[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager in Serpentinenbauweise mit den Merkmalen
aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Dieser Wärmeübertrager ist aus DE 100 49 256 A1 bekannt. Bei dem bekannten Wärmeübertrager
sind zur Weiterleitung des inneren wärmeübertragenden Mittels (Kältemittels) aus einem
hinteren Kühlstrang auf den vorderen Kühlstrang (oder umgekehrt) spezielle Umlenkräume
vorgesehen, die als einzelne Rohre gestaltet sind, in denen die Enden zweier aus serpentinenartig
gebogenen Mehrkammerflachrohren aufgebauten Kühlstränge oder Abschnitte münden. Die
Kühlluft strömt durch mehrere in Richtung derselben hintereinander angeordnete Kühlstränge.
Diese Konstruktion ist weiter zu verbessern, weil das Vorsehen der Umlenkräume sowohl
logistisch als auch wegen des dichten Lötens der Umlenkräume problematisch zu sein
scheint.
Ein weiterer Wärmeübertrager ist aus US 5 036 909 bekannt, der als Verdampfer in einer
Klimaanlage konzipiert ist. Auch dieser Wärmeübertrager besitzt ein separates Rohr,
das zur Umlenkung des Kältemittels vom eintrittsseitigen Kühlstrang auf zwei nachfolgende
Kühlstränge vorgesehen ist und das gleichzeitig als Mischkammer zur Vergleichmäßigung
der Temperatur dienen soll. Ein weiterer Wärmeübertrager mit einem separaten Rohr
als Umlenkraum ist der Anmelderin aus JP 06317363 A bekannt. Auf die dort veröffentlichte
Lösung trifft das zu, was bereits zu den Lösungen aus den vorstehenden Dokumenten
ausgeführt wurde.
[0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht demzufolge in der Bereitstellung eines verbesserten
Wärmeübertragers, der in Kühlluftströmungsrichtung gesehen, zwar mehrere Stränge aufweisen
soll aber keine separaten Umlenkräume benötigt.
[0003] Diese Aufgabe wird bei dem Wärmeübertrager gemäß Oberbegriff erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Dadurch, dass sich die den Verteilerkanal und/oder den Sammelkanal bildenden Bauteile
etwa über sämtliche Kühlstränge erstrecken, wobei erste bzw. zweite Umlenkräume in
den Bauteilen integriert sind, sind keine separaten Umlenkräume erforderlich, was
zu einer baulichen Vereinfachung des Wärmeübertragers führt. Es versteht sich, dass
es von der Anzahl der Kühlstränge abhängig ist, ob in beiden Bauteilen ein Umlenkraum
vorhanden ist oder nicht. Bei lediglich zwei Kühlsträngen reicht ein einziger Umlenkraum
in einem der Bauteile. Das Bauteil welches keinen Umlenkraum aufweist, muss sich dann
auch nicht über die gesamte Tiefe der zwei Kühlstränge erstrecken. Jedoch auch bei
mehr als drei Kühlsträngen ist die erfinderische Idee der Integration der Umlenkräume
in die Bauteile anwendbar.
Weil zusätzlich gemäß dem unabhängigen Anspruch 2 erfindungsgemäß vorgesehen ist,
dass die Kühlluftströmungsrichtung und die Strömungsrichtung des Kältemittels so gewählt
sind, dass die Wärmeübertragung im Kreuzgegenstrom erfolgt, wird außerdem ein Wärmeübertrager
geschaffen, der eine höhere Effizienz des Wärmeaustausches aufweist, weil er im Kreuzgegenstromprinzip
arbeitet. Der Wärmeübertrager weist vorzugsweise mindestens drei Kühlstränge auf,
die im Rohrquerschnitt reduziert sind, wobei die Kühlluft zuerst durch den Kühlstrang
strömt, dessen Querschnitt am kleinsten ist, dann auf den Kühlstrang mittlerer Größe
trifft, um schließlich durch den größten Kühlstrang zu strömen, und dass das Kältemittel
zuerst durch den größten Kühlstrang strömt, dann durch den mittleren und schließlich
durch den kleinsten. (Kreuzgegenstrom) Dadurch wird ein hocheffizient arbeitender
Kondensator für die Klimaanlage, insbesondere in einem Kraftfahrzeug zur Verfügung
gestellt. Ein anderes Ausführungsbeispiel weist einen Kühlstrang mit größerem Querschnitt
auf, in den das Kältemittel zuerst eintritt, und es besitzt zwei folgende Kühlstränge
reduzierten aber gleich großen Querschnitts. Es können auch mehr als zwei folgende
Kühlstränge vorhanden sein, wovon z. B. zwei einen gegenüber dem ersten Kühlstrang
reduzierten aber gleich großen Querschnitt aufweisen und wobei weiter folgende Kühlstränge
gegenüber den zwei gleich großen Kühlsträngen nochmals im Querschnitt reduziert sind.
