[0001] Die Erfindung betrifft eine Abschleppöse für ein Kraftfahrzeug, mit einem langgestreckten
Stabteil, der mit seinem einen Endbereich mit dem Kraftfahrzeug verbindbar ist und
der am anderen Ende eine Öse zum Angriff eines Abschleppmittels aufweist. Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf eine Abschleppöse mit einem langgestreckten Stabteil,
an den sich am einen freien Ende ein Gewindeabschnitt zum Einschrauben der Abschleppöse
in eine an der Struktur des Kraftfahrzeuges angeordnete Mutter und am anderen freien
Ende eine Öse zum Angriff eines Abschleppmittels anschließen. Derartige Abschleppösen
sind insbesondere für Personenkraftfahrzeuge in Gebrauch. Sie werden in demontiertem
Zustand im Kraftfahrzeug mitgeführt und bei Bedarf vorn oder hinten an einem Kraftfahrzeug
durch einen Schraubvorgang befestigt. Die Befestigung geschieht durch Einschrauben
des Gewindeabschnitts in das Innengewinde einer Mutter, die in der Regel an der tragenden
Struktur des Kraftfahrzeugs, beispielsweise einem Längs- oder Querträger, angeordnet
ist, der sich in einiger Entfernung von der äußeren Hülle des Kraftfahrzeugs, insbesondere
einem Stoßfänger, befindet. Um diese Entfernung bis zu der Mutter zu überbrücken,
muss die Abschleppöse einen entsprechend langgestreckten Stabteil aufweisen, mit dem
sie durch eine freilegbare Öffnung im Stoßfänger hindurchreichend sich bis in die
Mutter hinein erstreckt. Die Öse oder ein entsprechendes anderes Element in Form eines
Hakens o. dgl. dient dem Angriff eines Abschleppmittels, insbesondere eines Abschleppseils,
zwischen dem ziehenden und dem gezogenen Fahrzeug. Da zwei auf diese Art und Weise
verbundene Fahrzeuge sich auch in Kurvenfahrt bewegen, wird die Abschleppöse nicht
nur auf Zug, sondern auch auf Biegung belastet, so dass in Form des langgestreckten
Stabteils durchaus erhebliche Biegemomente auf solche Abschleppösen in Gebrauchsstellung
einwirken können. Solche Abschleppösen sind deshalb in aller Regel als metallene Formteile
ausgebildet und besitzen eine biegesteif gestaltete Form.
STAND DER TECHNIK
[0002] Eine Abschleppöse der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE 199 33 652 A1 oder
auch der DE 44 09 290 A1 bekannt. Die Abschleppöse besitzt einen langgestreckten Stabteil,
der stangenförmig mit einem Vollquerschnitt ausgebildet ist. Die Abschleppöse ist
einstückig ausgebildet, indem im einen Endbereich auf den stangenförmigen Querschnitt
ein Gewindeabschnitt aufgeformt ist. Ebenso ist das andere freie Ende des Stabteils
zu einer Öse umgeformt. Da solche Abschleppösen in der Regel aus Metall bestehen,
sind sie oft als Schmiedeteil ausgebildet, wobei die Bildung der Öse während des Schmiedens
erfolgt, während der Gewindeabschnitt in einem weiteren Arbeitsgang aufgebracht wird.
[0003] Es ist auch eine Abschleppöse bekannt, die als einstückiges Schmiedeteil hergestellt
wird und im Stabteil zur Gewichtsreduzierung bei gleichzeitig biegesteifer Ausbildung
einen Vollquerschnitt besitzt, der etwa nach Art eines vierblättrigen Kleeblatts oder
Sterns begrenzt bzw. gestaltet ist. Solche Schmiedeteile sind vergleichsweise aufwändig
in der Herstellung und entsprechend teuer.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abschleppöse der eingangs beschriebenen
Art bereitzustellen, die einerseits biegesteif ausgebildet ist, mit ihrem Stabteil
eine gewisse axiale Erstreckung überbrückt, trotzdem ein geringes Gewicht aufweist
und preiswert herstellbar ist.
