[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Presse oder Stanze mit einem Pressengestell,
das zumindest zwei voneinander beabstandete Pressengestellabschnitte aufweist, zwischen
denen ein Pressenstößel zum Durchführen eines Pressvorganges beweglich angeordnet
ist, wobei der Pressenstößel mindestens zwei Pressbereiche aufweist, und mit einer
Vorrichtung zum Transfer von Werkstücken zwischen den Pressbereichen und die Vorrichtung
eine vorzugsweise als Greifeinrichtung ausgebildete Halteeinrichtung für die Werkstücke
und wenigstens eine Antriebseinrichtung zum Bewegen der Halteeinrichtung aufweist,
wobei die Antriebseinrichtung mindestens einen magnetischen Linearantrieb aufweist.
[0002] Eine derartige Presse ist zum Beispiel aus der DE 195 06 079 A1 bekannt. Diese Druckschrift
beschreibt eine Vorrichtung zum Transfer von Werkstücken durch eine Folge von Bearbeitungsstationen
einer Presse, wobei die Vorrichtung eine Halteeinrichtung zum Greifen der Werkstücke
aufweist. Die Halteeinrichtung kann mittels eines magnetischen Linearmotorenprinzips
bewegt werden. Weiterhin weist die in dieser Druckschrift beschriebene Presse ein
Pressengestell mit zwei voneinander beabstandeten Säulen auf, zwischen denen ein Pressenstößel,
der mehrere Pressbereiche aufweist, zum Durchführen eines Pressvorganges beweglich
angeordnet ist.
[0003] Bei einer derartigen Presse kann jedoch der Raum zwischen den Säulen nicht vollständig
für die Pressbereiche genutzt werden, so dass der für die Pressbereiche zur Verfügung
stehende Raum eingeschränkt ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Presse oder Stanze der eingangs genannten Art
zu verbessem, insbesondere eine bessere Ausnutzung des Raumes zwischen den Säulen
der Presse zu ermöglichen, so dass größere Pressbereiche bei unveränderten Abmessungen
der Presse zur Verfügung stehen oder die Presse kompakter gestaltet werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Presse oder Stanze mit einem Pressengestell
der eingangs genannten Art, bei der zumindest eine der Antriebseinrichtungen wenigstens
abschnittsweise auf der dem Pressenstößel abgewandten Seite eines der Pressengestellabschnitte
angeordnet ist.
[0006] Diese Lösung hat den Vorteil, dass ein größerer Raum für die Pressbereiche vorhanden
ist und die Presse kompakter gestaltet werden kann.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform können mehrere Antriebseinrichtungen vorgesehen
sein. Auf diese Weise kann die Beweglichkeit der Halteeinrichtung im Werkzeugeinbauraum
erhöht werden.
[0008] Vorteilhaft kann es zudem sein, wenn die Antriebseinrichtungen an den beiden Pressengestellabschnitten
angebracht sind, da dadurch eine noch bessere Raumausnutzung und somit eine noch kompaktere
Bauweise der Presse ermöglicht wird.
[0009] Wenn die magnetischen Linearantriebe der Antriebseinrichtungen jeweils ein Primärteil
mit einem Motorschlitten und eine Führungseinrichtung für das Primärteil aufweisen,
können die Betriebseinrichtungen noch kompakter gestaltet werden.
[0010] Von Vorteil kann es sein, wenn die Führungseinrichtung als Führungsschiene ausgebildet
ist. Mit einer derartigen Anordnung ist eine noch kompaktere Bauweise der Presse möglich.
[0011] Ebenfalls kann es von Vorteil sein, wenn die Führungseinrichtung ein Sekundärteil
des Linearantriebs aufweist, da dadurch die Presse noch kompakter gestaltet werden
kann.
[0012] Wenn mit wenigstens einer der Antriebseinrichtungen die Halteeinrichtung in Hubrichtung
des Pressenstößels bewegbar ist, ist ein leichterer Weitertransport von Werkstücken
innerhalb der Presse möglich.
[0013] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn mit wenigstens einer der Antriebseinrichtungen
die Halteeinrichtung quer zur Hubrichtung des Pressenstößels bewegbar ist. Auf diese
Weise kann der Transfer von Werkstücken noch weiter verbessert werden.
[0014] Zudem kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn mit wenigstens einer der Antriebseinrichtungen
die Halteeinrichtung quer zu einer die Pressengestellabschnitte verbindenden gedachten
Linie bewegbar ist. Dadurch kann ein noch leichterer Transport des Werkstücks gewährleistet
werden.
