Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Heizungsanlage für ein Gebäude, insbesondere
eine Gebäudezentralheizung. Eine derartige Heizungsanlage umfasst üblicherweise eine
Heizeinrichtung mit einem Brenner und mit einem vom Brenner beheizten Heizblock zur
Wärmeabgabe an eine Heizflüssigkeit eines im Gebäude verlaufenden Heizkreises. Dieser
Heizblock ist üblicherweise durch einen Wärmeübertrager gebildet, der die in vom Brenner
erzeugten heißen Verbrennungsabgasen mitgeführte Wärme aufnimmt und auf die Heizflüssigkeit
überträgt, wozu der Heizkreis durch den Wärmeübertrager bzw. den Heizblock hindurchgeführt
ist oder zumindest mit diesem wärmeübertragend gekoppelt ist. Der Heizkreis umfasst
Leitungen sowie in Räumen des Gebäudes angeordnete Heizkörper und/oder Wand- und/oder
Fußbodenheizungen. Die Heizungsanlage umfasst außerdem eine Pumpe zum Antrieb der
Heizflüssigkeit im Heizkreis sowie eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung, mit deren
Hilfe die Pumpe und/oder der Brenner in Abhängigkeit vorbestimmter Parameter betätigt
werden.
[0002] Der Brenner kann beispielsweise in Abhängigkeit einer Gebäudeinnentemperatur betätigt
werden. Eine Abweichung eines Istwerts der Gebäudeinnentemperatur von einem gewünschten
Sollwert ergibt dabei eine Heizleistungsanforderung des Gebäudes. Sobald der gewünschte
Sollwert erreicht ist, können Brenner und Pumpe ausgeschaltet werden.
[0003] Bei anderen Heizungsanlagen erfolgt die Betätigung des Brenners in Abhängigkeit der
Außentemperatur. Dabei wird mit der Außentemperatur aus einer sogenannten Heizungskurve
eine geeignete Vorlauftemperatur für den Heizkreis ermittelt, also die Temperatur
in der Heizflüssigkeit am Austritt des Heizblocks. Eine Heizleistungsanforderung des
Gebäudes liegt dann vor, wenn der Istwert der Vorlauftemperatur unterhalb des von
der aktuellen Außentemperatur abhängenden Sollwerts liegt. Bei einem derartigen Regelungsprinzip
wird die Pumpe üblicherweise nicht ausgeschaltet, um aussagekräftige Vorlauftemperaturen
messen zu können.
[0004] Für den Fall, dass die minimal einstellbare Heizleistung des Brenners den aktuellen
Heizleistungsbedarf des Gebäudes übersteigt, wird der Brenner ausgeschaltet. Beim
erneuten Starten des Brenners durchläuft dieser eine vorbestimmte Startprozedur, die
sicherstellen soll, dass der Brenner einen stabilen Betriebszustand erreicht. Während
dieser Startprozedur liegen gegenüber dem Normalbetrieb erhöhte Emissionswerte sowie
ein erhöhter Brennstoffverbrauch vor. Des Weiteren bedeutet jeder Startvorgang einen
erhöhten Verschleiß für die daran beteiligten Komponenten des Brenners.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die erfindungsgemäße Heizungsanlage entsprechend dem Gegenstand des unabhängigen
Anspruchs, hat demgegenüber den Vorteil, dass weniger Startvorgänge für den Brenner
erforderlich sind. Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den im Heizkreis
und/oder im Heizblock und/oder im Gebäude aktuell vorhandenen Wärmeinhalt, also die
dort gespeicherte Wärmemenge, bei der Betätigung der Pumpe bzw. des Brenners zu berücksichtigen.
Hierdurch kann die in der Heizungsanlage gespeicherte Wärme besser für die Erwärmung
des Gebäudes ausgenutzt werden, so dass die Anzahl der Startvorgänge für den Brenner
gesenkt werden kann. Beispielsweise kann durch die Berücksichtigung der im Heizkreis
bzw. im Heizblock verbleibenden Wärmemenge ein verfrühtes Starten des Brenners vermieden
werden.
[0006] Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Erkenntnis, dass mit Hilfe der Temperaturdifferenz
zwischen Vorlauf und Rücklauf in Verbindung mit dem von der Pumpe geförderten Volumenstrom
der Wärmeinhalt des Heizblocks, die Wärmeabgabe des Heizblocks an den Heizkreis sowie
die Wärmeabgabe des Heizkreises an das Gebäude ermittelbar sind.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die Steuerund/oder Regeleinrichtung den
Brenner und die Pumpe in Abhängigkeit einer Gebäudeinnentemperatur betätigen und nach
einem Abschalten des Brenners die Pumpe erst dann abschalten, wenn die vom Heizblock
auf die Heizflüssigkeit übertragene Heiz- oder Wärmeleistung einen vorbestimmten Schwellwert
erreicht. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass bei nachlaufender Pumpe der Heizblock
die darin noch gespeicherte Wärmemenge an den Heizkreis abgibt. Zweckmäßig wird für
diesen Schwellwert der Wert Null gewählt. Gleichzeitig ist es außerdem möglich, bei
nachlaufender Pumpe ein Aufheizen des Heizblocks durch den Heizkreis zu vermeiden,
wenn bei bestimmten Betriebskonstellationen der Heizkreis im Rücklauf eine höhere
Temperatur aufweist als der Heizblock. Die Effektivität der Wärmeausnutzung kann somit
gesteigert werden.
