[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Blutdruckmessung bei dem eine Manschette
an ein Handgelenk oder einen Finger eines Benutzers angelegt wird, eine Position der
Manschette erfaßt wird, die erfaßte Position der Manschette ausgewertet wird, die
Darstellung einer Benutzerführung mit einer Kontrolleinheit kontrolliert wird und
sowohl die Ergebnisse der Blutdruckmessung als auch die Benutzerführung auf einer
Anzeigeeinrichtung angezeigt werden, wobei die Benutzerführung Zeichen für bevorstehende
erforderliche Benutzeraktionen abhängig vom Ergebnis der Auswertung der aktuell erfaßten
Positionen der Manschette darstellt, damit eine Zielposition erreicht wird. Die Erfindung
betrifft ebenfalls ein Blutdruckmeßgerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
10.
[0002] Eine der Hauptursachen für eine oftmals unzureichende Reproduzierbarkeit und mangelnde
Meßgenauigkeit von Blutdruckmessungen am Handgelenk liegt in der hohen Empfindlichkeit
der Messung auf Schwankungen der Meßposition relativ zur individuellen Lage des Herzens.
Nur bei einer Meßposition auf Herzhöhe können exakte Blutdruckmeßergebnisse erhalten
werden. Im Falle einer von der Herzhöhe abweichenden Meßposition verfälscht die hydrostatische
Druckdifferenz das Ergebnis um etwa 0,75 mm Hg je 1 cm Höhenunterschied zwischen Meßposition
und Herzhöhe. Bei einem Blutdruckmeßgerät zur Anlage am Unterarm bzw. Handgelenk oder
Finger kann somit bei einer fehlerhaften Meßposition ein gravierender Meßfehler das
Ergebnis verfälschen. Die mangelhafte Lage während des Meßvorgangs führt damit zu
einem systematischen Meßfehler.
[0003] Zur Vermeidung dieses Problems ist aus der DE 197 57 974 A1 ein Verfahren und ein
Blutdruckmeßgerät der eingangs genannten Art bekannt, bei dem der Neigungswinkel des
Unterarms vor der Blutdruckmessung bestimmt wird. Das Ergebnis dieser Positionserfassungseinrichtung
wird dem Benutzer auf der gleichen Anzeigeeinrichtung mitgeteilt, auf der später auch
die Ergebnisse der Blutdruckmessung angezeigt werden. Zur Benutzerführung werden Zeichen
für bevorstehende erforderliche Benutzeraktionen abhängig vom Ergebnis der Auswertung
der aktuellen Position der Manschette dargestellt, bis eine Zielposition relativ zur
Herzhöhe erreicht ist. Hierzu wird die bevorstehende erforderliche Benutzeraktion
durch abwärts oder aufwärts gerichtete Pfeile auf der Anzeigeeinrichtung dargestellt.
Mit der Bedienungsanleitung oder mit der Verkaufsverpackung des Blutdruckmeßgerätes
wird der Benutzer darüber informiert, daß eine bestimmte Meßposition, z. B. mit angewinkeltem
Unterarm vor dem Brustkörper während der Neigungsmessung und auch der Blutdruckmessung
einzunehmen ist.
[0004] Ein weiteres Blutdruckmeßgerät mit Neigungssensor ist aus der DE 199 63 633 A1 bekannt.
[0005] In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, daß der durchschnittliche Benutzer trotz der
Hinweise in der Bedienungsanleitung und auch auf der Verkaufsverpackung eine von der
vorgesehenen Meßhaltung abweichende Meßposition einnimmt. Dies ist z. B. dadurch bedingt,
daß vorausgegangene Blutdruckmeßgerätegenerationen und auch derzeitige Wettbewerbsprodukte
zur oszillometrischen Blutdruckmessung mit einer Manschette am Handgelenk das Gehäuse
an der Handflächenseite angeordnet hatten, wobei zur Messung der Ellenbogen auf einem
Tisch abzustützen und der Unterarm so anzuwinkeln war, daß etwa die Herzhöhe erreicht
wurde. Dabei ist es möglich, daß der Benutzer durchaus sein Blutdruckmeßgerät auf
Herzhöhe hält, hierzu jedoch nicht den Unterarm entsprechend angewinkelt und in die
vorgesehene Meßposition gebracht hat, sondern davon abweichend, z. B. den Oberarm
mit dem Unterarm gemeinsam bewegt hat. Dies führt dazu, daß die Anzeige der Neigungswinkelmessung,
deren Korrektheit davon abhängt, daß eine vorbestimmte Meßposition eingenommen wurde,
beispielsweise einen nach oben gerichteten Pfeil anzeigt, so daß der Nutzer instruiert
wird, möglicherweise über das bereits erreichte Herzniveau hinaus das Blutdruckmeßgerät
anzuheben. Wenn die Positionserfassungseinrichtung als Neigungssensor ausgebildet
ist, der die Neigung des Unterarms nur dann zutreffend wiedergibt, wenn der Unterarm
von den vielen möglichen Freiheitsgraden zur Bewegung auf Herzhöhe in einer ganz bestimmten
Weise, z. B. am Oberkörper entlang bewegt wird, wird dieses Problem vergrößert.
