[0001] Die Erfindung betrifft einen Spielgegenstand.
[0002] Sie hat zur Aufgabe, einen neuen, als Handspielpuppe zu gebrauchenden Spielgegenstand
zu schaffen.
[0003] Der erfindungsgemäße Spielgegenstand besteht aus weichem Material, und auf der einen
Seite ist bei ihm eine Mundöffnung und auf der anderen Seite ist eine Eintrittsöffnung
für eine Hand gebildet und es besteht Durchtrittsraum für die Hand bis nahe an die
Mundöffnung, wo das Material eine Kraftangriffsfläche für den Daumen und eine Kraftangriffsfläche
für mindestens einen Finger bietet derart, dass der Daumen und der Finger unter Verformung
des Materials den Mund öffnen können; zum Schließen ist die elastische Rückstellkraft
des Materials und/oder jeweils gegenüber der ersteren Kraftangriffsfläche eine weitere
Kraftangriffsfläche für den Daumen und den Finger vorgesehen.
Im Hinblick auf den gewünschten Gebrauch als Handspielpuppe wird der Spielgegenstand
in der Regel über den Mund hinaus personifiziert sein, vorzugsweise mit Augen und/oder
Ärmchen und/oder einer Mütze.
[0004] Hauptsächlicher Aspekt des Erfindungsgegenstands ist jedoch seine doppelte Verwendbarkeit
durch Gestaltung zugleich als Ball, vorzugsweise Fußball oder Handball, oder als sonst
zum Werfen geeigneter Gegenstand. Die Erfindung schafft einen Weg, einen solchen Gegenstand
zugleich zur Handspielpuppe zu machen, die den Mund öffnen und schließen kann. Der
Mechanismus dafür besteht, abgesehen von der Hand, im wesentlichen in der Verformbarkeit
des Materials.
[0005] Vorzugsweise weist der Spielgegenstand einen Vollmaterialkörper aus Schaumstoff auf,
in dem die Mundöffnung, die Eintrittsöffnung und der Durchtrittsraum vorzugsweise
nur durch einen von der einen Seite zur anderen Seite durchgehenden Einschnitt gebildet
sind. Ein Ausschnitt, mit dem Material entfernt wird, wäre möglich, ist aber nicht
nötig.
Grundsätzlich käme aber auch ein Hohlkörper aus Schaumstoff oder aus besonders weichem
porenfreien Kunststoff oder Gummi in Betracht.
[0006] Die genannten weiteren Kraftangriffsflächen, mit den die Mundöffnung in Schließrichtung
bewegt und auch möglichst ganz geschlossen werden können soll, liegen zweckmäßigerweise
einfach an der Rückseite einer Mundhöhlenwandung, die sich im Anschluss an die Mundöffnung
in den Körper hinein erstreckt.
Ist der Körper mit einer Umhüllung versehen, so ist die Mundhöhlenwandung vorzugsweise
durch eine mit der Umhüllung vernähte, vorzugsweise taschenförmige, Auskleidung gebildet.
Die Auskleidung kann mit der Umhüllung an einer solchen Stelle verbunden sein, dass
Lippen angedeutet sind.
[0007] Der genannte Einschnitt in dem Vollmaterialkörper aus Schaumstoff ist zweckmäßigerweise
ebenfalls mit einer Auskleidung versehen. Diese kann an ihren Enden, auf der einen
Seite zugleich mit der die Mundhöhlenwandung bildenden Auskleidung, mit der Umhüllung
vernäht sein.
Die die Mundhöhlenwandung bildende Auskleidung sollte, da sie zum Schließen der Mundöffnung
Kräfte übertragen soll, aus einem steiferen, dickeren Material bestehen als die Auskleidung
des Ein- oder Ausschnittes. Ggf. erhält sie auf der Rückseite eine Versteifungsauflage.
[0008] Die Zeichnungen geben ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder.
Fig. 1 zeigt einen Spielgegenstand in Vorderansicht,
Fig. 2 zeigt den Spielgegenstand in Rückansicht,
Fig. 3 zeigt den Spielgegenstand in einem senkrechten, mittigen Schnitt und
Fig. 4 zeigt den Spielgegenstand in dem Schnitt nach Fig. 3 beim Gebrauch.
[0009] Ein kugelförmiger Körper 1 aus weichem Schaumstoff von der Größe eines kleineren
Fußballs ist mit einer Umhüllung 2 aus weichem, dünnem Leder versehen. Die Umhüllung
ist nach der Art der Lederhülle des Fußballes aus sechseckigen und fünfeckigen Stücken
zusammengesetzt.
[0010] Außerdem ist der Spielgegenstand als Kopf gestaltet mit einer Mundöffnung 3, von
der im geschlossenen Zustand Lippen 4 zu sehen sind, mit Augen 5 in Form aufgeklebter
konvexer Kunststoffschalen und mit einer kleinen Mütze 6. Die Personifizierung ist
ergänzt durch zwei kleine Ärmchen 7.
[0011] Die Mundöffnung 3 stellt das vordere Ende eines von der Vorderseite zur Rückseite
des Körpers 1 durchgehenden Einschnitts 8 dar. Das rückwärtige Ende ist Eintrittsöffnung
9 für eine Hand, die unter Aufweitung des Einschnitts 8 in diesem vorgeschoben werden
kann, so dass der Daumen und die Finger bis in den Bereich der Mundöffnung gelangen.
[0012] Der Einschnitt ist mit einer Auskleidung 10 versehen. Die Auskleidung 10 ist an ihren
beiden Enden mit der Umhüllung 2 vernäht.
