Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einer Kraftstoffhochdruckvorrichtung nach der Gattung des
Patentanspruchs 1 aus. Eine solche Kraftstoffhochdruckvorrichtung ist in Form eines
Kraftstoffeinspritzventils aus der DE 198 27 267 A1 bekannt und umfasst ein Gehäuse,
das einen ersten als Ventilhaltekörper ausgebildeten Hochdruckkörper und einen zweiten
als Ventilkörper ausgebildeten Hochdruckkörper beinhaltet. Die beiden Hochdruckkörper
liegen in einer Anlagefläche aneinander an. Durch die Anlagefläche tritt ein Hochdruckraum
in Form eines Hochdruckkanals hindurch, der Kraftstoff unter hohem Druck führt. Das
Gehäuse wird im Bereich der Anlagefläche von einem im wesentlichen zylinderförmigen
Wandungsteil umgeben, das als Spannmutter ausgebildet ist und eine Längsachse aufweist.
Zwischen dem Gehäuse und der Spannmutter ist ein Leckölraum ausgebildet, der das Gehäuse
auf seinem gesamten Umfang umgibt.
[0002] Aus der Patentschrift US 6 047 899 ist darüber hinaus eine Kraftstoffhochdruckvorrichtung
in Form eines Kraftstoffeinspritzventils bekannt, wobei das Kraftstoffeinspritzventil
mehrere Hochdruckkörper umfasst. Die Hochdruckkörper werden mit einer Spannmutter
aneinander gepresst, wobei zwischen den Hochdruckkörpern und der Spannmutter ein Raum
mit einem niedrigen Kraftstoffdruck vorhanden ist. Die Spannmutter ist mit einem Innengewinde
auf ein entsprechendes Außengewinde an einem Hochdruckkörper aufgeschraubt, während
die Spannmutter an einem anderen Hochdruckkörper an einer Schulter anliegt. Zur Abdichtung
des Raums ist außerhalb des Gewindes und abgewandt zur Schulter ein Dichtring vorgesehen,
der in eine Ringnut an einem Hochdruckkörper eingelegt ist.
[0003] Bei der bekannten Kraftstoffhochdruckvorrichtung tritt der Nachteil auf, dass es
zu Undichtigkeiten im Bereich der Anlagefläche kommen kann. Der Hochdruckraum wird
an seinem Durchtritt durch die Anlagefläche nur durch die Flächenpressung der Körper
abgedichtet, die in der Anlagefläche aneinander anliegen und den Durchtritt des Hochdruckraums
umgeben. Da im Hochdruckraum zum Teil sehr hohe Drücke von 120 MPa und darüber herrschen
können, ist diese Abdichtung nicht vollständig, so dass es zu einem Austritt von Kraftstoff
in der Anlagefläche kommen kann, der in den Leckölraum zwischen der Spannmutter und
dem Gehäuse gelangt, von wo er bei längerem Betrieb der Kraftstoffhochdruckvorrichtung
schließlich austritt. Dies kann beim Einsatz in einer Brennkraftmaschine zu erheblichen
Schäden führen, insbesondere wenn dieser Kraftstoff in den Motorraum gelangt und dort
durch heiße Bauteile in Brand gesetzt wird.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Kraftstoffhochdruckvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass auch bei Undichtigkeiten
an der Anlagefläche der beiden Hochdruckkörper kein Kraftstoff nach außen gelangen
kann. Zu diesem Zweck wird der Leckölraum, der zwischen dem Gehäuse und dem Wandungsteil
gebildet ist, abgedichtet. Der Kraftstoff, der zwischen den Hochdruckkörpern hindurch
an der Anlagefläche austritt, verbleibt so im Leckölraum, und die Kraftstoffhochdruckvorrichtung
ist nach außen abgedichtet.
[0005] Zwischen dem Wandungsteil und dem ersten Hochdruckkörper ist eine erste dichtende
Verbindung ausgebildet und zwischen dem Wandungsteil und dem zweiten Hochdruckkörper
eine zweite dichtende Verbindung. Dadurch wird der Leckölraum in einfacher Weise abgedichtet
und beide dichtenden Verbindungen können unabhängig voneinander gestaltet werden.