[0008] Bei einer anderen Ausführungsform kann die Steuer- und/oder Regeleinrichtung den
Brenner in Abhängigkeit der Außentemperatur betätigen und den Brenner erst dann wieder
einschalten, wenn die vom Heizblock auf die Heizflüssigkeit zu übertragende Heiz-
oder Wärmeleistung einen vorbestimmten Schwellwert erreicht. Bei dieser Variante wird
vor dem Einschalten des Brenners zunächst überprüft, ob der Heizblock des Brenners
noch hinreichend Wärme an den Heizkreis abgeben kann. Auch hierdurch kann ein unnötiger
Startvorgang des Brenners vermieden werden.
[0009] Bei einer anderen Ausführungsform kann es zweckmäßig sein, den Brennerstart davon
abhängig zu machen, dass eine Geschwindigkeit, mit welcher der Heizblock seine Wärme
an die Heizflüssigkeit abgibt, einen vorbestimmten Schwellwert erreicht. Zweckmäßig
wird dann der Brenner um so früher gestartet, je größer die Wärmeabgabegeschwindigkeit
am Heizblock ist. Beispielsweise ist eine Klassifizierung der Wärmeabgabegeschwindigkeit
in die Kategorien Niedrig, Mittel, Hoch denkbar, die in entsprechender Weise zu drei
Verzögerungszeiten für das Starten des Brenners führen: Kurz, Mittel, Lang. Auch diese
Maßnahme kann dazu betragen, unnötige Brennerstartvorgänge zu vermeiden.
[0010] Bei einer anderen Ausführungsform kann in Abhängigkeit der Wärmeübertragung vom Heizblock
auf die Heizflüssigkeit nach dem Abschalten des Brenners die Pumpe von einem Nennbetriebszustand
mit Nennförderleistung in einen Pausenbetriebszustand mit reduzierter Förderleistung
umgeschaltet werden. Diese Steuerungsstrategie beruht auf der Überlegung, dass nach
dem Abschalten des Brenners nicht die volle Pumpenleistung benötigt wird, so dass
diese in einem stromsparenden Pausenbetriebszustand betrieben werden kann. Durch das
zeitlich verzögerte Umschalten kann jedoch die im Heizblock gespeicherte Wärme besser
in den Heizkreis übertragen werden.
[0011] Von besonderem Vorteil ist eine Weiterbildung, bei der die Pumpe im Pausenbetriebszustand
intermittierend eingeschaltet und ausgeschaltet wird. Dies ist insofern bemerkenswert,
als bei einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung, die den Brenner in Abhängigkeit der
Außentemperatur betätigt, die Vorlauftemperatur geregelt wird, wozu an sich ein permanenter
Pumpenbetrieb erforderlich ist, um im Vorlauf repräsentative Istwerte für die Vorlauftemperatur
messen zu können. Durch den intermittierenden Betrieb wird dabei einerseits elektrische
Energie zum Betrieb der Pumpe eingespart, während andererseits sichergestellt ist,
dass hinreichend oft Istwerte für die Vorlauftemperatur gemessen werden können.
[0012] Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann die Steuer- und/oder
Regeleinrichtung den Brenner dann ausschalten, wenn die vom Heizkreis auf das Gebäude
übertragene Heiz- oder Wärmeleistung eine aktuelle Heizleistungsanforderung des Gehäuses
übersteigt, wobei die Steuer- und/oder Regeleinrichtung den Brenner erst dann wieder
einschaltet, wenn die vom Heizkreis auf das Gebäude zu übertragende Heiz- oder Wärmeleistung
einen Schwellwert erreicht, der so gewählt ist, dass die während der Zeitdauer einer
vorbestimmten Startprozedur des Brenners vom Heizkreis auf das Gebäude übertragene
bzw. übertragbare Heiz- oder Wärmeleistung die aktuelle Heizleistungsanforderung des
Gebäudes nicht erreicht. Diese Maßnahme beruht auf der Erkenntnis, dass beim Starten
des Brenners eine vorbestimmte Startprozedur abläuft, beispielsweise um im Brenner
einen stabilen Verbrennungszustand gewährleisten zu können.
[0013] Während dieser Startprozedur gibt der Brenner eine relativ genau vorherbestimmbare
Heizleistung ab. Des Weiteren hängt die während der Startprozedur vom Heizkreis auf
das Gebäude übertragene Wärme auch vom Wärmeinhalt des Heizkreises, einschließlich
des Heizblocks, ab. Entsprechend dieser Erkenntnis soll der Brenner bei dieser Ausführungsform
nur dann gestartet werden, wenn die gesamte, während der Startprozedur vom Heizkreis
auf das Gebäude übertragbare Wärme voraussichtlich die aktuell vorliegende Heizleistungsanforderung
nicht erreicht. Durch diese Maßnahme kann sichergestellt werden, dass der Brenner
nicht während und auch nicht unmittelbar nach der Startprozedur wieder ausgeschaltet
werden muss, was der Fall wäre, wenn der Heizkreis bereits während der Startprozedur
die aktuelle angeforderte Heizleistung an das Gebäude abgeben kann. Diese Maßnahme
vermeidet daher unnötige Startvorgänge für den Brenner.