An der Mundöffnung 3 ist außerdem eine weitere, taschenförmige Auskleidung 11 zugleich
mit der Auskleidung 10 mit der Umhüllung 2 vernäht. Sie bildet die Lippen 4 der Mundöffnung
3 und erstreckt sich innerhalb der Auskleidung 10 in den Einschnitt 8 hinein.
Die Auskleidung 11 besteht aus steiferem Material als die Auskleidung 10 und ist zusätzlich
mit einer Versteifungsauflage 12 versehen. Die Versteifungsauflage 12 ist nur in einem
seitlichen und rückwärtigen Bereich mit der taschenförmigen Auskleidung 11 vernäht.
An den Lippen 4 endet sie vor der Naht.
[0013] Zur Bewegung des Mundes greift der Daumen unter und greifen die Finger über die taschenförmige
Auskleidung 11. Um den Mund zu öffnen, werden Daumen und Finger auseinandergespreizt.
Sie stoßen dabei auf durch Pfeile 13 bzw. 14 verdeutlichte Kraftangriffsflächen an
der Auskleidung 10 und, an der Unterseite bzw. Oberseite des Einschnitts 8, an dem
Schaumstoffmaterial des Körpers 1.
Zum Schließen des Mundes wirken die Enden des Daumens und der Finger von unten bzw.
oben auf die Rückseite der Auskleidung 11 und der Versteifungsauflage 20. Die betreffenden
Kraftangriffsflächen sind wiederum durch Pfeile 15 bzw. 16 kenntlich gemacht.
[0014] Der Körper 1 im ganzen ist dabei klemmend auf der zwischen der Mundöffnung 3 und
der Eintrittsöffnung 9 in den Einschnitt 8 steckenden Hand gehalten.
Um sicherzustellen, dass die Daumenkuppe und die Fingerkuppe möglichst weit vorne
bleiben, kann der Benutzer auch das innere Ende der taschenförmigen Auskleidung 11
zwischen dem kleinen Finger und dem Ringfinger einerseits und dem Handballen andererseits
fassen und festhalten.
Infolge der Bogenform der Mundöffnung und der Verbindung der Auskleidung 11 mit der
Umhüllung 2 sind hier weitere Taschen entstanden, in die der Daumen und die Finger
greifen.
[0015] Alle beschriebenen Einrichtungen zum Halten des Spielgegenstands und Bewegen der
Mundöffnung 3 sind weich und stellen keine Gefahr bei der Verwendung des Spielgegenstands
als Ball dar. Die Ärmchen 7 und die Mütze 6 sind so untergeordnet dimensioniert, dass
sie beim Werfen und Fangen nicht stören.
1. Spielgegenstand aus weichem Material, bei dem auf einer Seite eine Mundöffnung (3)
und auf der anderen Seite eine Eintrittsöffnung (9) für eine Hand gebildet ist und
Durchtrittsraum (8,10) für die Hand bis nahe an die Mundöffnung (3) besteht, wo das
Material eine Kraftangriffsfläche (13) für den Daumen und eine Kraftangriffsfläche
(14) für mindestens einen Finger bietet derart, dass der Daumen und der Finger unter
Verformen des Materials den Mund öffnen können, und zum Schließen die elastische Rückstellkraft
des Materials und/oderjeweils gegenüber der ersteren Kraftangriffsfläche (13; 14)
eine weitere Kraftangriffsfläche (15:16) für den Daumen und den Finger vorgesehen
ist.
2. Spielgegenstand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weiteren Kraftangriffsflächen (15; 16) an der Rückseite einer Mundhöhlenwandung
(11) liegen.
3. Spielgegenstand nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mundhöhlenwandung durch eine an die Mundöffnung (3) anschliessende, vorzugsweise
taschenförmige, Auskleidung (11) gebildet ist.
4. Spielgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass er einen Vollmaterialkörper (1) aus Schaumstoff aufweist, in dem vorzugsweise die
Mundöffnung (3), die Eintrittsöffnung (9) und der Durchtrittsraum (8,10) durch einen
von der einen Seite zur anderen Seite durchgehenden Ein- (8) oder Ausschnitt gebildet
sind.
5. Spielgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Ball, vorzugsweise Fußball oder Handball, gestaltet ist.
6. Spielgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass er über den Mund (3,4) hinaus personifiziert ist, vorzugsweise mit Augen (5) und/oder
Ärmchen (7) und/oder einer Mütze (6).
7. Spielgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass sein Körper (1) mit einer Umhüllung (2) versehen ist.
8. Spielgegenstand nach den Ansprüchen 3 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Mundhöhlenwandung bildende Auskleidung (11) mit der Umhüllung (2) verbunden
ist, vorzugsweise an solcher Stelle, dass Lippen (4) angedeutet sind.
9. Spielgegenstand nach den Ansprüchen 4 und 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ein- (8) oder Ausschnitt mit einer Auskleidung (10) versehen ist, die an ihren
Enden, auf der einen Seite vorzugsweise zugleich mit der die Mundhöhlenwandung bildenden
Auskleidung (11), mit der Umhüllung (2) verbunden, vorzugsweise vernäht, ist.
10. Spielgegenstand nach den Ansprüchen 3 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Mundhöhlenwandung bildende Auskleidung (11) aus einem steiferen, dickeren
Material und die Auskleidung (10) des Ein- (8) oder Ausschnittes aus einem dünneren
Material besteht.
11. Spielgegenstand nach den Ansprüchen 3 und 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Mundhöhlenwandung bildende Auskleidung (11) mit einer Versteifungsauflage
(12) versehen ist.