[0006] Das Wandungsteil ist als Spannmutter ausgebildet, die die Hochdruckkörper an der
Anlagefläche aneinander presst. Auf diese Weise wird die Funktion der Abdichtung nach
außen und die Funktion eines Spannelements zum Aneinanderpressen der Hochdruckkörper
in nur einem Bauteil vereint.
[0007] Wenigstens eine dichtende Verbindung des Wandungsteils ist mit dem Gehäuse durch
einen zwischen dem Gehäuse und dem Wandungsteil angeordneten Dichtring ausgebildet.
Dadurch kann eine gute Dichtheit erreicht werden, und der Dichtring kann an verschiedene
Gegebenheiten angepasst werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung ist der Leckölraum
mit einem im Gehäuse ausgebildeten Niederdruckraum verbunden, wobei im Niederdruckraum
stets ein niedriger Kraftstoffdruck aufrecht erhalten wird. Über diese Verbindung
kann der Kraftstoff aus dem Leckölraum abfließen und es kommt nicht mit der Zeit zu
einem Druckstau im Leckölraum, was zu Undichtigkeiten der dichtenden Verbindungen
führen könnte.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist eine der dichtenden Verbindungen
der Spannmutter mit dem Gehäuse durch die Anlage einer Dichtfläche an einer am Gehäuse
ausgebildeten Anlagefläche gebildet. In dieser Ausgestaltung kann die durch die Spannmutter
ausgeübte Anpresskraft für eine der dichtenden Verbindungen genutzt werden, ohne dass
weitere Dicht- oder Spannelemente nötig wären.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Dichtring aus einem elastischen
Material gefertigt, vorzugsweise einem Kunststoff oder Elastomer. Ein solcher Dichtring
kann sich durch Verformen dem Raum zwischen dem Wandungsteil und dem Gehäuse anpassen
und dadurch sicher abdichten.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Dichtring aus Polytetrafluorethylen
(PTFE) gefertigt, was neben der guten Dichtheit den Vorteil bietet, dass der Dichtring
chemisch äußerst beständig ist und durch den Kraftstoff nicht angegriffen wird. Außerdem
ist PTFE gut hitzebeständig und eignet sich somit besonders für den Einsatz in Kraftstoffeinspritzventilen,
die hohen Temperaturen ausgesetzt sind.
[0012] Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Kraftstoffhochdruckvorrichtung, wenn
sie als Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschine ausgebildet ist, da die hier
auftretenden Dichtigkeitsprobleme durch Maßnahmen an der Anlagefläche nicht abschließend
gelöst werden können. Es ergeben sich hier noch weitere Vorteile: Die Anforderungen
an die Güte der Dichtflächen der beiden Hochdruckkörper ist deutlich reduziert, da
eine bestimmte Leckagemenge nach außen in den Leckölraum akzeptabel ist. Darüber hinaus
ergibt sich der Vorteil, dass die Hochdruckkörper mit geringerer Kraft aneinander
gepresst werden müssen, was zu einer Reduzierung der mechanischen Verspannungen im
Kraftstoffeinspritzventil führt und damit zu geringeren Verformungen, die ansonsten
die Funktion des Kraftstoffeinspritzventils beeinträchtigen können.
[0013] Weitere Vorteile und vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung sind der Beschreibung
und der Zeichnung entnehmbar.
Zeichnung
[0014] In der Zeichnung ist ein Beispiel einer Kraftstoffhochdruckvorrichtung dargestellt.
Es zeigt
Figur 1 eine nicht erfindungsgemäße Kraftstoffhochdruckvorrichtung in Form eines Kraftstoffeinspritzventils
im Längsschnitt.
