[0001] Die Erfindung betrifft einen Stecker mit Halteelement zum Verbinden mit einer Steckbuchse.
Dabei soll das Verbinden mit einer Steckbuchse erfolgen, die ein Steckbuchsengehäuse
mit einer ersten Längsachse und mit einem von einer Wand umschlossenen Aufnahmeraum
aufweist, der zu einer Stirnfläche des Steckbuchsengehäuses offen und an dem dazu
entfernten Ende durch einen Boden verschlossen ist. Dem Steckbuchsengehäuse sind erste
Kontakte zugeordnet, die in den Aufnahmeraum vom Boden parallel zur ersten Längsachse
vorstehen. Auf der Außenfläche der den Aufnahmeraum umschließenden Wand ist eine Rastnase
vorspringend angeordnet. Diese weist eine in Richtung weg von der Stirnfläche auf
den Boden zu sich von der Außenfläche entfernend ansteigende Anlauffläche auf, an
welche sich in Richtung zum Boden eine auf die Außenfläche zu verlaufende Rastfläche
anschließt.
[0002] In der EP 0 896 396 A2 wird ein Steckverbinder beschrieben, der eine Steckbuchse
und einen Stecker umfasst. Die Steckbuchse weist ein Steckbuchsengehäuse und einen
von einer Wand umschlossenen Aufnahmeraum auf. Dieser ist zu einer Stirnfläche des
Steckbuchsengehäuses offen und an seinem dazu entfernten Ende durch einen Boden verschlossen.
Die Steckbuchse weist eine erste Längsachse auf, die eine Verbindungsrichtung definiert.
Dem Steckbuchsengehäuse sind erste Kontakte zugeordnet. Diese sind parallel zur ersten
Längsachse ausgerichtet und stehen vom Boden in den Aufnahmeraum vor. Auf der Außenfläche
der den Aufnahmeraum umschließenden Wand ist eine Rastnase vorspringend angeordnet.
Dem Stecker ist ein elastisch auslenkbarer Riegelarm zugeordnet, der über einen Schieber
verriegelt werden kann, wenn er sich in der Riegelposition befindet und dabei eine
Auslenkung des Riegelarms aus der entspannten Position verhindert. Dem Schieber sind
Druckfedern zugeordnet, die an ihrem nicht am Schieber abgestützten Ende miteinander
über eine Traverse verbunden sind. Der Riegelarm besitzt eine Schrägfläche, die beim
Einführen des Steckers in die Steckbuchse gegen die Rastnase läuft. Dabei befindet
der Schieber sich in einer Position, bei der seine Riegelfläche nicht in Kontakt zum
Riegelarm steht. Dazu ist der Riegelarm über Haltemittel in einer einstweiligen Position
gehalten. Wird der Stecker in die Steckbuchse eingeführt, dann gelangt nicht nur der
Riegelarm mit seinem hakenartigen Vorsprung gegen die Rastnase, sondern auch die Traverse,
die die beiden Druckfedern miteinander verbindet, kommt zur Anlage gegen die Stirnfläche
der Steckbuchse. Wird der Stecker weiter eingeführt, werden die Federn vorgespannt.
Das hakenförmige Verriegelungselement des Riegelarms gleitet über die Rastnase. Hierbei
hat der Riegelarm eine Stellung erreicht, bei dem seine Riegelfläche die Rastnase
hintergreifen kann. Dabei werden auch die Druckfedern in ihrer Wirkung freigegeben,
d.h. die Haltemittel geben den Schieber frei, so dass dieser aufgrund der Wirkung
der Federn weg von der Rastnase verschoben wird, wodurch die Riegelfläche des Schiebers
über den Riegelarm gelangen und diesen in seiner Eingriffsposition gegen Auslenkung
sichern. Dabei werden auch die Haltemittel in ihre Ursprungsposition zurückgestellt,
so dass auch die Federn wieder entlastet werden. Zum Lösen muss der Schieber entgegengesetzt
zur Löserichtung des Steckers an der Steckbuchse verschoben werden, damit der Riegelarm
freigegeben wird. Damit eine genügend große Kontaktfläche für die Abstützung der Druckfedern
gegeben ist, sind an dem Steckbuchsengehäuse Rippen vorgesehen, die in Verlängerung
des Verlaufs der Druckfedern angeordnet sind, d.h. sich parallel zueinander in Verbindungsrichtung
erstrecken und von der Stirnfläche der Steckbuchse ausgehen und bis zu der Rastnase
reichen.
