| (19) |
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(11) |
EP 1 409 792 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.2010 Patentblatt 2010/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.07.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/007437 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/010387 (06.02.2003 Gazette 2003/06) |
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| (54) |
HUBEINRICHTUNG
LIFTING SYSTEM
SYSTEME ELEVATEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
25.07.2001 DE 10136284 21.12.2001 DE 10163691
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.04.2004 Patentblatt 2004/17 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- Bosch Rexroth AG
70184 Stuttgart (DE)
- Posford Haskoning Ltd.
Peterborough PE3 8DW (GB)
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| (72) |
Erfinder: |
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- WIRZBERGER, Erich
97843 Neuhütten (DE)
- HOPPER, Stephen George
Peterborough,
Cambridgeshire PE1 3PJ (GB)
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| (74) |
Vertreter: Winter, Brandl, Fürniss, Hübner Röss, Kaiser,
Polte Partnerschaft Patent- und
Rechtsanwaltskanzlei |
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Bavariaring 10 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 811 225
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GB-A- 1 442 983
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hubeinrichtung, wie im Oberbegriff des Anspruchs 1 definiert
wird. Eine solche Hubeinrichtung ist z.B. aus der
GB-A-1 442 983 bekannt.
[0002] Derartige Hubeinrichtungen werden beispielsweise bei einem an einem Kai installierten
Fähranleger eingesetzt, dessen Plattform oder Rampe (link span) mit einem Endabschnitt
am Kai angelenkt ist, während der andere Endabschnitt über Hydrozylinder mit Bezug
zum Boden des Laderaumes des Fährschiffes so ausgerichtet wird, dass die Fahrzeuge
in die Fähre hinein bzw. aus der Fähre heraus fahren können. Üblicherweise werden
zwei parallele Hydrozylinder zur Verschwenkung und Abstützung der Rampe verwendet.
Durch Fehlfunktionen in Elektrik, Mechanik oder Hydraulik kann es vorkommen, dass
ein Schieflaufen des Fähranlegers erfolgt, der im ungünstigsten Fall zum Bruch einer
Antriebsseite führt.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Hubeinrichtung, insbesondere
einen Fähranleger zu schaffen, bei dem die Beschädigungsgefahr mit minimalem Aufwand
verringert ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Hubeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0005] Die erfindungsgemäße Hubeinrichtung hat eine Plattform, die mittels eines Antriebs,
beispielsweise eines Hydrozylinders, in eine vorbestimmte Hubposition bringbar ist.
Erfindungsgemäß ist dem Antrieb eine Fangvorrichtung zugeordnet, die parallel zu den
Hydrozylindern wirkt, so dass auch beim Bruch des Antriebes eine zuverlässige Abstützung
gewährleistet ist.
[0006] Aus dem Stand der Technik gemäß der
DE 38 11 225 A1 ist zwar per se eine Fangvorrichtung bekannt, diese wirkt jedoch direkt auf die Kolbenstange
eines Hydrozylinders. Beim eingangs beschriebenen Bruch einer Kolbenstange kann eine
derartige Fangvorrichtung jedoch keine Wirkung entfalten, so dass sie den Sicherheitsanforderungen,
die beispielsweise bei Fähranlegern zugrunde zu legen sind, nicht genügt.
[0007] Bei einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung ist die Fangvorrichtung mit
einer Fangstange ausgeführt, die über eine Klemmeinrichtung - ähnlich derjenigen aus
der
DE 38 11 225 A1 - mit der Plattform verbindbar ist. D.h. bei einem ungleichmäßigen Lauf der Hydrozylinder
oder einer sonstigen Gefährdung der Hubeinrichtung rückt die Klemmeinrichtung ein,
so dass die Plattform - unabhängig vom Antrieb - abgebremst und festgelegt werden
kann.
[0008] Dabei wird es besonders bevorzugt, wenn die Klemmvorrichtung einen von der Fangstange
durchsetzten Klemmzylinder hat, in dem Klemmkörper verschiebbar geführt sind, die
hydraulisch in eine Freigabeposition vorgespannt sind und in Klemmeingriff mit der
Fangstange bringbar sind.