LÖSUNG
[0005] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Abschleppöse der eingangs beschriebenen Art dadurch
erreicht, dass der Stabteil der Abschleppöse einen zumindest auf einem Teil seiner
Länge hohl ausgebildeten Querschnitt aufweist.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0006] Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, den Stabteil der Abschleppöse ganz oder
teilweise als Hohlkörper auszubilden. Ein solcher hohler Querschnitt besitzt vorteilhaft
ein relativ geringes Gewicht und trotzdem eine hohe Biegesteifigkeit, da die Materialanhäufung
durch den hohlen Querschnitt auf einen entsprechenden Abstand um die Achse des langgestreckten
Stabteils verteilt angeordnet wird. Der hohle Querschnitt kann am einen Ende des Stabteils
beginnen, z.B. durch eine Napfung erstellt sein. Alternativ oder zusätzlich kann der
hohle Querschnitt auch am anderen Ende des Stabteils beginnen. Schließlich kann der
hohle Querschnitt auch über die Länge des Stabteils durchgehend vorgesehen sein, wie
dies bei einem Rohrabschnitt der Fall ist. Um biegesteife Eigenschaften in allen Richtungen
quer zur Achse des Stabteils zu erzielen, bietet sich als Optimum ein kreisringförmiger
Querschnitt, also ein Rohrquerschnitt, an, zumindest für den Teil des Stabteils, der
hohl ausgebildet ist. Dies schließt natürlich nicht aus, dass der Stabteil über seine
wesentliche Länge oder auch ganz hohl ausgebildet bzw. gestaltet ist. Eine solche
hohle Gestaltung insbesondere mit einem kreisringförmigen Querschnitt ermöglicht es
außerdem, die Abschleppöse in ein entsprechend kreisförmig gestaltetes Loch bzw. eine
Öffnung in einem Stoßfängerteil, welches der tragenden Struktur des Fahrzeugs beabstandet
angeordnet ist, einzubringen und z. B. auch an dem Stoßfänger gegen Biegekräfte zusätzlich
abzustützen. Der hohle Querschnitt des Stabteils kann auch direkt zum Anschluss eines
Bolzens mit einem Gewindeabschnitt und/oder zum Anschluss einer Öse genutzt werden.
Damit entsteht die Möglichkeit, die Öse preiswert aus einem entsprechend gebogenen
Abschnitt eines Metalldrahts einzusetzen. Es versteht sich, dass der Stabteil und
die Öse aus einem entsprechenden Metall hergestellt werden, welches verschweißbar,
insbesondere widerstandsverschweißbar, ist.
[0007] Somit kann die Öse aus einem gebogenen Drahtabschnitt bestehen, deren beide Enden
mit dem Stabteil fest verbunden, insbesondere verschweißt, sind. Die Öse kann auch
als Schmiedeteil erstellt sein. Die dauerhafte drehsteife Verbindung zwischen Öse
und Stabteil kann auch durch Vercrimpen, durch Einbringen eines Querstiftes o. dgl.
erreicht werden. Je nach dem, wo sich der hohle Querschnittsbereich des Stabteils
befindet, sind die Enden des gebogenen Drahtabschnitts entweder außen oder innen mit
dem Stabteil verschweißt. Auch besteht die Möglichkeit, die Wandung des Stabteils
mit Ausnehmungen, Ausstanzungen o. dgl. zu versehen und die beiden Enden des Drahtabschnitts
dort dauerhaft festzulegen.
[0008] Vorteilhaft ist es, wenn der Stabteil zumindest in seinem der Öse zugekehrten Endbereich
den hohlen Querschnitt aufweist. In diesem Falle empfiehlt es sich, die beiden Enden
des die Öse bildenden Drahtabschnitts in den hohlen Querschnitt des Stabteils einzubringen
und dort innen festzuschweißen. Die beiden Enden der Öse sind dann im Innern des Stabteils
untergebracht, so dass insoweit keine nach außen abstehenden Kanten oder vorstehende
Stellen entstehen, die Anlass für eine Verletzung sein könnten.
