[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung, eine mit dieser Verbindungsvorrichtung
versehene Abdeckvorrichtung und ein Trennelement, insbesondere eine Schiebetür, nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, 9 bzw. 12.
[0002] Die Erfindung betrifft insbesondere eine Abdeckvorrichtung, mittels der eine zum
Halten einer Glasplatte dienende, gegebenenfalls optisch störend in Erscheinung tretende
Montagevorrichtung abgedeckt werden soll.
[0003] Vorrichtungen zum Halten von Glasplatten sind beispielsweise aus der WO 02/10544
A1 oder der EP 0 940 542 A2 bekannt. Diese Vorrichtungen weisen eine Klemmvorrichtung
mit zwei mittels einer Schraube gegeneinander verschiebbaren Elementen auf, zwischen
denen eine Glasplatte kraftschlüssig gehalten wird.
[0004] Figur 1 zeigte eine mittels Laufwerken 9 und einem Führungsstift 90 entlang einer
oberen und unteren Schiene 7, 70 geführte Schiebetür. Die Schiebetür ist mit einer
Vorrichtung versehen, die zum formschlüssigen Halten einer Platte 4, insbesondere
einer Glasplatte, dient.
[0005] Diese in Figur 2 in einem Seitenschnitt dargestellte Vorrichtung weist wenigstens
ein durch eine Öffnung 41 in der Glasplatte 4 durchführbares Tragelement 3 auf, mittels
dessen ein erstes Profilstück 1 und ein zweites Profilstück 2, die auf einander entgegen
gesetzten Seiten der Glasplatte 4 angeordnet werden, miteinander verbindbar sind.
Das Tragelement 3 weist ein Kopfteil 31, das in einer im ersten Profilstück 1 vorgesehenen
Aufnahmenut 13 verschiebbar gehalten ist, sowie ein durch die Öffnung 41 zu führendes
Verbindungsteil 32 mit einer Gewindebohrung 33 auf, die zur Aufnahme einer der Verbindung
des zweiten Profilelementes 2 dienenden Montageschraube 35 vorgesehen ist. Innerhalb
der Gewindebohrung 33 ist zudem ein Gewindestift 34 angeordnet, mittels dessen das
Tragelement 3 innerhalb der Aufnahmenut 13 fixierbar ist.
[0006] Die Glasplatte 4 kann daher an den in das erste Profilstück 1 eingesetzten Tragelementen
3 aufgehängt und in eine gewünschte Lage verschoben werden. Nach dem Fixieren der
Tragelemente 3 wird das zweite Profilstück 2 aufgesetzt und verschraubt, wodurch die
Glasplatte 4 fest geklemmt wird.
[0007] Die beiden miteinander verbundenen Profilstücke 1 und 2 bilden ein Profilelement
12, welches an der Ober- und Unterkante 18, 19 mit Halteelementen 15, 16, Nocken,
Leisten oder Flügelstücken, versehen ist, die der Befestigung einer Abdeckplatte 5
dienen, an deren Unter und Oberseite dem Umklammern der Halteelemente 15, 16 dienende
klammerartige Verbindungsmittel 51 vorgesehen sind. Um Vibrationen der Platte 4 zu
vermeiden, sind zwischen den beiden Profilelementen 1, 2 und der Glasplatte 4, wie
in Figur 2 gezeigt, vorzugsweise elastische Bänder 8 vorgesehen, welche beim Festziehen
der Montageschrauben 35 leicht zusammengepresst werden.
[0008] In das Profilelement 12 ist ein Montageblock 91 eingesetzt, welcher mittels einer
Schraube 92 mit einem zugehörigen Laufwerk 9 verbunden ist (siehe Figur 1).
