[0001] Die Erfindung betrifft ein tragbares Werkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Insbesondere im Sanitärbereich sind tragbare Werkzeuge bekannt, die Rohraufweitgeräte,
Preßwerkzeuge zum Radial- oder Axialverpressen von rohrförmigen Werkstücken und dergleichen
sind. Der Handwerker benötigt unterschiedliche Werkzeuge, damit er auch unterschiedliche
Arbeiten durchführen kann. Die Anschaffung dieser verschiedenen Werkzeuge ist kostspielig.
Außerdem ist der Handwerker gezwungen, diese Werkzeuge ständig bei sich zu führen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße tragbare Werkzeug so
auszubilden, daß der Handwerker unterschiedlichste Arbeiten kostengünstig und einfach
durchführen kann.
[0004] Diese Aufgabe wird beim gattungsgemäßen tragbaren Werkzeug erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Das erfindungsgemäße tragbare Werkzeug weist das auf der drehbar gelagerten Gewindespindel
sitzende Aufnahmestück auf, in das unterschiedlichste Werkzeugelemente eingesetzt
werden können. Die Gewindespindel selbst wird vom Antriebsmotor drehbar angetrieben.
Möchte der Handwerker beispielsweise ein Rohrende aufweiten, setzt er in das Aufnahmestück
einen entsprechenden Rohraufweiter ein. Möchte der Handwerker beispielsweise ein Rohr
oder einen Fitting radial verpressen, schließt er an das tragbare Werkzeug ein entsprechendes
Preßwerkzeug als Werkzeugelement an. Somit benötigt der Handwerker für die unterschiedlichsten
Arbeiten nur noch ein tragbares Werkzeug, an das er wahlweise die unterschiedlichsten
Werkzeugelemente anschließen kann. Die Anschaffung der einzelnen Werkzeugelemente
ist kostengünstig, da nicht das gesamte Werkzeug mit Antriebsmotor benötigt wird.
Außerdem muß der Handwerker nur noch ein einziges Werkzeug mit sich führen, an das
er die verschiedenen Werkzeugelemente anschließen kann.
[0006] Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung sitzen auf der Gewindespindel des
erfindungsgemäßen tragbaren Werkzeuges zwei Aufnahmestücke, die gegenläufig bewegt
werden können. An die beiden Aufnahmestücke können beispielsweise die beiden Arme
einer Preßzange angeschlossen werden, mit der Rohrstücke oder Fittinge radial verpreßt
werden. Die beiden Arme werden an die Aufnahmestücke angeschlossen, die anschließend
mit der Gewindespindel gegensinnig zueinander bewegt werden. Je nach Bewegungsrichtung
wird dadurch die Preßzange geöffnet oder geschlossen.
[0007] Bei einer anderen Ausbildung ist das tragbare Werkzeug so ausgebildet, daß der Halter
gegen andere Werkzeugeinheiten ausgetauscht werden kann. Es ist dadurch möglich, entweder
unterschiedlich gestaltete Halter an das Werkzeug anzuschließen oder anstelle des
Halters andere Werkzeugeinheiten, wie Rohrbiegeeinheiten und dergleichen, anzuschließen.
[0008] Das tragbare Werkzeug hat verhältnismäßig geringes Gewicht, so daß es vom Handwerker
bequem und vor allen Dingen ermüdungsfrei getragen werden kann, so daß er mit dem
Werkzeug auch länger dauernde Arbeiten ohne Schwierigkeiten ausführen kann.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0010] Die Erfindung wird anhand einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Axialschnitt durch ein erfindungsgemäßes Elektrowerkzeug,
- Fig. 2
- einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- im Axialschnitt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrowerkzeuges,
- Fig. 4
- im Axialschnitt eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrowerkzeuges,
- Fig. 5
- eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V in Fig. 4,
- Fig. 6
- im Axialschnitt eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrowerkzeuges,
- Fig. 7
- im Axialschnitt eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrowerkzeuges.