[0003] Für das Lösen wird der Schieber zunächst soweit in Richtung zur Steckbuchse verschoben,
dass der Riegelarm freigegeben wird. Dabei werden die Druckfedern teilweise vorgespannt
und die Haltemittel setzen den Schieber in dieser Position fest. In dieser Position
kann auf einen Entriegelungsabschnitt des Schiebers eingewirkt werden, d.h. auf diesen
gedrückt werden, wobei dieser Abschnitt auf einen darunter liegenden Vorsprung des
Riegelarms wirkt. Da der Riegelarm wippenartig aufgehängt ist, wird damit der hakenartige
Vorsprung außer Eingriff zur Rastnase an der Steckbuchse bewegt. Wird nun an dem Stecker
gezogen, kann dieser von der Steckbuchse getrennt werden. Die Handhabung ist umständlich
und erfordert insbesondere dann, wenn ein sicherer Betrieb gefordert ist, zusätzliche
Maßnahmen in Form der Rippen an der Steckbuchse, um eine sichere Abstützung für die
Druckfedern, die den Schieber beaufschlagen, zu erreichen. Ungünstig ist ferner die
Handhabung insofern, als beim Lösen des Verbinders, d.h. des Steckers von der Steckbuchse
der Schieber zunächst entgegen der Löserichtung bewegt werden muss, um den Stellschieber
in eine Stellung zu überführen, in der über den diesem zugehörige Betätigungsabschnitt
eine Kraft auf den Riegelarm im Sinne des Lösens desselben von der Rastnase der Steckbuchse
möglich ist. Gleichzeitig muss dann am Stecker gezogen werden, um diesen aus der Steckbuchse
zu lösen.
[0004] Die DE 198 28 968 A1 betrifft einen Steckverbinder mit einer Steckbuchse und einem
Stecker, wobei der Steckbuchse ein blattfederartiges Halteelement zugeordnet ist,
das gleichzeitig als Kurzschlussbrücke für die Kontakte der Steckbuchse dient. Das
Halteelement weist zwei Rastschenkel auf, die jeweils mit einem Vorsprung des Steckers
in Kontakt treten und beim Verbinden eine Verformung erfahren, so dass die Vorsprünge
jeweils einen Knick im Rastschenkel überfahren können und danach ein erneutes Ausfedern
zulassen, so dass der Stecker in der Steckbuchse gesichert ist. Des weiteren sind
zwei im unverbundenen Zustand von Stecker und Steckbuchse mit den Kontakten der Steckbuchse
in Verbindung tretende Kontaktschenkel vorhanden, die Bestandteil des Halteelementes
sind, welches aus Metall hergestellt ist und damit elektrisch leitend ist. Im unverbundenen
Zustand ist also zwischen den Kontakten über die Kontaktschenkel ein Kurzschlusskontakt
hergestellt. Diese werden beim Einschieben des Steckers außer Kontakt zu den Kontakten
der Steckbuchse gebracht.
[0005] In der DE 100 52 970 A1 ist ein Steckverbinder, der eine Steckbuchse und einen Stecker
umfasst, beschrieben, wobei dem Stecker ein Schieber zugeordnet ist, der einstückig
mit einer Druckfeder gestaltet ist und beim Verbinden zunächst vorgespannt wird und
eine Ausschiebekraft erzeugt, solange der endgültige Verbindungszustand nicht erreicht
ist. Dieser Schieber dient darüber hinaus als Halteelement im verbundenen Zustand.
Der als Druckfeder gestaltete federnde Abschnitt umfasst eine schlangenförmig gebogenen
blattfederartigen Abschnitt.
[0006] Die EP 1 089 393 A1 umfasst eine Steckbuchse mit einem von einer Wand umschlossenen
Aufnahmeraum, in den ein Stecker einsteckbar ist. Um eine wasserdichte Anordnung zu
erzielen, besitzt der Stecker auf dem in den Aufnahmeraum der Steckbuchse eintretenden
Abschnitt eine Dichtung, die mit der Innenfläche des Aufnahmeraumes in Kontakt tritt.