[0009] Die Betriebssicherheit der erfindungsgemäßen Hubeinrichtung lässt sich weiter verbessern,
wenn die Klemmkörper in einem Klemmkolben aufgenommen sind, der axial verschiebbar
im Klemmzylinder aufgenommen ist. Erfindungsgemäß wird der Klemmkolben hydraulisch
in eine Grundposition vorgespannt. Bei Gefährdung der Hubeinrichtungen rückt die Klemmvorrichtung
ein und verschiebt sich gegen den hydraulischen Vorspanndruck. Über einen definierten
Bremsweg wird die Bewegungsenergie der Hubeinrichtung vernichtet, ohne Beschädigung
der gesamten Einrichtung.
[0010] Dieser Maximaldruck wird vorzugsweise über ein Druckbegrenzungsventil begrenzt, über
das der Zylinderraum mit einem Tank verbindbar ist.
[0011] Die Klemmkörper der Klemmeinrichtung werden vorzugsweise hydraulisch in ihre Freigabeposition
vorgespannt, wobei dieses Vorspannen über einen oder mehrere Stellkolben erfolgt,
die im Klemmkolben geführt und deren Rückseite mit einem Stelldruck beaufschlagt ist.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn dieser Stelldruck demjenigen Druck entspricht,
der am Eingang des Druckbegrenzungsventils wirkt.
[0013] Die Ansteuerung der Klemmkörper, d.h. das Einrücken der Klemmkörper erfolgt durch
Umschalten eines Schaltventils, über das die Rückseite des Stellkolbens zum Einrücken
mit dem Tankdruck beaufschlagbar ist, so dass die Klemmkörper mechanisch, beispielsweise
durch die Kraft einer Feder in ihre Klemmposition eindrücken.
[0014] Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Fangvorrichtung ein Wegmesssystem
zugeordnet, über das der Weg und die Geschwindigkeit erfassbar sind, mit der sich
der Klemmzylinder relativ zur Fangstange bewegt. Überschreiten die erfassten Signale
vorbestimmte Grenzwerte, so wird die Fangvorrichtung angesteuert, so dass die Klemmkörper
einrücken und die Plattform abgebremst wird.
[0015] Der Druck zur Betriebsbereitschaft der Fangvorrichtung wird in vorteilhafter Weise
über eine Pumpe aufgebaut, der im System ein Hydrospeicher zugeordnet ist. Dieser
dient der Vermeidung von Druckspitzen, wenn die Fangvorrichtung anspricht.
[0016] Bei einer besonders kompakten Variante sind die vorbeschriebenen Hydraulikkomponenten
und/oder ein Druckmitteltank ins Gehäuse des Klemmyzlinders integriert oder an dieses
angeflanscht.
[0017] Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren
Unteransprüche.
[0018] Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Fähranlegers;
Figur 2 eine Fangvorrichtung des Fähranlegers aus Figur 1 und
Figur 3 ein Detail der Fangvorrichtung aus Figur 2.
[0019] In Figur 1 ist das Grundschema eines herkömmlichen Fähranlegers 1 dargestellt. Dieser
hat eine Plattform, im folgenden Rampe 2 genannt, die über ein strichpunktiert angedeutetes
Schwenkgelenk 4 an einem Kai 6 des Fähranlegers 1 gelagert ist. An dem vom Kai 6 entfernten
Endabschnitt der Rampe 2 greifen zwei Hydrozylinder 8, 10 an, die an einem lediglich
angedeuteten Stützrahmen 12 abgestützt sind. Bei der dargestellten Variante sind die
beiden Hydrozylinder 8, 10 hängend angeordnet, so dass deren Kolbenstangen 14 auf
Zug beansprucht sind. Die Lagerung der Hydrozylinder 8, 10 am Stützrahmen 12 erfolgt
über geeignete Aufhängungen 18, die ein Verschwenken der Hydrozylinder 10 ermöglichen,
um die Bewegungsbahn der Plattform 2 auszugleichen. Anstelle der hängenden Anordnung
der Hydrozylinder 8, 10 kann selbstverständlich auch eine stehende Anordnung gewählt
werden, bei der die Hydrozylinder auf Druck beansprucht sind. Durch Ein- bzw. Ausfahren
der Kolbenstangen 14 kann die Rampe 2 verschwenkt und somit die Vorderkante 16 mit
Bezug zum Niveau eines Laderaumes eines Fährschiffes ausgerichtet werden, so dass
Fahrzeuge über die Rampe 2 auf das Fährschiff gelangen können.
