(19)
(11) EP 1 405 369 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.05.2006  Patentblatt  2006/22

(21) Anmeldenummer: 02738014.6

(22) Anmeldetag:  30.04.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01Q 1/50(2006.01)
H01P 1/202(2006.01)
H01P 1/30(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2002/004761
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/007424 (23.01.2003 Gazette  2003/04)

(54)

BREITBANDIGE BLITZSCHUTZVORRICHTUNG

BROAD-SCALE LIGHTENING PROTECTION DEVICE

DISPOSITIF PARAFOUDRE A LARGE BANDE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB

(30) Priorität: 10.07.2001 DE 10133359

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.04.2004  Patentblatt  2004/15

(73) Patentinhaber: Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
81671 München (DE)

(72) Erfinder:
  • MOLL, Ludwig
    82399 Raisting (DE)

(74) Vertreter: Körfer, Thomas 
Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, Sonnenstrasse 33
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 978 894
GB-A- 2 189 942
US-A- 4 542 358
FR-A- 2 571 550
US-A- 3 970 969
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine breitbandige Blitzschutzvorrichtung für Hochfrequenzleitungen.

    [0002] Blitzschutzvorrichtungen für Hochfrequenzleitungen werden beispielsweise benötigt, um Fernseh- und Rundfunk-Sendeanlagen bei einem Einschlag eines Blitzes in einen Sendemast vor Beschädigungen zu schützen. Übliche Blitzschutzvorrichtungen sind beispielsweise aus Werner Gierlach, "Das DARC Antennen Buch", Kap. 9.1 "Blitzschutz", DARC-Verlag, 1999, ISBN 3-88692-28-3 bekannt.

    [0003] Ein Problem dabei ist, daß der Blitzschutz entweder ungenügend ist oder für eine Änderung der Frequenz eine entsprechende Kanalabstimmung der Blitzschutzvorrichtung erfolgen muß. Breitbandige Blitzschutzvorrichtungen oder T-Verbindungen sind z.B. aus EP-A-0 978 894, US-A-3,970,969, US-A-4,542,358 und GB-A-2 189 942 bekannt.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine alternative Blitzschutzvorrichtung zu schaffen, welche eine geringe breitbandige Durchgangsdämpfung und einen minimalen Reflexionsfaktor für das Hohfrequenzsignal aufweist.

    [0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.

    [0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen breitbandigen Blitzschutzvorrichtung möglich.

    [0007] Insbesondere ist es vorteilhaft, die Wellenwiderstände der Teilstrecken des Blitzschutzes so auszulegen, daß zwischen den Anschlüssen der Blitzschutzvorrichtung an die Hochfrequenzleitung ein Gesamtwellenwiderstand ausgebildet ist, der identisch mit dem Wellenwiderstand der Hochfrequenzleitung ist.

    [0008] Eine erfindungsgemäße Blitzschutzvorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blitzschutzvorrichtung;
    Fig.2
    eine erste Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Blitzschutzvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel;
    Fig. 3
    eine zweite, um 90° gedrehte Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Blitzschutzvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel;
    Fig. 4
    eine Darstellung einer Stirnseite des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Blitzschutzvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel;
    Fig. 5
    ein zweites Ausführungsbeispiel mit in einer Ebene angeordnetem Wellenleiter und Stichleitung; und
    Fig. 6
    eine drittes Ausführungsbeispiel mit in einer Ebene angeordnetem Wellenleiter und Stichleitung.


    [0009] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blitzschutzvorrichtung 1. Die Außengeometrie der Blitzschutzvorrichtung 1 wird dabei durch einen im wesentlichen quaderförmigen Blitzschutzträger 2 vorgegeben, an dem an zwei gegenüberliegenden Seitenflächen ein Eingangs- und ein Ausgangsanschluß 3a und 3b angeordnet sind. An dem Eingangs- und Ausgangsanschluß 3a und 3b ist eine nicht dargestellte Hochfrequenzleitung anschließbar, beispielsweise eine Koaxialleitung. Mittels eines Gehäusedeckels 4 wird der Blitzschutzträger 2 geschlossen. Zur Befestigung des Gehäusedeckels 4 sind mehrere Verschraubungen vorgesehen, die etwa gleichmäßig über alle Auflageflächen des Gehäusedeckels 4 an dem Blitzschutzträger 2 verteilt sind.

