[0001] Die Erfindung betrifft ein Textildruckverfahren bei welchem ein textiles Flächengebilde
mit einem Grundfarbstoff vorzugsweise dunkel eingefärbt und in einem Musterbereich
mit einem Druckmuster versehen wird. Die Erfindung betrifft weiter eine Reserve- oder
Ätztinte zum Aufbringen auf ein textiles Flächengebilde.
[0002] Im klassischen Textildruck mit Siebdruckschablonen ist es möglich, Druckmuster bzw.
Motive auf dunkle Hintergrundflächen zu drucken. Prinzipiell wird zwischen Weißdruck-,
Reservedruck- und Ätzdrucktechnik unterschieden. Beim Weißdruck wird der Grund mit
weißer Farbe abgedeckt, während beim Reservedruck die Fixierung der Grundfarbe ganz
oder teilweise verhindert wird und beim Ätzdruck die Einfärbung örtlich zerstört wird.
Nachteilig ist der hohe Herstellungsaufwand für die Schablonen insbesondere bei kurzen
Metragen und höherfarbigen Motiven.
[0003] Neben den klassischen Methoden ist auch zum Bedrucken von textilen Flächen eine Direktdrucktechnik
im Tintenstrahlverfahren bekannt, um beliebige Bildmotive durch digitale Verarbeitung
in hoher Auflösung wieder zu geben. Dabei ist grundsätzlich auch ein Druck mit dunklem
bzw. farbigem Grund möglich, indem die Deckfarbe und das Motiv nebeneinander gedruckt
werden. Problematisch sind hier hinsichtlich der Deckfarbe hoher Verbrauch, mangelnde
Egalität, eingeschränkter Farbraum sowie begrenzte Farbtiefe und fehlender Durchdruck.
Hinzu kommt das so genannte Dithering bei kritischen Farbtönen, wodurch unerwünschte
sichtbare Farbpunkte entstehen.
[0004] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik
aufgetretenen Nachteile zu vermeiden und den Textildruck von Motiven auf dunklem bzw.
farbigem Grund weitgehend ohne gestalterische Einschränkungen bei möglichst geringem
Produktionsaufwand zu ermöglichen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird die in den unabhängigen Patentansprüchen jeweils angegebene
Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, den Tintenstrahldruck zum kontrollierten
Nichtfärben bzw. Freihalten des Motivs von der Grundfarbe einzusetzen. Dementsprechend
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der Musterbereich durch Tintenstrahldruck
mit einer Reservetinte beaufschlagt wird, wobei die Reservetinte in dem Musterbereich
ein dauerhaftes Fixieren des Grundfarbstoffs verhindert. Alternativ ist es vorgesehen,
dass der Musterbereich durch Tintenstrahldruck mit einer Ätztinte beaufschlagt wird,
wobei die Ätztinte in dem Musterbereich den Grundfarbstoff zerstört.
[0007] Dadurch ist es möglich, eine egale Grundfärbung auch bei schwierigen Farbnuancen
durch ein einfaches Färbeverfahren in einem gesonderten Verfahrensschritt zu ermöglichen,
während das Aufdrucken der Reserve- bzw. Ätztinte im Motivbereich eine flexible Gestaltung
durch Einsatz digitaler Techniken erlaubt.
[0008] Zur fixierhemmenden Wirkung ist es von Vorteil, wenn die Reservetinte ein Reservierungsmittel
auf Basis von Sulfiten, Sulfitaddukten, Thioharnstoff oder Zubereitungen davon enthält.
[0009] Hingegen ist es zum Zerstören des Grundfarbstoffs günstig, wenn die Ätztinte ein
geeignetes Reduktionsmittel, insbesondere Sulfoxylate enthält.
[0010] Eine weitere Verbesserung lässt sich dadurch erzielen, dass der Grundfarbstoff durch
einen Vinylsulfonfarbstoff gebildet ist.
[0011] Das vollflächige Einfärben des Flächengebildes mit dem Grundfarbstoff kann durch
ein Klotzverfahren vor oder nach dem Aufbringen der Reserve- bzw. Ätztinte erfolgen.