[0006] Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß die bekannten Blutdruckmeßgeräte trotz
Positionserfassungseinrichtung aufgrund von Fehlbedienung und einer fehlerhaft interpretierten
vorgesehenen Benutzerführung das angestrebte Ziel einer besseren Reproduzierbarkeit
und Erhöhung der Meßgenauigkeit nicht immer erreichen.
[0007] Zu einem vergleichbaren Ergebnis führt die Benutzerführung bei dem Blutdruckmeßgerät
nach der US 5,778,879. Hierbei ist ebenfalls ein Neigungssensor am Blutdruckmeßgerät
vorgesehen, wobei zur Benutzerführung abhängig vom Meßergebnis des Neigungssensors
auf der Anzeigeeinrichtung entweder die Anweisung "Manschette ist zu hoch" oder "Manschette
ist zu niedrig" ausgegeben wird. Auch hierbei werden die vielen Freiheitsgrade der
Armgelenke nicht ausreichend berücksichtigt.
[0008] Es ist demgemäß eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein Blutdruckmeßgerät
der eingangs genannten Art bereitzustellen, das den Benutzer besser zu einer vorgesehenen
Meßposition führt, so daß die Meßergebnisse tatsächlich auf Herzhöhe erfolgen und
damit genauer und reproduzierbar sind.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch
ein Blutdruckmeßgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Erfindungsgemäß stellt
die Benutzerführung die bevorstehende erforderliche Benutzeraktion unmittelbar in
Bezug zu den bewegenden Körperteilen des Benutzers dar, um die Zielposition zu erreichen.
[0010] In vorteilhafter Weiterbildung des Verfahrens und des Blutdruckmeßgerätes ist/wird
über die Anzeigeeinrichtung ein Oberkörper mit einem angewinkelten Unterarm dargestellt.
Der Oberkörper kann dabei als schematisches Torsopiktogramm dargestellt sein. Ein
Mikroprozessor des Blutdruckmeßgerätes kann hierzu entweder entsprechend programmiert
sein, so daß eine pixelgesteuerte Anzeige auf der Flüssigkristallanzeigeeinrichtung
erfolgt, die den Torso zeigt. Alternativ ist eine Permanentbedruckung in der Flüssigkristallanzeige
oder an dieser möglich, so daß unabhängig davon, ob das Blutdruckmeßgerät bereits
eingeschaltet oder mit einer Stromzufuhr versehen ist, für den Benutzer ein Hinweis
auf die Meßposition gegeben wird.
[0011] In vorteilhafter Weiterbildung weist die Benutzerführung zur Erreichung der Zielposition
auf der Anzeigeeinrichtung einen passiven und einen animierten, dynamischen Bestandteil
auf. Dabei ist der passive Bestandteil ein fester unbeweglicher und der animierte
Bestandteil beweglich. Auf diese Weise kann dem Benutzer eine völlig eindeutige Benutzerführung
bereitgestellt werden, weil auf der Anzeigeeinrichtung verdeutlicht wird, welche Körperteile
ruhig zu halten sind und welche Körperteile, namentlich der Unterarm mit der Manschette
am Handgelenk oder am Finger, entsprechend zu bewegen ist ,damit als Zielposition
das Herzniveau erreicht wird.
[0012] In vorteilhafter Weiterbildung ist die Anzeigeeinrichtung derart ausgebildet, daß
nicht nur die erforderliche Benutzeraktion beispielsweise in Form von Pfeilen dargestellt
wird, sondern auch die einzunehmende Meßposition und die aktuelle Meßposition darstellbar
ist. Auf diese Weise wird der Benutzer in sehr eindeutiger Weise instruiert, so daß
der Unterarm mit der Manschette zur Blutdruckmeßung von den vielen möglichen Freiheitsgraden,
mit denen er bewegt werden kann, um das Herzniveau zu erreichen, auf die gewünschten
Bewegungen und Haftungen reduziert instruiert wird.
[0013] Vorteilhafterweise ist als passiver Bestandteil die einzunehmende Meßposition mit
einem Oberkörper und einem angewinkelten Unterarm angezeigt, wobei innerhalb des passiven
Bestandteils ein animierter Unterarm abhängig vom Ergebnis der Auswertung der aktuell
erfaßten Position der Manschette angezeigt wird, der die aktuelle Meßposition wiedergibt.