Die erfinderische Idee ist ferner, wie leicht zu sehen ist, mit gleichem Erfolg bei
Verdampfern anzuwenden, obwohl sie vorstehend am Beispiel eines Kondensators beschrieben
wurde.
Das den Verteilerkanal beinhaltende Bauteil weist eine Umfangswand und eine Längstrennwand
auf, die etwa über die Tiefe zweier benachbarter Kühlstränge reicht und eine Quertrennwand,
wobei die Längstrennwand und die Quertrennwand einen Teil des Querschnitts des Bauteils
abtrennen, wobei in diesem abgetrennten Teil die zweite Umlenkung des Kältemittels
von einem Kühlstrang in den nächsten Kühlstrang erfolgt, und weiter weist es einen
Eintrittskanal (Verteilerkanal) auf, der sich entlang der Längstrennwand und der Umfangswand
erstreckt und zum eintrittsseitigen Mehrkanalflachrohrende führt.
Das den Sammelkanal beinhaltende Bauteil besitzt eine Umfangswand und eine Quertrennwand,
wobei die Quertrennwand zwei benachbarte Kühlstränge von dem dritten Kühlstrang hydraulisch
abtrennt. In dem Teil des Bauteils der zwei Kühlstränge umfaßt, findet die erste Umlenkung
des Kältemittels von einem Kühlstrang in den nächsten Kühlstrang statt. Das austrittsseitige
Mehrkanalflachrohrende des dritten (kleinsten) Kühlstrangs mündet im verbleibenden
Teil des Bauteils, nämlich im Sammelkanal.
[0004] Die Kühlrippen sind vorzugsweise durchgehend über alle Kühlstränge gestaltet, was
aus Sicht der Herstellbarkeit günstig ist.
[0005] Die Bauteile sind vorzugsweise im allgemeinen rohrförmig ausgebildet und nehmen jeweils
den gesamten Querschnitt eines einzigen Mehrkanalflachrohres oder mehrerer Mehrkanalflachrohre
auf, das/die darin dicht und fest verlötet ist/sind. Dazu ist in an sich bekannter
Weise ein Längsschlitz im Bauteil vorhanden, in dem ein Ende der/des Mehrkanalflachrohre/s
eingesteckt ist/sind.
[0006] Ein Kältemitteleinlass ist an einer Stirnseite des den Verteilerkanal beinhaltenden
Bauteils angeordnet, der am vom eintrittsseitigen Mehrkanalflachrohrende entfernten
Ende des Bauteils sitzt.
[0007] Ein Kältemittelauslass ist an einer Stirnseite des den Sammelkanal beinhaltenden
Bauteils angeordnet, der dort anschließt, wo das austrittsseitige Mehrkanalflachrohrende
im Bauteil mündet.
[0008] Die Quertrennwand im den Verteilerkanal beinhaltenden Bauteil ist dort angeordnet,
wo der Kühlstrang mit dem größten Querschnitt an den benachbarten Kühlstrang angrenzt,
bzw. wo das Mehrkanalflachrohr zwischen dem größten Kühlstrang und dem benachbarten
Kühlstrang hydraulisch getrennt ist.
[0009] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, anhand
der beiliegenden Zeichnungen.
