[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Peilung, welche an einem Sichtmittel,
wie beispielsweise einem Sichtblock, Winkelspiegel etc., an einem insbesondere gepanzerten
Fahrzeug oder in Schutzräumen angebracht ist.
[0002] In Schutzräumen und bei gepanzerten Fahrzeugen etc. werden für die Überwachung der
nahen Umgebung häufig sogenannte Sichtblöcke (Vision-blocks) oder Winkelspiegel eingesetzt.
Diese sind als massive Blöcke aus Glas oder anderen optisch durchlässigen Materialien
gefertigt, damit der Beobachter gegen massive äußere Einwirkungen insbesondere im
Einsatzfall (Splitterwirkung, Beschuß) geschützt ist.
[0003] Einen Winkelspiegel für gepanzerte Fahrzeuge und dessen Anordnung auf dem Fahrzeug
offenbart die DE 41 00 229 A1.
[0004] Eine weitere Winkelspiegelanordnung beschreibt die DE 36 27 716 A1, bei der zum nachträglichen
Einbau an der dem Einblickfenster zugewandten Fläche des Glaskörpers eine Anzeigeeinheit
angeordnet, deren Anzeigefeld mit einstellbaren Informationen versehen ist. In einer
Ausgestaltung sind auf dem Anzeigefeld Leuchtdioden angebracht, über denen sich Buchstaben
oder Zahlen und Symbole befinden. Das jeweils gültige Symbol wird durch die entsprechende
Leuchtdiode gekennzeichnet.
[0005] Ein Sichtblock zur Beobachtung der äußeren Umgebung wird in der DE 100 52 048 A1
erwähnt, der aus einem lichtdurchlässigen Material besteht.
[0006] Die DE 298 22 897 U1 beschreibt ein optisches System für eine Visiereinrichtung mit
eingespiegelter Marke. Als Marke werden im roten Bereich emittierende Leuchtdioden
eingesetzt, die für den Benutzer der Visiereinrichtung an Linsen dieser Einrichtung
reflektiert wird.
[0007] Die Sichtblöcke bzw. Winkelspiegel werden so angeordnet, dass für die Besatzung die
Möglichkeit einer Rundumbeobachtung (Beobachtungswinkel im Azimut 360°) möglich ist,
was durch Einsatz mehrerer Sichtblöcke / Winkelspiegel realisierbar ist.
Aufgrund der räumlichen und geometrischen Verhältnisse innerhalb der Schutzräume bzw.
der Fahrzeuge besteht die Notwendigkeit, dass die Aufgabe der Nahbereichsbeobachtung
von mehreren Personen wahrgenommen werden muss. Für die Beobachtung der weiteren Umgebung
sowie zur Identifizierung und Bekämpfung des beobachteten Objektes im gesamten Überwachungsbereich
werden vergrößernde optische und / oder optronische Sichtgeräte verwendet, die als
Zielperiskop waffenstarr oder als Rundumsichtperiskop angeordnet sind.
[0008] Zur Identifizierung und / oder Bekämpfung der von den einzelnen Beobachtern durch
die Sichtblöcke entdeckten Objekte muss das vergrößernde optische / optronische Sichtgerät
auf das jeweils detektierte Objekt gerichtet werden. Dazu wird der Bediener des vergrößernden
Sichtgerätes vom Bediener des Sichtblockes eingewiesen, der das Objekt anvisiert hat,
was eine gegenseitige Kommunikation auslöst.
[0009] Um diese Einweisung leichter zu gestalten, sind sogenannte Tippvisiere am Sichtblock
oder Winkelspiegel vorgesehen, mit denen der Bereich, in dem sich das beobachtete
Objekt befindet, anwählbar ist. Üblich sind hier Sehfelder in den Sektoren "Links",
"Mitte" und "Rechts". Jeder Taster entspricht einem bestimmten Turmwinkel, welcher
als Sollwert dem Lageregelkreis des Periskops aufgeschaltet wird. Die Bestimmung der
Sollwertes erfolgt über die Position des Sichtblocks und dem angesprochenen Sektor
manuell oder mittels Rechner.
[0010] Nachteilig ist, dass diese Form der Richtungszuweisung ziemlich ungenau ist, da je
nach dem, welche Position der Beobachter in Bezug zum Einblick des Sichtblocks (Augpunkt)
einnimmt, sich die Lage des zu beobachteten Objekts im Sehfeld des Sichtblockes ändert.
Die Richtungszuweisung mit den bekannten Tippvisieren ist noch zu grob, so dass auch
hier eine verbale Beschreibung erforderlich ist, um den Aufenthaltsort des detektierten
Ortes so zu definieren, damit dieses vom vergrößernden Sichtgerät erfaßt werden kann.
