[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türbandanordnung umfassend einen an einem
Türblatt anzuordnenden Bandlappen sowie einen an einer Zarge anzuordnenden Bandkloben,
welche zur Bildung eines Scharniers verschwenkbar miteinander verbindbar und zur Durchführung
von elektrischen Leitungen ausgebildet sind.
[0002] Türbandanordnungen der gattungsgemäßen Art werden überall dort eingesetzt, wo in
das Innere des Türblattes elektrische Leitungen zur Führung elektrischer Energie und/oder
Datensignalen erforderlich ist, beispielsweise bei der Verwendung elektrischer Schließanlagen,
Sicherheitssensoren und dergleichen. Im Stand der Technik werden bauseitig solche
Leitungen mit großer Überlänge bis in den Zargenbereich einer Tür vorverlegt und durch
eine entsprechende mit Kabeldurchführungen versehene Türbandanordnung bis in das Innere
eines Türblattes bis hin zur Anschlußstelle geführt und dort angeschlossen.
[0003] Türbandanordnungen der gattungsgemäßen Art werden als Türband-Dummy eingesetzt. Sie
dienen ausschließlich der Kabeldurchführung, ohne daß Tragkräfte übernommen werden.
Solche Türbandanordnungen sind identisch zu den tragenden Türbändern und insofern
sabotagesicher, als die verschiedenen Türbänder nicht in Bezug auf tragend oder kabeldurchführend
identifizierbar sind. Jedoch können solche Türbandanordnungen auch teilweise oder
ganz tragend bei gleichzeitiger Kabeldurchführung ausgebildet werden, wenn die baulichen
Bedingungen, Türgewichte und dergleichen dies zulassen.
[0004] Dabei stellt das erforderliche Kabeldurchziehen einen zeitaufwendigen und zum Teil
schwierigen Montageaufwand dar. Dies gilt insbesondere dann, wenn, wie in Sicherheitsbereichen,
Stahltüren verwendet werden, welche mit den Elementen einer Türbandanordnung durch
Schweißen verbunden werden. Die auftretende Temperatur führt häufig zur Beschädigung
der Isolation von Leitungen. Sofern zur Vermeidung eines Durchziehens elektrische
Leitungen, also Energie- und/oder Datenleitungen, durch flexible Parallelkanäle geführt
werden, sind diese nicht sabotagesicher.
[0005] Ein besonderes Problem stellt die Reparatur beschädigter Leitungen dar. Leitungen
können leicht durch die häufige Verschwenkung des Bandlappens gegenüber dem Türkloben
beschädigt werden. Dies macht dann ein vollständiges, nachträgliches Durchziehen von
Leitungen erforderlich, was ebenfalls zeit- und montageaufwendig ist. Dies gilt auch
für den Fall, daß zur Anpassung an einen Leistungsbedarf zusätzliche Leitungen erforderlich
sind. Dabei ergibt sich noch ein besonderes Problem aus der Notwendigkeit, Bandlappen
und Türkloben in ihrer relativen Position zueinander auszurichten. Man spricht vom
sogenannten Höhenausgleich. Die zargenseitigen Leitungsöffnungen und die türblattseitigen
Leitungsöffnungen schreiben Fixierungspositionen für den Bandlappen und den Türkloben
vor, die im Einbauzustand nicht zwingend eine optimale Höhenpositionierung beider
Elemente relativ zueinander zur Bereitstellung einer einwandfreien Verschwenkbarkeit
des Türblattes gegenüber der Zarge mit sich bringen. Aus dem Stand der Technik sind
Möglichkeiten zum Höhenausgleich nicht bekannt.
[0006] Ausgehend vom vorbeschriebenen Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die
Aufgabe zugrunde, eine Türbandanordnung der gattungsgemäßen Art bereitzustellen, welche eine
einfache Montage sowohl der Türbandanordnung als auch der elektrischen Leitungen ermöglicht,
reparaturfreundlich und sabotagesicher ausgestaltet werden kann und hinsichtlich der
Anpassung an die bauseitigen Montagebedingungen flexibel ist.
[0007] Zur technischen
Lösung wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß wenigstens eines der beiden Elemente Bandlappen
bzw. -kloben einen Hohlraum zur verdeckten Aufnahme einer aus wenigstens einer Stecker-
/ Buchsenanordnung gebildeten Leitungsschnittstelle aufweist und im Montagezustand
durch die Türbandanordnung geführte Leitungen an der Leitungsschnittstelle anschließbar
sind.
