[0001] Die Erfindung betrifft eine Kuppelstange mit Richtgelenken, deren Ausführung und
Anordnung in Eisenbahntragwageneinheiten mit End- und Mittenwagen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Kuppelstangen mit Richtgelenken in Eisenbahntragwageneinheiten, die Endtragwagen
besitzen, die am freien Ende der Einheit mit einer UIC - Zug- und Stoßeinrichtung
ausgestattet sind und am gegenüber liegenden Ende zum Mittentragwagen hin eine Druck
- Zug - Kuppelstange besitzen sind bekannt und wurden auch bereits vorgeschlagen.
So beinhaltet die vorgeschlagene Lösung nach DE-Aktenzeichen 102 46 428.6 ein vereinfachtes
Richtgelenk für Kuppelstangen von mehrgliedrigen Eisenbahntragwageneinheiten mit Federplattendämpfungselementen
und Kuppelstangenendzugteilen, bei welchen druckseitige Federplattendämpfungselemente,
eingespannt zwischen den Endflächen der Kuppelstange und den Stützlagerplatten des
Richtgelenkes innerhalb eines Stützkäfiges, an dessen äußeren Rändern sich Abstütz-
und Kipppunkte befinden, die einen solchen Abstand zur Anlagefläche der Stützlagerplatte
aufweisen, dass sie beim Ausschwenken der Kuppelstange in vertikaler und/oder horizontaler
Richtung und dem gleichzeitigen Wirken anfänglicher Längsdruckkräfte als Kraftübertragungspunkt
zwischen Kuppelstange und Stützlagerplatte zur Anlage kommen, angeordnet sind.
[0003] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Anlage der Abstütz- und Kipppunkte des Stützkäfiges
an der Stützlagerplatte ab einem horizontalen Kuppelstangenausschlag erfolgt, der
bei europäischen Normalspurbahnen im definierten Bereichen der Gleisbögen mit kleinem
Gleisradius von ca. R 400 bis 300 m liegt und einem gleichzeitigen Wirken einer anfänglichen
Längsdruckkraft von etwa
1/
3 bis ½ der Maximalkraft der im Gegen/Vollbogen verlangten Mindestlängsdruckkaft entspricht.
[0004] Weiter ist vorgeschlagen, dass am Stützkäfig getrennte Abstütz- und Kipppunkte für
eine vertikale/horizontale Stabilisierung der Tragwagen angeordnet sind, wobei die
Stützkäfige in horizontaler Richtung von ihren Mittelpunkten aus verbreitete Ränder
aufweisen, die Abrollkurven besitzen, so dass die Kraftübertragungspunkte zwischen
Richtgelenkplatten und Stützlagerplatten beim Durchfahren kleinerer Bögen sich nach
außen bewegen und beim Wirken von Längsdruckkräften Rückstellmomente erzeugen. Es
ist auch vorgesehen, dass der Stützkäfig als Abstütz- und Kipppunkte Hilfdruckfedem
besitzt.
[0005] Die vorgeschlagene Ausführung hat neben den unverkennbaren Vorteilen, dass sie im
Normallastbereich, das heißt beim Durchfahren eines geraden Gleises und eines solchen
mit großen Gleisradien, der dem größten Anteil des Fahrbetriebes eines Güterwagens
entspricht, allein mit der Richtgelenkwirkung des druckseitigen Dämpfungselementes
arbeitet und erst im außergewöhnlichen Lastbereich, das heißt im Gleisbogen < R =
400 bis 300 m Abstütz- und Kipppunkte in Tätigkeit treten, die dann insbesondere die
hohen Richtgelenkwirkungen in horizontaler Ebene erzeugen, jedoch auch die Nachteile,
dass sie einige empfindliche und auch Eisenbahn untypische Teile, wie besondere und
direkt wirkende Abstützelemente zwischen Richtgelenk- und Stützlagerplatte benötigt.
[0006] Diese Kraftübertragung ist erwartungsgemäß auch nicht vollständig verschleißfrei.
[0007] Bei der vorgeschlagenen Verwendung von Hilfsdruckfedern in den seitlichen Endbereichen
der Richtgelenkplatten können selbige im Normallastbereich nur zu einem geringen Teil
zur Übernahme von Druckkräften herangezogen werden, was nach wie vor die Verwendung
eines starken und aufwendigen druckseitigen Federelementes erforderlich macht.