    [0010] Bei Verwendung von Koaxialleitern als Hochfrequenzleitungen weisen der Eingangs- und Ausgangsanschluß 3a und 3b einen nicht dargestellten Mittelkontakt auf. Die Verbindung der beiden Mittelkontakte des Eingangs- und des Ausgangsanschlusses 3a und 3b erfolgt über einen Wellenleiter 5. Der Wellenleiter 5 verläuft in zwei parallel zueinander in den Blitzschutzträger 2 eingearbeiteten Schächten 6a und 6b und ist mittels einer Lötverbindung 7 mit den Mittelkontakten der Eingangs- und Ausgangsanschlüsse 3a und 3b verbunden.

    [0011] In der Mitte zwischen den beiden Anschlüssen 3a und 3b ist ein Stichleiter 8 mit dem Wellenleiter 5 verbunden. Der Wellenleiter 5 und der Stichleiter 8 sind vorzugsweise einstückig ausgebildet. Im Bereich der Verbindungsstelle 9 ist eine Bohrung 10 in den Wellenleiter 5 eingebracht, die der Aufnahme eines Zapfens eines isolierenden Abstandshalters 11 dient. Der Abstandshalter 11 ist zwischen dem Wellenleiter 5 und einem Trennsteg 12 angeordnet und beispielsweise aus Teflon gefertigt. Der Trennsteg 12 trennt die beiden Schächte 6a und 6b voneinander und wird durch Ausarbeiten der Schächte 6a und 6b in dem Blitzschutzträger 2 ausgebildet.

    [0012] In der in Fig. 2 dargestellten Seitenansicht der Blitzschutzvorrichtung 1 ist zu erkennen, daß der Wellenleiter 5 zwei Wellenleiterteilstrecken 13a und 13b aufweist, die symmetrisch in dem Blitzschutzträger 2 angeordnet sind und gemeinsam eine U-förmige Geometrie ausbilden. Die beiden Schächte 6a und 6b sind an einer ersten Stirnseite 14 des Blitzschutzkörers 2 geschlossen. Zu der gegenüberliegenden zweiten Stirnseite 15 hin sind die beiden Schächte 6a und 6b offen. Das der zweiten Stirnseite 15 zugewandte Ende des Trennstegs 12 ist von der zweiten Stirnseite 15 beabstandet, so daß sich bei montiertem Gehäusedeckel 4 zwischen dem stirnseitigen Ende des Trennstegs 12 und dem Gehäusedeckel 4 ein Verbindungsschacht ergibt, dessen Breite der Breite der beiden Schächte 6a und 6b entspricht.

    [0013] Der Wellenleiter 5 ist in dem sich so ergebenden ebenfalls U-förmigen Schacht, bestehend aus den beiden parallelen Schächten 6a und 6b sowie deren Verbindungsschacht symmetrisch angeordnet. Die Begrenzungsflächen des aus einem leitenden Material gefertigten Blitzschutzträgers 2 liegen auf Massepotential und sind über die Anschlüsse 3a und 3b mit der Abschirmung der als Koaxialleitung ausgeführten Hochfrequenzleitung verbunden. Der Wellenleiter 5 bildet somit zusammen mit den Begrenzungsflächen der Schächte 6a und 6b sowie dem stirnseitigen Ende des Trennstegs 12 einerseits und dem Gehäusedeckel 4 andererseits eine Triplate-Leitung aus. Der Wellenleiter 5 weist eine über seine Gesamtlänge konstante Materialstärke d auf und kann damit aus einer Blechtafel entsprechender Dicke durch Stanzen oder Schneiden und anschließendes Biegen gefertigt werden.