[0009] Aus Figur 2 ist ersichtlich, dass zur Montage der Abdeckplatte 5, diese entweder
seitlich über die obern und unteren Halteelemente 15, 16 eingeschoben oder derart
gebogen werden muss, dass sie nach dem einseitigen Einhängen in ein erstes oberes
oder unteres Halteelement 15 bzw. 16 auf der anderen Seite über das zweite untere
oder obere Halteelement 16 bzw. 15 geführt werden kann. Beide Methoden, die der formschlüssigen
Verbindung der Abdeckplatte 5 mit einem der Profilteile 1, 2 dienen, sind nicht einfach
durchführbar.
[0010] Aus Figur 2 ist weiter ersichtlich, dass bei aufgesetzter Abdeckplatte 5 der untere
Rand der beiden Profilteile 1, 2 freiliegt, weshalb im Übergangsbereich zwischen der
Glasplatte und der durch die beiden Profilteile 1, 2 gebildeten Montagevorrichtung
Verschmutzungen auftreten können, die jeweils mit entsprechendem Aufwand beseitigt
werden müssen.
[0011] Zur Vermeidung störender Verschmutzungen wäre es möglich, im genannten Übergangsbereich
eine Dichtung, beispielsweise eine Silikonpaste, aufzutragen, oder die elastischen
Bänder 8 derart auszugestalten, dass sie die beiden Profilteile 1, 2 leicht überlappen
und dadurch Dichtungen bilden.
[0012] Diese Massnahmen sind jedoch mit zusätzlichem Arbeits- und Kostenaufwand verbunden.
Zudem liegt nach Anwendung der genannten Massnahmen auch noch der Übergangsbereich
zwischen der Abdeckung 5 und der Glasplatte 4 frei.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstig herstellbare
Vorrichtung zu schaffen, mittels der ein erstes Teil, insbesondere eine Abdeckplatte,
formschlüssig aber lösbar mit einem zweiten Teil, insbesondere einem Profilteil, verbindbar
ist und mittels der der Übergangsbereich zwischen dem ersten Teil und einem dritten
Teil zuverlässig abgedichtet werden kann. Ferner sind eine mit dieser Verbindungsvorrichtung
versehene Abdeckvorrichtung sowie ein mit der Abdeckvorrichtung versehenes Türelement
zu schaffen.
[0014] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung und einem Trennelement gelöst, welche die
in Anspruch 1, 9 bzw. 12 angegebenen Merkmale aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0015] Die erfindungsgemässe Vorrichtung dient zum formschlüssigen, aber lösbaren Verbinden
eines ersten Teils mit einem zweiten Teil sowie zum Abdichten eines Übergangsbereichs
zwischen dem ersten Teil und einem dritten Teil, welches mit dem zweiten Teil verbunden
ist. Erfindungsgemäss ist ein elastisches Element vorgesehen, welches aufweist
a) einen Kanal zur Aufnahme einer am ersten Teil vorgesehenen Halterippe,
b) ein Rastelement, das mittels Andruckkraft mit dem zweiten Teil formschlüssig verbindbar
ist und
c) eine Dichtungslippe, die nach dem Einrasten des Rastelements an das dritte Teil
andrückt.
[0016] Das erste Teil, beispielsweise eine Abdeckplatte, wird daher, durch Einfügen der
Halterippe formschlüssig mit dem elastischen Element verbunden, wonach die Abdeckplatte
mittels des elastischen Elements formschlüssig mit dem zweiten Teil, beispielsweise
einem Profilteil verbunden wird. Die Dichtungslippe ist dabei derart am elastischen
Element angeordnet, dass sie nach der Montage der Abdeckplatte an ein mit dem Profilteil
verbundenes drittes Teil, beispielsweise eine Glasplatte eines Trennelements, andrückt.
[0017] Nach dem Verbinden der Abdeckplatte mit dem Profilteil wird der Übergangsbereich
zwischen der Abdeckplatte und der Glasplatte daher dicht abgeschlossen, so dass die
Abdeckplatte und das Profilteil formschlüssig und die Abdeckplatte und die Glasplatte
kraftschlüssig miteinander verbunden sind.