[0011] Das Elektrowerkzeug gemäß Fig. 1 hat ein längliches Gehäuse 1, in dem ein Elektromotor
2 untergebracht ist. Er ist liegend im Gehäuse 1 angeordnet, so daß die Längsachse
3 des Elektromotors 2 parallel zur Längsachse des Gehäuses 1 liegt. Vorteilhaft fällt
die Längsachse 3 mit der Längsachse des Gehäuses 1 zusammen. Aufgrund der liegenden
Anordnung des Elektromotors 2 kann das Gehäuse 1 eine schlanke Ausbildung haben. Eine
Netzanschlußleitung 4 ist am freien Ende des Gehäuses 1 nach außen geführt.
[0012] Das Gehäuse 1 ist mit einem Griff 5 versehen, mit dem sich das Elektrowerkzeug bequem
tragen läßt. Der Griff 5 ist vorteilhaft einstückig mit dem Gehäuse 1 ausgebildet,
das seinerseits vorteilhaft aus zwei Gehäuseschalen gebildet sein kann, die miteinander
vorteilhaft verschraubt werden. Dadurch kann das Gehäuse 1 bequem geöffnet werden,
um etwa den Elektromotor 2 zu reparieren. Der Griff 5 erstreckt sich vorteilhaft über
mehr als die halbe Länge des Gehäuses 1, so daß das Elektrowerkzeug über längere Zeit
hinweg bequem getragen werden kann.
[0013] An das von der Netzanschlußleitung 4 abgewandte Ende des Motorgehäuses 1 ist ein
Getriebegehäuse 6 angeschlossen, in dem sich ein Untersetzungsgetriebe 7 befindet.
Das Getriebegehäuse 6 kann an das Motorgehäuse 1 angeschraubt sein. Dies hat den Vorteil,
daß das Getriebegehäuse 6 unabhängig vom Motorgehäuse 1 demontiert werden kann, um
an das Untersetzungsgetriebe 7 zu gelangen. Das Getriebegehäuse 6 besteht ebenfalls
vorteilhaft aus zwei Gehäuseschalen, die lösbar miteinander verbunden sind. Es ist
selbstverständlich möglich, das Motor- und das Getriebegehäuse 6 einstückig miteinander
auszubilden.
[0014] An die vom Motorgehäuse 1 abgewandte Stirnseite des Getriebegehäuses 6 ist ein Halter
8 angeschlossen, der Aufnahmestücke 15, 32 aufweist, an die unterschiedlichste Werkzeugelemente
angeschlossen werden können. Der Halter 8 hat eine Rippe 11 zur Versteifung, die an
einen Anschlußflansch 12 senkrecht anschließt, mit dem der Halter 8 das entsprechende
Ende des Getriebegehäuses 6 übergreift. Die Rippe 11 liegt senkrecht zum Flansch 12
und steht senkrecht von einem U-förmigen Abdeck- bzw. Führungsteil 13 ab, das entgegengesetzt
zur Rippe 11 offen ist und eine Gewindespindel 14 abdeckt, die im Halter 8 drehbar
gelagert ist. Auf der Gewindespindel 14 ist das Anschlußstück 15 gelagert, das je
nach Drehrichtung längs der Gewindespindel 14 verschoben wird. Das Aufnahmestück 15
liegt mit einander gegenüberliegenden Seitenwänden 16, 17 an den einander zugewandten
Innenseiten der Schenkel 18, 19 des Führungsteiles 13 an. Um die Reibung zu verringern,
sind die Seitenwände 16, 17 des Aufnahmestückes 15 mit Vertiefungen 20, 21 versehen.
Auf der von der Rippe 11 abgewandten Seite ist das Aufnahmestück 15 mit einer Aufnahme
22 versehen, in die ein Preßteil eingesetzt wird. In einer Seitenwand 23 des aus dem
Abdeckteil 13 ragenden Teiles des Aufnahmestückes 15 ist eine Befestigungsschraube
24 gelagert, die nach dem Einsetzen des Preßteiles 10 in eine entsprechende Vertiefung
26 in der einen Seitenwand des Preßteiles 10 geschraubt wird.