[0011] Für eine schnelle und sichere Erfassung und Ortsbestimmung des Objektes wird zudem
gefordert, dass der vom Beobachter am Sichtblock vorgegebene Richtungswinkel mit einem
Fehler ermittelt wird, der kleiner als das halbe Sehfeld des vergrößernden Sichtgerätes
ist.
[0012] Hier greift die Erfindung die Aufgabe auf, eine Vorrichtung an einem Sichtmittel
aufzuzeigen, mit der eine einfache, vorzugsweise automatische Zielzuweisung möglich
ist und die vorgenannten Nachteile vermieden werden.
[0013] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
[0014] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, am Eintritts- (Ausblickfenster außen) und
Austrittsfenster (Ausblickfenster innen) eines Sichtmittels je eine Reihe von Leuchtdioden
(LED) anzuordnen, die so positioniert sind, dass sie zumindest am Eintrittsfenster
für den Beobachter am oberen bzw. unteren Rand des Sehfeldes sichtbar sind. Am Austrittsfenster
kann die Diodenreihe gleichfalls am oberen bzw. unteren Rand des Sichtfeldes sichtbar
sein, aber vorzugsweise nicht in das Sehfeld hineinragen, um so u.a. einen Lichtaustritt
bei Dämmerung oder Dunkelheit zu vermeiden.
[0015] Mit dieser Vorrichtung wird eine Art elektrische Peilscheibe geschaffen, die es erlaubt,
einzelne Objekte im Sehfeld des Sichtmittels hinreichend genau anzupeilen und eine
Einweisung des Bedieners am vergrößernden Sichtgerät durch den Beobachter am Sichtmittel
nicht mehr notwendig macht.
[0016] Das Prinzip der Peilung beruht auf einer paarweisen Ansteuerung jeweils einer Diode
der äußeren und der inneren Diodenreihe über eine Steuerelektronik, wobei durch die
Angabe einer einzelnen Zahl (Kennzahl der Peilung ) oder eines programmierbaren Diodenpärchens
eine eindeutige Richtungsangabe möglich ist.
[0017] Bei Ansteuerung der Diodenpaare erfolgt die Ansteuerung der Dioden der äußeren Diodenreihe
spiegelverkehrt zur inneren. Dadurch wird eine vorgegebene Peillinie erzeugt, die
gleichzeitig einen vorbestimmten Winkel nachbildet. Das Auge (Augpunkt) richtet sich
nach den beiden angesteuerten Dioden und läuft als Auglinie visuell der durch das
Diodenpaar gebildeten Peillinie nach. Liegt das Objekt nicht auf dieser Peillinie,
werden ein weiteres Diodenpaar angesteuert, bis erzeugte Peillinie und Auglinie auf
das Objekt gerichtet übereinstimmen. Die Diodenpaare decken dabei den gesamten Winkelbereich
des Sehfeldes des Sichtmittels ab. Die in dieser Ausführung erzeugten Peillinien gehen
durch einen gemeinsamen Peilpunkt, dem Mittelpunkt des Sichtmittels.
[0018] In Weiterführung der Erfindung ist auch eine Programmierung von anzusteuernden Diodenpärchen
möglich, wobei die erzeugten Peillinien nicht durch den Mittelpunkt des Sichtmittels
gehen. Hierbei werden Diodenpärchen definiert, die eine Peillinie nachbilden könnten.
Diese werden dann, wie auch die Kennzahlen, im Systemrechner abgelegt. Das jeweils
angesteuerte Diodenpäarchen definiert dann den Peilwinkel.
[0019] Die Ansteuerung der Diodenpaare bzw. -päarchen kann manuell erfolgen oder durch des
Systemrechner automatisch in einem vorgegebenen Zeitintervall bestimmt werden, wobei
dann die Bedienperson die Möglichkeit erhält, dem Systemrechner mitzuteilen, dass
die derzeitig eingestellte Anpeilung in Ordnung ist und keine weiteren Ansteuerungen
nötig sind. Diese Information speichert sich der Systemrechner.
[0020] Sofern die Einbaulage des Sichtmittels in Bezug zum Fahrzeug, vorzugsweise zu Fahrzeuglängsachse
bekannt ist, kann durch die Position des Sichtmittels und den durch die angesteuerten
Dioden festgelegten Winkel innerhalb des Sichtmittels eindeutig die Richtung des angepeilten
Objekts in Bezug zum Fahrzeug (Fahrzeuglängsachse) ermittelt werden. Diese Richtungsangabe
wird über einen Systemrechner erkannt und an entsprechenden Geräte bzw. Gerätschaften
übermittelt. Insbesondere wird die Richtungsangabe als Information an das vergrößernde
Sichtgerät gegeben.
