zeitpunkt in eine Position oberhalb der Oberfläche des zu fördernden
Fluids gebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, bei welchem der Drucksensor zum Erfassen des Druckes
des zu fördernden Fluids zu dem anderen Zeitpunkt in eine Position unterhalb der Oberfläche
des zu fördernden Fluids gebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, bei welchem zur Bestimmung des Umgebungsdruckes
das Fluidniveau unter das Niveau (S2) des Drucksensors abgesenkt wird und der Drucksensor den Umgebungsdruck zur Korrektur
des in dem Fluid erfassten Druckwertes erfasst.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem nach Erreichen des Niveaus (S2) des Drucksensors das Fluidniveau auf einen vorbestimmten Wert (S1) unterhalb des Niveaus (S2) des Drucksensors abgesenkt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei welchem das Fluidniveau nach Erreichen des Niveaus
(S2) des Drucksensors während einer vorbestimmten Zeitspanne (t1) weiter abgesenkt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei welchem die Zeitspanne auf Grundlage der zuvor von
dem Niveausensor erfassten Absinkgeschwindigkeit (dh/dt) des Fluidniveaus berechnet
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei welchem die Pumpe nach Erreichen des
Niveaus (S2) des Drucksensors nach Ablauf der vorbestimmten Zeitspanne (t1) oder bei Erreichen eines vorbestimmten Fluidniveaus (S1) unterhalb des Niveaus (S2) des Drucksensors abgeschaltet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, bei welchem die Erfassung des Umgebungsdruckes
nur erfolgt, wenn das Fluidniveau während einer vorbestimmten Zeitspanne (t2) unterhalb des Niveaus (S2) des Drucksensors verbleibt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei welchem die Pumpe wieder gestartet wird, wenn eine
Erfassung des Umgebungsdruckes nicht erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem ein Verfahrensschritt
zur Ermittlung des Umgebungsdruckes gestartet wird, wenn das Fluidniveau mit einer
vorbestimmten Mindestgeschwindigkeit zu sinken beginnt.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem eine Erfassung des Druckes
des umgebenden Mediums zu vorbestimmten vorzugsweise regelmäßigen Zeitpunkten durchgeführt
wird.
14. Pumpensystem mit einem Niveausensor, welcher einen Drucksensor zur Bestimmung eines
Absolutdruckes aufweist, und einer Steuereinrichtung, welche die Pumpe in Abhängigkeit
der Messwerte des Niveausensors ein- und/oder ausschaltet, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe eine Kalibrierungseinrichtung aufweist, welche die Pumpe so steuert, dass
zur Kalibrierung ein Fluidniveau unter das Niveau eines Drucksensors abgesenkt wird,
so dass dieser den Umgebungsdruck erfasst.
15. Pumpensystem nach Anspruch 14, bei welchem der Niveausensor, die Steuereinrichtung
und die Kalibrierungseinrichtung Bestandteil eines Pumpenaggregates sind.
16. Pumpensystem nach Anspruch 14 oder 15, bei welchem der Drucksensor oberhalb des Saugmundes
der Pumpe angeordnet ist.
17. Pumpensystem nach einem der Ansprüche 14 bis 16, bei welchem der Drucksensor am Stator-
oder Pumpengehäuse angebracht ist.
18. Pumpensystem nach einem der Ansprüche 14 bis 17, bei welchem eine die Kalibrierungseinrichtung
umfassende Steuereinrichtung in einem Klemmenkasten oder in dem Pumpen- oder Statorgehäuse
angeordnet ist.
19. Pumpensystem nach einem der Ansprüche 14 bis 18, bei welchem der Drucksensor ein einseitig
beaufschlagter Absolutdrucksensor ist.
20. Verwendung eines einseitig beaufschlagten Drucksensors in einem Pumpensystem nach
einem der Ansprüche 14 bis 19, wobei der Drucksensor nur über elektrische Anschlussleitungen
verfügt.