[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrtreppe oder einen Fahrsteig, gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Derartige Fahrtreppen oder Fahrsteige mit Reinigungsvorrichtungen sind seit langem
bekannt. Beispielsweise ist bereits in der DE-OS 30 16 597 eine Vorrichtung zum Reinigen
einer Fahrtreppe beschrieben.
[0003] Eine gattungsgemäße Fahrtreppe oder ein entsprechender Fahrsteig ist aus der DE-OS
37 04 388 bekannt. Bei dieser Lösung ist eine umlaufende Bürste vorgesehen, die an
einem Bürstenlager gelagert ist und eine Stufe oder Palette der Fahrtreppe oder des
Fahrsteigs reinigen soll. Die in dieser Druckschrift beschriebene Lösung soll insbesondere
den Bereich der Vertikalflächen der Stufen reinigen, wobei die Reinigung zusätzlich
durch eine Absaughaube unterstützt werden soll. Die rotierende Büstenwalze wird bei
stehender Fahrtreppe über die einzelnen Stufen mit Ihrer Trittflächen und Setzstufen
geführt, so dass nach und nach das Stufenband gereinigt werden kann.
[0004] Ausweislich der Beschreibung soll bevorzugt bei der untersten Trittfläche, also der
unteren Kammplatte benachbart begonnen werden. Wenn die obere Kammplatte erreicht
ist, muss die Fahrtreppe wohl zur Weiterreinigung erneut eingeschaltet werden, und
bei jeder Fahrtreppe muss diese mühsame halb automatische und halb manuelle Reinigung
je dreimal wiederholt werden, um das Stufenband vollstänig zu reinigen.
[0005] Dennoch ist nicht sichergestellt, dass die mit der Reinigung beauftragte Person nicht
Bereiche des Stufenbandes übersieht, so dass eine gewisse Sorgfalt bei der Bedienung
von nöten ist.
[0006] Es sind mittlerweile zahlreiche weitere Vorschläge für Fahrtreppen- oder Fahrsteigreinigungsgeräte
bekannt geworden. Ein Beispiel ist hierfür der EP-A2-191 888 zu entnehmen. Bei dieser
Lösung wird die Bewegung der Fahrtreppe ausgenutzt, wobei der Kammplatte benachbart
ein Rahmen zu Reinigungszwecken der Fahrtreppe quer über die Breite der Fahrtreppe
zwischen den Balustraden gespannt wird, und wobei ein Schlitten Reinigungsbürsten
über die Stufenbreite verfährt. Diese Lösung hat den Vorteil, dass der Bedienungsaufwand
geringer ist. Nachteilig ist, dass es prinzipbedingt ausgeschlossen ist, dass Setzstufen
gereinigt werden.
[0007] Andererseits sind Setzstufen meist recht verschmutzungsempfindlich. Während die Finger
der Kammplatte regelmäßig in die Nuten der Trittstufe eingreifen und eine partielle
Reinigung ermöglichen, sind derartige Maßnahmen bei Setzstufen regelmäßig nicht vorgesehen.
Zu starke Verschmutzungen können aber die Relativbewegung benachbarter Stufen beeinträchtigen
und zu Störfällen führen.
[0008] Bei Fahrtreppenstufen ist der Übergangsbereich zwischen Trittstufe und Setzstufen,
also die Vorderkante der Fahrtreppe besonders empfindlich. Dort gehen die Stege der
Setzstufe in die der Trittstufe über. In diesem Bereich sind die Stege lediglich von
unten abgestützt und seitlich relativ ungeschützt.
[0009] Andererseits geraten diese Bereiche beim betreffenden Betrieb als erstes in Eingriff
mit den Kammplatten, die es erfordern, dass jede Nut seitlich des betreffenden Steges
frei ist. Dort vorhandene Verunreinigungen - wie beispielsweise eingetrockene Kaugummireste
- können zum Bruch der Zähne der Kammplatte führen oder aber die Spitze des Steges
beim Eingriff der Kammplatte beschädigen.