[0010] Die beigefügten Figuren zeigen Folgendes:
- Fig. 1
- Vorderansicht auf den Wärmeübertrager;
- Fig. 2
- Draufsicht, erste Ausführung;
- Fig. 3
- Seitenansicht, erste Ausführung;
- Fig. 4
- Perspektivansicht einer zweiten Ausführung;
- Fig. 5
- Seitenansicht der zweiten Ausführung;
- Fig. 6
- Gestaltung der Bauteile im Prinzip;
- Fig. 7
- Schnitt durch das ein Mehrkammerflachrohr;
- Fig. 8
- Perspektivansicht der ersten Ausführung
- Fig. 9
- Schnitt durch drei Mehrkammerrohre
Der Wärmeübertrager gemäß den Fig. 2, 3, 6, 7 und 8 besteht aus einem einzigen serpentinenartig
gebogenen Mehrkanalflachrohr
1, wodurch sich eine erste Ausführung auszeichnet. Die Fig. 4 und 5 zeigen den Wärmeübertrager
mit drei einzelnen Mehrkanalflachrohren
1, wodurch die zweite Ausführung charakterisiert ist. Beide Ausführungen weisen drei
Kühlstränge
4,
5,
6 auf. Aus den Fig. 1, 4 und 8 ist am besten verdeutlicht, dass das / die Mehrkanalflachrohr/e
insgesamt 18 Biegungen um 180° aufweist, so dass 19 horizontale Strömungswege vorhanden
sind, wobei die Zahl der Biegungen und Strömungswege freigestellt ist. Zwischen den
Strömungswegen sind Wellrippen
3 angeordnet, durch die die Kühlluft hindurchströmt. In Fig. 1 wurden lediglich einige
angedeutet. In fünf der erwähnten Biegungen befindet sich je ein Befestigungselement
30, zur Halterung des Wärmeübertragers, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug, in dessen
Klimaanlage der Wärmeübertrager in nicht gezeigter Weise eingebunden ist. Zum Zweck
der Halterung besitzt jedes Befestigungselement
30 ein Durchgangsloch
31 zur Hindurchführung eines Stiftes oder dergleichen. Die hülsenförmigen Befestigungselemente
30 mit flanschartigen Abschlüssen an den beiden Enden geben dem Wärmeübertrager eine
größere Stabilität, denn sie sind in den Biegungen des Mehrkanalflachrohres
1 eingelötet. Der Wärmeübertrager besitzt am in den Fig. 1, 4 und 8 zu sehenden unteren
Ende des Mehrkanalflachrohres
1 ein Bauteil
9 und am oberen Ende ein anderes Bauteil
7. Am Bauteil
7 ist ein Einlass
25 für Kältemittel angeordnet und am Bauteil
9 der entsprechende Auslass
26. Sie befinden sich etwa an den Stirnseiten der Bauteile
7 bzw.
9 und verlängern dieselben geringfügig. Sie könnten jedoch auch in der Umfangswand
20,
23, d. h. nur in der Nähe der Stirnseite angeordnet sein, ohne dabei die Bauteile
7 bzw.
9 wesentlich zu verlängern. Im Bauteil
7 ist ein Verteilerkanal
8 integriert und ein zweiter Umlenkraum
13.2. Das Kältemittel strömt durch den Einlass
25 in den Verteilerkanal
8 und über das eintrittsseitige Mehrkanalflachrohrende
11 in den größten Kühlstrang
6, wie die Fig. 4 deutlich zeigt. Sämtliche Serpentinen des Kühlstrangs
6 werden zunächst durchströmt, was also bedeutet, dass das Kältemittel im Bild 4 von
rechts nach links pendelt und dabei von oben nach unten wandert. Die eingezeichneten
Pfeile zeigen allgemein die Fließrichtung des Kältemittels an. Am unteren Ende des
Kühlstrangs
6 fließt das Kältemittel in das Bauteil 9 bzw. in den dort integrierten ersten Umlenkraum
13.1, was beispielsweise in den Fig. 4 und 6 zu sehen ist. Das Kältemittel gelangt von
dort in den benachbarten und im Querschnitt reduzierten Kühlstrang 5, der der mittlere
der drei Kühlstränge
4,
5,
6 ist. Dort strömt das Kältemittel durch den serpentinenartigen Strömungsweg von unten
nach oben - dabei ständig von links nach rechts pendelnd - und gelangt so in das Bauteil
7 zurück, aber jetzt in den dort integrierten zweiten Umlenkraum
13.2, wie die Fig. 2 und 6 zeigen. Dieser Umlenkraum
13.2 ist durch die Anordnung einer partiellen Längswand
21 und einer partiellen Querwand
22 im Bauteil
7 gebildet worden, die einen Teil des von der Umfangswand
20 umfaßten Raumes des Bauteils
7 abtrennen. (genauer - siehe unten) Das Kältemittel wird dort in den letzten Kühlstrang
4 umgelenkt, der im Ausführungsbeispiel etwa den gleichen Querschnitt aufweist wie
der mittlere Kühlstrang
5 aber gegenüber dem ersten Kühlstrang
6 deutlich reduziert ist, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass sich das Kältemittel
nach und nach aus dem am Einlass
25 gasförmigen Aggregatzustand durch Abkühlung mittels Kühlluft in den flüssigen Aggregatzustand
wandelt und demzufolge weniger Raum beansprucht.
