[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden zweier Schienen.
[0002] Aus DE 93 04 348 U1 ist ein Verbindungselement zur Verbindung einer Metallschiene
in Form eines Tragprofils einer abgehängten Decke mit einer hierzu senkrecht verlaufenden
Metallschiene eines Konterprofils bekannt, wobei die Metallschienen als CD-Profile
ausgebildet sind und das Verbindungselement so ausgebildet ist, dass es im Querschnitt
U-förmig die offene Unterseite des Kantenprofils umgreift und mittels seitlichen Ansätzen
der
U-Schenkel hinter die Randwülste des darüber liegenden Tragprofils unter elastischer
Aufweitung derselben einrastbar ist. Die seitlichen Ansätze sind hakenförmig ausgebildet
und greifen formschlüssig in die Randwülste ein. An dem U-Boden oder an den U-Schenkeln
des Verbindungselements sind Federzungen ausgebildet, deren elastische Auslenkung
das Einrasten der Ansätze ermöglicht und die die Ansätze nach dem Einrasten in die
Rastposition drücken. Die freien Außenkanten der Federzungen stützen sich dabei am
jeweiligen Randwulst am Konterprofil ab und sind durch U-förmige Ausstanzungen des
U-Bodens des Verbindungselements gebildet.
[0003] Aus DE 296 06 746 U1 ist ein Kreuzverbinder für zwei aufeinander liegende, nach oben
offene, im Querschnitt C-förmige und jeweils zwei im Querschnitt angenähert halbkreisförmig
nach innen gewölbte Profilränder aufweisende CD-Schienen bekannt. Dieser bekannte
Kreuzverbinder ist umgekehrt U-förmig ausgebildet und übergreift mit einer Stegplatte
die obere CD-Schiene. Mit zwei Schenkeln ragt der Kreuzverbinder in die untere CD-Schiene,
und greift mit seitlichen Haken an den Schenkeln unter die Profilränder der unteren
CD-Schiene. Die CD-Schienen werden als Tragschienen für abgehängte Unterdecken verwendet
und sind als Blechprofilschienen ausgebildet (DIN 18182 T1). An den beiden freien
Kanten der Stegplatte des Kreuzverbinders sind Stützlaschen nach unten abgewinkelt,
die sich jeweils mit einer Stützkante an den nach innen gewölbten Profilrändern der
oberen CD-Schiene abstützen. Durch diese Stützlaschen wird eine federnde Verspannung
der beiden CD-Schienen erreicht, so dass einerseits eine einfache Montage gewährleistet
ist und andererseits ein Klappern der beiden CD-Schienen sicher verhindert wird.
[0004] Die weitere Druckschrift DE 197 35 711 C2 offenbart ein Verbindungselement zum Verbinden
zweier gekreuzt übereinander liegender C-Profile mit umgebördelten Rändern. Das Verbindungselement
besteht aus einem U-förmigen Kreuzverbinder mit einem Boden und zwei senkrecht zu
diesen abgewinkelten Schenkeln, deren Abstand voneinander der Breite des oberen C-Profils
entspricht und an deren Seitenkanten Rastnasen mit Hinterschneidungen vorgesehen sind,
welche in die umgebördelten Ränder des C-Profils einrastbar sind. In der Nähe des
Bodens des Kreuzverbinders sind von den Schenkeln nach innen ragende starre Vorsprünge
vorgesehen, die Schrägflächen aufweisen, die mit den Außenradien der umgebördelten
Ränder des
oberen C-Profils zusammenwirken und dessen Wandung derart elastisch nach innen biegen,
dass auf das obere C-Profil eine Kraft wirkt, die der Gewichtskraft der an dem unteren
C-Profil angehängten Teile entgegen wirkt. Das Biegen der Wandungen des oberen C-Profils
nach innen erhöht durch die dadurch bewirkten elastischen Rückstellkräfte die Festigkeit
der Verbindung und vermeidet außerdem ein Spiel oder ein Klappern der miteinander
verbundenen Profile. Der Kreuzverbinder ist aus einem ursprünglich flachen gestanzten
Blechteil gebogen. Die Vorsprünge bestehen insbesondere aus Sicken, die jeweils im
Bereich der Biegekanten zwischen den Schenkeln und dem Boden schräg nach innen abgestellt
sind. Am Boden dieses aus DE 197 35 711 C2 bekannten Kreuzverbinders können ferner
Verriegelungselemente vorgesehen sein, die nach ihrem Umlegen in montierter Stellung
des Kreuzverbinders eine starre Abstützung zwischen dessen Boden und den Rändern des
oberen C-Profils bilden. Die Verriegelungselemente sind insbesondere als Laschen über
Soll-Biegekanten an den Blechboden des Kreuzverbinders angeformt und werden aus dem
Blechteil nach unten gebogen zur zusätzlichen Versteifung der Verbindung.