Der Abschnitt des Steckers, der in den Aufnahmeraum der Steckbuchse eintritt, ist
gegenüber dem dazu zurückversetzten Bereich des Steckers querschnittsmäßig verjüngt
ausgebildet.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stecker für eine übliche Steckbuchse,
d.h. eine solche, bei der nur eine Rastnase vorgesehen ist, vorzuschlagen, der einfach
handhabbar ist und solange keine endgültige Verbindung erzielt wurde, eine Kraft bewirkt,
die den Stecker aus der Steckbuchse löst.
[0008] Diese Aufgabe wird durch einen Stecker gelöst, umfassend
- ein Steckergehäuse,
das eine zweite Längsachse aufweist,
das einen bei zueinander parallel ausgerichteten Längsachsen in den Aufnahmeraum einführbaren
ersten Gehäuseabschnitt mit einer Endfläche aufweist, von der aus zu den ersten Kontakten
passende zweite Kontakte zum elektrischen Verbinden mit diesen zugänglich sind, und
das einen elastisch auslenkbaren Riegelarm mit Rastmitteln aufweist, die beim Verbinden
mit dem Steckbuchsengehäuse der Rastnase gegenüberstehen,
- einen Schieber,
der am Steckergehäuse entlang der zweiten Längsachse zwischen einer Lösestellung und
einer Riegelstellung begrenzt verstellbar gehalten ist und in der Riegelstellung eine
Auslenkung des Riegelarms verhindert,
- mindestens eine Druckfeder,
die einerseits am Steckergehäuse und andererseits am Schieber abgestützt ist und den
Schieber zur Einnahme seiner Riegelstellung hin beaufschlagt, und
- ein federndes Halteelement,
- das aus einem Stahldraht geformt ist,
das zwei von einem Verbindungsabschnitt beabstandet abstehende Feder schenkel und
jeweils einen an diesen abgewinkelt anschließenden Befestigungsabschnitt aufweist,
wobei jeder Befestigungsabschnitt in eine separate Aufnahmebohrung des Schiebers eingreift
und die Aufnahmebohrungen rechtwinklig zur zweiten Längsachse und zueinander parallel
versetzt verlaufen
[0009] Von Vorteil bei dieser Ausführung ist, daß der Stecker in Verbindung mit üblichen
Steckbuchsen genutzt werden kann, welche nur eine Rastnase aufweisen, so daß ohne
Änderung an denselben gewährleistet ist, daß der Stecker von der Steckbuchse getrennt
wird, solange keine endgültige Verriegelungsposition erreicht wurde. Ferner wird die
Handhabung dadurch vereinfacht, daß beim Verbinden lediglich auf das Steckergehäuse
eingewirkt wird, indem dieses relativ zum Steckbuchsengehäuse, d. h. auf dessen Boden
zu bewegt wird. Die Freigabe des Schiebers zur endgültigen Sicherung des Riegelarms
erfolgt automatisch abhängig von der Stellung des Steckergehäuses zum Steckbuchsengehäuse,
indem das blattfederartige Halteelement außer Wirkeingriff zur Stirnfläche des Steckbuchsengehäuses
gelangt und somit die Kraft der zwischen dem Steckergehäuse und dem Schieber wirksamen
Druckfedern freigegeben wird. Der Schieber wird relativ zum Steckbuchsengehäuse und
zum Steckergehäuse so verschoben, daß der Riegelarm gegen Verlagerung in die entriegelte
Position gesichert ist. Diese Position kann einfach dadurch aufgehoben werden, daß
für das Lösen des Steckers von der Steckbuchse auf den Schieber nur in Löserichtung
eingewirkt wird. Ferner ist von wesentlichem Vorteil, daß das Halteelement ein separates,
d.h. vom Schieber getrenntes Bauteil ist, das aus einem Werkstoff hergestellt ist,
der praktisch keinem Verschleiß oder Setzungen unterworfen ist. Durch die Gestaltung
des Halteelements in Verbindung mit der Aufnahme der Befestigungsabschnitte in versetzten
Aufnahmebohrungen des Schiebers wird eine kompakte Bauweise erzielt, weil die Befestigung
des Halteelements am Schieber nur einen geringen Platzbedarf hat und günstig zur Bereitstellung
des erforderlichen Federweges genutzt werden kann.