[0008] Die Erfindung sieht vor, wenigstens eines der beiden Elemente Bandlappen bzw. Bandkloben
mit einem Hohlraum zu versehen, der geeignet ist, verdeckt eine Stecker- / Buchsenanordnung
als Leitungsschnittstelle aufzunehmen. Die Leitungen werden dann bis in den entsprechenden
Anschlußbereich geführt und dort an einen Stecker oder eine Buchse angeordnet. Dies
kann bauseitig vormontiert werden. Bei der Anordnung des Türbandes ergibt sich nunmehr
die Möglichkeit, die Enden von durch die Türbandanordnung geführten Leitungen an das
entsprechende Gegenelement anzuschließen und die beiden Elemente der Stecker- / Buchsenanordnung
miteinander zu verbinden.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Türbandanordnung wird die Montage nunmehr
erheblich vereinfacht, da elektrische Anschlußarbeiten einerseits und mechanische
Montagearbeiten andererseits voneinander entkoppelt werden können. Auch sind Reparaturen
deutlich einfacher. Durch die vereinfachte Montage werden Parallelführungen von Leitungen
durch flexible Überführungskanäle überflüssig und die Anordnung damit sabotagesicherer.
Auch das Nachführen weiterer Leitungen wird erheblich vereinfacht.
[0010] Mit besonderem Vorteil wird mit der Erfindung eine Basisplatte zur Vormontage am
Türblatt bzw. der Türzarge vorgeschlagen, an welcher einerseits ein Element der Stecker-
/ Buchsenanordnung befestigt werden kann und welcher andererseits die Befestigungsstellen
für die mechanische Anordnung des Bandklobens bzw. Bandlappens bereitstellt. Hierdurch
wird die elektrische Vormontage einfach und sicher. An entsprechende Durchbrüche im
Bereich der Zarge oder der Tür werden Basisplatten angeordnet, die aus den Durchbrüchen
herausgeführten Leitungen an das jeweilige Element der Stecker- / Buchsenanordnung
angeschlossen und das Element an der Basisplatte befestigt. Es steht somit eine einfache
und gegen Beschädigungen gesicherte Leitungsanschlußstelle zur Verfügung. Darüber
hinaus weist die Basisplatte die Befestigungsstellen für den Bandlappen bzw. den Bandkloben
auf.
[0011] Der Bandlappen bzw. der Bandkloben sind gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag
der Erfindung als Kappenelement ausgebildet und somit wie eine Kappe auf die Basisplatte
aufsetzbar und an dieser befestigbar. Für die Befestigung wird in vorteilhafter Weise
eine Schraubverbindung vorgeschlagen. Hier können in vorteilhafter Weise Gewindebleche
oder Blechmuttern basisplattenseitig angeordnet und der Bandlappen bzw. Bandkloben
mittels Blechschrauben an der Basisplatte befestigt werden. Zur Erhöhung der Sabotagesicherheit
wird mit der Erfindung vorgeschlagen, die Schraubköpfe zu versiegeln oder aufzubohren
und anschließend zu verspachteln oder zu lackieren. Somit sind die Schraubköpfe unsichtbar
und gegen Werkzeugzugriff gesichert.
[0012] In vorteilhafter Weise sind sowohl der Bandlappen als auch der Bandkloben erfindungsgemäß
ausgestaltet und besondere Vorteile ergeben sich, wenn beidseitig eine Basisplatte
verwendet wird, welche sowohl zur Aufnahme eines Elements der Stecker- / Buchsenanordnung
ausgebildet ist und zugleich die Befestigungselemente für den Bandlappen bzw. Bandkloben
bereitstellt. Wenngleich die Basisplatten nicht grundsätzlich mit Befestigungselementen
für den Bandlappen bzw. Bandkloben versehen sein müssen, wird durch diesen erfindungsgemäßen
Vorschlag die Anzahl der Einzelteile auf ein Minimum reduziert. Wird die Erfindung
sowohl bandlappen- als auch bandklobenseitg eingesetzt, ergibt sich der besondere
Vorteil, daß sowohl zargenseitig als auch türseitig in beschriebener Weise Leitungen
an ein Element einer Stecker- /Buchsenanordnung angeschlossen und dieses Element im
Bereich der Zarge bzw. des Türblattes befestigt ist. Es ist nunmehr nur noch erforderlich,
durch die Türbandanordnung Leitungen zu führen und jeweils an beiden Enden an ein
entsprechendes Element einer Stecker- / Buchsenanordnung anzuschließen. Die elektrische
Montage wird damit darauf reduziert, sowohl zargenseitig als auch türblattseitig eine
Stecker- / Buchsenverbindung herzustellen. Werden Basisplatten mit Befestigungsanschlüssen
für den Bandlappen bzw. Bandkloben verwendet, reduziert sich nunmehr die mechanische
Montage darauf, die kappenartigen Elemente auf die jeweiligen Basisplatten aufzusetzen
und beispielsweise mittels Schrauben oder anderen geeigneten Befestigungsmitteln an
der Basisplatte zu befestigen.
