[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Trimmen eines Tabakstrangs, insbesondere
in einer Zigarettenstrangmaschine, mit einem Strangbildungsmittel zur Bildung eines
getrimmten Tabakstranges. Ferner betrifft die Erfindung eine Verwendung einer Einrichtung
sowie eine Maschine der tabakverarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine.
[0002] Zigaretten werden im allgemeinen so hergestellt, daß ihr freies Kopfende, bei Filterzigaretten
das Brandende, eine Kopfverstärkung aufweist, die verhindert, daß Tabak aus dem Kopfende
ausfällt. Diese Kopfverstärkung besteht aus einem Bereich größerer Tabakdichte am
Kopfende der Zigarette. Zur Herstellung der Kopfverstärkung wird ein kontinuierlich
geförderter Tabakstrang, aus dem die Zigaretten hergestellt werden, vor der Überschußabnahme
und der Umhüllung mit einem Umhüllungsmaterialstreifen in regelmäßigen Abständen verdichtet,
so daß er in diesen verdichteten Bereichen mehr Tabak enthält als die zwischen diesen
Bereichen. Nach dem Umhüllen des Tabakstrangs mit einem Hüllmaterialstreifen werden
nacheinander stabförmige Abschnitte einfacher oder mehrfacher Gebrauchslänge abgetrennt,
die in eine queraxiale Förderrichtung umgelenkt und zu Filterzigaretten weiterverarbeitet
werden. Beim Abtrennen der stabförmigen Abschnitte vom laufenden Zigarettenstrang
bzw. Faserstrang ist es wichtig, daß der Trennschnitt jeweils möglichst genau in der
Mitte eines verdichteten Bereichs erfolgt, damit beide entstehenden Kopfenden der
stabförmigen Abschnitte mit optimalen Kopfverstärkungen versehen sind.
[0003] Bei der Zigarettenherstellung wird zur Bildung der Kopfverstärkungen der an einem
Saugstrangförderer aufgeschauerte Tabakstrang mittels eines Egalisators getrimmt.
Der Egalisator soll durch das Abtrimmen des überschüssigen Tabaks das gewünschte Zigarettengewicht
einstellen und gleichzeitig eine Kopfverstärkung realisieren. Ein Egalisator besteht
aus zwei Trimmerscheiben und einem Paddelrad, wobei die Trimmerscheiben formatabhängig
sind. Wahlweise sind die Trimmerscheiben mit Kopfverstärkertaschen versehen, so daß
die Randenden und/oder Mundstückenden der Tabakstücke verstärkt werden. Die Anzahl
der Taschen in den Trimmerscheiben ist von der Tabakstocklänge und von der Art der
Kopfverstärkung abhängig. Der überschüssige Tabak wird von einem unterhalb der Trimmerscheiben
angeordneten Paddelrad abgeschlagen bzw. abgetrennt. Der abgetrennte Tabak wird über
ein Rückförderband und eine Schüttelrinne zur Verteilerrückseite in einen Tabakspeicher
zurückgeführt. Eine weitere Methode, den Tabak zu trimmen und mit einer Kopfverstärkung
zu versehen, wird durch die sogen. Nockenkopfverstärkung realisiert. Der Tabak wird
mit einem glatten Trimmerscheibenpaar voregalisiert, mit einem Nocken an den Orten
der Kopfverstärkung verdichtet und anschließend mit dem glatten Trimmscheibenpaar
auf die richtige Höhe getrimmt.