[0014] Alternativ oder zusätzlich kann der Schwellwert zum Einschalten des Brenners auch
so gewählt werden, dass die Temperatur in der Heizflüssigkeit im Vorlauf während der
Zeitdauer einer vorbestimmten Startprozedur des Brenners eine maximal zulässige Vorlauftemperatur
nicht erreicht. Da auch die maximal zulässige Vorlauftemperatur ein Kriterium zum
Abschalten des Brenners sein kann, führt auch diese Ausführungsform zur Vermeidung
unnötiger Startvorgänge für den Brenner. Die Vorlauftemperatur dient beispielsweise
dann als Kriterium zum Ausschalten des Brenners, wenn die Steuerund/oder Regeleinrichtung
in Abhängigkeit der Außentemperatur einen Sollwert für die Vorlauftemperatur ermittelt,
der durch eine entsprechende Betätigung der Pumpe und/oder des Brenners im Heizkreis
eingestellt werden soll. Wenn beim kleinsten, an der Pumpe einstellbaren Volumenstrom
und bei der kleinsten einstellbaren Brennerleistung der Sollwert für die Vorlauftemperatur
überschritten wird, muss der Brenner ausgeschaltet werden.
[0015] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Heizungsanlage ergeben
sich aus den Unteransprüchen, aus der Zeichnung und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung
anhand der Zeichnung.
Zeichnung
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Heizungsanlage ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
[0017] Die einzige Fig. 1 zeigt eine stark vereinfachte Prinzipdarstellung einer Heizungsanlage
nach der Erfindung.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0018] Entsprechend Fig. 1 umfasst eine Heizungsanlage 1 nach der Erfindung einen Heizkreis
2, der in einem hier nicht dargestellten Gebäude verlegt ist. Dieser Heizkreis 2 umfasst
in üblicher Weise Heizleitungen und Heizkörper und/oder Fußboden- und/oder Wandheizungseinrichtungen.
Die Heizungsanlage 1 dient daher zur Beheizung eines Gebäudes und wird üblicherweise
auch zur Warmwasserbereitung für das Gebäude genutzt. Die Heizungsanlage 1 weist eine
Heizeinrichtung 3 auf, die unter anderem einen Brenner 4 sowie einen Heizblock 5 umfasst.
Im Brenner 4 werden durch die Verbrennung eines Brennstoffs heiße Verbrennungsabgase
erzeugt, mit denen der Heizblock 5 beaufschlagt wird. Dieser Heizblock 5 dient als
Wärmeübertrager und ist daher an den Heizkreis 2 angeschlossen bzw. von diesem durchströmt.
Die vom Brenner 4 erzeugte Wärme gelangt somit von den Verbrennungsabgasen über den
Heizblock 5 in eine Heizflüssigkeit, die im Heizkreis 2 zirkuliert. Zu diesem Zweck
ist der Heizblock 5 über einen Eintritt 6 mit einem Rücklauf 7 des Heizkreises 2 verbunden
und über einen Austritt 8 an einen Vorlauf 9 des Heizkreises 2 angeschlossen.
[0019] Im Heizkreis 2, insbesondere im Rücklauf 7, hier sogar innerhalb der Heizeinrichtung
3, ist eine Pumpe 10 angeordnet, die zum Antrieb der Heizflüssigkeit im Heizkreis
2 dient. Des Weiteren ist eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11 vorgesehen, die
den Brenner 4 und die Pumpe 10 betätigt. Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11
ist außerdem an einen Rücklauftemperatursensor 12 sowie an einen Vorlauftemperatursensor
13 angeschlossen. Des Weiteren kann die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11 über
eine Signalleitung 14 Signale erhalten, die mit einer Heizleistungsanforderung des
Gebäudes korrelieren oder aus denen die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11 eine
Heizleistungsanforderung des Gebäudes ermittelt. Beispielsweise können über die Signalleitung
14 die Außentemperatur zugeführt werden, mit deren Hilfe eine witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung
durchführbar ist. Ebenso kann über die Signalleitung 14 eine Gebäudeinnentemperatur,
also eine oder mehrere Raumtemperaturen, zugeführt werden, mit deren Hilfe eine raumlufttemperaturgeführte
Leistungsregelung der Heizungsanlage 1 realisierbar ist.
[0020] Die erfindungsgemäße Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11 ist so ausgestaltet, dass
eine Steuerung und/oder Regelung der Heizungsanlage 1 bzw. ein Verfahren zum Betreiben
der Heizungsanlage 1 eine oder mehrere der folgenden Ausführungsformen umfasst:
[0021] Erfindungsgemäß soll bei der Betätigung der Pumpe 10 und/oder bei der Betätigung
des Brenners 4 der aktuelle Wärmeinhalt des Heizkreises 2 und/oder des Heizblocks
5 und/oder des Gebäudes berücksichtigt werden.