[0013] Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung können als Elemente der Stecker-
/ Buchsenanordnung Standardschnittstellen verwendet werden. Hier eignen sich beispielsweise
aus dem Bereich der Computerelektronik bekannte Schnittstellen wie parallele oder
serielle Schnittstellen, RS 232, "Sub-D-Stecker" oder dergleichen.
[0014] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird als durch Bandlappen
und Bandkloben durchzuführende Leitung ein Flachbandkabel verwendet. Gemäß einem besonders
vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird dieses spiralförmig in die Durchführung
eingebracht. Damit ist das Kabel gegen Beschädigung aufgrund der Verschwenkung der
Tür gegenüber der Zarge weitestgehend gesichert. Gemäß einem weiteren vorteilhaften
Vorschlag der Erfindung kann ein Kabelschutzkanal in der Kabeldurchführung vorgesehen
sein. Vorteilhaft ist die Verwendung beispielsweise 24poliger Flachbandkabel. Hier
können gegebenenfalls eine Leitungsredundanz oder die Bereithaltung von Leitungserweiterungen
vorgesehen sein.
[0015] Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung können Bandkloben und der Bandlappen
zusammen mit den durchgeführten Leitungen, die an ihren Enden mit entsprechenden Schnittstellenelementen
versehen sind, als vormontierbare Einheit ausgebildet werden. Hierdurch werden sowohl
die Montage als auch eventuelle Reparaturen erheblich vereinfacht.
[0016] Mit Vorteil wird vorgeschlagen, daß der Bandlappen und der Bandkloben in ihrem gemeinsamen
Überdeckungsbereich in Axialrichtung teleskopartig verschiebbar miteinander verbindbar
sind. Hier kann beispielsweise an einem der beiden Elemente eine in das Innere des
jeweils anderen Elementes axial einsteckbare Hülse angeordnet sein. Gemäß einem besonders
vorteilhaften Vorschlag kann eine ringförmige Hülse als Zusatzelement in entsprechende
stirnseitige Ausnehmungen des Bandlappens bzw. des Bandklobens eingesetzt werden.
[0017] Die erfindungsgemäße Ausbildung hat den besonderen Vorteil, daß ein Höhenausgleich
bei der Montage des Bandlappens bzw. Bandklobens realisiert werden kann. Beide sind
dem Grunde nach von einander unabhängig und nur im gemeinsamen Überdeckungsbereich
in Axialrichtung durch ein entsprechendes Ring- oder Hülsenelement verbunden, so daß
in Axialrichtung Montageflexibilität besteht und somit ein auch gegen Zugriff in den
Kabeldurchführungsbereich gesicherter Höhenausgleich stattfindet. Diese erfindungsgemäße
Ausbildung ist insbesondere auch im Zusammenhang mit höhenverstellbar ausgestalteten
Tragbändern von Vorteil.
[0018] In besonders vorteilhafter Weise sind der Bandlappen und der Bandkloben wenigstens
im gemeinsamen Überdeckungsbereich im wesentlichen mit einem C-förmigen Querschnitt
ausgebildet, so daß sich im Inneren eine im wesentlichen zylindrische Kabeldurchführung
ergibt. Wird in diese ein wie erfindungsgemäß vorgeschlagen spiralförmig gedrehtes
Flachbandkabel eingesetzt, ist dieses gegen Beschädigungen aufgrund von Türverschwenkungen
vollständig gesichert.