[0021] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt
- Fig. 1
- in einer Draufsichtdarstellung eine skizzenhafte Anordnung von Sichtmitteln mit erfinderischer
Vorrichtung an einem Fahrzeug,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung eines der Sichtmittel aus Fig. 1 in einer perspektivischen
Darstellung,
- Fig. 3
- das Prinzip der Peilung mit diesem Sichtmittel,
- Fig. 4
- eine Darstellung der Peilung mit dem Sichtmittel,
- Fig. 5
- in Blockbilddarstellung eine Anordnung zur Zielzuweisung mehrere Sichtmittel.
[0022] In Fig. 1 ist in einer Draufsicht ein gepanzertes Fahrzeug 1 mit einem Turm 2 und
einer Waffe 3 am Turm 2 dargestellt. Skizzenhaft angedeutet ist des Weiteren ein Rundumbeobachtungsbereich
von 360° im Azimut, welcher über Sichtmittel 4 (4.1- 4.n) abgedeckt wird, wobei der
Übersichtlichkeit halber nur zwei von beispielsweise 8 Sichtmitteln 4.1, 4.2 angedeutet
sind.
Die Sichtmittel 4 sind durch ihren Einbau auf dem Fahrzeug 1 unterschiedlich positioniert.
Diese Positionen werden in diesem Ausführungsbeispiel durch einen Winkel α bzw. Winkel
β bezogen auf die Fahrzeuglängsachse 1.1 beschreiben und sind in einem Systemrechner
11 hinterlegt. Mit 5 gekennzeichnet ist ein Auge (Augpunkt) eines nicht näher dargestellten
Beobachters.
[0023] Fig. 2 zeigt eines der Sichtmittel 4 in einer perspektivischen Darstellung.
[0024] Das Sichtmittel 4, ein Sichtblock, weist am Eintrittsfenster 6 (Ausblickfenster außen)
eine LED-Reihe 7 außen und am Austrittsfenster 8 (Ausblickfenster innen) eine LED-Reihe
9 innen auf. Die LED-Reihe 9 am Austrittsfenster 8 ist vorzugsweise so positioniert,
dass sie nicht in ein Sehfeld 10 des Sichtblockes 4 hineinragt. Die LED-Reihe 7 am
Eintrittsfenster 6 wird hingegen so positioniert, dass sie für den Beobachter am oberen
oder am unteren Rand des Sehfeldes 10 sichtbar wird. Die Nummernfolge n bis -n der
LED's in der inneren LED-Reihe 9 ist spiegelverkehrt zur Nummernfolge n bis -n der
LED's der äußeren LED-Reihe 7.
[0025] Dargestellt ist hier eine Peillinie P
0, die durch die Dioden "0" beider Reihen 9, 7 führt. Diese Diodenzahl -n bis n dient
als Kennzahl K
-n bis
n des bei der Peilung ermittelten Peilwinkels δ
-n bis n .
[0026] Fig. 3 zeigt das Prinzip der elektrischen Peilung, welches in Fig. 4 anhand des Sichtblockes
praktisch dargestellt ist.
[0027] Dieses Prinzip hierbei beruht darauf, dass paarweise jeweils eine LED, hier die LED
"- 3" der inneren LED-Reihe 7 und die LED "-3" der äußeren 9 über eine hier nicht
dargestellte Steuerelektronik, die beispielsweise im Systemrechner 11 integriert ist,
angesteuert werden, so dass durch die Angabe einer Diodenzahl "-3" eine einzelne Kennzahl
K, nämlich "- 3" ermittelt wird, durch die eine eindeutige Richtungsangabe bezogen
auf den Beobachter (Augpunkt 5) durch den Systemrechner 11 erfolgt. Beide LED's "-
3" beschreiben dabei einen vorgegebenen Winkel δ
-3 , den das Auge 5 des Beobachters zur Anpeilung des Objektes 12 verfolgt.
[0028] Die beiden LED-Reihen 7, 9 bilden damit eine elektronische Peilscheibe 20.
[0029] In praktischer Anwendung stellt sich das so dar, dass jeder Sichtblock 4
1-n ein Sehfeld 10
1-n besitzt, welches durch seine Sehfeldbegrenzungen 13
1-n die Sicht des Auges 5 einschränkt.