[0015] Das Preßteil 10 hat einen Ansatz 27, mit dem es in die Aufnahme 22 des Aufnahmestückes
15 gesteckt wird. Dieser Ansatz 27 kann eckigen oder auch runden Querschnitt haben
und liegt mit seiner Mantelfläche an der Innenwand 28 der Aufnahme 22 an. Dadurch
ist das Preßteil 10 sicher im Aufnahmestück 15 gehalten und kann die beim Einsatz
des Elektrowerkzeuges auftretenden Kräfte zuverlässig auf das Aufnahmestück 15 übertragen.
Der Ansatz 27 steht senkrecht von einem Flansch 29 ab, mit dem das Preßteil 10 an
der freien Stirnseite 30 (Fig. 2) des Aufnahmestückes 15 anliegt. An der vom Ansatz
27 abgewandten Seite steht über den Flansch 29 ein Anschlußstück 31 ab, an das in
noch zu beschreibender Weise Werkzeuge oder Werkstücke angeschlossen werden können.
[0016] Das Preßteil 10 ist ebenso wie ein Preßteil 9, das in das Aufnahmestück 32 eingesetzt
wird, einstückig aus Metall ausgebildet. Das Preßteil 9 ist spiegelsymmetrisch zum
Preßteil 10 am Halter 8 befestigt. Das Preßteil 9 wird in das Aufnahmestück 32 gesteckt,
das im wesentlichen gleich ausgebildet ist wie das Aufnahmestück 15. Das Aufnahmestück
32 sitzt nicht auf der Gewindespindel 14, sondern ist einstückig mit dem Halter 8
ausgebildet. Beim Arbeiten mit dem Elektrowerkzeug bleibt darum das Aufnahmestück
32 mit dem darin eingesetzten Preßteil 9 ortsfest in bezug auf den Halter 8.
[0017] Die Gewindespindel 14 wird vom Elektromotor 2 über das Untersetzungsgetriebe 7 drehbar
angetrieben. Der Elektromotor 2 hat eine Antriebswelle 33, deren Achse mit der Längsachse
3 des Elektromotors zusammenfällt und am freien Ende mit einem Ritzel 34 versehen
ist. Es greift in ein Zahnrad 35 ein, das drehfest auf einer Welle 36 gelagert ist.
Das Ritzel 34 und das Zahnrad 35 bilden eine erste Getriebestufe des Untersetzungsgetriebes
7. Die Welle 36 liegt parallel zur Antriebswelle 33 und ist innerhalb des Getriebegehäuses
6 drehbar gelagert. Über eine Rutschkupplung 37 ist die Welle 36 mit einer fluchtend
zu ihr liegenden Zwischenwelle 38 gekuppelt, die ebenfalls innerhalb des Getriebegehäuses
6 drehbar gelagert ist und am freien Ende ein Ritzel 39 aufweist, das in Eingriff
mit einem Zahnrad 40 ist. Das Ritzel 39 mit dem Zahnrad 40 bildet eine zweite Stufe
des Untersetzungsgetriebes 7. Die beiden Zahnräder 35, 40 der beiden Getriebestufen
haben vorteilhaft gleichen Durchmesser, der größer ist als der Durchmesser der Ritzel
34, 39. Das Zahnrad 40 sitzt drehfest auf einem axialen Ansatz 41 der Gewindespindel
14. Der Ansatz 41 mit dem Zahnrad 40 liegt innerhalb des Getriebegehäuses 6, während
die Gewindespindel 14 innerhalb des Führungsteiles 13 des Halters 8 untergebracht
ist. Ihr eines, im Bereich des Aufnahmestückes 32 liegendes Ende ist in einer Lageröffnung
42 des Halters 8 drehbar gelagert.