Beispielsweise wird als passiver Bestandteil die Permanentbedruckung in der Flüssigkristallanzeige
mit einem Oberkörper mit angewinkeltem Unterarm dargestellt, wobei der Unterarm derart
animiert wird, daß er um das Ellenbogengelenk unterschiedliche Winkelpositionen annimmt,
die unterhalb, oberhalb oder auf Herzniveau sind. Es versteht sich, daß der Unterarm
dargestellt wird, an dem das Blutdruckmeßgerät mit Manschette getragen wird. Der bewegliche
Unterarm kann auf diese Weise abhängig vom erfaßten Signal der Positionserfassungseinrichtung
die aktuelle Meßposition wiedergeben. Die bevorstehende erforderliche Benutzeraktion,
damit die Zielposition auf Herzhöhe erreicht wird, kann zusätzlich durch Pfeile am
animierten Unterarm oder durch ein blinkendes Herz bei Erreichen der Zielposition
dargestellt werden.
[0014] In vorteilhafter Weiterbildung wird mit der Blutdruckmessung erst dann automatisch
begonnen, ohne daß ein weiterer Bedienungsknopf zu drücken ist, wenn entweder die
Zielposition für die korrekte Meßhaltung erreicht wurde, oder eine bestimmte Zeit
verstrichen ist.
[0015] Vorteilhafterweise gibt die Anzeigeeinrichtung abhängig vom Ergebnis der Auswertung
der aktuell erfaßten Position der Manschette eine Textanweisung oder Sprachanweisung
und damit eine unmittelbare Anweisung für die zu positionierenden Körperteile aus.
Beispielsweise kann der Benutzer eindeutig per Textanweisung instruiert werden: "Meßarm
an die Brust legen", "Meßarm absenken", "Arm halten" oder "Arm weiter anwinkeln".
Auf diese Weise ist Bezug auf die zu bewegenden Körperteile genommen, so daß für den
Benutzer ebenfalls in eindeutiger Weise eine Instruktion für die korrekte Meßhaltung
bereitgestellt ist.
[0016] In weiterer vorteilhafter weise ist die Benutzerführung derart ausgebildet, daß der
Torso mit dem Meßarm im Regelfall spiegelbildlich zum Benutzer dargestellt ist. In
den meisten Fällen hat sich gezeigt, daß das Blutdruckmeßgerät - obwohl für links
und rechts zur Anlage am Unterarm geeignet - am linken Unterarm getragen wird. Darauf
abgestimmt, wird in der Anzeigeeinrichtung spiegelbildlich der Meßarm am Torso dargestellt.
Dies vermittelt dem Benutzer den Eindruck, daß wie vor einem Spiegel stehend, die
dargestellte einzunehmende Meßhaltung lediglich nachzuahmen ist.
[0017] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0018] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindungen
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von 4 Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische räumliche Darstellung des erfindungsgemäßen Blutdruckmeßgerätes
befestigt an der oberen Schmalseite des geschnitten dargestellten Handgelenks eines
Benutzers,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Benutzers mit angelegtem Blutdruckmeßgerät nach
Fig. 1 in korrekter Meßposition,
- Fig. 3
- eine Permanentbedruckung einer Anzeigeeinrichtung des Blutdruckmeßgeräts nach Fig.
1 zur Benutzerführung nach einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 4
- die Anzeigeeinrichtung mit Benutzerführung nach Fig. 3 bei zu hoher Meßposition,
- Fig. 5
- die Anzeigeeinrichtung mit der Benutzerführung nach Fig. 3 bei etwas zu hoher Meßposition,
- Fig. 6
- die Anzeigeeinrichtung mit der Benutzerführung nach Fig. 3 kurz vor Erreichen der
Herzposition,
- Fig. 7
- die Anzeigeeinrichtung mit der Benutzerführung nach Fig. 3 bei zu niedrigem Unterarm,
- Fig. 8
- die Anzeigeeinrichtung mit der Benutzerführung nach Fig. 3 bei etwas zu niedrigem
Unterarm,
- Fig. 9
- die Anzeigeeinrichtung mit der Benutzerführung nach Fig. 3 kurz vor Erreichen des
Herzniveaus,
- Fig. 10
- die Anzeigeeinrichtung mit einer Benutzerführung nach Fig. 3 bei erreichter und dauerhaft
gehaltener Herzposition des Unterarms,
- Fig. 11a
- die Benutzerführung auf der Anzeigeeinrichtung bei zu hoher Meßposition des Unterarms
nach einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 11b
- die Benutzerführung nach Fig. 11a bei erreichter Herzhöhe,
- Fig. 11c
- die Benutzerführung nach Fig. 11a bei zu niedriger Meßposition,
- Fig. 12a
- die Benutzerführung der Anzeigeeinrichtung bei zu hoher Meßposition nach einer dritten
Ausführungsform,
- Fig. 12b
- die Benutzerführung nach Fig. 12a bei Erreichen der Herzhöhe,
- Fig. 12c
- die Benutzerführung nach Fig. 12a bei zu niedriger Meßposition des Unterarms,
- Fig. 13a
- die Benutzerführung der Anzeigeeinrichtung bei zu hoher Meßposition nach einer vierten
Ausführungsform,
- Fig. 13b
- die Benutzerführung nach Fig. 13a bei Erreichen der Herzhöhe,
- Fig. 13c
- die Benutzerführung nach Fig. 13a bei zu niedriger Meßposition des Unterarms,
- Fig. 14
- ein schematisches Flußdiagramm bei der Positionserfassung in einer ersten Variante
des Blutdruckmeßgeräts nach Fig. 1 und
- Fig. 15
- ein schematisches Flußdiagramm der Positionserfassung nach einer zweiten Variante
des Blutdruckmeßgeräts nach Fig. 1.