[0022] Zu diesem Zweck kann der Wärmeinhalt des Heizblocks 5 beispielsweise durch eine Differenz
zwischen Rücklauftemperatur 12 und Vorlauftemperatur 13 in Verbindung mit dem von
der Pumpe 10 geförderten Volumenstrom ermittelt werden. Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur
stehen der Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11 durch die entsprechenden Sensoren
12,13 zur Verfügung. Den Volumenstrom der Pumpe 10 kann die Steuer- und/oder Regeleinrichtung
11 aus einem Leistungssignal ermitteln, das mit der Pumpenleistung korreliert. Dieses
Leistungssignal kann beispielsweise durch die aktuelle Leistungsaufnahme der Pumpe
10 gebildet sein.
[0023] Während der gegebenenfalls auftretende Temperaturanstieg zwischen Rücklauf 7 und
Vorlauf 9 bei der Durchströmung des Heizblocks 5 ein Signal für den Wärmeinhalt des
Heizblocks 5 liefert, kann aus der Temperaturabnahme zwischen Vorlauf 9 und Rücklauf
7 die bei der Durchströmung des Heizkreises 2 stattfindende Übertragung von Wärmeleistung
vom Heizkreis 2 auf das Gebäude und somit der Wärmeinhalt des Heizkreises 2 ermittelt
werden. Indirekt kann aus diesen Werten auch der aktuelle Wärmeinhalt des Gebäudes
bestimmt werden.
[0024] Sofern der Brenner 4 und die Pumpe 10 hinsichtlich Heizleistung bzw. Förderleistung
steuerbar sind, wird die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11 die Pumpenleistung und/oder
die Brennerleistung mit abnehmender Heizleistungsanforderung des Gebäudes mehr und
mehr reduzieren, bis die Pumpe 10 die minimal einstellbare Förderleistung liefert
und der Brenner 4 die minimal einstellbare Heizleistung erbringt. Wenn auch in diesem
Betriebszustand die von der Heizungsanlage 1 erzeugte Wärme größer ist als die aktuelle
Heizleistungsanforderung des Gebäudes, wird der Brenner 4 ausgeschaltet. Um nach dem
Ausschalten des Brenners 4 die im Heizblock 5 verbleibende Restwärme zum Beheizen
des Gebäudes nutzen zu können, wird die Pumpe 10 nach dem Abschalten des Brenners
4 weiter in einem sogenannten Nachlauf betrieben. Dieser nachlaufende Pumpenbetrieb
wird solange aufrechterhalten, bis die Wärmeübertragung vom Heizblock 5 auf die Heizflüssigkeit
einen vorbestimmten Schwellwert erreicht, der zweckmäßig etwa bei Null liegt. Die
Pumpe 10 wird demnach erst dann ausgeschaltet, wenn der Heizblock 5 keine Wärme mehr
an die Heizflüssigkeit übertragen kann. Zweckmäßig wird dieser Zustand von der Steuer-
und/oder Regeleinrichtung 11 dadurch erkannt, dass eine Differenz zwischen Rücklauftemperatur
und Vorlauftemperatur einen vorbestimmten Wert erreicht, der vorzugsweise Null ist.
Darüber hinaus kann die Pumpe 10 auch dann sofort abgeschaltet werden, wenn über eine
entsprechende Abfrage festgestellt wird, dass die Rücklauftemperatur größer ist als
die Vorlauftemperatur. Durch den Nachlauf der Pumpe 10 ergibt sich eine bessere Ausnutzung
der vom Brenner 4 erzeugten Wärme, mit der Folge, dass ein erneutes Starten des Brenners
4 entsprechend hinausgezögert werden kann.
[0025] Damit der Brenner 4 und die Pumpe 10 erneut gestartet werden, muss zunächst eine
entsprechende Heizleistungsanforderung des Gebäudes vorliegen. Sobald eine hinreichende
Heizleistungsanforderung vorliegt, wird erfindungsgemäß zunächst nur die Pumpe 10
gestartet, um den Wärmeinhalt des Heizblocks 5 ermitteln zu können, solange die Wärmeübertragung
des Heizblocks 5 auf die Heizflüssigkeit oberhalb eines vorbestimmten Schwellwerts
bleibt, erfolgt bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung noch kein Start
des Brenners 4. Erst wenn die Wärmeübertragung auf den Heizkreis 2 so klein ist, dass
diese den genannten Schwellwert erreicht, wird der Brenner 4 gestartet. Auch diese
Maßnahme führt dazu, unnötige Brennerstarts zu vermeiden.
[0026] Die vorgenannten Abschaltbedingungen für die Pumpe 10 und Einschaltbedingungen für
den Brenner 4 eignen sich in besonderer Weise für eine Heizungsanlage 1, deren Steuerund/oder
Regeleinrichtung 11 den Brenner 4 und die Pumpe 10 in Abhängigkeit einer Gebäudeinnentemperatur
betätigt. Führungsgröße dieser Regelung ist dabei die Gebäudeinnentemperatur, die
gleichzeitig die Zielgröße dieser Regelung bildet.