[0030] Durch die Entfernung zum Objekt 12 ist dieses Sehfeld 13
1-n ausreichend für die Peilung. Das Auge 5 blickt entlang der jeweils manuell oder den
Systemrechner 11 angesteuerten LED's der inneren als auch der äußeren LED-Reihe 7,
9 um das Objekt 12 anzupeilen. Das Diodenpaar, welches dann in direkter Peilung mit
dem Auge 5 und dem Objekt 12 liegt und eine bestimmte Peillinie P
-n bis
n bildet und damit den Peilwinkel δ
-n bis n nachbildet, wird als Kennzahl K
-n bis
n vom Systemrechner 11 ermittelt. Im hier dargestellten vorliegenden Fall ist die Kennzahl
"K
1".
[0031] Die einzelnen Diodenpaare der elektrischen Peilscheibe 20 werden, bei manueller Vorgabe
mittels Tastung eines nicht näher dargestellten Tasters im Bereich bzw. in der Nähe
des Sichtblockes 4, nacheinander so angesteuert, das jeweils eine benachbarte Diode
der inneren LED-Reihe 7 links oder rechts aufleuchtet. Gleichzeitig werden die korrespondierenden
Dioden der äußeren LED-Reihe 9 in umgekehrter Reihenfolge, also die Nachbardioden
rechts oder links angesteuert (siehe Verknüpfung in Fig. 3). Dadurch werden unterschiedliche
Peillinien P
-5 bis P
5 für das Auge 5 zum Objekt 12 erzeugt. Die Ansteuerung der LED's -5 bis 5 erfolgt
über eine nicht näher dargestellte Signalaufbereitungsschaltung des Systemrechners
11 und mittels gepulster Signale definierter Länge. Je nach dem, welche der Diodenpaare
-5 bis 5 die Bedingung der Peilung erfüllen, wird diese Information aus der Tastenstellung
gewonnen und an den Systemrechner 11 gegeben.
[0032] Unter Kenntnis des Winkel α bzw. β etc. und damit der Position des Sichtblockes 4
am Fahrzeug 1 und den durch die angesteuerten LED'S -n bis n festgelegten Winkel δ
-n bis n (siehe auch Fig. 1) innerhalb des Sichtblockes 4 kann die Richtung eines angepeilten
Objektes 12 somit eindeutig ermittelt werden.
[0033] In Summe der Informationen kann durch den Systemrechner 11 die Waffensteuerung 16
zur Ausrichtung des Waffe 3 auf das Objekt 12 angesteuert und durch diese die Waffe
3 ausgerichtet werden.
[0034] Wie bereits beschrieben, sind mehrere Sichtblöcke 4.1 bis 4.n zur Rundumbeobachtung
notwendig. Fig. 5 zeigt eine Anordnung, mit der es möglich ist, ein Rundumperiskop
14 und / oder waffenparalleles Zielgerät (nicht näher dargestellt) mit Steuerung 15
bzw. die Waffe 3 über eine Waffensteuerung 16 automatisch auf das angepeilte Objekt
12 zu richten.
[0035] Befindet sich beispielsweise das Objekt nicht im Sehfeld 10.1 des hier beschriebenen
einen Sichtblockes 4.1 sondern im Sehfeld 10.3 eines um ca. 160° versetzt angebrachten
weiteren Sichtblock 4.3 , so schalte sich dieser Sichtblock 4.3 auf den Systemrechner
11 auf, wodurch wiederum eine Steuerung 16 der Waffenstation (Turm 2) angesteuert
wird, um die Waffe 3 unter Berücksichtigung des Winkels δ im Sichtblock 4.3 in das
Sehfeld 10.3 des Sichtblockes 4.3 zu bringen. Danach erfolgt die Ausrichtung der Waffe
3 über die Waffen-steuerung 16.
[0036] Es versteht sich, dass im Rahmen des Erfindungsgedankens Änderungen möglich sind.
[0037] So kann durch Programmierung auch eine andere sinnvolle Ansteuerung vorgenommen werden,
die nicht die beschriebenen Diodenpaare, sondern frei programmierbare Diodenpärchen
zuschaltet. Dies könnten die LED "1" der inneren Diodenreihe 7 und die LED "-3" der
äußeren Diodenreihe 9 sein, wodurch ein andere Winkel δ als zwischen dem eigentlichen
Diodenpaar nachgebildet wird. Durch diese Methode sind weitere Peillinien erzeugbar.