[0010] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, daß die Federschenkel an den Verbindungsabschnitt
mit einer Windung so anschließen, daß jeder Federschenkel den Verbindungsabschnitt
querend verläßt. Günstige Montageverhältnisse werden dadurch erzeugt, daß die Federschenkel
ausgehend vom Verbindungsabschnitt so verlaufen, daß die Befestigungsabschnitte zueinander
parallel versetzt sind. Vorzugsweise besteht das Halteelement aus einem Runddraht.
Günstigerweise ist es aus einem Edelstahl hergestellt.
[0011] Da das Halteelement aus Stahl im endgültig verriegelten Zustand des Steckers mit
der Steckbuchse elastisch aus seiner Normalposition ausgelenkt ist, d.h., solange
die Steckbuchse und der Stecker miteinander verbunden sind, gespannt ist, ist es günstig,
wenn es aus einem Edelstahl hergestellt ist.
[0012] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt.
[0013] Es zeigt
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung der Steckbuchse,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung des Steckers und der Steckbuchse vor dem Verbinden,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung der Steckbuchse mit dem Stecker im teilweise verbundenen
Zustand,
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung des Steckers mit der Steckbuchse im vollständig verbundenen
Zustand und
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht des Halteelements.
[0014] In Figur 1 ist eine übliche Steckbuchse 1 dargestellt. Die Steckbuchse 1 umfaßt ein
Steckbuchsengehäuse 2, das eine erste Längsachse 3 aufweist. Es weist ferner eine
Wand 4 auf, die einen im Öffnungsquerschnitt etwa abgerundet rechteckigen Aufnahmeraum
5 umschließt. Dieser ist zur Stirnfläche 6 offen und an dem dazu entgegengesetzten
Ende durch den Boden 8 geschlossen. Die Stirnfläche 6 ist vorzugsweise mit einer Abschrägung
zum Aufnahmeraum 5 hin versehen. Vom Boden 8 stehen erste Anschlußkontakte 7 in Form
von Stiften vor. Sie sind parallel zur ersten Längsachse 3 ausgerichtet. Auf einer
Außenfläche 9 der Wand 4 ist eine Rastnase 10 angeordnet, die in Richtung zur Stirnfläche
6 eine schräge Anlauffläche 11 aufweist, die von ihrem der Stirnfläche 6 zugewandten
Ende in Richtung zum Boden 8 sich von der Außenfläche 9 entfernend, d.h. ansteigend,
verläuft. Dieser schließt sich eine Rastfläche 12 an, die in Richtung zur Außenfläche
9 verläuft, d.h. bevorzugt senkrecht zu dieser verläuft bzw. gegebenenfalls sogar
einen Hinterschnitt aufweist.
[0015] In Figur 2 ist getrennt von der Steckbuchse 1 der Stecker 13 mit dem Steckergehäuse
14 dargestellt. Das Steckergehäuse 14 besitzt die zweite Längsachse 15. Es weist einen
ersten Gehäuseabschnitt 16 auf, der beim Verbinden mit der Steckbuchse 1 in den Aufnahmeraum
5 gemäß Figur 1 eintritt. Dabei sind die erste Längsachse 3 und die zweite Längsachse
15 zueinander ausgerichtet. Der erste Gehäuseabschnitt 16 geht von einer Endfläche
17 aus, in der Öffnungen vorhanden sind, die mit Kontaktaufnahmekammern in Verbindung
stehen, in welchen zweite Kontakte in Form von buchsenförmigen Anschlussklemmen aufgenommen
und durch ein Sperrelement 18 gesichert sind.