[0010] Um die Schadensneigung bei der Kammbewegung zwischen Trittstufe und Kammplatte zu
reduzieren, ist es auch bekannt geworden, durch innenliegende, in der Kammplatte angebrachte
Düsen die Verunreinigungen aufzuweichen, was den Vorteil hat, dass die Kammplatte
ihre Grobreinigungsfunktion - zumindest bei bestimmten Verunreinigungssubstanzen -
besser wahrnehmen kann. Derartige Lösungen sind jedoch nicht geeignet, wenn wasserunlösliche
Verunreinigungen, wie beispielsweise die angesprochenen Kaugummireste, entfernt werden
müssen. Zudem führt die Beaufschlagung der Fahrtreppe mit einer wässrigen Reinigungsflüssigkeit
dazu, dass die Oberfläche der Trittstufen ausgesprochen glatt wird und während des
Betriebs der Sprühdüsen nicht betrieben werden sollte.
[0011] Ein weiterer Nachteil der Walzenbürsten oder sonstigen umlaufenden Reinigungsbürsten
der bislang vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtungen für Fahrtreppen besteht darin,
dass die Walzenbüste zwar zur Reinigung der Trittfläche in der Lage ist, jedoch gerade
die wichtige Vorderkante - und auch die Hinterkante - der Trittstufe meist eher schlecht
reinigt. Der Übergangsbereich der Setzstufe wird überhaupt nicht gereinigt.
[0012] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Reinigung von Fahrtreppen
oder Fahrsteigen bereitzustellen, die die Wartungskosten der Fahrtreppe und des Fahrsteiges
deutlich reduziert, ohne dass besonders hohe Investitionen erforderlich wären.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0014] Überraschend ermöglicht die erfindungsgemäße Fahrtreppe erstmals die Reinigung einer
Fahrtreppe oder Fahrsteigs während des Betriebs der Fahrtreppe, also nicht nur, während
die Fahrtreppe oder der Fahrsteig umläuft, sondern, während die Fahrtreppe oder der
Fahrsteig Fahrgäste transportiert.
[0015] Erfindungsgemäß ist es hier besonders günstig, wenn die Reinigungsvorrichtung unterhalb
des oberen Trumes des Stufen- oder Palettenbandes wirkt, beispielsweise im Umlenkbereich
oder im Bereich des unteren Trumes des Stufen- oder Palettenbandes. Durch das erfindungsgemäße
Steuerelement lässt sich der Abstand zwischen der Reinigungsoberfläche und der umlaufenden
Bürste steuern. Hierdurch ist sichergestellt, dass die umlaufende Bürste über die
Fläche der Trittstufe eine intensive Reinigung vornimmt, aber im Bereich der Vorder-
oder Hinterkante keine zu hohe Flächenpressung erzeugt. Wenn die Bürste rein federbelastet
an die zu reinigende Oberfläche gedrückt würde, wäre der Reinigungsdruck im Bereich
der Vorderkante und der Hinterkante der Trittstufe derart hoch, dass dort Verschleißerscheinungen
auftreten würden und insbesondere die Borsten der umlaufenden Bürste durch die dort
bestehenden Spitzen leicht beschädigt werden könnten.
[0016] Erfindungsgemäß ist es demgegenüber besonders günstig, wenn ein Steuerelement den
Abstand zwischen der zu reinigenden Oberfläche und der Bürste konstant hält, so dass
die Treppenstufen-Hinterkante und -Vorderkante sanft aber gründlich gereinigt werden
kann.
[0017] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass sich das Stufen- oder Palettenband
im Umlenkbereich automatisch aufspreizt. Dadurch ist es sichergestellt, dass die Bürste
besonders gut die Kanten der Trittstufe erfassen kann. Bei Bedarf ist es auch möglich,
zusätzlich die Setzstufen zu reinigen, wobei es sich versteht, dass hierfür eine schnelle
- gegebenenfalls motorisch unterstützte - Bewegung des Bürstenlagers möglich sein
sollte, um ein rasches Eindringen und Austreten der Bürste in den Spalt zwischen zwei
Stufen zu ermöglichen, während das Stufen- oder Palettenband umläuft.
[0018] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, wenn als Steuerelemente Steuerscheiben
vorgesehen sind, die seitlich des Stufenoder Palettenbandes angeordnet sind und eine
oberflächentreue Führung der umlaufenden Bürste ermöglichen.
[0019] Durch die co-axiale, getriebefreie Lagerung lassen sich die umzusteuernden Massen
gering halten, so dass die umlaufende Bürste verschleißarm an den zu reinigenden Oberflächen
anliegt, wobei sichergestellt ist, dass die Walzenbürste den Bewegungen der Steuerscheibe
rasch folgen kann.