Figur 2 zeigt eine Vergrößerung des mit II bezeichneten Ausschnitts von Fig. 1. Figur
3 zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel des mit III bezeichneten Ausschnitt
der Fig. 1 und Figur 4 eine Vergrößerung im Bereich der Anlagefläche eines weiteren
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0015] In der Fig. 1 ist ein Beispiel einer Kraftstoffhochdruckvorrichtung im Längsschnitt
in seinen wesentlichen Teilen dargestellt. Die hier als Kraftstoffeinspritzventil
ausgebildete Kraftstoffhochdruckvorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, das einen ersten
Hochdruckkörper, der als Ventilhaltekörper 3 ausgebildet ist, und einen zweiten Hochdruckkörper,
der als Ventilkörper 5 ausgebildet ist, umfasst. Der Ventilhaltekörper 3 liegt an
einer Anlagefläche 30 am Ventilkörper 5 an und wird mittels einer als Wandungsteil
ausgebildeten Spannmutter 7 gegen diesen gepresst. Im Ventilkörper 5 ist eine Bohrung
8 ausgebildet, die eine Längsachse 15 aufweist, die auch mit der Längsachse 15 der
Spannmutter 7 zusammenfällt. In der Bohrung 8 ist eine kolbenförmige Ventilnadel 10
längsverschiebbar angeordnet, die in einem dem Brennraum abgewandten Abschnitt in
der Bohrung 8 dichtend geführt wird und die sich dem Brennraum zu unter Bildung einer
Druckschulter 21 verjüngt. Am brennraumseitigen Ende geht die Ventilnadel 10 in eine
im wesentlichen konische Ventildichtfläche 14 über, die mit einem am brennraumseitigen
Ende der Bohrung 8 ausgebildeten Ventilsitz 16 zusammenwirkt, der ebenfalls im wesentlichen
konisch geformt ist und der in etwa denselben Öffnungswinkel wie die Ventildichtfläche
14 aufweist. Im Ventilsitz 16 sind mehrere Einspritzöffnungen 12 ausgebildet, die
den Ventilsitz 16 mit dem Brennraum der Brennkraftmaschine verbinden. Auf Höhe der
Druckschulter 21 ist durch eine radiale Erweiterung der Bohrung 3 ein Druckraum 18
ausgebildet, der über einen im Ventilkörper 5 und dem Ventilhaltekörper 3 ausgebildeten
Zulaufkanal 23 mit Kraftstoff unter hohem Druck befüllbar ist. Der Zulaufkanal 23
bildet einen Hochdruckraum und tritt durch die Anlagefläche 30 der beiden Hochdruckkörper
3;5 hindurch. Der Druckraum 18 setzt sich dem Ventilsitz 16 zu als ein die Ventilnadel
10 umgebender Ringkanal 19 fort, so dass Kraftstoff aus dem Druckraum 18 bis zum Ventilsitz
16 strömen kann. Bei Anlage der Ventildichtfläche 14 am Ventilsitz 16 werden die Einspritzöffnungen
12 verschlossen, und es gelangt kein Kraftstoff aus dem Ringkanal 19 zu den Einspritzöffnungen
12. Hebt die Ventildichtfläche 14 durch eine Längsbewegung der Ventilnadel 10 vom
Ventilsitz 16 ab, so fließt Kraftstoff aus dem Ringkanal 19 durch den zwischen der
Ventildichtfläche 14 und dem Ventilsitz 16 gebildeten Spalt zu den Einspritzöffnungen
12, und Kraftstoff wird in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt.
[0016] Der Ventilkörper 5 ist in dem Bereich, in dem die Ventilnadel 10 geführt ist, mit
einer zylindrisch Außenfläche ausgebildet, die sich dem Brennraum zu etwa auf Höhe
des Druckraums 18 unter Bildung einer Anlagefläche 44 verjüngt, wobei die Anlagefläche
44 in einer Radialebene zur Bohrung 8 liegt. Die Spannmutter 7 ist im wesentlichen
als Hohlzylinder ausgebildet und umgibt den Ventilkörper 5 und einen Teil des ventilhaltekörpers
3, insbesondere im Bereich der Anlagefläche 30. An ihrem brennraumzugewandten Ende
weist die Spannmutter 7 einen Kragen auf, an dem eine Dichtfläche 42 ausgebildet ist,
die an der Anlagefläche 44 zur Anlage kommt und eine erste dichtende Verbindung zwischen
der Spannmutter 7 und dem Gehäuse 1 bildet. Im brennraumabgewandten Endbereich weist
die Spannmutter 7 ein Innengewinde 38 auf, das in ein an der Außenmantelfläche des
Ventilhaltekörpers 3 ausgebildetes Außengewinde 36 eingreift. Durch Drehung der Spannmutter
7 wird diese mit dem Ventilhaltekörper 3 verschraubt und verschiebt sich dadurch in
Längsrichtung, so dass die Dichtfläche 42 gegen die Anlagefläche 44 gepresst wird
und der Ventilkörper 5 in der Anlagefläche 30 gegen den Ventilhaltekörper 3.