    [0014] In Fig. 3 ist die erfindungsgemäße Blitzschutzvorrichtung 1 in einer stirnseitigen Ansicht dargestellt. Darin ist eine Ausnehmung 16 gezeigt, durch die ein von der den parallen Schächten 6a und 6b gegenüberliegenden Seite offener weiterer Schacht 17 in den Blitzschutzträger 2 eingebracht ist. Der in diesem weiteren Schacht 17 verlaufenden Stichleiter 8 verläuft ausgehend von der Verbindungsstelle 9 bis zu Mitte des weiteren Schachts 17 entlang der Mittelachse 18 der Blitzschutzvorrichtung 1 und von dort bis zu seinem Ende parallel zu den Wellenleiterteilstrecken 13a und 13b, wie in Fig. 4 dargestellt. Bei aufgesetztem Gehäusedeckel 4 bildet der Stichleiter 8 ebenfalls eine Triplate-Leitung.

    [0015] Zwischen den parallelen Schächten 6a und 6b und dem in seiner Längsausdehnung ebenfalls hierzu parallelen weiteren Schachts 17 ist ein weiterer Steg 19 ausgebildet.

    [0016] In Fig. 4 ist eine weitere Seitenansicht dargestellt, die bezüglich der ersten Seitenansicht aus Fig. 2 um 180° um die Längsachse der Blitzschutzvorrichtung 1 gedreht ist. Der Stichleiter 8 verläuft entlang einer Mittelachse 23 der Blitzschutzvorrichtung 1 in dem weiteren Schacht 17. Der weitere Schacht 17 ist an seinem von der Verbindungsstelle 9 abgewandten Ende zur der Stirnseite 14 der Blitzschutzvorrichtung 1 geschlossen. In dem weiteren Schacht 17 ist auf seiner geschlossenen Seite ein Plateau 20 herausgearbeitet, in das eine mit der Breite des Stichleiters 8 korrespondierende Nut 21 eingebracht ist. Die Höhe des Plateaus 20 ist dabei so bemessen, daß der Stichleiter 8 mittels eines nicht dargestellten Klemmstegs, der über in dem Plateau 20 eingearbeitete Gewindebohrungen 22 zu befestigen ist, mit dem Blitzschutzträger 2 zu verbinden.

    [0017] Die Dickenausdehnung des Stichleiters 8 ist identisch mit der Materialstärke d des Wellenleiters 5, so daß Wellenleiter 5 und Stichleiter 8 in einem gemeinsamen Prozeß gefertigt werden können. Insbesondere ergibt sich durch den einteiligen Leiter, also Wellenleiter 5 und Stichleiter 8 der Vorteil, daß an der Verbindungsstelle 9 keine Übergangswiderstände auftreten.

    [0018] Die Dimensionierung der Breite und Länge des Welleneleiters 5 und des Stichleiters 8 bei festgelegte Materialstärke d erfolgt so, daß der Wellenwiderstand der Wellenleiterteilstrecke 13a gleich dem Wellenwiderstand der Wellenleiterteilstrecke 13b ist. Die beiden Wellenwiderstände der Wellenleiterteilstrecken 13a und 13b sind dabei niedriger als der Wellenwiderstand der anzuschließenden Hochfrequenzleitung. Für eine Koaxialleitung als Hochfrequenzleitung mit einem Wellenwiderstand von 50 Ω sind die Wellenwiderstände der Wellenleiterteilstrecken 13a und 13b z.B. ca. 45 Ω.

    [0019] Der Wellenwiderstand des Stichleiters 8 ist dagegen deutlich erhöht gegenüber dem Wellenwiderstand der Hochfrequenzleitung, im angegebenen Zahlenbeispiel etwa 95 Ω. Durch diese Kombination ergibt sich für den Frequenzbereich von 470 MHz bis 862 MHz ein Wellenwiderstand für die gesamte Blitzschutzvorrichtung von 50 Ω. Ein über die Hochfrequenzleitung transportiertes HF-Signal "sieht" also die Blitzschutzvorrichtung 1 als ein durchgehendes Hochfrequenzleitungsstück mit einem Wellenwiderstand von 50 Ohm.

