TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Leistungsschalter gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus der Schrift EP 0 836 209 A2 ist ein Leistungsschalter bekannt, der in einem elektrischen
Hochspannungsnetz eingesetzt werden kann. Dieser Leistungsschalter weist eine rotationssymmetrisch
ausgebildete Löschkammer auf, die mit einem elektronegativen Gas, beispielsweise mit
SF
6-Gas als Lösch- und Isoliermedium gefüllt ist. Im eingeschalteten Zustand überbrückt
ein Schaltstift den Abstand zwischen den beiden, bei diesem Schaltertyp einen festen
Abstand aufweisenden, Hauptkontakten der Löschkammer. Beim Ausschalten bewegt sich
der Schaltstift axial in die eine Richtung und die beiden Hauptkontakte gemeinsam
in die entgegengesetzte Richtung. Der Schaltstift leitet dann zwischen den beiden
Hauptkontakten einen Lichtbogen ein, der bis zum Erlöschen in einem zwischen den Hauptkontakten
gelegenen Lichtbogenraum brennt.
[0003] Die im Lichtbogenraum entstehenden heissen und ionisierten Gase werden abgeführt,
ein Teil davon wird in einem Heizvolumen gespeichert und später auf bekannte Art zur
Unterstützung des Löschvorgangs verwendet. Die verbleibenden heissen Gase werden axial
nach beiden Seiten durch die rohrförmig ausgebildeten Hauptkontakte hindurch abgeführt
in ein Auspuffvolumen. Diese axialen, in den rohrförmigen Kanälen geführten Gasströme
führen in der Regel den überwiegenden Teil der heissen, mit leitenden Schaltrückständen
durchsetzten Gase aus dem Lichtbogenraum ab, sodass nach dem Erlöschen des Lichtbogens
keine Ladungsträger vorhanden sind, die eine Wiederzündung des Lichtbogens zwischen
den Hauptkontakten begünstigen könnten. Die rohrförmigen Kanäle sind, um eine effektive
Strömung sicherzustellen, möglichst strömungsgünstig ausgestaltet. Zudem wird so vermieden,
dass ein zu hoher Gegendruck vom Auspuffvolumen her in den Lichtbogenraum zurückwirkt
und den Löschvorgang negativ beeinflusst. Dieser Leistungsschalter weist eine vergleichsweise
hohe Abschaltleistung auf.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Die Erfindung, wie sie im unabhängigen Anspruch gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe,
mit einfachen Mitteln einen Leistungsschalter mit wesentlich erhöhter Abschaltleistung
zu schaffen, der preisgünstig erstellt werden kann.
[0005] Der erfindungsgemässe Leistungsschalter weist mindestens eine mit einem Isoliergas
gefüllte, entlang einer Längsachse erstreckte und radialsymmetrisch aufgebaute, einen
Lichtbogenraum enthaltende Löschkammer mit mindestens zwei Leistungskontaktstücken
auf. Mindestens eines der Leistungskontaktstücke ist als rohrförmiger Hohlkontakt
ausgebildet, welcher für die Ableitung von heissen Gasen aus dem Lichtbogenraum in
ein Auspuffvolumen vorgesehen ist, mit einer auf der dem Lichtbogenraum abgewandten
Seite des Hohlkontaktes angeordneten, mit mindestens einer ersten Öffnung des Hohlkontaktes
zusammenwirkenden Umlenkung für das radiale Umlenken der heissen Gase in das Auspuffvolumen,
welches durch mindestens eine zweite Öffnung mit einem Löschkammervolumen verbunden
ist. Zwischen dem Hohlkontakt und dem Auspuffvolumen ist mindestens ein Zwischenvolumen
vorgesehen. Das mindestens eine erste Zwischenvolumen wird von einer ersten Wand gegen
das Auspuffvolumen begrenzt, wobei die erste Wand mindestens eine dritte, radial ausgerichtete
Öffnung aufweist, welche das Zwischenvolumen mit dem Auspuffvolumen verbindet. Diese
erste Wand besteht aus einem gut wärmeleitenden Material, insbesondere aus einem Metall.
Besonders günstig würde sich an dieser Stelle jedoch ein Kunststoff auswirken, der
neben guten Wärmeleiteigenschaften die Eigenschaft aufweisen würde, beim Auftreffen
der heissen Gase geringfügig zu verdampfen, wodurch den Gasen Wärmeenergie entzogen
würde. Ein weiterer Vorteil wäre es, wenn in dem verdampften Kunststoff dissoziierende
und/oder elektronegative Gase enthalten wären.
[0007] Dabei ist: V
1 das Volumen innerhalb des Hohlkontaktes und A
1 der Querschnitt der ersten Öffnung, V
2 das Volumen des Zwischenvolumens und A
2 der Querschnitt der dritten Öffnung, V
3 das Volumen des Auspuffvolumens und A
3 der Querschnitt der zweiten Öffnung.
[0008] Eine zweite Ausführungsform des Leistungsschalters weist mindestens ein zweites,
als Zusatzvolumen bezeichnetes, Zwischenvolumen zwischen dem ersten Zwischenvolumen
und dem Auspuffvolumen auf. Dieses mindestens eine Zusatzvolumen wird von einer zweiten
Wand gegen das Auspuffvolumen abgegrenzt, wobei die zweite Wand mindestens eine vierte,
radial ausgerichtete Öffnung aufweist, welche das Zusatzvolumen mit dem Auspuffvolumen
verbindet. Die zweite Wand besteht aus einem gut wärmeleitenden Material, insbesondere
aus einem Metall oder einem Kunststoff, wie im Zusammenhang mit der ersten Wand beschrieben.