[0017] Zwischen der Spannmutter 7 und dem Ventilhaltekörper 3 beziehungsweise dem Ventilkörper
5 ist ein Leckölraum 30 ausgebildet, der am brennraumseitigen Endbereich durch die
Anlage der Dichtfläche 42 an der Anlagefläche 44 abgedichtet wird. Im brennraumabgewandten
Endbereich der Spannmutter 7 wird die Abdichtung durch einen Dichtring 50 bewirkt,
der zwischen der Spannmutter 7 und dem Ventilhaltekörper 3 eingeklemmt ist und so
eine zweite dichtende Verbindung bildet. Fig. 2 zeigt zur Verdeutlichung eine Vergrößerung
des mit II bezeichneten Bereichs der Fig. 1, wo der Dichtring 50 im Querschnitt gezeigt
ist. Der Dichtring 50 ist aus einem elastischen Material gefertigt, beispielsweise
aus Gummi oder einem Kunststoff, so dass er sich ensprechend verformen kann und eine
dichtende Verbindung der Spannmutter 7 mit dem Ventilhaltekörper 3 schafft. Besonders
Polytetrafluorethylen ist hierbei von Vorteil, da dieser Kunststoff weitgehend chemisch
inert ist. Der Leckölraum 30 ist somit abgedichtet, und es kann kein Kraftstoff nach
außen gelangen.
[0018] Brennraumabgewandt geht die Bohrung 8 in eine im Ventilhaltekörper 3 ausgebildete
Kolbenbohrung 26 über, die am Übergang einen etwas größeren Durchmesser aufweist als
die Bohrung 8. In der Kolbenbohrung 26 ist ein Druckstück 25 angeordnet, das an der
brennraumabgewandten Stirnfläche der Ventilnadel 10 anliegt. An das Druckstück 25
schließt sich ein Ventilkolben 27 an, der ebenfalls in der Kolbenbohrung 26 geführt
ist und koaxial zur Ventilnadel 10 angeordnet ist. Der Ventilkolben 27 kann eine Schließkraft
über das Druckstück 25 auf die Ventilnadel 10 ausüben, so dass diese mit ihrer Ventildichtfläche
14 gegen den Ventilsitz 16 gepresst wird. In der Kolbenbohrung 26 ist darüber hinaus
eine Schließfeder 28 angeordnet, die sich der Ventilnadel 10 abgewandt an einem Ringabsatz
29 abstützt und mit ihrem anderen Ende am Druckstück 25. Da die Schließfeder 28 druckvorgespannt
ist, übt sie eine Schließkraft auf die Ventilnadel 10 aus, die diese - insbesondere
bei nicht laufender Brennkraftmaschine - in ihrer Schließstellung hält. Die Kolbenbohrung
26 ist mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten Leckölsystem verbunden, so dass
die Kolbenbohrung 26 einen Niederdruckraum bildet, in dem stets ein niedriger Kraftstoffdruck
herrscht. Über den Ringspalt zwischen der Ventilnadel 10 und der Wand der Bohrung
8 kann nur sehr wenig Kraftstoff aus dem Druckraum 18 in die Kolbenbohrung 26 gelangen,
der dann sofort in das Leckölsystem abgeleitet wird.
[0019] Die Bewegung der Ventilnadel 10 in der Bohrung 8 und damit die Steuerung von Zeitpunkt
und Dauer der Einspritzung erfolgt in der Weise, dass die Schließkraft auf die Ventilnadel
10 gesteuert wird. Durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung wird
auf das brennraumabgewandte Ende des Ventilkolbens 27 eine Kraft ausgeübt, die steuerbar
ist. Über den Zulaufkanal 23 wird durch eine in der Zeichnung ebenfalls nicht dargestellte
Hochdruckquelle Kraftstoff unter hohem Druck in den Druckraum 18 geleitet, wobei während
des gesamten Betriebs ein vorgegebener hoher Druck im Druckraum 18 aufrecht erhalten
wird. Durch den Kraftstoffdruck im Druckraum 18 und damit auch im Ringkanal 19 ergibt
sich eine hydraulische Kraft auf die Druckschulter 21 und auf Teile der Ventildichtfläche
14, die der Schließkraft von Ventilkolben 27 und Schließfeder 28 entgegenwirken. Reduziert
man die Schließkraft auf die Ventilnadel 10, so überwiegt die hydraulische Öffnungskraft,
und die Ventilnadel 10 hebt mit der Ventildichtfläche 14 vom Ventilsitz 16 ab, so
dass Kraftstoff zu den Einspritzöffnungen 12 fließen kann. Wird die Schließkraft wieder
soweit erhöht, dass sie größer als die Öffnungskraft ist, verschiebt sich die Ventilnadel
10 erneut in Richtung auf den Ventilsitz 16 und die Einspritzöffnungen 12 werden verschlossen.
