[0014] Die Fig. 1a bis 1l zeigen eine Einrichtung 1 zur Herstellung von Stapelpaketen 2
aus fortlaufend, in einem Schuppenstrom 3 zugeführten Druckbogen 4. Die Druckbogen
4 werden wie in der EP 0'623'542 A1 beschrieben über eine Fördervorrichtung (nicht
ersichtlich) in einem Schuppenstrom 3 einer horizontalen Stapelauflage 5 zugeführt,
nachdem sie zuvor ausgerichtet und in die gewünschte Schuppenform versetzt worden
sind, d.h., die Schuppenformation muss nach der Druckmaschine seitlich um 180° gewendet
werden.
Ist die Schuppenformation von einem Wickel zu verarbeiten, ist vorerst ein Umwickeln
auf einen anderen Wickel unerlässlich. Die Fig. 1a bis 1l zeigen weiterhin, dass die
Einrichtung 1 fahrbar ausgestaltet ist und somit an die Auslage verschiedener Druckmaschinen
eines Betriebes anschliessbar ist.
Die Fig. 1a zeigt die Einrichtung 1 im Leerzustand bei einlaufendem Schuppenstrom
3 und über die Stapelauflage 5 angehobenem ersten Stützelement 6 einer mehrteiligen
Stützvorrichtung 7. Diese besteht weiterhin aus einem zweiten Stützelement 8, das
ebenfalls in angehobenem Zustand veranschaulicht ist. Den beiden Stützelementen 6,
8 ist ein drittes Stützelement 9 zugeordnet, das ebenfalls in der ausgestossenen Lage
dargestellt ist. Die die Stützvorrichtung 7 bildenden Stützelemente 6, 8, 9 sind an
einer unterhalb der Stapelauflage 5, parallel zu dieser angeordneten Führung 10 entlang
der Stapelauflage 5 angetrieben.
Hierzu sind die Stützelemente 6, 8, 9 beispielsweise mit entlang der Stapelauflage
5 in Papierlaufrichtung und zurück angetriebenen Zugmitteln wie Zahnriemen oder Ketten
verbunden und lassen sich durch gesteuerte Stellmittel hochstellen und absenken. Ein
Ausführungsbeispiel der Antriebsanordnung für die Stützvorrichtung 7, insbesondere
Stützelement 9 ist in Fig. 2 dargestellt. Letztere vermittelt eine an einem Gestell
der Einrichtung 1 befestigte, seitliche Führung 10, an der ein entlang der Stapelauflage
5 verfahrbares Fahrwerk 11 angeordnet ist, an welchem das Stützelement 9 anheb- und
absenkbar geführt ist. Dafür sind zwei Säulen 12 vorgesehen, an denen das drei Stützplatten
13 aufweisende Stützelement 9 von einem Pneumatikzylinder (nicht ersichtlich) senkrecht
antreibbar ist. Der Antrieb des Stützelementes 9 entlang der Stapelauflage 5 erfolgt
durch Zahnriemen 14, von dem sowohl der obere wie auch der untere Trum erkennbar ist.
Der Antriebsmotor für Zahnriemen 14 befindet sich am entgegengesetzten Ende der Stapelauflage
5. Zahnriemen 15 ist zum Antrieb von Stützelement 6 und Zahnriemen 16 für Stützelement
8 vorgesehen. Die Zahnriemen 15 bis 17 werden jeweils um Pulleys umgelenkt, von denen
eines mit einem Antriebsmotor verbunden ist, wobei Zahnriemen 16 ein Getriebemotor
17 und Zahnriemen 15 Getriebemotor 18 zugeordnet ist. Die Stützelemente 6, 8 sind
wie Stützelement 9 an einem eigenen Fahrwerk (in Fig. 2 nicht veranschaulicht) befestigt
und werden wie Stützelement 9 von einem Pneumatikzylinder betätigt. In Fig. 1a ist
oberhalb der Stapelauflage 5 eine entlang dieser verfahrbare Pressvorrichtung 19 angeordnet,
die ein auf der Stapelauflage 5 gefertigtes Stapelpaket 2 erfasst und in eine anschliessende
Umreifungsvorrichtung 20 transportiert.
