| (19) |
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(11) |
EP 1 412 147 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2012 Patentblatt 2012/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.08.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/009472 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/013808 (20.02.2003 Gazette 2003/08) |
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| (54) |
MDF-PLATTE NEBST HERSTELLUNG
MDF BOARD AND THE PRODUCTION THEREOF
PANNEAUX MDF ET LEUR PROCEDE DE PRODUCTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
01.08.2001 DE 20112599 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2004 Patentblatt 2004/18 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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12155541.1 |
| (73) |
Patentinhaber: Kronoplus Technical AG |
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9052 Niederteufen (CH) |
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Erfinder: |
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- STUTZ, Josef
2404 Engomi, Nicosia (CY)
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| (74) |
Vertreter: Heselberger, Johannes |
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Bardehle Pagenberg
Prinzregentenplatz 7 81675 München 81675 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 744 259 DE-A- 1 956 898 GB-A- 791 554
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WO-A-98/37147 DE-C- 4 115 047 US-A- 5 554 330
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren nebst einer zugehörigen Vorrichtung
für eine aus Fasern oder Span gefertigten Platte. Die Erfindung bezieht sich insbesondere
auf MDF- oder HDF- oder Spanplatten.
[0002] Ein typisches, bekanntes Produktionsverfahren für die Herstellung einer Platte der
eingangs genannten Art wird wie folgt durchgeführt. Gekochte Hackschnitzel werden
zur Herstellung der aus Fasern gefertigten Platte zunächst einem sogenannten Refiner
zugeführt. Im Refiner werden die Holzschnitzel zu Fasern verarbeitet und zwar unter
Zuführung von Temperatur und Druck mit Hilfe von Malscheiben. Aus dem Refiner werden
die Fasern mit Hilfe von Dampf heraustransportiert und mittel einer "Blue-line" genannten
Leitung weitergeleitet. Der Dampfdruck beträgt dabei ca. 10 bar. Die Temperatur liegt
bei ca. 150 bis 160 °. In der "Blue-Linse" wird Leim zugefügt. Im Anschluss an die
Zugabe vom Leim weitet sich die "Blue-Line" auf. Eine Verwirbelung wird durch die
Aufweitung bewirkt. Der Leim vermischt sich mit den Fasern. Der Leimanteil liegt im
Verhältnis zu den Fasern bei ca. 22 Gew.-%.
[0003] Die "Blue-Line" mündet in der Mitte eines Trocknungsrohrs ein. Das Trocknungsrohr
weist einen Durchmesser von z.B. 2,60 m auf. Durch das Trocknungsrohr wird Luft mit
einer Temperatur von 160° C, maximal von 220 bis 240 °C hindurchgeblasen. Im Trocknungsrohr
wird die Feuchte von 100% auf 8 bis 11 % reduziert.
[0004] Insbesondere im Trocknungsrohr wird der Leim unerwünscht einer Temperaturbehandlung
ausgesetzt. Ab ca. 80° wird Leim nämlich nachteilhaft belastet bzw. aktiviert. Aktivierter
Leim ist für den nachfolgenden Verarbeitungsschritt, bei dem die beleimten Fasern
zur Platte verpresst werden, nicht mehr einsetzbar.
[0005] Durch den vorgenannten Stand der Technik wird der aktive Teil des Leims reduziert.
Von den ursprünglich 22 Gew.-% sind nur noch 1 bis 8 Gew.-% gemäß dem geschilderten
Stand der Technik einsatzbereit, wenn das Faser-Leim-Gemisch das Trocknungsrohr verlässt.
[0006] Bei HDF-, MDF-Platten wie auch bei Spanplatten wird derzeit ein Leim auf einer Formaldehyd-Harnstoffbasis
eingesetzt. Werden Platten für den Fußbodenbereich hergestellt, so wird dem Leim Melanin
hinzugefügt. Hierdurch soll die Quellung verhindert werden, die aufgrund von Feuchtigkeit
auftreten kann.
[0007] Problemstellung ist also, dass ein Teil des Leims durch die Temperaturbehandlung
für den eigentlichen Verarbeitungsschritt verloren ist. Nachteilhaft muss also wesentlich
mehr Leim den Fasern oder den Spänen zugefügt werden, als dies erforderlich ist, um
die Fasern oder die Späne in einer Presse unter Zufuhr von Temperatur zu verpressen
und so zum gewünschten Ergebnis, also zur MDF-Platte zu gelangen. Derzeit weist eine
MDF-Platte ca. 60 kg Leim pro m
3 auf.
[0008] Die
EP 0 744 259 A2 beschreibt eine Beleimungsvorrichtung zur Herstellung von Faserplatten. Die Beleimungsvorrichtung
weist hierzu eine Sprühdüse auf, die konzentrisch innerhalb eines Rohrs angeordnet
ist. Das Rohr befindet sich wiederum konzentrisch angeordnet in der zylindrischen
Hülle der eigentlichen Beleimungsvorrichtung. Die Figuren 3 und 5 der D1 zeigen dabei
mögliche Anordnungen der Sprühdüse innerhalb der zylindrischen Hülle. In beiden Fällen
wird die Verwendung einer Einzeldüse vorgeschlagen, die einen konischen Sprühfilm
erzeugt.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Platte mit geringerem Leimanteil im
Vergleich zum Stand der Technik.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Verfahren mit den Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche 1 und 2 sowie durch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit
den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 18 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Zur Lösung der Aufgabe werden die Fasern oder Späne insbesondere erst getrocknet
und anschließend wird Leim mit den getrockneten Fasern oder Spänen bei Temperaturen
gemischt, die wesentlich unterhalb der Trocknungstemperaturen liegen und zwar insbesondere
unter 100°C. Hierdurch wird vermieden, dass der Leim unerwünscht den relativ heißen
Temperaturen ausgesetzt wird, die während der Trocknung auftreten.
[0012] Ferner wird der Vorteil erzielt, dass im Trockner bzw. Trocknungsrohr lediglich Wasser,
aber keine Chemikalien getrocknet werden. Hieraus ergeben sich Umweltvorteile, da
die Trockenluft nicht nachteilhaft mit Dämpfen, die gemäß dem Stand der Technik vom
Leim stammen, belastet wird.
[0013] Die Fasern oder Späne, die getrocknet werden, sind vorteilhaft nicht mit Leim behaftet.
Leim "stört" den Trockenvorgang. Es werden also im Trockner im Vergleich zum Stand
der Technik auch erhebliche Energiemengen eingespart, die anderenfalls für die Trocknung
eingesetzt werden müssen. Erhebliche Kostenvorteile sind die Folge.