[0020] Durch den ständig im Zulaufkanal 23 herrschenden hohen Kraftstoffdruck werden an
die Dichtheit an der Anlagefläche der beiden Hochdruckkörper 3; 5 sehr hohe Anforderungen
gestellt, damit aus dem Zulaufkanal 23 kein Kraftstoff zwischen dem Ventilkörper 5
und dem Ventilhaltekörper 3 austritt. Der Teil des Kraftstoffs, der nach innen in
die Kolbenbohrung 26 gelangt, wird von dort in das Leckölsystem abgeleitet und stört
den Betrieb des Kraftstoffeinspritzventils nicht. Nach außen in den Leckölraum 32
fließender Kraftstoff wird dort gehalten, so dass das Kraftstoffeinspritzventil nach
außen dicht ist. Fließt jedoch mehr Kraftstoff in den Leckölraum 32, so kann sich
dort ein Druckpolster aufbauen, was früher oder später zu einer Undichtigkeit entweder
am Dichtring 50 oder an der Dichtfläche 42 führen wird. Um dies zu verhindern ist
an der dem Ventilkörper 5 zugewandten Stirnseite des Ventilhaltekörpers 7 ein Verbindungskanal
34 in Form einer Nut ausgebildet, der den Leckölraum 32 mit der Kolbenbohrung 26 verbindet.
Der Kraftstoff im Leckölraum 32 kann somit abfließen und der Leckölraum 32 bleibt
drucklos.
[0021] Fig. 3 zeigt eine Vergrößerung der Fig. 1 im mit III bezeichneten Ausschnitt eines
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels. Der Dichtring 50 ist hier nicht am Ende der
Spannmutter 7 angeordnet, sondern befindet sich in einer Ringnut 52, die den Ventilhaltekörper
3 auf seinem gesamten Umfang umgibt. Die Ringnut 52 ist dabei im Außengewinde 36 angeordnet,
so dass sich in Richtung der Längsachse 15 gesehen auf beiden Seiten der Ringnut 52
ein Teil des Außengewindes 36 befindet. Der Dichtring 50 wird vor dem Einschrauben
der Spannmutter 7 in der Ringnut 52 angeordnet, so dass sich die Spannmutter 7 mit
dem Innengewinde 38 bei der Montage über den Dichtring 50 verschiebt. Da der Dichtring
50 aus einem elastischen und gut verformbaren Material besteht, verformt die Spannmutter
den Dichtring 50 und schneidet sich mit dem Innengewinde 38 in den Dichtring 50 ein.
Dadurch wird eine sehr dichte Verbindung zwischen Spannmutter 7 und Dichtring 50 erreicht.
[0022] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils
in einem Ausschnitt im Bereich der Anlagefläche 30. Der Verbindungskanal 34 ist hier
nicht als Nut in einer Stirnseite des Ventilhaltekörpers 3 ausgebildet, sondern als
Bohrung im Ventilhaltekörper 3, die mit der Längsachse 15 einen Winkel von beispielsweise
45° einschließt. Der Verbindungskanal 34 kann hierbei von irgendeinem Punkt des Leckölraums
ausgehen, so dass die restlichen Funktionselemente nicht beeinträchtigt werden.
[0023] In der Zeichnung sind nur zwei Hochdruckkörper vorhanden, nämlich der Ventilhaltekörper
3 und der Ventilkörper 5. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass zwischen diesen
beiden Körpern weitere Hochdruckkörper angeordnet sind, beispielsweise in Form von
Zwischenscheiben. So können mehrere Anlageflächen ausgebildet sein, die alle von der
Spannmutter 7 umgeben sind, so dass der aus den Anlageflächen austretende Kraftstoff
abgeführt wird, ohne aus dem Kraftstoffeinspritzventil nach außen zu gelangen.