[0009] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, dass infolge einer
besonders guten Kühlung der heissen Gase eine fortschreitende Volumenreduktion derselben
und damit eine optimale Abströmung der heissen Gase aus dem Lichtbogenraum gewährleistet
ist, sodass bei gleichbleibenden Abmessungen der Löschkammer eine deutlich höhere
Ausschaltleistung derselben erreicht wird.
[0010] Die weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0011] Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren Vorteile werden nachstehend
anhand der Zeichnung, welche lediglich einen möglichen Ausführungsweg darstellt, näher
erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0012] Es zeigen:
Fig. 1 einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt durch den
Auspuffbereich einer Löschkammer einer ersten Ausführungsform eines Leistungsschalters,
Fig. 2 einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt durch den
Auspuffbereich einer Löschkammer einer zweiten Ausführungsform eines Leistungsschalters,
Fig. 3 einen senkrecht zu einer Längsachse gelegten Schnitt B-B durch die erste Ausführungsform
eines Leistungsschalters gemäss Fig. 1,
Fig. 4 einen senkrecht zu einer Längsachse gelegten abgestuften Schnitt C-C durch
die zweite Ausführungsform eines Leistungsschalters gemäss Fig. 2,
Fig. 5 einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt durch den
Auspuffbereich einer Löschkammer einer dritten Ausführungsform eines Leistungsschalters,
und
Fig. 6 ein schematisch dargestelltes Detail der dritten Ausführungsform des Leistungsschalters.
[0013] Bei allen Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Elemente
sind nicht dargestellt bzw. nicht beschrieben.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0014] Ein Leistungsschalter kann eine oder mehrere in Reihe geschaltete, mit einem Isoliergas
gefüllte Löschkammern aufweisen, die nach einem der herkömmlichen Schaltprinzipien
arbeiten, also beispielsweise als Selbstblaskammer, als Selbstblaskammer mit mindestens
einer zusätzlichen Kompressionskolbenanordnung oder als einfacher Kompressionskolbenschalter.
Der Leistungsschalter kann beispielsweise eine Anordnung der Leistungskontakte, ähnlich
wie in der Schrift EP 0 836 209 A2 gezeigt, aufweisen, es ist jedoch auch möglich,
dass einer oder beide Leistungskontakte beweglich ausgebildet sind. Der Leistungsschalter
kann beispielsweise als Freiluftschalter, als Teil einer metallgekapselten gasisolierten
Schaltanlage oder als Dead Tank Breaker ausgebildet sein. Die Figur 1 zeigt einen
stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt durch den Auspuffbereich
einer Löschkammer einer ersten Ausführungsform eines Leistungsschalters.
[0015] Diese erste Ausführungsform der Löschkammer ist rotationssymmetrisch aufgebaut und
erstreckt sich entlang einer Längsachse 1. Die Löschkammer weist einen hier nicht
dargestellten Lichtbogenraum auf, in welchem während des Ausschaltvorgangs zwischen
zwei Leistungskontakten ein Lichtbogen brennt. Der Lichtbogen heizt das Isoliergas
im Lichtbogenraum in bekannter Weise auf. Ein Teil dieses aufgeheizten, mit Druck
beaufschlagten Gases strömt durch einen der Leistungskontakte, der als rohrförmiger
Hohlkontakt 2 ausgebildet ist, aus dem Lichtbogenraum ab. Ein Pfeil 3 deutet die Strömungsrichtung
dieses heissen Gases vom Lichtbogenraum in die Auspuffregion an. Der Hohlkontakt 2
weist im Innern ein Volumen V
1 auf. Die durch den Pfeil 3 angedeutete Gasströmung wird durch eine etwa kegelförmig
ausgebildete Umlenkung 4, wie ein Pfeil 5 andeutet, in eine überwiegend radiale Richtung
umgelenkt. Die Gasströmung tritt durch in der Aussenwand des Hohlkontakts 2 vorgesehene
Öffnungen 6 hindurch in ein hier konzentrisch zum Hohlkontakt 2 angeordnetes Zwischenvolumen
7 ein, welches ein Volumen V
2 aufweist. Die Öffnungen 6 in der Aussenwand des Hohlkontakts weisen einen gemeinsamen
Querschnitt A
1 auf. In dem Zwischenvolumen 7 verwirbeln sich die Gase.
[0016] Das Zwischenvolumen 7 ist durch eine Wand 8 eingeschlossen, die vorzugsweise aus
Metall, wie beispielsweise Stahl oder Kupfer, gefertigt ist, sie kann jedoch auch
aus einem vergleichsweise gut wärmeleitenden Kunststoff bestehen. Besonders günstig
würde sich an dieser Stelle ein Kunststoff auswirken, der neben guten Wärmeleiteigenschaften
die Eigenschaft aufweisen würde, beim Auftreffen der heissen Gase geringfügig zu verdampfen,
wodurch den Gasen Wärmeenergie entzogen würde. Ein weiterer Vorteil wäre es, wenn
in dem verdampften Kunststoff dissoziierende und/oder elektronegative Gase enthalten
wären. Die Wand 8 weist mindestens eine Öffnung 9 auf, die den Durchtritt der verwirbelten
Gase in radialer Richtung in ein konzentrisch angeordnetes Auspuffvolumen 10 erlaubt.