Die Fig. 3 macht deutlich, wie der Wärmeaustausch im Kreuzgegenstrom realisiert ist.
Die Kühlluft strömt dort, wie der Pfeil
Air anzeigt, allgemein von rechts nach links durch die Kühlstränge
4,
5,
6, bzw. durch die Wellrippen
3 zwischen den Kühlsträngen, und zwar in der durch die Bezugszeichen angegebenen Reihenfolge.
Da das Kältemittel, wie oben bereits beschrieben wurde, zunächst den Kühlstrang
6, dann
5 und schließlich
4 durchströmt, strömen das Kältemittel und die Kühlluft im Gegenstrom. Durch die gleichzeitige
und ebenfalls bereits beschriebene Wanderung des Kältemittels in den Serpentinen,
die die Kühlluftströmungsrichtung kreuzen, wird der hocheffiziente Kreuzgegenstrom
verwirklicht, dessen verbesserte Wirkung auf größere Temperaturdifferenzen zwischen
der Kühlluft und dem Kältemittel zurückzuführen ist. Die eintretende Kühlluft relativ
niedriger Temperatur trifft zunächst auf den Kühlstrang
4, in dem sich bereits flüssiges Kältemittel befindet, also Kältemittel mit bereits
reduzierter Temperatur. Die Kühlluft wird deshalb nicht so stark erwärmt und besitzt
beim Auftreffen auf den heißesten Kühlstrang
6 eine - über den gesamten Wärmeübertrager gesehen - bessere Kühlwirkung, als sie besitzen
würde, wenn sie zuerst auf den heißesten Kühlstrang
6 träfe, also aus der entgegengesetzten Richtung anströmen würde.
[0011] In Fig. 7 ist ein prinzipieller Querschnitt durch ein einziges Mehrkanalflachrohr
1 zu sehen. Dieses Mehrkanalflachrohr
1 schließt alle (im Ausführungsbeispiel drei) Kühlstränge
4,
5,
6 in sich ein, was durch die entsprechenden Bezugszeichen an dem Querschnitt verdeutlicht
ist. Die Bezugszeichen
22 und
24 bezeichnen die Teilquerwand
22 im Bauteil
7 bzw. die Querwand
24 im Bauteil
9, was in Fig. 6 zu sehen ist. In dem erwähnten Querschnitt des Mehrkanalflachrohres
1 in Fig. 7, wurden die Bezugszeichen
22 und
24 eingetragen, um damit ganz klar zu zeigen, dass die Querwände
22 und
24 dort für die hydraulische Trennung zwischen den Kühlsträngen
4,
5,
6 sorgen, denn die Querwände
22,
24 sind an den Stellen in den Bauteilen
7 bzw.
9 angeordnet, die den im Mehrkanalflachrohr
1 mit den Bezugszeichen
22 bzw.
24 markierten Stellen entsprechen. Das Mehrkanalflachrohr
1 selbst kann über alle Kühlstränge
4,
5,
6 identisch mit Kanalwänden
28, wie gezeigt, ausgebildet sein. Ferner ist deutlich zu sehen, dass der Rohrquerschnitt
des Kühlstrangs
6 größer ist als derselbe Querschnitt der Kühlstränge
5 bzw.