[0024] Neben der Anordnung eines erfindungsgemäßen Leckölraums an einem Kraftstoffeinspritzventil
kann es auch vorgesehen sein, ein Wandungsteil an jeder anderen Kraftstoffhochdruckvorrichtung
zu verwenden, bei der ein Hochdruckraum mit Kraftstoff unter hohem Druck durch die
Anlagefläche zweier Hochdruckkörper hindurchtritt. Der Leckölraum kann auch in diesem
Fall mit einem entsprechenden Leckölsystem verbunden werden.
1. Kraftstoffhochdruckvorrichtung mit einem Gehäuse (1), das einen ersten Hochdruckkörper
(3) und einen zweiten Hochdruckkörper (5) umfasst, welche an einer Anlagefläche (30)
aneinander anliegen und durch welche Anlagefläche (30) ein im Gehäuse (1) ausgebildeter
Hochdruckraum (23) hindurchtritt, in dem zumindest zeitweise ein hoher Kraftstoffdruck
vorhanden ist, und mit einem eine Längsachse (15) aufweisenden hülsenförmigen Wandungsteil
(7), welches das Gehäuse (1) zumindest im Bereich der Anlagefläche (30) an der Außenmantelfläche
umgibt, so dass zwischen dem Wandungsteil (7) und dem Gehäuse (1) ein Leckölraum (32)
ausgebildet ist, wobei der Leckölraum (32) nach außen abgedichtet ist und
zwei dichtende Verbindungen zwischen dem Wandungsteil (7) und dem Gehäuse (1) ausgebildet
sind, wobei eine dichtende Verbindung zwischen dem Wandungsteil (7) und dem ersten
Hochdruckkörper (3) ausgebildet ist und die zweite dichtende Verbindung zwischen dem
Wandungsteil (7) und dem zweiten Hochdruckkörper (5), wobei
das Wandungsteil eine Spannmutter (7) ist, die in ein am Gehäuse (1) ausgebildetes
Außengewinde (36) eingreift und so die beiden Hochdruckkörper (3; 5) aneinander presst,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine dichtende Verbindungen des Wandungsteils (7) mit dem Gehäuse (1)
durch einen zwischen dem Gehäuse (1) und dem Wandungsteil (7) angeordneten Dichtring
(50) gebildet ist, der in einer im Außengewinde (36) ausgebildeten Ringnut (52) angeordnet
ist.
2. Kraftstoffhochdruckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (1) ein Niederdruckraum ausgebildet ist, in dem ein deutlich niedrigerer
Druck als im Hochdruckraum (23) herrscht und der mit dem Leckölraum (32) verbunden
ist.
3. Kraftstoffhochdruckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der dichtenden Verbindungen des Wandungsteils (7) mit dem Gehäuse (1) durch
die Anlage einer am Wandungsteil (7) ausgebildeten Dichtfläche (42) an einer am Gehäuse
(1) ausgebildeten Anlagefläche (44) gebildet ist.
4. Kraftstoffhochdruckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtring (50) aus einem elastisch verformbaren Material besteht, vorzugsweise
einem Kunststoff oder einem Elastomer.
5. Kraftstoffhochdruckvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtring (50) aus Polytetrafluorethylen oder einem Polytetrafluorethylen-haltigen
Kunststoff besteht.
6. Kraftstoffhochdruckvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftstoffhochdruckvorrichtung als Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen
ausgebildet ist.