[0014] Durch die erfindungsgemäße Beleimung wird auf dem Gebiet der MDF-Platten die Menge
des benötigten Leims reduziert. Es gelingt eine Reduzierung auf 45 bis 55 kg pro m
3 Platte. Ein typischer Wert liegt bei 50 bis 52 kg pro m
3 Platte.
[0015] Eine wesentliche Größe, um die geeignete Beleimung von Fasern oder Spänen zu bewirken,
ist das "richtige" Verhältnis von Fasern bzw. Spänen zu Leim. Erfindungsgemäß werden
daher in einer Ausgestaltung des Verfahrens die getrockneten Fasern oder Späne vor
der Beleimung einer Bandwaage zugeführt. Auf der Bandwaage werden die Fasern oder
Späne auf der einen Seite mittels eines umlaufenden Transportbandes weiter transportiert,
auf der anderen Seite werden sie gewogen. Hierdurch wird die Information erhalten,
welche Menge an Leim den Fasern im nachfolgenden Schritt zuzufügen ist.
[0016] Die zugeführten Fasern oder Späne werden über die Bandwaage an die nachfolgende Einrichtung
übergeben. Mögliche Gewichtsschwankungen der zugeführten Fasern werden während des
Transportes erfasst, registriert und in einer Ausführungsform gespeichert. Diese Daten
werden aufbereitet und dienen als Stellgröße der nachfolgenden Beleimung. Diese Regelung
berücksichtigt in einer Ausführungsform auch die Transportzeit des Materials, die
zwischen dem Messpunkt und dem Erreichen nachfolgender Einrichtungen wie zum Beispiel
einer Einzugswalze vergeht. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Veränderung
der Einzugsgeschwindigkeit auch an der tatsächlichen Gewichtsschwankung erfolgt.
[0017] Durch eine Geschwindigkeitsveränderung des Einzuges wird eine konstante Materialmenge
den nachfolgenden Einrichtungen zugeführt. Die Gewichtserfassung der Fasern oder der
Späne kann in kleinsten Schritten erfolgen und ermöglicht eine gleichmäßige Zuspeisung
der Fasern oder der Späne mit einer Genauigkeit von zum Beispiel ± 1 %.
[0018] Es ist nicht einfach, Fasern hinreichend mit Leim zu versehen, da Fasern dazu neigen,
sich watteartig zusammenbauschen. Es ist dann schwierig, den Leim auf den Fasern gleichmäßig
zu verteilen. In einer Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Beleimung daher in
einem Mischer, in dem Leim und Fasern miteinander vermischt werden. Der Einsatz eines
Mischers bietet bei Spänen vergleichbare Vorteile.
[0019] Der Mischer weist in einer Ausgestaltung der Erfindung Mittel zur Kühlung seines
Gehäuses auf. Hierfür ist in einer besonders einfachen Ausführungsform ein zumindest
teilweise doppelwandiges Gehäuse, so zum Beispiel ein doppelwandiges Rohr vorgesehen,
welches Teil des Gehäuses des Mischers ist. Eine gekühlte Flüssigkeit, so zum Beispiel
gekühltes Wasser, wird durch das doppelwandige Gehäuse hindurchgeleitet, um den Mischer
bzw. seine Wände zu kühlen. Durch die Kühlung soll im Inneren eine Kondenswasserschicht
auf den Wänden entstehen. Entsprechend ist die Kühlung auszulegen. Die Kondenswasserschicht
bewirkt, dass beleimte sowie leimfreie Fasern oder Späne nicht an den Wänden haften
bleiben und den Mischer verstopfen.
[0020] Nach der Trocknung der Fasern werden diese in einer Ausgestaltung der Erfindung flächig
verteilt und so aus den Fasern eine Art Vorhang gebildet. Leim wird anschließend hinzugegeben
und zwar insbesondere in den Vorhang hineingesprüht. Vorzugsweise wird ein Luft-Leim-Gemisch
hineingesprüht, um so eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Leims zu gewährleisten.
Durch die Bildung eines Vorhangs wird erreicht, dass der Leim gleichmäßiger auf die
Fasern verteilt wird im Vergleich zu dem Fall, bei dem die Fasern watteartig vorliegen.
[0021] Die aus den Fasern werden in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung in Art eines
Vorhanges bzw. einer Matte in den Mischer eingeführt. Der Vorhang bzw. die Matte wird
dann durch Düsen mit einem Luft-Leim-Gemisch angeblasen. Über die Düsen wird der Leim
also dem Vorhang zugeführt. Anschließend wird der Vorhang vorzugsweise kontaktlos
durch den Mischer hindurchgeführt. Durch die kontaktlose Durchführung wird ein Anhaften
von Fasern an Wänden vorteilhaft vermieden. Verschmutzungsprobleme und damit verbunden
Kosten werden so verringert.
[0022] Der Leim wird zusammen mit Luft insbesondere bei einer Temperatur von 40 bis 70 °C,
bevorzugt bei einer Temperatur von 55 bis 60°C in die getrockneten Fasern hineingeblasen.
Hierdurch wird erreicht, dass der Leim eine trockene Außenhaut erreicht. Er wird also
minimal aktiviert.
[0023] Hierdurch wird verbessert erreicht, dass das anschließende Leim-Faser-Gemisch nicht
an Transporteinrichtungen und Geräten, so zum Beispiel im Inneren des Mischers kleben
bleibt.
[0024] Der Leim wird in einer Ausgestaltung der Erfindung so präpariert, dass er nach vorgegebener
Zeit aushärtet. So kann durch Temperaturbehandlung der Leim geeignet eingestellt werden.
Weiter kann ein Härter eingegeben bzw. hinzugefügt werden, der nach z.B. 60 Sekunden
aushärtet. Die Präparation des Leims wird insbesondere im Mischer durchgeführt oder
ein Härter zusammen mit dem Leim unmittelbar vor dem Mischer den getrockneten Fasern
hinzugefügt.
[0025] Es wird der Vorteil erzielt, dass beim späteren Verpressen der Fasern zu einer Platte
der Leim sich sofort schnell verfestigt. Hierdurch kann man kürzere Presszeiten realisieren.
Im jeweiligen Einzelfall wird der Zeitpunkt der Aushärtung vom Fachmann gezielt bestimmt,
um zu besonders kurzen Presszeiten zu gelangen. Dies stellt einen weiteren wesentlichen
wirtschaftlichen Vorteil gegenüber dem Stand der Technik dar, bei dem diese kurzen
Presszeiten aufgrund der erforderlichen Aushärtezeiten des Leims nicht realisiert
werden konnten.
[0026] Da der Leim wesentlich niedrigeren Temperaturen als bisher ausgesetzt wird, ist es
möglich, reaktivere Leime im Vergleich zum Stand der Technik einzusetzen. Darüber
hinaus ist es möglich, den Bestandteil an Chemikalien wie z.B. Formaldehyd zu reduzieren.
Hieraus ergeben sich weitere Umweltvorteile.