[0009] Der Stabteil kann an seinem der Öse abgekehrten Ende einen Gewindeabschnitt aufweisen,
wobei der Stabteil in seinem dem Gewindeabschnitt abgekehrten Endbereich genapft ausgebildet
ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Stabteil und der Gewindeabschnitt einstückig
ausgebildet sind, sich also der Gewindeabschnitt an dem Stabteil befindet. Stabteil
und Gewindeabschnitt werden aus einem Materialabschnitt, beispielsweise einem Drahtabschnitt
in Form eines Rohlings, geformt. Die Formung geschieht vorteilhaft durch spanloses
Umformen, indem der Durchmesser des Rohlings in seinem einen Endbereich genapft wird
und im anderen Endbereich ein Außengewinde aufgerollt wird. Durch das Napfen wird
das Material des Rohlings in diesem Bereich spanlos umgeformt, wobei Materialbereiche
auf einen insoweit größeren Durchmesser zu der Achse des Mittelbereichs verschoben
werden. Dies ist für eine biegesteife Ausbildung der Abschleppöse nur förderlich und
schafft in dem so gebildeten Napf auch vorteilhaft die Voraussetzungen, zwei Enden
des die Öse bildenden Drahtabschnitts zum Zwecke der Verschweißung innen anzuordnen
und zu verschweißen. Ein solcher Napf kann durchaus eine beachtliche Länge erhalten
bzw. sich über eine solche Länge erstrecken, wobei durchaus mehrere Zentimeter überbrückt
werden können, so dass trotz relativ großer axialer Länge der Abschleppöse eine beachtliche
Gewichtsreduzierung durch den Napf erfolgt. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
den Gewindeabschnitt an einem dritten Teil, beispielsweise einem Bolzen, zu verwirklichen
und dann auch den Bolzen mit dem Stabteil zu verbinden.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der hohl ausgebildete Querschnitt des Mittelteils
kreisringförmig gestaltet ist. Damit lassen sich einerseits hohe Umformgrade erzielen
und andererseits eine Gestaltung herbeiführen, die nach allen Seiten gleiche Biegesteifigkeit
aufweist.
[0011] Die Abschleppöse kann auch dreiteilig ausgebildet sein, d.h. aus drei Teilen zusammengefügt
sein. Der Gewindeabschnitt ist dann z.B. an einem Bolzen vorgesehen.
[0012] Der Stabteil und der Bolzen sind fest miteinander verbunden, insbesondere verschweißt.
Unabhängig davon ist die Verbindung zwischen Öse und Stabteil. Alternativ können beide
Verschweißungen auch zeitgleich angewendet werden, so dass gleichsam eine Abschleppöse
durch die beiden Verschweißungen aus drei Teilen auf einmal zusammengefügt wird. In
Verbindung damit ist es dann besonders vorteilhaft, wenn der Stabteil aus einem Rohrabschnitt
besteht, also über seine gesamte axiale Erstreckung einen hohlen Querschnitt besitzt.
Solche Rohrabschnitte als Stabteil lassen sich besonders vorteilhaft durch Ablängen
eines Rohres herstellen, wobei zusätzlich der Vorteil besteht, dass je nach der Länge
des Rohrabschnitts Abschleppösen für unterschiedliche Kraftfahrzeuge mit unterschiedlicher
erforderlicher Länge herstellbar sind.
[0013] Alternativ kann der Stabteil aber auch aus einem beidendig genapften Formteil bestehen,
um dann einerseits eine Öse und andererseits einen Bolzen mit Gewindeabschnitt anzuschweißen.