4. Bei einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt das Mehrkanalflachrohr
1 allerdings nur zwei Kanalwände
28, die den Positionen der Trennwände
22 und
24 in den Bauteilen
7 bzw.
9 entsprechen. Ein anderes nicht gezeigtes Ausführungsbeispiel hat mehr als zwei aber
deutlich weniger Kanalwände
28 als in Fig. 7 gezeigt, wobei die Abstände zwischen den Kanalwänden
28 und damit die Querschnitte der einzelnen Kanäle, nicht die gleiche Größe haben müssen.
Die Kanalwände
28 geben dem Mehrkanalflachrohr
1 eine größere Stabilität gegen Innendruck.
Die Bauteile
7 und
9 sind allgemein rohrförmig, bevorzugt kreisförmig im Querschnitt, mit einer Umfangswand
20 bzw.
23. Sie erstrecken sich etwa über die Tiefe (Z-Richtung, Fig. 1 und 6) sämtlicher Kühlstränge
4, 5, 6. Die Bauteile
7 und
9 sind mit einem ebenfalls etwa über die gesamte Tiefe sämtlicher Kühlstränge
4,
5,
6 reichenden Längsschlitz
30 (Fig. 8) in der Umfangswand
20,
23 ausgestattet, was in den Figuren nicht deutlich abgebildet ist. In diesem Längsschlitz
30 ist jeweils der gesamte in Fig. 7 gezeigte Querschnitt des Mehrkanalflachrohres
1 eingefügt und mittels Löten dicht verbunden.
[0012] Die Anordnung der Trennwände
21,
22,
24 geht am besten aus der Fig. 6 hervor. Die Teilquerwand
22 im Bauteil
7 bewirkt, dass ein eintrittsseitiges Mehrkanalflachrohrende
11 vom restlichen Querschnitt des Mehrkanalflachrohres
1 hydraulisch abgeteilt ist, worunter zu verstehen ist, dass innerhalb des Bauteils
7 keine hydraulische Verbindung zum restlichen Querschnitt des Mehrkanalflachrohrendes
1 besteht. Der restliche Querschnitt des Mehrkanalflachrohrendes
1 ist dem Ende des Kühlstrangs
5 und dem Anfang des Kühlstrangs 4 zugeordnet. Das erwähnte Ende und der erwähnte Anfang
münden im zweiten Umlenkraum
13.2, der durch die Längstrennwand
21 und die Quertrennwand
22 im Bauteil
7 gebildet ist. Der Verteilerkanal
8 ist auf einer Seite über die Passage
34 zwischen der Längswand
21 und der Umfangswand
20 mit dem Einlass
25 verbunden und auf der anderen Seite mit dem einlassseitigen Mehrkanalflachrohrende
11. Das Bauteil
9 ist im Vergleich zum Bauteil
7 etwas einfacher konfiguriert, denn es besitzt lediglich die Quertrennwand
24, die über den gesamten Querschnitt des Bauteils
9 geht. Dadurch sind im Bauteil
9 zwei getrennte Abteilungen gebildet, wovon die größere Abteilung den ersten Umlenkraum
13.1 darstellt, in dem das dem Kühlstrang
6 zugeordnete Ende des Mehrkanalflachrohres
1 und der dem Kühlstrang
5 zugeordnete Anfang des Mehrkanalflachrohres
1 münden. Die zweite Abteilung ist der Sammelraum
10, in dem das dem Kühlstrang
4 zugeordnete austrittsseitige Mehrkanalflachrohrende
12 mündet.
Die Fig. 4, 5 und 9 zeigen, wie eingangs bereits erwähnt, den Wärmeübertrager, bestehend
aus drei einzelnen, im Querschnitt etwa rechteckigen Mehrkanalflachrohren
1. Das Mehrkanalflachrohr mit dem Bezugszeichen
1.6 bildet den Kühlstrang
6, mit
1.5 den Kühlstrang
5 und mit
1.4 folglich den Kühlstrang
4. Die Mehrkanalflachrohre
1.6,
1.5 und
1.4 sind in identischer Weise serpentinenartig gebogen worden, und sie sind jeweils an
ihren Schmalseiten
32 miteinander verlötet, was nur prinzipiell dargestellt ist. (Fig. 9) Die verbundenen
Schmalseiten
32 befinden sich an den Stellen, die der Position der Trennwände
22 bzw.
