[0001] Die vorstehende Erfindung betrifft ein Kochfeld.
[0002] Es ist bekannt, dass moderne Einbauküchen aus Möbelkorpussen zusammengesetzt sind,
welche an ihrer Oberseite mittels einer Abdeckplatte (Top) abgeschlossen werden, wobei
diese Abdeckplatte eine Arbeitsfläche bildet und zusätzliche Bauteile aufnimmt, wie
z.B. Spülbecken oder Kochfelder.
[0003] Die herkömmlichen Kochfelder weisen üblicherweise quadratische Form auf und erstrecken
sich ungefähr von der Vorderkante der Abdeckplatte bis zur rückwärtigen Kante, welche
ihren Abschluss in Übereinstimmung mit der Wand des Raumes bildet, der die Küchenmöbel
aufnimmt.
[0004] Üblicherweise bestehen diese bekannten Kochfelder aus vier Wärmequellen, welche so
angeordnet sind, um vier Kochgefäße aufzunehmen. Die Wärmequellen sind in der Art
angeordnet, dass immer zwei Wärmequellen in der Nähe der Wand angeordnet sind und
weitere zwei Wärmequellen an der Vorderseite des Kochfeldes, d.h. in der Nähe der
Vorderkante der Abdeckplatte vorgesehen sind.
[0005] Für diese bekannten Kochfelder ist es daher unumgänglich, Abdeckplatten (Tops) zum
Abdecken der darunter befindlichen Möbelkorpusse mit einer erheblichen Breite oder
Tiefe von 600-700 mm zu verwenden.
[0006] Durch Anordnen der Wärmequellen in einem quadratischen Kochfeld ist es unumgänglich
bei Einwirken auf die Speisen in den Kochgefäßen, die in der Nähe der Wand des Raumes
angeordnet sind, mit der Hand oder dem Unterarm Kochgefäße zu überqueren, die in der
ersten, vorderen Reihe des Kochfeldes angeordnet sind, was zu einer Gefahrensituation
für die Person und Verbrennungen führen könnte.
[0007] Ein weiterer Nachteil der bekannten Kochfelder ist darin zu sehen, dass die Pfannen
und Kochgefäße, die in der Nähe der Begrenzungswand angeordnet sind, zu Schäden an
dieser Wand führen können, dies aufgrund der ständigen Bildung von sehr heißen Dämpfen.
Ferner wird das Erwärmen von Wasser z.B. in einem länglichen Kochgefäß für die Zubereitung
von Fisch problematisch und erfolgt häufig in sehr unregelmäßiger Weise.
[0008] Desweiteren konnte festgestellt werden, dass die an der Vorderseite eines herkömmlichen
Kochfeldes vorgesehenen Behälter, welche heiße Flüssigkeiten oder kochende Speisen
aufnehmen, eine erhebliche Gefahr für Kinder als auch für Erwachsene darstellt, sofern
eine Pfanne oder ein Kochgefäß versehentlich kippen sollte.
[0009] Desweiteren, bei Anordnung z.B. von vier Kochgefäßen auf einem bekannten Kochfeld,
welches von vier Wärmequellen gebildet ist, die in einer rückwärtigen und zwei Wärmequellen,
die in einer vorderen Reihe angeordnet sind, ist eine wesentliche Verminderung des
Wirkungsgrades herkömmmlicher Absaughauben festzustellen und somit tritt der Nachteil
ein, dass Dämpfe oder Rauch während des Kochvorganges nicht einwandfrei abgesaugt
werden und somit in den umliegenden Raum eindringen.
[0010] Schließlich belegen die bekannten Kochfelder am Ort ihrer Montage fast die gesamte
Tiefe der Abdeckplatte, mit der die darunterliegenden Möbelkorpusse abgedeckt sind,
was zu dem Nachteil führt, dass unvermeidbare Schwachstellen in der Abdeckplatte aufgrund
eines großen Ausschnittes, der in die Platte eingebracht werden muss, entstehen. Ferner,
bei Verwendung eines bekannten Kochfeldes stehen keine Nutzflächen zum Abstellen von
Hilfsgeräten z.B. Schüsseln, Tellern, Küchengabeln oder Spachteln zur Verfügung.