[0020] Erstmals bietet die erfindungsgemäße Lösung die Möglichkeit, die Fahrtreppe oder
den Fahrsteig auch während des Förderbetriebs zu reinigen. Hierzu ist die Reinigungsvorrichtung
jedenfalls unterhalb des oberen Trumes des Stufen- oder Palettenbandes untergebracht.
Besonders geeignet ist eine der Umkehrstellen, insbesonderes die untere Umkehrstelle,
oder jedenfalls diejenige, an welcher der Antriebsmotor für das Stufen- oder Palettenband
nicht vorgesehen ist. Im Bereich der Umkehrstelle spreizt sich das Stufen- oder Palettenband
auf, so dass die Reinigungsmöglichkeit besonders gut oder intensiv gegebenen ist und
die Walzenbürste dem sich ihr darbietenden Reinigungsprofil gut folgen kann.
[0021] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass die Abstandsführung der Walzenbürste
zwar mit einer Andruckfeder ausgestattet sein kann, die Einstellung des Abstandes
jedoch über die Steuerscheibe erfolgt. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Bürste
nicht an den Kanten zu stark und über die Fläche zu wenig anliegt und damit ungleiche
Reinigungs- und Abnutzungswirkungen entstehen. Die Andrucksfeder drückt also die Walzenbürste
nicht unkontrolliert an die Reinigungsfläche an, sondern gezielt gesteuert über die
Steuerscheibe.
[0022] Wenn ein möglichst geringes Dreh-Trägheitsmoment erwünscht ist, kann die Antriebswelle
für Steuerscheibe und Walzenbürste von einem Ketten- oder Riemengetriebe angetrieben
sein, das von einem ortsfesten Antriebsmotor betätigt ist. Bei dieser Lösung ist dann
eine Riemenscheibe bevorzugt in der Schwenkachse der Bürstenlagerung angeordnet.
[0023] In einer modifizierten Ausgestaltung ist der Antriebsmotor an die Bürstenlagerung
angeflanscht, so dass er mitverschwenkt wird. Die Lösung hat den Vorteil, dass keine
Antriebskräfte in die Bürstenlagerung eingebracht werden, so dass die Steuerscheibe
weniger belastet wird.
[0024] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Antriebsmotor für die Walzenbürste
in der Bürste selbst integriert. Die Bürste ist bevorzugt auf einem hohlen Zylinder
ausgebildet, in dessen Inneren ausreichend Platz für einen in entsprechender Weise
geformten Elektromotor vorgesehen ist. Diese Lösung hat auch den Vorteil, dass die
Montage und gegebenfalls auch die Wartung deutlich erleichtert ist und damit auch
die Wartungskosten reduziert sind.
[0025] Bevorzugt ist die Steuerscheibe so ausgebildet, so dass sie mit dem umlaufenden Stufen-
oder Palettenband, also der je zu reinigenden Oberfläche, umläuft und von diesen mitgenommen
wird. Um die für die Reinigungswirkung erwünschte Relativgeschwindigkeit zwischen
der Walzenbürste und der zu reinigenden Oberfläche ohne Verschleiß der Steuerscheibe
zu ermöglichen, ist es bevorzugt, die Steuerscheibe auf der Welle der Walzenbürste
über ein Gleit- oder ein Wälzlager zu lagern.
[0026] Bevorzugt ist die Bürstenlagerung beidseitig des umlaufenden Stufen- oder Palettenbandes
vorgesehen, wobei bei Bedarf ein oder zwei Steuerscheiben vorgesehen sind. Bei der
Ausgestaltung mit zwei Steuerscheiben ist eine Verbindung der beiden Bürstenlagerungen
nicht erforderlich, während bei der Verwendung einer Steuerscheibe eine verbindungssteife
Verbindung beider Bürstenlagerungen erwünscht ist.
[0027] Das Steuerelement kann auch in beliebiger anderer Ausgestaltung ausgebildet sein.
Beispielsweise kann ein mit einer Anlagerolle versehener Hebel den Abstand zwischen
der zu reinigenden Oberfläche und der Walzenbürste einstellen, bei Bedarf über einen
Hebel oder ein sonstiges Getriebe.
[0028] Bevorzugt wird die Reinigungsvorrichtung periodisch während des Förderbetriebs eingeschaltet.