Die mindestens eine Öffnung 9 in der Wand 8 weist einen Querschnitt A
2 auf. In der Regel sind die Öffnungen 6 und 9, wie aus Fig. 3 ersichtlich, gegeneinander
versetzt, sodass die verwirbelten, in radialer Richtung strömenden Gase, nicht direkt
durch die Öffnungen 9 weiter in das Auspuffvolumen 10 strömen können. Es ist jedoch
auch vorstellbar, dass eine der Öffnungen 9 ganz oder teilweise deckungsgleich mit
einer der Öffnungen 6 vorgesehen ist, um bewusst eine direkte teilweise oder vollständige
Durchströmung von der Öffnung 6 her in das Auspuffvolumen 10 zu gewährleisten. Die
Öffnungen 9 werden bezüglich Form, Grösse, Anordnung und Anzahl optimal ausgestaltet
und auf die jeweiligen Betriebsanforderungen abgestimmt.
[0017] Das Auspuffvolumen 10 ist nach aussen von einer metallischen Wand 11 abgegrenzt,
die sich einerseits auf den Hohlkontakt 2 und andererseits auf ein mit dem elektrischen
Anschluss der Löschkammer verbundenes metallisches Anschlussstück 12 abstützt. Die
Umlenkung 4 ist als ein Teil dieses Anschlussstückes 12 ausgebildet. Das Auspuffvolumen
10 weist ein Volumen V
3 auf. Von dem Auspuffvolumen 10 führt mindestens eine Öffnung 13, die einen Querschnitt
A
3 aufweist, in ein mit Kaltgas gefülltes Löschkammervolumen 14. Die mindestens eine
Öffnung 13 ist gegenüber der mindestens einen Öffnung 9 axial versetzt angeordnet.
Das Löschkammervolumen 14 wird, wenn die Löschkammer beispielsweise für Freiluftaufstellung
vorgesehen ist, nach aussen hin durch einen Löschkammerisolator 15 druckdicht abgeschlossen.
[0018] In der Regel wird der Hohlkontakt 2 zusammen mit dem Anschlussstück 12 beim Ausschalten
des Leistungsschalters in Richtung des Pfeils 3 nach links bewegt. Das Zwischenvolumen
7 und das Auspuffvolumen 10 sind im Innern des Löschkammerisolators 15 stationär angeordnet.
In der Fig. 1 ist beispielsweise die Ausschaltstellung des Hohlkontaktes 2 dargestellt.
Es ist aber durchaus möglich, dass das Zwischenvolumen 7 mit dem Hohlkontakt 2 und
dem Anschlussstück 12 eine gemeinsame Baugruppe bildet, sodass beim Ausschalten das
Zwischenvolumen 7 mit dem Hohlkontakt 2 zusammen durch das stationär angeordnete Auspuffvolumen
10 bewegt wird. Ferner ist möglich, dass das Auspuffvolumen 10 mit dem Zwischenvolumen
7, dem Hohlkontakt 2 und dem Anschlussstück 12 zu einer gemeinsamen Baugruppe zusammengefasst
wird, die sich beim Ausschalten als Ganzes durch das Löschkammervolumen 14 nach links
bewegt.
[0019] Bei dieser ersten Ausführungsform der Löschkammer wird die Gasströmung, deren Energie
vor der Umlenkung 4, bedingt durch die Länge des Hohlkontaktes 2, etwas reduziert
ist, durch das Umlenken in radialer Richtung und das Verwirbeln im Zwischenvolumen
7 wieder etwas energetisch aufgeladen. In der Fig. 3 deutet ein Pfeil 19 die Gasströmung
und deren Aufprall auf die Wand 8 des Zwischenvolumens 7 an. Zwei von der Aufprallstelle
wegführende kleine Pfeile 20 deuten das Verwirbeln der Gasströmung an. Dieser Aufprall
und die diesem folgende Verwirbelung bewirken einen besonders guten Wärmeübergang
auf die Wand 8, wodurch das Volumen des wirbelnden Gases vorteilhaft reduziert wird.
Zwischen dem Druck im Endteil des Hohlkontaktes 2 und dem Druck im Zwischenvolumen
7 baut sich in der Regel bei Kurzschlussabschaltungen eine Druckdifferenz im Bereich
von etwa 0,4 bis 1 bar auf, wobei der Druck im Zwischenvolumen 7 der grössere ist.
Nach einer vergleichsweise kurzen Verweilzeit im Zwischenvolumen 7 strömt das immer
noch ziemlich heisse Gas durch die mindestens eine Öffnung 9 aus in das Auspuffvolumen
10.
[0020] Dieses Ausströmen erfolgt in radialer Richtung. Der so entstandene Gasstrahl trifft
auf die hier als metallische Wand 11 ausgeführte Wand des Auspuffvolumens 10 auf und
wird durch diese unter einer intensiven Wirbelbildung abgelenkt. In der Fig. 3 deutet
ein Pfeil 21 die Gasströmung und deren Aufprall auf die Wand 11 des Auspuffvolumens
10 an. Zwei von der Aufprallstelle wegführende kleine Pfeile 22 deuten das Verwirbeln
des Gasstrahls an. Diese Wirbelbildung bewirkt einen besonders guten Wärmeübergang
auf die Wand 11, wodurch das Volumen des wirbelnden Gases vorteilhaft reduziert wird.