[0020] Das Blutdruckmeßgerät 1 nach Fig. 1 umfaßt eine Manschette 4, die an das Handgelenk
oder in einer Variante (nicht dargestellt) an einen Finger des Benutzers angelegt
werden kann. Das Gehäuse 3 des Blutdruckmeßgerätes ist bevorzugt an der Manschette
4 befestigt, wobei die Manschette und das Gehäuse derart ausgebildet sind, daß das
Gehäuse 3 des Blutdruckmeßgerätes 1 mit der Anzeigeeinrichtung 5 an der oberen Schmalseite
des Handgelenks, also in Verlängerung des Daumens angeordnet ist. Damit ist u.a. gewährleistet,
daß die Anzeigeeinrichtung 5 bei einer Meßposition nach Fig. 2 mit dem Unterarm vor
dem Oberkörper anliegend ablesbar ist.
[0021] Die Anzeigeeinrichtung 5 ist an der oberen Flachseite des Gehäuses 3 angeordnet,
an einer Fläche des Gehäuses, an der der Ein/Aus-Schalter 6 und die optionale Memorytaste
7 angeordnet sind. Die am Gehäuse 3 befestigte Manschette 4 weist vorzugsweise einen
Kunststoffclip auf, der teilweise der Kontur eines Handgelenks gemäß ausgebildet ist.
In der Manschette 4 ist eine Druckblase angeordnet, die von einer Pumpe im Gehäuse
3 derart aufblasbar ist , daß eine Arterie an der Innenseite des Handgelenks abdrückbar
ist. Das Blutdruckmeßgerät weist im übrigen alle standardmäßigen Komponenten auf,
die zur Blutdruckmeßung nach dem oszillometrischen Prinzip erforderlich und bei Handgelenksblutdruckmeßgeräten
mittlerweile üblich sind.
[0022] Das Blutdruckmeßgerät weist in allen hier dargestellten Ausführungsformen ferner
eine Positionserfassungseinrichtung auf, die z.B. als Neigungssensor ausgebildet ist.
Der Neigungssensor kann beispielsweise ein Pendel sein, dessen Position elektronisch
detektiert wird.
[0023] An der Anzeigeeinrichtung 5 wird sowohl das Ergebnis der Blutdruckmeßung als auch
die Benutzerführung angezeigt. Als Ergebnis der Blutdruckmeßung wird vorzugsweise
der systolische und der diastolische Blutdruck in mm Hg als auch der Puls angezeigt.
Die Anzeigeeinrichtung 5 ist als Flüssigkristallanzeige, wie sie auch bei Handys oder
Laptops zum Einsatz kommt, ausbildbar. Unmittelbar neben den Blutdruckmeßergebnissen
ist schematisch ein Torsopiktogramm wie in Fig. 3 gezeigt, permanent in der Anzeigeeinrichtung
aufgedruckt. Damit sind Instruktionen für den Benutzer unabhängig davon, ob Batterien
eingelegt sind, oder der Einschalter bereits betätigt wurde, zur optimalen Körperhaltung
jederzeit gegeben. Das Torsopiktogramm zeigt bevorzugt einen Oberkörper mit angewinkeltem
Arm, wobei der Meßarm, an dem das Blutdruckmeßgerät angelegt ist ,farblich oder anderweitig
hervorgehoben ist. Die Meßposition wird zusätzlich durch ein Herzsymbol in gleicher
Darstellung wie der Meßarm und benachbart zu diesem illustriert.
[0024] Vorzugsweise erfolgt die Bedruckung an der unteren der beiden Glasscheiben der Flüssigkristallanzeige,
wenn die Anzeigeeinrichtung 5 als solche ausgebildet ist.
