[0001] Die Erfindung betrifft einen Zigarettenträger für SB-Geschäfte, mit Schächten, die
zur Aufnahme von Zigarettenschachteln bestimmt sind, wobei jeder Schacht eine Schubeinrichtung
aufweist, die bestrebt ist, die in einer Reihe abgestellten Zigarettenschachteln zu
einem Entnahmebereich zu drücken und wobei jede Schubeinrichtung innerhalb und längs
eines Schachtes zwischen zwei Endstellungen schiebebeweglich geführt ist.
[0002] Die EP 0 979 628 Al beschreibt einen Zigarettenträger mit den Merkmalen der eben
genannten Art. Die in dieser Schrift zitierten Schubeinrichtungen sind in ihrer Endstellung
am rückwärtigen Ende eines jeden Schachtes mittels einer federbelasteten Rastklinke
arretierbar. Diese Rastklinke ist durch Einsetzen einer letzten Zigarettenschachtel
unmittelbar vor der Schubeinrichtung auslösbar, so dass danach bei vollständig gefülltem
Zigarettenträger die Schubeinrichtung für ihre Schiebebewegung automatisch freigegeben
ist und die Zigarettenschachteln zum Entnahmebereich hin bewegen kann. Beim Nachfüllen
von Zigarettenschachteln muss die Schubeinrichtung in Richtung der Rastklinke bis
hinter diese bewegt werden. Damit verbleibt Restware auf dem Zigarettenträger nahe
des Entnahmebereiches und die weitere Benutzung des als Selbstbedienungsgerät gestalteten
Zigarettenträgers erfolgt nach dem Einlegen neuer Zigarettenschachteln zwangsläufig
nach dem "first-in-first-out"-Prinzip.
Die vorgeschlagene Lösung vermeidet nicht die nachteilige Möglichkeit, dass beim Nachfüllen
der Schächte restliche Zigarettenschachteln trotzdem vom Entnahmebereich wieder zur
Rückseite der Schächte gelangen können, denn wenn man mit neuen Zigarettenschachteln
in der Hand mit den Zigarettenschachteln gegen die restlich verbliebenen Zigarettenschachteln
drückt, werden letztere zwangsläufig vom Entnahmebereich aus nach hinten geschoben.
Gerade diese Möglichkeit will man jedoch vermeiden, um ein Altern der in den Zigarettenschachteln
befindlichen Zigaretten auszuschließen.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Zigarettenträger der eingangs genannten Art so
weiterzuentwickeln, dass sich der eben beschriebene Nachteil zumindest weitgehend
vermeiden lässt.
[0004] Die Lösung der Aufgabe besteht darin, dass jede Schubeinrichtung einen Sperrmechanismus
aufweist, der mit dem entsprechenden Schacht so zusammenwirkt, dass in gelöstem Zustand
des Sperrmechanismusses jede Schubeinrichtung in beide Richtungen bewegbar und in
arretiertem Zustand der Sperreinrichtung jede Schubeinrichtung nur zum Entnahmebereich
hin bewegbar ist.
[0005] Bei der vorgeschlagenen Lösung ist es nicht möglich, mit nachzufüllenden Zigarettenschachteln
in den Händen gegen im Zigarettenträger befindliche Zigarettenschachteln zu drücken
und diese zusammen mit der Schubeinrichtung an das rückwärtige Ende eines Schachtes
zu schieben. Die nachfolgend beschriebenen Schubeinrichtungen des erfindungsgemäßen
Zigarettenträgers stellen sich vielmehr sperrend in den Weg und lassen sich höchstens
ein kurzes Stück bewegen. Erst wenn man einen an den Schubeinrichtungen befindlichen
Sperrmechanismus mit der anderen Hand löst, lassen sich die Schubeinrichtungen bis
zum rückwärtigen Ende eines jeden Schachtes bewegen. Dabei verbleiben die restlichen
Zigarettenschachteln im Entnahmebereich und werden somit zwangsläufig vor den nachgefüllten
Zigarettenschachteln entnommen und gekauft.
[0006] Die Erfindung wird anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- einen Zigarettenträger;
- Fig. 2
- einen Schacht mit stufenweise arretierbarer Schubeinrichtung sowie
- Fig. 3
- einen Schacht mit stufenlos arretierbarer Schubeinrichtung.
