[0001] Die Erfindung betrifft Sintermetallteile mit homogener Verteilung nicht homogen schmelzender
Komponenten, im wstl. aus nicht homogen schmelzenden non-ferrum Metallpufvermischungen
sowie Verfahren zu ihrer Herstellung.
[0002] Hier werden unter der Bezeichnung non-ferrum auch Metallmischungen verstanden, die
Eisen in geringen Mengen, bis etwa 8 Gew.-% aufweisen - geringere Eisenmengen als
Legierungszusätze sollen möglich sein.
[0003] Die Herstellung gesinterter Teile aus nicht homogen schmelzenden Metallpulvermischungen
ist bekannt. Dazu bietet sich üblicherweise das Heißisostatische Pressen (HIP = Hot
Isostatic Pressing), das Isostatische Pressen (CIP= Cold Isostatic Pressing) oder
aber das Warmsintem an. Alle diese Verfahren vermeiden ein vollständiges Schmelzen
der Metallpulvermischung, da sonst Entmischungsphänomene auftreten würden. Bei HIP
und CIP müssen die Teile diskontinuierlich einzeln in Druckkammern gesintert werden,
was für eine Serienproduktion nur in Ausnahmefällen tragbar ist.
[0004] Einen etwas geringeren Aufwand erfordert das drucklose Warmsintem. Dabei wird das
zu sinternde Pulver, Granulat, Gries od. dgl. gemeinsam mit Preßhilfsstoffen in endkontumahe
Form in der Regel uniaxial gepreßt und der so hergestellte Grünling in einem Sinterofen
bei Temperaturen bei 2/3 bis 4/5 der Schmelz- bzw. Solidustemperatur des Metallpulvers,
ggf. unter Schutzatmosphäre, gesintert.
[0005] Eine weitere bekannte Technik zur Verdichtung von Metallpulver ist das Pulverschmieden.
Es stellt ebenfalls ein diskontinuierliches Verfahren dar, bei dem einzelne Teile
in Gesenken produziert werden.
[0006] DD- 23 510 A offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Draht aus einem Silber-Sinterwerkstoff,
wobei eine Pulvermischung gesintert und das gesinterte Produkt mit Hilfe von Bornitrid
als Schmiermittel bei einer Temperatur zwischen 400 und 900°C in einer hydrostatischen
Strangpresse umgeformt wird.
[0007] Mehrphasige Pulver und Pulvermischungen werden im allgemeinen in der Nähe der Schmelz-
oder Solidustemperatur des am niedrigsten schmelzenden Bestandteils der Mischung gesintert.
Bei leicht oxidierenden Materialien findet das Sintern wegen der erhöhten Oxidationsgeschwindigkeit
und der langandauemden Haltezeit bei
[0008] Sintertemperatur häufig unter Schutzgasatmosphäre statt. An diese eigentliche Verdichtung
des Grünteils schloß sich eine Wärmebehandlung an, die das so gebildete Gefüge verbessert.
Danach schließt sich häufig noch eine Nachbearbeitung bzw. Kalibrierung an, bei der
die gesinterten Teile in die Endform gebracht werden. Diese zusätzlichen Arbeitsschritte
sind bei heißgesinterten Teilen, die beim Abkühlen zu Verzug neigen, kostenintensiv
und aufwändig in eine Fertigungslinie zu integrieren.
[0009] Generell hatten die nach bekannten Verfahren hergestellten Sinterteile nicht homogen
schmelzender Metallmischungen, insbesondere dann, falls nicht homogen schmelzende
Pulvermischungen gesintert wurden, häufig durch die unterschiedliche Diffusionsgeschwindigkeit
der Elemente bedingte poröse oder entmischte Bereiche, in denen einzelne Phasen der
nichtmischbaren Bestandteile inhomogen auskristallisieren. Dies stört das Sinterteilgefüge
und dessen mechanisch technologische Eigenschaften nachhaltig. Die Eigenschaften der
so hergestellten pulvergesinterten Teile waren demzufolge durch diese Störbereiche,
deren Auftreten unvorhersagbar war, verschlechtert und es traten große Unterschiede
einzeln hergestellter Sinterteile auf, was sich bspw. in eines erhöhten Neigung zu
Materialbrüchen entlang der inhomogenen Bereiche und einer dadurch herabgesetzten
Elastizität zeigte. Dies ist besonders dann, wenn die Sinterteile im Betrieb mit wechselnden
Belastungen eingesetzt werden - bspw. als Zahnräder, Pumpenräder etc. nachteilig und
die herkömmlichen Verfahren führen aufgrund der hohen Ausschußquote zu hohen Kosten.
Schließlich ist das herkömmliche Warmsintern auch energieaufwendig, da hohe Heizkosten
für die verschiedenen Warmbehandlungsschritte und das Sintern selbst anfallen.
[0010] Es ist demgegenüber Aufgabe der Erfindung, Sinterteile herzustellen, die ein homogeneres,
einheitlicheres Metallgefüge aufweisen und weniger aufwendig herstellbar sind.
