[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Montage eines Anschlusselementes an einem
Bauelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung zur Kodierung
eines Anschlusselementes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 3.
[0002] Zur automatischen Montage von Stiftleisten auf Leiterplatten werden nach dem Stand
der Technik Pick- und Place-Elemente eingesetzt, welche nach Art der Fig. 10 ausgebildet
sein können. Diese Pick- und Place-Elemente weisen eine Ansaugfläche auf, die dazu
dient, das gesamte Bauelement mit Hilfe eines Vakuumgreifers zu fassen und auf der
Leiterplatte abzusetzen.
[0003] Dieses Verfahren hat sich an sich gut bewährt.
[0004] Zur Kodierung der Stiftleisten ist ferner es bekannt, in Nuten oder Schlitze der
Stiftleiste einzelne Kodierelemente, insbesondere Kodierstifte, einzusetzen und derart
eine Kodierung der Stiftleiste vorzunehmen, welche mit einer korrespondierenden Kodierung
einer Buchsenleiste zusammenwirkt.
[0005] Diese Handhabung der Kodierung ist bisher relativ aufwendig.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die Kodierung des Anschlusselementes, beispielsweise
die Kodierung einer Stiftleiste, zu vereinfachen.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] Nach der Erfindung sind an der Montagevorrichtung Kodierelemente zur Kodierung des
Anschlusselementes angeordnet.
[0010] Auf diese Weise werden die Aufgaben "Montage der Stiftleiste" auf der Leiterplatze"
und "Kodierung der Stiftleiste" in einfacher Weise miteinander kombiniert, was insbesondere
die Kodierung vereinfacht, da die an der Montagevorrichtung angeordneten Kodierelemente
zur Kodierung des Anschlusselementes, insbesondere der Stiftleiste, nutzbar sind.
[0011] Vorzugsweise weist die Montagevorrichtung eine Basis auf.
[0012] Die Erfindung schafft nach einem auch unabhängig zu betrachtenden Ausführungsform
auch eine Vorrichtung zur Kodierung eines Anschlusselementes, insbesondere eine Vorrichtung
zur Kodierung einer Stiftleiste für eine Leiterplatte, die an dem Anschlusselement
anbringbar ist, wobei die Kodiervorrichtung eine Basis aufweist, an der insbesondere
lösbare Kodierelemente zur Kodierung des Anschlusselementes angeordnet sind. Diese
Kodiervorrichtung ist wesentlich einfacher handhabbar als die nach dem Stand der Technik
bekannten Kodierstifte.
[0013] Die Basis kann beispielhaft als ebenes Element - mit Pick- and Place-Funktion - oder
auch als Rahmen ausgebildet sein.
[0014] Insbesondere ist die Basis als Pick- und Place-Element ausgebildet, vorzugsweise
mit einer Vakuum-Saugfläche zum Ansetzen eines Vakuum-Saugelementes.
[0015] Besonders bevorzugt sind die Kodierelemente lösbar am Pick- und Place-Element angeordnet,
insbesondere an dieses angeformt, so daß sie beim Kodieren von dem Pick- und Place-Element,
das als Wegwerfartikel nach der Montage nicht mehr benötigt wird, auf einfache Weise
abgetrennt werden können.
[0016] Nach einer konstruktiv besonders vorteilhaften Ausgestaltung sind die Kodierelemente
als Kodierstifte ausgebildet und die Stiftleiste weist ein Gehäuse auf, wobei wenigstens
eine Seitenwand des Gehäuses mit Schlitzen zur Aufnahme der Kodierstifte versehen
ist. Die Kodierelemente werden ferner bevorzugt senkrecht oder parallel zur Basis
ausgerichtet.
[0017] Dabei sind die Kodierelemente vorzugsweise kürzer als die Schlitze ausgebildet sowie
mit einem Werkzeug vom Pick- und Place-Element bzw. Element lösbar und in den Schlitzen
verschieblich. Diese Variante der Erfindung ermöglicht ― vorzugsweise nach dem Aufsetzen
und Verlöten der Stiftleiste auf die bzw. der Leiterplatte - ein einfaches "Aktivieren"
der Kodierung z..B. mittels eines Schraubendrehers.
[0018] Dabei ist es denkbar, daß sich das Pick- und Place-Element über die gesamte Länge
der Ausnehmung und sämtliche Schlitze oder nur über einen Teil der Ausnehmung und
einen Teil der Schlitze erstreckt.
[0019] Bevorzugt sind die Kodierelemente werkzeuglos von der Basis lösbar, z.B. indem die
Basis im gesteckten Zustand abgedreht wird. In diesem Fall ist bevorzugt vorgesehen,
unterschiedliche "vorkodierte" Basisvarianten vorzufertigen.
[0020] Vorteilhaft sind ferner eine Kodierschablone zur Verhinderung von Fehlkodierungen.
