[0001] Vorrichtung zum Schneiden von Lebensmitteln, insbesondere Obst, Gemüse oder dergleichen,
enthaltend einen Hauptkörper, bei dem zwischen zwei Längsrändern ein Messer angeordnet
ist, mit Einsätzen zum Verändern der Schnittdicke, die derart zwischen den Seitenrändern
einsetzbar sind, dass ihre Oberfläche im wesentlichen parallel zur Ebene des Messers
liegt, wobei der Abstand zwischen der Oberfläche und der Messerebene die Schnittdicke
bestimmt, und mit einem Behälter zum Aufnehmen der nicht benutzten Einsätze.
[0002] Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus den Dokumenten EP 412 488 A2 und EP
412 489 A2, sind hobelartige Schneidvorrichtungen bekannt. Damit das Schneidgut leicht
in dünne Scheiben geschnitten werden kann, haben solche Vorrichtungen sehr scharfe
Messer. Dies wiederum stellt natürlich für den Benutzer eine Verletzungsgefahr dar.
Um der Verletzungsgefahr während des Schneidens von Obst, Gemüse oder dergleichen
zu begegnen, wurden Halter für das Schneidgut geschaffen. Die Veröffentlichung EP
196 550 A1 zeigt einen solchen Halter, der zuverlässig verhindert, dass die das Schneidgut
führende Hand mit dem Messer in Berührung kommt. Vom Messer geht aber auch eine Verletzungsgefahr
aus, wenn mit der Vorrichtung hantiert wird, beispielsweise vor und nach der Benutzung
oder anlässlich der Reinigung. Diese Gefahr wird durch den genannten Halter in keiner
Weise reduziert.
[0003] Das Dokument US 5 745 999 offenbart eine Vorrichtung der eingangs genannten Art,
bei der ein Behälter zum Aufnehmen von Einsätzen einstückig mit dem Hauptkörper verbunden
ist. Dadurch wird die Vorrichtung relativ gross und unhandlich. Auch bei dieser Vorrichtung
ist der Benutzer insbesondere beim Hantieren vor oder nach dem Schneiden von Lebensmitteln
einer Verletzungsgefahr durch das Messer ausgesetzt.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, die im Gebrauch leicht
und handlich ist und bei Nichtgebrauch keine Verletzungsgefahr darstellt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Behälter abnehmbar über
dem Hauptkörper befestigbar ist, derart, dass der Behälter das Messer abdeckt.
[0006] Diese erfindungsgemässe Lösung bietet einerseits den Vorteil, dass die vom Behälter
getrennte Vorrichtung leicht zu handhaben ist. Andererseits lassen sich die Einsätze
mitsamt der Vorrichtung leicht versorgen, wobei dabei der Benutzer vor Verletzungen
durch das Messer geschützt ist.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung weist der Behälter Führungsteile
auf, mit denen er über die Seitenränder der Vorrichtung schiebbar ist. Im Behälter
können Fächer gebildet sein, beispielsweise durch Zwischenwände, in welche Fächer
die Einsätze eingeschoben werden können. Damit das Messer auch auf der dem aufgesetzten
Behälter gegenüber liegenden Seite der Vorrichtung gegen Berührung geschützt ist,
kann ein Sicherheitsschieber vorgesehen sein, der an Stelle eines Einsatzes derart
in die Vorrichtung einschiebbar ist, dass er das Messer abdeckt. Wenn der Sicherheitsschieber
derart ausgebildet ist, dass er nicht in den Behälter passt, wird verhindert, dass
der Sicherheitsschieber nach dem Gebrauch der Vorrichtung irrtümlich zusammen mit
den übrigen Teilen weggeräumt, anstatt in die Vorrichtung eingesetzt wird. Nach einer
weiteren Ausführungsart kann der Sicherheitsschieber am Behälter derart befestigt
sein, dass er nach dem Gebrauch der Vorrichtung beim Aufschieben des Behälters automatisch
mit diesem zusammen angebracht wird.
[0008] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines gebrauchsbereiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen
Vorrichtung,
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht derselben Vorrichtung mit aufgesetztem Behälter,
- Figur 3
- einen Aufriss der Vorrichtung mit aufgesetztem Behälter,
- Figur 4
- ein Beispiel eines Einsatzes,
- Figur 5A
- die gebrauchsbereite Vorrichtung von unten und
- Figur 5B
- die Vorrichtung von unten mit eingesetztem Messerschutz.
[0009] Wie die Figur 1 zeigt, enthält die Vorrichtung einen Hauptkörper 1 mit seitlichen
Längsrändern 2 und 3, der vorzugsweise einstückig aus einem Kunststoff durch Spritzgiessen
hergestellt ist. Füsse 4 und 5 erlauben es, die Vorrichtung auf einer ebenen Unterlage
derart aufzustellen, dass ein flaches Behältnis, beispielsweise ein Teller, zur Aufnahme
des Schnittguts darunter gestellt werden kann. Die Füsse 4, 5 erlauben es aber auch,
die Vorrichtung auf den Rand eines grösseren Behältnisses, beispielsweise einer Schüssel,
aufzusetzen. Das mit der Vorrichtung zu schneidende Lebensmittel wird auf eine untere
Platte 7 gesetzt und gegen die Schneide 9 eines Messers 8 bewegt. Das Messer 8 fluchtet
mit einer oberen Platte 6. Beim Schneiden wird vom Lebensmittel eine Scheibe abgetrennt,
deren Dicke der Höhendifferenz zwischen der unteren Platte 7 und der oberen Platte
6 entspricht. Zum Verändern der Schnittdicke sind Einsätze 12 vorgesehen, von denen
einer in Figur 4 beispielsweise dargestellt ist. Wie die Figur 4 zeigt, können diese
Einsätze auch mit zusätzlichen Messern versehen sein, die das Lebensmittel in Streifen
schneiden. Bei Bedarf wird jeweils ein solcher Einsatz 12 in Figur 1 von rechts nach
links zwischen die Seitenränder 2, 3 geschoben und liegt dann über der unteren Platte
7.
