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EP 1 408 234 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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14.04.2004 Patentblatt 2004/16 |
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Anmeldetag: 07.10.2003 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK |
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Priorität: |
10.10.2002 DE 10247336
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Anmelder: Pfeiffer Vacuum GmbH |
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35614 Asslar (DE) |
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Erfinder: |
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- Bez, Eckhard
New Bern, NC 28562 (US)
- Burggraf, Thorsten
65594 Runkel-Hofen (DE)
- Zabeschek, Stefan, Dr.
35614 Asslar-Berghausen (DE)
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Kolbenmaschine zur Förderung von Gasen |
(57) Die Erfindung betrifft eine Kolbenmaschine zur Förderung von Gasen. Ein zylindrischer
Hubraum (1) ist mit Einlassöffnungen (5) und einem Ausstoßventil (7) versehen. Die
Gasförderung wird durch einen im Hubraum (1) oszillierenden Kolben (3) bewirkt. Der
Kolbenboden (12) ist gleichzeitig als Ventil ausgebildet. Dazu ist er mit Öffnungen
(14) und einer kraftschlüssigen Vorrichtung (16, 21) versehen.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Kolbenmaschine zur Förderung von Gasen nach dem Oberbegriff
des 1. Patentsanspruches.
[0002] Kolbenmaschinen der hier vorgestellten Art werden unter anderem in der Vakuumtechnik
zur Förderung von Gasen und zur Erzeugung und Aufrechterhaltung von Druckdifferenzen
als Vakuumpumpen eingesetzt. In der US 5,921,755 ist eine solche Pumpe beschrieben.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein- oder mehrstufige Bauweisen. Die Kolben
führen eine oszillierende Bewegung zwischen ihre beiden Umkehrpunkten aus. Bei der
Aufwärtsbewegung eines Kolbens wird das Gas verdichtet und ausgestoßen. Bei der Abwärtsbewegung
entsteht ein Unterdruck im Hubraum. So können Gase über geeignete Ventile in den Hubraum
einströmen.
[0003] Die zu leistende Arbeit bei der Abwärtsbewegung des Kolbens resultiert aus der Druckdifferenz
zwischen dem Druck im Getrieberaum und dem Unterdruck im Hubraum sowie aus der Oberfläche
des Kolbens und der Länge des Hubes. Durch diesen Effekt wird die Leistungsaufnahme
des Pumpenantriebes erhöht und es kommt zur Temperaturerhöhung von Pumpenbauteilen,
was sich störend auf einen reibungslosen und sicheren Betrieb auswirkt. Die Wärme
abzuführen, ist mit zusätzlichem unerwünschten Aufwand verbunden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Konstruktion vorzustellen, durch
welche zusätzlicher unnötiger Energieverbrauch und unerwünschte Erwärmung der Pumpenbauteile
vermieden werden. Besondere Aufmerksamkeit ist darauf zu lenken, dass im Bereich der
pumpaktiven Bauteile (z. B. Kolben und Ventile) keine Toträume entstehen. Diese schließen
während des Pumpvorganges Gase ein und beeinträchtigen somit erheblich die Pumpeigenschaften.
[0005] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des 1. Schutzanspruches gelöst.
Die Ansprüche 2 bis 5 stellen weitere Ausgestaltungsformen der Erfindung dar.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird die zu leistende Arbeit bei der Abwärtsbewegung
des Kolbens reduziert. Dabei wird die Druckdifferenz zwischen dem Druck im Getrieberaum
und dem Unterdruck im Hubraum durch das über den Kolbenboden in den Hubraum strömende
Gas abgebaut. Dieser Effekt wird durch den Einbau eines Ventils in den Kolbenboden
erreicht. Öffnungen im Kolbenboden stellen eine direkte Verbindung zwischen Getrieberaum
und Hubraum her. Durch eine solche Konstruktion werden Toträume vermieden und somit
ein effektives Pumpverhalten gewährleistet.
[0007] An Hand der Figuren 1 bis 4 soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 Ansaugseite einer Kolbenpumpe mit der erfindungsgemäßen Anordnung,
Fig. 2 Schnitt entlang A - A' aus Fig. 1,
Fig. 2a Schnitt entlang A - A' aus Fig. 1 einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 Schnitt entlang B - B' aus Fig. 3.