24 entsprechen. Die Enden aller drei Mehrkanalrohre
1.6,
1.5,
1.4 sind in einem nicht deutlich gezeigten Längsschlitz
33 in den Bauteilen
7 bzw.
9 eingesetzt und dicht verlötet. In der Fig. 4 ist jedoch ein Teil des Längsschlitzes
33 in der Umfangswand
23 des Bauteils
9 angedeutet worden.
1. Wärmeübertrager in Serpentinenbauweise, der aus mindestens einem serpentinenartig
gebogenen Mehrkanalflachrohr (1) mit zwischen den Serpentinen (2) angeordneten Kühlrippen
(3) aufgebaut ist, wobei das oder die Mehrkanalflachrohr/e (1) hydraulisch getrennt
ist/sind, um mehrere in Kühlluftströmungsrichtung hintereinanderliegende Kühlstränge
(4, 5, 6) zu schaffen, die nacheinander von einem Kältemittel durchströmt sind, der
ein mit seiner Längsachse in Kühlluftströmungssrichtung angeordnetes Bauteil (7) als
Verteilerkanal (8) und ein anderes Bauteil (9) als Sammelkanal (10) für das Kältemittel
aufweist, an dem das eintrittsseitige Mehrkanalflachrohrende (11) bzw. das austrittsseitige
Mehrkanalflachrohrende (12) angeschlossen ist, und mit einem Umlenkraum (13), um das
Kältemittel von einem Kühlstrang (6, 5) in den nächsten Kühlstrang (5, 4) strömen
zu lassen,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich das den Verteilerkanal (8) beinhaltende Bauteil (7) und / oder das den Sammelkanal
(10) beinhaltende Bauteil (9) etwa über die Tiefe (Z) sämtlicher Kühlstränge (4, 5,
6) erstreck/t/en, wobei der Umlenkraum (13.1 bzw. 13.2) in dem/n Bauteil/en (7 bzw.
8) integriert ist.
2. Wärmeübertrager in Serpentinenbauweise, der aus mindestens einem serpentinenartig
gebogenen Mehrkanalflachrohr (1) mit zwischen den Serpentinen (2) angeordneten Kühlrippen
(3) aufgebaut ist, wobei das oder die Mehrkanalflachrohr/e (1) hydraulisch getrennt
ist/sind, um mehrere in Kühlluftströmungsrichtung hintereinanderliegende Kühlstränge
(4, 5, 6) zu schaffen, die nacheinander von einem Kältemittel durchströmt sind, der
ein mit seiner Längsachse in Kühlluftströmungssrichtung angeordnetes Bauteil (7) als
Verteilerkanal (8) und ein anderes Bauteil (9) als Sammelkanal (10) für das Kältemittel
aufweist, an dem das eintrittsseitige Mehrkanalflachrohrende (11) bzw. das austrittsseitige
Mehrkanalflachrohrende (12) angeschlossen ist, und mit einem Umlenkraum (13), um das
Kältemittel von einem Kühlstrang (6, 5) in den nächsten Kühlstrang (5, 4) strömen
zu lassen,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich das den Verteilerkanal (8) beinhaltende Bauteil (7) und / oder das den Sammelkanal
(10) beinhaltende Bauteil (9) etwa über die Tiefe (Z) sämtlicher Kühlstränge (4, 5,
6) erstreck/t/en, wobei der Umlenkraum (13.1 bzw. 13.2) in dem/n Bauteil/en (7 bzw.