[0015] Von Vorteil kann es sein, wenn sich die Führungseinrichtungen entlang der jeweils
zugeordneten Bewegungsrichtung der Halteeinrichtung erstrecken. Dann kann die Presse
noch kompakter gestaltet werden.
[0016] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung können die Motorschlitten
des einen Linearantriebs mit den Führungsschlitten des anderen Linearantriebs verbunden
sein, wodurch keine Zwischengetriebe mehr benötigt werden und eine noch kompaktere
Bauweise möglich ist.
[0017] Auch kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Führungseinrichtung des Linearantriebs,
mit der die Halteeinrichtung in Hubrichtung bewegbar ist, am Pressengestell angebracht
ist. Dadurch kann die Bauweise noch kompakter gestaltet werden.
[0018] Weiterhin kann es von Vorteil sein wenn die Presse oder Stanze eine in Hubrichtung
des Pressenstößels wirkende Stützeinrichtung aufweist, die den zugeordneten Linearantrieb
unterstützt. Dadurch können mit dem Linearantrieb große Kräfte in beiden Bewegungsrichtungen
bewältigt werden.
[0019] Von Vorteil kann es sein, wenn die Stützeinrichtung pneumatisch betrieben wird. Auf
diese Weise ist es möglich, kostengünstig vergleichsweise große Kräfte mit einem vergleichsweise
kleinen Linearantrieb zu bewältigen.
[0020] Ebenfalls kann es von Vorteil sein, wenn die Stützeinrichtung mindestens einen Balgzylinder
aufweist. Auf diese Weise ist es ebenfalls möglich, die Presse noch kompakter zu gestalten.
[0021] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die Antriebseinrichtungen bezüglich der
Achse quer zur gedachten Verbindungslinie zwischen den Pressengestellabschnitten und
der Achse in Hubrichtung des Pressenstößels identisch aufgebaut sind, da dadurch die
Herstellungskosten noch weiter gesenkt werden können.
[0022] Es kann sich auch als günstig erweisen, wenn die Antriebseinrichtungen oberhalb eines
Bandeinlaufes angeordnet sind. Somit ist es möglich, die Bauweise der Presse noch
kompakter zu gestalten.
[0023] Außerdem kann es von Vorteil sein, wenn die Antriebseinrichtungen quer zur Verbindungslinie
zwischen den Pressengestellabschnitten und / oder die Antriebseinrichtungen in Hubrichtung
des Pressenstößel oberhalb der Ebene der Halteeinrichtung angeordnet sind. Auf diese
Weise kann der Raum unterhalb der Halteeinrichtungen flexibel genutzt werden (z.B.
Teile-Abtransport usw.).
[0024] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung können die Antriebseinrichtungen
in Richtung der Verbindungslinie zwischen den Pressengestellabschnitten in der Ebene
der Halteeinrichtung angeordnet sein.
[0025] Somit ist es möglich, Spiele und Verformungen (Biegungen, Kippungen) auszuschließen
und die angetriebenen Achsen in höchster Dynamik zu betreiben.
[0026] Wenn der Motorschlitten eine Bremseinrichtung aufweist, kann der Motorschlitten auch
im stromlosen Zustand in seiner Position gehalten werden.
[0027] Günstig ist es auch, wenn die Bremseinrichtung eine Klemmeinrichtung aufweist, da
dadurch bei einer Notabschaltung zum schnellen Stillsetzen der Motorschlitten beigetragen
werden kann.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform können an den Schlitten in Hubrichtung des Pressenstößels
sich quer zur Hubrichtung erstreckende Querträger angeordnet sein, wodurch ein großer
Abstand zwischen den Halteeinrichtungen (für große Werkstücke) möglich ist.
[0029] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die Führungseinrichtungen mit dem zugeordneten
Motorschlitten als Gleitführungen ausgebildet sind. Auf diese Weise ist eine noch
höhere Führungssteifigkeit für die Motorschlitten möglich.
[0030] Zudem kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Führungseinrichtungen mit den
zugeordneten Motorschlitten als Wälzführungen ausgebildet sind. Dadurch kann die Führungssteifigkeit
für die Motorschlitten noch weiter erhöht werden.
[0031] Von Vorteil kann es sein, wenn die Halteeinrichtung durch zwei voneinander beabstandbare
und aufeinander zubewegbare Führungsschienen gebildet wird. Damit kann auf einfache
Weise eine Greifeinrichtung gebildet werden.
[0032] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung kann die Halteeinrichtung
durch die sich in einer Richtung quer zur Hubrichtung des Pressenstößels und den zwischen
den beiden Pressengestellabschnitten erstreckenden Führungsschienen gebildet werden.