Das ziemlich abgekühlte Gas strömt nun zu der axial versetzten Öffnung 13 in der Wand
11. Diese Strömung verläuft spiralförmig um die Längsachse 1 herum, wobei dem Gas
weiter Wärme entzogen wird. Aus dieser Öffnung 13 strömt dann das gekühlte Gas in
das Löschkammervolumen 14 aus, es steht dann für weitere Schaltvorgänge zur Verfügung.
[0022] Dabei werden beispielsweise die Volumina V
1,2,3 in Kubikmetern gemessen und die Querschnitte A
1,2,3 in Quadratmetern.
[0023] Eine besonders gute Leistungssteigerung einer ersten Ausführungsform eines Leistungsschalters
wurde erreicht mit folgender Ausgestaltung des Auspuffbereichs:
[0024] Das Volumen V
1 innerhalb des Hohlkontaktes 2 wurde mit 0,33 Litern und der Querschnitt A
1 der ersten Öffnung mit 1850 Quadratmillimetern ausgeführt. Das Volumen V
2 des Zwischenvolumens 7 wurde mit 0,7 Litern und der Querschnitt A
2 der dritten Öffnung 9 mit 3800 Quadratmillimetern ausgeführt. Das Volumen V
3 des Auspuffvolumens 10 wurde mit 8 Litern und der Querschnitt A
3 der zweiten Öffnung 13 mit 4000 Quadratmillimetern ausgeführt.
[0025] Die Figur 2 zeigt einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt
durch den Auspuffbereich einer Löschkammer einer zweiten Ausführungsform eines Leistungsschalters.
Diese zweite Ausführungsform der Löschkammer ist ebenfalls in der Regel rotationssymmetrisch
aufgebaut und entspricht der ersten Ausführungsform im wesentlichen. Hier wird jedoch
ein zweites Zusatzvolumen 16 vorgesehen, welches ein Volumen V
4 aufweist. Das Zusatzvolumen 16 wird von einer Wand 17 begrenzt, es umgibt das Zwischenvolumen
7 konzentrisch. Die Öffnung 9 in der Wand 8 des Zwischenvolumens 7 mündet in dieses
Zusatzvolumen 16. Die Wand 17 ist vorzugsweise aus Metall, wie beispielsweise Stahl
oder Kupfer, gefertigt, sie kann jedoch auch aus einem gut wärmeleitenden Kunststoff
bestehen, wie er weiter vorne bereits beschrieben wurde. Die Wand 17 weist mindestens
eine Öffnung 18 auf, die den Durchtritt der verwirbelten Gase in radialer Richtung
in das konzentrisch angeordnete Auspuffvolumen 10 erlaubt. Die mindestens eine Öffnung
18 in der Wand 17 weist einen Querschnitt A
4 auf. Diese Öffnung 18 kann ebenfalls mit einer blendenartigen Abdeckung versehen
werden, wie dies im Zusammenhang mit der Öffnung 9 beschrieben worden ist. In der
Regel sind die Öffnungen 9 und 18, wie aus den Fig. 2 und 4 ersichtlich, axial gegeneinander
versetzt, sodass die verwirbelten, in radialer Richtung strömenden Gase, nicht direkt
durch die Öffnungen 18 weiter in das Auspuffvolumen 10 strömen können. Es ist jedoch
auch vorstellbar, dass sich die Öffnungen 9 und 18 zumindest teilweise überlappen.
[0026] Das Zusatzvolumen 16 ist in der Fig. 2 nur in der oberen Zeichnungshälfte eingezeichnet.
Es kann sich, wie in Fig. 2 dargestellt nur um einen Teil des Umfangs des Zwischenvolumens
7 erstrecken, oder, wie in Fig. 4 dargestellt, das gesamte Zwischenvolumen 7 konzentrisch
umschliessen.
[0027] In der Regel wird auch bei dieser Ausführungsform der Hohlkontakt 2 zusammen mit
dem Anschlussstück 12 beim Ausschalten des Leistungsschalters in Richtung des Pfeils
3 nach links bewegt. Das Zwischenvolumen 7, Zusatzvolumen 16 und das Auspuffvolumen
10 sind im Innern des Löschkammerisolators 15 stationär angeordnet. In der Fig. 2
ist beispielsweise die Ausschaltstellung des Hohlkontaktes 2 dargestellt. Es ist aber
durchaus möglich, dass das Zwischenvolumen 7 und das Zusatzvolumen 16 mit dem Hohlkontakt
2 und dem Anschlussstück 12 eine gemeinsame Baugruppe bilden, sodass beim Ausschalten
das Zwischenvolumen 7 und das Zusatzvolumen 16 mit dem Hohlkontakt 2 zusammen durch
das stationär angeordnete Auspuffvolumen 10 bewegt wird. Ferner ist möglich, dass
das Auspuffvolumen 10 mit dem Zwischenvolumen 7 und dem Zusatzvolumen 16, dem Hohlkontakt
2 und dem Anschlussstück 12 zu einer gemeinsamen Baugruppe zusammengefasst wird, die
sich beim Ausschalten als Ganzes durch das Löschkammervolumen 14 nach links bewegt.