[0016] An den ersten Gehäuseabschnitt 16 schließt sich unter Zwischenschaltung eines im
Querschnitt reduzierten Sitzabschnittes für eine Dichtung eines Zwischenabschnittes
19 ein zweiter Gehäuseabschnitt 20 an. Der Querschnitt des ersten Gehäuseabschnittes
16 ist im wesentlichen dem des Aufnahmeraums 5 des Steckbuchsengehäuses 2 der Steckbuchse
1 angepaßt, d.h. er nähert sich einem abgerundeten Rechteck an. Auf einer breiten
Fläche des Steckergehäuses 14 ist ein Riegelarm 21 angeordnet, der rahmenartig gestaltet
ist und zwei Längsstreben 22 umfasst, die im parallelen Abstand zueinander angeordnet
sind und mit einem Ende entfernt von der Endfläche 17, einstückig mit dem Steckergehäuse
14 ausgebildet sind. Die der Endfläche 17 nahen Enden der beiden Längsstreben 22 sind
durch eine quer verlaufende Raststrebe 23 als Rastmittel miteinander verbunden, welche
zur Verriegelung mit der Rastnase 10 der Steckbuchse 1 in Eingriff bringbar ist.
[0017] Im Bereich des der Raststrebe 23 nahen Endes der Längsstreben 22 sind Riegelansätze
24 angebracht. In dem dazu entgegengesetzten Bereich ist benachbart zu den Längsstreben
22 mindestens eine Lösefläche 25 angeordnet, die weg von der Endfläche 17 sich von
der zweiten Längsachse 15 entfernt. Ferner sind in diesem Bereich seitlich zu den
Längsstreben 22 des Riegelarms 21 zwei erste Federstützlager 26 angeordnet, die zur
Abstützung der Druckfedern 27 an einem Ende dienen. Die Raststrebe 23 weist auf ihrer
Unterseite eine von den ersten Federstützlagern 26 weg sich von der zweiten Längsachse
15 entfernende Stellfläche 28 auf.
[0018] Das Steckergehäuse 14 ist von einem rohrartigen Schieber 29 umfaßt. Dieser weist
in seinem Innenraum zu einer Stirnfläche hin zwei zweite Federstützlager 30 auf, gegen
die sich die Druckfedern 27 mit ihrem anderen Ende abstützen. In der den zweiten Federstützlagern
30 gegenüberliegenden Fläche ist eine nicht dargestellte Stellausnehmung vorhanden,
die im montierten Zustand des Schiebers 29 am Steckergehäuse 14 mit einem nicht dargestellten
Bewegungsanschlag des Steckergehäuses 14 zusammenwirkt und die Bewegung des Schiebers
29 zum Steckergehäuse 14 entlang der zweiten Längsachse 15 begrenzt. Des weiteren
sind am Schieber 29 nicht dargestellte Riegelanschläge 33 vorhanden, die im endgültig
verbundenen Zustand der Steckbuchse 1 mit dem Stecker 13 den Riegelarm 21 am Steckbuchsengehäuse
2 gegen Verlagerung sichern, d.h. den Riegelansätzen 26 gegenüberstehen.
[0019] Dem Schieber 29 sind an dem die zweiten Federstützlager 30 aufweisenden Ende zwei
Lösevorsprünge 31 zugeordnet, die dazu dienen, beim Lösen des Steckers 13 aus der
Steckbuchse 1 den Riegelarm 21 freizugeben. Der Riegelarm 21 wird beim ziehenden Einwirken
auf den Schieber 29 in Löserichtung elastisch aus seiner entspannten Lage von der
zweiten Längsachse 15 weg verformt und zum Rastansatz 10 der Steckbuchse 1 bewegt,
bevor das Steckergehäuse 14 aus dem Steckbuchsengehäuse 2 herausgezogen werden kann.
Ferner weist der Schieber 29 einen Ansatz 32 mit zwei quer zur zweiten Längsachse
15 verlaufender und zueinander parallel versetzten Aufnahmebohrungen 33, 34 auf.
[0020] Dem Schieber 29 ist ein Halteelement 35, wie es in Figur 5 dargestellt ist, zugeordnet.
Das Halteelement 35 besteht aus einem Runddraht aus Edelstahl.