Damit lassen sich brillante Färbungen mit hoher Farbstärke erhalten.
[0012] In einem weiteren Verfahrensschritt wird das textile Flächengebilde vorzugsweise
durch Einwirkung von Sattdampf einer Fixierbehandlung unterzogen. Dabei kann ein pH-Regulator
vorzugsweise aus der Gruppe Soda, Hydrogencarbonat, Natronlauge, Wasserglas oder Kaliumcarbonat
aktiviert werden.
[0013] Eine Ausführung der Erfindung sieht vor, dass das Druckmuster als Weißreserve bzw.
Weißätze gebildet wird. Durch Aufbringen von Buntfarbstoffen vorzugsweise auf Basis
von Monochlortriazinen ist es alternativ möglich, dass das Druckmuster als Buntreserve
bzw. Buntätze gebildet wird.
[0014] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung werden eine vorzugsweise mehrfarbige Drucktinte
für das Druckmuster und die Reserve- oder Ätztinte über verschiedene Tintenkanäle
eines digital angesteuerten Tintenstrahldruckers rasterförmig auf den Musterbereich
aufgespritzt. Der Druckkopf arbeitet zeilenweise, wobei eine Vielzahl von parallelen
Kanälen bzw. Druckdüsen vorhanden sind, um durch dicht nebeneinander gedruckte verschiedenfarbige
Druckpunkte additiv einen Rasterpunkt als Bildpunkt eines digitalen Bildes bzw. Motivs
zu erzeugen.
[0015] Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Reserve- oder Ätztinte nach dem Spotcolorprinzip
über einen gesonderten Tintenkanal des Tintenstrahldruckkopfs aufgebracht wird.
[0016] Um die Tinte thermisch nicht zu belasten, ist es vorteilhaft, wenn ein auf Piezobasis
arbeitender Tintenstrahldrucker eingesetzt wird.
[0017] Im Hinblick auf die speziellen Gegebenheiten beim Tintenstrahldruck wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, dass die Reserve- oder Ätztinte einen Viskositätsregulator auf Basis
von Glykolen, insbesondere Polyethylenglykol oder Polyacrylaten enthält, wobei eine
Viskosität im Bereich von 2 bis 10 mPas günstig für die Tropfenbildung an der Düse
ist. Zur Einstellung der Oberflächenspannung vorteilhafterweise im Bereich von 20
bis 50 mN/m kann die Reserve- oder Ätztinte ein vorzugsweise nichtionisches Tensid
enthalten. Um ein Austrocknen zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn die Reserve-
oder Ätztinte hygroskopische Zusatzstoffe, beispielsweise Harnstoff oder Glycerin
enthält. Ein biologischer Abbau beispielsweise durch Bakterien lässt sich dadurch
verzögern, dass die Reserve- oder Ätztinte ein Konservierungsmittel wie Formaldehyd
enthält.
[0018] Vorteilhafterweise enthält die Reserve- oder Ätztinte demineralisiertes Wasser als
Trägersubstanz.
[0019] Um den Tintenstrahldruckkopf nicht zu schädigen, sollte die Leitfähigkeit der Reserve-
oder Ätztinte weniger als 60 mS/cm betragen.
[0020] Zur Optimierung des Druckbetriebs ist es vorteilhaft, wenn die Reserve- oder Ätztinte
vor dem Gebrauch mittels Ultraschall entgast wird.
[0021] Ein weiterer Aspekt der Erfindung liegt in einer Reservetinte zum Aufbringen auf
ein textiles Flächengebilde durch Tintenstrahldruck, enthaltend ein vorzugsweise auf
Basis von Sulfiten oder Sulfitaddukten gebildetes Reservierungsmittel zur Fixierhemmung
eines Grundfarbstoffs. Noch ein weiterer Erfindungsgegenstand ist eine Ätztinte zum
Aufbringen auf ein textiles Flächengebilde durch Tintenstrahldruck, enthaltend ein
Reduktionsmittel, insbesondere Sulfoxylate zum Zerstören eines Grundfarbstoffs.