[0018] Der Elektromotor 2 wird mit einem Schalter 43 ein- und ausgeschaltet, der sich innerhalb
der Grifföffnung 44 des Griffes 5 befindet. Der Schalter 43 kann dadurch bequem vom
Benutzer des Elektrowerkzeuges betätigt werden.
[0019] Die Preßteile 9, 10 des Elektrowerkzeuges dienen zum Axialverpressen von rohrförmigen
Werkstücken, wie Fittinge. Sie werden zwischen die beiden Preßteile 9, 10 gelegt.
Anschließend wird durch Drehen der Gewindespindel 14 das Preßteil 10 gegen das Preßteil
9 bewegt und dabei das zwischen ihnen liegende Werkstück axial verpreßt. Die Ausbildung
der Preßteile 9, 10 ist an sich bekannt und wird darum auch nicht näher beschrieben.
Nach dem Preßvorgang wird die Drehrichtung des Elektromotors 2 umgekehrt und das Preßteil
10 zurückbewegt. Das axial verpreßte Werkstück läßt sich dann bequem entnehmen. Anstelle
der Preßteile 9, 10 können die unterschiedlichsten Werkzeugelemente verwendet werden,
die einfach angeschlossen werden können. Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel. In
die Aufnahme 45 des Aufnahmestückes 32 ist ein Träger 46 für ein Aufweitwerkzeug 47
eingesetzt. Der Träger 46 hat einen Ansatz 48, mit dem er in die Aufnahme 45 des ortsfesten
Aufnahmestückes 32 eingesetzt ist. Mit der Befestigungsschraube 24, die in der Gewindebohrung
25 des Aufnahmestückes 32 gelagert ist, wird der Träger 46 in der Aufnahme 45 des
Aufnahmestückes 32 gesichert. Der Ansatz 48 steht von einem Lagerkörper 49 ab, der
eine zentrale Durchgangsöffnung 50 für einen Aufweiter 51 aufweist. Die Längsachse
der Durchgangsöffnung 50 liegt parallel zur Längsachse 3 des Gehäuses 1 sowie zur
Gewindespindel 14. Der Aufweiter 51 liegt mit Radialspiel in der Durchgangsöffnung
50 und ragt in der Ausgangsstellung, die in Fig. 3 dargestellt ist, über beide Enden
der Durchgangsöffnung 50. Die Innenwand 52 der Durchgangsöffnung 50 weist einen nach
innen ragenden Ringbund 53 auf, durch den der Aufweiter 51 ragt. Er ist mit einem
über seinen Umfang vorstehenden Anschlagring 54 versehen, dessen Außendurchmesser
dem Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 5 entspricht und der kleiner ist als der
Innendurchmesser des Ringbundes 53. Außerdem sitzt auf dem Aufweiter 51 wenigstens
eine Druckfeder 55, die sich mit einem Ende am Ringbund 53 und mit dem anderen Ende
an einem Bund 56 des Aufweiters 51 abstützt. Die Druckfeder 55 ist auf der dem Anschlußteil
10 zugewandten Seite der Durchgangsöffnung 50 vorgesehen. Der Anschlagring 54 befindet
sich auf der vom Preßteil 10 abgewandten Seite des Ringbundes 53 und liegt unter der
Kraft der Druckfeder 55 am Ringbund 53 an. Da der Anschlagring 54 formschlüssig in
eine Ringnut 57 des Aufweiters 51 eingreift, nimmt der Aufweiter 51 zuverlässig seine
Ausgangslage ein, in der er mit seinem kegelförmig zulaufenden Aufweitende 58 entgegengesetzt
zum Preßteil 10 aus der Durchgangsöffnung 50 teilweise ragt. In Richtung auf das Preßteil
10 steht der Aufweiter 51 so weit vor, daß er im Bewegungsweg des Preßteiles 10 liegt,
wenn dieses in Richtung auf das Aufnahmestück 32 durch die Gewindespindel 14 bewegt
wird.