Von der Pressvorrichtung 19 ist in Fig. 3 ein Tragwerk 21 mit einem Pressteil 22 entgegen
der Papierlaufrichtung betrachtet dargestellt. Das Tragwerk erstreckt sich quer zur
Papierlaufrichtung und ist beidseits durch zwei Rollen 23 in einer stationären C-förmigen
Laufschiene (nicht sichtbar) fahrbar angeordnet. An der Unterseite ist die Laufschiene
27 mit einer Zahnstange (nicht dargestellt) versehen, mit der jeweils ein Zahnrad
24 eines Fahrantriebes 25 kämmt. Der Pressteil 22 besteht aus zwei Pressplatten 26,
die an einer darüber angeordneten Führungsstange 26 quer zur Papierlaufrichtung an
das Format der zu verarbeitenden Druckbogen verstellbar sind. Der Aktionsbereich der
Pressvorrichtung 19 erstreckt sich von der Stapelauflage 5 in die Umreifungsvorrichtung
20. Entlang der Stapelauflage 5 befindet sich ein in Papierlaufrichtung vorauslaufender
Pressteil 28 der mit Pressteil 22 die Pressvorrichtung 19 bildet, die in Fig. 1a in
einer Ausgangsposition steht. Bei Beginn der Stapelbildung befinden sich die Stützelemente
6, 9 der Stützvorrichtung 7 über die Stapelauflage 5 hochgefahren im Begriff der Uebernahme
einer Endplatte 29, die seitlich der Einrichtung 1 aus einem Plattenmagazin zwischen
die beabstandeten Stützelemente 8, 9 versetzt wird. Im dargestellten Fall handelt
es sich um eine Endplatte 29, die für das in Papierlaufrichtung vordere Ende eines
Stapels resp. Stapelpakets 2 vorgesehen ist. Die (vordere) Endplatte 29 wird nun zwischen
den Stützelementen 8, 9 über die Stapelauflage 5 an das vordere Stapelende eines Stapels
geführt, welches von Stützelement 6 aufrecht stehend gehalten wird. In Fig. 1b hat
sich inzwischen das zweite Stützelement 8 von der Stapelauflage 5 nach unten entfernt
und die Endplatte 29 wird nun zwischen den Stützelementen 6 und 9 gehalten. Der Sammelvorgang
wird dabei aufrechterhalten und das erste Stützelement 6 der Stützvorrichtung 7 kann
nun auch nach unten versetzt werden, sodass die Endplatte 29 gestützt durch Stützelement
9 am vorderen Stapelende zur Anlage kommt (siehe Fig. 1c). Während sich der Stapel
auf der Stapelauflage 5 weiterentwickelt, bewegen sich die Stützelemente 6, 8 in ihre
Ausgangsposition vor dem hinteren Stapelende (siehe Fig. 1d).
In der Situation gemäss Fig. 1e liegt ein Stapelpaket 2 zwischen der von dem Stützelement
9 stehend aufrecht gehaltenen Endplatte 29 und dem zweiten Stützelement 8 vor, das
gemeinsam mit Stützelement 6 aus der Ausgangsposition in eine Trennposition versetzt
worden ist und durch eine den Stützelementen 6, 8 zugeordnete Trennvorrichtung, beispielsweise
eine solche wie in EP 0'623'542 A1 beschrieben, den ankommenden Schuppenstrom 3 vor
dem Stapelbeginn unterbricht. Die nicht ersichtliche Trennvorrichtung schafft einen
Spalt, in den anschliessend die Stützelemente 6 und 8 gemeinsam eingeschoben werden.
Stützelement 6 übernimmt die Stützfunktion am vorderen Ende des nachfolgenden Stapels
und Stützelement 8 stützt das hintere Ende des Stapelpakets 2.
Während die Stapelbildung kontinuierlich fortgesetzt wird, haben die Stützelemente
8 und 9 das Stapelpaket 2 in eine Position transportiert, wo es von einer Pressvorrichtung
19 übernommen werden soll. In dieser Position (siehe Fig. 1f) befindet sich das Stapelpaket
2 zwischen zwei Pressteilen 22, 28 der Pressvorrichtung 19, so, dass dem hinteren
Ende des Stapelpakets 2 eine Endplatte 30 aus dem seitlichen Endplattenmagazin zugeführt
werden kann, d.h., das Endplattenmagazin ist zwischen den Pressteilen 22, 28, näherungsweise
Pressteil für das hintere Stapelpaketende angeordnet. Pressteil 22 und hinteres Stapelpaketende
bzw. das dieses stützende Stützelement 8 bilden einen Spalt in den die hintere Endplatte
30 eingeschoben wird. Beide Endplatten 29 und 30 weisen die gleichen Ausmasse auf
(siehe Fig. 1g).
Anschliessend werden gemäss Fig. 1h der in Papierlaufrichtung vordere Pressteil 28
und der hintere Pressteil 22 mit dazwischenliegender Endplatte 29 und 30 an die Enden
des Stapelpaketes 2 angelegt und gleichzeitig die Stützelemente 8 und 9 aus dem Stapelbereich
ausgefahren. Unterdessen wird auch die Stapelbildung am Ende des Schuppenstromes fortgesetzt.
Das von den Pressteilen 22, 28 erfasste Stapelpaket 2 wird nun an den Laufschienen
27 in die Umreifungsvorrichtung 20 überführt und die Stützelemente 8, 9 sind zur Uebernahme
einer vorderen Endplatte 29 an dem Endplattenmagazin angekommen. Währenddem die vordere
Endplatte 29 an das vordere Stapelende des sich laufend vergrössernden Stapels versetzt
wird, wird das Stapelpaket 2 in der Umreifungsvorrichtung 20 endgültig abgepresst
und anschliessend umreift bzw. zusammengebunden.
In Fig. 1l steht die vordere Endplatte 29 gestützt durch Stützelement 9 am vorderen
Stapelende an, die Stützelemente 6, 8 sind ausgefahren und die Umreifung ist vollzogen.
Die Stützelemente 6, 8 kehren beim nächsten Schritt in die Ausgangsstellung zurück,
wo gemäss Fig. 1d ein neuer Stapelprozess schon begonnen hat.