[0011] Die Aufgabe wird durch ein Sintermetallteil gemäß Patentanspruch 1. bestandteils
der Metallpulverausgangsmischung durch eine Matritze unter Bedingungen, die das Auftreten
einer flüssigen Phase im Pulver vermeiden, unter Ausbildung eines endkontumahen Sinterprofils,
gelöst.
[0012] Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines endkonturnahen
Sintermetallteils wie im Anspruch 10 definiert. Das kontinuierliche isostatische Drucksintern
wird bei einem Druck gemäß der Formel

durchgefürt,
wobei
σy(
T) die Fließspannung des Werkstoffs bei der vorgesehenen Drucksintertemperatur darstellt
und D die relative Dichte des kaltisostatisch vorgepreßten Ausgangsproduktes angibt.
Die relative Dichte ist der Quotient aus der absoluten Dichte des vorgepreßten Ausgangsproduktes
ρ
0 und der Dichte des massiven Legierung ρ
B.
[0013] Der Drucksintervorgang erfolgt durch eine einzweiseitig offene Matrize zu einem Sinterprofil
; ggf. Trennen des Sinterprofils in Sinterprodukte, Warmbehandeln der Sinterprodukte
oder des Sinterprofils und ggf. Nachbearbeiten derselben.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0015] Das typische kontinuierliche isostatische Drucksintern bei Temperaturen bis zu etwa
70% des Schmelzpunktes des Hauptbestandteils der Metallpulverausgangsmischung wird
bevorzugt auf einer für die Verfahrensparameter angepaßten hydraulischen Strangpresse
betrieben - wobei das übliche Strangpressen, das bei homogen schmelzenden Materialien
bei Temperaturen in der Nähe des Schmelzpunktes durchgeführt wird, aufgrund von übermäßiger
Erwärmung des Preßstranges zu wenig maßhaltigen Produktsträngen führt, die dann bspw.
durch Pressen, Schmieden etc. weiterbearbeitet werden müssen.. Das hier verwendete
kontinuierliche isostatische Drucksintem bei sehr hohen Drücken gemäß obiger Formel
erlaubt es zusätzlich eine Temperatur zu wählen in der die Erwärmung des Pressstranges
durch Reibung mit berücksichtigt wird. Die tatsächliche Vorwärmtemperatur T
v des geCIPten Ausgangsmaterials wird nach folgender Formel bestimmt:

[0016] Darin bedeuten T die Temperatur für die gewählte Wannstreckgrenze des Werkstoffs,
QB die dem Ausgangsmaterial zugeführte Wärmemenge,
Qλ die an die Werkzeugoberfläche abgegebene Wärmemenge, I die aktive Werkzeuglänge und
cB die Verdichtungsgeschwindigkeit.
[0017] Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß durch die mögliche Reduzierung der Vorwärmtemperatur
das Pulvermaterial nur wenig und kurzzeitig erwärmt wird - im Gegensatz zum üblichen
Strangpressen, bei dem eine durchgängige und höhere Erwärmung des gepreßten Materials
erwünscht ist.
[0018] Dadurch, daß erfindungsgemäß nun relativ kalt unter weitgehendster Vermeidung der
Flüssigphase bei hohen Drücken gepreßt wird, konnte in überraschender Weise Metallpulver
zu einem Profil kontinuierlich relativ kalt gesintert werden, von dem bisher angenommen
wurde, daß dies nur bei Verfahren möglich sei, die die Grünlinge bei Temperaturen
in der Größenordnung von 80 - 90 % des Schmelzpunktes des Hauptbestandteils lange
sintern. Es war völlig unerwartet, daß dieses isostatische kontinuierliche Drucksintem
bei diesen relativ niedrigen Temperaturen erfolgen kann, wobei unter Verwendung von
feinen Ausgangspulvern mit mittleren Korngößen von 50 bis 150 µm zusätzliche vom heißisostatischen
Pressen her bekannte Verdichtugsmechanismen, wie z.B. das Nabarro-Hening-Kriechen
von Versetzungen genutzt werden kann.
[0019] Es zeigte sich, dass dieses Verfahren Sinterteile mit einer überlegenen Komstruktur
lieferte, die sich durch äußerst homogene Verteilung der nicht mischbaren Bestandteile
auszeichnen und daher gegenüber Sinterteilen nach den herkömmlichen Verfahren und
auch dem Pulverschmieden bessere elastische Eigenschaften und Duktilität aufweisen.
Dieses wurde erreicht, da die stark temperaturabhängige Volumendiffusion, die eine
Vergröberung und Entmischung einzelner Phasen bewirkt, nahezu vollständig unterdrückt
wird.
[0020] Erfindungsgemäß wird bevorzugt ein Pulverpreßling - durch bekannte Preßverfahren
zur Pulververdichtung - ohne Gleitmittel, Schmiermittel oder Sinterhilfsmittel - als
Ausgangsmaterial für das kontinuierliche isostatische Pressen eingesetzt. Dieser Pulverpressling
kann bereits eine inhomogene Materialverteilung - insbesondere falls inhomogene Sinterteile
- also Verbundteile - erstellt werden sollen, aufweisen.