[0020] Der Benutzer, der das Elektrowerkzeug am Griff 5 trägt, setzt das Elektrowerkzeug
so an ein (nicht dargestelltes) aufzuweitendes Rohr an, daß das Aufweitende 58 des
Aufweiters 51 in das Rohrende eingreift. Anschließend wird durch Betätigen des Schalters
43 der Elektromotor 3 eingeschaltet, so daß über das Untersetzungsgetriebe 7 die Gewindespindel
14 drehbar angetrieben wird. Das Preßteil 10 wird dadurch in Richtung auf das überstehende
Ende des Aufweiters 51 verschoben. Da das Preßteil 10 über das Aufnahmestück 15 in
Verschieberichtung an den Innenseiten der Schenkel 18, 19 des Führungsteiles 13 geführt
wird, wird das Preßteil 10 einwandfrei geführt und gelangt zuverlässig auf das überstehende
Ende des Aufweiters 51. Er wird dann vom Preßteil 10 gegen die Kraft der Druckfeder
55 mitgenommen, wodurch das Aufweitende 58 weiter in das Rohrende verschoben wird.
Das kegelförmige Aufweitende weitet das Rohrende entsprechend auf.
[0021] Am Ende des Aufweitvorganges kann das Elektrowerkzeug mit dem Aufweiter 51 aus dem
aufgeweiteten Rohrende herausgezogen werden. In der Grifföffnung des Elektrowerkzeuges
befindet sich ein Umschalter 59, mit dem die Drehrichtung des Elektromotors 3 umgekehrt
werden kann. Dadurch kann das Preßteil 10 nach dem Aufweitvorgang wieder zurück in
die Ausgangslage verschoben werden, wobei der Aufweiter 51 durch die Druckfeder 55
so weit in der Durchgangsöffnung 50 des Trägers 46 zurückgeschoben wird, bis er mit
seinem Anschlagring 54 am Ringbund 53 zur Anlage kommt.
[0022] Der Ansatz 48 des Trägers 46 kann wie die Ansätze 27 der Preßteile 9, 10 viereckigen
Querschnitt haben, so daß die entsprechenden Aufnahmen 22, 45 der Aufnahmestücke 15,
32 entsprechenden viereckigen Querschnitt haben. Vorteilhaft weist in diesem Falle
jede Seite des Ansatzes eine Vertiefung 26 für den Eingriff der Befestigungsschraube
24 auf. Die eckige Querschnittsausbildung hat den Vorteil, daß die Preßteile 9, 10
bzw. der Träger 46 gegen Drehen einwandfrei gesichert sind. In Verbindung mit der
seitlichen Führung des Aufnahmestückes 15 an den Schenkeln 18, 19 des Führungsteiles
13 wird somit gewährleistet, daß mit dem Elektrowerkzeug genaue Bearbeitungen von
Werkstücken möglich sind.
[0023] Das Aufweitwerkzeug 47 läßt sich sehr einfach am Elektrowerkzeug befestigen und lösen.
[0024] Anstelle des Preßteiles 10 kann für den Aufweitvorgang auch ein anderes Betätigungselement
in das Aufnahmestück 15 eingesetzt werden.
[0025] Die Fig. 4 und 5 zeigen eine weitere Möglichkeit, an das Elektrowerkzeug ein anderes
Werkzeugelement, in diesem Falle ein Preßwerkzeug, anzuschließen, das mit dem Antrieb
des Elektrowerkzeuges betätigt werden kann. Das Preßwerkzeug 60 ist in herkömmlicher
Weise ausgebildet und weist zwei Arme 61, 62 auf, die gegensinnig zueinander um Achsen
63, 64 verschwenkbar sind. Die Achsen 63, 64 liegen parallel zueinander sowie senkrecht
zur Gewindespindel 14. Die Arme 61, 62 sind zweiarmige Hebel. An einem Ende weisen
sie jeweils eine Öffnung 65, 66 auf, welche Achsen 67, 68 aufnehmen. Am anderen Ende
sind die Arme 61, 62 mit Preßteilen 69, 70 versehen, die in bekannter Weise eine teilkreisförmige
Vertiefung 71, 72 aufweisen, in die ein radial zu verpressendes Werkstück eingelegt
werden kann.