    [0020] Neben der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Lösung zu Anordnung des Wellenleiters 5 und des Stichleiters 8 sind unter Beibehaltung der Bedingungen für die Wellenwiderstände auch andere geometrische Ausprägungen möglich. Zwei solcher Beispiele sind in den Fig. 5 und 6 dargestellt.

    [0021] In Fig. 5 besteht der Wellenleiter 5' wiederum aus zwei Wellenleiterteilstrecken 13a' und 13b', die in zwei Schächten 6a' und 6b' angeordnet sind. An der Verbindungsstelle 9' zweigt der Stichleiter 8' ab. Die beiden Wellenleiterteilstrecken 13a' und 13b' und der Stichleiter 8' sind in einem Abschnitt a parallel zueinander angeordnet.

    [0022] Zur Verringerung des benötigten Bauraums ist der Stichleiter 8' an seinem von der Verbindungsstelle 9' abgewandten Ende gekrümmt ausgeführt. Das Ende ist in einer Nut 21' durch Klemmen fixiert. Der Stichleiter 8' ist in dem weiteren Schacht 17' angeordnet. Zwischen den Schächten 6a' und 17', sowie den Schächten 17' und 6b' sind Stege 19' ausgebildet, die zur Befestigung eines nicht dargestellten Gehäusedeckels mit Gewindebohrungen zur Aufnahme von Schrauben versehen sind. Die Geometrie der Schächte 6a' und 6b' ist so gewählt, daß der Wellenleiter 5' so darin angeordnet werden kann, daß sich zwischen dem Wellenleiter 5' und den Schachtwänden ein konstanter Abstand ergibt. Mit Ausnahme des Bereichs der Gewindebohrungen ist der Abstand auf beiden Seiten des Stichleiters 8' zur den Schachtwänden 16' des weiteren Schachts 17' ebenfalls konstant und auf beiden Seiten gleich groß.

    [0023] Zwischen den beiden parallelen Teilstücken der Wellenleiterteilstrecken 13a' und 13b' im Abschnitt a verlaufen die beiden Wellenleiterteilstrecken 13a' und 13b' jeweils entlang eines Kreisbogens, wobei die Mittelpunkte der beiden Kreisbögen Ma und Mb versetzt zu der Mittellinie 23' sind. Im Bereich der Verbindungsstelle 9' sind die beiden Wellenleiterteilstrecken 13a' und 13b' dadurch durch ein kurzes gerades Stück des Wellenleiters 5' miteinander verbunden. Der Verlauf von den Anschlußseiten 24a und 24b bis zu dem Abschnitt a folgt ebenfalls jeweils einem Kreisbogen.

    [0024] In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, wobei der Wellenleiter 5' mit dem Wellenleiter 5' der Fig. 5 identisch ist. Der Stichleiter 8'' verläuft jedoch entlang einer Mittellinie 23" bezüglich der der Wellenleiter symmetrisch ist.


    Ansprüche

    1. Breitbandige Blitzschutzvorrichtung für Hochfrequenzleitungen mit einem definierten Wellenwiderstand, wobei die Blitzschutzvorrichung (1) einen Wellenleiter (5) und einen davon abzweigenden Stichleiter (8) umfaßt, dessen von einer Verbindungsstelle (9) mit dem Wellenleiter (5) abgewandtes Ende mit einem Massepotential verbunden ist, wobei der Wellenleiter (5) der Blitzschutzvorrichtung (1) durch die Verbindungsstelle (9) in zwei Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) gegliedert ist und wobei der Wellenwiderstand des Stichleiters (8) gegenüber dem Wellenwiderstand der angeschlossenen Hochfrequenzleitung erhöht ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Wellenwiderstand der Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) gegenüber dem Wellenwiderstand der angeschlossenen Hochfrequenzleitung reduziert ist,
    daß die Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) und der Stichleiter (8) in jeweils einem eigenen Schacht (6a, 6b, 17) in einem Blitzschutzträger (2) der Blitzschutzvorrichtung angeordnet sind und
    daß die Schachtwände von den Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) und von dem Stichleiter (8) so beabstandet sind, daß der Wellenleiter (5) und der Stichleiter (8) als Triplate-Leitung ausgebildet sind.
     