[0004] Bei den bekannten Trimmervorrichtungen werden die Tabakfasern in den Bereichen der
gewünschten Kopfverstärkungen mechanisch stark beansprucht, so daß längere Tabakfasern
gebrochen werden und die Kopfenden anstatt einer höheren Füllkraft eine geringere
Füllkraft besitzen. Dies hat zur Folge, daß die Zigaretten weiche Enden aufweisen.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Tabakstrang bzw. Zigarettenstrang bereitzustellen, bei dem die Dichte bzw. die
Füllkraft des Tabaks an den Zigarettenenden gesteigert ist und die Tabakfasern schonend
behandelt werden.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Einrichtung der eingangs genannten Art, die
dadurch weitergebildet ist, daß das Strangbildungsmittel zur Bildung eines getrimmten
Tabakstrangs mit alternierend angeordneten getrimmten und nicht-getrimmten Bereichen
ausgebildet ist. Gemäß der Erfindung wird ein dem Strangbildungsmittel zugeförderter
Tabakstrang, der auch vorgetrimmt sein kann, durch eine vorgelagerte Trimmeinrichtung,
mit Bereichen versehen, die durch das Strangbildungsmittel getrimmt oder nicht getrimmt
werden. Während der Trimmung werden längere Tabakfasern an den Stellen, die nachfolgend
die Kopfenden von Zigaretten bilden, weder gebrochen noch komprimiert. Gleichzeitig
werden überschüssige Tabakfasern in den Bereichen, in denen die Tabakdichte niedrig
sein soll, durch das Abnahmemittel entfernt. Im Gegensatz zu den im Stand der Technik
bekannten Trimmverfahren und Trimmeinrichtungen weist das erfindungsgemäße Trimmsystem
keine Kompaktierungsmittel bzw. Komprimierungsmittel für die Kopfverstärkung auf.
Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Strangbildungsmittels kann sogar u.U. ein
Voregalisieren eines zu trimmenden Tabakstrangs entfallen. Die in den nicht-getrimmten
Bereichen angeordneten längeren Tabakfasern werden insgesamt schonend behandelt, da
gemäß der Erfindung keine Kompression oder Verdichtung vorgesehen ist, so daß die
längeren Fasern nicht gebrochen werden.
[0007] Dazu ist vorgesehen, daß das Strangbildungsmittel mit wenigstens einem Paar Trimmscheiben
und einem Abnahmemittel zum Entfernen von überschüssigem Tabak ausgebildet ist.
[0008] Die Tabakfasern in den nicht-getrimmten Bereichen werden insbesondere dann nicht
mechanisch beansprucht bzw. verdichtet, wenn wenigstens eine Trimmscheibe mit wenigstens
einer Ausnehmung und/oder wenigstens einer Abflachung versehen ist. Die Trimmscheiben
verdichten somit die Tabakfasern weder bei einer schneidenden noch überlappenden Anordnung
der Scheiben, wenn die Tabakfasern sich zwischen den Ausnehmungen bzw. Abflachungen
der beiden Trimmscheiben befinden.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, wenn mehrere Ausnehmungen und/oder mehrere Abflachungen,
insbesondere regelmäßig, an den Trimmscheiben angeordnet sind, so daß eine Zigarettenstrangmaschine
mit einer hohen Produktionsgeschwindigkeit betrieben werden kann.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Abnahmemittel mit
wenigstens einer Aussparung versehen ist, so daß aus dem Tabakstrang abschnittweise
überschüssiger Tabak leicht abgetrennt werden kann.
[0011] Ferner wird durch die erfindungsgemäße Aussparung erreicht, daß Tabakfasern aus den
die Kopfverstärkungen bzw. -enden bildenden nicht-getrimmten Bereichen nicht aus dem
Tabakstrang entfernt oder herausgeschlagen werden.
[0012] Bevorzugterweise sind wenigstens zwei Aussparungen am Abnahmemittel vorgesehen und/oder
regelmäßig am Abnahmemittel ausgebildet, so daß eine hohe Produktivität der Maschine
erreicht wird.
[0013] Insbesondere ist das Abnahmemittel ein Paddelrad.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Trimmscheiben und das Abnahmemittel, insbesondere
die Ausnehmungen und/oder die Abflachungen der Trimmscheiben und die wenigstens eine
Aussparung des Abnahmemittels, synchronisierbar sind, so daß ein Tabakstrang mit einer
hohen Fördergeschwindigkeit nach Durchlaufen des Strangbildungsmittels mit durch das
Strangbildungsmittel getrimmten und nicht-getrimmten Bereichen ausgebildet ist. Durch
die Synchronisation werden vor allem hohe Produktionsgeschwindigkeiten und ein einwandfreier
Betrieb der erfindungsgemäßen Einrichtung gewährleistet.
[0015] Darüber hinaus ist ein Voregalisierungsmittel für den mittels des Strangbildungsmittels
zu trimmenden Tabakstrang vorgesehen, so daß dem Strangbildungsmittel ein gleichmäßiger
Tabakstrang zugefördert wird. Mittels des Voregalisierungsmittels wird somit der Tabakstrank
vorgetrimmt.