[0014] Der Stabteil kann auch aus einem Abschnitt eines hohlen Strangpressprofils mit biegesteif
ausgebildetem Querschnitt bestehen. Ein solcher Querschnitt muss nicht unbedingt kreisringförmig
gestaltet sein. Auch Querschnitte nach Art eines Vierkantrohres, mit oval gestaltetem
Ringquerschnitt u. dgl. sind denkbar. Schließlich ist es auch möglich, dass der Stabteil
zur Ausbildung des hohlen Querschnitts einerseits und einer Anschlussstelle für die
Aufnahme der Enden des die Öse bildenden Drahtabschnitts andererseits doppelt genapft
ausgebildet ist, wobei gleichsam die beiden Näpfe aneinander anschließen und damit
ein hohler, gleichsam gestufter oder jedenfalls zur Aufnahme der Enden des Drahtabschnitts
der Öse angepasster Querschnitt entsteht.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0015] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine Ansicht der Abschleppöse in einer ersten Ausführungsform, teilweise geschnitten.
- Fig. 2
- zeigt eine Ansicht der Abschleppöse gemäß Fig. 1, um 90° gedreht mit eingeschweißter
Öse.
- Fig. 3
- zeigt eine Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Abschleppöse mit geschnitten
dargestelltem Stabteil.
- Fig. 4
- zeigt die Abschleppöse gemäß Fig. 3 um 90° gedreht.
- Fig. 5
- zeigt einen Schnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 4.
- Fig. 6
- zeigt eine dritte Ausführungsform der Abschleppöse.
- Fig. 7
- zeigt die Abschleppöse gemäß Fig. 6, um 90° gedreht.
- Fig. 8
- zeigt einen Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII in Fig. 7.
- Fig. 9
- zeigt eine weitere zweiteilige Abschleppöse mit geschnitten dargestelltem Stabteil.
- Fig. 10
- zeigt die Abschleppöse gemäß Fig. 9, um 90° gedreht.
- Fig. 11
- zeigt eine weitere Ausführungsform einer zweiteiligen Abschleppöse.
- Fig. 12
- zeigt eine dreiteilige Abschleppöse.
- Fig. 13
- zeigt eine weitere dreiteilige Abschleppöse.
- Fig. 14
- zeigt eine weitere dreiteilige Abschleppöse mit Crimpverbindungen.
- Fig. 15
- zeigt eine dreiteilige Abschleppöse unter Verwendung eines Stabteils mit einem Querschnitt
aus Rechteckrohr.
- Fig. 16
- zeigt einen Schnitt gemäß der Linie XVI-XVI in Fig. 15.
- Fig. 17
- zeigt einen Schnitt gemäß der Linie XVII-XVII in Fig. 15.
- Fig. 18
- zeigt eine zweiteilige Abschleppöse mit doppelter Napfung.
- Fig. 19
- zeigt eine weitere Abschleppöse mit doppelter Napfung.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0016] Fig. 1 zeigt eine Abschleppöse 1, die hier aus zwei Teilen zusammengefügt wird. Der eine
Bestandteil ist ein Stabteil 2. Der andere Bestandteil ist eine Öse 3. Der Stabteil
2 besitzt langgestreckte stabförmige Gestalt. Er überbrückt eine Länge, die sich durchaus
im Bereich zwischen 10 und 20 cm erstrecken kann, um weit ausladende Karosserieteile,
beispielsweise Stoßfängerkonstruktionen, durchsetzen zu können. Der Stabteil 2 besteht
aus Metall, insbesondere schweißbarem Stahl, und ist auf Zug, Druck und Biegung belastbar
ausgebildet. Der Stabteil 2 ist über einen Großteil seiner axialen Erstreckung hohl
ausgebildet. Er besitzt einen hohlen Querschnitt 4. Der hohle Querschnitt 4 ist hier
durch eine Napfung des Stabteils 2 erstellt, die stirnseitig an dem der Öse 3 zugekehrten
Ende 5 des Stabteils 2 beginnt und sich in Richtung auf das andere Ende mit einer
wesentlichen Länge erstreckt. Diese hohle Ausbildung des Stabteils 2 erbringt eine
Gewichtsreduzierung, wie sie bei Kraftfahrzeugteilen bedeutungsvoll ist, gleichzeitig
hoher Beanspruchbarkeit des Stabteils auf Biegung. Der Stabteil 2 weist an seinem
der Öse 3 abgekehrten Ende einen Gewindeabschnitt 6 auf, mit dem er in ein Innengewinde
an der tragenden Struktur des Kraftfahrzeugs einschraubbar ist. Der Gewindeabschnitt
6 kann unter Aufrollen des Gewindes auf den Rohling des Stabteils 2 erstellt sein.