[0020] Insofern entspricht der dargestellte Fähranleger 1 herkömmlichen Lösungen. Tritt
nun aufgrund eines Schieflaufs ein Bruch einer der Kolbenstangen 14 auf, so kann die
Rampe 2 unkontrolliert abstürzen oder zumindest durch die auftretenden Torsionskräfte
stark beschädigt werden.
[0021] Um derartige Beschädigungen der Plattform 2 zu verhindern, ist den Hydrozylindern
8, 10 eine Fangvorrichtung 20 zugeordnet, über die die Plattform 2 unabhängig von
der Wirkung der Hydrozylinder 8, 10 abgebremst und abgestützt werden kann. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die Fangvorrichtung 20 durch zwei Fangstangen 22, 24 gebildet,
die bodenseitig abgestützt sind und die jeweils einen Klemmzylinder 26, 28 durchsetzen,
der in Klemmeingriff mit den Fangstangen 22, 24 bringbar ist. Diese Fangvorrichtung
20 wird im folgenden anhand der Figuren 2 und 3 näher erläutert, die die Fangstange
22 und den damit zusammenwirkenden Klemmzylinder 26 zeigen.
[0022] Gemäß Figur 2 ist der Klemmzylinder 26 über einen Verbindungsarm 30 mittels Gelenk
mit der Rampe 2 verbunden. Der Klemmzylinder hat ein Zylindergehäuse 32, das von der
Fangstange 22 durchsetzt ist. Im Zylindergehäuse sind Gleitführungen und Dichteinrichtungen
34, 36 angeordnet, über die der Zylinderraum 38 nach außen hin abgedichtet ist.
[0023] Im Zylindergehäuse 32 ist ein Klemmkolben 40 axial verschiebbar geführt, der durch
den Druck im in Figur 2 oben liegenden Zylinderraum 38 in eine untere Anschlagposition
vorgespannt ist. Wie im folgenden noch näher erläutert wird, hat der Klemmkolben einen
konischen Innenraum 42, in dem mehrere am Umfang verteilte Klemmkörper 44 geführt
sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel verjüngt sich der konische Innenraum
42 nach oben hin. Die Geometrie der Klemmkörper 44 ist entsprechend keilförmig (Querschnitt
gemäß Figur 2) ausgeführt. Die Klemmkörper 44 sind über Einrückfedern 46 in ihre Einrückposition
nach oben (linke Hälfte in Figur 2) vorgespannt, in der sie mit ihren inneren Reibflächen
48 am Außenumfang der Fangstange 22 und mit ihren außen liegenden schräg angestellten
Reibflächen 50 an der Innenumfangswandung des konischen Innenraumes 32 anliegen. Durch
die aufgrund des Keilwinkels der Klemmkörper 44 wirkenden Keilkräfte können erhebliche,
in Radialrichtung wirksame Bremskräfte auf die Fangstange 22 übertragen werden, wobei
allerdings vorausgesetzt ist, dass die Fangstange 22 in Richtung der Kraft F beaufschlagt
ist. In Gegenrichtung ist die übertragbare Bremskraft wesentlich geringer, da diese
dann im wesentlichen durch die Kraft der Einrückfedern 46 bestimmt ist.