[0016] Im weiteren ist in Förderrichtung des Tabakstrangs das Voregalisierungsmittel vor
dem Strangbildungsmittel angeordnet.
[0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Voregalisierungsmittel mittels eines
Trimmscheibenpaares, insbesondere mit glatten Scheiben und/oder einem Abnahmemittel,
vorzugsweise Paddelrad, ausgebildet.
[0018] Eine weitere Lösung besteht durch die Verwendung einer Einrichtung mit einem erfindungsgemäßen,
voranstehend beschriebenen Strangbildungsmittels in einer Maschine der tabakverarbeitenden
Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine. Zur Vermeidung von Wiederholungen
wird auf das voranstehend beschriebene Strangbildungsmittel ausdrücklich verwiesen.
[0019] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch eine Maschine der tabakverarbeitenden Industrie,
insbesondere Zigarettenstrangmaschine, die mit einer Einrichtung bzw. einem erfindungsgemäßen
Strangbildungsmittel zur Bildung eines getrimmten Tabakstrangs mit alternierend angeordneten
getrimmten und nicht-getrimmten Bereichen versehen ist.
[0020] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch
beschrieben, auf die im übrigen bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten, erfindungsgemäßen
Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Zigarettenstrangmaschine vom Typ "PROTOS" der
Anmelderin;
- Fig. 2
- eine perspektivische schematische Darstellung eines ersten erfindungsgemäßen Egalisators
und
- Fig. 3
- eine weitere perspektivische schematische Darstellung eines weiteren erfindungsgemäßen
Egalisators;
- Fig. 4a, 4b
- jeweils Draufsichten auf ein Trimmscheibenpaar und
- Fig. 5a, 5b
- jeweils eine Draufsicht auf ein Trimmscheibenpaar in einer alternativen Ausführung.
[0021] In den nachfolgenden Bezeichnungen sind gleiche oder gleichartige Elemente bzw. Teile
mit den selben Bezugsziffern versehen, so daß von einer entsprechenden erneuten Vorstellung
jeweils abgesehen wird.
[0022] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung eine Zigarettenstrangmaschine
vom Typ "PROTOS" der Patentanmelderin dargestellt. Hierbei wird von einer Schleuse
1 ein Vorverteiler 2 portionsweise mit Tabak beschickt. Eine Entnahmewalze 3 des Vorverteilers
2 ergänzt gesteuert einen Vorratsbehälter 4 mit Tabak, aus dem ein Steilförderer 5
Tabak entnimmt und einem Stauschacht 6 gesteuert beschickt.
[0023] Aus dem Stauschacht 6 entnimmt eine Stiftwalze 7 einen gleichförmigen Tabakstrom,
der von einer Ausschlagwalze 8 aus den Stiften der Stiftwalze 7 herausgeschlagen und
auf ein umlaufendes Streutuch 9 geschleudert wird. Ein auf dem Streutuch 9 gebildetes
Tabakvlies wird in eine Sichteinrichtung 11 geschleudert, die im wesentlichen aus
einem Luftvorhang besteht, den größere bzw. schwerere Tabakteile passieren, während
alle anderen Tabakteilchen von der Luft in einen von einer Stiftwalze 12 und einer
Wand 13 gebildeten Trichter 14 gelenkt werden.
[0024] Von der Stiftwalze 12 wird der Tabak in einen Tabakkanal 16 gegen einen Strangförderer
17 geschleudert, an dem der Tabak mittels in eine Unterdruckkammer 18 gesaugter Luft
gehalten und ein Tabakstrang aufgeschauert wird. Ein Egalisator 19 entfernt überschüssigen
Tabak von dem Tabakstrang (Bezugszeichen 50, Fig. 2), der dann auf einen im Gleichlauf
zugeführten Zigarettenpapierstreifen 21 gelegt wird. Der Zigarettenpapierstreifen
21 wird von einer Bobine 22 abgezogen, durch ein Druckwerk 23 geführt und auf ein
angetriebenes Formatband 24 gelegt.