Durch diese Lösung lässt sich eine gute Reinigung mit einem geringen Verschleiß der
Walzenbürste kombinieren. Hierzu ist dann bevorzugt, ein Zugmagnet vorgesehen, der
gegen die Wirkung der Andruckfeder die Walzenbürsten von der zu reinigenden Oberfläche
abhebt, während die Reinigungsvorrichtung nicht arbeitet. Während des Reinigungsbetriebs
wird der Elektromagnet freigegeben. Eine vorteilhaften Ausgestaltung dieser Lösung
weist zwei Elektomagnete auf und arbeitet mit einer Rastvorrichtung, die die Reinigungsvorrichtung
in Ruhestellung einrasten lässt, wenn der Zugmagnet die Walzenbürste von der zu reinigenden
Oberfläche abgehoben hat. Für den Reinigungsbetrieb muss dann lediglich kurz ein weiterer
Elekromagnet betätigt werden, der das Rastelement zurückzieht und damit die Walzenbürste
der Wirkung der Andruckfeder aussetzt.
[0029] Weitere vorteilhafte Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fahrtreppe oder eines erfindungsgemäßen
Fahrsteigs zur Darstellung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung, in schematischer
Darstellung; und
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf einen Teil der Reinigungsvorrichtung in der Ausführungsform gemäß
Fig. 1.
[0031] Die in Fig. 1 dargestellte Reinigungsvorrichtung 10 weist eine bevorzugt als Walzenbürste
12 ausgebildete umlaufende Bürste auf, die über ein Bürstenlager 14 drehbar an einem
Schwenkhebel 16 einer Bürstenlagerung 18 gelagert ist. Der Schwenkhebel 16 ist seinerseits
an seiner Schwenkachse 20 an einem rahmenfesten Träger 22 der Fahrtreppe oder des
Fahrsteigs gelagert. Der Träger 22 ist im Bereich der unteren Umkehrstelle 24 des
Stufen- oder Palettenbands vorgesehen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind
drei Stufen 26, 28 und 30 einer Fahrtreppe beispielhaft dargestellt. Im Bereich der
Umkehrstelle 24 spreizen sich die Stufen je auf, so dass ihre Vorderkante 32 und ihre
Hinterkante 34 je frei liegen. Auch der obere Teil der Setzstufe 36 ist exponiert
und kann erfindungsgemäß von der Walzenbürste mit gereinigt werden.
[0032] Erfindungsgemäß ist auf der aus Fig. 2 besser ersichtlichen Welle 40 der Walzenbürste
12 ein Steuerelement, bevorzugt in Form einer Steuerscheibe 42, gelagert. Die Lagerung
erfolgt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel über ein Wälzlager, hier ein Kugellager
44, wobei es sich versteht, dass beliebige andere Lager ebenfalls möglich sind. Wie
ersichtlich ist, weisen die Bürsten der Walzenbürste 12 ein Vorsprungmaß 46 gegenüber
dem Durchmesser der Steuerscheibe 42 auf. Mit der Wahl des Vorsprungmaßes, also praktisch
der Wahl des Durchmessers der Steuerscheibe 42, lässt sich die Reinigungswirkung der
Walzenbürste an die Erfordernisse anpassen. Je größer das Vorsprungmaß 46 ist, desto
intensiver ist die Reinigung, aber zugleich auch der Verschleiß sowohl der Oberfläche
der Trittflächen 48, der Vorderkante 32 und der Hinterkante 34, als auch der Borsten
der Walzenbürste 12 selbst.
[0033] Wie aus Fig. 2 ebenfalls ersichtlich ist, ist die Welle 40 über ein Umlenkgetriebe
50 mit einem Antriebsmotor 52 verbunden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Antriebsmotor 52 direkt an die Bürstenlagerung 18 angeflanscht, und zwar möglichst
nahe an der Schwenkachse 20.
[0034] Bevorzugt ist die Walzenbürste mit einer Borstenreihe versehen, die sich leicht spiralig
gewendelt über den axialen Verlauf der Bürste erstreckt und bei der jede Borstenreihe
an einem Bürstensegment gelagert ist. Diese Lösung erlaubt ein Austauschen der Borsten
je nach Verschleiß und Bedarf mit geringem Aufwand. Erfindungsgemäß besonders günstig
ist es, dass mit recht geringen Bürstendrehzahlen gearbeitet werden kann, so dass
der Verschleiß trotz intensiver Reinigung gering ist. Beispielsweise ist ein Antrieb
der Walzenbürste mit einer Geschwindigkeit von weniger als einer Umdrehung pro Sekunde
möglich; die Reinigungsrichtung ist bevorzugt gegen die Laufrichtung der Fahrtreppe
gewählt.