[0027] In einer Ausgestaltung der Erfindung wird der Leim mit erwärmter Luft verwirbelt
und dieses Luft-Leimgemisch den getrockneten Fasern oder Spänen hinzugefügt. Die Warmluft,
die zum Beispiel über eine Kabine zusammen mit dem Leim und den getrockneten Fasern
oder Spänen in den Mischer eingeführt wird, aktiviert die Oberflächen der dabei erzeugten
Leimtröpfchen etwas. Hierdurch wird einem Anhaften von Fasern oder Spänen an nachfolgenden
Einrichtungen, so zum Beispiel an Mischerwänden, geeignet entgegengewirkt. Andernfalls
müsste zum Beispiel der Mischer in kürzester Zeit gereinigt werden. Die Produktion
würde dann also nachteilhaft gestoppt. Unerwünschte Reinigungskosten fallen ferner
entsprechend an. Diese erheblichen wirtschaftlichen Nachteile sind gegenüber dem Nachteil,
dass Leim ein wenig aktiviert wird, abzuwägen und miteinander zu vergleichen. Durch
wenige Versuche kann der Fachmann ermitteln, wie weit der Leim an seiner Oberfläche
zu aktivieren ist, um zu einem optimalen wirtschaftlichen Ergebnis zu gelangen. Der
Anteil an aktivierten Leim wird im Vergleich zum Stand der Technik stets gering sein.
[0028] Nach der Zugabe des Leims zu den getrockneten Fasern oder Spänen wird die freie Oberfläche
des Leims in einer Ausgestaltung der Erfindung durch eine hierfür geeignete Einrichtung
weiter etwas aktiviert, um so nachfolgende Verarbeitungsschritte zu erleichtern. Nach
der Zugabe des Leims zu den getrockneten Fasern oder Spänen, insbesondere nach Verlassen
des Mischers gelangen die mit Leim behafteten Fasern oder Späne deshalb vorzugsweise
in ein Steigrohr, welches insbesondere 10 bis 30 m, vorzugsweise ca. 20 m lang ist.
Der Durchmesser des Steigrohres liegt insbesondere bei 1 bis 4 Metern.
[0029] Das Steigrohr wird bevorzugt ebenfalls gekühlt und ist seinerseits dann beispielsweise
doppelwandig, um eine Kühlflüssigkeit zwischen die beiden Wände einer Doppelwand hindurchzuleiten.
Zielsetzung ist wiederum die Bildung einer Kondenswasserschicht auf den Innenwänden
des Steigrohres, damit die beleimten Fasern oder Späne nicht an den Wänden haften
bleiben.
[0030] Durch das Steigrohr können die beleimten Fasern oder Späne besonders einfach kontaktlos
durch einen Luft- oder Gasstrom hindurchgeführt werden.
[0031] Es hat sich herausgestellt, dass die Fasern oder Späne mit einer Geschwindigkeit
von wenigstens 25 m/sec, vorzugsweise von wenigstens 35 Meter pro Sekunde durch das
Steigrohr hindurchgeführt werden sollten. Ist die Geschwindigkeit geringer, so bleiben
Fasern oder Späne trotz der vorgenannten Maßnahmen an dem Steigrohr verstärkt haften.
Hierdurch würde das Steigrohr unnötig schnell verschmutzen. Als niedrigere Geschwindigkeiten
vorgesehen worden sind, musste das Steigrohr bereits nach 8 Stunden gesäubert werden.
Durch Einstellen einer geeigneten Geschwindigkeit konnten die Zyklen auf 7 bis 8 Tage
ausgeweitet werden. Es musste also lediglich jede Woche das Steigrohr gereinigt werden.
[0032] Die maximale Geschwindigkeit, mit der die mit Leim behafteten Fasern oder Späne durch
das Steigrohr hindurchgeblasen werden, hängt von der Leistungsfähigkeit der nachfolgenden
Komponenten bzw. Einrichtungen ab. Hier ist zu berücksichtigen, dass die nachfolgenden
Komponenten bzw. Einrichtungen in der Lage sein müssen, die ankommende Menge Fasern
oder Spänen zu verarbeiten. In der Praxis konnte derzeit eine Obergrenze von 40 Meter
pro Sekunde problemlos realisiert werden. Ab 50 Meter pro Sekunde waren die bisher
eingesetzten nachfolgenden Komponenten überlastet. Es versteht sich von selbst, dass
die obere Geschwindigkeitsgrenze gesteigert werden kann, sobald leistungsfähigere
nachfolgende Komponenten zur Verfügung stehen. Grundsätzlich gilt, dass höhere Transportgeschwindigkeiten
im Steigrohr von Vorteil sind, da dann Verschmutzungsprobleme und hiermit einhergehende
Produktionsstillstände entsprechend verringert werden.
[0033] Durch Vorsehen eines Steigrohres wird erreicht, dass der Leim an der Oberfläche weiter
etwas aktiviert wird, um so nachfolgende Verarbeitungsschritte geeignet durchführen
zu können. Die Länge des Steigrohres ist also vom Fachmann an den gewünschten Grad
der Leimaktivierung anzupassen. Der Fachmann wird bei der Auslegung die Transportgeschwindigkeit
im Steigrohr berücksichtigen.
[0034] Im Anschluss an die Zugabe von Leim zu den getrockneten Fasern oder Spänen, insbesondere
im Anschluss an die teilweise Aktivierung des Leims im Steigrohr gelangen die Fasern,
die mit Leim behaftet sind, in einen Zyklonen. Hier ist der Leim nun aufgrund der
vorgenannten Maßnahmen hinreichend an der Oberfläche aktiviert worden, so dass er
im Zyklonen nicht mehr haften bleibt. Im Zyklonen werden die Fasern oder Späne abgeschieden
und mit einem Transportmittel wie einem Band dem nächsten Verarbeitungsschritt zugeführt.
Die Fasern oder Späne werden im Zyklonen von der Luft getrennt. Das Transportmittel
leitet die Fasern oder Späne in einer Ausführungsform in ein Sichtgerät. Im Sichtgerät
werden die Fasern auf grobe Bestandteile hin untersucht. Die groben Bestandteile werden
automatisiert aussortiert. Grobe Bestandteile sind beispielsweise Leimklumpen.
[0035] Vom Sichtgerät werden die Fasern oder Späne mittels eines Bandes weiter zur Presse
transportiert und hier zur Platte verpresst. Die Presse besteht bevorzugt aus gegeneinander
gepressten, umlaufenden Pressbändem, die geeignet temperiert werden. So kann kontinuierlich
verpresst werden. Die Temperatur ist vom Fachmann auf den jeweils verwendeten Leim
abzustimmen. Die Energiemenge und die hieraus resultierenden Temperaturen für die
beiden Pressbänder sind in einer Ausführungsform daher unterschiedlich gewählt, um
so einen Verzug bei der hergestellten Platte zu vermeiden. Der Temperaturunterschied
beträgt ohne weiteres 20° bei Presstemperaturen, die um die 200 °C liegen.
[0036] Die Düsen, über die der Leim den Fasern in einer Ausgestaltung der Erfindung zugegeben
wird, sind bevorzugt kegelförmig ausgestaltet. Durch die Kegelspitze tritt der Leim
dann tröpfchenartig aus, so dass hierdurch eine gleichmäßig Verteilung des Leims vorteilhaft
gefördert, also verbessert wird.
[0037] Von Vorteil ist zur Vermeidung von Reinigungsarbeiten und einem hiermit einhergehenden
Stillstand der Produktion, wenn der zum Beispiel aus den Düsen austretende Leim nachfolgende
Werkzeuge, so zum Beispiel die im Mischer befindlichen Werkzeuge nicht kontaktiert.