1. High-pressure fuel device having a housing (1), which comprises a first high-pressure
body (3) and a second high-pressure body (4), which bodies bear against each other
at a bearing surface (30) and through which bearing surface (30) passes a high-pressure
space (23) which is formed in the housing (1) and in which there is at least temporarily
a high fuel pressure, and having a sleeve-shaped wall part (7) which has a longitudinal
axis (15) and, on the outer circumferential surface, surrounds the housing (1) at
least in the region of the bearing surface (30), with the result that a leakage oil
space (32) is formed between the wall part (7) and the housing (1), the leakage oil
space (32) being sealed off to the outside, and two sealing connections being formed
between the wall part (7) and the housing (1), one sealing connection being formed
between the wall part (7) and the first high-pressure body (3) and the second sealing
connection being formed between the wall part (7) and the second high-pressure body
(5), the wall part being a clamping nut (7) which engages in an outer thread (36)
formed on the housing (1) and thus presses the two high-pressure bodies (3; 5) against
each other, characterized in that at least one sealing connection of the wall part (7) to the housing (1) is formed
by a sealing ring (50) which is arranged between the housing (1) and the wall part
(7) and is arranged in an annular groove (52) formed in the outer thread (36).
2. High-pressure fuel device according to Claim 1, characterized in that a low-pressure space, in which a significantly lower pressure prevails than in the
high-pressure space (23) and which is connected to the leakage oil space (32), is
formed in the housing (1).
3. High-pressure fuel device according to Claim 1, characterized in that one of the sealing connections of the wall part (7) to the housing (1) is formed
by a sealing surface (42), which is formed on the wall part (7), bearing against a
bearing surface (44), which is formed on the housing (1).
4. High-pressure fuel device according to Claim 1, characterized in that the sealing ring (50) consists of an elastically deformable material, preferably
a plastic or an elastomer.
5. High-pressure fuel device according to Claim 4, characterized in that the sealing ring (50) consists of polytetrafluoroethylene or a polytetrafluoroethylene-containing
plastic.
6. High-pressure fuel device according to one of the preceding claims, characterized in that the high-pressure fuel device is designed as a fuel injection valve for internal
combustion engines.
1. Dispositif de carburant à haute pression comportant un boîtier (1) formé d'un premier
corps haute pression (3) et d'un second corps haute pression (5) appliqués l'un contre
l'autre par une surface d'appui (30) traversée par une chambre haute pression (23)
réalisée dans le boîtier (1), et dans laquelle règne au moins de temps en temps une
haute pression de carburant, ainsi qu'une partie de paroi (7) en forme de manchon
ayant un axe longitudinal (15) et entourant le boîtier (1) au moins au niveau de la
surface d'appui (30) contre la surface-enveloppe extérieure, de façon à réaliser une
chambre de fuite d'huile (32) entre la partie de paroi (7) et le boîtier (1), cette
chambre (32) étant étanche vis-à-vis de l'extérieur, et avec deux liaisons d'étanchéité
prévues entre la partie de paroi (7) et le boîtier (1), l'une des liaisons d'étanchéité
étant formée entre la partie de paroi (7) et le premier corps haute pression (3),
et la seconde liaison étanche étant formée entre la partie de paroi (7) et le second
corps haute pression (5),
la partie de paroi étant un écrou de serrage (7) coopérant avec un filetage extérieur
réalisé sur le boîtier (1) de façon à presser l'un contre l'autre les deux corps haute
pression (3, 5),
caractérisé en ce qu'
au moins l'une des liaisons étanche entre la partie de paroi (7) et le boîtier (1)
est formée par un joint d'étanchéité (50) prévu entre le boîtier (1) et la partie
de paroi (7), ce joint étant logé dans une rainure annulaire (52) réalisée dans le
filetage extérieur (36).
2. Dispositif de carburant à haute pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on réalise dans le boîtier (1) une chambre basse pression dans laquelle règne une
pression significativement plus faible que dans la chambre haute pression (23), et
qui est reliée à la chambre à fuite d'huile (32).
3. Dispositif de carburant à haute pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'une des liaisons d'étanchéité de la partie de paroi (7) avec le boîtier (1) est
formée par la venue en appui d'une surface d'étanchéité (42) réalisée sur la partie
de paroi (7) contre une surface d'appui (44) réalisée sur le boîtier (1).
4. Dispositif de carburant à haute pression selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le joint d'étanchéité (50) est en une matière déformable élastiquement, de préférence
en matière plastique ou en élastomère.
5. Dispositif de carburant à haute pression selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le joint d'étanchéité (50) est en polytétrafluoréthylène ou en une matière plastique
contenant du polytétrafluoréthylène.
6. Dispositif de carburant à haute pression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est réalisé sous la forme d'un injecteur de carburant pour des moteurs à combustion
interne.