[0021] Typisch ist z.B. eine Außenmaterialschicht aus anderem, chemisch oder physikalisch
widerstandsfähigerem Material - falls bspw. ein bestimmtes Korrosionsverhalten in
einer Außen- oder Innenschicht verlangt wird - wie bei pulvermetatturgischen Rohren
oder Scheiben - aufweisen. In einer Presse mit Matrize wird dann der Pulverpreßling
isostatisch relativ kalt gepresst/gesintert und erfährt durch die Scherkräfte während
des Pressens eine Verbindungsreaktion an den Komgrenzen der Bestandteile, ohne daß
eine Flüssigphase, die das Entmischen bewirken könnte, auftritt. So kann ein homogenes
Sinterprodukt mit überlegenen Materialeigenschaften erhalten werden.
[0022] In einer anderen Ausführungsvariante kann dieses durch die Matritze gebildete kontinuierlich
erstellte Sinterprodukt durch geregelte Abkühlung bspw. durch Besprühen mit Wasser
so abgekühlt werden, dass einmal ein feinkristalliner Zustand durch Abschrecken erzeugt
wird oder dass eine definierte Wärmebehandlung, z.B. bei Aluminiumlegierungen eine
T4-Wärmebehandlung erfolgen kann. Der abgekühlte Strang kann mechanisch nachbearbeitet
werden. So wird üblicherweise das kontinuierlich hergestellte profilartige Sinterprodukt
auf Produkthöhe getrennt - durch Sägen, Wasserstrahlschneiden, Laserschneiden oder
andere, dem Fachmann geläufige Verfahren. Diese Abschnitte definierter Länge des kontinuierlich
hergestellten Sinterprodukts können dann als solche oder nach Nachbearbeitung - wie
Oberflächenvergütung oder aber Kalibrieren - verwendet werden. Das so auf Produktlänge
abgelängte Sinterteil kann auch bei Bedarf einer Wärmebehandlung unterworfen werden,
um das Materiatgefüge zu verändern oder zu vergüten. Dazu muß die Wärmebehandlung
so ausgelegt werden, daß keine flüssigen Phasen entstehen können.
[0023] Eine typische Nachbearbeitung des erfindungsgemäßen Sinterprodukts stellt Kalibrieren
auf einer Presse dar, um die maßlich sehr eng tolerierte Endform des Produkts zu erhalten.
Ein spanendes Nachbearbeiten oder "machining" ist üblicherweise nicht notwendig.
[0024] Tatsächlich besitzt das bei Temperaturen bis 70% des Schmelzpunktes des Hauptbestandteils
gesinterte Produkt bereits fertige Endkontur - dies bedeutet, daß die Nachbehandlungsschritte
nur geringfügigen Aufwand erfordern.
[0025] Dadurch, daß das Verfahren kontinuierlich gestattet ist, ist die Herstellungsgeschwindigkeit
der überlegene Eigenschaften aufweisenden Sinterteile erheblich höher, als bisher
bei den diskontinuierlichen uniaxialen oder isostatischen Pressverfahren zur Erzeugung
von Sinterteilen möglich war. Dadurch, daß nun isostatisch kontinuierlich druckgesintert
wird, können Phänomene der Entmischung, die bei höheren Sintertemperaturen durch Diffusion
der Pulverbestandteile in flüssigen Phasen auftreten können, vermieden werden. Es
wird ein feineres und homogeneres Gefüge der nicht homogen schmelzenden Mischungen
erhalten als bei den klassischen heißisostatischen Preßverfahren, bei denen noch erhebliche
Diffusionsvorgänge, insbesondere die Volumendiffusion im Endstadium der Verdichtung
zu einer starken Kornvergröberung führen und Kristallisationsphänomene mit Entmischung
ablaufen können. Die erfindungsgemäß hergestellten Sinterteile aus nicht homogen schmelzenden
Metallmischungen zeigen eine bessere Bearbeitbarkeit und höhere Duktilität und höhere
Dehnung als solche, die mit Verfahren nach dem Stand der Technik hergestellt wurden.
Das zeigt sich im weiteren Fertigungsverlauf in der besseren Nachbearbeitbarkeit.
Für die Anwendung solcher Bauteile werden die mechanisch, technologischen Kennwerte
der Sinterteile, die Elastizität, Zugfestigkeit, und Dehnung sehr günstig beeinflußt.
So hat bspw.ein drucklos gesintertes Bauteil aus einer Aluminiumlegierung mit 13 Gew.%
Silizium eine Bruchdehnung von unter 0,5%, während ein Bauteil aus der gleichen Legierung,
das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde, typische Werte in der
Bruchdehnung von 7 bis 12% aufweist. Das wird durch Unterdrückung der Bildung von
Schmelzphase erreicht, sodass das Gefüge nicht inhomogen teilkristallisieren kann
[0026] Prozesstechnisch zeigt sich, daß die Streuung der Materialkennwerte von erfindungsgemäß
hergestellten Sinterteilen sehr viel geringer ist, als diejenige warmgesinterter Teile
gleicher Zusammensetzung - also engere Materialwertgrenzen aufweisen, als es nach
dem herkömmlichen HIP oder dem Warmsintem der Fall ist. Dadurch, daß das Auftreten
von Schmelzphasen vermieden wird, können nichtmischbare Bestandteile, wie Hartphasen,
homogen verteilt eingearbeitet werden sowie Materialien, die nach klassischen Sinterverfahren
nur sehr schwierig oder gar nicht zugänglich sind. Typischerweise ist das eingesetzte
Materialpulver eine Pulvermischung von Metallen bzw. deren Legierungen und weiteren
Materialien, wie Hartteilen, Fasern, bzw. Verschleißträgern wie Borcarbid, BN.