Auf diese Weise ist eine noch kompaktere Bauweise der Presse möglich.
[0033] Auch kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Greifeinrichtung durch die als
Greifschienen ausgebildeten Führungseinrichtungen der sich in einer Richtung quer
zur Hubachse zwischen den beiden Pressengestellabschnitten erstreckenden Linearantriebe
gebildet wird. Dadurch kann die Presse noch kompakter gestaltet werden.
[0034] Vorteilhaft kann es zudem sein, wenn die Halteeinrichtung in einer angehobenen Stellung
des Pressenstößels zwischen dem Pressenstößel und einer Tischplatte angeordnet ist,
da dadurch eine noch kompaktere Bauweise möglich ist.
[0035] Außerdem kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Halteeinrichtung mehrere
Greifabschnitte aufweist, die aufeinander zubewegbar sind. Dadurch können die Werkstücke
an mehreren Positionen gehaltenwerden.
[0036] Von Vorteil kann es sein, wenn die Pressengestellabschnitte Öffnungen aufweisen und
die Antriebseinrichtung der Halteeinrichtung durch die Öffnungen in den Pressengestellabschnitten
hindurchragt. Somit kann die Bauweise noch kompakter gestaltet werden.
[0037] Ebenfalls kann es von Vorteil sein, wenn der Motorschlitten über eine Koppeleinrichtung
mit der Führungsschiene verbunden ist. Auf diese Weise ist ein verbesserter Schutz
der Halteeinrichtung vor Beschädigungen möglich.
[0038] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn ein Führungsschlitten fest mit der Führungsschiene
verbunden ist, da dadurch die Steifigkeit weiter erhöht wird. Der Führungsschlitten
kann dann als Adapter für die Führungsschiene dienen, um ein Anpassen an die jeweilige
Einbausituation zu ermöglichen.
[0039] Es kann sich auch als günstig erweisen, wenn die Koppeleinrichtung ein kugelförmiges
Element aufweist und das kugelförmige Element beweglich in einer Aufnahmeeinrichtung
des Motorschlittens oder des Führungsschlittens aufgenommen ist und unter Vorspannung
gegen die Aufnahmeeinrichtung des jeweils zugeordneten Motorschlittens oder Führungsschlittens
angeordnet ist.
[0040] Dadurch kann die Koppeleinrichtung als Überlastsicherung ausgebildet sein, die bei
zu hohen Kräften beim Greifen der Werkstücke den Führungsschlitten vom Motorschlitten
trennt und damit die Halteeinrichtung noch besser vor Beschädigung schützt.
[0041] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles und zugehöriger
Zeichnungen näher erläutert.
[0042] Diese Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht der Presse,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung der rechten Pressenseite von Figur 1,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung der linken Pressenseite von Figur 1,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Presse von Figur 1 und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Führungsschienen und Motorschlitten mit den zugehörigen
Achsen der Presse aus Figur 1.
[0043] Figur 1 zeigt eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Presse 1. Am unteren Bildrand
sind die Achsrichtungen beschrieben. Die Achse in Hubrichtung eines Pressenstößels
5 wird nachfolgend als Z-Achse bezeichnet. Die Achse quer zur Hubrichtung des Pressenstößels
5 und quer zur gedachten Verbindungslänge zwischen den Pressengestellabschnitten 3,
4 wird nachfolgend als Y-Achse bezeichnet. Die Achse parallel zur gedachten Verbindungslinie
zwischen den Pressengestellabschnitten 3, 4 wird nachfolgend als X-Achse bezeichnet.
[0044] Die Presse 1 weist ein Pressengestell 2 mit einem rechten und einem linken Pressengestellabschnitt
3, 4 auf. Zwischen den beiden Pressengestellabschnitten 3, 4 befindet sich der Pressenstößel
5 mit einem Pressbereich 6. Üblicherweise weist eine erfindungsgemäße Presse 1 mehrere
Pressbereiche 6 auf. Weiterhin weist die Presse 1 eine Tischplatte 32 auf.
[0045] Am rechten Pressengestellabschnitt 3 befindet sich eine Antriebseinrichtung 7, die
einen Z-Motorschlitten 13, einen Z-Linearmotor, bestehend aus Primärteil 15 und Sekundärteil
16 und einen nicht dargestellten Linearantrieb in X-Richtung aufweist. Außerdem sind
Führungseinrichtungen 9 und 10 am Pressengestellabschnitt 3 angebracht. Weiterhin
ist ein Querträger 19 dargestellt. Der rechte Pressengestellabschnitt 3 mit seinen
Anbauteilen wird in Figur 2 näher erläutert.