[0022] Eine bevorzugte Verwendung einer erfindungsgemäßen Reserve- oder Ätztinte liegt im
digitalen Textildruck auf dunklem Grund unter Einsatz der Tintenstrahltechnik.
[0023] In den folgenden Ausführungsbeispielen wird die Erfindung im Hinblick auf den digitalen
Textildruck auf dunklem Grund näher erläutert.
Das Druckverfahren sieht vor, dass ein textiles Flächengebilde aus einem natürlichen
oder synthetischen Fasermaterial mit einem Druckmuster versehen wird, indem ein definierter
Musterbereich mittels eines Tintenstrahldruckers mit einer Reservetinte oder Ätztinte
beaufschlagt wird, so dass in dem Musterbereich ein dauerhaftes Fixieren eines nach
dem Klotzverfahren aufgebrachten dunklen Grundfarbstoffs verhindert wird bzw. der
Grundfarbstoff zerstört wird. Erfolgt kein weiterer Überdruck, so erhält man an diesen
Stellen eine Weißreserve bzw. Weißätze, während durch Überdrucken mit Buntfarbstoffen
auf Basis von Monochlortriazinfarbstoffen oder anderen nicht vinylsulfonhaltigen Reaktivfarbstoffen
eine Buntreserve bzw. Buntätze gebildet wird. In letzterem Fall werden die Buntfarbstoffe
für das Druckmuster als verschiedenfarbige Drucktinten sowie die Reserveoder Ätztinte
über einzeln zugeordnete Tintenkanäle eines Tintenstrahldruckkopfs rasterförmig auf
den Musterbereich aufgespritzt. Dabei kann die Reserve- bzw. Ätztinte als Spotcolor
verarbeitet werden, wobei ein auf Piezobasis arbeitender Tintenstrahldrucker zum Einsatz
kommt.
Eine bevorzugte Zusammensetzung der Reservetinte enthält folgende Komponenten:
- Reservierungsmittel auf Basis von Natriumhydrogensulfit, Sulfitaddukten, Thioharnstoff
und Zubereitung davon, mit einer Leitfähigkeit von < 60 mS/cm im Endprodukt;
- Viskositätsregulator auf Basis von Polyethylenglykol und anderen Glykolen und Verdickungsmitteln
zur Einstellung einer Viskosität von 2 bis 10 mPas;
- Nichtionisches Tensid zur Einstellung einer Oberflächenspannung im Bereich von 20
- 50 mN/m;
- 0 - 200 g/kg hygroskopische Zusätze, wie beispielsweise Harnstoff oder Glycerin;
- Demineralisiertes Wasser;
- Konservierungsmittel wie Formaldehyd.
[0024] Eine geeignete Ätztinte enthält anstelle des Reservierungsmittels ein Reduktionsmittel,
insbesondere Sulfoxilate zum Zerstören des Grundfarbstoffs.
[0025] Vor dem Gebrauch sollte die Tinte mittels Ultraschall entgast werden, um einen ungestörten
Durchfluss durch die Tintenkanäle zu gewährleisten.
Nachstehend werden einige Verfahrensvarianten für Reservedruck erläutert:
Beispiel 1 - Vordruckreserve
[0026] Das Textil wird mit einer Verdickungsmittellösung auf Basis natürlicher Alginate
oder auf Basis synthetischer Verdickersysteme vorgeklotzt und anschließend getrocknet.
Die Vorklotzflotte setzt sich wie folgt zusammen:
| 5 - 50 |
g/kg |
Na-Alginat als Verdickungsmittel; |
| 0 - 150 |
g/kg |
Harnstoff zur Erhöhung der Farbtiefe; |
| 3 |
g/kg |
Komplexbildner zum Beispiel auf Basis von Polyphosphaten; |
| x |
g/kg |
Wasser demineralisiert. |
[0027] Der Abquetscheffekt sollte bei ca. 80 % liegen.