[0027] Man kann so Metall-Matrix-Verbundwerkstoffe herstellen, (Metal Matrix Composite),
wobei die zweite Komponente faserig oder aber teilchenförmig sein kann.
[0028] Als Fasern können Kurz - oder Langfasern bzw. Teilchen in Anteilen zwischen 5 - 30
Vol% zugesetzt sein. Kurzfasern od. Whisker haben eine Länge, die wstl. kleiner als
das 100-fache des Faserdurchmessers ist. Lang-, Endlos- od. kontinuierliche Fasern
sind solche, deren Faserlänge größer als das 100fache ihres Durchmessers ist. Fasern
können zu verbesserter Festigkeit der Sinterteile dienen.
[0029] Teilchenverstärkte Materialien (particle reinforced materials) können so ebenfalls
hergestellt werden. Also solche mit SiC, Borcarbid etc.
[0030] Aufgrund der durch das Verfahren gewährleisteten großen Homogenität können auch andere,
typischerweise gesinterte Legierungen, wie. Ti-Legierungen, insbesondere Ti/Nb Legierungen,
TiAl, und TiAl Nb sowie Co-Ti-B Mg + SiC, Borcarbid, Al2O3 oder aber AlPb-Legierungen
mit hohem Wärmespeichervermögen, die schmelzmetallurgisch nicht herstellbar sind,
verarbeitet werden - also gesinterte Kompositwerkstoffieite kontinuierlich hergestellt
werden oder aber Berylliumteile - Magnesiumteite, etc. Typische Zusammensetzungen
sind bspw. Aluminium mit Si, Mg, Cu, Zn und ggf. Fe bspw. mit 10 - 40% Si, Mg 0-3%,
Cu 0-5%, Zn und Fe 0-7% sowie andere Leichtmetallegierungen, wie solche von Magnesium,
Calcium, Beryllium etc.. Bei Aluminiumsinterteilen bieten sich unter anderem AlSi,
AlSiCu, Alumium-Sinterwerkstoffe: AlCuMg, mit - Al Cu 3.8-4.4, Mg 0,5-1,0: AlMgSi
mit Al Si 0.4-0.8 Mg 0.5 - 1.0, AlZnMgCu 0.05 0.6 Cu 0.25-1.6 Mg 0.1 - 1.5 Zn 1.5
8.0, AlSi mit mehr als etwa 7 % Si, an Insbesondere betrifft die Erfindung Leichtmetallsinterteile
aus schwer zerspanbaren Leichtmetalllegierungen. Es sind auch übereutektische Legierungen
herstellbar, wobei dem Fachmann aufgrund seines Fachwissens weitere Vorteile offensichtlich
sind.
[0031] Als Vorteile der erfindungsgemäß hergestellten Sinterteile sind unter anderem aufzuführen:
Feinste und gleichmäßige Korngrößen von Verschleißträgern, deutlich feinere Verschleißträgerverteilung,
keine Seigerungen und Entmischungen, vollkommen homogene Gefüge sowie eine extrem
hohe Maßgenauigkeit - die beim Warmsintem auftretenden Verzüge treten beim erfindungsgemäßen
Verfahren nicht auf und so werden sehr maßhaltige Teile hergestellt. Die ehemaligen
Pulverteilchen sind nach dem erfindungsgemäßen Verfahren im Mikroskop nicht mehr zu
erkennen, während die sehr feine Komstruktur des Gefüges außerdem eine längliche Verformung
aufweist, was die Festigkeit des so hergestellten Sinterverbundes auch mechanisch
verbessert. Schließlich zeichnen sich die erfindungsgemäßen Sinterteile durch eine
mindestens 150% höhere Dehnung als solche gleicher Materialzusammensetzung, die durch
Pulverschmieden, Sintern oder Guß hergestellt sind.
[0032] Typisch ist das Einarbeiten von Verschleißträgern. Es kann eine feinste und gleichmäßige
Korngröße der Verschleißträger und eine deutlich feinere Verteilung derselben gegenüber
anderen Verfahren erzielt werden. Es treten keine Seigerungen und Entmischungen auf
und es wie ein homogenes Gefüge erhalten. Er handelt sich um ein äußerst einfaches
Verfahren zur Herstellung auch hochverschleißfester Sintermetallbauteile mit extrem
hoher Maßgenauigkeit. Es können auch übereutektische Legierungen hergestellt werden.