[0027] Die im folgenden beschriebenden Steuer- und/oder Regelstrategien sind insbesondere
für solche Heizungsanlagen 1 geeignet, deren Steuer- und/oder Regeleinrichtung 11
zumindest den Brenner 4 und gegebenenfalls auch die Pumpe 10 in Abhängigkeit der Außentemperatur
betätigt. Führungsgröße dieser Regelung ist somit die Außentemperatur, während die
Zielgröße der Regelung die Vorlauftemperatur ist, deren Sollwert in Abhängigkeit der
Außentemperatur bestimmt wird. Diese Steuer- und/oder Regelstrategie kann bereits
zu einem Zeitpunkt die Heizeinrichtung 3 aktivieren bzw. deaktivieren, zu dem eine
geänderte Außentemperatur noch keine Änderung der Innentemperatur des Gebäudes bewirkt
hat, wodurch sich ein erhöhter Komfort ergibt.
[0028] Bei abgeschaltetem Brenner 4 kann beim Vorliegen einer entsprechenden Heizleistungsanforderung
des Gebäudes zunächst auch hier überprüft werden, ob die Wärmeübertragung vom Heizblock
5 auf den Heizkreis 2 einen bestimmten Schwellwert erreicht. Auch hierdurch wird sichergestellt,
dass die gegebenenfalls im Heizblock 5 enthaltene Restwärme noch zum Erwärmen des
Gebäudes genutzt werden kann.
[0029] Zusätzlich oder alternativ kann als Startbedingung für den Brenner 4 auch vorgesehen
sein, dass eine Geschwindigkeit, mit welcher der Heizblock 5 seine Wärme an die Heizflüssigkeit
2 abgibt, einen vorbestimmten Schwellwert erreicht. Beispielsweise kann durch diese
Abfrage festgestellt werden, ob der Heizblock 5 seine Wärme relativ schnell an den
Heizkreis 2 abgibt, mit der Folge, dass der Brenner 4 relativ rasch gestartet werden
kann. Im Unterschied dazu würde eine relativ langsame Wärmeabgabegeschwindigkeit am
Heizblock 5 dazu führen, dass der Brenner 4 erst vergleichsweise spät gestartet wird.
Durch diese Maßnahmen kann ebenfalls die Anzahl der Startvorgänge für den Brenner
4 reduziert werden.
[0030] Zu diesem Zweck kann die Geschwindigkeit der Wärmeabgabe des Heizblocks 5 an die
Heizflüssigkeit z.B. dadurch bestimmt werden, dass die Steuer- und Regeleinrichtung
11 den zeitlichen Verlauf der auch als Temperaturspreizung bezeichneten Temperaturdifferenz
zwischen Vorlauf 9 und Rücklauf 7 ermittelt, wobei außerdem der aktuelle Volumenstrom
der Heizflüssigkeit berücksichtigt werden sollte.
[0031] Bei einer besonderen Weiterbildung kann die Steuer- und Regeleinrichtung 11 über
einen geeigneten Datenspeicher verfügen, in dem der zeitliche Verlauf der Wärmeabgabegeschwindigkeit
beim Heizblock 5 für eine Vielzahl von Abkühlvorgängen gespeichert wird. Hierdurch
ist es möglich, die gespeicherten Verläufe statistisch auszuwerten, um das aktuelle
Verhalten der Heizungsanlage 1 besser beurteilen zu können. Insbesondere ist es dadurch
möglich, den vorgenannten Schwellwert für die Wärmeabgabegeschwindigkeit, bei dem
der Brenner 4 gestartet werden soll, anhand dieser Aufzeichnungen bzw. mittels statistischer
Auswertung zu ermitteln. Ebenso ist es möglich, diesen Schwellwert zu adaptieren,
wenn sich die Wärmeabgabegeschwindigkeit in Abhängigkeit der Jahreszeit und/oder der
Lebensdauer z.B. aufgrund von Alterungserscheinungen der Heizungsanlage 1 verändert.
[0032] Für eine Heizungsanlage 1, bei welcher der Brenner 4 in Abhängigkeit der Außentemperatur
betätigt wird, ist es unüblich, die Pumpe 10 auszuschalten, da dann der Istwert der
Regelgröße, nämlich die aktuell vorliegende Vorlauftemperatur, nicht mehr mit den
Temperaturverhältnissen im Gebäude korreliert. Um dennoch bei für Heizzwecke nicht
benötigter Pumpe 10 Energie sparen zu können, wird für eine Weiterbildung vorgeschlagen,
die Pumpe 10 so zu gestalten, dass sie einerseits in einem Nennbetriebszustand mit
Nennförderleistung und andererseits in einem Pausenbetriebszustand mit reduzierter
Förderleistung betrieben werden kann. Nach dem Abschalten des Brenners 4 erfolgt dann
ein Umschalten der Pumpe 10 von ihrem Nennbetriebszustand in den Pausenbetriebszustand,
sobald die Wärmeübertragung vom Heizblock 5 auf die Heizflüssigkeit einen vorbestimmten
Schwellwert erreicht. Vorzugsweise wird auch hier der Schwellwert Null verwendet,
bei dem also der Heizblock 5 im wesentlichen keine Wärme mehr auf die Heizflüssigkeit
überträgt.