8) integriert ist, und dass die Kühlluftströmungsrichtung und die Strömungsrichtung
des Kältemittels so gewählt sind, dass die Wärmeübertragung im Kreuzgegenstrom erfolgt.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertrager mindestens drei Kühlstränge (4, 5, 6) aufweist, wovon wenigstens
einer im Querschnitt reduziert ist, wobei die Kühlluft zuerst durch den Kühlstrang
(4) strömt, dessen Querschnitt klein ist, dann auf den nächsten Kühlstrang (5) mittlerer
oder gleicher Größe trifft, um schließlich durch den größten Kühlstrang (6) zu strömen
und dass das Kältemittel zuerst durch den größten Kühlstrang (6) strömt, dann durch
den mittleren oder kleineren Kühlstrang (5), um schließlich durch den kleinsten oder
den letzten Kühlstrang (4) zu strömen. (Kreuzgegenstrom)
4. Wärmeübertrager nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass das den Verteilerkanal (8) beinhaltende Bauteil (7) eine Umfangswand (20) und eine
Längstrennwand (21) aufweist, die etwa über zwei benachbarte Kühlstränge (4, 5) reicht
und eine Quertrennwand (22), wobei die Längstrennwand (21) und die Quertrennwand (22)
einen Teil des Querschnitts des Bauteils (7) abtrennen, und dass in diesem abgetrennten
Teil (Raum13.2) die zweite Umlenkung des Kältemittels von einem Kühlstrang (5) in
den nächsten Kühlstrang (4) erfolgt, und weiter einen Eintrittskanal (8) (Verteilerkanal)
aufweist, der sich entlang der Längstrennwand (21) und der Umfangswand (20) erstreckt
und zum eintrittsseitigen Mehrkanalflachrohrende (11) führt.
5. Wärmeübertrager nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass das den Sammelkanal (10) beinhaltende Bauteil (9) eine Umfangswand (23) und eine
Quertrennwand (24) aufweist, wobei die Quertrennwand (24) zwei benachbarte Kühlstränge
(5, 6) von dem dritten Kühlstrang (4) hydraulisch abtrennt, dass in dem Teil (Raum13.1)
des Bauteils (9) der zwei Kühlstränge (5, 6) umfaßt die erste Umlenkung des Kältemittels
von einem Kühlstrang (6) in den nächsten Kühlstrang (5) erfolgt, und dass das austrittsseitige
Mehrkanalflachrohrende (12) des dritten Kühlstrangs (4) im verbleibenden Teil des
Bauteils (9) (im Sammelkanal 10) mündet.
6. Wärmeübertrager nach den vorstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (3) durchgehend über alle Kühlstränge (4, 5, 6) gestaltet sind.
7. Wärmeübertrager nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (7, 9) vorzugsweise im allgemeinen rohrförmig ausgebildet sind und jeweils
den gesamten Querschnitt des Mehrkanalflachrohres (1) bzw. der Kühlstränge (4, 5,
6) in einem Längsschlitz aufnehmen, der darin dicht und fest verlötet ist.
8. Wärmeübertrager nach einem der vorstehenden Ansprüche, insbesondere nach 1, 2 und
4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kältemitteleinlass (25) vorzugsweise in der Nähe einer Stirnseite des den Verteilerkanal
(8) beinhaltenden Bauteils (7) angeordnet ist, der am vom eintrittsseitigen Mehrkanalflachrohrende
(11) entfernten Ende des Bauteils (7) sitzt.
9. Wärmeübertrager nach einem der vorstehenden Ansprüche, insbesondere nach 1, 2 und
5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kältemittelauslass (26) vorzugsweise in der Nähe einer Stirnseite des den Sammelkanal
(10) beinhaltenden Bauteils (9) angeordnet ist, der dort anschließt, wo das austrittsseitige
Mehrkanalflachrohrende (12) im Bauteil (9) mündet.
10. Wärmeübertrager nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Quertrennwand (22) im den Verteilerkanal (8) beinhaltenden Bauteil (7) dort angeordnet
ist, wo der Kühlstrang (6) mit dem größten Querschnitt an den benachbarten Kühlblock
(5) angrenzt, bzw. wo das Mehrkanalflachrohr (1) zwischen dem größten Kühlstrang (6)
und dem benachbarten Kühlstrang (5) hydraulisch getrennt ist.
11. Wärmeübertrager nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziges Mehrkanalflachrohr (1) oder mehrere Mehrkanalflachrohre (1.6, 1.5, 1.4)
vorhanden ist / sind.