[0018] Durch die Verwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung kann die Verwendung von weiteren
Abdichtmaterialien, Silikonpasten oder Gummidichtungen, daher vermieden werden. Dadurch
resultieren Materialeinsparungen sowie ein reduzierter Arbeitsaufwand, da mit der
Montage der Abdeckplatte nicht nur die Verbindung mit dem Profilteil, sondern auch
die Abdichtung des Übergangsbereichs zwischen Abdeckplatte und Glasplatte erfolgt.
[0019] Ein mit der erfindungsgemässen Abdeckung versehenes Trennelement, beispielsweise
eine Schiebetür, kann daher problemlos gereinigt werden. Ferner entsteht durch die
Abdeckung störender Übergangsbereiche ein verbessertes ästhetisches Erscheinungsbild
des mit der Abdeckvorrichtung versehenen Trennelements.
[0020] Die Dichtungslippe ist vorzugsweise weichelastischer ausgestaltet als der verbleibende
Körper des elastischen Elements, so dass die Abdeckplatte und das Profilelement stabil,
aber lösbar miteinander verbindbar sind, und die Dichtungslippe durch das Andrücken
an die Glasplatte verformt wird, wodurch die Dichtungslippe mittels Flächenpressung
an der Glasplatte anliegt.
[0021] Die gewünschte Elastizität der Dichtungslippe und des verbleibenden Körpers des elastischen
Elements kann durch die Wahl des Materials für jeden Teil des elastischen Elements
und/oder auch durch deren Formgebung erzielt werden.
[0022] Beispielsweise weist die Dichtungslippe eine Härte von weniger als 50 Sh_A (Shore
A), vorzugsweise etwa 10 Sh_A bis 30 Sh_A, und die weiteren Bestandteile des elastischen
Elements eine Härte grösser 50 Sh_A, vorzugsweise etwa 70 Sh_A bis 90 Sh_A, auf. (Shore
A entspricht Norm DIN 53505 und findet Anwendung bei Weichgummi, Elastomeren, und
Naturkautschukprodukten).
[0023] Das erfindungsgemässe elastische Element wird vorzugsweise aus einem Stück gefertigt.
Die Dichtungslippe kann mit dem verbleibenden Körper des elastischen Elements jedoch
auch mittels eines Klebstoffs verbunden oder verschweisst sein.
[0024] Sofern das elastische Element in einem Stück gefertigt wird, werden beispielsweise
zwei Ausgangsstoffe mit entsprechenden Materialeigenschaften zusammengeführt und derart
extrudiert, dass die Teilbereiche des elastischen Elements die gewünschten Materialhärten
aufweisen.
[0025] Das Rastelement weist eine an ein Halteelement angepasste Form auf und ist mit Körper
des elastischen Elements vorzugsweise derart komprimierbar, dass es über, unter oder
in das Halteelement verschiebbar ist und anschliessend formschlüssig am Halteelement
anliegend wieder relaxiert.
[0026] In einer vorzugsweisen Ausgestaltung weist der Körper des elastischen Elements einen
in axialer Richtung verlaufenden Kompressionskanal auf, der deformiert wird, sobald
die Andruckkraft auf das Rastelement einwirkt.
[0027] Die Abdeckvorrichtung besteht aus einer Abdeckplatte mit einer Halterippe, auf die
das elastische Element aufgesetzt wird. Die Abdeckplatte weist vorzugsweise zweite
Verbindungsmittel auf, mittels denen sie einseitig mit dem Profilteil verbindbar ist.
Beispielsweise wird die Abdeckplatte mittels der zweiten Verbindungsmittel an einem
an der Oberkante des Profilteils vorgesehenen oberen Halteelement aufgehängt, wonach
das Rastelement unter einem an der Unterkante des Profilteils vorgesehenen unteren
Halteelement hindurch gedrückt wird.
[0028] Beispielsweise kann das Rastelement auch unter einem an der Unterkante des Profilteils
vorgesehenen unteren Halteelement hindurch geführt werden, wonach die Abdeckplatte
angehoben und das elastische Element komprimiert wird, so dass die zweiten Verbindungsmittel
über die oberen Haltemittel geführt und daran eingehängt werden können.