    2. Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Wellenwiderstand der beiden Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) identisch ist.
     
    3. Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Verhältnis der Wellenwiderstände des Stichleiters (8) und der Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) so gewählt ist, daß der sich daraus ergebende effektive Wellenwiderstand der gesamten Blitzschutzvorrichtung (1) mit dem Wellenwiderstand der angeschlossenen Hochfrequenzleitung identisch ist.
     
    4. Blitzschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Längenausdehnung der Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) und die Längenausdehnung des Stichleiters (8) näherungsweise gleich sind.
     
    5. Blitzschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die beiden Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) gemeinsam eine U-förmige Geometrie ausbilden.
     
    6. Blitzschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im Bereich der Verbindungsstelle (9) von dem Stichleiter (8) und den Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) ein elektrisch isolierender Abstandshalter (11) zwischen dem Wellenleiter (5) und dem Blitzschutzträger (2) angeordnet ist.
     
    7. Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stichleiter (8) und die Wellenleiterteilstrecken (13, 13b) zumindest über eine Teil ihrer Längenausdehnung sich parallel erstrecken.
     
    8. Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das von dem Wellenleiter (5) abgewandte Ende des Stichleiters (8) mittels einer Klemmverbindung an dem Blitzschutzträger (2) fixiert ist.
     
    9. Blitzschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Materialstärke (d) des Wellenleiters (5) und des Stichleiters (8) identisch ist.
     
    10. Blitzschutzvorrichtung nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) und der Stichleiter (8) als Stanz-Biegeteil hergestellt ist.
     
    11. Blitzschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schachtwände gleichmäßig von den Wellenleiterteilstrecken (13a, 13b) und von dem Stichleiter (8) beabstandet sind.
     


    Claims

    1. Broadband lightning protection device for high-frequency lines with a defined surge impedance, wherein the lightning protection device (1) provides a waveguide (5) and a spur conductor (8) branching off therefrom, of which the end facing away from a connecting point (9) with the waveguide (5) is connected to an earth potential, and wherein the waveguide (5) of the lightning protection device (1) is subdivided through the connecting point (9) into two waveguide portions (13a, 13b), and wherein the surge impedance of the spur conductor (8) is increased by comparison with the surge impedance of the connected high-frequency line,
    characterised in that
    the surge impedance of the waveguide portions (13a, 13b) is reduced by comparison with the surge impedance of the connected high-frequency line, that the waveguide portions (13a, 13b) and the spur conductor (8) are each arranged in their own trunking channel (6a, 6b, 17) within a lightning-protection support (2) of the lightning protection device and
    that the trunking-channel walls are disposed at a distance from the waveguide portions (13a, 13b) and from the spur conductor (8) such that the waveguide (5) and the spur conductor (8) form a triplate conductor.
     
    2. Lightning protection device according to claim 1,
    characterised in that
    the surge impedance of the two waveguide portions (13a, 13b) is identical.
     
    3. Lightning protection device according to claim 1 or 2,
    characterised in that
    the ratio of the surge impedances of the spur conductor (8) and the waveguide portions (13a, 13b) is selected in such a manner that the resulting effective surge impedance of the lightning protection device (1) as a whole is identical to the surge impedance of the connected high-frequency line.
     
    4. Lightning protection device according to any one of claims 1 to 3,
    characterised in that
    the longitudinal extension of the waveguide portions (13a, 13b) and the longitudinal extension of the spur conductor (8) are approximately equal.
     
    5. Lightning protection device according to any one of claims 1 to 4,
    characterised in that
    the two waveguide portions (13a, 13b) join to form a U-shaped geometry.
     
    6. Lightning protection device according to any one of claims 1 to 5,
    characterised in that,
    in the region of the connecting point (9) of the spur conductor (8) and the waveguide portions (13a, 13b), an electrically-insulating spacer (11) is arranged between the waveguide (5) and the lightning-protection support (2).
     
    7. Lightning protection device according to claim 6,
    characterised in that
    the spur conductor (8) and the waveguide portions (13a, 13b) extend parallel to one another at least over part of their longitudinal extension.
     