[0017] Die Öse 3 kann, wie in den
Fig. 1 und 2 dargestellt, aus einem gebogenen Drahtabschnitt 7 bestehen, dessen beide Enden 8
und 9 abgeflacht ausgebildet sind, so dass der gemeinsame Umfang der Enden 8 und 9
angenähert kreisförmig verformt ist. Dies ermöglicht es, die beiden Enden 8 und 9
in den hohlen Querschnitt des Stabteils 2 einzuführen (Fig. 1) und mit dem Stabteil
2 unlösbar und drehsteif zu verbinden, beispielsweise durch Verschweißungen 10. Zu
diesem Zweck besteht auch die Öse 3 bzw. der Drahtabschnitt 7 aus verschweißbarem
Material. Die Verschweißungen 10 können durch Widerstandsschweißen erstellt werden.
[0018] In den
Fig. 3 bis 5 ist eine weitere Ausführungsform einer zweiteiligen Abschleppöse 1 dargestellt. Das
Stabteil 2 ist hier zum Zwecke einer weiteren Gewichtseinsparung doppelseitig genapft,
d. h. es ist ein erster Napf 11 vom Ende 5 her und ein zweiter Napf 12 von dem Ende
13 her in den Stabteil 2 eingeformt. Im Bereich dieses anderen Endes 13 beginnt auch
der Gewindeabschnitt 6. Da die Tiefe der Napfungen, die axial an dem Rohling des Stabteils
2 durchgeführt werden müssen, herstellungstechnisch begrenzt ist, bietet die Anordnung
der beiden Näpfe 11 und 12 die Möglichkeit einer erheblichen Gewichtsreduzierung bei
erheblicher axialer Länge des Stabteils 2.
[0019] In dem der Öse 3 zugekehrten Ende 5 des Stabteils 2 können randoffene Ausstanzungen
14 vorgesehen sein, die eine etwa U-förmige Begrenzung (Fig. 4) haben können. Durch
diese Ausstanzungen 14 wird das der Öse 3 zugekehrte Ende des Stabteils 2 etwas elastischer
ausgebildet, was die Anbringung der Verschweißungen 10 begünstigt. Der besondere Querschnitt
der beiden Enden 8 und 9 des Drahtabschnitts 7 ist aus Fig. 5 erkennbar. Alternativ
und/oder zusätzlich können die Ausstanzungen 14 auch zur Anbringung einer Verschweißung
in diesem Bereich genutzt werden.
[0020] Die
Fig. 6 bis 8 zeigen eine weitere Ausführungsmöglichkeit einer zweiteiligen Abschleppöse 1. Auch
hier besitzt der Stabteil 2 die beiden Näpfe 11 und 12. Der Napf 12 ist axial etwas
kürzer ausgebildet und verläuft innerhalb der axialen Erstreckung des Gewindeabschnitts
6. Der Stabteil 2 besitzt einen vorstehenden Mittelbund 15, der zu einer Abstützung
der Abschleppöse an dem Kraftfahrzeugvorbau bei Biegebeanspruchung genutzt werden
kann. Die Ausstanzungen 14 sind hier etwas breiter ausgebildet. Die Enden 8 und 9
der Öse 3 sind in ihrem Querschnitt so verformt, wie dies Fig. 8 erkennen lässt. Darüber
hinaus sind die Enden 8 und 9 auf einem solchen gegenseitigen Abstand angeordnet,
also die Öse 3 vergleichsweise weiter aufgebogen, dass die Enden 8 und 9 in die Ausstanzungen
14 eingefügt und durch die Verschweißungen 10 dort dauerhaft mit dem Stabteil 2 verbunden
sind. Auch bei dieser Konstruktion werden radial nach außen über den Umfang des Stabteils
vorstehende Bereiche der Enden 8 und 9 der Öse 3 vermieden.