[0007] Der in Fig. 1 schematisch dargestellte Zigarettenträger 1 ist zum Einsatz in Selbstbedienungsgeschäften
bestimmt. Sein bevorzugter Standort dort ist die Kassenzone. Der Zigarettenträger
1 kann verschiedenartig aufgebaut sein. Wesentlich ist, dass der Zigarettenträger
1 eine Anzahl von Schächten 3 aufweist, die in Gebrauchslage gewöhnlich horizontal
oder leicht geneigt angeordnet und zur Aufnahme von Zigarettenschachteln 19 bestimmt
sind. Die Schächte 3 sind ihrem Zweck entsprechend beliebig gestaltbar. Zum Nachfüllen
von Zigarettenschachteln 19 lassen sich die Schächte 3 aus dem Zigarettenträger 1
ein Stück weit herausziehen. Die Zeichnung zeigt den Zigarettenträger 1 mit Blick
auf den Entnahmebereich 2. Der Entnahmebereich 2 ist zum Kunden gerichtet, Bei geöffnetem
Entnahmebereich 2 lassen sich die Zigarettenschachteln 19 den Schächten 3 entnehmen.
Jedem Schacht 3 ist eine Schubeinrichtung 7 zugeordnet, die innerhalb und längs des
jeweiligen Schachtes 3 schiebebeweglich geführt ist. Die Schubeinrichtungen 7 sorgen
in bekannter Weise dafür, dass die Zigarettenschachteln 19 immer in Richtung Entnahmebereich
2 gedrückt werden.
[0008] Fig. 2 zeigt in schematischer Weise einen Schacht 3 sowie eine im oder am Schacht
3 geführte Schubeinrichtung 7. Schächte 3 und Schubeinrichtungen 7 sind bekannt. Es
gibt verschiedene Ausführungsarten, so dass auf eine erneute Beschreibung verzichtet
werden kann. Im Entnahmebereich 2 - in der Zeichnung links - endet jeder Schacht 3
mit einem Anschlag 4. Das rückwärtige Ende 5 eines jeden Schachtes 3 - in der Zeichnung
rechts - befindet sich gewöhnlich immer innerhalb des Zigarettenträgers 1. Jede Schubeinrichtung
7 ist einer Federwirkung derart ausgesetzt, dass die Schubeinrichtungen 7 bestrebt
sind, sich in Richtung zum Entnahmebereich 2 zu bewegen. Jede Schubeinrichtung 7 weist
einen schiebebeweglich geführten Rahmen 8 auf, der eine um eine horizontale Achse
9 begrenzt verschwenkbare, als Sperrmechanismus 10 ausgebildete Klinke 11 trägt. Die
Klinke 11 besitzt einen Auslöseabschnitt 12 und einen Rastabschnitt 13. Der Schacht
3 ist entlang seiner Längserstreckung mit in Abständen angeordneten Vertiefungen 6
ausgestattet. Im Beispiel ragt der Rastabschnitt 13 der Klinke 11 so in eine der Vertiefungen
6, dass die Schubeinrichtung 7 wohl in Richtung Entnahmebereich 2 verschiebbar, nicht
aber in Richtung rückwärtiges Ende 5 bewegbar ist. Durch die leicht abgewinkelte Form
des Rastabschnittes 13 weicht dieser beim Bewegen der Schubeinrichtung 7 zum Entnahmebereich
2 hin jeder Vertiefung 6 aus, während bei der entgegengesetzten Bewegung der Schubeinrichtung
7 der Rastabschnitt 13 mit der Vertiefung 6 verhakt.
Im Beispiel sind zwischen dem Anschlag 4 und dem Rahmen 8 der Schubeinrichtung 7 drei
Zigarettenschachteln 19 eingefügt. Will man den Schacht 3 mit neuen Zigarettenschachteln
19 befüllen, muss der Auslöseabschnitt 12 der Klinke 11 im Beispiel so weit nach unten
gedrückt werden, dass sich der Rastabschnitt 13 der Klinke 11 außerhalb der Vertiefung
6 befindet. Jetzt kann die Schubeinrichtung 7 entgegen der Federwirkung zum rückwärtigen
Ende 5 des Schachtes 3 gedrückt werden, wobei ein nicht eingezeichneter Anschlag verhindert,
dass die Schubeinrichtung 7 aus dem Schacht 3 herausbewegt werden kann. Zwischen den
beiden im Schacht 3 verbliebenen Zigarettenschachteln 19 und dem gemäß der Zeichnung
verstellbaren, ganz rechts befindlichen Rahmen 8 der Schubeinrichtung 7 ist nun ein
Raum geschaffen, der mit neuen Zigarettenschachteln 19 beladen werden kann. Die Schubeinrichtung
7 ist somit zum rückwärtigen Ende 5 hin stufenweise arretierbar.