[0025] Das Formatband 24 transportiert den durch den Egalisator 19 getrimmten Tabakstrang
(Bezugszeichen 55, Fig. 2) und den Zigarettenpapierstreifen 21 durch ein Format 26,
in dem der Zigarettenpapierstreifen 21 um den Tabakstrang gefaltet wird, so daß noch
eine Kante absteht, die von einem nicht dargestellten Leimapparat in bekannter Weise
beleimt wird. Darauf wird die Klebnaht geschlossen und von einem Tandemnahtplätte
27 getrocknet. Ein so gebildeter Zigarettenstrang durchläuft ein Strangdichte-Meßgerät
29, das den Egalisator 19 steuert, und wird von einem Messerapparat 31 in doppelt
lange Zigaretten 32 geschnitten.
[0026] Die doppelt langen Zigaretten 32 werden von einer gesteuerte Arme 33 aufweisenden
Übergabevorrichtung 34 einer Übernahmetrommel 36 einer Filteransetzmaschine 37 übergeben,
auf deren Schneidtrommel 38 sie mit einem Kreismesser in Einzelzigaretten geteilt
werden. Förderbänder 39, 41 fördern überschüssigen Tabak in einen unter dem Vorratsbehälter
4 angeordneten Behälter 42, aus dem der rückgeführte Tabak von dem Steilförderer 5
wieder entnommen wird.
[0027] In den Fig. 2 und 3 sind jeweils zwei verschiedene Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Egalisators 19 perspektivisch und schematisch dargestellt, wobei von vorrichtungsgemäßen
Einzelheiten aus Gründen der Übersichtlichkeit abgesehen wurde.
[0028] In Fig. 2 ist ein Egalisator 19 dargestellt, der zwei in entgegengesetzter Richtung
umlaufende Trimmscheiben 60.1, 60.2 und ein Paddelrad 65 als Abnahmemittel für den
überschüssigen Tabak umfaßt. Die Trimmscheiben 60.1, 60.2 berühren sich zumindest
annähernd mit ihren Umfängen in der Mitte des Kanals eines Saugförderers bzw. des
Tabakstrangs 50. In einer alternativen, hier nicht dargestellten Ausführungsform,
überlappen sich die Umfänge der Trimmscheiben 60.1, 60.2.
[0029] Das unterhalb der Trimmscheiben 60.1, 60.2 angeordnete und in einem zur Förderrichtung
des Tabakstroms 50 schräg gestellte, im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des
Saugförderers umlaufende, am Umfang mit Paddeln versehene Paddelrad 66 trennt den
überschüssigen Tabak von dem zugeförderten Tabakstrang 50 ab.
[0030] Erfindungsgemäß weisen die Trimmscheiben 60.1, 60.2 an ihren Umfängen ausgebildete
Ausnehmungen 62.1, 62.2 auf, die gleichmäßig bzw. regelmäßig am Umfang der Trimmscheiben
60.1, 60.2 angeordnet sind. Die Trimmscheiben 60.1, 60.2 werden synchron angetrieben,
so daß jeweils eine Ausnehmung 62.1, 62.2 jeder Trimmscheibe 60.1, 60.2 gleichzeitig,
d.h. symmetrisch, in den Tabakstrang 50 gedreht werden. Hierdurch werden die Tabakfasern
im Tabakstrang 50 nicht mechanisch belastet oder komprimiert, so daß an dem durch
den Egalisator 19 getrimmten Tabakstrang 55 Bereiche 57 ausgebildet sind, die nicht
getrimmt sind. Die Bereiche 57 sind insbesondere dann nicht getrimmt, wenn gleichzeitig
das Paddelrad 65 mit seinen Aussparungen 66 unterhalb des Tabakstrangs gedreht wird.
[0031] Zwischen den nicht-getrimmten Bereichen 57 des Tabakstrangs 55 sind getrimmte Bereiche
56 angeordnet, die durch die Trimmung mittels der Trimmscheiben 60.1, 60.2 und den
Paddeln des Paddelrades 65 gebildet werden. Bei der Trimmung der Bereiche 56 sind
die äußeren Umfangsbereiche der Trimmscheiben 60.1, 60.2 einander angenähert. Durch
die Trimmung wird der Tabaküberschuß im Tabakstrang in den Bereichen 56 entfernt,
so daß die Dichte des Tabaks, wie gewünscht, in diesem Bereich 56 niedrig sein soll.
Die nicht-getrimmten Bereiche 57 bilden die Kopfverstärkungen bzw. Kopfenden der anschließend
gebildeten Zigaretten. Durch die Nichttrimmung der längeren Tabakfasern in den Bereichen
57 bleiben längere Tabakfasern erhalten, so daß die Füllkraft bzw. Haltekraft in den
Endbereichen einer Zigarette dadurch verbessert wird.