[0019] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung offener Enden im Bereich der Ober- und der
Unterseite von Bandlappen und Bandkloben bleibt der Kabeldurchführungsbereich dem
Grunde nach zugänglich, beispielsweise für Reparaturzwecke, Ergänzungszwecke, Überprüfungszwecke
und dergleichen. Die offenen Enden des Kabelzuführungsbereiches können durch geeignete
Abdeckkappen verschließbar ausgebildet werden.
[0020] Ein weiterer besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ergibt sich durch
die Möglichkeit, daß Bandlappen und Bandkloben in unterschiedlicher Überdeckungsreihenfolge
sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite einer Tür als Beschlag eingesetzt
werden können.
[0021] Die Erfindung stellt eine aus wenigen Elementen aufgebaute, in bezug auf Vormontage
und Montage äußerst einfache, beschädigungsunanfällige und gegen unberechtigten Zugriff
und Sabotage sehr sichere Türbandanordnung bereit, welche sowohl den mechanischen
Anforderungen auch in Sicherheitsbereichen entspricht als auch eine Elektrifizierung
im Türbereich auf einfachste Weise ermöglicht. Dabei wird die Anzahl der erforderlichen
Bauelemente auf ein Minimum reduziert und es ist bei der Montage der Tür kein Kabeldurchziehen
im Beschlagbereich mehr erforderlich.
[0022] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Darstellung des Montageunterbaus der Anordung gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Detaildarstellung einer Befestigungsplatte für einen Bandkloben;
- Fig.4
- eine Detaildarstellung einer Befestigungsplatte für einen Bandlappen und
- Fig. 5
- eine Explosionsdarstellung des Gesamtmontagesystems des Ausführungsbeispiels gemäß
Fig. 1.
[0023] Fig. 1 zeigt eine Türbandanordnung 1. Bauseitig ist bis in den Bereich einer Zarge
2 eine Kabelzuführung vorgesehen. Diese soll im Türblatt 3 beispielsweise zu einer
elektrischen Schließanlage geführt werden. Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß
gestaltete Bandkloben 4 und Bandlappen 5 in Art eines Scharniers angeordnet. Die Türbandanordnung
1 kann ausschließlich zur Kabeldurchführung als Scharnier-Dummy verwendet werden,
so daß es zusätzlicher, gleichartig gestalteter tragender Scharnierelemente bzw. Türbandanordnungen
bedarf. Bei leichten Türblättern oder entsprechenden bauseitigen Bedingungen kann
eine Türbandanordnung 1 gemäß gezeigtem Ausführungsbeispiel jedoch auch tragende Kräfte
übernehmen.
[0024] Zum Zwecke der Kabelanführung ist in der Zarge eine in ihren Maßen vorgegebene Ausnehmung
13, ein sogenannter Zargenausbruch ausgebildet. Für die Kabelweiterführung ist entsprechend
im Türblatt 3 ein Ausbruch 14 ausgebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind in
den Ausbrüchen Befestigungsplatten 15 an der Zarge 2 bzw. 16 am Türblatt 3 mittels
Schrauben fixiert. In die Befestigungsplatten sind ihrerseits Leitungsschnittstellen
17 bzw. 18 montiert. An die Leitungsschnittstellen 17 bzw. 18 sind die bauseitig bzw.
türblattseitig verlegten Leitungen angeschlossen. Die Befestigungsplatten 15 bzw.
16 tragen Befestigungsfahnen 19 bzw. 20, welche zur Befestigung des Bandklobens mittels
Befestigungsschrauben 6 an den Befestigungsfahnen 19 einerseits, sowie der Befestigung
des Bandlappens 5 mittels Befestigungsschrauben 7 an den Befestigungsfahnen 20 dienen.
Die Befestigungsschrauben 6 und 7 können aus sicherheitstechnischen Gründen versiegelt
oder gegen Werkzeugangriff ausgebohrt werden.
[0025] Die Fign. 3 und 4 zeigen im Detail Ausführungsbeispiele für Befestigungsplatten 15,
16. Die Befestigungsplatte 15, die zargenseitig montiert und für die Befestigung des
Bandklobens vorgesehen wird, weist die Befestigungsfahnen 19 zur Befestigung des Bandklobens
auf sowie eine Schnittstellenaufnahme 21. Bohrungen 22 dienen einerseits zur Montage
der Schnittstelle an der Befestigungsplatte, andererseits der Befestigung der Befestigungsplatte
an der Zarge. Die Befestigungsplatte 16 weist entsprechend eine Schnittstellenaufnahme
23, Befestigungsfahnen 20 zur Befestigung des Bandlappens sowie Bohrungen 24 zur Befestigung
der Platte am Türblatt und zur Montage der Schnittstelle an der Befestigungsplatte
auf.