[0005] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Verbinden zweier
Schienen anzugeben, die eine einfache Montage erlaubt und eine sichere Verbindung
gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0007] Die Erfindung beruht auf der Überlegung, im Bereich der Seitenteile der Verbindungsvorrichtung
(oder: des Verbinders) jeweils Verriegelungselemente vorzusehen, die auf den Randbereich
der Seitenwände einer - dort offenen ― Schiene oder den Übergangsbereich zwischen
einer Seitenwand und einem Bodenbereich und/oder dem Bodenbereich einer - dort geschlossenen
― Schiene verriegelbar ist. Die Verriegelungselemente sind somit im Wesentlichen von
der Seite her zugänglich und/oder ver- bzw. entriegelbar, so dass auch bei schwer
zugänglichen Montageorten die Montage leichter möglich ist als bei einer Verriegelung
von oben, also im Bereich des Mittelteils. Außerdem ist auch ein geringerer Platzbedarf
notwendig. Die seitlich zugänglichen Verriegelungselemente auf beiden Seiten einer
Schiene erlauben insbesondere auch eine einfache seitliche Verriegelung mit einer
Hand.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Vorrichtung gemäß der Erfindung
ergeben sich aus den vom Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen.
[0009] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert.
Dabei wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in deren
- FIG 1
- ein Kreuzverbinder zum Verbinden zweier C-Profilschienen mit zwei Verriegelungselementen,
- FIG 2
- der Kreuzverbinder gemäß FIG 1 mit den beiden von ihm zu verbindenden C-Profilschienen
bei noch nicht verriegelten Verriegelungselementen,
- FIG 3
- der Kreuzverbinder mit den beiden Schienen gemäß FIG 2 mit verriegelten Verriegelungselementen,
- FIG 4
- ein Teil eines Kreuzverbinders mit Betätigungslaschen an den Verriegelungselementen,
- FIG 5
- der Kreuzverbinder gemäß FIG 4 im montierten Zustand mit den Schienen,
- FIG 6
- ein Kreuzverbinder zum Verbinden einer U-Schiene mit einer C-Schiene und
- FIG 7
- der Kreuzverbinder gemäß FIG 6 in einer Teilansicht,
jeweils in einer perspektivischen Darstellung schematisch veranschaulicht sind. Einander
entsprechende Teile und Größen sind in den FIG 1 bis 7 mit denselben Bezugszeichen
versehen.
[0010] In den FIG 1 bis 7 ist ein Kreuzverbinder als besondere Ausführungsform einer Vorrichtung
zum Verbinden zweier Schienen mit 2 bezeichnet. Ferner sind in den FIG 2, 3, 5, 6
und 7 eine erste Schiene mit 3 und eine zweite Schiene mit 4 bezeichnet. Die erste
Schiene 3 und die zweite Schiene 4 sind dabei einander im wesentlichen im rechten
Winkel (90°) kreuzend übereinander angeordnet. Der Kreuzverbinder hält im montierten
Zustand die zwei Schienen 3 und 4 in dieser Anordnung.
[0011] Der Kreuzverbinder 2 weist ein Mittelteil (oder: einen Mittelsteg oder einen Bodenbereich)
und zwei dazu abgewinkelt in den gleichen Halbraum zeigende Seitenteile 20 und 21
auf, die über das Mittelteil 22 in jeweils zwei äußeren Übergangsbereichen 25 verbunden
sind. Die Winkelstellung zwischen den Seitenteilen 20 und 21 einerseits und dem Mittelteil
22 andererseits ist an die Winkelstellung der Seitenwände 30 und 31 der ersten Schiene
3 angepasst, so dass die Seitenteile 20 und 21 den Seitenwänden 30 und 31 unmittelbar
folgen oder parallel zu diesen angeordnet sind. Das Mittelteil 22 des Kreuzverbinders
2 verläuft quer über die erste Schiene 3 zwischen den beiden Seitenwänden 30 und 31
und damit parallel zum Boden 32 der ersten Schiene 3.