[0033] Durch das Einsintem von Fasern, wie Keramikfasern, Kohlenstoffasern oder aber Hartstofffasem
werden: höhere Festigkeiten - Steigerung der Zugfestigkeit, Erhöhung des Streckgrenze,
Steigerung des Elastizitäts-Moduls, bessere Warmfestigkeit und Kriechbeständigkeit
- eine Reduktion des thermischen Ausdehnungskoeffizienten erhalten. Als Verschleißträger
oder Hartstoffe sind typisch SiC-Partikel, AIN, BN, TiB2, Borcarbid, SiO2, WC: Fasern,
wie Kohlenstoffasern, Metallfasern, Keramik - oder Glasfasern.
[0034] Geeignete Metallphasen können ausgewählt sein aus Aluminium, Titan, Kupfer, Beryllium,
Magnesium, Calcium, Nickel, Lithium, Chrom, Molybdän, Wolfram, Bronzen, Niob, Blei,
Zink und Cobalt.
[0035] Es ist auch möglich, das kontinuierliche isostatische Drucksintem bei Temperaturen
bis zu etwa 70% des Schmelzpunktes des Hauptbestandteils der Metallpulverausgangsmischung
unter Inertgas, wie ein Edelgas, Stickstoff, Kohlendioxid, durchzuführen, falls leicht
oxidierbare Materialien, wie Mg, bei Temperaturen bis 70% des Schmelzpunktes des Hauptbestandteils
gesintert werden..
[0036] Durch das Verfahren kann auch ein aus mehreren Bereichen unterschiedlicher Zusammensetzung
- also ein Sinterteil mit Schichten, Ringen, Streifen etc. bestehender Verbund (bevorzugt
Pulverpreßling) gesintert werden. Dies kann bspw. dann interessant sein, falls als
Außenmaterial eine Hartschicht benötigt wird - bspw. für Trennscheiben oder dgl. -
als Innenmaterial aber ein preiswerteres, duktileres und elastischeres Material gewünscht
wird. Bisher mußten derartige Teile separat erstellt und zusammengefügt werden - das
erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung in einem Schritt durch gemeinsames
kontinuierliches isostatisches Pressen wodurch dann mehrere Materialien zusammengesintert
werden. Ebenso lassen sich Sinterteile mit einer harten Schneidkante aus einer anderen
Materialzusammensetzung als andere Bereiche, herstellen.
[0037] Weitere Ziele, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der Betrachtung der nachfolgenden
Beschreibung und den Ansprüchen gemeinsam mit den begleitenden Zeichnungen. Zum vollständigeren
Verständnis der Natur und Ziele der Erfindung wird auf die Zeichnungen bezug genommen,
in denen zeigt
Fig.1 eine schematische Darstellung der Verfahrensschritte im Vergleich mit herkömmlichern
Sinterpressen von Aluminium-Siliziumlegierung;
Fig.2 eine mikroskopische Aufnahme von Festkörperschliffen aus der Legierung AlSi14%
- hergestellt durch schmetzmetallurgischen Guß, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
und nach dem herkömmlichen Sintern.
Fig. 3: Warmdruckversuch erfindungsgemäßer Teile
Fig. 4: Reibungszahlkurven von AlSi14% gegen 100 Cr6 - nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren und durch Sintern hergestellter Teile
Fig. 5: Sinterprodukte mit inhomogenen Abschnitten - schematisch dargesteltl.
Fig. 6: Schematischer Verfahrensablauf der Herstellung von Sinterprodukten mit inhomogenen
Abschnitten
[0038] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Herstellung
von AlSi14% Formteilen, die bisher üblicherweise warm gesintert werden, beschrieben
- diese ist aber keineswegs auf diese Anwendung beschränkt - es kann nach diesem Verfahren
ebenso anderes sinterfähiges metallisches Pulver, wie Ti, Ta, Mg, Be, Cs, Cu bearbeitet
werden.
[0039] In Fig. 1 ist der Verfahrensablauf gemäß der Lehre der Erfindung schematisch dargestellt.
Wie gezeigt, umfaßt das Verfahren die Herstellung eines kontinuierlich gesinterten
Teils, das durch kontinuierliches isostatisches Pressen einer sinterfähigen Materialmischung
ohne Gleitmittel aus einer durch eine Matrize geschlossenen Sinterform entsteht.
Ausführungsbeispiele:
Beispiel 1:
Herstellung von AlSi14%-Sinterscheiben
[0040] Das Ausgangsmaterial - hier eine nicht homogen schmelzende Mischung von Aluminiumpulver
mit 13 Gew.-% Siliziumpulver (AlSi schmilzt nur im Bereich 5 - 7% homogen) wird innig
gemischt und sodann in eine Pulverpresse zur Herstellung von nicht endkonturnahen
Pulverbolzen überführt. Dort wird es kalt unter hohem Druck zu einem bolzenartigen
Grünling gepreßt. Der bolzenartige Grünling wird in eine Anlage zum kontinuierlichen
isostatischen Sintern - hier eine Strangpresse - überführt und durch die Matrize unter
Sintern gepreßt. Das AlSi14 Sinterteil tritt aus der Matritze bei Temperaturen bis
70% des Schmelzpunktes des Hauptbestandteils als gesintertes kontinuierliche Profil
aus, deren Außenkontor endformnah ist. Das kontinuierlich gesinterte Profil wird nun
mechanisch entsprechend der erwünschten Scheibenhöhe getrennt und die Materialscheiben
bei 250°C über 30 min. warmbehandelt. Die aus der Warmbehandlung stammenden gesinterten
Scheiben werden sodann in einer Kalibrierpresse bei einer Kraft von 150. KN kalibriert
- d.h. die endgültige, maßlich sehr eng tolerierte Form erzielt. Die so hergestellten
Sinterteile müssen im Gegensatz zu herkömmlich heißisostatisch gepreßten Teilender
gleichen Zusammensetzung nicht mehr entkapselt werden und weisen ein für das Kalibrieren
ausreichendes Fließverhalten auf. Sie können dann ohne weitere Nachbearbeitung als
Fertigteile eingesetzt werden.