[0028] In der Fig. 4 deutet ein Pfeil 23 die Gasströmung aus dem Zwischenvolumen 7 und deren
Aufprall auf die Wand 17 des Zusatzvolumens 16 an. Zwei von der Aufprallstelle wegführende
kleine Pfeile 24 deuten das Verwirbeln des Gasstrahls an. Diese intensive Wirbelbildung
bewirkt einen besonders guten Wärmeübergang auf die Wand 17, wodurch das Volumen des
wirbelnden Gases vorteilhaft reduziert wird. Aus dem Zusatzvolumen 16 strömt das verwirbelte
Gas dann durch die Öffnungen 18 in das Auspuffvolumen 10, wie der Pfeil 21 andeutet.
Hier erfolgt dann nochmals ein Aufprall des Gasstrahls verbunden mit einer intensiven
Verwirbelung, wie bereits beschrieben. Bei dieser zweiten Ausführungsvariante des
Leistungsschalters wird das heisse Gas besonders gut gekühlt, da ein weiterer Aufprall
des Gases auf die zusätzliche Wand 17 und damit verbunden eine noch bessere Kühlwirkung
als bei der ersten Ausführungsvariante vorgesehen ist.
[0029] Die Wirkungsweise der zweiten Ausführungsform entspricht im wesentlichen der der
ersten Ausführungsform, wobei hier jedoch der aus dem Zwischenvolumen 7 in radialer
Richtung ausströmende Gasstrahl auf die Wand 17 des Zusatzvolumens 16 auftrifft und
durch diese unter einer intensiven Wirbelbildung abgelenkt wird. Diese Wirbelbildung
bewirkt einen besonders guten Wärmeübergang auf die Wand 17, wodurch das Volumen des
wirbelnden Gases nochmals vorteilhaft reduziert wird. Nach einer vergleichsweise kurzen
Verweilzeit im Zusatzvolumen 16 strömt das Gas durch die mindestens eine Öffnung 18
aus in das Auspuffvolumen 10. Dieses Ausströmen erfolgt in radialer Richtung. Der
so entstandene Gasstrahl trifft auf die Wand 11 des Auspuffvolumens 10 auf und wird
durch diese unter einer intensiven Wirbelbildung abgelenkt. Diese Wirbelbildung bewirkt,
wie bereits beschrieben, einen besonders guten Wärmeübergang auf die Wand 11, wodurch
das Volumen des wirbelnden Gases nochmals vorteilhaft reduziert wird. Das abgekühlte
Gas strömt nun zu der axial versetzten Öffnung 13 in der Wand 11. Diese Strömung verläuft
innerhalb des Auspuffvolumens 10 spiralförmig um die Längsachse 1 herum, wobei dem
Gas weiter Wärme entzogen wird. Aus dieser Öffnung 13 strömt das gekühlte Gas in das
Löschkammervolumen 14 aus, es steht dann für weitere Schaltvorgänge zur Verfügung.
[0031] Dabei werden beispielsweise die Volumina V
1,2,3,4 in Kubikmetern gemessen und die Querschnitte A
1,2,3,4 in Quadratmetern.
[0032] Die Fig. 5 zeigt einen stark vereinfacht und schematisch dargestellten Teilschnitt
durch den Auspuffbereich einer Löschkammer einer dritten Ausführungsform eines Leistungsschalters.
Diese dritte Ausführungsform der Löschkammer ist ebenfalls rotationssymmetrisch zur
Längsachse 1 aufgebaut und entspricht der ersten Ausführungsform im wesentlichen.
Die stichpunktierte Linie 25 deutet die Aussenkontur des Hohlkontakts 2 an, wobei
die Öffnungen zwischen dem Inneren des Hohlkontakts 2 und dem Zwischenvolumen 7 nicht
dargestellt sind. Diese dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform
durch die Ausbildung der Öffnung 9. Es ist hier beispielsweise vorgesehen, die Öffnungen
9 mittels einer lochblechartig ausgebildeten Blende, die mit einer Vielzahl von Öffnungen
9a,9b,usw. versehen ist, zu verschliessen, um so eine Vielzahl von radial gerichteten
Gasstrahlen zu erreichen. Diese Gasstrahlen prallen dann auf die Wand 11 auf und verwirbeln
sich an einer Vielzahl von Aufprallstellen, sodass dort eine besonders intensive Kühlung
des heissen Gases und damit verbunden eine besonders wirksame Volumenreduzierung des
Gases erfolgt.
[0033] Der Querschnitt A
2 der Öffnung 9 der ersten Ausführungsform ist hier auf eine Vielzahl kreisrunder Bohrungen
9a,9b,usw. verteilt. Es sind natürlich auch andere Ausgestaltungen der Öffnungen der
lochblechartigen Blende vorstellbar. Die Bohrungen 9a,9b,usw. weisen hier, wie den
Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist, einen einheitlichen Durchmesser D auf. Es ist jedoch
auch möglich, unterschiedliche Durchmesser D für die einzelnen Bohrungen 9a,9b,usw.
vorzusehen. Die Bohrungen 9a,9b,usw. weisen hier in axialer Richtung beispielsweise
einen Mittenabstand S auf. Es ist jedoch auch möglich, unterschiedliche Mittenabstände
S vorzusehen. Die Bohrungen 9a,9b,usw. sind in der Regel zylindrisch ausgeführt und
weisen zylindrische Seitenwände 26 auf. Zwischen der Aussenseite der Wand 8 des Zwischenvolumens
7 und der Innenseite der gegenüber liegenden Wand 11 des Auspuffvolumens 10 ist ein
Abstand H vorgesehen. Entscheidend für den Wirkungsgrad der Abkühlung des durch die
Bohrungen 9a,9b,usw. strömenden heissen Gases ist das Verhältnis H/D. Es wird bei
derartigen Leistungsschaltern im Normalfall ein Wert von H/D im Bereich von 5 bis
etwa 1,5 angestrebt. Als besonders günstig hat sich ein Wert von H/D = 2 erwiesen.