[0021] Von einem Verbindungsabschnitt 36 stehen zwei Federschenkel 37 quer ab. Sie schließen
an die Enden des Verbindungsabschnitts 36 mit einer Windung 38 an, so daß sie den
Verbindungsabschnitt 36 querend verlassen. An die dem Verbindungsabschnitt 36 entfernten
Enden jedes Federschenkels 37 schließt sich jeweils ein dazu abgewinkelter Befestigungsabschnitt
39 an. Die Befestigungsabschnitte 39 verlaufen parallel zum Verbindungsabschnitt 36
und aufeinander zu. Die Befestigungsabschnitte 39 verlaufen zueinander parallel. Die
Befestigungsabschnitte 39 werden in den in Figur 2 ersichtlichen und zueinander versetzten
Aufnahmebohrungen 33, 34 des Ansatzes 34 des Schiebers 29 aufgenommen. Hierdurch wird
bei Einleitung einer Schwenkbewegung im Bereich der Windungen 38 bzw. des Verbindungsabschnitts
36 ein Gegenmoment erzeugt.
[0022] Die Druckfedern 27 beaufschlagen den Schieber 29 zur Einnahme der in Figur 2 gezeichneten
Stellung am Steckergehäuse 14. Der erste Gehäuseabschnitt 16 wird in den Aufnahmeraum
5 des Steckbuchsengehäuses 2 eingeführt, wobei die erste Längsachse 3 und die zweite
Längsachse 15 zueinander ausgerichtet sind. Dabei kommt das Halteelement 35 mit den
Windungen 40 bzw. dem Verbindungsabschnitt 36 gegen die Stirnfläche 6 bzw. gegen die
zum Aufnahmeraum 5 der Steckbuchse 1 anschließenden Fase zur Anlage. Das Halteelement
35 befindet sich im entspannten Zustand. Werden die Steckbuchse 1 und der Stecker
14 weiter in Verbindungsrichtung bewegt (siehe Figur 3), verbleibt der Schieber 29
zur Steckbuchse 1 in Ruhe, während der erste Gehäuseabschnitt 16 tiefer in den Aufnahmeraum
5 bewegt wird. Dabei wird der Riegelarm 21 freigegeben und kann mit seiner Raststrebe
23 über die Anlauffläche 11 der Rastnase 10 bei gleichzeitiger elastischer Verformung
hinweggleiten und sich hinter die Rastfläche 12 setzen.
[0023] Die der Steckbuchse 1 zugewandte Stirnfläche des Schiebers 29 befindet sich nicht
mehr in einer Ebene mit der Endfläche 17 des Gehäuseabschnittes 16 sondern schon bereits
nahe zur Raststrebe 23.
[0024] Bei dieser Bewegung wurde der erste Kontakt 7 tiefer in den ersten Gehäuseabschnitt
16 des Steckergehäuses 14 unter die Windungen 38 bzw. den Verbindungsabschnitt 37
des Halteelements 35 bewegt, so daß gleichzeitig oder beim weiteren Einschieben des
Steckergehäuses 14 in den Aufnahmeraum 5 und bei Annäherung der Endfläche 17 an den
Boden 8 der Steckbuchse 1 das Halteelement 35 ausgelenkt wird, so daß seine Windungen
40 außer Kontakt zur Stirnfläche 6 der Steckbuchse 1 gelangen. Die beim Einführen
des Steckergehäuses 14 in die Steckbuchse1 vorgespannten Druckfedern 27 können wirksam
werden und den Schieber 29 relativ zum Steckergehäuse 14 Richtung zum Boden 8 verstellen,
wobei das Halteelement 35 auf der Außenfläche 9 der Steckbuchse 1 gleitet. In dieser
Stellung sind die Druckfedern 27 entspannt und der Schieber 30 nimmt im Verhältnis
zum Steckergehäuse 14 die in Figuren 2 und 4 gezeichnete Position wieder ein, in der
der Riegelarm 21 gegen Verlagerung von der zweiten Längsachse 15 weg gesichert ist.
[0025] Die Bewegung des Halteelements 35 in den entspannten Zustand kann durch einen Anschlag
am Ansatz 32 des Schiebers 29 begrenzt werden.