Beispiel 2 (Vergleichsversuch):
[0041] Es wurden AlSi14%-Sinterteile, herkömmlich durch Sintern hergestellt, indem aus Aluminiumpulver
mit 14 Gew.-% Silizium Si ein Grünling mit Presshilfsmittel Hoechst Wachs C zu einer
Scheibe gepreßt, diese Scheibe sodann in einem Warmbehandlungsschritt .20 min mit
410 °C behandelt, nachfolgend im Sinterofen, 30 min mit 590°C gesintert und nachfolgend
nochmals über 240 min bei 400°C warmbehandelt, als Vergleichsprodukte hergestellt.
[0042] In Fig. 2 ist ein Vergleich der Mikrostrukturen der Sinteraluminiumscheiben aus AlSi14,
hergestellt mit herkömmlichem Warrnsintern gemäß Vergleichsversuch und nach dem erfindungsgemäßen
isostatischen Pressen hergestellt, gezeigt. Deutlich zeigt sich, daß das erfindungsgemäß
hergestellte Teil eine geringere Korngröße und weniger entmischte Bereiche aufweist
- das erfindungsgemäß hergestellte Sinterteil also homogener in seinen Eigenschaften
ist.
[0043] In Fig. 3 sind Reibungszahlkurven von heißisostatisch gepressten AlSi14% Formkörpern
und kontinuierlich isostatisch druckgesinterten erfindungsgemäßen AlSi14% Formkörpern
gegen 100Cr6 gezeigt.
[0044] Deutlich erkennt man, daß das isostatische druckgesinterte Material zunächst eine
größere Oberflächenrauhigkeit aufweist, die aber schnell ausgewalzt wird, sodaß die
Reibungszahl im späteren Verlauf des Reibungsversuches für das isostatisch druckgesinterte
Material geringer ist, als für das heißisostatisch gepreßte Produkt. Dies spricht
für eine höhere -Duktilität des isostatisch druckgesinterten Materials.
TABELLE 1
Materialkennwertbereiche für AISi14%
(bei Raumtemperatur. falls nicht anders angegeben) |
| Zusammensetzung |
HIP-AISi14 |
erfindungsgem.AlSi14 |
| Dichte g/cm3 |
2,65 |
2,7 |
| Härte HB |
95 - 150 |
80-105 |
| Zugfestigkeit N/mm2 |
210 - 250 |
260 - 280 |
| Streckgrenze N/mm2 |
130-210 |
160-180 |
| Dehnung % |
0,5 |
3-12 |
| E-Modul GPa |
<80 |
<80 |
| Si-Komgröße in µm |
10-20 |
5-10 |
| Si-Verteilung im Gefüge |
rel. homogen |
voltst. homogen |
| Flächenpressung N/mm2 bei 150°C |
780 |
550 |
[0045] Deutlich ist aus Tabelle 1 ersichtlich, daß die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Sinterkörper eine geringere Streuung aufweisen -also genauer einstellbar
sind und somit auch weniger Fehlteile liefern. Die Sinterteile sind homogener und
auch dehnbarer wodurch ein verbessertes elastisches Verhalten, wie es insbesondere
von mechanisch beanspruchten Teilen, wie Kettenräder gegen Stahlketten, Rotor und
Stator in einem Nockenwellenverstellersystem oder Ölpumpenteilen, Lagerteilen, Pumpenrädern
etc. verlangt wird.
[0046] Schließlich wurde ein Warmdruckversuch mit dem isostatisch druckgesinterten Teil
durchgeführt - es zeigte sich, daß nach Auslagerung der hergestellten AlSi14-Proben
über 500 und 1000h in Luft bei 150°C praktisch keine Änderung in der Warmdruckfestigkeit,
Druckdehnung oder der Druckstreckgrenze auftritt. (Tabelle 1)
[0047] Aus Tabelle 1 ergibt sich, daß die Festigkeit des isostatisch kontinuierlich gesinterten
erfindungsgemäßen AlSi14% Teils deutlich besser ist, als des heißisostatisch gepressten
Teils.
[0048] In Fig. 5 ist das Ergebnis der Herstellung erfindungsgemäßer Sinterteile mit unterschiedlichen
Materialbereichen gezeigt - hier in Fig. 5a ein geschnittenes rundes Sinterteil mit
anderer Außenschicht - in Fig. 5b ein zweischichtiges eckiges Sinterteil; in Fig.