Eine optimale und möglichst ständige und ausgeglichene Ausnutzung der Dämpfungselemente
zwischen Hilfsdruckfedem und Hauptdruckfederelementen ist dabei nicht gegeben.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kuppelstange mit Richtgelenken zu schaffen, welche
die Nachteile der bekannten Lösungen vermeidet und durch die Anwendung von Eisenbahn
typischen Bauelementen bewährter und robuster Druck - Zug - Einrichtungen die Richtgelenkwirkung
bei leichtgewichtigen End- und Mittentragwagen von Eisenbahntragwageneinheiten mit
standardisierten Wagenabmessungen und geringen Eigenmassen, die Anforderung der Laufsicherheit
unter der Wirkung von Längsdruckkräften zuverlässig zu gewährleisten bei Geringhaltung
des Herstellungs- und Unterhaltungsaufwandes.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ergänzungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0010] Erfindungsgemäß ist, dass die Kuppelstangen mit ihren Richtgelenkplatten an dem,
dem Endtragwagen zugewandten Ende über mindestens zwei, maximal drei Stück Kuppelstangenendteile,
die mindestens an der Stützlagerplatte gelenkig und mindestens axial längsverschiebbar
gelagert angeordnet sind, verfügt,
und dass die Kuppelstangenendteile, an denen die druckseitigen Einzelfederelemente
angeordnet sind, im seitlichen äußeren Endbereich der Richtgelenkplatte und der Stützlagerplatte
in einem Abstand "a" parallel und paarweise angeordnet sind,
und dass die genannten druckseitigen Einzelfederelemente, insbesondere bei vertikalen
Ausschlägen der Kuppelstange für die Erzielung einer vergrößerten Stabilisierungsleistung
unter Ausnutzung ihrer keilförmigen Deformation in Kuppelstangenschrägstellungen ausgelegt
und angeordnet sind,
und dass bei der Verwendung eines dritten Kuppelstangenendteiles , dieses ausschließlich
die notwendigen zugseitigen Einzelfederelemente trägt,
und dass bei dem, dem Mittentragwagen zugewandten Kuppelstangenende und an beiden
Enden der Kuppelstangen zwischen den Mittentragwagen nur ein Kuppelstangenendteil
mit druck- und zugseitigen Einzelfederelementen vorgesehen ist.
[0011] Weiter ist erfindungsgemäß, dass die äußeren Kuppelstangenendteile auch in der Richtgelenkplatte
paarweise gelenkig gelagert, zur Ermöglichung einer elastischen Drehbewegung der Kuppelstange
über die Längsachse mit dem Drehwinkel "α
Dr" und einer Drehrückstellbewegung aus dem Ankippen der paarweisen Säulen von Einzelfederelementen
heraus, ausgeführt sind,
und dass Auflagen im Tragwagenuntergestell angeordnet sind.
[0012] Zur Gewährleistung der Funktionssicherheit trägt weiter bei, dass zur Begrenzung
des Verspannmomentes der Tragwagen zueinander beim Durchfahren sehr enger Gleisbögen
ohne wirkende Längsdruckkraft zwischen der Kuppelstange und Teilen des Richtgelenkes
ein Drehpunkt, welcher ein anfängliches kraftfreies Ausschwenken der Kuppelstange
um den Freilaufwinkel "α
F" bis zu einer Begrenzung ermöglicht, angeordnet ist.
[0013] Der besondere Vorteil der vorgeschlagenen Kuppelstange mit Richtgelenken in Eisenbahntragwageneinheiten
ist, seine robuste und Eisenbahn typische Bauweise in Form von in einem Abstand "a"
parallel angeordneten und paarweisen Druckfederelementen mit der Zuordnung von einer
oder zwei Stück Federsäulen zur Aufnahme der Zuglängskräfte und von Zugkomponenten
beim Ausschwenken der Kuppelstangen.
Dadurch wird von vornherein über die Federelemente mit ihrem beträchtlichen Abstand
zueinander im Gleisbogen die Grundlage für eine hohe Richtgelenkwirkung geschaffen.