[0021] In den
Fig. 9 und 10 ist eine weitere Ausführungsform einer zweiteiligen Abschleppöse 1 dargestellt. Als
Rohling für den Stabteil 2 dient ein Rohrabschnitt 16, der an seinem einen Ende 5
beginnend einen Innengewindeabschnitt 17 aufweist. Die Öse 3 ist hier als Schmiedeteil
18 ausgebildet und weist an einem dem Stabteil zugekehrten Fortsatz 19 ein Außengewinde
20 auf. Die Steigung des Innengewindes 17 ist unterschiedlich zu der Steigung des
Außengewindes 20 gewählt, damit bei dem Einschrauben der Öse 3 in den Stabteil 2 eine
feste verdrehgesicherte Verbindung entsteht. Die Verwendung eines Rohrabschnitts 16
als Rohling für den Stabteil ist besonders kostengünstig. Es versteht sich, dass ein
solcher Rohrabschnitt 16 auch bei den anderen Ausführungsformen der Abschleppöse eingesetzt
werden kann.
[0022] Fig. 11 zeigt eine weitere Abschleppöse 1, deren Stabteil 2 nur den einen Napf 11 besitzt.
Der Napf 11 ist weitgehend mit einem Kunststoffschaum 21 gefüllt, beispielsweise einem
PU-Schaum, der korrosionsverhindernd wirkt. Auch außen kann der Stabteil 2 eine Ummantelung
22 aus Kunststoff, eine Schutzlackierung o. dgl. aufweisen. Auch die Enden 8 und 9
der Öse 3 können über einen relativ weiten Bereich eine Beschichtung 23 besitzen,
die korrosionshemmend wirkt. Die Querschnitte der Enden 8 und 9 sind etwa so ausgebildet,
wie dies Fig. 5 zeigt. Zusätzlich besitzen beide Enden 8 und 9 je eine fluchtende
Durchbrechung 24. Entsprechende Durchbrechungen 25 sind fluchtend in der Wandung des
Stabteils 2 mit dem hohlen Querschnitt 4 und in entsprechender Zuordnung vorgesehen,
so dass die Befestigung hier durch einen Querstift 26, einen Niet o. dgl. erfolgen
kann. Wenn vorstehende Nietköpfe im speziellen Anwendungsfall hinderlich sind, kann
auch anstelle des Querstiftes 26 ein vergleichsweise kürzerer Bolzen mit Presspassung
eingedrückt werden.
[0023] Fig. 12 zeigt eine dreiteilige Abschleppöse 1. Die Abschleppöse 1 ist aus einem als Rohrabschnitt
16 ausgebildeten Stabteil 2, der Öse 3 und einem Bolzen 27 zusammengefügt. Die Öse
3 ist mit dem Rohrabschnitt 16 durch die Schweißungen 10 drehfest verbunden. Der Bolzen
27, der den Gewindeabschnitt 6 trägt, ist über eine Verschweißung 28 drehfest und
dauerhaft in dem Stabteil 2 festgelegt. Ein Wulst 29 kann am Bolzen 27 angeformt sein,
um das Einschieben des Bolzens 27 in den Rohrabschnitt 16 vor dem Anbringen der Verschweißung
28 zu begrenzen bzw. auszurichten.