[0046] Der linke Pressengestellabschnitt 4, der in Figur 3 näher erläutert wird, ist nahezu
spiegelbildlich zum rechten Pressengestellabschnitt 3 aufgebaut. Der linke Pressengestellabschnitt
4 weist eine Antriebseinheit 8, Führungseinrichtungen 11, 12, einen Motorschlitten
in Z-Richtung 14, einen Z-Linearmotor, bestehend aus Primärteil 17 und Sekundärteil
18 auf. Weiterhin ist ein Querträger 20 dargestellt. Allerdings weist die linke Antriebseinheit
8 im Gegensatz zur rechten Antriebseinheit 7 keinen Linearantrieb in X-Richtung auf.
Alternativ können in die Antriebseinheit 8 ebenfalls Linearantriebe eingebaut werden.
Eine Greiferschiene wird dann von 2x-Linearantrieben bewegt. Damit wäre dann die doppelte
Antriebskraft und eine höhere Dynamik verfügbar.
[0047] An den beiden Pressengestellabschnitten 3, 4 sind Öffnungen 21, 22 angebracht, die
sich oberhalb der Tischplatte 32 befinden. Die Öffnung 21 bildet gleichzeitig einen
Bandeinlauf 31.
[0048] Darüber hinaus sind Greiferschienen 29, 30 dargestellt, die von Antriebsschienen
23, 24, Mittelschienen 25, 26 und Führungsschienen 27, 28 gebildet werden. Die Antriebsschienen
23, 24 ragen durch die rechte Öffnung 21 und die Führungsschienen 27 und 28 durch
die linke Öffnung 22. Die Greiferschienen 29, 30 sind zwischen Pressenstößel 5 und
Tischplatte 32 angeordnet und erstrecken sich in X-Richtung. Wie aus Figur 1 gut ersichtlich
ist, befinden sich die Antriebseinrichtung 7, 8 und die dazugehörigen Teile auf einer
vom Pressenstößel 5 abgewandten Seite 33. Eine Vorrichtung zum Transfer von Werkstücken
weist Antriebseinrichtungen 7 und 8 und eine Halteeinrichtung auf, die die Greiferschienen
29, 30 aufweist.
[0049] Figur 2 ist eine vergrößerte Darstellung der rechten Pressenseite aus Figur 1. Neben
dem bereits aus Figur 1 bekannten und oben erläuterten Bauteilen ist in dieser Figur
ein Y-Motorschlitten 34 mit einem Primärteil 35 und einem Sekundärteil 36 dargestellt,
der auf der dem Pressenstößel 5 zugewandten Seite des Z-Motorschlittens 13 angebracht.
ist. Außerdem ist ein zweiter Y-Motorschlitten 37 mit einem Primärteil 38 und einem
Sekundärteil 39 auf der vom Pressenstößel 5 abgewandten Seite des Z-Motorschlittens
13 angeordnet. Der Z-Motorschlitten 13 trägt an seinem unteren Ende den in Figur 1
bereits gezeigten sich quer zur Hubrichtung des Pressenstößels 5 erstreckenden Querträger
19, der die Basis für die Y-Motorschlitten 34, 37 bildet. Am Querträger 19 ist an
der dem Pressenstößel 5 zugewandten Seite der Y-Motorschlitten 34, an der dem Pressenstößel
5 abgewandten Seite der Y-Motorschlitten 37 und an der der Tischplatte 32 zugewandten
Seite die Führungsschlitten 40, 41 geführt, wobei die Führungsschlitten 40, 41 fest
mit den Antriebsschienen 23, 24 verbunden sind. Die Antriebsschienen 23, 24 bewegen
sich in den Führungsschlitten 40, 41 in X-Richtung.
[0050] Außerdem ist in dieser Figur eine Koppeleinrichtung 42 dargestellt, die den Y-Motorschlitten
34 mit dem Führungsschlitten 40, 41 koppelt. Die Koppeleinrichtung 42 besteht aus
einer Aufnahmeeinrichtung 43 im Y-Motorschlitten 34, einer Aufnahmeeinrichtung 44
im Führungsschlitten 40, 41 und einer Kugel 45.
[0051] Die Kugel 45 ist beweglich in die Aufnahmeeinrichtung 44 im Führungsschlitten 40,
41 aufgenommen. Denkbar ist auch, dass die Kugel 45 beweglich in die Aufnahmeeinrichtung
43 im Y-Motorschlitten 34 aufgenommen ist. Dabei ist die Kugel 45 unter Vorspannung
z. B. durch eine nicht dargestellte Feder, des jeweils zugeordneten Y-Motorschlittens
34 oder des Führungsschlittens 40, 41 angeordnet.