[0008] In einem zylindrischen Hubraum 1, der durch die Kolbenzylinderwand 2 begrenzt ist,
führt der Kolben 3 eine oszillierende Bewegung aus, wodurch die Förderung von Gas
bewirkt wird. Das zu pumpende Gas tritt durch radiale Einlassöffnungen 5 in der Kolbenzylinderwand
2 im Bereich des unteren Druckpunktes des Kolbens in den Hubraum 1 ein und wird über
ein Ventil 7 am oberen Ende des Hubraumes ausgestoßen. Die Bewegung des Kolbens wird
über ein Pleuel 8 und eine Kolbenstange 10, die mit einer Antriebsvorrichtung verbunden
ist, erzeugt. Die axiale Begrenzung des Kolbens 3 wird durch den Kolbenboden 12 gebildet.
Der Kolbenboden ist erfindungsgemäß gleichzeitig als Ventil ausgebildet. Dazu ist
er mit Öffnungen 14 versehen. Diese Öffnungen werden durch eine Membran abgedeckt,
welche je nach Ausführungsform als Kunststoffmembran 16, durchsetzt mit ferromagnetischen
Partikeln, oder als magnetische Kunststoffmembran 18 ausgebildet sein kann.
[0009] Zur Funktion des Ventils gehört eine kraftschlüssige Vorrichtung, welche die Membran
in geschlossenem Zustand zur Abdichtung der Öffnungen 14 auf diese drückt. Im ersten
Fall wird die kraftschlüssige Vorrichtung durch einen in einer Nut 20 eingelassenen
Magnetring 21 oder Magnetsegmente 22 zusammen mit der Kunststoff membran 16 gebildet.
Im zweiten Fall bilden eine Metallplatte 24 und eine magnetische Kunststoffmembran
18 zusammen die kraftschlüssige Vorrichtung.
[0010] Beim Aufwärtshub werden die Öffnungen 14 durch die Membran 16 bzw. 18 abgedichtet,
so dass das vorher durch die Einlassöffnungen 5 in den Hubraum 1 eingeströmte Gas
verdichtet und über das Ventil 7 ausgestoßen werden kann. Beim Abwärtshub wird die
Membran 16 bzw. 18 auf Grund der Druckdifferenz zwischen dem Unterdruck im Hubraum
1 und dem Druck im Getrieberaum 26 angehoben, und ein Druckausgleich findet statt.
Die durch die kraftschlüssige Vorrichtung erzeugten Magnetkräfte sorgen ab einer definierten
Druckdifferenz für ein sicheres Haften der Membran und damit für ein gasdichtes Verschließen
der Bohrungen.
1. Kolbenmaschine zur Förderung von Gasen, bestehend im wesentlichen aus einem durch
eine Kolbenzylinderwand (2) begrenzten Hubraum (1) mit Gaseinlassöffnungen (5) und
einem Gasausstoßventil (7) sowie einem im Hubraum (1) oszillierenden Kolben (3) mit
Kolbenboden (12), dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenboden (12) gleichzeitig als Ventil ausgebildet ist, welches aus Öffnungen
(14) im Kolbenboden (12) und einer kraftschlüssigen Vorrichtung (16, 21) bzw. (18,
24) besteht, wobei die Öffnungen (14) in Abhängigkeit vom Gasstrom durch die kraftschlüssige
Vorrichtung in einem offenen oder geschlossen Zustand gehalten werden.
2. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kraftschlüssige Vorrichtung aus einer magnetischen Anordnung (21) und aus einer
mit ferromagnetischen Partikeln durchsetzten Kunststoffmembran (16) besteht.
3. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kraftschlüssige Vorrichtung aus einer Metallplatte (24) und aus einer magnetischen
Kunststoffmembran (18) besteht.
4. Kolbenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Anordnung aus einem in einer Nut (20) eingelassenen ringförmigen
Dauermagneten (21) besteht.
5. Kolbenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Anordnung aus in einer Nut (20) eingelassenen segmentförmigen Dauermagneten
(22) besteht.