[0025] Nach dieser ersten Ausführungsform ist der dargestellte Oberkörper als Torsopiktogramm
zur Darstellung der einzunehmenden Meßhaltung passiv, permanent bzw. unveränderlich
an der Anzeigeeinrichtung 5 dargestellt. Die für die Meßhaltung relevanten Körperteile
werden zumindest gezeigt. Die einzunehmende Meßhaltung kann alternativ zur permanenten
Bedruckung auch durch eine dynamische Einblendung der Zielposition in der Anzeigeeinrichtung
angezeigt werden, solange, bis die Zielposition erreicht ist. Eine Kontrolleinheit,
wie z.B. ein Mikroprozessor steuern die Anzeigeeinrichtung entsprechend an. Die Zielposition
kann dabei durch Farben, Symbole oder Linien hervorgehoben werden. Alternativ dazu
ist eine verbale Beschreibung der Meßhaltung möglich, die als Klartextanzeige auf
einer textfähigen Anzeigeinrichtung oder per Sprachausgabe kommuniziert wird, z.B.:
"Legen Sie Ihre linke Hand an Ihre rechte Schulter" oder "Arm an Brust anlegen".
[0026] Die aktuelle Position de Benutzers wird vom Blutdruckmeßgerät mittels der Postionserfassungseinrichtung
ermittelt. Die Darstellung der aktuellen Position erfolgt vorzugsweise grafisch ebenfalls
in Form eines Piktogramms, wobei mindestens die für die Meßhaltung relevanten Körperteile
in ihrer aktuellen Position dargestellt werden. Dies kann durch eine dynamische Einblendung
des relevanten Körperteils in seiner Position über einem statisch (bzw. passiven oder
permanenten) aufgebrachten Piktogramm oder durch die Darstellung des kompletten Piktogramms
in einem grafikfähigen Display erfolgen. Alternativ ist eine verbale Beschreibung
der aktuellen Position möglich, die als Klartextanzeige auf einem textfähigen Display
oder per Sprachausgabe kommuniziert: "Ihr Handgelenk befindet sich unterhalb der Herzhöhe".
[0027] Zusätzlich zur Darstellung der einzunehmenden Meßhaltung und zur Darstellung der
aktuellen Position des Benutzers wird die erforderliche Benutzeraktion durch Zeichen
wie z.B Pfeile dargestellt, damit der Unterarm, an dem das Blutdruckmeßgerät befestigt
ist, in die korrekte Position bewegt wird. Nachdem das Blutdruckmeßgerät die aktuelle
Position des Unterarms des Benutzers mittels der Positionserfassungseinrichtung ermittelt
hat, kann es die zum Erreichen der Zielposition mit der Manschette auf Herzhöhe nötige
Aktion bestimmen. Diese Aktion wird vorzugsweise grafisch in Form eines Piktogramms
dargestellt, wobei ein oder mehrere Pfeile die Richtung der auszuführenden Bewegung
von der aktuellen in die Zielposition beschreiben oder die auszuführende Bewegung
in Form eines animierten Piktogramms auf einem grafikfähigen Dislay bzw. Anzeigeeinrichgung
gezeigt wird oder die Bewegung durch animierte Pfeilsymbole dargestellt wird. Alternativ
ist eine verbale Beschreibung der auszuführenden Bewegung möglich, die als Klartextanzeige
auf einem textfähigen Display oder per Sprachausgabe kommuniziert: "Arm anwinkeln"
oder "Arm stärker anwinkeln".
[0028] Bei der ersten Ausführungsform nach den Fig. 3 bis 10 ist zusätzlich zur statischen
bzw. passiven Anzeige der einzunehmenden Meßhaltung die aktuelle Position des Benutzers
durch einen zweiten Unterarm dargestellt, der farblich oder durch andere kontrastierende
Mittel vom Unterarm unterscheidbar ist, der die ideale Meßposition auf Herzhöhe anzeigt.
Für den Fall, daß die Positionserfassungseinrichtung detektiert, daß die Meßposition
zu hoch ist, weil der Unterarm zu stark angewinkelt ist, wird auf der Anzeigeeinrichtung
gemäß Fig. 4 ein weiterer Unterarm dargestellt, der zu stark angewinkelt ist und dessen
Meßposition zu hoch ist. Die erforderliche Benutzeraktion wird hier durch einen Pfeil
in der gleichen Farbe oder im gleichen Kontrastierungsmittel dargestellt wie der zu
hohe Meßarm, so daß für den Benutzer mühlelos erkennbar ist, daß der Meßarm zu hoch
ist und etwas weniger stark anzuwinkeln ist. Der Pfeil weist hierzu in die Richtung
,in die der Unterarm zu bewegen ist. Der Pfeil wandert entsprechend der erfaßten Position
des Unterarm entlang einer Kreisbahn, dessen Mittelpunkt etwa dem Ellenbogengelenk
entspricht.
[0029] Fig. 4 zeigt den Unterarm des Benutzers bei starker Abweichung mit zu hoher Meßposition.
In Fig. 5 ist eine Meßposition dargestellt, bei der der Benutzer seinen Unterarm bereits
etwas auf die ideale Zielposition hin zubewegt hat, jedoch weiterhin den Unterarm
absenken sollte. Gemäß dieser Ausführungsform ist die zu hohe Meßposition dadurch
dargestellt, daß der Meßarm oberhalb der einzunehmenden Meßhaltung dargestellt ist,
wobei die erforderliche Benutzeraktion durch einen Pfeil dargestellt ist, der auf
das Herzsymbol zu gewandert ist, so daß der Benutzer durch den verringerten Abstand
zum Herzsymbol eine Rückmeldung erhält, daß seine Bewegungsrichtung zur einzunehmenden
Meßhaltung führt.