[0026] Wie sich aus Fig. 4 ergibt, liegt das Preßwerkzeug 60 mit Abstand von den Aufnahmestücken
15, 32. Dadurch ist gewährleistet, daß das Preßwerkzeug 60 beim Verpressen des Werkstückes
einwandfrei geöffnet und geschlossen werden kann. Die Achsen 67, 68 durchsetzen Hülsen
73, 74, die als Abstandhalter dienen und das Preßwerkzeug 60 auf Abstand zu den Aufnahmestücken
15, 32 halten. Damit die beiden Arme 61, 62 beim Preßvorgang zuverlässig geschwenkt
werden können, sind die Arme 61, 62 mit Kugellagern 75, 76 auf den freien Enden der
Achsen 67, 68 gelagert. Die Arme 61, 62 liegen an den Stirnseiten der Hülsen 73, 74
an, die ihrerseits an Kupplungsstücken 77, 78 anliegen, die mit einem Ansatz 79, 80
in die Aufnahmen 22, 45 der Aufnahmestücke 15, 32 eingesetzt und dort in der anhand
der vorigen Ausführungsbeispiele beschriebenen Weise gehalten sind. Die Achsen 67,
68 sind an die Kupplungsstücke 77, 78 geschraubt und pressen dadurch die Hülsen 73,
74 gegen die Kupplungsstücke.
[0027] Zu Beginn eines Preßvorganges wird der Elektromotor 2 so eingeschaltet, daß das Aufnahmestück
15 aus der in Fig. 4 dargestellten Lage nach links auf der Gewindespindel 14 verschoben
wird. Dadurch schwenkt der Arm 62 relativ zum Arm 61 um die Achse 64, so daß das Preßwerkzeug
60 geöffnet wird. Dann kann in die Vertiefungen 71, 72 der Preßteile 69, 70 das radial
zu verpressende Werkstück, zum Beispiel ein Fitting, eingelegt werden. Mit dem Umschalter
59 wird die Drehrichtung des Elektromotors 2 umgekehrt, so daß die Spindel 14 so gedreht
wird, daß das Anschlußstück 15 in Richtung auf die in Fig. 4 dargestellte Lage verschoben
wird. Dies hat zur Folge, daß sich die beiden Preßteile 69, 70 schließen und das in
den Vertiefungen 71, 72 liegende Werkstück radial verpressen. Fig. 5 zeigt die Endlage
der Arme 61, 62 des Preßwerkzeuges 60 nach dem Preßvorgang. Damit das verpreßte Werkstück
entnommen werden kann, wird die Drehrichtung des Elektromotors 2 umgeschaltet, so
daß das Aufnahmestück 15 wieder in Richtung auf das Aufnahmestück 32 verschoben und
dadurch das Preßwerkzeug 60 zur Entnahme des verpreßten Werkstückes geöffnet wird.
[0028] Mittels der Kupplungsstücke 77, 78 läßt sich das Preßwerkzeug 60 mühelos am Elektrowerkzeug
befestigen. Ebenso ist es einfach möglich, das Preßwerkzeug 60 abzunehmen. Vorteilhaft
ist es, wenn die Achsen 67, 68 mit den Hülsen 73, 74 und den Kupplungsstücken 77,
78 lösbar mit dem Preßwerkzeug 60 verbunden sind. Dann kann ein herkömmliches Preßwerkzeug
über diese Anschlußteile mit dem Elektrowerkzeug gekuppelt werden.