[0026] Zum Lösen des Steckers 13 aus der Steckbuchse 1 wird der Schieber 29 vom Boden 8
weg bewegt, wodurch die Lösevorsprünge 31 unter die Stellflächen 28 des Riegelarms
21 gelangen und den Riegelarm 21 außer Eingriff zur Rastnase 10 anheben.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Steckbuchse
- 2
- Steckbuchsengehäuse
- 3
- erste Längsachse
- 4
- Wand
- 5
- Aufnahmeraum
- 6
- Stirnfläche
- 7
- erster Kontakt
- 8
- Boden
- 9
- Außenfläche
- 10
- Rastnase
- 11
- Anlauffläche
- 12
- Rastfläche
- 13
- Stecker
- 14
- Steckergehäuse
- 15
- zweite Längsachse
- 16
- erster Gehäuseabschnitt
- 17
- Endfläche
- 18
- Sperrelement
- 19
- Zwischenabschnitt
- 20
- zweiter Gehäuseabschnitt
- 21
- Riegelarm
- 22
- Längsstrebe
- 23
- Raststrebe
- 24
- Riegelansätze
- 25
- Lösefläche
- 26
- Federstützlager
- 27
- Druckfeder
- 28
- Stellfläche
- 29
- Schieber
- 30
- zweites Federstützlager
- 31
- Lösevorsprung
- 32
- Ansatz
- 33
- Aufnahmebohrung
- 34
- Aufnahmebohrung
- 35
- Halteelement
- 36
- Verbindungsabschnitt
- 37
- Federschenkel
- 38
- Windung
- 39
- Befestigungsabschnitt
1. Stecker (13) zum Verbinden mit
einer Steckbuchse (1),
die ein Steckbuchsengehäuse (2) mit einer ersten Längsachse (3) und mit einem von
einer Wand (4) umschlossenen Aufnahmeraum (5), der zu einer Stirnfläche (6) des Steckbuchsengehäuses
(2) offen und an dem dazu entfernten Ende durch einen Boden (8) verschlossen ist,
dem erste Kontakte (7) zugeordnet sind, die in den Aufnahmeraum (5) vom Boden (8)
parallel zur ersten Längsachse (3) vorstehen, aufweist, wobei auf einer Außenfläche
(9) der den Aufnahmeraum (5) umschließenden Wand (4) mindestens eine Rastnase (10)
vorspringend angeordnet ist, umfassend
- ein Steckergehäuse (14),
das eine zweite Längsachse (15) aufweist,
das einen bei zueinander parallel ausgerichteten Längsachsen (3, 15) in den Aufnahmeraum
(5) einführbaren ersten Gehäuseabschnitt (16) mit einer Endfläche (17) aufweist, von
der aus zu den ersten Kontakten (7) passende zweite Kontakte zum elektrischen Verbinden
mit diesen zugänglich sind, und
das einen elastisch auslenkbaren Riegelarm (21) mit Rastmitteln (23) aufweist, die
beim Verbinden mit dem Steckbuchsengehäuse (2) der Rastnase (10) gegenüberstehen,
- einen Schieber (29),
der am Steckergehäuse (14) entlang der zweiten Längsachse (15) zwischen einer Lösestellung
und einer Riegelstellung begrenzt verstellbar gehalten ist und in der Riegelstellung
eine Auslenkung des Riegelarms (21) verhindert,
- mindestens eine Druckfeder (27),
die einerseits am Steckergehäuse (14) und andererseits am Schieber (29) abgestützt
ist und den Schieber (29) zur Einnahme seiner Riegelstellung hin beaufschlagt, und
- ein federndes Halteelement (35),
- das aus einem Stahldraht geformt ist,
das zwei von einem Verbindungsabschnitt (36) beabstandet abstehende Federschenkel
(37) und jeweils einen an diesen abgewinkelt anschließenden Befestigungsabschnitt
(39) aufweist, wobei jeder Befestigungsabschnitt (39) in eine separate Aufnahmebohrung
(33, 34) des Schiebers (29) eingreift und die Aufnahmebohrungen (33, 34) rechtwinklig
zur zweiten Längsachse (15) und zueinander parallel versetzt verlaufen.
2. Stecker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schenkel an den Verbindungsabschnitt (36) mit einer Windung (38) so anschließen,
daß jeder Federschenkel (37) den Verbindungsabschnitt (36) querend verläßt.
3. Stecker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federschenkel (37) ausgehend vom Verbindungsabschnitt (36) so verlaufen, daß
die Befestigungsabschnitte (39) zueinander parallel versetzt sind.
4. Stecker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement (35) aus einem Runddraht besteht.