[0030] Sobald der Benutzer anschließend die einzunehmende Meßhaltung fast erreicht hat,
wird dies dadurch dargestellt - siehe Figuren 6 und 9 -, daß der Unterarm für die
Darstellung der aktuellen Position des Benutzers immer noch eine Meßposition als zu
hoch anzeigt, jedoch als erforderliche Benutzeraktion kein Pfeilsymbol, sondern eine
Umkreisung des Herzsymbols erfolgt. Natürlich kann dies auch anders dargestellt werden,
indem z.B. das Herz vergrößert wird, seine Farbe ändert, blinkt oder anderweitig grafisch
hervorgehoben wird, - insbesondere wenn dann die Herzposition erreicht ist. Erst wenn
der Benutzer für etwas längere Zeit die einzunehmende Meßhaltung hält, wird zusätzlich
zum eingekreisten Herzsymbol auch der Unterarm, der die einzunehmende Meßhaltung angibt,
grafisch etwas anders hervorgehoben, sodaß für den Benutzer eindeutig ist, daß nun
die optimale einzunehmende Meßhaltung erreicht ist (siehe Fig. 10). Alternativ kann
die Erreichung der optimalen Meßhaltung unmittelbar angezeigt werden. Nach Erreichen
der optima len Meßhaltung kann zusätzlich zur grafischen Anzeige ein akustisches Signal
erfolgen. Die Blutdruckmessung startet nach Erreichen der optimalen Meßhaltung oder
nach verstreichen einer bestimmten Zeitdauer von z.B. 10 bis 20 Sekunden nach drücken
der Ein/Aus Taste automatisch.
[0031] Die Fig. 7, 8 und 9 zeigen die Benutzerführung analog zu den Fig. 4 bis 6, jedoch
für den Fall, daß der Arm, an dem das Blutdruckmeßgerät befestigt ist, unterhalb der
einzunehmenden Meßhaltung positioniert ist. Auch in diesem Fall wird bei dauerhafter
Erreichung der einzunehmenden Meßhaltung das Herzsymbol umkreist hervorgehoben dargestellt,
wobei sich der farblich hervorgehobene Unterarm für die einzunehmende Meßhaltung und
der zweite dargestellte Unterarm für die aktuelle Position des Benutzers überdecken.
In Weiterbildung dieser Ausführungsform kann der Unterarm in noch kleineren Bewegungsschritten
gemäß der detektierten Position animiert werden.
[0032] Die Figuren 11a bis c zeigen eine zweite Ausführungsform, bei der die komplette Benutzerführung
ohne statische Anteile dynamisch, also animiert dargestellt ist.
[0033] In den Fig. 11a und 11 c ist die Zielposition für die einzunehmende Meßhaltung auf
Herzhöhe durch eine gestrichelte Armkontur dargestellt, während in Fig. 11a mit durchgezogener
Linie die Armkontur für die aktuelle Position des Benutzers gemäß der Auswertung der
Positionserfassungseinrichtung oberhalb der gestrichelten Armkontur dargestellt ist.
Umgekehrt ist in Fig. 11c bei zu niedriger Meßposition mit durchgezogener Linie die
Armkontur unterhalb der gestrichelten Armkontur für die einzunehmende Meßhaltung dargestellt.
Die erforderliche Benutzeraktion wird durch Pfeilsymbole angedeutet, die in die Richtung
deuten, in die der Arm zu bewegen ist. Bei Erreichen der einzunehmenden Meßhaltung
überdecken sich die gestrichelte Armkontur für die einzunehmende Meßhaltung mit der
Darstellung der aktuellen Position des Benutzers, wobei zusätzlich statt eines Pfeilsymboles
ein Herzsymbol angezeigt wird.
[0034] Gemäß einer dritten Ausführungsform nach den Fig .12a bis c ist die einzunehmende
Meßhaltung als Torsopiktogramm statisch bzw. permanent dargestellt, in dem das Display
einfarbig bedruckt ist. Die erforderliche Benutzeraktion wird dadurch dargestellt,
daß Pfeilsymbole auf unterschiedlicher Distanz relativ zum Herzniveau die notwendige
Bewegungsrichtung des Unterarm mit dem Blutdruckmeßgerät anzeigen.