[0028] Auf die geklotzte Ware wird, wie vorstehend beschrieben, mit dem Tintenstrahldrucker
die Reservetinte und gegebenenfalls zusätzlich Monochlor-Triazin-Buntfarbstoffe aufgedruckt.
[0029] Anschließend wird die Ware mit einer Überklotzflotte folgender Zusammensetzung geklotzt:
- Fondfarbstoff auf Basis von Vinylsulfonen;
- Alkali (Natriumhydrogencarbonat, Soda, Wasserglas, Pottasche);
- Migrationsverhinderer (Salz- bzw. Verdickungsmittelzusätze).
Rezeptbeispiel:
[0030]
| 10 - 80 |
g/kg |
Vinylsulfonfarbstoff als Fond; |
| 5 - 50 |
g/kg |
Alginat als Migrationsverhinderer; |
| 0 - 100 |
g/kg |
Natriumcarbonat oder andere Alkalispender (Natriumhydrogencarbonat, Soda, Wasserglas,
Pottasche); |
| x |
g/kg |
Wasser. |
[0031] Der Abquetscheffekt sollte ca. 80 % betragen.
[0032] Die Fixierung erfolgt unter Sattdampfbedingungen oder mit Heißdampf in 2 bis 10 Minuten.
Anschließend werden die Drucke, wie bei Reaktivfarbstoffen üblich, kochend ausgewaschen.
Beispiel 2 - Überdruckreserve mit Alkalispender
[0033] Die Ware wird mit einer Klotzflotte geklotzt, die einen Alkalispender (Natriumtrichloracetat
oder Natriumhydrogencarbonat) und den für den Fond vorgesehenen Vinylsulfonfarbstoff
sowie ein Antimigrationshilfsmittel enthält, gemäß folgendem Rezeptbeispiel:
| 10 - 80 |
g/kg |
Vinylsulfonfarbstoff; |
| 0 - 150 |
g/kg |
Harnstoff; |
| 3 - 20 |
g/kg |
Phosphat; |
| 5 - 50 |
g/kg |
Alginat; |
| 10 - 100 |
g/kg |
Alkalispender; |
| x |
g/kg |
Wasser. |
[0034] Nach vorsichtiger Trocknung unter 100°C werden Reservetinte und Buntilluminationsfarbstoffe
mit der Tintenstrahltechnik gleichzeitig aufgedruckt. Anschließend wird die Ware fixiert
und ausgewaschen, wie oben beschrieben.
Beispiel 3 - Überdruckreserve ohne Alkalispender (2-Phasen-Verfahren)
[0035] Die Ware wird mit einer den Fondfarbstoff und Alginate oder synthethische Verdickungsmittel
enthaltenden Klotzflotte geklotzt und anschließend getrocknet.
[0036] Rezeptbeispiel für die Vorklotzflotte:
| 10 - 80 |
g/kg |
Vinylsulfonfarbstoff; |
| 0 - 150 |
g/kg |
Harnstoff; |
| 0 - 10 |
g/kg |
Ludigol; |
| 5 - 50 |
g/kg |
Alginat; |
| 2 |
g/kg |
Mononatriumphosphat (pH 6-7) als Puffer; |
| x |
g/kg |
Wasser. |
[0037] Die geklotzte Ware wird wie beschrieben mit dem Tintenstrahldrucker bedruckt.
[0038] Zur Fixierung werden die Drucke mit einer alkali- und salzhaltigen Überklotzflotte
geklotzt und anschließend im Sattdampf fixiert.
[0039] Rezeptbeispiel für die Überklotzflotte:
| 0 - 100 |
g/kg |
Glaubersalz; |
| 5 - 150 |
g/kg |
Soda; |
| 0 - 50 |
g/kg |
Pottasche oder andere Alkalispender; |
| 0 - 30 |
g/kg |
Natriumbicarbonat; |
| x |
g/kg |
Wasser. |
Beispiel 4 - Buntreserven
[0040] Mit allen drei Varianten können auch Buntreserven nach der vorstehend beschriebenen
Verfahrensweise hergestellt werden.