[0052] Figur 3 zeigt eine vergrößerte Darstellung der linken Pressenseite aus Figur 1. Neben
den in Figur 1 bereits gezeigten Bauteilen, weist diese Seite analog zu der in Figur
2 erläuterten rechten Seite, einen Y-Motorschlitten 46 mit einem Primärteil 47 und
einem Sekundärteil 48 auf der dem Pressenstößel 5 zugewandten Seite des Motorschlittens
4, einen zweiten Motorschlitten 49 mit einem Primärteil 50 und einem Sekundärteil
51 auf der dem Pressenstößel 5 abgewandten Seite des Z-Motorschlittens 14 und Führungsschlitten
52, 53 auf. Analog zur Abbildung 3 ist auch hier die Koppeleinrichtung 42, bestehend
aus der Aufnahme 43 im Y-Motorschlitten 46, der Aufnahme 44 im Führungsschlitten 52,
53 und der Kugel 45 gebildet.
[0053] Figur 4 zeigt eine Seitenansicht der Presse 1 aus Figur 1. Gut zu erkennen ist in
dieser Figur eine Stützeinrichtung 58, die durch einen pneumatischen Gewichtsausgleich
gebildet wird, im oberen Bereich der Presse 1. Der pneumatische Gewichtsausgleich
weist vier Balgzylinder 59 auf, von denen aufgrund der Perspektive jedoch nur zwei
sichtbar sind.
[0054] Weiterhin sind Führungen 54, 55, 60, 61 für die Querträger 19, 20 dargestellt. Darüber
hinaus sind ein Primärteil 56 und Sekundärteil 57 für einen X-Linearantrieb und ein
Primärteil 62 und Sekundärteil 63 für einen weiteren X-Linearantrieb gut zu erkennen.
[0055] Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung der Presse aus Figur 1. Dabei sind die
Greiferschienen 29 und 30, die sich in X1-Richtung, X2-Richtung, Y1- und Y2-Richtung
bzw. in Y3-und Y4-Richtung und in Z1- und Z2-Richtung bewegen, gut zu erkennen. Die
Greiferschienen 29, 30 können zum Halten von Werkstücken z. B. Greifer oder Sauger
aufweisen.
[0056] Weiterhin sind in dieser Figur die weiteren Bewegungsrichtungen in X- und in Z-Richtung
dargestellt.
[0057] Im Nachfolgenden wird die Wirkungs- und Funktionsweise näher erläutert.
[0058] Im Pressengestell 2 bewegt sich der Pressenstößel 5 zwischen den Pressengestellabschnitten
3, 4. Zwischen dem Pressenstößel 5 und der Tischplatte 32 befinden sich die Greiferschienen
29 und 30. Die Greiferschienen 29, 30 können nicht dargestellte Halter z. B. Greifer
oder Sauger zum Halten von nicht dargestellten Werkstücken aufweisen. Die Greiferschienen
29, 30 werden durch die Antriebseinheiten 7, 8, die oberhalb der Greiferschienen 29,
30 angeordnet sind, in X-, Y- und Z-Richtung bewegt. In der Antriebseinheit 7 befinden
sich zusätzlich die X-Linearantriebe mit den Primärteilen 56, 62 und den Sekundärteilen
57, 63. In der Antriebseinheit 8 sind keine X-Linearantriebe angebracht. An den Pressengestellabschnitten
3, 4 sind Führungseinrichtungen 9, 10, 11, 12 angebracht. In den Führungseinrichtungen
9, 10 wird der Z-Motorschlitten 13 und in den Führungseinrichtungen 11, 12 der Z-Motorschlitten
14 geführt. An den Motorschlitten 13, 14 sind die Primärteile 15, 17 befestigt. Die
zugehörigen Sekundärteile 16, 18 sind an den Pressengestellabschnitten 3, 4 befestigt.
Die Querträger 19, 20 an den Motorschlitten 13, 14 werden zusätzlich durch die Führungseinrichtungen
54, 60, 55, 61 geführt.
[0059] Jeder Y-Motorschlitten 34, 37, 46, 49 ist mit dem zugehörigen Führungsschlitten 40,
41, 52, 53 durch eine Koppeleinrichtung 42 verbunden. Treten beim Greifen der Werkstücke
zu hohe Kräfte auf, rutscht die Kugel 45, die unter Vorspannung z. B. durch eine nicht
dargestellte Feder angeordnet ist, aus den Aufnahmeeinrichtungen 43, 44, wodurch die
Führungsschlitten 40, 41, 52, 53 von den Motorschlitten 34, 37, 46, 49 getrennt werden.