[0012] Die erste Schiene 3 und die zweite Schiene 4 sind in den FIG 2, 3 und 5 jeweils als
Profilschiene mit einem im Querschnitt im wesentlichen C-förmigen Profil ausgebildet.
In FIG 6 und 7 ist nur die zweite Schiene 4 als C-Profilschiene ausgebildet, während
die erste Schiene 3 als umgekehrte U-Profilschiene ausgebildet ist, das Mittelteil
22 des Kreuzverbinders 2 also über den Boden 32 der U-Profilschiene verläuft.
[0013] Zur Verbindung des Kreuzverbinders 2 mit der unteren zweiten Schiene 4 sind an den
unteren Enden der Seitenteile 20 und 21 jeweils außen in den linken und rechten Ecken
zwei Verbindungsnasen 20A und 20B bzw. 21A und 21B vorgesehen oder an- oder ausgeformt.
Die Verbindungsnasen 20A, 20B und 21A und 21B sind hakenförmig ausgebildet und weisen
nach außen sowie nach oben. Die Verbindungsnasen 20A und 21A sind vorgesehen zum Eingriff
in einen entsprechend ausgestalteten gebördelten Randbereich 43 der Seitenwand 40
der unteren zweiten Schiene 4, während die Verbindungsnasen 20B und 21B in den Randbereich
44 der zweiten Seitenwand 41 der zweiten Schiene 4 von unten eingreifen. Dadurch ist
die zweite Schiene 4 praktisch hängend, ggf. unter Einrastung, an dem Kreuzverbinder
2 befestigbar oder befestigt. Die erste Schiene 3 ist dagegen orthogonal zur zweiten
Schiene 4 zwischen die Seitenteile 20 und 21 einerseits und zwischen das Mittelteil
22 und die zweite Schiene 4 andererseits eingepasst. Die Seitenwände 30 und 31 der
ersten Schiene 3 verlaufen im Wesentlichen parallel und in unmittelbarer Nähe zu den
entsprechenden Seitenteilen 20 und 21 des Kreuzverbinders 2.
[0014] Der Kreuzverbinder 2 ist vorzugsweise aus einem zusammenhängenden Metallblechteil
hergestellt, das ursprünglich aus einem flachen Blech gestanzt und gebogen ist. Insbesondere
sind die ursprünglich parallel zueinander angeordneten Seitenteile 20 und 21 sowie
das Mittelteil 22 gegeneinander in den Übergangsbereichen 25, die entsprechend materialgeschwächt
sind, in die gezeigte Stellung gebogen, in der eine im Querschnitt annähernd U-förmige
Gestalt erreicht ist.
[0015] An den Seitenteilen 20 und 21 des Kreuzverbinders 2 sind nun jeweils ein Verriegelungselement
10 bzw. 11 ausgebildet, beispielsweise durch teilweises Freischneiden bis auf einen
im unteren Bereich der Verriegelungselemente 10 und 11 jeweils vorgesehenen Übergangsbereich
80 und 81. Die Verriegelungselemente 10 und 11 weisen neben einem vom Übergangsbereich
80 bzw. 81 im wesentlichen eben verlaufenden Hauptbereich einen im Randbereich vorgesehenen
Auflagebereich 50, einen zum Ende der Verriegelungselemente 10 und 11 hin anschließenden
Biegebereich 60 sowie eine das Ende der Verriegelungselemente 10 und 11 an der vom
Übergangsbereich 80 bzw. 81 abgewandten Seite bildende Lasche 70 bzw. 71 auf. Die
Verriegelungselemente 10 und 11 sind vorzugsweise nach Art eines teilweise gebogenen
Blechlappens aus dem ursprünglichen Blechteil für den Kreuzverbinder 2 gebildet. Über
die zugehörigen Übergangsbereiche 80 und 81 sind die Verriegelungselemente 10 und
11 gegenüber den Seitenteilen 20 und 21 schwenk- oder biegbar.