[0034] Für die Dimensionierung des axialen Mittenabstands S zwischen den Bohrungen 9a,9b,usw.
mit dem einheitlichen Durchmesser D hat sich folgende Beziehung als besonders günstig
erwiesen:

[0035] Der Mittenabstand zwischen den Bohrungen 9a,9b,usw. und einer weiteren, am Umfang
verschobenen Reihe Bohrungen wird so bestimmt, dass sich die Aufprallpunkte der durch
die Bohrungen strömenden Gasstrahlen auf der jeweils gegenüberliegenden Wand im für
die betreffende Anordnung optimalen Abstand S befinden. Wenn dieser Abstand S nicht
unterschritten wird, so ist sichergestellt, dass sich die um die Aufprallpunkte sich
ausbildenden Verwirbelungen nicht gegenseitig negativ beeinflussen, sodass auf alle
Fälle eine wirksame Abkühlung der Gase gewährleistet ist.
[0036] Soll die Abschaltleistung des Leistungsschalters weiter gesteigert werden, so können
auch die Bohrungen 9a,9b,usw. bezüglich Form, Grösse, Anordnung und Anzahl optimal
ausgestaltet und auf die jeweiligen Betriebsanforderungen abgestimmt werden. Eine
besonders gute Kühlleistung wird erreicht, wenn, wie in der Fig. 5 bei der Bohrung
9c dargestellt, die Seitenwand 27 abgeschrägt ausgeführt wird, wobei sich die Bohrung
9c in Strömungsrichtung der heissen Gase erweitert. Eine Abschrägung unter 45° Neigung
gegenüber der Mittelachse der jeweiligen Bohrung hat hierbei sich als besonders wirkungsvoll
herausgestellt.
[0037] Diese Bauart gemäss der beschriebenen dritten Ausführungsform kann auch zur Modifikation
der zweiten Ausführungsform des Leistungsschalters eingesetzt werden, und zwar kann
bei dieser sowohl die Wand 8 als auch die Wand 17 samt ihrem konstruktiven Umfeld
entsprechend mit Bohrungen ausgestaltet werden. Es ist aber auch möglich, nur eine
der beiden Wände 8 oder 17 entsprechend auszugestalten.
[0038] Die hier bis jetzt beschriebenen Ausführungsvarianten sind prinzipiell rotationssymmetrisch
aufgebaut. Wenn es die verfügbaren Platzverhältnisse erfordern, kann jedoch ohne weiteres
von der rotationssymmetrischen Ausbildung abgewichen werden und beispielsweise bei
der ersten Ausführungsvariante das Zwischenvolumen 7 als separate Baugruppe ausgebildet
werden, die ganz oder teilweise von der Rotationssymmetrie abweichend angeordnet ist.
Bei der zweiten Ausführungsvariante des Leistungsschalters kann beispielsweise das
Zusatzvolumen 16 als separate, ganz oder teilweise ausserhalb der Rotationssymmetrie
liegende Baugruppe ausgebildet werden. Bei dieser zweiten Ausführungsvariante ist
es aber auch möglich, sowohl das Zwischenvolumen 7 als auch das Zusatzvolumen 16 als
separate Baugruppen ausgebildet werden, die von der Rotationssymmetrie abweichen.
Allerdings ist bei allen diesen Varianten darauf zu achten, dass die weiter vorne
beschriebenen Verhältnisse zwischen den einzelnen Volumina V
1,
2,
3,
4 und den Querschnitten A
1,2,3,4 der Öffnungen 6,9 und 18 zwischen den entsprechenden Volumina eingehalten werden.
[0039] Die Querschnitte der Öffnungen 6,9 und 18 zwischen den entsprechenden Volumina können
auf sehr unterschiedliche Art gestaltet werden. Hier sind nur einige wenige Ausführungsbeispiele
angegeben. Ebenso lässt die Anordnung dieser Öffnungen eine Vielzahl von Varianten
zu. Wenn zum Beispiel die Löschkammer liegend betrieben wird, so können diese Öffnungen
überwiegend im oberen Teil des Auspuffbereichs angeordnet werden, um zu erreichen,
dass feste Schaltrückstände sich im unteren Teil des jeweiligen Volumens ablagern,
wo sie unschädlich sind.
[0040] Die bisher beschriebenen Ausführungsvarianten des Leistungsschalters weisen jeweils
nur ein Leistungskontaktstück pro Löschkammer auf, welches als rohrförmiger Hohlkontakt
2 ausgebildet ist. Soll eine weitere Leistungserhöhung des Leistungsschalters erzielt
werden, so wird auch die geometrische Ausbildung der Auspuffregion des dem ersten
Hohlkontakt 2 gegenüberliegenden zweiten Leistungskontaktstücks ähnlich ausgeführt,
wie die bereits beschriebenen Ausführungen, sodass auch auf dem Weg der auf der Seite
des zweiten Leistungskontaktstücks vom Lichtbogenraum in Richtung Auspuffvolumen 10
abgeführten heissen Gase eine ähnlich wirksame radiale Umlenkung und mindestens ein
erfindungsgemässes Zwischenvolumen angeordnet werden können. Werden die oben angegebenen
geometrischen Verhältnisse auch auf dieser Seite beachtet, so erhält man auch hier
eine ähnlich wirksame Kühlung der heissen Gase und damit verbunden eine weitere vorteilhafte
Reduktion des Gasvolumens. Ein Leistungsschalter, dessen Löschkammer bzw. Löschkammern
beidseitig mit dieser verbesserten Führung und Kühlung der heissen Gase versehen sind,
weist eine deutlich höhere Abschaltleistung auf, als ein herkömmlicher Leistungsschalter
mit den gleichen Abmessungen.