Die Koppeleinrichtung 42 ist also als Überlastsicherung ausgebildet, die bei zu hohen
Kräften beim Greifen der Werkstücke die Führungsschlitten 40, 41, 52, 53 von den Motorschlitten
34, 37, 46, 49 trennt. Auf diese Weise kann eine Beschädigung der Presse 1 wirkungsvoll
verhindert werden.
[0060] Die Primärteile 38, 35, 50, 47 sind an den Motorschlitten 34, 37, 46, 49 angebracht.
Die Sekundärteile 39, 36, 48, 51 sind an den Querträgern 19, 20 befestigt.
[0061] Die Führungsschlitten 40, 41, 52, 53 bilden die Basis für die X-Achse. In den Führungsschlitten
40, 41 sind die Antriebsschienen 23, 24 und in den Führungsschlitten 52, 53 sind die
Führungsschienen 27, 28 geführt. Die Führungsschlitten 40, 41 tragen die Primärteile
56, 62 der X-Linearantriebe. Die Sekundärteile 57, 63 der X-Linearantriebe sind an
den Antriebsschienen 23, 24 befestigt.
[0062] Die Greiferschienen 29, 30 werden mit den Antriebsschienen 23, 24 und den Führungsschienen
27, 28 starr gekoppelt.
[0063] Die beiden Antriebseinheiten 7, 8 sind mit dem pneumatischen Gewichtsausgleich 58,
der aus vier Balgzylindem 59 besteht, ausgerüstet. Weiterhin befinden sich an allen
Motorschlitten eine nicht dargestellte Bremseinrichtung, die üblicherweise Klemmelemente
aufweist, die die Schlitten im stromlosen Zustand in ihren Positionen halten.
[0064] Die Bremseinrichtungen klemmen mechanisch über Federkraft und werden über Hilfsenergie
(Hydraulik, Pneumatik) gelöst. Bei einer Notabschaltung tragen die Bremseinrichtungen
zum schnellen Stillsetzen der Motorschlitten bei.
[0065] Zum Durchführen eines Pressvorganges werden zunächst nicht dargestellte Werkstücke,
die sich auf einem Band befinden, in den Bandeinlauf 31 eingebracht und auf der Tischplatte
32 in z. B. nicht dargestellte Halterungen eingelegt. Der Pressenstößel 5 befindet
sich zu diesem Zeitpunkt in einer angehobenen Stellung. Jetzt fährt der Pressenstößel
5 nach unten und formt die Werkstücke um. Denkbar ist auch ein Stanzen oder eine Kombination
aus Stanzen und Pressen. Danach kehrt der Pressenstößel wieder in die angehobene Stellung
zurück. Mittels der Z-Linearantriebe werden die Greiferschienen 29, 30 in Z-Richtung
bis zur Tischplatte 32 abgesenkt. Die Greiferschienen 29, 30 werden mittels der Y-Linearantriebe
aufeinander zubewegt, bis sie die Werkstücke mittels Greifer oder auch Saugern greifen.
Anschließend werden die Greiferschienen 29, 30 in Z-Richtung hochgehoben und mittels
der X-Linearantriebe in X-Richtung bis zum nächsten Pressbereich verschoben. Dort
werden die Greiferschienen 29, 30 wieder bis zur Tischplatte 32 abgesenkt und auseinander
bewegt, so dass die Werkstücke auf dem Werkzeugunterteil aufliegen. Anschließend fährt
der Pressenstößel 5 wieder nach unten und presst die Werkstücke. Danach fährt der
Pressenstößel wieder nach oben und die Werkstücke werden gemäß obiger Beschreibung
zum nächsten Pressbereich weiterbefördert bzw. aus der Presse 1 z. B. mittels einer
nicht dargestellten Transporteinrichtung entfernt.