[0029] Ein mit einer Glasplatte verbundenes Profilteil weist daher vorzugsweise auf einer
oder beiden Seiten je zwei, vorzugsweise an deren Ober- und Unterkante angeordnete
Halteelemente auf, mit denen die zweiten Verbindungsmittel und das am elastischen
Element vorgesehene Rastelement formschlüssig verbindbar sind.
[0030] Ein mit einer Glasplatte versehenes Trennelement, beispielsweise eine Schiebetür
(siehe Figuren 1 und 2), kann daher mit wenigen Handgriffen mit der erfindungsgemässen
Abdeckvorrichtung versehen werden, wonach auch der Übergangsbereich zwischen der Abdeckplatte
der Abdeckvorrichtung und der Glasplatte dicht abgeschlossen ist.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine mittels Laufwerken 9 und einem Führungsstift 90 entlang einer oberen und einer
unteren Schiene 7; 70 geführte Schiebetür, die mit einer Vorrichtung zum Halten einer
Glasplatte versehen ist,
- Figur 2
- die Vorrichtung von Figur 1 in einem Seitenschnitt dargestellt mit einem zweistückigen
Profilelement 12 an dem eine Abdeckplatte 5' befestigt ist,
- Figur 3
- das Profilelement 12 von Figur 2 mit vorzugsweise ausgestalteten oberen und unteren
Halteelementen 15, 16, an denen erfindungsgemässe Abdeckvorrichtungen befestigt werden
können, die aus einer Abdeckplatte 5 und einem elastischen Element 6 bestehen,
- Figur 4
- in einer vorzugsweisen Ausgestaltung, die Abdeckvorrichtungen von Figur 3, von denen
eine oben am Profilelement 12 eingehängt ist und unten gegen das Profilelement 12
gedrückt wird,
- Figur 5
- die Abdeckvorrichtungen von Figur 4, von denen eine unten am Profilelement 12 eingehängt
ist, angehoben und oben gegen das Profilelement 12 gedrückt wird, und
- Figur 6
- das elastische Element 6 in der Ausgestaltung von Figur 4.
[0032] Figur 1 zeigt die einleitend beschriebene, mit einer Glasplatte 4 versehene Schiebetür,
die mittels Laufwerken 9 und einem Führungsstift 90 entlang einer oberen und einer
unteren Schiene 7, 70 geführt ist. Die Schiebetür ist mit der in Figur 2 in Schnittdarstellung
gezeigten Vorrichtung versehen, die zum formschlüssigen Halten der Glasplatte 4 dient.
[0033] Diese in Figur 2 in einem Seitenschnitt dargestellte Vorrichtung weist wenigstens
ein durch eine Öffnung 41 in der Glasplatte 4 durchführbares Tragelement 3 auf, mittels
dessen ein erstes Profilstück 1 und ein zweites Profilstück 2, die auf einander entgegen
gesetzten Seiten der Glasplatte 4 angeordnet werden, miteinander verbindbar sind.
Die beiden miteinander verbundenen Profilstücke 1 und 2 bilden ein Profilelement 12,
welches an deren Ober- und Unterkante 18, 19 mit Halteelementen 15, 16, Nocken oder
Flügelstücken, versehen ist, die der Befestigung einer Abdeckplatte 5 dienen.
[0034] Figur 3 zeigt das Profilelement von Figur 2 mit oberen und unteren Halteelementen
15, 16 in einer vorzugsweisen Ausgestaltung sowie zwei erfindungsgemässe Abdeckvorrichtungen,
die aus einer Abdeckplatte 5 und einem daran montierten elastischen Element 6 bestehen.