[0009] Fig. 3 zeigt im wesentlichen die gleiche Anordnung wie in Fig. 2 beschrieben, jedoch
mit dem Unterschied, dass anstelle einer Klinke 11 ein Sperrmechanismus 10 vorgesehen
ist, der aus einem an einem schwenkbaren Hebel 14 gelagerten Rad 15 oder einer Walze
15 besteht. Das Rad 15 oder die Walze 15 lässt sich nur in Richtung Entnahmebereich
2 drehen, in der Zeichnung also nach links. Eine Drehung in die andere Richtung ist
nicht möglich. Der um eine horizontale Achse 16 schwenkbar gelagerte Hebel 14 ist
in einem spitzen Winkel zu einer Senkrechten 17 angeordnet, so dass beim Versuch,
die derart gestaltete Schubeinrichtung 7 zum rückwärtigen Ende 5 zu drücken, zwischen
dem Rad 15 oder der Walze 15 und dem Boden 18 des Schachtes 3 eine Selbsthemmung eintritt,
so dass sich die Schubeinrichtung 7 nicht in der Zeichnung nach rechts, wohl aber
nach links zum Entnahmebereich 2 hin bewegen lässt. Die Schubeinrichtung 7 lässt sich
somit in Richtung rückwärtiges Ende 5 stufenlos arretieren. Das Rad 15 oder die Walze
15 ist aus einem Werkstoff mit hohem Reibewert gebildet. Der Hebel 14 weist einen
Auslöseabschnitt 12 auf, durch den der Hebel 14 so weit geschwenkt werden kann, dass
das Rad 15 oder die Walze 15 vom Boden 18 des Schachtes 3 abgehoben hat. Dann kann
die Schubeinrichtung 7 wieder zum rückwärtigen Ende 5 bewegt werden, damit ein Raum
zur Aufnahme weiterer Zigarettenschachteln 19 entsteht.
1. Zigarettenträger (1) für SB-Geschäfte, mit Schächten (3), die zur Aufnahme von Zigarettenschachteln
(19) bestimmt sind, wobei jeder Schacht (3) eine Schubeinrichtung (7) aufweist, die
bestrebt ist, die in einer Reihe abgestellten Zigarettenschachteln (19) zu einem Entnahmebereich
(2) zu drücken und wobei jede Schubeinrichtung (7) innerhalb und längs eines Schachtes
(3) zwischen zwei Endstellungen schiebebeweglich geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schubeinrichtung (7) einen Sperrmechanismus (10) aufweist, der mit dem entsprechenden
Schacht (3) so zusammenwirkt, dass in gelöstem Zustand des Sperrmechanismusses (10)
jede Schubeinrichtung (7) in beide Richtungen bewegbar und in arretiertem Zustand
der Sperreinrichtung (10) jede Schubeinrichtung (7) nur zum Entnahmebereich (2) hin
bewegbar ist.
2. Zigarettenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schubeinrichtung (7) mit Hilfe der Sperreinrichtung (10) entweder stufenweise
oder stufenlos arretierbar ist.
3. Zigarettenträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sperrmechanismus (10) eine Klinke (11) aufweist, die zum Verhaken in Vertiefungen
(6) bestimmt ist, die sich am Boden (18) eines jeden Schachtes (3) befinden.
4. Zigarettenträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sperrmechanismus (10) ein Rad (15) oder eine Walze (15) aufweist, die nur in
Richtung Entnahmebereich (2) drehbar sind und die zum Aufbau einer Selbsthemmung zwischen
der Sperreinrichtung (10) und dem Boden (18) eines Schachtes (3) bestimmt sind.
5. Zigarettenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Klinke (11) um eine horizontale Achse (9) verschwenkbar angeordnet ist und einen
Auslöseabschnitt (12) und einen Rastabschnitt (13) aufweist.
6. Zigarettenträger nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rad (15) oder jede Walze (15) an einem um eine horizontale Achse (16) verschwenkbaren
Hebel (14) angeordnet ist.