Durch die Federelastizität ist für einen progressiven Anstieg der Rückstellung aus
dem Richtgelenk im Gleisbogen mit kleinen Radien von 400 bis 150 m gemäß den Forderungen
des internationalen Eisenbahnverbandes UIC gesorgt.
[0014] Die angemessene Richtgelenkleistung ist gepaart mit einer Kosten und Masse sparenden
Ausführung.
Durch die Anwendungsmöglichkeit eines Drehpunktes zwischen Kuppelstange und Richtgelenk
kann unzulässig hohen Verspannmomenten der leichten Wagen in extrem engen Kurven vorgebeugt
werden.
[0015] Die vorstehende erfinderische Lösung stellt einen Beitrag dar zur Gewährleistung
einer hohen Zuverlässigkeit sowie eines stabilen und sicheren Wagenlaufes bei niedrigen
Eigengewichten und extrem großen Wagenlängenparametern, insbesondere von Endtragwagen,
die über Druck - Zug - Kuppelstangen mit den nachfolgenden Mittentragwagen der Einheit
verbunden sind.
Durch die erzielte Vergrößerung der Zuladung und der Ladelänge der Wagen bei Geringhaltung
der Kosten wird maßgebend auf einen wirtschaftlichen Schienentransport Einfluss genommen.
[0016] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf ein Kuppelstangenende und drei Kuppelstangenendteilen,
- Figur 2:
- eine Draufsicht, wie Figur 1, jedoch mit angeordneten 2 Stück Kuppelstangenendteilen
,
- Figur 3:
- eine Draufsicht, wie Figur 2 mit angeordnetem Drehpunkt,
- Figur 4:
- einen Längsschnitt durch eine Federsäule gemäß Figur 2,
- Figur 5:
- einen Schnitt gemäß Figur 2 als Vorderansicht des Kuppelstangenendes
- Figur 6:
- eine Draufsicht auf gekuppelte Tragwagen.
[0017] Die Figuren 1 bis 3 zeigen Draufsichten auf Endpartien von Kuppelstangen 4 mit der
erfindungsgemäßen Ausführung der Richtgelenke und der Anordnung am Tragwagenuntergestelle
des Endtragwagens 1. Letzterer befindet sich an den Enden der mehrteiligen Einheiten
und besitzt als Schnittstelle zur UIC - Druck - und Zugeinrichtung an einem Ende Seitenpuffer
mit einer Schraubenkupplung und am anderen Ende eine Druck - Zug - Kuppelstange mit
dem Vorteil eines geringeren Gewichtes gegenüber der UIC - Schnittstelle und der Möglichkeit
über die Kuppelstange eine Ladelängenanpassung vorzunehmen.
[0018] Die Ausführungen zeigen, dass die Kuppelstangen 4 mit ihren Richtgelenkplatten 5
an dem, dem genannten Endtragwagen 1 zugewandten Ende über maximal drei, aber mindestens
zwei Kuppelstangenendteilen 7, die mindestens an der Stützlagerplatte 6 gelenkig und
mindestens axial längsverschiebbar gelagert angeordnet sind, wobei der Gelenkpunkt
innerhalb oder außerhalb des Dickenmaßes der Stützlagerplatte liegen kann, verfügt,
wobei die Kuppelstangenendteile 7, an denen die druckseitigen Einzelfederelemente
8.1 angeordnet sind, im seitlichen äußeren Endbereich der Richtgelenkplatte 5 und
der Stützlagerplatte 6 in einem Abstand "a" parallel und paarweise angeordnet sind.
Dabei ist denkbar, dass in den gelenkigen Lagerstellen der Kuppelstangenendteile 7
in der Stützlagerplatte 6 auch vergrößerte Radialspiele vorgesehen werden.
[0019] Weiterhin sind die genannten druckseitigen Einzelfederelemente 8.1, insbesondere
bei vertikalen Ausschlägen der Kuppelstange 4 für die Erzielung einer vergrößerten
Stabilisierungsleitung unter Ausnutzung ihrer keilförmigen Deformation bei Kuppelstangenschrägstellungen
ausgelegt und angeordnet. Das bedeutet zum Beispiel, dass diese druckseitigen Einzelfederelemente
8.1 größere Durchmesser, geringere Dicke, härteren Federwerkstoff und/oder eine hohe
spezifische Federung besitzen können oder auch in geringerer Stückzahl hintereinander
angeordnet sind.