[0024] Wie in Figur 2 rechts dargestellt ist, werden die Klemmkörper 44 hydraulisch gegen
die Kraft der Einrückfedern 46 in eine Grundposition gebracht, in der zwischen der
inneren Reibfläche 48 und dem Außenumfang der Fangstange 22 ein Luftspalt S vorliegt,
so dass keinerlei Bremskraft übertragen wird.
[0025] Die Hydraulikkomponenten zur Ansteuerung des Klemmzylinders 26 sind im wesentlichen
in ein Zusatzgehäuse 52 integriert, das am Zylindergehäuse 32 befestigt oder in diesem
ausgebildet ist.
[0026] Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Fangstangen 22 stehend angeordnet.
Da der Klemmzylinder 26 fest mit der Plattform 2 verbunden ist, müssen die Fangstangen
22 über ein Stützlager 53 so an der Kaimauer oder an einer Dalbe abgestützt sein,
dass der Klemmzylinder 26 ohne Klemmen entlang der Fangstange 22 bewegt werden kann.
[0027] Die Hydraulikkomponenten des Klemmzylinders 26 werden anhand der Figur 3 näher erläutert.
[0028] Wie aus der Darstellung rechts aus Figur 3 hervorgeht, hat der Klemmkolben 40 einen
Stellraum 54, über den einer oder mehrere Stellkolben 56 mit Druckmittel beaufschlagbar
sind. Die vom Stellraum 54 entfernten Endabschnitte der Stellkolben 56 ragen in den
die Klemmkörper 44 aufnehmenden Innenraum 42 des Kolbens 40 hinein und liegen an den
benachbarten kleineren Stirnflächenabschnitten 58 des oder der Klemmkörper 44 an.
Der Stellraum 54 ist über einen Kanal 60 mit einer Ringnut 62 verbunden, die in der
Innenumfangswandung des Zylindergehäuses 32 ausgebildet ist. Die Ringnut 62 ist über
einen Verbindungskanal 64 mit einem Anschluss eines elektrisch betätigbaren Schaltventils
66 verbunden. Dieses Schaltventil 66 ist an eine Steuerung 86 des Fähranlegers 1 angeschlossen.
Der Klemmkolben 40 ist über geeignete Dichteinrichtungen im Zylindergehäuse 32 abgedichtet,
so dass der Zylinderraum 38 hydraulisch von dem die Einrückfedern 46 aufnehmenden
Raum getrennt ist.
[0029] In der dargestellten Grundposition des Schaltventiles 66, die bei Ansteuerung eines
Schaltmagneten erreicht wird, ist der Verbindungskanal 64 mit einem Druckkanal 68
verbunden, der zu einem Hydrospeicher 70 führt. Zum Umschalten wird der Schaltmagnet
abgeschaltet, so dass das Schaltventil 66 durch die Kraft einer Druckfeder in seine
zweite Schaltstellung gebracht wird, in der der Verbindungskanal 64 mit dem Tank verbunden
ist.
[0030] Vom Druckkanal 68 zweigt eine Leitung 72 ab, die zu einem Radialanschluss 74 des
Zylinderraumes 38 geführt ist. D.h. auch die in Figur 3 oben liegende Stirnfläche
des Kolbens wird durch den Druck im Hydrospeicher 70 beaufschlagt. Der Hydrospeicher
70 kann über eine elektrisch betätigte Pumpe 76 aufgeladen werden, deren Druckleitung
78 über ein Rückschlagventil 80 mit dem Druckkanal 68 verbunden ist. Über die Pumpe
76 wird Druckmittel aus einem Tank T angesaugt. Dieser kann in das Zusatzgehäuse 52
integriert sein.
[0031] Der Druck im Druckkanal 68 kann über ein Druckbegrenzungsventil 82 auf einen vorbestimmten
Maximaldruck begrenzt werden. Bei Überschreiten dieses Maximaldruckes wird der Druckkanal
68 über das Druckbegrenzungsventil 82 mit dem Tank T verbunden.