5cein rohrförmiges Sinterteil mit verschiedenen Schichten; in Fig. 5d eine streifenförmige
Verteilung in Sinterteilen. Ein Verbinden verschiedener Sintermaterialien ist somit
gleichzeitig mit der Herstellung des Sinterteils möglich - bspw. das Aufbringen einer
mit Hartstoffen verstärkten Außenschicht kann so durch direktes "Mitansintern" als
getrennter Verfahrensschritt vermieden werden - etc.
Beispiel 3:
Herstellung einer Sintermaterialscheibe mit hartem Außenmaterial und leichf bearbeitbarem
Innenmaterial
[0049] Es wird eine Pulvermischung aus legiertem AlMg1-Pulver und 2 Gew.-% Silizium-Pulver
für die Mischung des Innenmaterials und eine Pulvermischung aus Aluminiumpulver mit
40% SiC für das Außenmaterial innig gemischt und in einer geteilten Preßform, die
einen entsprechenden Pulverbolzen mit AlSi als Kern und AlSiC als Mantel herstellt,
gepreßt. Dieser Pulverbolzen wird in eine kontinuierliche isostatische Presse mit
einer runden Matritze eingebracht und unter hohem Druck bei Temperaturen bis 70% des
Schmelzpunktes des Hauptbestandteils gesinterten runden Sinterprofil verarbeitet.
Das so hergestellte Sinterprofil wird mittels Wasserstrahl in Scheiben von 15 mm Höhe
geschnitten. Diese Scheiben eignen sich als Pumpenräder für Öl- und Wasserpumpen,
die eine leicht bearbeitbare Innenzone für das Einbringen von Bohrungen aufweisen,
während der Außenbereich mit der SiC-Hartteilphase widerstandsfähig gegenüber Abrieb
ist.
1. Sintermetallteil mit homogener Verteilung nicht homogen schmelzender Komponenten,
im wesentlichen aus nicht homogen schmelzenden non-ferrum Metallpulvermischungen,
herstellbar durch:
Herstellen eines ungesinterten Pulverpreßlings, kontinuierliches isostatisches Drucksintern
des Pulverpreßlings auf Dichten, die im wesentlichen der Dichte eines heißisostatisch
gepressten Festkörpers gleicher Zusammensetzung entsprechen durch eine zweiseitig
offene Matritze unter Bedingungen, die das Auftreten einer flüssigen Phase im Pulver
vermeiden, bei Temperaturen bis zu 70% des Metallschmefzpunktes; bevorzugt bis zu
60% der Metalischmelztemperatur unter Ausbildung eines Sinterprofils, das im wesentlichen
Endkontur besitzt.
2. Sintermetallteil nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch: mechanische Bearbeitung des Sinterprofils, wie durch Trennen auf Produktlänge bzw. -höhe unter Herstellung von Sinterprodukten.
3. Sintermetallteil nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Warmbehandeln der Sinterrohprodukte.
4. Sintermetallteil nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine um mindestens etwa 150% höhere Dehnung, bevorzugt etwa 120% höhere Dehnung
als warmgesinterte Sinterteile aufweist
5. Sintermetallteile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmischung des zu sinternden Materialpulvers im wesentlichen Metalle und
Metallegierungen, sowie geringere Mengen an Legierungsbestandteilen, Hartstoffen,
Verschleißträgern, Fasern aufweist.
6. Sintermetallteile nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Metall ausgewählt ist aus Al, Ti, Cu, Mg, Be, Ni, Cr, Mo, W, Bronzen,
Nb, Pb Co, Zn.
7. Sintermetallteil nach Anspruch 6, gekennzeichnet dadurch, daß das kontinuierliche Drucksintem unter Inertgas, wie ein Edelgas, Stickstoff, Kohlendioxid,
durchgeführt wird.
8. Sintermetallteil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der als Ausgangsprodukt des kontinuierlichen kaitisostatischen Pressens eingesetzte
Preßling Bereiche unterschiedlicher Materialzusammensetzung aufweist.
9. Sintermetallteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es definierte Bereiche unterschiedlicher Zusammensetzung aufweist, wie Schichten,
Streifen, runde geschlossene Formen, Polygone.
10. Verfahren zur Herstellung eines endkontumahen Sintermetallteils nach einem der vorangehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch: Herstellen eines Pulverpreß-lings, kontinuierliches isostatisches Sintern desselben
durch eine zweiseitig offene Matrize zu einem Sinterprofil auf Dichten, die der Dichte
des Festkörpers entsprechen unter Bedingungen, die das Auftreten einer flüssigen Phase
im Pulver vermeiden, bei Temperaturen bis zu 70% des Metallschmelzpunktes, ggf. Trennen
des Sinterprofils in Sinterprodukte, ggf. Warmbehandeln der Sinterprodukte oder des
Sinterprofils und ggf. Nachbearbeiten derselben.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachbearbeiten Kalibrieren in einer Kalibrierpresse aufweist.
1. Sinter metal part with a homogeneous distribution of non-homogeneously melting components,
essentially comprising non-homogeneously melting non-ferrous metal powder mixtures,
produceabel by:
producing a non-sintered powder compact;
continuous isostatic pressure sintering of the aforesaid powder compact to densities
corresponding essentially to the density of a hot isostatically pressed solid of the
same composition through a die with two open sides under conditions avoiding a fluid
phase in the powder, at temperatures up to 70 % of the metal melting point preferably
up to 60 % of the metal melting point to form a sinter profile having essentially
a final contour.