[0020] Bei der Verwendung eines dritten Kuppelstangenendteiles 7 trägt dieses ausschließlich
die notwendigen zugseitigen Einzelfederelemente 8.2.
Dabei wird vorteilhaft erreicht, dass die Verspannung in engeren Kurven durch die
Hebelarmverkürzung auf "
a/
2" gering gehalten wird, jedoch die Rückstellwirkung über den Hebelarm des vollen Abstandes
"a" verbleibt auf hohem Niveau.
[0021] Gemäß der Figur 6 ist vorgesehen, dass bei dem, dem Mittentragwagen 2 zugewandten
Kuppelstangenende und an beiden Enden der Kuppelstange 4 zwischen den Mittentragwagen
2 nur ein Kuppelstangenendteil 7 mit druck- und zugseitigen Einzelfederelementen 8.1
und 8.2 angeordnet sind. Dies wird möglich, da das große horizontale Drehmoment durch
die Außermittigkeit der Druckkrafteinleitung in den Gleisbögen über nur einen Seitenpuffer
im wesentlichen nur in den Endtragwagen wirkt.
Der nachfolgende Mittentragwagen ist davon nur zum Teil beeinflusst, in Abhängigkeit
von der Richtgelenkleistung des Stangenendes im Endwagen 1.
Gegebenenfalls ist bei extrem leichten Mittentragwagen 2 die Richtgelenkleistung bis
je zum ersten Mittentragwagen stufenweise zu reduzieren.
[0022] Gemäß den Figuren 4 und 5 ist vorgesehen, dass die äußeren Kuppelstangenendteile
7 auch noch in der Richtgelenkplatte 5 paarweise gelenkig gelagert sind.
Damit wird eine elastische Drehbewegung und Lagerung der Kuppelstange 4 über die
[0023] Längsachse mit dem Drehwinkel "α
Dr" erreicht.
Infolge des Ankippens der Eizelfederelemente in den paarweisen Säulen wird eine Drehrückstellbewegung
der Kuppelstange erreicht, wodurch auch die Laufgüte der Tragwagen günstig beeinflusst
wird.
[0024] Gemäß Figur 3 ist vorgesehen, dass zur Begrenzung des Verspannmomentes zwischen den
Wagen beim Durchfahren sehr enger Gleisbögen ohne wirkende Längsdruckkraft "L
K" zwischen dem Schaft der Kuppelstange 4 und den Teilen des Richtgelenkes ein Drehpunkt
11 angeordnet ist, welcher ein anfängliches kraftfreies Ausschwenken der Kuppelstange
4 um den Freilaufwinkel "α
F" bis zur Begrenzung 12 ermöglicht. Besondere Bedeutung hat diese Lösung für die Ausführungen
gemäß Figuren 2 und 3.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0025]
- 1
- Endtragwagen
- 2
- Mittentragwagen
- 3
- Tragwagenuntergstell
- 4
- Kuppelstange
- 5
- Richtgelenkplatte
- 6
- Stützlagerplatte
- 7
- Kuppelstangenendteil
- 8
- Einzelfederelement
- 8.1
- druckseitiges Einzelfederelement
- 8.2
- zugseitiges Einzelfederelement
- 9
- Endscheibe
- 10
- Auflage
- 11
- Drehpunkt
- 12
- Begrenzung
- 13
- Gelenk
- αV
- - vertikaler Ausschlagwinkel
- αH
- - horizontaler Ausschlagwinkel
- αF
- - Freilaufwinkel
- αDr
- - Drehwinkel (der Kuppelstange)
- LK
- - Längskraft
- a
- - Abstandsmaß
- b
- - maximaler Drucklängshub
1. Kuppelstange mit Richtgelenken, deren Ausführung und Anordnung in Eisenbahntragwageneinheiten,
bestehend aus in leichter und wirtschaftlicher Bauweise hergestellten End- und Mittentragwagen,
bei denen zur Erzielung einer axialen Federung und Dämpfung Federelemente verwendet
werden, die über Kuppelstangenendteile an den Endplatten der Kuppelstangen und Stützlagerplatten
mit den Tragwagenuntergestellen verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppelstangen (4) mit ihren Richtgelenkplatten (5) an dem dem Endtragwagen (1)