Diese wird vorzugsweise auf der Basis oder aber auf der Stiftleiste oder extern (Aufnahme
der Montagevorrichtung) zentriert.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Montagevorrichtung;
- Fig. 2
- eine Stiftleiste mit der Montagevorrichtung aus Fig. 1;
- Fig. 3
- das Aktivieren der Kodierelemente an der Stiftleiste mit Hilfe eines Schraubendrehers;
- Fig. 4
- die mit Kodierelementen versehene Stiftleiste aus Fig. 3;
- Fig. 5
- eine zweite erfindungsgemäße Montagevorrichtung;
- Fig. 6
- die Stiftleiste aus Fig. 5 mit der Montagevorrichtung aus Fig. 5 und aktivierten Kodierelementen;
- Fig. 7
- eine Kodierschablone und eine Basis mit Kodierelementen;
- Fig. 8,9
- jeweils eine als Rahmen ausgebildete Basis mit daran angeformten Kodierelementen;
- Fig. 10
- eine auf eine Leiterplatte aufgesetzte Buchsenleiste und eine zugehörige Stiftleiste;
- Fig. 11
- ein Pick- and Place-Pad nach dem Stand der Technik.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zur Montage einer Anschlusselement an einem hier
nicht dargestellten Bauelement wie einer Leiterplatte, die als Pick- und Place-Element
2 (englisch: Pick- and Place-Pad; deutsch: Aufnahme- und Plazierelement) 2 ausgebildet
ist, das an dem Anschlusselement, hier einer Stiftleiste 3 - siehe Fig. 2 - anbringbar
ist und eine Vakuum-Saugfläche 4 aufweist. Die Vakuum-Saugfläche 4 dient zum Ansetzen
eines - hier nicht dargestellten - Vakuum-Saugelementes, mit dem das Pickund Place-Element
2 zusammen mit der Stiftleiste 3 aufnehmbar und auf ein Bauteil wie eine Leiterplatte
aufsetzbar ist (hier ebenfalls nicht dargestellt).
[0023] Die Stiftleiste 3 weist an der Unterseite ihres hier in Draufsicht rechteckigen Gehäuses
5 Stifte 6 (siehe auch Fig. 10) zum Eingriff in entsprechend geformte Löcher der Leiterplatte
auf, welche z.B. an der Leiterplatte festgelötet werden können.
[0024] An seiner der Leiterplatte gegenüber liegenden Seite ist das Gehäuse 5 mit einer
Öffnung 7 - siehe Fig. 4 - zum Einsetzen einer komplementär geformten Buchsenleiste
(hier nicht dargestellt) versehen. Es wäre auch denkbar, eine Buchsenleiste auf eine
Leiterplatte aufzusetzen und diese entsprechend zu kodieren (hier nicht dargestellt).
[0025] Eine der beiden längeren Seiten des in Draufsicht rechteckigen Gehäuses 5 weist mehrere
nebeneinander angeordnete Schlitze oder Nuten 8a bis 8p auf, welche sich von der Öffnung
7 aus in die Seitenwand des Gehäuses 5 hinein erstrecken.
[0026] Die Montagevorrichtung - hier das Pick- und Place-Element 2 - weist eine die Ausnehmung
seitlich überragende rechteckige Basis 9 auf, welche hier mit einem Ansatz 10 versehen
ist, welcher an die Größe der Öffnung 7 angepasst und in dieser festklemmbar ist.
Die Vakuum-Saugfläche 4 befindet sich bei diesem Ausführungsbeispiel an der ebenen
Basis 9 auf der von der Stiftleiste 3 abgewandten Außenseite des Pick- und Place-Elements
2.
[0027] An das Pick- und Place-Element 2, hier an den Ansatz 10 der Basis 9, sind lösbare
Kodierelemente, hier Kodierstifte 11 a-q angeformt (z.B. angespritzt), welche sich
hier zu dieser senkrecht erstrecken und die etwas kürzer sind als die Schlitze 8a-p.
[0028] Beim Aufsetzen des Pick- und Place-Elements 2 auf die Stiftleiste 3 greifen die Kodierstifte
11a-p jeweils in den zugehörigen Schlitz 8 ein. Mit einem Werkzeug wie einem Schraubendreher
lassen sich die Kodierstifte 11 etwas im jeweiligen Schlitz 4 nach unten drücken -
Fig. 3 - und vom Pick- und Place-Element 2 lösen, z.B. an einer Sollbruchstelle zur
Basis 9 hin.
[0029] Wird das Pick- und Place-Element 2 - vorzugsweise nach dem Bestück- und Lötvorgang
- von der Stiftleiste 3 abgenommen, werden die übrigen Kodierstifte 11 mit gelöst
bzw. zusammen mit dem Pick- und Place-Element 2 entfernt und es verbleiben lediglich
die hier zur Kodierung benötigten und mit dem Schraubendreher "aktivierten" Kodierstifte
- hier 11c und 11e - in den Schlitzen oder Nuten 8c und 8e und bilden derart die Kodierung
der Stiftleiste 3 aus.