[0010] Figur 2 zeigt den zur Aufnahme der nicht benutzten Einsätze 12 bestimmten, auf die
Vorrichtung aufgesetzten Behälter 10. Am Behälter 10 einstückig angeformte Führungen
11 greifen über die Seitenränder 2, 3, so dass der Behälter in Arbeitsrichtung auf
die Vorrichtung geschoben und in gleicher Weise wieder entfernt werden kann. Die Figur
zeigt deutlich, wie der aufgesetzte Behälter 10 das Messer 8 abdeckt und so den Benutzer
vor dessen Berührung schützt. Wie man in Figur 3 sieht, hat der Behälter 10 zwischen
seinen Seitenwänden 13 angeordnete Unterteilungswände 14, die Fächer zur Aufnahme
der Einsätze bilden. Die Unterteilungswände 14 brauchen dabei nicht durchgehend zu
sein, sondern können auch nur eine Art seitlicher Führungsschienen bilden.
[0011] In Figur 5A sieht man die Vorrichtung in betriebsbereitem Zustand von unten. Der
sich in der Vorrichtung befindende Einsatz 12 ist in dieser Ansicht verdeckt. Man
erkennt ohne weiteres, dass eine Person die Möglichkeit hätte, von der Unterseite
her das Messer 8 zu berühren und sich daran zu verletzen. Um auch diese Verletzungsgefahr
bei Nichtgebrauch der Vorrichtung zu eliminieren, ist ein Messerschutz 15 vorgesehen;
der länger ist als der beispielsweise gezeigte Einsatz 12 und bei Nichtgebrauch der
Vorrichtung an Stelle eines Einsatzes 12 in die Vorrichtung eingesetzt wird. Wie man
in Figur 5B deutlich sieht, verhindert dieser Einsatz zuverlässig jede Berührung des
Messers. Damit der Benutzer nicht vergisst, nach dem Gebrauch der Vorrichtung den
Messerschutz 15 einzusetzen, können folgende Massnahmen vorgesehen sein. Der Messerschutz
15 kann so gestaltet sein, dass er nicht in den Behälter passt. Beim Wegräumen der
Vorrichtung kann folglich der Messerschutz nicht in den Behälter geschoben werden
und erinnert so automatisch daran, ihn in die in Figur 5B dargestellte Lage in der
Vorrichtung zu schieben. Darüber hinaus kann der Messerschutz aber auch baulich mit
dem Behälter vereinigt werden, indem er beispielsweise einstückig unten am Behälter
10 angeformt wird. Beim Aufsetzen des Behälters 10 auf die Vorrichtung, in Figur 2
von rechts nach links, gelangt so der mit dem Behälter 10 verbundene Messerschutz
15 automatisch in die gewünschte Position, so dass mit einer einzigen Handbewegung
das Messer 8 oben und unten abgedeckt wird.
1. Vorrichtung zum Schneiden von Lebensmitteln, insbesondere Obst, Gemüse oder dergleichen,
enthaltend einen Hauptkörper (1), bei dem zwischen zwei Längsrändern (2, 3) ein Messer
(8) angeordnet ist, mit Einsätzen (12) zum Verändern der Schnittdicke, die derart
zwischen den Seitenrändern (2, 3) einsetzbar sind, dass ihre Oberfläche im wesentlichen
parallel zur Ebene des Messers (8) liegt, wobei der Abstand zwischen der Oberfläche
und der Messerebene die Schnittdicke bestimmt, und mit einem Behälter (10) zum Aufnehmen
der nicht benutzten Einsätze, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (10) abnehmbar über dem Hauptkörper (1) befestigbar ist, derart, dass
der Behälter (10) das Messer (8) abdeckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (10) Führungsteile (11) aufweist, mit denen er über die Seitenränder
(2, 3) der Vorrichtung schiebbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Behälter (10) Fächer gebildet sind, beispielsweise durch Zwischenwände (14), in
welche Fächer die Einsätze (12) eingeschoben werden können.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Sicherheitsschieber (15), der an Stelle eines Einsatzes (12) derart in die
Vorrichtung einschiebbar ist, dass er das Messer auf der dem Behälter (10) gegenüberliegenden
Seite abdeckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschieber (15) derart ausgebildet ist, dass er nicht in den Behälter
(10) passt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschieber (15) am Behälter (10) derart befestigt ist, dass er nach
dem Aufschieben des Behälters (10) auf die Vorrichtung das Messer (8) auf der dem
Behälter (10) gegenüberliegenden Seite abdeckt.