[0032] Wie des weiteren aus Figur 3 hervorgeht, ist in das Zylindergehäuse 32 ein Wegmesssystem
84 integriert, über das die Position des Klemmzylinders 32 mit Bezug zur Kolbenstange
22 und die Relativgeschwindigkeit erfassbar ist. Ein derartiges Absolutwegmesssystem
ist beispielsweise in der
EP 0 618 373 B1 beschrieben, so dass weitere Erläuterungen entbehrlich sind.
[0033] Wie in Figur 3 des Weiteren angedeutet ist, ist seitlich auf dem Zusatzgehäuse 52
die Steuerung 86 angeordnet, in der die Ausgangssignale des Wegmesssystems 84 verarbeitet
und die vorbeschriebenen Hydraulikkomponenten, insbesondere das Schaltventil 66 angesteuert
werden.
[0034] Bei einem normalen Betrieb des Fähranlegers, beispielsweise beim Einfahren der Hydrozylinder
8, 10 zum Anheben der Rampe 2 befindet sich das Schaltventil 66 in seiner in Figur
3 dargestellten Grundposition, so dass die Klemmkörper 44 durch den im Stellraum 54
wirksamen Druck gegen die Kraft der Einrückfedern 46 in ihre Ausrückposition vorgespannt
sind - die Fangstange 22 kann sich frei bewegen. Der Druck im Stellraum 54 liegt über
die Leitung 72 und den Anschluss 74 auch im Zylinderraum 38 an. Dieser Vorspanndruck
ist vorteilhafter Weise etwa so hoch, dass die maximal mögliche statische Last der
Rampe (inklusive der darauf befindlichen Last) sofort aufgenommen werden kann, wenn
die Fangvorrichtung eingreift, d.h. dieser Druck ist so hoch gewählt, dass der Klemmkolben
40 bei einem quasi statischen Einrücken der Fangvorrichtung in seiner dargestellten
unteren Anschlagposition verbleibt. Der am Druckbegrenzungsventil 82 eingestellte
Grenzdruck liegt etwa um das 1,1 bis 1,3-fache über dem Vorspanndruck.
[0035] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in jeden der Klemmzylinder 26, 28 ein
Wegmesssystem 84 integriert ist. Bei einem Ungleichlauf der beiden Hydrozylinder 8,
10 werden über die beiden Wegmesssysteme 84 der Klemmzylinder 26, 28 unterschiedliche
Positions- und Geschwindigkeitssignale abgegeben. Bei Überschreiten eines vorbestimmten
Grenzwertes wird von der Steuerung 86 ein Stellsignal an das Schaltventil 66 abgegeben,
so dass dieses durch die Kraft seiner Druckfeder in die andere Schaltposition umgeschaltet
wird, in der der Verbindungskanal 64 mit dem Tank T verbunden ist. D.h. der Druck
im Stellraum 54 wird zum Tank T hin abgebaut; die Klemmkörper 44 können dann durch
die Kraft der Einrückfedern 46 in ihre Einrückposition (links in Figur 3) verschoben
werden, so dass die Fangstange 22 (24) mit dem zugeordneten Klemmzylinder 26 (28)
reibschlüssig verbunden ist - die Plattform wird abgebremst und zuverlässig festgehalten.
[0036] Beim Einrücken der Bremse verhindert der Druck im Zylinderraum 38 eine weitere Beschleunigung
der Last. Auf Grund der dynamischen Last bewegt sich der Klemmkolben 40 in den Zylinderraum
38 hinein. Dies führt zu einem Druckanstieg im Zylinderraum 38, was eine Abbremsung
der Last zur Folge hat, bis zum endgültigen Stillstand.
[0037] Um eine Überlastung der Rampe 2 zu vermeiden, wird der Druck im Zylinderraum 38 über
das Druckbegrenzungsventil 82 auf einen Maximaldruck begrenzt. Bei Überschreiten dieses
Druckes wird das Druckmittel im Zylinderraum 38 zum Tank hin entspannt.