[0016] In dem noch nicht verriegelten Zustand werden die Verriegelungselemente 10 und 11
etwas nach außen aus der durch die Seitenteile 20 und 21 gebildeten Ebene herausgebogen.
Diesen entriegelten Zustand zeigt FIG 2.
[0017] Zum Verriegeln werden die Verriegelungselemente 10 und 11 dann nach innen um den
Übergangsbereich 80, 81 gebogen. Die Verriegelungselemente 10 und 11 sind nun in ihren
Abmessungen so ausgestaltet und an die Gestalt der Seitenwände 30 und 31 der ersten
Schiene 3 angepasst, dass die Verriegelungselemente 10 und 11 auf den Randbereichen
33 und 34 der zugeordneten Seitenwände 30 und 31 der ersten Schiene 3 ab einer bestimmten
Stellung beim Nachinnenbiegen aufschnappen oder aufrasten.
[0018] Die gebördelten Randbereiche 33 und 34 der ersten Schiene 3 sind konvex gekrümmt
und verlaufen im Endbereich wieder nach unten zum Boden 32 der ersten Schiene 3 hin.
Die Verriegelungselemente 10 und 11 folgen nun in ihren Auflagebereichen 50 und 51
der konvexen Form der Randbereiche 33 und 34 der ersten Schiene 3. In diesem Auflagebereich
50 bzw. 51 sind die Verriegelungselemente 10 und 11 deutlich biegesteifer als im Biegebereich
60 ausgebildet. In dem Biegebereich 60 sind die Verriegelungselemente 10 und 11 biegbar,
vorzugsweise elastisch verformbar. Nach dem Einrasten oder Einschnappen folgt auch
der Biegebereich 60 weitgehend der Gestalt der Randbereiche 33, 34 der ersten Schiene
3, insbesondere auch teilweise in der Rückwärtskrümmung zum Boden 32 hin. Dadurch
ist im eingeschnappten oder eingerasteten Zustand eine formschlüssige und/oder über
die elastischen Rückstellkräfte im Biegebereich 60 kraftschlüssige Verbindung zwischen
den Verriegelungselemente 10 und 11 und dem Randbereich 33 bzw. 34 der ersten Schiene
3 erreichbar.
[0019] Die Laschen 70 und 71 stehen unter einem Winkel von dem Biegebereich 60 bzw. 61 der
Verriegelungselemente 10 und 11 ab. Zwischen den Laschen 70 und 71 und den Biegebereichen
60 und 61 sind jeweils entgegengesetzt zu den Biegebereichen 60 bzw. 61 gekrümmte,
glatte Anlaufbereiche (oder: Anlaufflächen) 76 gebildet, die ein kantenfreies Anlaufen
der Verriegelungselemente 10 und 11 auf den Randbereichen 33 und 34 der ersten Schiene
3 beim Einrast- oder Einschnappvorgang ermöglichen. Die Übergangsradien dieser Anlaufbereiche
76 werden durch entsprechendes Hochbiegen der Laschen 70 und 71 erzeugt. Die Laschen
70 und 71 dienen im Allgemeinen als Handhaben zur Betätigung der Verriegelungselemente
10 und 11.
[0020] Beim Verschnappen oder Verrasten der Verriegelungselemente 10 und 11 ziehen diese
über die Übergangsbereiche 80 und 81 die Verbindungsnasen 20A und 20B bzw. 21A und
21B an den Seitenteilen 20 und 21 des Kreuzverbinders 2 von unten fest in die gebördelten
Randbereiche 33 und 44 der zweiten Schiene 4 und damit die zweite Schiene 4 auch fest
gegen den Boden 32 der ersten Schiene 3. Die Verriegelungselemente 10 und 11 sorgen
also für eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Schienen 3 und 4, so dass kein
Spiel zwischen den Schienen 3 und 4 und damit auch keine Klappergeräusche möglich
sind.
[0021] Der verriegelte Zustand der Verriegelungselemente 10 und 11 ist in FIG 3 gezeigt.