[0033] Das Energieeinsparungspotenzial kann noch dadurch vergrößert werden, dass der Pausenbetriebszustand
der Pumpe 10 durch einen intermitterienden Betrieb gekennzeichnet ist, bei dem die
Pumpe 10 in vorbestimmten Abständen abwechselnd eingeschaltet und ausgeschaltet ist.
Auf diese Weise ergibt sich einerseits eine reduzierte Förderleistung, während andererseits
gewährleistet werden kann, dass ein repräsentativer Istwert für die Vorlauftemperatur
gemessen werden kann. Beispielsweise werden die Intervalle, in denen die Pumpe 10
aktiv ist, so gewählt, dass zumindest eine vollständige Umwälzung der Heizflüssigkeit
im Heizkreis 2 stattfinden kann.
[0034] Während bei einer einfachen Ausführungsform konstante Einschaltzeiten und Ausschaltzeiten
vorliegen, kann eine Weiterbildung variable Einschaltzeiten und/oder Ausschaltzeiten
erzeugen, die in Abhängigkeit des Wärmehaushalts im Gebäude bzw. in der Heizungsanlage
1 ausgewählt werden können.
[0035] Wie bereits weiter oben geschildert, kann auch die Wärmeabgabegeschwindigkeit beim
Heizblock 5 überwacht werden. Für den Pausenbetriebszustand der Pumpe 10 kann dies
dahingehend ausgenutzt werden, dass die Einschaltzeiten und/oder die Ausschaltzeiten
der Pumpe 10 in Abhängigkeit dieser Wärmeabgabegeschwindigkeit ausgewählt werden.
[0036] Auch hierbei kann es nützlich sein, die Einschaltzeiten bzw. Ausschaltzeiten der
Pumpe 10 durch eine statistische Auswertung einer Vielzahl von gespeicherten zeitlichen
Verläufen der Wärmeabgabe am Heizblock 5 auszuwählen bzw. gegebenenfalls zu adaptieren.
Beispielsweise führt eine relativ niedrige Wärmeabgabegeschwindigkeit zu der Annahme,
dass sich die Vorlauftemperatur erst nach einer längeren Zeitspanne signifikant ändern
kann, so dass die Ausschaltzeiten entsprechend groß gewählt werden können. Im Unterschied
dazu führt eine relativ hohe Wärmeabgabegeschwindigkeit zu relativ kurzen Ausschaltzeiten,
die im Extremfall auch den Wert Null annehmen können.
[0037] Bei den vorstehend genannten Ausführungsformen wird das Einschalten des Brenners
4 bzw. das Einschalten der Pumpe 10 unter anderem davon abhängig gemacht, dass die
vom Heizblock 5 auf den Heizkreis 2 übertragene Wärmeleistung einen jeweils speziellen
Schwellwert erreicht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die Überwachung dieses
Schwellwerts beispielsweise dadurch erfolgen, dass lediglich eine Differenz zwischen
Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur überwacht wird. Sobald diese Differenz einen
vorbestimmten Wert, z.B. Null, erreicht, wird bei dieser vereinfachten Ausführungsform
davon ausgegangen, dass die Wärmeübertragung vom Heizblock 5 auf den Heizkreis 2 den
jeweils voreingestellten Schwellwert erreicht hat.
[0038] Bei den vorgenannten Steuer- und/oder Regelstrategien liegt der Schwerpunkt in der
Berücksichtigung des Wärmeinhalts des Heizblocks 5 nach dem Abschalten des Brenners
4. Im Unterschied dazu liegt bei den folgenden Ausführungsformen der Schwerpunkt in
der Berücksichtigung des Wärmeinhalts des Heizkreises 2 und/oder des Gebäudes bzw.
in der Wärmeübertragung vom Heizkreis 2 auf das Gebäude. Dabei kann zusätzlich auch
der Wärmeinhalt des Heizblocks 5 berücksichtigt werden.
[0039] Das übliche Kriterium für das Ausschalten des Brenners 4 liegt dann vor, wenn bei
minimal einstellbarer Heizleistung des Brenners 4 und - sofern möglich - bei minimal
einstellbarer Förderleistung der Pumpe 10 die vom Heizkreis 2 in das Gebäude übertragene
Wärme die aktuelle Heizleistungsanforderung des Gebäudes erreicht oder übersteigt.
[0040] In der allgemeinsten Form dieser Steuer- und/oder Regelstrategie wird der Brenner
4 nach einem Abschaltvorgang erst dann wieder eingeschaltet, wenn die Wärmeübertragung
vom Heizkreis 2 auf das Gebäude einen vorbestimmten Schwellwert erreicht. Diese übertragene
Wärmeleistung kann dabei relativ einfach dadurch überprüft werden, dass unter Berücksichtigung
des von der Pumpe 10 geförderten Volumenstroms die Differenz zwischen der Vorlauftemperatur
und der Rücklauftemperatur ermittelt wird. Bei einer geeigneten Auswahl des Schwellwerts
für die übertragene Wärmeleistung kann bei anliegender Heizleistungsanforderung des
Gebäudes der Start des Brenners 4 verzögert werden, wodurch insgesamt die Anzahl von
Brennerstartvorgängen reduziert werden kann.