2. Sinter metal part according to claim 1, further characterized by: mechanically working of the sinter profile, e.g. by cutting to product length or
height when making sinter products.
3. Sinter metal part according to claim 1 or 2, characterized by heat treatment of the sinter raw product.
4. Sinter metal part according to claim 1 to 3, characterized by having at least about 150% higher elongation, preferably about 120% higher elongation
than hot sintered sinter parts.
5. Sinter metal part according to claim 1, characterized therein, that the starting mixture
of the metal powder to be sintered comprises essentially metal and metal alloys, further
small amounts of alloying components, hard particles, wear resistant components, fibers.
6. Sinter metal part according to one of the preceding claims, characterized therein
that at the at least one metal ist selected from Al, Ti, Cu, Mg, Be, Ni, Cr. Mo, W,
Bronzes, Nb, Pb, Co. Zn.
7. Sinter metal part according to claim 6, characterized therein, that the continuos
pressure sintering takes place under inert gas atmosphere, like a noble gas, nitrogen,
carbon dioxide side.
8. Sinter metal part according to one of the preceding claims, characterized therein,
that the compact serving as starting material of the continues cold isostatic pressing
has areas of different material composition.
9. Sinter metal part according to claim 8, characterized by having defined areas of different composition, like layers, strips, round closed
forms, polygons.
10. Process for the near net-shape manufacture of a sinter metal part according to one
of the preceding claims, characterized by : making of a powder compact, continuous isostatic sintering thereof through a die
having two open sides to obtain a sinter profile having densities corresponding essentially
to the density of a solid part while avoiding the existence of a fluid phase, at a
temperature up to 70 % of the metal melting point, optionally cutting the sinter profile
into sinter products, optionally heat treatment of the sinter products or the sinter
profile and optionally aftertreatment thereof.
11. Process according to claim 10, characterized therein that the aftertreatment comprises
calibrating in a calibrating press.
1. Pièce en métal fritté ayant une répartition homogène de composants à fusion non homogène,
essentiellement à partir de mélanges de poudres de métaux non ferreux à fusion non
homogène, pouvant être produite par :
production d'une ébauche de pressage de poudres non frittée,
frittage sous pression isostatique continu de l'ébauche de pressage de poudres à des
densités qui correspondent essentiellement à la densité d'un corps solide compacté
isostatiquement à chaud de même composition à l'aide d'une matrice ouverte des deux
côtés dans des conditions qui empêchent la formation d'une phase liquide dans la poudre,
à des températures pouvant atteindre 70% du point de fusion du métal; de préférence
pouvant atteindre 60% de la température de fusion du métal avec formation du profilé
fritté, qui possède sensiblement son contour final.
2. Pièce en métal fritté selon la revendication 1, caractérisée en outre par: traitement mécanique du profilé fritté, comme par coupe à des longueurs ou des hauteurs
de produit avec fabrication de produits frittés.
3. Pièce en métal fritté selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le traitement thermique des produits frittés bruts.
4. Pièce en métal fritté selon les revendications 1 - 3, caractérisée en ce qu'elle présente un allongement accru d'au moins 150%, de préférence un allongement accru
d'environ 120% par rapport aux pièces frittées à chaud.
5. Pièces en métal fritté selon la revendication 1, caractérisée en ce que le mélange initial de la poudre de matériau à fritter comprend essentiellement des
métaux et des alliages métalliques, ainsi que de faibles quantités de composants d'alliage,
de matières dures, de matériaux anti-usure, de fibres.
6. Pièces en métal fritté selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'on choisit au moins un métal parmi Al, Ti, Cu, Mg, Be, Ni, Cr, Mo, W, bronzes,
Nb, Pb, Co, Zn.
7. Pièce en métal fritté selon la revendication 6, caractérisée en ce que le frittage continu sous pression est effectué sous un gaz inerte, comme un gaz neutre,
l'azote, le dioxyde de carbone.
8. Pièce en métal fritté selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'ébauche de pressage utilisée comme matière première du pressage isostatique continu
à froid présente des zones de composition de matériau différente.
9. Pièce en métal fritté selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'elle présente des zones définies de composition différente, comme des couches, des
bandes, des formes rondes fermées, des polygones.
10. Procédé pour la production d'une pièce en métal fritté proche de sa forme finale selon
l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par: la production d'une ébauche de pressage de poudre, le frittage isostatique continu
de celle-ci par une matrice ouverte des deux côtés en un profilé fritté, à des densités
qui correspondent à la densité du corps solide, dans des conditions qui évitent l'apparition
d'une phase liquide dans la poudre, à des températures pouvant atteindre 70% du point
de fusion du métal, éventuellement la coupe du profilé fritté en produits frittés,
éventuellement le traitement thermique des produits frittés ou du profilé fritté et
éventuellement la finition de ceux-ci.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la finition comprend le calibrage dans une presse à calibrer.