[0029] Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform des Elektrowerkzeuges. Im Unterschied zum
vorigen Ausführungsbeispiel sitzen auf der Gewindespindel 14 beide Aufnahmestücke
15, 32. Die Gewindespindel 14 hat zwei gegenläufige Gewinde 81, 82, die vorteilhaft
jeweils über die halbe Länge der Gewindespindel 14 vorgesehen sind. Dadurch werden
die beiden Aufnahmestücke 15, 32 beim Drehen der Gewindespindel 14 gegensinnig zueinander
bewegt. Die beiden Aufnahmestücke 15, 32 sind gleich ausgebildet, jedoch spiegelsymmetrisch
zueinander auf der Gewindespindel 14 angeordnet. Der Verschiebeweg des Aufnahmestückes
15 wird durch einen radial nach innen ragenden Bund 83 des Abdeck/Führungsteiles 13
begrenzt.
[0030] Da beide Anschlußstücke 15, 32 bewegbar sind, ist die Spindel 14 länger als beim
vorigen Ausführungsbeispiel. Im übrigen ist das Elektrowerkzeug gemäß Fig. 6 gleich
ausgebildet wie das vorige Ausführungsbeispiel.
[0031] Fig. 7 zeigt ein Elektrowerkzeug, das im wesentlichen gleich ausgebildet ist wie
die Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2. Der Unterschied liegt in der Ausbildung
der Aufnahmestücke. Das Aufnahmestück 15, das auf der Gewindespindel 14 sitzt, hat
eine Anschlußlasche 84, an die eine Achse 85 angeschlossen werden kann, die sich senkrecht
zur Gewindespindel 14 erstreckt. Die Längsmittellinie der Achse 85 liegt in einer
Ebene, die senkrecht zu der die Achse 86 der Gewindespindel 14 enthaltenden Ebene
verläuft.
[0032] Das einstückig mit dem Abdeck/Führungsteil 13 ausgebildete Aufnahmestück 32 hat ebenfalls
eine Anschlußlasche 87, an die eine Achse 88 angeschlossen werden kann. Sie liegt
parallel zur Achse 85.
[0033] In Fig. 7 ist beispielhaft dargestellt, daß an die beiden Anschlußlaschen 84, 87
der Aufnahmestücke 15, 32 das Preßwerkzeug 60 angeschlossen werden kann. Durch Verschieben
des Anschlußstückes 15 auf der Spindel 14 wird, wie anhand der Fig. 4 und 5 erläutert
worden ist, das Preßwerkzeug 60 geöffnet und geschlossen. Aufgrund der beschriebenen
Lage der Anschlußlaschen 84, 87 und der Achsen 85, 88 nimmt das Preßwerkzeug 60 eine
solche Lage ein, daß das Elektrowerkzeug während des Preßvorganges nicht um 90° gedreht
werden muß, wie dies bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 4 und 5 der Fall ist.
Dort liegen die Längsmittellinien der Achsen 67, 68 in der gleichen Ebene wie die
Achse der Gewindespindel 14. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 erstrecken sich
die Anschlußlaschen 84, 87 in Richtung der Längsachse der Gewindespindel 14. Das Preßwerkzeug
60 kann so angeschlossen werden, daß die freien Enden der Arme 61, 62 des Preßwerkzeuges
60 mit ihren Seitenflächen an den Anschlußlaschen 84, 87 anliegen und dadurch während
des Preßvorganges abgestützt werden.
[0034] Die beschriebenen Elektrowerkzeuge sind zum Anschluß unterschiedlichster Werkzeuge
vorgesehen. Beispielhaft sind die Preßteile 9, 10, der Aufweiter 51 und das Preßwerkzeug
60 in Form einer Preßzange dargestellt und beschrieben worden. An die jeweiligen Anschlußstücke
der Elektrowerkzeuge können auch andere Werkzeugeinheiten, wie beispielsweise ein
Preßkopf, angeschlossen werden. Der Elektromotor 2 treibt über das Untersetzungsgetriebe
7 die Spindel 14 mit der erforderlichen Drehzahl an, so daß die an die Anschlußstücke
angeschlossenen Werkzeuge zuverlässig und sicher betätigt werden können. Der Handwerker
kann somit für unterschiedlichste Werkzeuge eine einzige Antriebseinheit einsetzen
und benötigt für die verschiedenen Werkzeuge nicht jeweils eine eigene Antriebseinheit.