[0026] Wie sich aus der Fig. 5 ergibt, umfaßt die Gesamtmontage nur eine überschaubare Anzahl
von Einzelteilen. An eine bauseitig vorverlegte Leitung, die durch einen nicht gezeigten
Ausbruch aus einer Zarge herausragt, wird das Schnittstellenelement 17 angeschlossen.
Dieses wird dann mittels Gewindeblechen 13 und Blechschraubelementen 31 an der Basisplatte
15 montiert. Die Basisplatte 15 wird dann ihrerseits unter Verwendung der Blechschrauben
34 an der Zarge befestigt. Türseitig sind innerhalb des Türblattes nicht gezeigte
Leitungen verlegt, die aus einem Türblattausbruch herausragen. Diese Leitungen werden
an ein Schnittstellenelement 18 angeschlossen. Das Schnittstellenelement 18 wird seinerseits
mittels Gewindeblechen 32 an der Basisplatte 16 befestigt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist das Schnittstellenelement 18 ein Stecker, das zargenseitige Schnittstellenelement
17 eine Buchse. Beide ragen durch entsprechende Ausnehmungen 21 bzw. 23 aus den jeweiligen
Basisplatten verbindbar hervor. Die Basisplatte 16 wird dann ihrerseits mittels Blechschrauben
35 am Türblatt befestigt. Beschlagseitig werden die jeweils passenden Schnittstellenelemente
verwendet. Auf der Seite des Bandklobens wird ein Stecker 36 verwendet. Dieser wird
an ein nicht gezeigtes Flachbandkabel angeschlossen. Das Flachbandkabel wird dann
in das Innere 25 des Bandklobens 4 eingesetzt und unter Anwendung einer spiralförmigen
Verdrehung durch die Öffnung 27 aus dem Bandkloben herausgeführt. Nun kann der Bandkloben
unter Verwendung der Befestigungsschrauben 6, die in die Befestigungsfahnen 19 an
der Basisplatte 15 befestigt werden, an der Zarge fixiert werden. Um einen unbeabsichtigten
Eingriff, Sabotage oder dergleichen zu verhindern, können die Schraubköpfe 6 versiegelt
oder gegen Werkzeugangriff rundgebohrt werden. Das Flachbandkabel wird dann unter
Beibehaltung einer spiralförmigen Verdrehung durch den zylindrischen Hohlraum 28 des
Bandlappens 5 geführt und dort in den Bandlappenhohlraum 26. An dieser Stelle wird
das Schnittstellenelement 37, im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Buchse, mit dem
Flachbandkabel verbunden. Da das Schnittstellenelement 36 in das Schnittstellenelement
17 eingesteckt ist und das Schnittstellenelement 37 auf das Schnittstellenelement
18, ist die elektrische Leitung geschlossen. Mittels Schrauben 7 wird der Bandlappen
durch Einschrauben in die Befestigungsfahnen 20 an der Basisplatte 16 fixiert. Zwischen
Bandkloben 4 und Bandlappen 5 kann ein Zwischenring 29 eingesetzt sein, welcher ebenfalls
von dem spiralförmig verdrehten Flachbandkabel durchragt wird und einen Höhenausgleich
ermöglicht, um Bandkloben und Bandlappen an die jeweiligen zargen- bzw. türseitigen
Ausnehmungen anpassen zu können. Die spiralförmige Anordnung des Flachkabels hat dabei
den Vorteil, daß die einzelnen Adern des Kabels einer geringen Relativbewegung oder
Knickung ausgesetzt sind, so daß die Bruchgefahr gegenüber herkömmlichen Kabelanordnungen
deutlich verringert ist.