[0030] Nach Fig.5 und 6 erstreckt sich das Pick- und Place-Element 2 nicht über die gesamte
Länge der Stiftleiste 3 sondern nur über einen Teil derselben. So sind hier nur sechs
Kodierstifte 11a-f am Pick- und Place-Element 2 ausgebildet, was die u.a. Kodiervariantenzahl
verringert. Ansonsten entsprechen Funktion und Montage der Stiftleiste und der Kodierstifte
11a-f dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4.
[0031] Fig. 7 zeigt eine Kodierschablone 12, welche über eine Basis 9 mit daran angeformten
Kodierstiften 11 steckbar ist und an den Stellen Freimachungen 13 aufweist, wo Kodierstifte
11 entsprechend der vorzunehmenden Kodierung von der Basis 9 abgetrennt werden sollen.
[0032] Fig. 8,9 zeigen jeweils als Alternative zum Pick- and Place-Pad eine als Rahmen 14
ausgebildete Basis 9 mit daran angeformten Kodierstiften 11.
[0033] Fig. 10 zeigt ergänzend das Zusammenspiel aus der auf eine Leiterplatte 15 aufgesetzten
Buchsenleiste 16 und einer zugehörigen Stiftleiste 3.
[0034] Fig. 11 zeigt ein Pick- und Place-Element 2 nach dem Stand der Technik ohne Kodierstifte.
Bezugszeichen
[0035]
- Montagevorrichtung
- 1
- Pick- und Place-Element
- 2
- Stiftleiste
- 3
- Vakuum-Saugfläche
- 4
- Gehäuse
- 5
- Stifte
- 6
- Öffnung
- 7
- Schlitze
- 8a bis 8p
- Basis
- 9
- Ansatz
- 10
- Kodierstifte
- 11 a-p
- Kodierschablone
- 12
- Freimachungen
- 13
- Rahmen
- 14
- Leiterplatte
- 15
- Buchsenleiste
- 16
1. Vorrichtung zur Montage eines Anschlusselementes (3) an einem Bauelement, insbesondere
Vorrichtung zur Montage einer Stiftleiste (3) an einer Leiterplatte (15), die an dem
Anschlusselement (3) anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Montagevorrichtung Kodierelemente ( 11 ) zur Kodierung des Anschlusselementes
(3) angeordnet sind.
2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montagevorrichtung eine Basis (9) aufweist.
3. Vorrichtung zur Kodierung eines Anschlusselementes (3), insbesondere Vorrichtung zur
Kodierung einer Stiftleiste (3) für eine Leiterplatte (15), die an dem Anschlusselement
(3) anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodiervorrichtung eine Basis aufweist, an der insbesondere lösbare Kodierelemente
(11) zur Kodierung des Anschlusselementes (3) angeordnet sind.
4. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis als Rahmen (14) ausgebildet ist.
5. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis als Pick- und Place-Element (2) ausgebildet ist, vorzugsweise mit einer
Vakuum-Saugfläche (4) zum Ansetzen eines Vakuum-Saugelementes.
6. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierelemente ( 11 ) lösbar am Pick- und Place-Element (2) angeordnet sind.
7. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierelemente (11) lösbar an das Pickund Place-Element (2) angeformt sind.
8. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierelemente ( 11 ) als Kodierstifte (11) ausgebildet sind.
9. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kodierelemente (11) senkrecht zur Basis (9) erstrecken.
10. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierelemente (11) parallel zur Basis (9) ausgerichtet sind.
11. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stiftleiste (3) ein Gehäuse (5) aufweist, in welche das Pick- und Place-Element
eingreift, wobei wenigstens eine Seitenwand des Gehäuses (5) mit Schlitzen oder Nuten
(8) zur Aufnahme der Kodierstifte (11) versehen ist.
12. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (9) des Pick- und Place-Elements (2) einen Ansatz (10) aufweist, welcher
an die Größe der Öffnung (7) angepasst und in dieser festklemmbar ist.
13. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierelemente (11a-q) kürzer als die Schlitze oder Nuten (8) ausgebildet und
mit einem Werkzeug vom Pick- und Place-Element (2) lösbar und in den Schlitzen oder
Nuten (8) verschieblich sind.
14. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Pick- und Place-Element (2) über die gesamte Länge der Ausnehmung (7) und
sämtliche Schlitze oder Nuten (8) oder über einen Teil der Ausnehmung und einen Teil
der Schlitze oder Nuten (8) erstreckt.
15. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierelemente, insbesondere die Kodierstifte vorzugsweise zur Basis 9 hin (11)
Sollbruchstellen aufweisen.
16. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stiftleiste (3) Stifte (6) zum Eingriff in entsprechend geformte Löcher der Leiterplatte
aufweist, welche an der Leiterplatte (15) fixierbar sind.
17. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierelemente werkzeuglos von der Basis (9) lösbar sind.
18. Montage- oder Kodiervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Kodierschablone (12).
19. Montagevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierschablone (12) auf der Basis oder auf der Stiftleiste (3) oder extern zentriert
wird.