[0035] Bei Fahrtreppen mit Richtungsumkehr ist es bevorzugt, die Antriebsgeschwindigkeit
der Walzenbürst je nach Fahrtrichtung der Fahrtreppe umzukehren, wobei sich versteht,
dass auch der Reinigungszyklus lediglich dann freigeschaltet werden kann, wenn die
Fahrtreppe in der gewünschten Fahrtrichtung läuft.
1. Fahrtreppe oder Fahrsteig, mit einer Reinigungsvorrichtung, die auf mindestens die
Trittfläche einer Stufe oder Palette der Fahrtreppe oder des Fahrsteigs wirkt und
diese reinigt und eine umlaufende, an einem Bürstenlager gelagerte Bürste aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (10) mindestens teilweise während des Förder- oder Wartungsbetriebs
der Fahrtreppe oder des Fahrsteigs eingeschaltet ist und ein Steuerelement aufweist,
über welches das Bürstenlager (14) bewegbar ist.
2. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement der Reinigungsvorrichtung (10) über einen Hebel oder ein sonstiges
Getriebe mit dem Bürstenlager (14) verbunden ist.
3. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement an der Oberfläche der zu reinigenden Trittfläche (48), insbesondere
federbelastet, anliegt.
4. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement einen im Wesentlichen konstanten Abstand zwischen dem Bürstenlager
(14) und dem gerade zu reinigenden Bereich der Trittfläche (48) einstellt.
5. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement eine Anlagerolle (Steuerscheibe 42) aufweist, die bei Bewegung
des Stufen- oder Palettenbandes an diesem anliegt und frei mitläuft.
6. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (10) im Bereich der Umlenkung, insbesondere der unteren
Umlenkung, des Stufen- oder Palettenbandes angeordnet ist und die Stufen oder Paletten
während ihrer Spreizung auf dem umlaufenden Band reinigt.
7. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Bürste als Walzenbürse (12) ausgebildet ist, die auf einer Welle (40)
angebracht ist, auf der auch das Steuerelement angebracht ist, und dass das Steuerelement
als Steuerscheibe (42) ausgebildet ist.
8. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das als Steuerscheibe (42) ausgebildete Steuerelement und die als Walzenbürste (12)
ausgebildete Bürste auf einer gemeinsamen Welle angebracht sind und dass insbesondere
die Steuerscheibe (42) auf der welle (40) frei drehbar gelagert ist.
9. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb ein Elektromotor ist, der separat von dem Antriebsmotor (52) der
Fahrtreppe oder des Fahrsteigs einschaltbar ist.
10. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung einen Antriebsmotor (52) für die umlaufende Bürste aufweist,
der zur Realisierung eines Reinigungsprogramms periodisch während des Förder- oder
Wartungsbetriebs der Fahrtreppe oder des Fahrsteigs einschaltbar ist und dass eine
Trennvorrichtung vorgesehen ist, mit welcher die Bürste periodisch während des Förder-
oder Wartungsbetriebs, jedoch zu einer Zeit der Nicht-Reinigung, außer Eingriff der
Trittflächen (48) bringbar ist.
11. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Bürste sich im Wesentlichen über die gesamte Breite des Stufen- oder
Palettenbandes erstreckt und insbesondere Bürstensegmente aufweist, die sich leicht
spiralig gewendelt über den Verlauf der Bürste in ihrer Axialrichtung betrachtet erstrecken.
12. Verfahren zur Reinigung einer Fahrtreppe oder eines Fahrsteigs unter Verwendung einer
Reinigungsvorrichtung, die auf mindestens die Trittfläche einer Stufe oder Palette
der Fahrtreppe oder des Fahrsteigs wirkt und diese reinigt, wobei die Trittfläche
mit einer umlaufenden Bürste gereinigt wird, die sich in einem Bürstenlager, insbesondere
gegen die Laufrichtung der Fahrtreppe oder des Fahrsteigs, dreht, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Bürste sich während des Förderbetriebs der Fahrtreppe oder des Fahrsteigs
dreht und das Bürstenlager (14) während des Förderbetriebs der Fahrtreppe oder des
Fahrsteigs bewegbar ist.