[0027] Ganz offensichtlich ist es ohne weiteres möglich, aus dem Bandkloben 4, dem Zwischenring
29 und dem Bandlappen 5 eine vormontierbare Einheit zu bilden, welche vom Flachbandkabel
im Durchgangsbereich 27, den Ring 29 durchragend und Durchgangsbereich 28 vom Anschlußhohlraum
25 zum Anschlußhohlraum 26 im Bandlappen geführt ist. Die beiden Schnittstellenelemente
36 und 37 können bereits zur Montage an dem Flachbandkabel befestigt und eingesetzt
sein. Der zylindrische Durchgangsraum 27, 28 ist durch Öffnungen in den Stirnkanten
sowohl des Bandklobens als auch des Bandlappens zugänglich und die Öffnungen sind
durch Abdeckkappen 11 verschließbar.
[0028] Das beschriebene Ausführungsbeispiel dient nur der Erläuterung und ist nicht beschränkend.
Insbesondere in Bezug auf die Schnittstellenelemente, die Formen von Bandkloben und
Bandlappen und die etwaige Verwendung von Basisplatten oder der Verzicht darauf sind
frei variabel, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1
- Türbandanordnung
- 2
- Zarge
- 3
- Türblatt
- 4
- Bandkloben
- 5
- Bandlappen
- 6
- Befestigungsschraube
- 7
- Befestigungsschraube
- 8
- Durchführungsbereich
- 9
- Durchführungsbereich
- 10
- Überdeckungsbereich
- 11
- Abdeckkappe
- 12
- Befestigung
- 13
- Durchbruch
- 14
- Durchbruch
- 15
- Befestigungsplatte
- 16
- Befestigungsplatte
- 17
- Schnittstelle
- 18
- Schnittstelle
- 19
- Befestigungsfahne
- 20
- Befestigungsfahne
- 21
- Schnittstellenaufnahme
- 22
- Befestigungsbohrungen
- 23
- Schnittstellenaufnahme
- 24
- Befestigungsbohrungen
- 25
- Hohlraum
- 26
- Hohlraum
- 27
- Durchführungsraum
- 28
- Durchführungsraum
- 29
- Zwischenring
- 30
- Gewindebleche
- 31
- Schrauben
- 32
- Gewindebleche
- 33
- Schrauben
- 34
- Blechschrauben
- 35
- Blechschrauben
- 36
- Stecker
- 37
- Buchse
1. Türbandanordnung umfassend einen an einem Türblatt anzuordnenden Bandlappen sowie
einen an einer Zarge anzuordnenden Bandkloben, welche zur Bildung eines Scharniers
verschwenkbar miteinander verbindbar und zur Durchführung von elektrischen Leitungen
ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,daß
wenigstens eines der beiden Elemente Bandlappen bzw. -kloben einen Hohlraum zur verdeckten
Aufnahme einer aus wenigstens einer Stecker- /Buchsenanordnung gebildeten Leitungsschnittstelle
aufweist und im Montagezustand durch die Türbandanordnung geführte Leitungen an der
Leitungsschnittstelle anschließbar sind.
2. Türbandanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Basisplatte zur Vormontage an einem Türblatt bzw. einer Türzarge und zur Aufnahme
eines Elementes einer Stecker- / Buchsenanordnung.
3. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen bzw. -kloben als an der Basisplatte befestigbares Kappenelement ausgebildet
ist.
4. Türbandanordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen bzw. -kloben an der Basisplatte mittels Schrauben befestigbar ist.
5. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Bandlappen als auch der Bandkloben mit einem Hohlraum zur verdeckten Aufnahme
einer Leitungsschnittstelle ausgebildet sind.
6. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen bzw. -kloben im Überdeckungsbereich einen im wesentlichen C-förmigen
Querschnitt zur Bildung einer im wesentlichen zylindrischen Leitungsdurchführung aufweisen.
7. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen bzw. -kloben am oberen und unteren Ende mit durch Abdeckkappen verschließbaren
Öffnungen versehen sind.
8. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Leitungsschnittstelle eine Standardschnittstelle eingesetzt ist.
9. Türbandanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die Leitungsdurchführung ein Flachbandkabel eingesetzt ist.
10. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen und der Bandkloben eine vormontierbare Einheit bilden, durch welche
mit ihren Enden an einem Schnittstellenelement angeschlossene Leitungen geführt sind.
11. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen und der Bandkloben unter Verwendung einer in Axialrichtung teleskopartigen
Überdeckung miteinander verbindbar sind.
12. Türbandanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen und der Bandkloben über eine ringförmige Buchse miteinander verbindbar
sind.
13. Türbandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese im Inneren einen Kabelschutzkanal aufweist.
14. Türbandanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelschutzkanal durch eine Hülse gebildet ist.