1. Textildruckverfahren bei welchem ein textiles Flächengebilde mit einem Grundfarbstoff
vorzugsweise dunkel eingefärbt und in einem Musterbereich mit einem Druckmuster versehen
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Musterbereich durch Tintenstrahldruck mit einer Reservetinte beaufschlagt wird,
wobei die Reservetinte in dem Musterbereich ein dauerhaftes Fixieren des Grundfarbstoffs
verhindert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reservetinte ein Reservierungsmittel auf Basis von Sulfiten, Sulfitaddukten,
Thioharnstoff oder Zubereitungen davon enthält.
3. Textildruckverfahren bei welchem ein textiles Flächengebilde mit einem Grundfarbstoff
vorzugsweise dunkel eingefärbt und in einem Musterbereich mit einem Druckmuster versehen
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Musterbereich durch Tintenstrahldruck mit einer Ätztinte beaufschlagt wird, wobei
die Ätztinte in dem Musterbereich den Grundfarbstoff zerstört.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ätztinte zum Zerstören des Grundfarbstoffs Reduktionsmittel, insbesondere Sulfoxylate
enthält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundfarbstoff durch einen Vinylsulfonfarbstoff gebildet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächengebilde durch ein Klotzverfahren vor oder nach dem Aufbringen der Reserve-
bzw. Ätztinte vollflächig mit dem Grundfarbstoff eingefärbt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Flächengebilde vorzugsweise durch Einwirkung von Sattdampf einer Fixierbehandlung
unterzogen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Fixierbehandlung ein pH-Regulator vorzugsweise aus der Gruppe Soda, Hydrogencarbonat,
Natronlauge, Wasserglas oder Kaliumcarbonat aktiviert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmuster als Weißreserve bzw. Weißätze gebildet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmuster als Buntreserve bzw. Buntätze durch Aufbringen von Buntfarbstoffen
vorzugsweise auf Basis von Monochlortriazinen gebildet wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorzugsweise mehrfarbige Drucktinte für das Druckmuster und die Reserve- oder
Ätztinte über verschiedene Tintenkanäle eines digital angesteuerten Tintenstrahldruckers
rasterförmig auf den Musterbereich aufgespritzt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte nach dem Spotcolorprinzip über einen gesonderten Tintenkanal
eines Tintenstrahldruckkopfs aufgebracht wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf Piezobasis arbeitender Tintenstrahldrucker eingesetzt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte einen Viskositätsregulator auf Basis von Glykolen, insbesondere
Polyethylenglykol oder Polyacrylaten enthält.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte eine Viskosität im Bereich von 2 bis 10 mPas aufweist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte ein vorzugsweise nichtionisches Tensid zur Einstellung
der Oberflächenspannung enthält.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte eine Oberflächenspannung im Bereich von 20 bis 50 mN/m
aufweist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte hygroskopische Zusatzstoffe, beispielsweise Harnstoff
oder Glycerin enthält.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte ein Konservierungsmittel wie Formaldehyd enthält.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte demineralisiertes Wasser als Trägersubstanz enthält.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitfähigkeit der Reserve- oder Ätztinte weniger als 60 mS/cm beträgt.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Reserve- oder Ätztinte vor dem Gebrauch mittels Ultraschall entgast wird.
23. Reservetinte zum Aufbringen auf ein textiles Flächengebilde durch Tintenstrahldruck,
enthaltend ein vorzugsweise auf Basis von Sulfiten oder Sulfitaddukten gebildetes
Reservierungsmittel zur Fixierhemmung eines Grundfarbstoffs.
24. Ätztinte zum Aufbringen auf ein textiles Flächengebilde durch Tintenstrahldruck, enthaltend
ein Reduktionsmittel, insbesondere Sulfoxylate zum Zerstören eines Grundfarbstoffs.
25. Verwendung einer Reserve- oder Ätztinte nach einem der vorhergehenden Ansprüche für
den digitalen Textildruck auf dunklem Grund unter Einsatz der Tintenstrahltechnik.