Die Abdeckplatten 5 sind an der Unterseite mit einer axial verlaufenden, zum Halten
des elastischen Elements 6 dienenden Halterippe 52 und an der Oberseite mit einem
flügelartigen Verbindungsmittel 51 versehen, welches als zweites Verbindungselement
zum Einhängen der Abdeckplatte 5 an den oberen Halteelementen 15 des Profilteils 12
dient.
[0035] Das elastische Element 6 weist einen Kanal 61 zur Aufnahme der Halterippe 52 sowie
ein Rastelement 62 auf, welches mit einer der Aufnahme eines Halteelementes 16 dienenden
Senke 621 und einer dem Arretieren des Halteelementes 16 dienenden Nase 622 versehen
ist. Ferner ist das elastische Element 6 mit einer Dichtungslippe 63 versehen, die
nach der Montage der Abdeckvorrichtung an die vom Profilelement 12 gehaltene Glasplatte
4 andrückt.
[0036] Wie in Figur 3 gezeigt, wird die Abdeckplatte 5 bei der Montage beispielsweise zuerst
am oberen Halteelement 15 eingehängt, wonach die mit dem elastischen Element 6 versehene
Unterseite der Abdeckplatte 5 gegen das untere Halteelement 16 gedrückt wird, bis
die Nase 622 unter dem unteren Halteelement 16 hindurch in die Senke 621 hinein gleitet,
wodurch die formschlüssige Verbindung zwischen dem Profilelement 12 und der Abdeckvorrichtung
entsteht.
[0037] Wie in Figur 3 gezeigt ist die Dichtungslippe 63 dabei derart am elastischen Element
6 angeordnet, dass sie nach der Montage der Abdeckplatte 5 an die Glasplatte 4 andrückt.
[0038] Nach dem Verbinden der Abdeckplatte 5 mit dem Profilteil 12 wird der Übergangsbereich
zwischen der Abdeckplatte 5 und der Glasplatte 4 daher dicht abgeschlossen, so dass
die Abdeckplatte 5 und das Profilteil 12 formschlüssig und die Abdeckplatte 5 und
die Glasplatte 4 kraftschlüssig miteinander verbunden sind.
[0039] Die Dichtungslippe 63 ist vorzugsweise weichelastischer ausgestaltet, als der verbleibende
Körper 66 des elastischen Elements 6, so dass die Abdeckplatte 5 und das Profilelement
12 stabil, aber lösbar miteinander verbindbar sind, und die Dichtungslippe 63 durch
das Andrücken an die Glasplatte 4 verformt wird, wodurch die Dichtungslippe 63 mittels
Flächenpressung an der Glasplatte 4 anliegt.
[0040] Die gewünschte Elastizität der Dichtungslippe 63 und des verbleibenden Körpers 66
des elastischen Elements 6 kann durch die Wahl des Materials für jeden Teil des elastischen
Elements 6 und/oder auch durch deren Formgebung erzielt werden.
[0041] Beispielsweise weist die Dichtungslippe 63 eine Härte von weniger als 50 Sh_A (Shore
A). vorzugsweise etwa 10 Sh_A bis 30 Sh_A, und die weiteren Bestandteile 66 des elastischen
Elements 6 eine Härte grösser 50 Sh_A, vorzugsweise etwa 70 Sh_A bis 90 Sh_A, auf
. Shore A entspricht Norm DIN 53505 und findet Anwendung bei Weichgummi, Elastomeren,
und Naturkautschukprodukten, welche für die Herstellung des elastischen Teils 6 verwendbar
sind. Für die Dichtungslippe 63 ist beispielsweise auch Moosgummi vorteilhaft anwendbar.
[0042] Die Dichtungslippe 63 kann aber auch relativ dünn und lang sein, so dass sie leicht
gegen die Glasplatte 4 angepresst werden kann.
[0043] Das elastische Element 6 wird vorzugsweise aus einem Stück gefertigt. Die Dichtungslippe
63 kann mit dem verbleibenden Körper 66 des elastischen Elements 6 jedoch mittels
eines Klebstoffs verbunden oder verschweisst sein.