[0032] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Egalisators 19 dargestellt,
wobei dem in Fig. 2 beschriebenen Trimmscheibenpaar 60.1, 60.2 und dem Paddelrad 65
in Förderrichtung des Tabakstrangs 50 ein weiteres Trimmscheibenpaar 70.1, 70.2 und
ein weiteres Paddelrad 75 zur Voregalisierung des Tabakstrangs 50 vorangestellt ist.
[0033] Die Trimmscheiben 70.1, 70.2 sind als glatte Scheiben ausgebildet, d.h. ohne Ausnehmungen
oder Kopfverstärkertaschen, so daß der Tabakstrang 50 zunächst vorgetrimmt wird auf
das Maß der Kopfverstärkung mit den Kopfverstärkungsbereichen 57, die nachfolgend
von den Trimmscheiben 60.1, 60.2 und dem Paddelrad 65 nicht getrimmt werden. Zur Vortrimmung
des Tabakstrangs 50 ist unterhalb der Trimmscheiben 70.1, 70.2 das Paddelrad 75 angeordnet,
das mit seinen kontinuierlich umlaufenden Paddeln den überschüssigen Tabak entfernt.
Das in Förderrichtung nachfolgende Trimmscheibenpaar 60.1, 60.2 trimmt den vorgetrimmten
Tabakstrang auf das Tabakgewicht und läßt den überschüssigen Tabak im vorgetrimmten
Tabakstrang für die Kopfverstärkung in den Bereichen 57 stehen.
[0034] In den Fig. 4a, 4b bzw. Fig. 5a, 5b sind jeweils Draufsichten auf verschiedene Trimmscheiben
60.1, 60.2 gezeigt. Hierbei zeigen die Fig. 4a bzw. 5a die Trimmscheiben 60.1, 60.2
in einer berührenden Position, während in den Fig. 4b bzw. 5b die Trimmscheiben 60.1,
60.2 sich in einem Überlappungsbereich 67 überlappen.
[0035] Die in den Fig. 4a, 4b gezeigten Trimmscheiben 60.1, 60.2 verfügen über regelmäßig
angeordnete Ausnehmungen 62.1, 62.2 über den Umfang der Trennscheiben 60.1, 60.2.
[0036] In den Fig. 5a, 5b ist eine weitere Ausführungsform für Trimmscheiben 60.1, 60.2
dargestellt. Hierbei weisen die Trimmscheiben 60.1, 60.2 Abflachungen 64.1, 64.2 auf
ihrem Umfang auf. Hierzu ist die Abflachung 64.1, 64.2 als gerader Anschnitt der ursprünglich
kreisförmigen Trimmscheiben 60.1, 60.2 ausgebildet. Die Abflachungen 64.1, 64.2 sind
gleichmäßig angeordnet.
[0037] Für die erfindungsgemäße Trimmung des Tabakstranges sind die Trimmscheiben 60.1,
60.2 symmetrisch zueinander angeordnet und werden synchron angetrieben. Mittels der
Aussparungen 62.1, 62.2 bzw. der Abflachungen 64.1, 64.2 werden in dem zu trimmenden
Tabakstrang ein nicht-getrimmter Bereich ausgebildet.
[0038] Die Auswahl der Scheibengeometrie und die Art der Anordnung, Kontakt am Scheibenumfang
(vgl. Fig. 4a, 5a) oder Überlappung (vgl. Fig. 4b, 5b) zur Erzielung der Kopfverstärkung
ist abhängig von der zu verarbeitenden Tabakmischung z.B. von der Zerbrechlichkeit
der Fasern oder von der Mischungszusammensetzung (Anteil an Rippen, expandiertem Tabak
und/oder Tabakfolie sowie Art der verwendeten Tabaksorten).