[0022] Die Verriegelungselemente 10 und 11 sind durch den elastisch verformbaren Biegebereich
60 bzw. 61 auch bezüglich der senkrecht zum Boden 32 gemessenen Höhen der Seitenwände
30 und 31 maßtolerant ausgebildet und erlauben auch bei Abweichungen von beispielsweise
± 0,5 mm eine sichere Verriegelung. Bei einer größeren Höhe der Seitenwände 30 und
31 der ersten Schiene 3 würde beispielsweise die Lasche 70 bzw. 71 der Verriegelungselemente
10 und 11 etwas stärker nach oben zeigen als in FIG 3 und die Biegung des Biegebereiches
60 etwas weniger stark sein, der Biegebereich 60 also weniger gekrümmt sein zum Ausgleich
des Höhenunterschiedes.
[0023] Die gezeigten C-Profilschienen 3 und 4 sind typische Blechschienen, wie sie im Bereich
von Gebäudekonstruktionen, insbesondere Deckenkonstruktionen, als Tragschienen für
Deckenplatten, wie Gipskartonplatten oder Gipsplatten, eingesetzt werden. Die C-Profilschienen
können insbesondere sogenannte CD-Profilschienen sein, also Deckenprofilschienen mit
C-förmigem Profil.
[0024] Wegen der Ausbildung dieser C-Profilschienen 3 und 4 aus einem vergleichsweise dünnen
Metallblech sind die Seitenwände 30 und 31 natürlich verformbar. Beim Verriegeln der
Verriegelungselemente 10 und 11, die ja eine Kraft auf die Seitenwände 30 und 31 von
außen ausüben, können sich die Seitenwände 30 und 31 der ersten Schiene 3 somit nach
innen verbiegen. Um zu vermeiden, dass bei dieser Verbiegung eine nichtreversible
Verformung der Seitenwände 30 und 31 eintritt, sind an dem Mittelteil 22 nach unten
zum Boden 32 hin abgebogene laschenförmige Fortsätze 23A und 24A sowie 23B und 24B
an beiden Längsseiten vorgesehen. Diese Fortsätze 23A und 24A sowie 23B und 24B bilden
also Anschläge zur Bewegungsbegrenzung nur während des Verriegelungsvorgangs und sind
nach vollzogener Verriegelung wieder von den Seitenwänden 30 und 31 beabstandet.
[0025] In FIG 4 und 5 ist eine Ausführungsform eines Kreuzverbinders 2 in jeweils einer
Teilansicht gezeigt. Der Kreuzverbinder 2 ist ähnlich aufgebaut wie in den FIG 1 bis
3. Jedoch sind im Unterschied zu den in FIG 1 bis 3 dargestellten Ausführungsformen
des Kreuzverbinders 2 die Verriegelungselemente 10 und 11 (nur 10 in FIG 4 und 5 dargestellt)
etwas abgewandelt. Die Lasche 70 steht unter einem spitzeren Winkel von dem Biegebereich
60 des Verriegelungselements 10 (und entsprechend beim nicht dargestellten Verriegelungselement
11) ab und ragt in einer nahezu senkrechten Position nach oben über das Mittelteil
22 hinaus, auch im verriegelten Zustand gemäß FIG 5. Dadurch sind die Verriegelungselemente
10 (und 11) über die Laschen 70 als Handhaben wieder leicht manuell entriegelbar.
Ebenso erleichtern die weiter herausstehenden Laschen 70 natürlich auch die Verriegelung
der Verriegelungselemente 10 (bzw. 11) wegen der damit verbundenen besseren Hebelwirkung.
[0026] Ein weiterer Unterschied der Ausführungsform gemäß FIG 4 und 5 besteht darin, dass
im Auflagebereich 50 der Verriegelungselemente 10 (ebenso bei Verriegelungselement
11) eine Versteifungssicke 90 ausgebildet ist, die den Auflagebereich 50 zusätzlich
versteift. Bei dem Einrasten oder Verschnappen des Verriegelungselements 10 an der
zugehörigen Seitenwand 30 der ersten Schiene 3 auf deren Randbereich 33 verbiegt sich,
außer der Seitenwand 30 selbst, praktisch nur noch der Biegebereich 60 des Verriegelungselements
10 ab der durch das Ende der Verstärkungssicke 90 festgelegten Scheitellinie S, die
quer zu dem Verriegelungselement 10 und damit parallel zu der Seitenwand 30 der ersten
Schiene 3 verläuft. Entsprechendes gilt für das Verriegelungselement 11.