[0041] Bei herkömmlichen Leistungsschaltern, die schon in Schaltanlagen im Einsatz stehen,
ist es möglich bei Revisionen, wenn der geometrische Aufbau dies mit vernünftigem
Aufwand zulässt, im Auspuffbereich in die Abströmung der heissen Gase in das Auspuffvolumen
ein zusätzliches Zwischenvolumen nachträglich einzubauen. Auf diese Art ist mit vergleichsweise
geringem Aufwand eine Erhöhung der Ausschaltleistung zu erreichen. Das erhöhte Leistungsschaltvermögen
der so modifizierten Leistungsschalter erlaubt es, die Übertragungsleistung eines
bestehenden Hochspannungsnetzes mit vorteilhaft geringem Aufwand zu steigern, da die
Investitionen für neue Leistungsschalter entfallen. Da die grosse Mehrheit der herkömmlichen
Löschkammern radialsymmetrisch aufgebaut ist, dürfte ein derartiges Nachrüsten, bzw.
ein derartiges nachträgliches Ertüchtigen eines Leistungsschalter vergleichsweise
einfach und mit vertretbarem Kostenaufwand vorteilhaft möglich sein.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0042]
- 1
- Längsachse
- 2
- Hohlkontakt
- 3
- Pfeil
- 4
- Umlenkung
- 5
- Pfeil
- 6
- Öffnungen
- 7
- Zwischenvolumen
- 8
- Wand
- 9
- Öffnung
- 9a,9b,usw.
- Bohrungen
- 10
- Auspuffvolumen
- 11
- Wand
- 12
- Anschlussstück
- 13
- Öffnung
- 14
- Löschkammervolumen
- 15
- Löschkammerisolator
- 16
- Zusatzvolumen
- 17
- Wand
- 18
- Öffnung
- 19-24
- Pfeile
- 25
- stichpunktierte Linie
- 26,27
- Seitenwand
- V1,2,3,4
- Volumina
- A1,2,3,4
- Querschnitte
- H
- Abstand
- S
- Mittenabstand
- D
- Durchmesser
1. Leistungsschalter, welcher mindestens eine mit einem Isoliergas gefüllte, entlang
einer Längsachse (1) erstreckte und im wesentlichen radialsymmetrisch aufgebaute,
einen Lichtbogenraum enthaltende Löschkammer mit mindestens zwei Leistungskontaktstücken
aufweist, wobei mindestens eines der Leistungskontaktstücke, als beweglicher oder
feststehender rohrförmiger Hohlkontakt (2) ausgebildet ist, welcher für die Ableitung
von heissen Gasen aus dem Lichtbogenraum in ein Auspuffvolumen (10) vorgesehen ist,
mit einer auf der dem Lichtbogenraum abgewandten Seite des Hohlkontaktes (2) angeordneten,
mit mindestens einer ersten Öffnung (6) des Hohlkontaktes (2) zusammenwirkenden, mit
einem Anschlussstück (12) verbundenen Umlenkung (4) für das radiale Umlenken der heissen
Gase in das Auspuffvolumen (10), welches durch mindestens eine zweite Öffnung (13)
mit einem Löschkammervolumen (14) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zwischen dem Hohlkontakt (2) und dem Auspuffvolumen (10) mindestens ein Zwischenvolumen
(7) vorgesehen ist.
2. Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) fest im Auspuffvolumen (10) und dieses im
Innern eines das Löschkammervolumen (14) begrenzenden Löschkammerisolators (15) stationär
angeordnet ist, wobei der Hohlkontakt (2) zusammen mit dem Anschlussstück (12) relativ
zu ihnen beweglich ist.
3. Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) fest mit dem Hohlkontakt (2) und mit dem
Anschlussstück (12) verbunden ist und mit diesen zusammen durch das stationär angeordnete
Auspuffvolumen (10) relativ zu diesem beweglich ist.
4. Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) fest mit dem Hohlkontakt (2) und mit dem
Anschlussstück (12) und dem Auspuffvolumen (10) verbunden ist und mit diesen zusammen
durch das Löschkammervolumen (14) relativ zu diesem beweglich ist.
5. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine erste Zwischenvolumen (7) konzentrisch zur Umlenkung (4) angeordnet
ist,
- dass das mindestens eine erste Zwischenvolumen (7) von einer ersten Wand (8) gegen das
Auspuffvolumen (10) begrenzt wird,
- dass die erste Wand (8) mindestens eine dritte, radial ausgerichtete Öffnung (9) aufweist,
welche das Zwischenvolumen (7) mit dem Auspuffvolumen (10) verbindet, und
- dass die erste Wand (8) aus einem gut wärmeleitenden Material besteht, insbesondere aus
einem Metall oder einem abdampfbaren Kunststoff.
6. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass mindestens ein zweites, als Zusatzvolumen (16) bezeichnetes, Zwischenvolumen konzentrisch
zwischen dem ersten Zwischenvolumen (7) und dem Auspuffvolumen (10) vorgesehen ist.
7. Leistungsschalter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zusatzvolumen (16) von der ersten Wand (8) gegen das Zwischenvolumen
(7) und von einer zweiten Wand (17) gegen das Auspuffvolumen (10) begrenzt wird,
- dass die zweite Wand (17) mindestens eine vierte, radial ausgerichtete Öffnung (18) aufweist,
welche das Zusatzvolumen (16) mit dem Auspuffvolumen (10) verbindet, und
- dass die zweite Wand (17) aus einem gut wärmeleitenden Material besteht, insbesondere
aus einem Metall oder einem abdampfbaren Kunststoff.
8. Leistungsschalter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die folgenden Verhältnisse eingehalten werden:



dabei ist: V
1 das Volumen innerhalb des Hohlkontaktes (2) und A
1 der Querschnitt der ersten Öffnung (6), V
2 das Volumen des Zwischenvolumens (7) und A
2 der Querschnitt der dritten Öffnung (9), V
3 das Volumen des Auspuffvolumens (10) und A
3 der Querschnitt der zweiten Öffnung (13).
9. Leistungsschalter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die folgenden Verhältnisse eingehalten werden:



und

dabei ist: V
1 das Volumen innerhalb des Hohlkontaktes (2) und A
1 der Querschnitt der ersten Öffnung (6), V
2 das Volumen des Zwischenvolumens (7) und A
2 der Querschnitt der dritten Öffnung (9), V
3 das Volumen des Auspuffvolumens (10) und A
3 der Querschnitt der zweiten Öffnung (13), V
4 das Volumen des Zusatzvolumens (16) und A
4 der Querschnitt der vierten Öffnung (18).
10. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine erste Öffnung (6) gegenüber der mindestens einen dritten Öffnung
(9) am Umfang so versetzt ist, dass ein radial gerichtetes, geradliniges Durchströmen
der heissen Gase durch das Zwischenvolumen (7) nicht möglich ist.
11. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine erste Öffnung (6) gegenüber der mindestens einen dritten Öffnung
(9) am Umfang so angeordnet ist, dass zumindest für einen Teil der heissen Gase ein
radial gerichtetes, geradliniges Durchströmen durch das Zwischenvolumen (7) möglich
ist.
12. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine vierte Öffnung (18) gegenüber der mindestens einen dritten Öffnung
(9) am Umfang und/oder in axialer Richtung so versetzt ist, dass ein radial gerichtetes,
geradliniges Durchströmen der heissen Gase durch das Zusatzvolumen (16) nicht möglich
ist.
13. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die mindestens eine vierte Öffnung (18) gegenüber der mindestens einen dritten Öffnung
(9) so angeordnet ist, dass zumindest für einen Teil der heissen Gase ein radial gerichtetes,
geradliniges Durchströmen durch das Zusatzvolumen (16) möglich ist.
14. Leistungsschalter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Volumen V1 innerhalb des Hohlkontaktes (2) 0,33 Liter und der Querschnitt A1 der ersten Öffnung (6) 1850 Quadratmillimeter beträgt,
- dass das Volumen V2 des Zwischenvolumens (7) 0,7 Liter und der Querschnitt A2 der dritten Öffnung (9) 3800 Quadratmillimeter beträgt, und
- dass das Volumen V3 des Auspuffvolumens (10) 8 Liter und A3 der Querschnitt A3 der zweiten Öffnung (13) 4000 Quadratmillimeter beträgt.
15. Leistungsschalter nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Öffnung (9) mit einer eine Vielzahl von Bohrungen (9a,9b,usw.) aufweisenden Blende
verschlossen ist.
16. Leistungsschalter nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zwischen der Aussenseite der Wand (8) und der Innenseite der dieser gegenüberliegenden
Wand (11) ein senkrechter Abstand H vorgesehen ist,
- dass die Bohrungen (9a,9b,usw.) jeweils einen Durchmesser D aufweisen, und
- dass ein Verhältnis H/D im Bereich von 5 bis 1,5 vorgesehen ist.
17. Leistungsschalter nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zwischen den Bohrungen (9a,9b,usw.) ein axialer Mittenabstand S vorgesehen ist, der
nach folgender Beziehung bestimmt wird:

18. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Bohrungen (9a,9b,usw.) abgeschrägte Seitenwände (27) aufweisen, sodass sich die
Bohrungen (9a,9b,usw.) in Strömungsrichtung des heissen Gases erweitern.
19. Leistungsschalter nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Seitenwände (27) der sich erweiternden Bohrungen (9a,9b,usw.) einen Winkel im
Bereich von 35° bis 50°, vorzugsweise jedoch einen Winkel von 45°, gegenüber der Längsachse
der Bohrungen (9a,9b,usw.) aufweisen.
20. Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
- dass weitere, gegenüber den Bohrungen (9a,9b,usw.) am Umfang verschobene Bohrungen, so
angeordnet sind, dass die Aufprallpunkte der durch die Bohrungen strömenden Gasstrahlen
auf der gegenüberliegenden Wand allseitig den Abstand S haben.
21. Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das mindestens eine Zwischenvolumen (7) so ausgebildet ist, dass es nachträglich
in bereits in Betrieb stehende Leistungsschalter einbaubar ist.