[0038] Der Hydrospeicher 70 wird mit einem vergleichsweise großen Volumen ausgelegt, so
dass Druckspitzen während des Abbremsprozesses gedämpft werden können. Die Anlage
ist so ausgelegt, dass die Maximalbremskraft innerhalb von etwa 100 Millisekunden
aufgebracht werden kann. Für die Begrenzung der Bremskraft auf den Maximalwert ist
eine schnelle Reaktion des Druckbegrenzungsventiles 82 erforderlich. Um die Zeit zum
Aufbau der maximalen Bremswirkung realisieren zu können, ist es erforderlich, dass
das Druckbegrenzungsventil 82 etwa innerhalb von 25 Millisekunden die Verbindung zum
Tank T hin vollständig aufsteuert.
[0039] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Fangvorrichtung 20 mit
zwei Fangstangen 22, 24 und zwei Klemmzylindern 26, 28 ausgebildet. Selbstverständlich
kann bei geringeren Anforderungen auch eine einzige Fangvorrichtung ausreichen.
[0040] Anstelle der stehenden Anordnung der Fangstangen 22, 24 kann in kinematischer Umkehr
selbstverständlich auch eine hängende Anordnung gewählt werden.
[0041] Beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel sind Hydrozylinder 8, 10 zur Verschwenkung
der Plattform 2 eingesetzt. Anstelle dieser Hydrozylinder können auch andere Antriebe,
beispielsweise Seilwinden, Spindeln etc., verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Fähranleger
- 2
- Rampe
- 4
- Schwenkgelenk
- 6
- Kai
- 8
- Hydrozylinder
- 10
- Hydrozylinder
- 12
- Stützrahmen
- 14
- Kolbenstange
- 16
- Vorderkante
- 18
- Aufhängung
- 20
- Fangvorrichtung
- 22
- Fangstange
- 24
- Fangstange
- 26
- Klemmzylinder
- 28
- Klemmzylinder
- 30
- Verbindungsraum
- 32
- Zylindergehäuse
- 34
- Dichteinrichtung
- 36
- Dichteinrichtung
- 38
- Zylinderraum
- 40
- Klemmkolben
- 42
- Innenraum
- 44
- Klemmkörper
- 46
- Einrückfeder
- 48
- Reibfläche (innen)
- 50
- Reibfläche (außen)
- 52
- Zusatzgehäuse
- 53
- Stützlager
- 54
- Stellraum
- 56
- Stellkolben
- 58
- kleinerer Stirnflächenabschnitt
- 60
- Kanal
- 62
- Ringnut
- 64
- Verbindungskanal
- 66
- Schaltventil
- 68
- Druckkanal
- 70
- Hydrospeicher
- 72
- Leitung
- 74
- Radialanschluss
- 76
- Pumpe
- 78
- Druckleitung
- 80
- Rückschlagventil
- 82
- Druckbegrenzungsventil
- 84
- Wegmesssystem
- 86
- Steuerung
1. Hubeinrichtung, insbesondere Fähranleger, mit einer Plattform und einem Antrieb (8,
10) mittels welchem sie in eine vorbestimmte Hubposition bringbar ist, gekennzeichnet durch eine Fangvorrichtung (20), die parallel zur Hubrichtung und unabhängig vom Antrieb
(8, 10) wirkt, so dass die Plattform unabhängig vom Antrieb (8, 10) abstützbar ist.
2. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 1, wobei der Antrieb zumindest einen Hydrozylinder
(8, 10) oder eine Seilwinde hat.
3. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, wobei die Fangvorrichtung (20) eine Fangstange
(22, 24) hat, die über eine Klemmeinrichtung (26, 28) mit der Plattform (2) verbindbar
ist.
4. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 3, wobei die Klemmeinrichtung (20) einen von der
Fangstange (22, 24) durchsetzten Klemmzylinder (26, 28) hat, in dem Klemmkörper (44)
verschiebbar geführt sind, die in Klemmeingriff mit der Fangstange (22, 24) bringbar
sind und die hydraulisch in eine Freigabeposition vorgespannt sind.
5. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 4, wobei die Klemmkörper (44) in einem im Klemmzylinder
(26, 28) verschiebbaren Klemmkolben (40) aufgenommen sind, der mit dem Klemmzylinder
(26, 28) einen Zylinderraum (38) begrenzt, der an eine Druckmittelquelle (70, 76)
angeschlossen ist und der mit einem Vorspanndruck beaufschlagbar ist.
6. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 5, wobei der Zylinderraum (38) über ein Druckbegrenzungsventil
(82) mit einem Tank (T) verbindbar ist.
7. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 5, wobei die Klemmkörper (44) über zumindest einen
Stellkolben (56) in ihre Freigabeposition vorgespannt sind, wobei der Stellkolben
(56) im Klemmkolben (40) geführt ist und dessen Rückseite mit einem Stelldruck beaufschlagt
ist.
8. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 5, wobei das Druckbegrenzungsventil (82) auf einen
Druck eingestellt ist, der das 1,1 bis 1,3-fache des Vorspanndrucks ist.
9. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 7 oder 8, mit einem Schaltventil (66), über das
die Rückseite des Stellkolbens (54) mit dem Stelldruck oder dem Tankdruck beaufschlagbar
ist.
10. Hubeinrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, mit einem Wegmesssystem
(84), über das die Position und die Geschwindigkeit des Klemmzylinders (26, 28) mit
Bezug zur Fangstange (22, 24) erfassbar ist.
11. Hubeinrichtung nach Patentanspruch 9 und 10, wobei das Schaltventil (66) in Abhängigkeit
vom Signal des Wegmesssystems (84) ansteuerbar ist.
12. Hubeinrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Druckmittelquelle
eine Pumpe (76) ist, der ein Hydrospeicher (70) zugeordnet ist.
13. Hubeinrichtung nach einem der Patentansprüche 4 bis 12, wobei ein Druckmitteltank
(T) in den Klemmzylinder (26, 28) integriert oder an diesen angeflanscht ist.
1. A lifting apparatus, in particular a ferry landing stage, comprising a platform and
a drive mechanism (8, 10) whereby it may be taken into a predetermined lift position,
characterized by a safety stop (20) acting in parallel with the lifting direction and independently
of the drive mechanism (8, 10) such that the platform may be supported independently
of the drive mechanism (8, 10).
2. The lifting apparatus in accordance with claim 1, wherein the drive mechanism has
at least one hydraulic cylinder (8, 10) or one cable winch.
3. The lifting apparatus in accordance with claim 1 or 2, wherein the safety stop (20)
has a stop rod (22, 24) capable of being connected with the platform (2) through clamping
means (26, 28).
4. The lifting apparatus in accordance with claim 3, wherein the clamping means (20)
include a clamping cylinder (26, 28) through which the stop rod (22, 24) extends,
and wherein clamping members (44) are guided in a slidable manner, which clamping
members may be taken into clamping engagement with the stop rod (22, 24) and are hydraulically
biased into a release position.
5. The lifting apparatus in accordance with claim 4, wherein the clamping members (44)
are received in a clamping piston (40) which is slidably accommodated in the clamping
cylinder (26, 28), which clamping piston jointly with the clamping cylinder (26, 28)
defines a cylinder space (38) that is connected to a pressure medium source (70, 76)
and may be subjected to a biasing pressure.
6. The lifting apparatus in accordance with claim 5, wherein the cylinder space (38)
may be connected to a tank (T) via a pressure control valve (82).
7. The lifting apparatus in accordance with claim 5, wherein the clamping members (44)
are biased into their release positions through at least one actuating piston (56),
the actuating piston (56) being guided in the clamping piston (40), and the rear face
of the actuating piston being subjected to an actuation pressure.
8. The lifting apparatus in accordance with claim 5, wherein the pressure control valve
(82) is set to a pressure which is 1.1 to 1.3 times the biasing pressure.
9. The lifting apparatus in accordance with claim 7 or 8, including a switching valve
(66) whereby the actuation pressure or the tank pressure may be applied to the rear
face of the actuating piston (54).