[0027] Ferner sind in der FIG 4 und 5 am Mittelteil 22 nach unten ragende Fortsätze 23C
und 23D gezeigt, die im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß den FIG 1 bis 3 nicht
mit der der Blechdicke entsprechenden Schmalseite, sondern mit einer entsprechend
dem Freischnitt gewählten Breitseite der Seitenwand 30 der ersten Schiene 3 zugewandt
sind und somit eine großflächige Anschlagsfläche zur Begrenzung der Bewegung der Seitenwand
30 nach innen darstellen. In FIG 4 und 5 ist der Fortsatz 23C an der Innenseite des
Mittelteils 22 in Nachbarschaft zu dem Verriegelungselement 10 angeordnet und der
zweite Fortsatz 23D an der Außenseite des Mittelteils 22. Im Allgemeinen werden jedoch
die beiden Fortsätze 23C und 23D entweder beide an der Innenseite oder beide an der
Außenseite des Mittelteils 22 angeordnet werden aus fertigungstechnischen Gründen.
Für die Funktion zur Begrenzung der Bewegung der Seitenwand 30 ist nur die Anordnung
parallel zur Seitenwand 30 von Interesse, nicht jedoch die konkrete Lage am Mittelteil
22.
[0028] In einer nicht dargestellten Ausführungsform können die Verriegelungselemente 10
und 11 auch unter das Mittelteil 22 des Kreuzverbinders 2 in Eingriff gebracht werden
und sich im verriegelten Abstand nach oben an der Unterseite des Mittelteils 22 abstützen.
Dadurch wird ein Aufbiegen der Verriegelungselemente 10 und 11 unter Last an dem Kreuzverbinder
2 verhindert. Das Untergreifen der Verriegelungselemente 10 und 11 unter das Mittelteil
22 kann auch mit Maßnahmen für eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung
verbunden werden, beispielsweise einem Vorsprung oder einer Ausnehmung am Verriegelungselement
und einer korrespondierenden Ausnehmung oder Öffnung oder einem korrespondierenden
Vorsprung an dem Mittelteil 22.
[0029] Die FIG 6 und 7 zeigen den Kreuzverbinder 2 gemäß FIG 4 und 5 (allerdings ohne Versteifungssicken
80) in einer Anwendung zur Verbindung einer U-Profilschiene als erste Schiene 3' mit
einer C-Profilschiene 4. Die Verbindung des Kreuzbinders 2 mit der C-Profilschiene
4 erfolgt wieder so wie in den FIG 1 bis 3 sowie den FIG 4 und 5.
[0030] Die Verriegelungselemente 10 und 11 des Kreuzverbinders 2 schnappen nun aber mit
ihren Biegebereichen 60 auf dem Übergangsbereich 25', zwischen der Seitenwand 30'
(beim Verriegelungselement 10) und 31' (beim Verriegelungselement 11) auf und/oder
auf dem Boden 32' der ersten Schiene 3'. Der Boden 32' ist nun im Unterschied zu den
FIG 1 bis 5 oben angeordnet und wird somit von dem Mittelteil 22 des Kreuzverbinders
2 überspannt. Die U-Profilschiene als erste Schiene 3' ist insbesondere eine UA-Schiene,
beispielsweise eine UA 50-Profilschiene.
[0031] Zu erkennen ist auch in FIG 6 und 7, dass die Laschen 70 und 71 der Verriegelungselemente
10 und 11 nach oben über das Mittelteil 22 wegstehen und somit eine leichte Verriegelung
oder Entriegelung der Verriegelungselemente 10 und 11 ermöglichen. Dies ist in dieser
Ausführungsform besonders vorteilhaft, da die Montageperson nicht, wie in FIG 1 bis
5, durch die freigeschnittenen Öffnungen im Mittelteil 22 hindurchgreifen kann, weil
sich unmittelbar darunter der Boden 32' der ersten Schiene 3' befindet.