[0038] Als praktisch ausreichend haben sich jedoch die Diodenpaare gezeigt.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- gepanzertes Fahrzeug,
- 1.1
- Fahrzeuglängsachse
- 2
- Turm
- 3
- Waffe
- 4
- Sichtmittel
- 4.1 -4.n
- Sichtblöcke
- 5
- Augpunkt eines Beobachters
- 6
- Eintrittsfenster (Ausblickfenster außen)
- 7
- LED-Reihe außen
- 8
- Austrittsfenster (Ausblickfenster innen)
- 9
- LED-Reihe innen
- 10.1-10.n
- Sehfeld
- 11
- Systemrechner
- 12
- Objekt
- 13.1-13.n
- Sehfeldbegrenzung
- 14
- Rundumperiskop
- 15
- Steuerung von 14
- 16
- Waffensteuerung
- 17
- Steuerung Waffenstation (Turm)
- 20
- elektronische Peilscheibe
1. Vorrichtung an einem Sichtmittel (4) zur Peilung eines Objektes (12) durch einen Beobachter,
wobei das Sichtmittel (4) aus einem optisch lichtdurchlässigem Material besteht und
eine Beobachtung der äußeren Umgebung eines Fahrzeuges (1) innerhalb eines Sehfeldes
(10) des Sichtmittels (4) ermöglichen, wobei
- am Eintrittsfenster (6) und am Austrittsfenster (8) des Sichtmittels (4) je eine
Reihe (7, 9) von Dioden (-n , n ) angeordnet und so positioniert sind, dass
- diese Diodenreihen (7, 9) am Eintrittsfenster (6) sowie am Austrittsfenster (8)
für den Beobachter am oberen bzw. unteren Rand des Sehfeldes (10) sichtbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Diodenreihe (9) am Austrittsfenster (8) nicht in das Sehfeld (10) des
Sichtmittels (4) hineinragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Nummernfolge der LED's (-n, n) in der inneren LED-Reihe (9) spiegelverkehrt zur
Nummernfolge der LED's (n, -n) der äußeren LED-Reihe (7) ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung über eine Steuerelektronik (11) erfolgt, wobei jeweils einer Diode
(-n, n) der äußeren (7) und eine Diode (n, -n) der inneren Diodenreihe (9) paarweise
angesteuert werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung der Dioden (-n, n) der äußeren Diodenreihe (7) spiegelverkehrt zur
inneren (9) erfolgt und eine Peillinie (P) zum Objekt (12) vorgibt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung der einzelnen Diodenpaare (-n, n) der äußeren Diodenreihe (7) und
der inneren Diodenreihe (9) nacheinander so erfolgt, dass jeweils eine benachbarte
Diode (-n, n) der inneren LED-Reihe (7) links oder rechts aufleuchtet und gleichzeitig
die korrespondierenden Dioden (n, -n) der äußeren LED-Reihe (9) in umgekehrter Reihenfolge
rechts oder links angesteuert werden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dioden (-n, n) als Kennzahl (K1-n) der Peillinie (P1-n) fungieren.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass frei programmierbare Diodenpärchen (-n, n) der äußeren Diodenreihe (7) und der inneren
Diodenreihe (9) zuschaltbar sind, die eine Peillinie (P) zum Objekt (12) nachbilden
können, die nicht durch den einen gemeinsamen Mittelpunkt der Sichtmittels (4) verlaufen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Peillinien (P1-n) jeweils ein Winkel (δ1-n) innerhalb des Sichtmittels (4, 4.1-4.n) nachgebildet wird, welche als Winkeldaten
im Systemrechner (11) hinterlegt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Dioden (-n, n) der äußeren Diodenreihe (7) und der inneren Diodenreihe
(9) abhängig ist vom gesamten Winkelbereich des Sehfeldes (10, 10.1-10.n) .
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung der LED's (-n, n) durch eine Tastenschaltung erfolgt, wobei die jeweilige
Tastenstellung vom Systemrechner (11) registriert und diese Information verarbeitet
wird.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung der LED's (-n, n) vom Systemrechner (11) vorgegeben und als Information
verarbeitet wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12 , dadurch gekennzeichnet, dass diese Information an eine Waffensteuerung (16) zur Ausrichtung einer Waffe (3) auf
das Objekt (12) gegeben wird.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren Sichtmittel (4.1 - 4.n) sich das Sichtmittel (4.1- 4.n) auf den Systemrechner
(11) aufschaltet, welches bei Peilung eine Peillinie (P-n bis n) zum Objekt (12) erzeugt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (16) der Waffenstation ansteuert wird, um die Waffe (3) in Übereinstimmung
mit dem Sehfeld (10.1-10.n) des Sichtmittels (4.1-4.n) zu bringen, welches das Objekt
(12) detektiert hat.