zugewandten Ende über mindestens zwei, maximal drei Stück Kuppelstangenendteilen (7),
die mindestens an der Stützlagerplatte (6) gelenkig gelagert und mindestens axial
längs verschiebbar angeordnet sind, verfügt,
und dass die Kuppelstangenendteile (7), an denen die druckseitigen Einzelfederelemente
(8.1) angeordnet sind, im seitlichen äußeren Endbereich der Richtgelenkplatte (5)
und der Stützlagerplatte (6) in einem Abstand "a" parallel und paarweise angeordnet
sind,
und dass die genannten druckseitigen Einzelfederelemente (8.1), insbesondere bei vertikalen
Ausschlägen der Kuppelstange (4) für die Erzielung einer vergrößerten Stabilisierungsleistung
unter Ausnutzung ihrer keilförmigen Deformation bei Kuppelstangenschrägstellungen
ausgelegt und angeordnet sind,
und dass bei der Verwendung eines dritten Kuppelstangenendteiles (7) dieses ausschließlich
die notwendigen zugseitigen Einzelfederelemente (8.2) trägt,
und dass bei dem, dem Mittentragwagen (2) zugwandten Kuppelstangenende und an beiden
Enden der Kuppelstangen (4) zwischen den Mittentragwagen (2) nur ein Kuppelstangenendteil
(7) mit druck- und zugseitigen Einzelfederelementen (8. 1, 8.2) vorgesehen ist.
2. Kuppelstange mit Richtgelenk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Kuppelstangenendteile (7) auch in der Richtgelenkplatte (5) paarweise
gelenkig gelagert, zur Ermöglichung einer elastischen Drehbewegung der Kuppelstange
(4) über die Längsachse mit dem Drehwinkel "αDr" und einer Drehrückstellbewegung aus dem Ankippen der paarweisen Säulen von Einzelfederelementen
(8) heraus, ausgeführt sind,
und dass Auflagen (10) im Tragwagenuntergestell (3) angeordnet sind.
3. Kuppelstange mit Richtgelenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Begrenzung des Verspannmomentes der Tragwagen zueinander beim Durchfahren sehr
enger Gleisbögen ohne wirkende Längsdruckkraft "LK" zwischen der Kuppelstange (4) und Teilen des Richtgelenkes ein Drehpunkt (11), welcher
ein anfängliches kraftfreies Ausschwenken der Kuppelstange (4) um den Freilaufwinkel
"αF" bis zur Begrenzung (12) ermöglicht, angeordnet ist.
4. Kuppelstange mit Richtgelenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
daduch gekennzeichnet, dass bei der Ausführung des Kuppelstangenanschlusses über 3 Stück Kuppelstangenendteile
das Maß "b" zwischen der Richtgelenkplatte (5) und der Stützlagerplatte (6) im Bereich
der die zugseitigen Einzelfederelemente (8.2) tragenden Kuppelstangenendteile (7)
so gering wie möglich ausgeführt ist.
5. Kuppelstange mit Richtgelenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die druckseitigen Einzelfederelemente (8.1) zur Erzielung einer hohen Stabilisierungsleistung
mit
- vergrößertem Federscheibendurchmesser und/oder
- erhöhter Werkstoffhärte und/oder
- einer hohen Gesamtfederkonstante
ausgeführt sind
6. Kuppelstange mit Richtgelenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass an dem, dem Mittentragwagen (2) zugewandten Kuppelstangenende, mindestens jedoch
an den beiden Enden der Kuppelstangen (4) zwischen dem folgenden Mittentragwagen (2)
druckseitige Einzelfederelemente (8.1) mit insgesamt nur einem Kuppelstangenendteil
(7) in der gleichen Ausführung, wie sie am Kuppelstangenende zum Endtragwagen (1)
hin ausgeführt und kraftseitig gelagert sind, Anwendung finden.