[0011] Aufgabe der vorstehenden Erfindung ist es die Nachteile des Standes der Technik zu
vermeiden und unter Einsatz des erfindungsgemäßen Kochfeldes, eine verbesserte Einsicht
in den Innenraum der Kochgefäße zu schaffen und die Möglichkeit zu eröffnen, das Kochfeld
auch in Arbeitsplatten mit verminderter Tiefe (um 450 mm) einzubringen und eine wesentliche
Schwächung der Abdeckplatte durch Ausschnitte zu vermeiden und desweiteren eine zu
starke Wärmestrahlung zur Raumwand oder in Richtung von an der Rückseite des Kochfeldes
angebrachten Verkleidungen zu vermeiden und ferner auf der Arbeitsfläche der Abdeckplatte
wertvolle Ablageflächen zu schaffen, um Schneidbretter, Schüsseln, große Gabeln oder
Spachteln ablegen zu können und allgemein die Sicherheit bei der Durchführung des
Kochvorganges zu erhöhen und besonders ein unerwünschtes Kippen der Kochgefäße zu
vermeiden und schließlich eine wesentliche Verbesserung des Wirkungsgrades der Abzugshaube
zu schaffen.
[0012] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Wärmequellen, die
das Kochfeld bilden, entlang einer gemeinsamen Längsachse angeordnet sind.
[0013] In vorteilhafter Weise bestehen die einzelnen Wärmequellen aus Gasbrennern.
[0014] Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, die einzelnen Wärmequellen als Elektroplatten
auszubilden.
[0015] Desweiteren ist es möglich, die einzelnen Wärmequellen in ein keramisches Kochfeld
einzubauen.
[0016] Auch ist es vorteilhalt, dass die Betätigungsgriffe für die einzelnen Wärmequellen
an einer Außenseite oder den Außenseiten des Kochfeldes angeordnet sind.
[0017] Weitere Markmale der Erfindung können der nun folgenden Beschreibung, den Ansprüchen
sowie den beigefügten Zeichnungen entnommen werden.
Es zeigen:
[0018] Figur 1 schematisch in einer Draufsicht ein Kochfeld gemäß der vorstehenden Erfindung.
[0019] Figur 2 das Kochfeld mit einem Gefäß, das kleineren Durchmesser aufweist.
[0020] Figur 3 das Kochfeld mit einem länglichen Kochbehälter, z.B. einem Fischkocher.
[0021] Figur 4 das erfindungsgemäße Kochfeld mit zwei Behältern, die größeren Durchmesser
aufweisen.
[0022] Wie der Figur 1 zu entnehmen ist, weist die Deckplatte oder Arbeitsplatte 1 einer
Einbauküche eine geringere Plattentiefe (a) auf, z.B. eine Tiefe von ca. 450 mm.
[0023] Bekannte Kochfelder weisen üblicherweise eine Tiefe von 600-700 mm auf.
[0024] Die dargestellte Abdeckplatte 1 nimmt ein Kochfeld auf, das gesamthaft mit 2 gekennzeichnet
ist.
[0025] Dieses Kochfeld 2 besteht aus Wärmequellen 3, 4, 5, 6, 7 und 8.
[0026] Die Wärmequllen 3 bis 8 sind entlang einer gemeinsamen Längsachse X angeordnet.
[0027] An den Enden des Kochfeldes 2 sind Betätigungsgriffe 9 und 10 angeordnet.
[0028] Selbstverständlich kann auch nur an einem Ende des Kochfeldes die Gruppe der Betätigungsgriffe
9 und 10 angeordnet werden.
[0029] Der Figur 2 kann entnommen werden, dass das Kochfeld 2, welches in die Platte (Top)
oder Arbeitsplatte 1 der Einbauküche eingesetzt ist zur Aufnahme eines Behälters 1
(mit Strich-Punkt-Linie dargestellt) genutzt werden kann, der einen kleineren Durchmesser
aufweist und lediglich von einer Wärmequelle 7 beheizt wird.
[0030] Der Figur 3 kann entnommen, dass das in die Arbeitsplatte 1 der Einbauküche eingesetzte
Kochfeld 2 auch zur Aufnahme eines länglichen Kochgefäßes 12 herangezogen werden kann,
z.B. eines Fischkochers, der von allen Wärmequellen 4, 5, 6 und 7 beeinflussbar ist.