Der Leim wird daher bevorzugt direkt in Richtung der Fasern oder Späne zum Beispiel
gelenkt, also zum Beispiel gespritzt. Im übrigen ist dann insbesondere auf einen genügenden
Abstand zwischen Düsen und nachfolgenden Werkzeugen in einem Mischer zu achten. In
der Praxis hat sich herausgestellt, dass der Abstand zwischen Werkzeugen im Mischer
und den Düsen wenigstens 1 Meter, bevorzugt wenigstens 2 Meter betragen sollte, wenn
der Leim horizontal eingespritzt wird. Die Fasern werden dann senkrecht zu Beginn
des Mischers eingeführt und in diesem horizontal weiter transportiert. Die genannten
konkreten Abstandswerte beziehen sich natürlich nur auf einen konkreten Einzelfall.
Sie sind nicht allgemeingültig, da es schließlich auch auf die Geschwindigkeit ankommt,
mit der der Leim aus den Düsen austritt.
[0038] Wird eine Leim-Luft-Gemisch in Richtung der Fasern gespritzt, so steht vorteilhaft
zugleich ein Luftstrom bereit, mit dem die Fasern zunächst möglichst kontaktlos durch
nachfolgende Einrichtungen wie einem Mischer oder einem Steigrohr geblasen und damit
transportiert werden. Anstelle von Luft kann grundsätzlich auch ein Gas eingesetzt
werden.
[0039] Als Werkzeuge in einem Mischer werden insbesondere Rührgeräte eingesetzt, die eine
Durchmischung der Fasern mit dem Leim bewirken.
[0040] Um zu guten Ergebnissen zu gelangen, gelangen die Fasern in Form eines Vorhangs vor
die Düsen. Hierdurch wird zusätzlich zu den bereits genannten Vorteilen vermieden,
dass Leim in den Mischer hineinspritzt und hier Werkzeuge verschmutzt. Andernfalls
würden die Fasern an den Werkzeugen anhaften, und der Mischer würde in kürzester Zeit
verstopft und müsste in kurzen Abständen gereinigt werden.
[0041] Die Werkzeuge im Mischer sind in einer Ausgestaltung an einer zentral eingebauten
Achse befestigt und bestehen aus sternförmig abstehenden Stangen, die ähnlich wie
ein Ruderblatt in einen flachen Bereich übergehen. Insgesamt wird ein Stern aus zum
Beispiel vier Werkzeugen gebildet. Je zwei Werkzeuge schließen also einen Winkel von
90° ein. Im Vergleich zum Luftstrom, der durch den Mischer fließt, sind die Ruderblätter
schräg gestellt. Hierdurch wird eine Verwirbelung der Luft erzielt und damit eine
gute Durchmischung der Fasern bzw. Späne mit dem Leim. Mehrere durch Werkzeuge gebildete
"Sterne" sind in gleichmäßigen Abständen an der Achse befestigt. Die Fasern oder Späne
werden dann parallel zur Achse durch den Mischer transportiert. Ganz allgemein sind
die Werkzeuge also so insbesondere beschaffen, dass neben den Fasern oder Spänen Luft
verwirbelt wird. Propellerartig wirkende oder propellerartige Werkzeuge sind also
zu bevorzugen.
[0042] Aus den Fasern wird ein Vorhang bevorzugt wie folgt erzeugt.
[0043] Ein Transportmittel, so zum Beispiel ein Transportband bzw. eine Bandwaage ist am
Ende mit wenigstens einer, bevorzugt mit mehreren Walzen versehen. Durch die Walze(n)
werden die Fasern hindurchgeführt. Die Walzen sind insbesondere gegeneinander gedrückt.
Verbleibt ein Spalt zwischen zwei Walzen oder einer Walze und einer angrenzenden Fläche,
so ist dies grundsätzlich unschädlich. Hierdurch wird erreicht, dass durch die Walzen
eine Art Vorhang oder Matte aus den Fasern gebildet wird. Es wird also die Vorhangform
durch die Walzen erzeugt.
[0044] Es wird dabei bevorzugt ein Transportband eingesetzt, da dieses eine gleichmäßige
Zuführung von Fasern zu den Walzen gewährleistet. Wird eine Bandwaage eingesetzt,
so wird in einer Ausführungsform die Geschwindigkeit der Zuführung zu den Walzen so
gesteuert, dass den Walzen eine besonders gleichbleibende Menge an Fasern zugeführt
wird. Gemäß dem Stand der Technik werden regelmäßig Schnecken zum Transport von Fasern
bei der Herstellung von MDF-Platten eingesetzt. Fasern verlassen Schnecken jedoch
relativ ungleichmäßig. Ein entsprechend ungleichmäßiger aus den Fasern gebildeter
Vorhang wäre die Folge. Ein gleichmäßig dicker und breiter Vorhang ist von Vorteil,
um eine gleichmäßige Leimverteilung zu erreichen. Außerdem wird so erreicht, dass
der Vorhang eingespritzten Leim von nachfolgenden Werkzeugen zuverlässig trennt.
[0045] Insbesondere durch die (zusammengepressten) Walzen zur Erzeugung des Vorhangs wird
vermieden, dass die Fasern watte- oder klumpenartig weitergeleitet werden. Dies würde
die gewünschte gleichmäßige Beleimung behindern.
[0046] Um eine hinreichend große Menge an Fasern zu einem Vorhang verarbeiten zu können
sowie zur Erzielung eines besonders gleichmäßigen Vorhangs, sind in einer Ausführungsform
mehr als zwei Walzen eingesetzt, durch die Fasern zur Erzeugung eines Vorhangs hindurch
geleitet werden. Die Walzen sind vorzugsweise versetzt übereinander so angeordnet,
dass ein spitzer Winkel der Walzen mit einem Transportmittel so zum Beispiel einem
Transportband bzw. der Bandwaage eingeschlossen wird. Hierdurch kann genügend Material
dem Transportmittel zugegeben, also zum Beispiel auf die Bandwaage gegeben werden,
um eine hinreichend große Menge an Fasern gleichmäßig verarbeiten zu können.
[0047] In der Praxis hat sich bisher herausgestellt, dass insgesamt vier Walzen besonders
vorteilhaft sind, um einen Vorhang aus den Fasern zu erzeugen, der anschließend mechanisch
beleimt wird.
[0048] Die Öffnung, durch die der aus Fasern bestehende Vorhang in einer Ausführungsform
in oder vor den Mischer eingeführt wird, entspricht bevorzugt der maximalen Breite
des Mischergehäuses, also zum Beispiel dem Durchmesser des genannten Rohres, das zugleich
die Wände des Mischers bildet. Hierdurch ist sichergestellt, dass die gesamte Breite
im Mischer durch den Vorhang abgedeckt wird. Andernfalls könnte Leim an den verbleibenden
Öffnungen seitlich am Vorhang vorbei in das Innere des Mischers hineinspritzen, und
die vorgenannten Verschmutzungsprobleme würden auftreten.