[0044] Sofern das elastische Element 6 in einem Stück gefertigt wird, werden beispielsweise
zwei Ausgangsstoffe mit entsprechenden Materialeigenschaften zusammengeführt und derart
extrudiert, dass die Teilbereiche des elastischen Elements die gewünschten Materialhärten
aufweisen.
[0045] Figur 4 zeigt die Abdeckvorrichtung in einer vorzugsweisen Ausgestaltung mit einem
elastischen Element 6, welches einen längsaxial verlaufenden Kompressionskanal 64
aufweist, der deformiert wird, sobald eine Andruckkraft auf das Rastelement 62 einwirkt,
so dass die Abdeckvorrichtung problemlos montiert und demontiert werden kann.
[0046] Durch Ziehen an der Unterseite der Abdeckvorrichtung kann diese vom Profilelement
12 wieder gelöst werden. Wie in Figur 5 gezeigt, kann die montierte Abdeckvorrichtung
auch nach oben gedrückt werden, so dass sich das obere Verbindungsmittel 51 vom oberen
Halteelement 15 löst und die Abdeckvorrichtung wieder entfernt werden kann. Auf dieselbe
Weise lässt sich die Abdeckvorrichtung natürlich auch wieder montieren. Dabei wird
das Rastelement 62 am unteren Halteelement 16 eingehängt, wonach die Abdeckvorrichtung
nach oben gepresst wird, bis das an der Abdeckplatte vorgesehene zweite Verbindungsmittel
51 in das obere am Profilelement 12 vorgesehene Halteelement 15 eingeführt werden
kann.
[0047] Figur 6 zeigt das elastische Element 6 im Detail. Dabei ist ersichtlich, dass die
Dichtungslippe 63 aus einer Unter- und einer Oberlippe 631; 632 besteht, welche nach
der Montage der Abdeckvorrichtung aufgefaltet werden und breit gegen die Glasplatte
4 anpressen.
[0048] Die erfindungsgemässe Verbindungsvorrichtung wurde in einer bevorzugten Ausgestaltung
beschrieben und dargestellt. Anhand der erfindungsgemässen Lehre sind jedoch weitere
fachmännische Ausgestaltungen realisierbar. Insbesondere sind verschiedene Ausgestaltungen
und Abmessungen der Vorrichtungsteile wählbar sowie verschiedene Fertigungsmaterialien
zu deren Herstellung verwendbar. Das elastische Element 6 kann ferner auch derart
ausgestaltet sein, dass die formschlüssige Verbindung zwischen dem ersten und dem
zweiten Teil ohne zusätzliche Verbindungselemente möglich ist.
Bezugszeichenliste:
[0049]
- 1
- erstes Profilstück
- 11
- Oberteil des Profilelements 12
- 12
- Profilelement bestehend aus dem ersten und zweiten Profilstück 1, 2
- 13
- Aufnahmenut
- 14
- Unterteil des Profilelements 12
- 15
- obere Halteelemente
- 16
- untere Halteelemente
- 18
- Oberkante des Profilelements 12
- 19
- Unterkante des Profilelements 12
- 2
- zweites Profilstück
- 22
- Montagerippe
- 3
- Tragelement
- 31
- Kopfteil
- 32
- Verbindungsteil
- 33
- Gewindebohrung
- 34
- Gewindestift
- 35
- Montageschraube
- 4
- Glasplatte
- 41
- Loch in der Glasplatte 40
- 5
- Abdeckplatte
- 51
- Verbindungsmittel
- 52
- Halterippe
- 6
- elastisches Element
- 61
- Kanal zur Aufnahme der Halterippe 52
- 62
- Rastelement
- 621
- Senke
- 622
- Nase
- 63
- Dichtungslippe
- 631
- Oberlippe
- 632
- Unterlippe
- 64
- Kompressionskanal
- 66
- Körper
- 7
- obere Führungsschiene
- 70
- untere Führungsschiene
- 8
- elastische Bänder
- 9
- Laufwerk
- 90
- Führungsstift
- 91
- Montageblock
- 92
- Verbindungsschraube
1. Vorrichtung zum formschlüssigen, aber lösbaren Verbinden eines ersten Teils (5) mit
einem zweiten Teil (12) sowie zum Abdichten eines Übergangsbereichs zwischen dem ersten
Teil (5) und einem dritten Teil (4), welches mit dem zweiten Teil (12) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein elastisches Element (6) vorgesehen ist, welches aufweist