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Schleuse
- 2
- Vorverteiler
- 3
- Entnahmewalze
- 4
- Vorratsbehälter
- 5
- Steilförderer
- 6
- Stauschacht
- 7
- Stiftwalze
- 8
- Ausschlagwalze
- 9
- Streutuch
- 11
- Sichteinrichtung
- 12
- Stiftwalze
- 13
- Wand
- 14
- Trichter
- 16
- Tabakkanal
- 17
- Strangförderer
- 18
- Unterdruckkammer
- 19
- Egalisator
- 21
- Zigarettenpapierstreifen
- 22
- Bobine
- 23
- Druckwerk
- 24
- Formatband
- 26
- Format
- 27
- Tandemnahtplätte
- 28
- Zigarettenstrang
- 29
- Strangdichtemeßgerät
- 31
- Messerapparat
- 32
- doppelt lange Zigaretten
- 33
- Arme
- 34
- Übergabevorrichtung
- 36
- Übernahmetrommel
- 37
- Filteransetzmaschine
- 38
- Schneidtrommel
- 39
- Förderband
- 41
- Förderband
- 42
- Behälter
- 50
- Tabakstrang
- 55
- getrimmter Tabakstrang
- 56
- getrimmter Bereich
- 57
- nicht-getrimmter Bereich
- 60.1
- Trimmscheibe
- 60.2
- Trimmscheibe
- 62.1
- Ausnehmung
- 62.2
- Ausnehmung
- 64.1
- Abflachung
- 64.2
- Abflachung
- 65
- Paddelrad
- 66
- Ausnehmung
- 67
- Überlappungsbereich
- 70.1
- Trimmscheibe
- 70.2
- Trimmscheibe
- 75
- Paddelrad
1. Einrichtung (19) zum Trimmen eines Tabakstrangs (50), insbesondere in einer Zigarettenstrangmaschine,
mit einem Strangbildungsmittel (60.1, 60.2; 65) zur Bildung eines getrimmten Tabakstrangs
(55), dadurch gekennzeichnet, daß das Strangbildungsmittel (60.1, 60.2; 65) zur Bildung eines getrimmten Tabakstrangs
(55) mit alternierend angeordneten getrimmten Bereichen (56) und nicht-getrimmten
Bereichen (57) ausgebildet ist.
2. Einrichtung (19) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Strangbildungsmittel (60.1, 60.2; 65) mit wenigstens einem Paar Trimmscheiben
(60.1, 60.2) und einem Abnahmemittel (65) zum Entfernen von überschüssigem Tabak ausgebildet
ist.
3. Einrichtung (19) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Trimmscheibe (60.1, 60.2) mit wenigstens einer Ausnehmung (62.1,
62.2) und/oder mit wenigstens einer Abflachung (64.1, 64.2) versehen ist.
4. Einrichtung (19) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Ausnehmungen (62.1, 62.2) und/oder mehrere Abflachungen (64.1, 64.2), insbesondere
regelmäßig, an den Trimmscheiben (60.1, 60.2) angeordnet sind.
5. Einrichtung (19) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Abnahmemittel (65) mit wenigstens einer Aussparung (66) versehen ist.
6. Einrichtung (19) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Aussparungen (66) vorgesehen sind und/oder regelmäßig am Abnahmemittel
(65) ausgebildet sind.
7. Einrichtung (19) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Abnahmemittel (65) ein Paddelrad (65) ist.
8. Einrichtung (19) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trimmscheiben (60.1, 60.2) und das Abnahmemittel (65), insbesondere die Ausnehmungen
(62.1, 62.2) und/oder die Abflachungen (64.1, 64.2) der Trimmscheiben (60.1, 60.2)
und wenigstens eine Aussparung (66) des Abnahmemittels (65), synchronisierbar sind.
9. Einrichtung (19) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Voregalisierungsmittel (70.1, 70.2; 75) für den mittels des Strangbildungsmittels
(60.1, 60.2; 65) zu trimmenden Tabakstrangs (50) vorgesehen ist.
10. Einrichtung (19) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in Förderrichtung des Tabakstrangs (50) das Voregalisierungsmittel (70.1, 70.2; 75)
vor dem Strangbildungsmittel (60.1, 60.2; 65) angeordnet ist.
11. Einrichtung (19) nach Anspruch 9 oder 10 dadurch gekennzeichnet, daß das Vorlegarisierungsmittel (70.1, 70.2; 75) mittels eines Trennscheibenpaares (70.1,
70.2), insbesondere mit glatten Scheiben, und/oder einem Abnahmemittel (75), vorzugsweise
Paddelrad (75), ausgebildet ist.
12. Verwendung einer Einrichtung (19) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11,
in einer Maschine der tabakverarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine.
13. Maschine der tabakverarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine,
mit einer Einrichtung (19) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12.