[0024] Fig. 13 zeigt eine weitere Ausführungsform einer dreiteiligen Abschleppöse, die in weiten
Bereichen ähnlich wie das Ausführungsbeispiel der Fig. 12 ausgebildet ist. Zusätzlich
weist der Bolzen 27 in seinem Anschlussbereich an den Rohrabschnitt 16 Abflachungen
30 auf, so dass der Bolzen hier einen entsprechenden länglichen Querschnitt erhält
und sich damit die Verschweißungen 28 nicht über den gesamten Umfang des Bolzens 27,
sondern an zwei gegenüberliegenden Stellen erstrecken. Die Abflachungen 30 gewährleisten
darüber hinaus eine Entlüftung des Hohlraums 4. Dies ist insbesondere für eine z.
B. galvanisch aufzubringende Oberflächenbeschichtung sinnvoll.
[0025] Fig. 14 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit einer dreiteiligen Abschleppöse 1 mit einem
Stabteil 2 aus einem Rohrabschnitt 16 mit durchgehendem hohlen Querschnitt 4. Die
Enden 8 und 9 der Öse 3 sind jeweils angenähert mit halbkreisförmigem einander zugekehrten
Querschnitt geformt, so dass zumindest auf einem Bereich des Umfangs eine Oberfläche
mit Hinterschneidungen und Vertiefungen gebildet werden kann. Dies kann in Form umlaufender
Rippen 31 geschehen. Der entsprechende Teil des Bolzens 27 kann als Anschlussmittel
ebenfalls solche Rippen 32, aber auch ein Grobgewinde o. dgl. besitzen. Die drehfeste
und dauerhafte Verbindung zwischen den drei Teilen erfolgt durch zwei Vercrimpungen
33 und 34. Auch eine Quetschverbindung mit glatter, im Durchmesser reduzierter äußerer
Oberfläche des Rohrabschnitts 16 an den beiden Verbindungsstellen wäre möglich.
[0026] Auch das Ausführungsbeispiel der
Fig. 15 bis 17 ist dreiteilig ausgebildet. Der Rohrabschnitt 16 weist hier den Querschnitt eines
Quadratrohres (Fig. 16) auf. Der Bolzen 27 besitzt an seinem dem Gewindeabschnitt
6 abgekehrten Endbereich einen abgerundet quadratischen Querschnitt 35, über den der
Bolzen 27 innen mit dem Rohrabschnitt 16 verschweißt ist. Auch die beiden Enden 8
und 9 der Öse 3 besitzen einen auf den Querschnitt des Rohrabschnitts 16 abgestimmten
Querschnitt (Fig. 17), der die Anbringung der Verschweißungen 10 beim dauerhaften
Verbinden der Öse 3 und des Stabteils 2 begünstigt.
[0027] In den
Fig. 18 und 19 sind zwei zweiteilige Abschleppösen 1 dargestellt. Beide Stabteile 2 sind einseitig
genapft. Es liegt hier jedoch eine Doppelnapfung vor, wobei in einem ersten Arbeitsschritt
der Napf 11 geformt ist und von der gleichen Seite 5 her über den Napf 11 ein Napf
36 mit vergleichsweise größerem Durchmesser geformt ist. Diese Doppelnapfung hat herstellungstechnische
Vorteile und ermöglicht es, dass das Material des Rohlings für den Stabteil 2 in axialer
Richtung besonders weit fließt, also der Stabteil 2 eine besonders große axiale Länge
erhält. Das Längenverhältnis zwischen den Näpfen 11 und 36 kann unterschiedlich gestaltet
werden, wie ein Vergleich der Fig. 18 und 19 erkennen lässt. Die drehfeste dauerhafte
Verbindung zwischen dem Stabteil 2 und der Öse 3 erfolgt auch hier über die Schweißungen
10.