[0035] Bei der vierten Ausführungsform nach den Fig. 13a bis c wird die bevorstehende erforderliche
Benutzeraktion bezogen auf die notwendige Bewegung des Meßarmes verbal durch eine
dynamisch eingeblendete Klartextanzeige an der Anzeigeeinrichtung oder durch eine
Sprachausgabe dargestellt. Zusätzlich zur Klartextanzeige wird entsprechend der erforderlichen
Bewegungsrichtung ein Pfeilsymbol ausgegeben. Sobald die Herzhöhe erreicht ist, erhält
der Benutzer gemäß Fig. 13b die Anweisung den Arm dauerhaft in dieser Position zu
halten, wobei ein Herzsymbol angezeigt wird.
[0036] Im folgenden wird der Meßablauf kurz in zwei Varianten dargestellt. Grundsätzlich
erfolgt die Positionserfassung zumindest vor der Blutdruckmessung. Der Benutzer drückt
nur ein einziges Mal den Ein/Aus-Schalter, mit dem sowohl die Stromzufuhr für das
Blutdruckmeßgerät eingeschaltet wird als auch die Positionsmessung und die Blutdruckmessung
initiert wird. Bei beiden Varianten nach den Fig. 14 und 15 wird zunächst die Position
des Unterarms, an dem das Blutdruckmeßgerät befestigt ist, mittels der Positionserfassungseinrichtung
wie z.B. dem Neigungssensor erfaßt. Das Ergebnis wird in einem Controller bzw Mikroprozessor
ausgewertet und mit einer standardisierten idealen Zielposition verglichen, die der
einzunehmenden Meßhaltung entspricht. Ist die Zielposition nicht erreicht ("N" steht
für Nein und "J" für Ja in Fig. 14 und 15), dann wertet der Controller anschließend
aus, ob die aktuelle detektierte Position des Unterarms oberhalb oder unterhalb der
Zielposition liegt. Dementsprechend erfolgt eine Ausgabe an der Anzeigeeinrichtung
zur aktuellen Position des Benutzers wie oben beschrieben. Beispielhaft ist in den
Fig. 14 und 15 ein Flußdiagramm dargestellt für die Ausführungsform mit Klartextausgabe.
Alternativ ist der Meßablauf analog für die übrigen Ausführungsformen. Gemäß Fig.
14 wird die Routine zur Positionsmessung und des Vergleiches des Meßergebnisses mit
der Zielposition solange durchgeführt, bis schließlich die Zielposition errreicht
wird. Erst dann wird eine entsprechende Anzeige an der Anzeigeeinrichtung ausgegeben.
[0037] Gemäß der zweiten Variante in Fig. 15 wird ebenfalls die abweichende aktuelle Position
von der Zielposition angezeigt bis die Zielposition erreicht ist, jedoch mit der Einschränkung,
daß zur Positionsfindung ein maximales Zeitlimit von z.B. 15, 20 oder 30 Sekunden
vorgesehen ist, so daß es für den Benutzer möglich ist, auch für den Fall, daß die
Positionserfassungseinrichtung eine Position des Unterarms mit Blutdruckmeßgerät mißt,
die gemäß der Auswertung von der Zielposition abweicht, der Zyklus zur Positionmessung
beendet wird. In diesem Fall wird auf die Anzeige: - Zielposition erreicht - oder
vergleichbarem verzichtet, wobei nach der Messung ein Hinweis auf die nicht korrekte
Zielposition in der Anzeigeeinrichtung eingeblendet werden kann. Bei beiden Varianten
gemäß Fig. 14 und 15 folgt unmittelbar nach dieser Positionserfassung, Anzeige und
Auswertung die Blutdruckmessung, ohne daß der Benutzer einen weiteren Bedienknopf
hierfür am Blutdruck betätigen müßte. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil durch eine
zusätzliche notwendige Betätigung eines Tasters zur Initiierung der Blutdruckmeßung
eine Bewegung des anderen Armes erforderlich ist, die dazu führen könnte, daß die
einzunehmende erreichte Meßhaltung wieder verlassen wird. Aus diesem Grund ist die
gesamte Messung der Position mit dem Blutdruck und einschließlich des Einschaltens
des Blutdruckmeßgerätes mit einem einzigen Ein/Aus-Schalter betätigbar.
1. Verfahren zur Blutdruckmessung bei dem eine Manschette (4) an ein Handgelenk oder
einen Finger eines Benutzers angelegt wird, eine Position der Manschette (4) erfaßt
wird, die erfaßte Position der Manschette (4) ausgewertet wird, die Darstellung einer
Benutzerführung mit einer Kontrolleinheit kontrolliert wird und sowohl die Ergebnisse
der Blutdruckmessung als auch der Benutzerführung auf einer Anzeigeeinrichtung (5)
angezeigt werden, wobei die Benutzerführung Zeichen für bevorstehende erforderliche
Benutzeraktionen abhängig vom Ergebnis der Auswertung der aktuell erfaßten Position
der Manschette (4) darstellt, damit eine Zielposition erreicht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Benutzerführung die bevorstehende erforderliche Benutzeraktion unmittelbar in
Bezug zu den zu bewegenden Körperteilen des Benutzers darstellt, damit die Zielposition
erreicht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über die Anzeigeeinrichtung (5) ein Oberkörper mit einem angewinkelten Unterarm dargestellt
wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Benutzerführung zur Erreichung der Zielposition auf der Anzeigeeinrichtung (5)
einen passiven und einen animierten Bestandteil aufweist.
4. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (5) neben der erforderlichen Benutzeraktion, die insbesondere
animiert dargestellt ist, die einzunehmende Meßposition und die aktuelle Meßposition
darstellt.
5. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß als passiver Bestandteil die einzunehmende Meßposition mit einem Oberkörper und einem
angewinkelten Unterarm angezeigt wird und daß innerhalb des passiven Bestandteils
ein animierter Unterarm abhängig vom Ergebnis der Auswertung der aktuell erfaßten
Position der Manschette (4) angezeigt wird, der die aktuelle Meßposition wiedergibt.
6. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blutdruckmessung erst dann automatisch gestartet wird, wenn die Zielposition
für die korrekte Meßhaltung erreicht oder eine bestimmte Zeit verstrichen ist.
7. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Start der Blutdruckmessung oder/und die Zielposition für eine korrekte Meßhaltung
durch ein akustisches Signal angezeigt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach den Umständen des Zustandekommens des Starts der Blutdruckmessung ein je unterschiedliches
akustischen Signal abgegeben wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (5) abhängig vom Ergebnis der Auswertung der aktuell erfaßten
Position der Manschette (4) eine Textanweisung oder Sprachanweisung und dabei eine
unmittelbare Anweisung für die zu positionierenden Körperteile ausgibt.
10. Blutdruckmeßgerät mit einer Manschette (4) für eine Blutdruckmessung am Handgelenk
oder Finger eines Benutzers, einer Positionserfassungseinrichtung zur Erfassung der
Position der Manschette (4), einer Auswerteeinheit zur Auswertung der erfaßten Position
der Manschette (4), einer Kontrolleinheit zur Kontrolle der Darstellung einer Benutzerführung,
einer Anzeigeeinrichtung (5) zur Anzeige sowohl der Ergebnisse der Blutdruckmessung
als auch der Benutzerführung, wobei die Benutzerführung Zeichen für bevorstehende
erforderliche Benutzeraktionen abhängig vom Ergebnis der Auswertung der aktuell erfaßten
Position der Manschette (4) darstellt, damit eine Zielposition erreichbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit derart ausgebildet ist, daß die Benutzerführung die bevorstehende
erforderliche Benutzeraktion unmittelbar in Bezug zu den zu bewegenden Körperteilen
des Benutzers darstellt, damit die Zielposition erreichbar ist.
11. Blutdruckmeßgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit oder die Anzeigeeinrichtung (5) derart ausgebildet sind, daß
auf der Anzeigeeinrichtung (5) ein Oberkörper mit einem angewinkelten Unterarm darstellbar
ist.
12. Blutdruckmeßgerät nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit und/oder die Anzeigeeinrichtung (5) derart ausgebildet sind,
daß die Benutzerführung zur Erreichung der Zielposition auf der Anzeigeeinrichtung
(5) einen passiven und einen animierten Bestandteil aufweist.
13. Blutdruckmeßgerät nach zumindest einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (5) neben der erforderlichen Benutzeraktion die einzunehmende
Meßposition und die aktuelle Meßposition darstellt.
14. Blutdruckmeßgerät nach zumindest einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (5) derart ausgebildet ist, daß als passiver Bestandteil die
einzunehmende Meßposition mit einem Oberkörper und einem angewinkelten Unterarm anzeigbar
ist und daß die Kontrolleinheit derart ausgebildet ist, daß innerhalb des passiven
Bestandteils ein Unterarm abhängig vom Ergebnis der Auswertung der aktuell erfaßten
Position der Manschette (4) anzeigbar ist, der die aktuelle Meßposition wiedergibt.
15. Blutdruckmeßgerät nach zumindest einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mikroprozessor zur Steuerung und Regelung des Meßablaufs derart ausgebildet ist,
daß die Blutdruckmessung dann automatisch startet, wenn die Zielposition für die korrekte
Meßhaltung erreicht oder eine bestimmte Zeit verstrichen ist.
16. Blutdruckmeßgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit derart ausgebildet ist, daß die Anzeigeeinrichtung (5) abhängig
vom Ergebnis der Auswertung der aktuell erfaßten Position der Manschette (4) eine
Textanweisung oder Sprachanweisung und damit eine unmittelbare Anweisung für die zu
positionierenden Körperteile ausgibt.
17. Blutdruckmeßgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit und/oder die Anzeigeeinrichtung (5) derart ausgebildet sind,
daß die grafische Darstellung der einzunehmenden Meßposition den auf der Anzeigeeinrichtung
(5) linksseitigen Unterarm angewinkelt zeigt.