[0031] Das Kochfeld 2, welches in Figur 4 dargestellt ist, nimmt auf den Wärmequellen 3
und 4 ein Gefäß 13 auf, das größeren Durchmesser aufweist, wogegen die wärmequelle
6 einen Behälter 14 aufnimmt, der kleineren Durchmesser hat.
[0032] Den Figuren 3 und 4 kann im Detail entnommen werden, wie unterschiedliche Behälter
12, 13, 14 mit größtmöglicher Sicherheit auf dem erfindungsgemäßen Kochfeld anordenbar
sind.
[0033] Die Behälter 12, 13 und 14 weisen stets einen Sicherheitsabstand zur rückwärtigen
Wand 15 auf, dies gilt auch gegenüber der Vorderkante 16 der Abdeckplatte 1.
[0034] Ferner wird ersichtlich, dass ein Kochgefäß mit kleinerem Durchmesser von einer einzigen
Wärmequelle 6 beeinflussbar ist, wogegen ein Kochgefäß 13 mit größerem Durchmesser
von mehreren Wärmequellen 3 und 4 beinflussbar ist.
[0035] Ein Behälter 12 mit länglicher Form (Fischkocher), wie schematisch in Figur 3 dargestellt,
kann von einer größeren Anzahl von Wärmequellen 4, 5, 6 und 7 erwärmt werden, diese
Wärmequellen sind entlang einer Längsachse angeordnet.
[0036] Den vorher beschriebenen zeichnerischen Darstellungen kann deutlich entnommen werden,
dass die Kochgefäße oder die einzelnen Behälter in der Mitte des Kochfeldes (siehe
besonders Figur 3) im Abstand von den Betätigungsgriffen 9 und 10 aufgestellt werden
können, wodurch ein Verschmutzen dieser Betätigungsgriffe durch Dampf oder Kochflüssigkeit
vermieden wird, und unliebsame Reinigungsarbeiten nicht notwendig werden.
[0037] Den zeichnerischen Darstellungen gemäß Figur 1 bis 4 kann ferner entnommen werden,
dass die unterschiedlichen, zum Einsatz gelangenden Behälter einen ausreichenden Abstand
von der rückwärtigen Wand 15 einnehmen. Gleichzeitig, in Übereinstimmung mit der Vorderkante
der Abdeckplatte 1 wird eine ausreichend große Freifläche gebildet, die z.B. für das
Ablegen von Hilfsgeräten zur Verfügung steht und dies auch bei einer Abdeckplatte
1 mit verminderter Tiefe (a).
[0038] Über dem, sich in Längsrichtung erstreckenden Kochfeld 2 kann eine längliche Absaughaube
vorgesehen werden, die mit Präzision gegenüber den Kochgefäßen ausgerichtet ist. Damit
wird eine bessere Absaugwirkung erzielt.
[0039] In vorteilhafter Weise weist das Kochfeld 2 eine Breite von ungefähr 340 mm auf.
1. Kochfeld (2) mit einer Vielzahl von Wärmequellen (3, 4, 5, 6, 7, 8) zur Bildung von
Kochstellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequellen (3, 4, 5, 6, 7, 8) entlang einer einzigen gemeinsamen Längsachse
(X) angeordnet sind.
2. Kochfeld, nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen aufgereihten Wärmequellen (3, 4, 5, 6, 7, 8) von Gasbrennern gebildet
sind.
3. Kochfeld, nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen aufgereihten Wärmequellen (3, 4, 5, 6, 7, 8) von Elektroplatten gebildet
sind.
4. Kochfeld, nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen aufgereihten Wärmequellen (3, 4, 5, 6, 7, 8) in ein Keramikkochfeld
(2) eingebaut sind.
5. Kochfeld, nach Patentanspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsgriffe (9, 10) für die einzelnen Wärmequellen (3, 4, 5, 6, 7, 8) an
dem äußeren Ende oder den äußeren Enden des Kochfeldes (2) angeordnet sind.
6. Kochfeld, nach Patentanspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeld (2) eine ungefähre Breite von 340 mm aufweist.