[0032] In allen Ausführungsformen kann die Verbindung der Verriegelungselemente 10 und 11
auch durch zusätzliche Mittel für eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung
unterstützt werden, beispielsweise einem Vorsprung oder einer Ausnehmung am Verriegelungselement
und einer korrespondierenden Ausnehmung, z.B. einer Sicke oder Öffnung oder einem
korrespondierenden Vorsprung an der ersten Schiene 3 gemäß FIG 1 bis 5 in deren Randbereich
33 und 34 oder der ersten Schiene 3' gemäß FIG 6 und 7 in deren Übergangsbereich 35'.
[0033] Als Materialien für die Verbindungsvorrichtung, insbesondere den Kreuzverbinder 2,
kommen in erster Linie Metalle und Bleche aus solchen Metallen in Frage, insbesondere
Stahl oder Edelstahl oder Aluminium. Jedoch sind auch Kunststoffe denkbar, insbesondere
mit Faserverstärkung, vorzugsweise Glasfaser- oder Kohlenstofffaserverstärkung.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 2
- Kreuzverbinder
- 3, 3'
- erste Schiene
- 4
- zweite Schiene
- 10, 11
- Verriegelungselement
- 20
- Seitenteil
- 20A, 20B
- Verbindungsnase
- 21A, 21B
- Verbindungsnase
- 21
- Seitenteil
- 22
- Mittelteil
- 23A, 23 B
- Fortsatz
- 24A, 24B
- Fortsatz
- 25
- Übergangsbereich
- 30 30', 31
- Seitenwand
- 32, 32'
- Boden
- 33, 34
- Randbereich
- 35'
- Übergangsbereich
- 40, 41
- Seitenwand
- 42
- Boden
- 43, 44
- Randbereich
- 50, 51
- Auflagebereich
- 60, 61
- elastischer Bereich
- 70, 71
- Lasche
- 76
- Anlaufbereich
- 80, 81
- Verbindungsbereich
- 90
- Versteifungssicke
1. Vorrichtung zum Verbinden zweier Schienen mit
a) wenigstens zwei Seitenteilen,
b) einem mit den Seitenteilen verbundenen Mittelteil,
c) wobei das Mittelteil quer über eine erste der beiden Schienen und die beiden Seitenteile
außen an Seitenwänden der ersten Schiene entlang bis zur zweiten Schiene verlaufend
anordenbar oder angeordnet sind,
d) wobei die Seitenteile in jeweils wenigstens einem Verbindungsbereich mit einer
zweiten der beiden Schienen verbindbar oder verbunden sind und
e) wobei im Bereich jedes Seitenteils jeweils wenigstens ein Verriegelungselement
angeordnet ist, das auf dem Randbereich der zugehörigen Seitenwand der ersten Schiene
oder auf einem Übergangsbereich zwischen der zugehörigen Seitenwand und einem beide
Seitenwände verbindenden Boden und/oder dem Boden der ersten Schiene rastend oder
schnappend verriegelbar oder verriegelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der wenigstens ein Verriegelungselement in einem
auf dem zugeordneten Randbereich oder Übergangs-bereich aufzulegenden oder aufliegenden
Auflagebereich der Gestalt, insbesondere der Krümmung, des Randbereichs oder Übergangsbereichs
angepasst ist und in einem Biegebereich, der biegsamer ist als der Auflagebereich,
mit dem Randbereich oder Übergangsbereich form- und/oder kraftschlüssig verbindbar
oder verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Randbereiche der Seitenwände der ersten Schiene
konvex gekrümmt sind und zum Boden hin gerichtet auslaufen und wobei jedes Verriegelungselement
mit seinem Auflagebereich im Wesentlichen auf der konvex gekrümmten von der anderen
Seitenwand abgewandten Außenfläche des Randbereichs der zugehörigen Seitenwand auflegbar
ist oder aufliegt und mit dem Biegebereich an der konvex gekrümmten der anderen Seitenwand
zugewandten Innenfläche dieses Randbereichs kraftschlüssig verbunden oder verbindbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, bei der das oder die Verriegelungselement(e)
in dem Auflagebereich zusätzlich versteift ist bzw. sind, insbesondere wenigstens
eine Versteifungssicke aufweist bzw. aufweisen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der jedes Verriegelungselement in
einem an den Biegebereich anschließenden Bereich einen sich entgegengesetzt zum Biegebereich
bzw. zum Randbereich oder Übergangsbereich der ersten Schiene krümmenden glatten Anlaufbereich
aufweist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der jedes Verriegelungselement
eine Lasche zur Handhabung oder Betätigung des Verriegelungselements beim Verriegeln