[0049] Würde nicht die gesamte Breite des Mischers abgedeckt, so würde nicht nur Leim in
den Mischer hineinspritzen, sondern es würden auch verstärkt Randfasem mitgerissen
werden, die verklumpen. Hierdurch wird die Qualität des Materials beeinträchtigt.
Entsprechende Produktionsprobleme, bzw. Aufarbeitung des Materials muss nachteilhaft
und kostenintensiv betrieben werden.
[0050] Die seitlichen Wände des Mischers werden in der Praxis vorzugsweise auf 7 bis 15
°C, insbesondere auf 10 bis 12°C abgekühlt. Auf diese Weise wird erreicht, dass eine
Kondenswasserschicht sich auf den Wänden absetzt. Durch die Kondenswasserschicht wird
das Ankleben verhindert.
[0051] Die genannten Temperaturen eignen sich auch für die Bildung einer Kondenswasserschicht
an den Innenwänden innerhalb des Steigrohres.
[0052] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden zunächst Holzspäne oder Holzhackschnitzel
in den festen Holzbestandteil Cellulose und in die flüssigen Bestandteile Lignin und
flüssige Hemicellulose zerlegt.
[0053] Lignin und Hemicellulose werden von den festen Bestandteilen getrennt und als Leim
eingesetzt, also erfindungsgemäß mit den getrockneten Holzfasern oder Holzspänen vermischt.
Die festen Holzbestandteile werden zu Fasern oder Spänen weiter verarbeitet. Die flüssigen
Anteile können zum Beispiel in einem sogenannten Agitator von den festen Anteilen
getrennt werden. Die vorgenannten Bestandteile, die erhalten werden, liegen typischerweise
bei: 20 bis 35 Gew.-% Hemicellulose, 45 bis 50 Gew.-% Cellulose sowie 20 bis 35 Gew.-%
Lignin.
[0054] Hackschnitzel werden in einer Ausführungsform zunächst in eine Stopfschnecke hineingegeben.
Von der Stopfschnecke aus gelangen die Hackschnitzel im komprimierten Zustand in einen
Kochbehälter hinein und werden hier bei hohem Druck gekocht. Der Kochbehälter ist
entsprechend auf hohe Drucke ausgelegt. Der Druck im Kochbehälter beträgt insbesondere
wenigstens 12 bis 22 bar. Gemäß dem Stand der Technik werden Hackschnitzel in der
Regel bei Drucken von lediglich 8 bis 9 bar gekocht. Durch die Temperaturdampfbehandlung
werden die festen Holzbestandteile (Cellulose) vom Lignin und Hemicellulose, die flüssige
Anteile darstellen, getrennt. Die Cellulose liegt in fester Form vor. Die beiden anderen
Komponenten Lignin und Hemicellulose sind flüssig und können grundsätzlich als Leim
eingesetzt werden. Die Klebkraft wird dabei überwiegend von der Hemicellulose bewirkt.
[0055] Es ist zwar aus der Druckschrift
WO 98/37147 bekannt, das im Holz enthaltene Lignin und Hemicellulose von den festen Bestandteilen
zu trennen und als Leim anschließend bei der Herstellung von MDF-Platten einzusetzen.
Nachteilhaft entstanden bei diesem Verfahren starke Emissionen, die die Umgebung einer
Produktionsstätte stark belastet hätten. Die Emissionen konnte nicht durch wirtschaftlich
vertretbare Maßnahmen beseitigt werden. Das Problem der Emissionen wird erfindungsgemäß
dadurch reduziert, dass die flüssigen Bestandteile sich zunächst in dem druckdicht
abgedichteten Kochbehälter befinden, aus dem keine Bestandteile entweichen können.
Nach der Abtrennung der flüssigen Bestandteile kühlen sich diese ab und werden bei
relativ niedrigen Temperaturen weiter verarbeitet, also insbesondere über Düsen auf
die Fasern gesprüht. Die flüssigen Bestandteile sind also deutlich abgekühlt, bevor
sie das geruchsdicht abgekapselte System verlassen. In diesem relativ kühlen Zustand
ist die Geruchsentwicklung sehr niedrig. Die Nutzung Lignin und Hemicellulose als
Leim wird also dadurch ermöglicht, dass diese Bestandteile eines Holzes erst bei niedrigen
Temperaturen, insbesondere bei Temperaturen deutlich unterhalb von 100°C ein geruchsdicht
abgekapseltes System verlassen und in diesem kühlen Zustand auf die Fasern aufgebracht
werden. Auf diese Weise gelingt es also, die mit der Geruchsentwicklung einhergehende
Umweltbelastung auf wirtschaftliche Weise hinreichend stark herabzusetzen.
[0056] Die in der vorbeschriebenen Weise erhaltenen flüssigen Anteile Hemicellulose sowie
Lignin werden in einer Ausgestaltung der Erfindung mit konventionellem Leim gemischt.
Der Anteil an Hemicellulose sowie Lignin in der Leimmischung beträgt bevorzugt nicht
mehr als 20 Gew.-%. Das Gemisch enthält darüber hinaus insbesondere einen Leim auf
einer Formaldehyd-Harnstoff-Basis.
[0057] Wird ein Leimgemisch eingesetzt, der mehr als 20 Gew.-% Anteile an Hemicellulose
und Lignin enthält, so wird die Presszeit (bei einem ergänzenden Einsatz der derzeit
konventionell zur Verfügung stehenden synthetischen Leime) zu lang, während der die
beleimten Fasern zur Platte verpresst wird. Es ist daher wirtschaftlicher, Hemicellulose
und Lignin mit anderem Leim oder Leimgemischen zu mischen. Auf diese Weise kann einerseits
konventioneller Leim eingespart werden und andererseits wird das Verfahren nicht aufgrund
langer Presszeiten zu lang und damit unwirtschaftlich. Welche Obergrenze für die Anteile
an Hemicellulose und Lignin wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt natürlich von der Reaktivität
des Leims ab, mit dem die Bestandteile Hemicellulose und Lignin gemischt werden. Die
genannte Obergrenze von 20 Gew.-% stellt daher lediglich ein Richtwert bzw. Erfahrungswert
dar.
[0058] Da u.a. Luft für den Transport der Fasern mit dem Leim durch den Mischer vorgesehen
wird, weisen die Düsen zur Einspeisung von Leim in einer Ausgestaltung der Erfindung
einen Abstand zum Gehäuse des Mischers auf. Vor einer Öffnung des Mischergehäuses
befinden sich dann die Düsen. Zwischen Düsen und Öffnung verbleibt damit ein Spalt
oder Ringspalt, über den Luft mitgerissen und so geeignet zugeführt werden kann. Darüber
hinaus kann bei dieser Ausgestaltung die Luft, die über den Spalt oder Ringspalt eingeführt
wird, vorgewärmt werden, um eine gewünschte Temperatur im Mischer bereitzustellen,
insbesondere um so eine Aktivierung des Leims an der Oberfläche zu fördern.
[0059] Werkzeuge im Inneren des Mischers sind in einer Ausgestaltung auf einer Achse angebracht.