10. The lifting apparatus in accordance with any one of the preceding claims, including
a path measuring system (84) whereby position and velocity of the clamping cylinder
(26, 28) relative to the stop rod (22, 24) may be detected.
11. The lifting apparatus in accordance with claim 9 and 10, wherein the switching valve
(66) may be driven in accordance with the signal of the path measuring system (84).
12. The lifting apparatus in accordance with any one of the preceding claims, wherein
the pressure medium source is a pump (76) to which a hydraulic reservoir (70) is associated.
13. The lifting apparatus in accordance with any one of claims 4 to 12, wherein a pressure
medium tank (T) is integrated into the clamping cylinder (26, 28) or flange-mounted
on the latter.
1. Système élévateur, en particulier passerelle d'embarquement, avec une plate-forme
et un entraînement (8, 10) au moyen duquel elle peut être amenée dans une position
de levage prédéfinie, caractérisé par un dispositif d'arrêt (20) qui agit parallèlement au sens de levage et indépendamment
de l'entraînement (8, 10) de telle sorte que la plate-forme peut être soutenue indépendamment
de l'entraînement (8, 10).
2. Système élévateur selon la revendication 1, sachant que l'entraînement a au moins
un cylindre hydraulique (8, 10) ou un treuil.
3. Système élévateur selon la revendication 1 ou 2, sachant que le dispositif d'arrêt
(20) a une tige d'arrêt (22, 24) qui peut être reliée à la plate-forme (2) par le
biais d'un dispositif de blocage (26, 28).
4. Système élévateur selon la revendication 3, sachant que le dispositif de blocage (20)
a un cylindre de blocage (26, 28) traversé par la tige d'arrêt (22, 24), dans lequel
des corps de blocage (44) sont guidés de manière déplaçable, lesquels peuvent être
mis en prise de blocage avec la tige d'arrêt (22, 24) et qui sont précontraints hydrauliquement
dans une position de libération.
5. Système élévateur selon la revendication 4, sachant que les corps de blocage (44)
sont reçus dans un piston de blocage (40) pouvant se déplacer dans le cylindre de
blocage (26, 28), lequel piston délimite avec le cylindre de blocage (26, 28) une
chambre de cylindre (38) qui est raccordée à une source d'agent sous pression (70,
76) et qui peut être soumise à l'action d'une pression de précontrainte.
6. Système élévateur selon la revendication 5, sachant que la chambre de cylindre (38)
peut être reliée à un réservoir (T) par le biais d'une soupape de limitation de pression
(82).
7. Système élévateur selon la revendication 5, sachant que les corps de blocage (44)
sont précontraints dans leur position de libération par le biais d'au moins un piston
de réglage (56), le piston de réglage (56) étant guidé dans le piston de blocage (40)
et sa face arrière étant soumise à l'action d'une pression de réglage.
8. Système élévateur selon la revendication 5, sachant que la soupape de limitation de
pression (82) est réglée à une pression qui est égale à 1,1 à 1,3 fois la pression
de précontrainte.
9. Système élévateur selon la revendication 7 ou 8, avec une valve de commande (66),
par le biais de laquelle la face arrière du piston de réglage (54) peut être soumise
à l'action de la pression de réglage ou de la pression du réservoir.
10. Système élévateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, avec un système
de mesure de déplacement (84), par le biais duquel il est possible de saisir la position
et la vitesse du cylindre de blocage (26, 28) par rapport à la tige d'arrêt (22, 24).
11. Système élévateur selon les revendications 9 et 10, sachant que la valve de commande
(66) peut être commandée en fonction du signal du système de mesure de déplacement
(84).
12. Système élévateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant que
la source d'agent sous pression est une pompe (76) à laquelle est affecté un accumulateur
hydraulique (70).
13. Système élévateur selon l'une quelconque des revendications 4 à 12, sachant qu'un
réservoir d'agent sous pression (T) est intégré au cylindre de blocage (26, 28) ou
bridé sur celui-ci.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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