Der Halter 8 ist vorteilhaft lösbar an das Getriebegehäuse 6 angeschlossen, so daß
es ohne weiteres möglich ist, unterschiedlich gestaltete Halter 8 einzusetzen, so
daß der Handwerker die Möglichkeit hat, zur Betätigung unterschiedlichster Werkzeuge
den entsprechenden Halter 8 zu verwenden. Dadurch steht dem Handwerker eine noch größere
Variationsmöglichkeit zur Verfügung, so daß er eine große Zahl unterschiedlichster
Werkzeuge mit einem einzigen Antrieb und mit gegebenenfalls mehreren Haltern 8 verwenden
kann.
1. Tragbares Werkzeug mit einem Antriebsmotor, der in einem Motorgehäuse untergebracht
ist und wenigstens ein Aufnahmestück für ein Werkzeugelement antreibt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmestück (15, 32) auf einer drehbar gelagerten Gewindespindel (14) sitzt,
die vom Antriebsmotor (3) aus antreibbar ist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (14) in einem Halter (8) drehbar gelagert ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (8) wenigstens ein vorteilhaft das Aufnahmestück (15, 32) in Bewegungsrichtung
führendes Führungsteil (13) für das Aufnahmestück (15, 32) aufweist.
4. Werkzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsteil (13) wenigstens teilweise U-förmigen Querschnitt aufweist.
5. Werkzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmestück (15, 32) an zwei Schenkeln (18, 19) des Führungsteiles (13) geführt
ist und vorteilhaft an den einander zugewandten Innenseiten der Schenkel (18, 19)
des Führungsteiles (13) anliegt.
6. Werkzeug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmestück (15, 32) über die freien Enden der Schenkel (18, 19) des Führungsteiles
(13) ragt.
7. Werkzeug nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (14) zwischen den Schenkeln (18, 19) des Führungsteiles (13) verläuft.
8. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (3) über ein vorteilhaft in einem an das Motorgehäuse (1) angeschlossenen
Getriebegehäuse (6) untergebrachtes Untersetzungsgetriebe (7) mit der Gewindespindel
(14) antriebsverbunden ist.
9. Werkzeug nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (13) an das Getriebegehäuse (6) angeschlossen ist.
10. Werkzeug nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Motorgehäuse (1), das Getriebegehäuse (6) und der Halter (13) hintereinander
liegen.
11. Werkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebegehäuse (6) lösbar mit dem Motorgehäuse (1) verbunden ist.
12. Werkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (13) lösbar mit dem Getriebegehäuse (6) verbunden ist.
13. Werkzeug nach einem der--Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (13) mit einem Anschlußflansch (12) an das Getriebegehäuse (6) angeschlossen
ist.
14. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmestück (15, 32) wenigstens eine vorteilhaft eckigen Querschnitt aufweisende
Aufnahme (22, 45) zum Anschluß des Werkzeugelementes (51, 60) aufweist.
15. Werkzeug nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeugelement (51, 60) mit einem vorteilhaft einen-Ansatz (48; 79, 80) aufweisenden
Kupplungsstück (46; 77, 78) in die Aufnahme (22, 45) steckbar ist.
16. Werkzeug nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (48; 79, 80) durch wenigstens ein Sicherungselement (24) in der Aufnahme
(48; 79, 80) gehalten ist.
17. Werkzeug, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Gewindespindel (14) zwei gegenläufig bewegbare Aufnahmestücke (15, 32) gelagert
sind.
18. Werkzeug nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Aufnahmestücke (15, 32), für die die Gewindespindel (14) vorteilhaft zwei
gegenläufige Gewindeabschnitte (81, 82) aufweist, gleich ausgebildet und spiegelsymmetrisch
zueinander angeordnet sind.
19. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (13) wenigstens einen halterfesten Anschluß für Werkzeugelemente aufweist.
20. Werkzeug, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (13) gegen Werkzeugeinheiten austauschbar ist.