Ringförmig um die Achse herum sind dann die Düsen zur Einspeisung von Leim angeordnet,
um so Fasern gleichmäßig mit Leim zu versehen. Die Fasern bzw. der aus Fasern bestehende
Vorhang werden dann bevorzugt senkrecht zur Achse zwischen Düsen und Werkzeugen zugeführt.
In Abhängigkeit von dem Durchmesser des Mischers werden Düsen in einer oder mehreren
Reihen ringförmig angeordnet. Bei entsprechend großem Durchmesser wird die gesamte
Öffnung des Mischers mit Leim besprüht, indem eine zweite Reihe an Düsen ringförmig
um die Achse herum angeordnet ist.
[0060] Zu den aus festen Holzbestandteilen bestehenden Fasern werden in einer Ausgestaltung
der Erfindung zusätzlich Glasfasern oder Kunststofffasem hinzugegeben. Die Zugabe
erfolgt insbesondere im oder unmittelbar vor dem Mischer. Hierdurch können besonders
gut plattenartige Formteile hergestellt werden, die zum Beispiel als Innenverkleidung
in einem Auto vorgesehen werden. Solche geformten Platten können in der Automobilindustrie
beispielsweise als Hutablage eingesetzt werden. Es genügt dann, das Schichtsystem
lediglich vorzupressen. Ein Endpressschritt muss nicht durchgeführt werden.
[0061] In der Autoindustrie werden nicht so viele Formteile benötigt, wie Fasern üblicherweise
im großindustriellen Maßstab wirtschaftlich hergestellt werden. Daher ist es wirtschaftlicher,
Formteile, die insbesondere in der Automobilindustrie eingesetzt werden, zusammen
mit (für die Herstellung von Paneelen vorgesehene) MDF-Platten herzustellen, um so
die Fasermengen im großtechnischen Maßstab nutzen zu können. Die für die Herstellung
von Paneelen vorgesehene MDF-Platten weisen eine Oberseite und eine Unterseite auf,
die zueinander parallel verlaufen und die eben sind. Diese Platten sind wenige Millimeter
dick. Sie weisen in der Regel keine Kunststoff- oder Glasfasern auf, da keine besonderen
Formen realisiert werden müssen, die von einer ebenen Oberfläche abweichen.
[0062] Bei der Herstellung von Formteilen sind scharfe Kanten problematisch. Diese neigen
zum Aufreißen. Durch Verstärkung mit Glasfaser- oder Kunststofffasem können diese
Probleme vermieden werden.
[0063] Formteile der vorgenannten Art werden auch in der Möbelindustrie eingesetzt. Solche
Formteile werden z. B. bei Türen benötigt, die aus Designgründen besonders geformt
sind.
[0064] Im Unterschied zu aus Fasern bestehenden Platten, also zum Beispiel MDF-Platten,
die für die Herstellung von Paneelen vorgesehen sind, genügt es bei den Formteilen,
diese lediglich vorzupressen. Das Vorpressen findet bei wesentlich geringeren Drücken
statt als der eigentliche Pressschritt. Der Vorpressdruck kann lediglich ein 1/3 des
Drucks betragen, der für den eigentlichen Pressschritt eingesetzt wird. Der eigentliche
Pressschritt kann bei Drucken von 75 bis 80 kg/cm
2 durchgeführt werden.
[0065] Der Anteil an Glasfasern und/ oder Kunststofffasern in einem Formteil beträgt bis
25 Gew.-%, bevorzugt bis 15 Gew.-%, um zu kostengünstigen Ergebnissen zu gelangen.
Wenigstens 5 Gew.-% sollten eingesetzt sein.
[0066] Fasern für die Herstellung von Formteilen den Fasern abzuzweigen, die für die Herstellung
von MDF- oder HDF-Platten für Paneele, insbesondere für Fußbodenpaneele verwendet
werden, ist auch unabhängig von den hier genannten erfindungsgemäßen Fasern besonders
wirtschaftlich im Vergleich zum Stand der Technik.
[0067] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren weiter verdeutlicht.
[0068] Figur 1 zeigt einen Schnitt durch eine Bandwaage 1 und einen nachfolgenden Mischer
2. Wie durch den Pfeil 3 angedeutet, werden getrocknete Fasern, die aus Holzhackschnitzeln
hergestellt wurden, über eine Öffnung eines Gehäuses 4 der Bandwaage 1 zugeführt.
Eine Schräge 5 lenkt die ankommenden Fasern auf das Band der Bandwaage. Die Bandwaage
erfasst und steuert die Materialmenge, die in Richtung der drei Walzen 6 transportiert
wird. Die drei Walzen 6 sind übereinander sowie versetzt so angeordnet, dass diese
mit der Bandwaage 1 einen spitzen Winkel α einschließen. Die auf der Bandwaage befindlichen
Fasern gelangen in diesen spitzen Winkel hinein. Sie passieren die rotierenden Walzen
6. Dabei wird aus den Fasern ein Vorhang gebildet, der schwerkraftbedingt senkrecht
nach unten entlang des Pfeils 7 weiter transportiert wird. Der Vorhang gelangt so
in den Mischer 2 hinein und zwar zwischen eine Mehrzahl an Düsen 8 und Werkzeuge 9.
[0069] Der Mischer besteht aus einem rohrförmigen Gehäuse. Das Gehäuse wird durch eine Doppelwand
10 und 11 gebildet. Zentral im Inneren des Gehäuses ist eine Achse 12 angeordnet,
auf der die Werkzeuge 9 befestigt sind. Ein Werkzeug 9 schließt mit der Achse 12 einen
rechten Winkel ein. Jeweils vier ruderblattartige Werkzeuge 9 sind sternförmig zusammengefasst.
Mehrere dieser zusammengefassten Werkzeuge sind in gleichförmigen Abständen auf der
Achse 12 befestigt. Der vordere Bereich, in den der aus Fasern bestehende Vorhang
eingeführt wird, ist frei von Werkzeugen. So wird gewährleistet, dass ein hinreichend
großer Abstand zwischen den Werkzeugen 9 und den Düsen 8 vorhanden ist. Dieser Abstand
ist vorgesehen, damit aus den Düsen 8 austretender Leim nicht während des Betriebes
auf die Werkzeuge unmittelbar auftrifft.
[0070] Der Durchmesser des Gehäuses des Mischers entspricht der Breite der Öffnung, über
die der aus Fasern bestehende Vorhang in den Mischer eingeführt wird. Die Breite des
Vorhangs ist an die Breite der Öffnung angepasst. Die Düsen 8 sind halbkreisförmig
um die Achse 12 herum in einem oberen Bereich angeordnet. Hierdurch wird bewirkt,
dass einerseits der Vorhang gleichmäßig mit Leim versehen wird und andererseits der
aus den Düsen 8 austretende Leim nicht unmittelbar auf Teile des Mischers auftrifft.
Zwischen den Düsen 8 und dem Gehäuse 10, 11 ist ein Abstand angeordnet, so dass eine
Art Ringspalt gebildet wird. Über diesen Ringspalt wird Luft angesaugt. Nicht dargestellt
sind Mittel zur Erwärmung der Luft, die angesaugt wird. Es entsteht so ein Leim-Luft-Gemisch.