[0041] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird der genannte Schwellwert für
die Wärmeübertragung so gewählt, dass beim Starten des Brenners 4 die vom Heizkreis
2 auf das Gebäude übertragene Wärmeleistung während der gesamten Zeitdauer einer vorbestimmten
Startprozedur des Brenners 4 die aktuell anliegende Heizleistungsanforderung des Gebäudes
nicht erreicht. Diese Maßnahme hat zur Folge, dass der Brenner 4 während der Startprozedur
voraussichtlich nicht deshalb wieder ausgeschaltet werden muss, dass die vom Heizkreis
2 auf das Gebäude übertragene Wärmeleistung die Heizleistungsanforderung des Gebhäudes
erreicht bzw. übersteigt.
[0042] Diese spezielle Ausführungsform ist von besonderem Interesse, da dadurch ein mehrfaches
Wiederholen und Abbrechen von Startvorgängen vermieden werden kann, die einerseits
eine hohe Bauteilbeanspruchung darstellen und andererseits ungünstige Emissions- und
Verbrauchswerte aufweisen.
[0043] Zusätzlich oder alternativ kann der Wärmeinhalt des Heizkreises 2, einschließlich
des Heizblocks 5, auch dazu ausgewertet werden, den vorgenannten Schwellwert zum Einschalten
des Brenners 4 so zu wählen, dass während der Startprozedur des Brenners 4 eine vorgegebene
oder maximal zulässige Vorlauftemperatur nicht erreicht wird. Insbesondere bei einer
Heizungsanlage 1, deren Steuerund/oder Regeleinrichtung 11 in Abhängigkeit der Außentemperatur
einen Sollwert für die Vorlauftemperatur festlegt, ist diese Weiterbildung von Vorteil.
Denn durch die genannte Einschaltbedingung wird erreicht, dass die gemessenen Istwerte
für die Vorlauftemperatur während der vorgegebenen Startprozedur des Brenners 4 den
vorgegebenen Sollwert nicht erreichen. Ein Abschalten während der Startprozedur kann
dadurch vermieden werden.
[0044] Hintergrund der aufgezeigten Maßnahmen ist im wesentlichen die Vermeidung unnötiger
Startvorgänge für den Brenner 4 sowie insgesamt die Senkung der Startvorgänge pro
Zeiteinheit. Dementsprechend kann die Lebensdauer der Heizungsanlage 1 erhöht werden.
Des Weiteren sparen verkürzte Betriebszeiten der Pumpe 10 Strom. Die zuletzt beschriebenen
Strategien zur Verzögerung des Brennerstarts auf einen Zeitpunkt, zu dem gewährleistet
werden kann, dass die Startprozedur des Brenners 4 vollständig ablaufen kann, führen
zusätzlich zu einem besonders ökonomischen Betrieb der Heizungsanlage 1.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Heizungsanlage
- 2
- Heizkreis
- 3
- Heizeinrichtung
- 4
- Brenner
- 5
- Heizblock
- 6
- Eintritt von 5
- 7
- Rücklauf von 2
- 8
- Austritt von 5
- 9
- Vorlauf von 2
- 10
- Pumpe
- 11
- Steuer- und/oder Regeleinrichtung
- 12
- Rücklauftemperatursensor
- 13
- Vorlauftemperatursensor
- 14
- Signalleitung
1. Heizungsanlage für ein Gebäude, umfassend
- eine Heizeinrichtung (3) mit einem Brenner (4) und einem vom Brenner (4) beheizten
Heizblock (5) zur Wärmeabgabe an eine Heizflüssigkeit eines im Gebäude verlaufenden
Heizkreises (2),
- eine Pumpe (10) zum Antrieb der Heizflüssigkeit im Heizkreis (2) und
- eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) zur Betätigung der Pumpe (10) und/oder
des Brenners (4),
- wobei die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) so ausgebildet ist, dass sie bei
der Betätigung der Pumpe (10) und/oder des Brenners (4) den aktuellen Wärmeinhalt
des Heizkreises (2) und/oder des Heizblocks (5) und/oder des Gebäudes berücksichtigt.
2. Heizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Wärmeinhalt des Heizblocks (5) aus
einem Volumenstrom der Heizflüssigkeit durch den Heizblock (5) und einer Differenz
zwischen einer Vorlauftemperatur der Heizflüssigkeit an einem Austritt (8) des Heizkreises
(2) aus dem Heizblock (5) und einer Rücklauftemperatur der Heizflüssigkeit an einem
Eintritt (6) des Heizkreises (7) in den Heizblock (5) ermittelt.
3. Heizungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf
(9) und Rücklauf (7) mittels eines am oder im Vorlauf (9) angeordneten Vorlauftemperatursensor
(13) und eines am oder im Rücklauf (7) angeordneten Rücklauftemperatursensors (12)
ermittelt.
4. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Volumenstrom mittels eines mit der
Pumpenleistung korrelierenden Leistungssignals ermittelt.
5. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Brenner (4) und die Pumpe (10) in
Abhängigkeit einer Gebäudeinnentemperatur betätigt und nach einem Abschalten des Brenners
(4) die Pumpe (10) erst dann abschaltet, wenn die vom Heizblock (5) auf die Heizflüssigkeit
übertragene Leistung einen vorbestimmten Wert erreicht.
6. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Brenner (4) in Abhängigkeit der Außentemperatur
betätigt und den Brenner (4) erst dann wieder einschaltet, wenn die vom Heizblock
(5) auf die Heizflüssigkeit übertragene Leistung einen vorbestimmten Schwellwert erreicht.
7. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Brenner (4) in Abhängigkeit der Außentemperatur
betätigt und den Brenner (4) erst dann wieder startet, wenn eine Geschwindigkeit,
mit welcher der Heizblock (5) seine Wärme an die Heizflüssigkeit abgibt, einen vorbestimmten
Schwellwert erreicht.
8. Heizungsanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) die Geschwindigkeit der Wärmeabgabe des
Heizblocks (5) an die Heizflüssigkeit aus dem zeitlichen Verlauf der Temperaturdifferenz
zwischen Vorlauf (9) und Rücklauf (7) ermittelt.
9. Heizungsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den zeitlichen Verlauf der Wärmeabgabegeschwindigkeit
speichert und den Schwellwert zum Starten des Brenners (4) durch statistische Auswertung
der gespeicherten Verläufe ermittelt und/oder adaptiert.
10. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Brenner (4) und/oder die Pumpe (10)
in Abhängigkeit einer Außentemperatur betätigt und nach dem Abschalten des Brenners
(4) die Pumpe (10) von einem Nennbetriebszustand mit Nennförderleistung in einen Pausenbetriebszustand
mit reduzierter Förderleistung umschaltet, wenn die vom Heizblock (5) auf die Heizflüssigkeit
übertragene Leistung einen vorbestimmten Schwellwert erreicht.
11. Heizungsanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) die Pumpe (10) im Pausenbetriebszustand
intermittierend einschaltet und ausschaltet.
12. Heizungsanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) für den intermittierenden Pausenbetriebszustand
Einschaltzeiten und/oder Ausschaltzeiten in Abhängigkeit einer Geschwindigkeit ermittelt,
mit welcher der Heizblock (5) seine Wärme an die Heizflüssigkeit abgibt.
13. Heizungsanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) die Geschwindigkeit der Wärmeabgabe des
Heizblocks (5) an die Heizflüssigkeit aus dem zeitlichen Verlauf der Temperaturdifferenz
zwischen Vorlauf (9) und Rücklauf (7) ermittelt.
14. Heizungsanlage nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 5,6,10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) das Erreichen des Schwellwertes für die
vom Heizblock (5) in die Heizflüssigkeit übertragene Leistung daran erkennt, dass
eine Differenz zwischen Rücklauftemperatur und Vorlauftemperatur einen vorbestimmten
Wert erreicht.
15. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Brenner (4) erst dann wieder einschaltet,
wenn die vom Heizkreis (2) auf das Gebäude zu übertragende Leistung einen vorbestimmten
Schwellwert erreicht.
16. Heizungsanlage nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Brenner (4) ausschaltet, wenn die
vom Heizkreis (2) auf das Gebäude übertragene Leistung eine aktuelle Heizleistungsanforderung
des Gebäudes übersteigt, und
- dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Schwellwert zum Einschalten des Brenners
(4) so wählt, dass die während der Zeitdauer einer vorbestimmten Startprozedur des
Brenners (4) vom Heizkreis (2) auf das Gebäude übertragene Leistung die aktuelle Heizleistungsanforderung
nicht erreicht.
17. Heizungsanlage nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Brenner (4) ausschaltet, wenn die
vom Heizkreis (2) auf das Gebäude übertragene Leistung eine aktuelle Heizleistungsanforderung
des Gebäudes übersteigt, und
- dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Schwellwert zum Einschalten des Brenners
(4) so wählt, dass die Temperatur in der Heizflüssigkeit im Vorlauf (9) während der
Zeitdauer einer vorbestimmten Startprozedur des Brenners (4) eine vorgegebene oder
eine maximal zulässige Vorlauftemperatur nicht erreicht.
18. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) die vom Heizkreis (2) an das Gebäude übertragene
Leistung aus einem Volumenstrom der Heizflüssigkeit im Heizkreis (2) und einer Differenz
zwischen einer Vorlauftemperatur und einer Rücklauftemperatur ermittelt.
19. Heizungsanlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf
(9) und Rücklauf (7) mittels eines am oder im Vorlauf (9) angeordneten Vorlauf temperatursensors
(13) und eines am oder im Rücklauf (7) angeordneten Rücklauftemperatursensors (12)
ermittelt.
20. Heizungsanlage nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (11) den Volumenstrom mittels eines mit der
Pumpenleistung korrelierenden Leistungssignals ermittelt.