[0066] Bei der vorgestellten Presse 1 oder Stanze bilden die Z-Achsen die Basis für die
Vorrichtung zum Transfer von Werkstücken zwischen den Pressbereichen 6. Dabei sind
die Y-Achsen als mitfahrende Achsen auf den Z-Achsen und die X-Achsen als mitfahrende
Achsen auf den Y-Achsen ausgebildet. Denkbar ist auch, dass die Y-Linearantriebe sekundär
an den Pressengestellabschnitten 3, 4 angeordnet werden. In diesem Fall müsste in
der Koppeleinrichtung 42 zwischen den Y-Motorschlitten 34, 37, 46, 49 und den Y-Führungsschlitten
40, 41, 52, 53 der Z-Hub ausgeglichen werden. Bei der vorgestellten Presse oder Stanze
befinden sich die Z- und Y-Linearantriebe oberhalb der Greiferschienenebene und können
in die Pressengestellabschnitte 3, 4 integriert werden. Auf diese Weise kann der Raum
zwischen den Pressengestellabschnitten 3, 4 besser genutzt werden und es steht mehr
Raum für die Pressbereiche zur Verfügung. Weiterhin kann die Presse 1 kompakter gestaltet
werden.
[0067] Dadurch, dass sich die X-Linearantriebe in der Greiferschieneebene befinden, können
die Kräfte von den X-Linearantrieben direkt auf die Greiferschienen 29, 30 übertragen
werden.
[0068] Hierdurch werden Spiele und Verformungen (Biegungen, Kippungen) ausgeschlossen. Dadurch
kann die X-Achse, die den größten Fahrweg gegenüber den anderen Achsen aufweist, mit
höchster Dynamik betrieben werden.
[0069] Da alle Antriebe ohne Zwischengetriebe direkt auf die Schlitten wirken, sind alle
Achsen hochdynamisch, d. h., es sind hohe Beschleunigungen und Geschwindigkeiten möglich.
[0070] Die Integration der Antriebe in die Pressengestellabschnitte 3, 4 ermöglicht eine
kurze Greiferschienenlänge.
[0071] Wegen der einfacheren Darstellung wurden alle Führungen als Gleitführungen dargestellt.
In der Praxis werden vorgespannte Wälzführungen eingesetzt, wodurch für alle Schlitten
geringe Reibung und hohe Führungssteifigkeit erzielt wird. Die X-Führung stellt eine
starre Einspannstelle bezogen auf die Y-Achse und die Z-Achse als Ankoppelbedingung
für die Greiferschiene dar. Eine kurze Greiferschiene und eine starre Führung bilden
die Grundlage für eine hochdynamische X-Achse, wodurch hohe Taktraten erreicht werden
können.
1. Presse oder Stanze mit einem Pressengestell (2), das zumindest zwei voneinander beabstandete
Pressengestellabschnitte (3, 4) aufweist, zwischen denen ein Pressenstößel (5) zum
Durchführen eines Pressvorganges beweglich angeordnet ist, wobei der Pressenstößel
(5) mindestens zwei Pressbereiche (6) aufweist, und mit einer Vorrichtung zum Transfer
von Werkstücken zwischen den Pressbereichen (6) und die Vorrichtung eine vorzugsweise
als Greifeinrichtung ausgebildete Halteeinrichtung (29, 30) für die Werkstücke und
wenigstens eine Antriebseinrichtung (7, 8) zum Bewegen der Halteeinrichtung (29, 30)
aufweist, wobei die Antriebseinrichtung (7, 8) mindestens einen magnetischen Linearantrieb
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Antriebseinrichtungen (7, 8) wenigstens abschnittsweise auf der
dem Pressenstößel abgewandten Seite (33) eines der Pressengestellabschnitte (3, 4)
angeordnet ist.
2. Presse oder Stanze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Antriebseinrichtungen (7, 8) vorgesehen sind.
3. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtungen (7, 8) an den beiden Pressengestellabschnitten (3, 4) angebracht
sind.
4. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Linearantriebe der Antriebseinrichtungen (7, 8) jeweils ein Primärteil
(15, 35, 38, 47, 50, 56, 62) mit einem Motorschlitten (13, 14, 34, 37, 46, 49) und
eine Führungseinrichtung (9, 10, 11, 12, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 40, 41, 52, 53, 54,
55, 60, 61) für das Primärteil aufweisen.
5. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (9, 10, 11, 12, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 40, 41, 52, 53, 54,
55, 60, 61) als Führungsschiene ausgebildet ist.
6. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung ein Sekundärteil (16, 18, 36, 39, 48, 51, 57, 63) des Linearantriebs
aufweist.
7. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit wenigstens einer der Antriebseinrichtungen (7, 8) die Halteeinrichtung (29, 30)
in Hubrichtung des Pressenstößels (5) bewegbar ist.
8. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit wenigstens einer der Antriebseinrichtungen (7, 8) die Halteeinrichtung (29, 30)
quer zur Hubrichtung des Pressenstößels (5) bewegbar ist.
9. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit wenigstens einer der Antriebseinrichtungen (7, 8) die Halteeinrichtung (29, 30)
quer zu einer die Pressengestellabschnitte (3, 4) verbindenden gedachten Linie bewegbar
ist.
10. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Führungseinrichtungen (9, 10, 11, 12, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 40, 41, 52,
53, 54, 55, 60, 61) entlang der jeweils zugeordneten Bewegungsrichtung der Halteeinrichtung
(29, 30) erstrecken.
11. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorschlitten des einen Linearantriebs mit den Führungsschlitten des anderen
Linearantriebs verbunden sind.
12. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (9, 10, 11, 12) des Linearantriebs, mit der die Halteeinrichtung
(29, 30) in Hubrichtung bewegbar ist, am Pressengestell (2) angebracht ist.
13. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse oder Stanze eine in Hubrichtung des Pressenstößels wirkende Stützeinrichtung
(58) aufweist, die den zugeordneten Linearantrieb unterstützt.
14. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung pneumatisch betrieben wird.
15. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung (58) mindestens einen Balgzylinder (59) aufweist.
16. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtungen (7, 8) bezüglich der Achse quer zur gedachten Verbindungslinie
zwischen den Pressengestellabschnitten (3, 4) und der Achse in Hubrichtung des Pressenstößels
(5) identisch aufgebaut sind.
17. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtungen (7, 8) oberhalb der Ebene der Halteeinrichtungen angeordnet
sind.
18. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtungen (7, 8) quer zur Verbindungslinie zwischen den Pressengestellabschnitten
(3, 4) und/oder die Antriebseinrichtungen (7, 8) in Hubrichtung des Pressenstößels
(5) oberhalb der Ebene der Halteeinrichtung (29, 30) angeordnet sind.
19. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtungen (7, 8) in Richtung der Verbindungslinie zwischen den Pressengestellabschnitten
(3, 4) in der Ebene der Halteeinrichtung (29, 30) angeordnet sind.
20. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motorschlitten (13, 14, 34, 37, 46, 49) eine Bremseinrichtung aufweist.
21. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung eine Klemmeinrichtung aufweist.
22. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Schlitten (13, 14) in Hubrichtung des Pressenstößels (5) quer zur Hubeinrichtung
erstreckende Querträger (19, 20) angeordnet sind.
23. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtungen mit den zugeordneten Motorschlitten als Gleitführungen
ausgebildet sind.
24. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtungen mit den zugeordneten Motorschlitten als Wälzführungen ausgebildet
sind.
25. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (29, 30) durch zwei voneinander beabstandbare und aufeinander
zu bewegbare Führungsschienen gebildet wird.
26. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung durch die sich in einer Richtung quer zur Hubrichtung des Pressenstößels
und zwischen den beiden Pressengestellabschnitten (3, 4) erstreckenden Führungsschienen
gebildet wird.
27. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifereinrichtung (29, 39) durch die als Greiferschienen ausgebildete Führungseinrichtungen
der sich in einer Richtung quer zur Hubachse zwischen den beiden Pressengestellabschnitten
(3, 4) erstreckenden Linearantriebe gebildet wird.
28. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung in einer angehobenen Stellung des Pressenstößels zwischen dem
Pressenstößel (5) und einer Tischplatte (32) angeordnet ist.
29. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (29, 30) mehrere Greifabschnitte aufweist, die aufeinander zu
bewegbar sind.
30. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressengestellabschnitte (3, 4) Öffnungen (21, 22) aufweisen und die Antriebseinrichtung
der Halteeinrichtung durch die Öffnungen (21, 22) in den Pressengestellabschnitten
(3, 4) hindurchragt.
31. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motorschlitten (37, 49) über eine Koppeleinrichtung (42) mit der Führungsschiene
verbunden ist.
32. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Führungsschlitten (40, 41, 52, 53) fest mit der Führungsschiene verbunden ist.
33. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung ein kugelförmiges Element (45) aufweist und das kugelförmige
Element (45) beweglich in einer Aufnahmeeinrichtung (43, 44) des Motorschlittens (34,
37, 46, 49) oder des Führungsschlittens (40, 41, 52, 53) aufgenommen ist und unter
Vorspannung gegen die Aufnahmeeinrichtung (43, 44) des jeweils zugeordneten Motorschlittens
oder Führungsschlittens angeordnet ist.
34. Presse oder Stanze nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung (42) als Überlastsicherung ausgebildet ist, die bei zu hohen
Kräften beim Greifen der Werkstücke den Führungsschlitten (40, 41, 52, 53) vom Motorschlitten
(34, 37, 46, 49) trennt.