[0028] Die Fig. 1 bis 18 zeigen eine Vielzahl von Einzelheiten, teilweise in einem zweistückigen
Aufbau der Abschleppöse 1, teilweise in einer dreiteiligen Ausbildung. Im letzteren
Falle ist die Verbindung der Öse 3 mit dem Stabteil 2 von der Verbindung des Stabteils
2 mit dem Bolzen 27 zu unterscheiden. Die dargestellten einzelnen Verbindungs- und
Ausbildungsmöglichkeiten der Teile und Elemente können auch im Rahmen der aufgezeigten
Möglichkeiten miteinander kombiniert werden, wie sich dies aus einer Zusammenschau
der Fig. 1 bis 19 ergibt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 1
- Abschleppöse
- 2
- Stabteil
- 3
- Öse
- 4
- hohler Querschnitt
- 5
- Ende
- 6
- Gewindeabschnitt
- 7
- Drahtabschnitt
- 8
- Ende
- 9
- Ende
- 10
- Verschweißung
- 11
- Napf
- 12
- Napf
- 13
- Ende
- 14
- Ausstanzung
- 15
- Mittelbund
- 16
- Rohrabschnitt
- 17
- Innengewindeabschnitt
- 18
- Schmiedeteil
- 19
- Fortsatz
- 20
- Außengewinde
- 21
- Kunststoffschaum
- 22
- Ummantelung
- 23
- Beschichtung
- 24
- Durchbrechung
- 25
- Durchbrechung
- 26
- Querstift
- 27
- Bolzen
- 28
- Verschweißung
- 29
- Wulst
- 30
- Abflachung
- 31
- Rippe
- 32
- Rippe
- 33
- Vercrimpung
- 34
- Vercrimpung
- 35
- Querschnitt
- 36
- Napf
1. Abschleppöse für ein Kraftfahrzeug, mit einem langgestreckten Stabteil (2), der mit
seinem einen Endbereich mit dem Kraftfahrzeug verbindbar ist und der am anderen Ende
(5) eine Öse (3) zum Angriff eines Abschleppmittels aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabteil (2) der Abschleppöse (1) einen zumindest auf einem Teil seiner Länge
hohl ausgebildeten Querschnitt (4) aufweist.
2. Abschleppöse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öse (3) aus einem gebogenen Drahtabschnitt (7) besteht, deren beide Enden (8,
9) mit dem Stabteil (2) fest verbunden, insbesondere verschweißt, sind.
3. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabteil (2) zumindest in seinem der Öse (3) zugekehrten Endbereich den hohlen
Querschnitt (4) aufweist, und dass die beiden Enden (8, 9) des die Öse (3) bildenden
Drahtabschnitts (7) in den hohlen Querschnitt (4) eingebracht und dort innen festgeschweißt
sind.
4. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabteil (2) an seinem der Öse (3) abgekehrten Ende (13) einen Gewindeabschnitt
(6) aufweist, und dass der Stabteil (2) in seinem dem Gewindeabschnitt (6) abgekehrten
Endbereich genapft ausgebildet ist.
5. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der hohl ausgebildete Querschnitt (4) des Stabteils (2) kreisringförmig gestaltet
ist.
6. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschleppöse (1) dreiteilig ausgebildet ist, dass der Gewindeabschnitt (6) an
einem Bolzen (27) vorgesehen ist und dass der Stabteil (2) und der Bolzen (27) fest
miteinander verbunden, insbesondere verschweißt, sind.
7. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabteil (2) aus einem Rohrabschnitt (16) besteht.
8. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabteil (2) aus einem beidendig genapften Formteil besteht.
9. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabteil (2) aus einem Abschnitt eines hohlen Profilrohres mit biegesteif ausgebildetem
Querschnitt (4) besteht.
10. Abschleppöse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabteil (2) zur Ausbildung des hohlen Querschnitts (4) einerseits und einer
Anschlussstelle für die Aufnahme der Enden (8, 9) des die Öse (3) bildenden Drahtabschnitts
(7) doppelt genapft ausgebildet ist.