und/oder Entriegeln aufweist, wobei die Lasche insbesondere bei verriegeltem Verriegelungselement
über das Mittelteil an der von der ersten Schiene abgewandten freien Seite übersteht
und/oder im sich an den Biegebereich anschließenden Endbereich des Verriegelungselements
angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 in Rückbeziehung auf Anspruch 5, bei der der Anlaufbereich
zwischen der Lasche und dem Biegebereich gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der jedes Verriegelungselement
in einem Verbindungsbereich mit dem zugeordneten Seitenteil verbunden ist und zum
Verriegeln oder Entriegeln in diesem Verbindungsbereich schwenkbar oder biegbar ist,
insbesondere zum zugehörigen Randbereich oder Übergangsbereich hin oder davon weg.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der bei Rast-
oder Schnappvorgang jedes Verriegelungselements ein vernehmbares, insbesondere klickendes,
Geräusch entsteht zur Anzeige einer vollzogenen Montage.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der jedes Verriegelungselement
so gestaltet ist, dass eine sichere Verriegelung auch bei Toleranzen, insbesondere
von wenigstens 0,5 mm, in der vom Randbereich bzw. Übergangsbereich zur zweiten Schiene
hin gemessenen Abmessung der ersten Schiene gewährleistet ist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Verriegelungselemente
sich im verriegelten Abstand am Mittelteil an dessen zur Schiene zeigenden Unterseite
abstützen, insbesondere unter das Mittelteil kraft- und/oder formschlüssig in Eingriff
bringbar oder gebracht sind.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der im Bereich
des Mittelteils Anschläge angeordnet sind zur Begrenzung der Bewegung der Seitenwände
der ersten Schiene beim Verriegeln der Verriegelungselements, wobei die Anschläge
bei verriegeltem Verriegelungselement von den Seitenwänden der ersten Schiene beabstandet
sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der wenigstens ein Teil der Anschläge zwischen den
Seitenwänden angeordnet sind und eine Bewegung der Seitenwände nach innen begrenzen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, bei der die Anschläge mit oder an vom
Mittelteil oder von den Seitenwänden zur Schiene hin abstehenden Fortsätzen gebildet
sind, wobei insbesondere wenigstens ein Teil der Fortsätze im Wesentlichen parallel
zu der von Seitenteil zu Seitenteil verlaufenden Hauptrichtung des Mittelteils verlaufen
und mit ihren Schmalseiten die Anschläge bilden und/oder wenigstens ein Teil der Fortsätze
im Wesentlichen senkrecht zu der von Seitenteil zu Seitenteil verlaufenden Hauptrichtung
des Mittelteils verlaufen und mit ihren Breitseiten die Anschläge bilden.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, hergestellt oder
gebildet aus einem Blechteil, wobei jedes Verriegelungselement aus der zugehörigen
Seitenwand bis auf einen stehengebliebenen Verbindungsbereich mit der Seitenwand freigeschnitten
oder freigestanzt ist und in seine endgültige Gestalt gebogen ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche zum Verbinden zweier
einander, insbesondere orthogonal, kreuzender Schienen.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16 zum Verbinden zweier Schienen,
von denen zumindest die zweite Schiene eine C-Profilschiene oder CD-Profilschiene
mit Seitenwänden mit gebördelten Randbereichen ist und die Verbindungsbereiche, insbesondere
in Gestalt von Verbindungsnasen, der Seitenteile in die gebördelten oder umgebogenen
Randbereiche der Seitenwände der zweiten Schiene in Eingriff bringbar oder gebracht
sind, wobei insbesondere beim Verriegeln der Verriegelungselemente eine Kraft auf
die Verbindungsbereiche der Seitenteile ausgeübt wird, wodurch diese in die zugehörigen
Randbereiche der Seitenwände der zweiten Schiene hineingezogen oder hineingerastet
werden.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17 zum Verbinden zweier Schienen,
von denen zumindest die erste Schiene eine C-Profilschiene oder CD- oder U-Profilschiene
ist.