    8. Lightning protection device according to claim 6 or 7,
    characterised in that
    the end of the spur conductor (8) facing away from the waveguide (5) is fixed by means of a clip connection to the lightning protection support (2).
     
    9. Lightning protection device according to any one of claims 1 to 8,
    characterised in that
    the material thickness (d) of the waveguide (5) and of the spur conductor (8) is identical.
     
    10. Lightning protection device according to claim 9,
    characterised in that
    the waveguide portions (13a, 13b) and spur conductor (8) are manufactured as a punched and bent part.
     
    11. Lightning protection device according to claims 1 to 10,
    characterised in that
    the trunking-channel walls are disposed at a uniform distance from the waveguide portions (13a, 13b) and spur conductor (8).
     


    Revendications

    1. Dispositif parafoudre à large bande pour des lignes haute fréquence avec une impédance caractéristique définie, où le dispositif parafoudre (1) comprend un guide d'ondes (5) et une ligne de branchement (8) partant de celui-ci, dont l'extrémité éloignée d'un emplacement de liaison (9) avec le guide d'ondes (5) est reliée à un potentiel de masse, où le guide d'ondes (5) du dispositif parafoudre (1) est divisé par l'emplacement de liaison (9) en deux trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b), et où l'impédance caractéristique de la ligne de branchement (8) est augmentée par rapport à l'impédance caractéristique de la ligne haute fréquence connectée, caractérisé en ce que l'impédance caractéristique des trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b) est réduite par rapport à l'impédance caractéristique de la ligne haute fréquence connectée, en ce que les trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b) et la ligne de branchement (8) sont disposés dans respectivement un puits propre (6a, 6b, 17) dans un support de parafoudre (2) du dispositif parafoudre, et en ce que les parois de puits sont espacés des trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b) et de la ligne de branchement (8) de telle sorte que le guide d'ondes (5) et la ligne de branchement (8) sont réalisés comme ligne triplaque.
     
    2. Dispositif parafoudre selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'impédance caractéristique des deux trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b) est identique.
     
    3. Dispositif parafoudre selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le rapport des impédances caractéristiques de la ligne de branchement (8) et des trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b) est sélectionné de telle sorte que l'impédance caractéristique effective qui en résulte de l'ensemble du dispositif parafoudre (1) est identique à l'impédance caractéristique de la ligne haute fréquence connectée.
     
    4. Dispositif parafoudre selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'extension longitudinale des trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b) et l'extension longitudinale de la ligne de branchement (8) sont approximativement égales.
     
    5. Dispositif parafoudre selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les deux trajets partiels de ligne d'ondes (13a, 13b) réalisent ensemble une géométrie en forme de U.
     
    6. Dispositif parafoudre selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il est disposé dans la zone de l'emplacement de liaison (9) de la ligne de branchement (8) et des trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b), une pièce d'écartement électriquement isolante (11) entre le guide d'ondes (5) et le support de parafoudre (2).
     
    7. Dispositif parafoudre selon la revendication 6, caractérisé en ce que la ligne de branchement (8) et les trajets partiels de ligne d'ondes (13a, 13b) s'étendent parallèlement au moins sur une partie de leur extension longitudinale.
     
    8. Dispositif parafoudre selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'extrémité de la ligne de branchement (8) éloignée du guide d'ondes (5) est fixée au moyen d'un assemblage par serrage au support de parafoudre (2).
     
    9. Dispositif parafoudre selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'épaisseur de matériau (d) du guide d'ondes (5) et de la ligne de branchement (8) est identique.
     
    10. Dispositif parafoudre selon la revendication 9, caractérisé en ce que les trajets partiels de guide d'ondes (13a, 13b) et la ligne de branchement (8) sont réalisés comme pièce de découpage et de flexion.
     
    11. Dispositif parafoudre selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les parois de puits sont espacées régulièrement des trajets partiels de ligne d'ondes (13a, 13b) et de la ligne de branchement (8).
     




    Zeichnung