a) einen Kanal (61) zur Aufnahme einer am ersten Teil (5) vorgesehenen Halterippe
(52),
b) ein Rastelement (62), das mittels Andruckkraft mit dem zweiten Teil (12) formschlüssig
verbindbar ist und
c) eine Dichtungslippe (63), die nach dem Einrasten des Rastelements (62) an das dritte
Teil (4) andrückt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Element (6) aus einem Stück gefertigt ist oder dass die Dichtungslippe
(63) mit dem verbleibenden Körper (66) des elastischen Elements (6) mittels eines
Klebstoffs verbunden oder verschweisst ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungslippe (63) weichelastischer ausgestaltet ist, als der verbleibende Körper
(66) des elastischen Elements (6), der mit dem Kanal (61) und dem Rastelement (62)
versehen ist, so dass das erste und das zweite Teil (5, 12) nach dem gegenseitigen
formschlüssigen Verbinden stabil gehalten sind und die Dichtungslippe (63) durch das
Andrücken an das dritte Teil (4) verformt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastizität der Dichtungslippe (63) und des verbleibenden Körpers (66) des elastischen
Elements (6) durch die Wahl des Materials oder durch die Formgebung erzielt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungslippe (63) eine Härte von weniger als 50 Sh_A, vorzugsweise etwa 10
Sh_A bis 30 Sh_A, und die weiteren Bestandteile des elastischen Elements (6) eine
Härte von grösser 50 Sh_A, vorzugsweise etwa 70 Sh_A bis 90 Sh_A, aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (66) und oder die Dichtungslippe (63) aus Weichgummi, Elastomeren, Naturkautschuk,
die Dichtungslippe (63) insbesondere aus Moosgummi gefertigt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (62) in den Körper (66) des elastischen Elements (6) hinein drückbar
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (66) des elastischen Elements (6) einen in axialer Richtung verlaufenden
Kompressionskanal (64) aufweist, der deformiert wird, sobald die Andruckkraft auf
das Rastelement (62) einwirkt.
9. Abdeckvorrichtung mit einer Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teil (5) eine Abdeckplatte, das zweite Teil (12) ein durch das erste Teil
(5) abzudeckendes, gegebenenfalls aus zwei oder mehreren Stücken (1, 2) zusammengesetztes
Profilteil und das dritte Teil (4) eine Platte, insbesondere eine Glasplatte ist,
die mittels des zweiten Teils (1, 2) zumindest einseitig gehalten ist.
10. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (5), an deren Halterippe (52) das elastische Element (6) aufgesetzt
ist, zweite Verbindungsmittel (51) aufweist, mittels denen die Abdeckplatte (5) einseitig
mit dem Profilteil (12) verbindbar ist.
11. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Glasplatte (4) verbundene Profilteil (12) auf einer oder beiden Seiten
je zwei, vorzugsweise an deren Ober- und Unterkante angeordnete Halteelemente (15,
16) aufweist, mit denen die zweiten Verbindungsmittel (51) und das am elastischen
Element (6) vorgesehene Rastelement (62) formschlüssig verbindbar sind.
12. Trennelement, insbesondere Schiebetür, mit einem zum Halten einer Platte (4), insbesondere
einer Glasplatte dienenden Profilteil (12), das mittels einer Abdeckvorrichtung nach
einem der Ansprüche 9 bis 11 derart abgedeckt ist, dass der Übergangsbereich zwischen
einer Abdeckplatte der Abdeckvorrichtung und der Platte (4) dicht abgedeckt ist.