Der mit Leim versehene Vorhang (mit anderen Worten eine aus Fasern gebildete Matte)
wird durch den Luftstrom parallel zur Achse 12 durch den Mischer 2 transportiert.
Die Achse rotiert während des Transports und somit die Werkzeuge 9. Dabei wird der
Leim mit den Fasern weiter vermischt. Zwischen die beiden Wände 10 und 11 der Doppelwand
wird eine gekühlte Flüssigkeit eingeleitet, um im Inneren des Mischers an seinen Innenwänden
eine Kondenswasserschicht entstehen zu lassen.
[0071] In der Figur 2 wird eine Aufsicht auf den Mischer parallel zur Achse 12 gezeigt.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nur zwei Werkzeuge 9 eingezeichnet. Anhand
von Figur zwei wird insbesondere eine einreihige, halbkreisförmige Anordnung der Düsen
im oberen Bereich verdeutlicht.
1. Verfahren für die Herstellung einer aus Fasern oder Spänen gefertigten Platte mit
den Schritten:
- Aufbringung von Leim auf Fasern oder Späne bei einer Temperatur unterhalb von 100°
C mit Hilfe von Düsen, die ringförmig, beispielsweise halbkreisförmig, angeordnet
sind,
- Verpressen der mit dem Leim versehenen Fasern oder Späne zu einer Platte bei Temperaturen
oberhalb von 140° C.
2. Verfahren für die Herstellung einer aus Fasern oder Spänen gefertigten Platte mit
den Schritten:
- Trocknung von Fasern oder Spänen in einer Trocknungseinrichtung,
- Aufbringung von Leim auf die getrockneten Fasern außerhalb der Trocknungseinrichtung
bei einer abgekühlten Temperatur mit Hilfe von Düsen, die ringförmig, beispielsweise
halbkreisfönnig, angeordnet sind,
- Verpressen der mit dem Leim versehenen Fasern zu einer Platte insbesondere unter
Zufuhr von Wärme.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Leim auf die Fasern oder Späne aufgebracht wird, indem ein Leim-Gas-Gemisch auf die
Fasern gesprüht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Leim in einer solchen Menge aufgetragen wird, dass 45 bis 55 kg Leim pro m3 Platte eingesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern oder Späne vor der Aufbringung von Leim auf eine Bandwaage gegeben wird
und die Bandwaage und die Leimaufbringung so gesteuert werden, dass das Mengenverhältnis
zwischen dem Leim und den Fasern oder Spänen während der Aufbringung des Leims im
wesentlichen konstant ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Leim versehenen Fasern oder Späne miteinander vermischt und/oder verwirbelt
werden und zwar insbesondere in einem Mischer mit gekühlten Wänden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern zu einem Vorhang oder einer Matte geformt werden und der Leim auf den
Vorhang oder die Matte aufgebracht oder in den Vorhang oder in die Matte hineingebracht
wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim zusammen mit erwärmter Luft auf die Fasern oder Späne aufgebracht wird und
zwar insbesondere bei einer Lufttemperatur von 40 bis 70° C.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim zusammen mit einem Härter auf die Fasern oder Späne aufgebracht wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim nach der Aufbringung auf die Fasern oder Späne zunächst nur auf seine Oberfläche
begrenzt aktiviert wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Leim versehenen Fasern oder Späne durch ein Steigrohr geblasen werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Holz in feste Bestandteile und in flüssige Bestandteile zerlegt wird, und flüssige
Bestandteile als Leim auf die Fasern oder Späne aufgebracht werden.
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssigen Bestandteile vor der Aufbringung abgekühlt werden.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Leim Lignin und Hemicellulose enthalten sind und zwar insbesondere mit einem Anteil
von bis zu 20 Gew. %.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kunststofffasern und/oder Glasfasern zu den aus Holz bestehenden Fasern hinzugegeben
werden.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass plattenartige Formteile hergestellt werden.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass MDF - und / HDF - Platten für Fußbodenpaneele und Formteile zeitgleich hergestellt
werden und die hierfür verwendeten Fasern aus der gleichen Einrichtung, insbesondere
aus der gleichen Mahleinrichtung stammen.
18. Vorrichtung für die Herstellung einer aus Fasern oder Spänen gefertigten Platte mit
einer Trocknungseinrichtung, in der die Fasern oder Späne getrocknet werden, und mit
einer Beleimungseinrichtung, in der die Fasern oder Späne mit Leim versehen werden,
wobei die Beleimungseinrichtung Düsen zur Einspeisung von Leim aufweist, die ringförmig,
beispielsweise halbkreisförmig, angeordnet sind, und
mit Mitteln, um die mit Leim versehenen Fasern oder Späne zu einer Platte zu verpressen,
wobei Transportmittel (1,7) vorgesehen sind, mit denen die Fasern oder Späne von der
Trocknungseinrichtung zu der Beleimungseinrichtung (2,8) transportiert werden.
19. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Vorrichtungsanspruch mit einer Einrichtung, in
der Holzschnitzel zu Fasern verarbeitet werden und zwar unter Zuführung von Temperatur
und Druck mit Hilfe von Malscheiben.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der die Trocknungseinrichtung
ein Rohr nebst Mitteln aufweist, mit denen ein gasförmiges Medium erhitzt und durch
das Rohr geblasen wird.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der das Transportmittel
eine Bandwaage (1) umfasst.
22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der ein Mischer
(2) vorgesehen ist, in dem Leim und Fasern oder Späne miteinander mechanisch mittels
Rührwerkzeuge (9) vermischt werden, wobei die Rührwerkzeuge ruderblattartig und propellerartig
angeordnet sind, um hierdurch eine Verwirbelung von Luft im Mischer bewirken zu können.
23. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der ein Mischer
(2) nebst Mitteln zur Kühlung seines Gehäuses (10,11) vorgesehen ist.
24. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der ein Mischer
(2) vorgesehen ist, der zumindest teilweise ein doppelwandiges Gehäuse (10,11) und
zwar insbesondere ein doppelwandiges Rohr umfasst.
25. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der Kühlmittel
zur Kühlung einer Flüssigkeit vorgesehen sind, sowie Mittel, um mit der gekühlten
Flüssigkeit das Gehäuses eines Mischers und/oder eines Steigrohres zu kühlen.
26. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit Mitteln zur Erzeugung
einer Kondenswasserschicht an den Innenwänden eines Mischers und/ oder eines Steigrohres.
27. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit Mitteln (6),
um die Fasern in Form eines Vorhangs oder einer Matte der Beleimungseinrichtung zuzuführen.
28. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit Mitteln (6),
um die Fasern in Form eines Vorhangs oder einer Matte der Beleimungseinrichtung zuzuführen,
wobei diese Mittel Walzen (6) umfassen und wobei ein Transportband oder eine Bandwaage
(1) für die Zuführung von Fasern zu den Walzen vorgesehen ist.
29. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit Mitteln (6),
um die Fasern in Form eines Vorhangs oder einer Matte der Beleimungseinrichtung zuzuführen,
wobei diese Mittel Walzen (6) umfassen, die übereinander sowie versetzt angeordnet
sind, wobei die Walzen insbesondere so angeordnet sind, dass diese mit einem Transportband
oder einer Bandwaage (1) einen spitzen Winkel (α) einschließen.
30. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei die Düsen (8)
kegelförmig sind.
31. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit Mitteln, mit
denen Leim zusammen mit erwärmter Luft auf die Fasern oder Späne aufgebracht wird.
32. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit Mitteln, mit
denen Leim zusammen mit einem Härter auf die Fasern oder Späne aufgebracht wird.
33. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit einem im wesentlichen
senkrecht verlaufenden Steigrohr, welches sich an die Beleimungseinrichtung anschließt
und durch das die beleimten Fasern oder Späne entgegengesetzt zur Schwerkraft durchgeblasen
werden, wobei vorzugsweise Mittel zur Kühlung der Wände des Steigrohres vorgesehen
sind.
34. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit einem Zyklonen,
in dem mit Leim versehene Fasern oder Späne abgeschieden werden, und/oder einem Sichtgerät,
durch das die mit Leim versehenen Fasern oder Späne optisch kontrolliert werden können.
35. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit einer Presse,
die gegeneinander gepresste, umlaufende Pressbändern umfasst.
36. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit Mitteln, Fasern
in Form eines Vorhangs oder einer Matte vor die Düsen zu bringen, aus denen Leim austritt.
37. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, mit einem Mischer
(2) und einer Öffnung, durch die ein aus Fasern bestehender Vorhang in oder vor den
Mischer eingeführt wird, wobei die Öffnung der maximalen Breite des Mischergehäuses
entspricht und die Mittel zur Erzeugung des Vorhangs bevorzugt so dimensioniert sind,
dass die Breite des Vorhangs im wesentlichen der Breite der Öffnung entspricht.
38. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der ein aus Metall
bestehendes Steigrohr und/oder ein aus Metall bestehender Mischer vorgesehen ist.
39. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, bei der Mittel vorgesehen
sind, um Holz in feste und flüssige Bestandteile zu zerlegen, und Mittel, um flüssige
Bestandteile auf die Fasern oder Späne aufzubringen.
1. Method for the manufacture of a board made from fibres or chips with the steps:
- application of glue to fibres or chips at a temperature below 100°C by means of
nozzles, which are arranged circular, as e.g. semicircular,
- pressing of the fibres or chips provided with the glue to form a board at temperatures
above 140°C.
2. Method for the manufacture of a board made from fibres or chips with the steps:
- drying of fibres or chips in a drying device,
- application of glue to the dried fibres outside the drying device at a reduced temperature,
by means of nozzles, which are arranged circular, as e.g. semicircular,
- pressing of the fibres provided with the glue to form a board in particular with
the application of heat.
3. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that glue is applied to the fibres or chips, in that a glue-gas mixture is sprayed onto the fibres.
4. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that glue is applied in such quantity that 45 to 55 kg of the glue is used per m3 of board.
5. Method according to one of the foregoing claims, characterized in that the fibres or chips are put onto a weighing conveyor before the application of glue
and the weighing conveyor and the application of the glue are controlled so that the
quantity ratio between the glue and the fibres or chips during the application of
the glue is substantially constant.
6. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that the fibres or chips provided with glue are mixed together and/or stirred and in fact
in particular in a mixer having cooled walls.
7. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that the fibres are formed into a curtain or a mat and the glue is applied to the curtain
or the mat or introduced into the curtain or into the mat.
8. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that the glue together with heated air is applied to the fibres or chips and in fact in
particular at an air temperature of 40 to 70°C.
9. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that the glue is applied to the fibres or chips together with a hardener.
10. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that after being applied to the fibres or chips the glue is activated to an extent limited
only to its surface.
11. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that the fibres or chips provided with glue are blown through a rising tube.
12. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that wood is broken down into solid components and liquid components, and liquid components
are applied to the fibres or chips as glue.
13. Method according to the preceding claim, characterised in that the liquid components are cooled down before being applied.
14. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that lignin and hemicellulose are contained in the glue and in fact in particular in a
proportion of up to 20% by weight.
15. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that plastic fibers and/or glass fibers are added to the wood fibers.
16. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that board-like shaped bodies are produced.
17. Method according to one of the foregoing claims, characterised in that MDF- and/or HDF-boards for flooring panels and shaped bodies are produced at the
same time and the fibres used for these purposes originate from the same device, in
particular from the same milling device.
18. Apparatus for the manufacture of a board prepared from fibres or chips with a drying
device in which the fibres or chips are dried, and with a glue-applying device, in
which the fibres or chips are provided with glue, which glue-applying device comprises
nozzles for the application of glue, which are arranged circular, as e.g. semicircular
and
with means for pressing the glued fibres or chips to form a board, whereby transport
means (1, 7) are provided, by which the fibres or chips are transported from the drying
device to the glue-applying device (2, 8).
19. Apparatus according to the foregoing apparatus claim with a device in which wood shavings
are reduced to fibres and in fact with the aid of heat and pressure and with the aid
of milling discs.
20. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, in which the drying
device has a tube together with means by which a gaseous medium is heated and blown
through the tube.
21. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, in which the transport
means include a weighing conveyor (1).
22. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, in which a mixer (2)
is provided, in which glue and fibres or chips are mixed together and in fact mechanically
by means of stirring tools (9), the stirring tools preferably being arranged like
the blades of oars and like propellers, in order thereby to be able to cause turbulence
of air in the mixer.
23. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, in which a mixer (2)
together with means for cooling its housing (10, 11) is provided.
24. Apparatus according to one of the foergoing apparatus claims, in which a mixer (2)
is provided, having at least partially a double-walled housing (10, 11) in fact in
particular a double-walled tube.
25. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, in which cooling means
are provided for cooling a fluid, as well as means for cooling with the cooled fluid
the housing of a mixer and/or of a rising tube.
26. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with means for producing
a layer of condensed water on the inside walls of a mixer and/or of a rising tube.
27. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with means (6) for feeding
the fibres to the glue-applying device in the form of a curtain or a mat.
28. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with means (6), for
feeding the fibres to the glue-applying device in the form of a curtain or a mat,
these means including rollers (6) and a conveyor belt or a weighing conveyor (1) being
provided for delivering fibres to the rollers.
29. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with means (6) for feeding
the fibres to the glue-applying device in the form of a curtain or a mat, these means
including rollers (6), which are arranged one above another and offset, the rollers
being arranged in particular so that they make an acute angle (α) with a conveyor
belt or a weighing conveyor (1).
30. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, whereby the nozzles
(8) are of conical shape.
31. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with means by which
glue together with heated air is applied to the fibres or chips.
32. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with means by which
glue together with a hardener is applied to the fibres or chips.
33. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with a substantially
vertically extending rising tube which follows on the glue-applying device and through
which the glue-provided fibres or chips are blown in a direction against gravity,
whereby preferably means are provided for cooling the walls of the rising tube.
34. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with a cyclone in which
fibres or chips provided with glue are precipitated out, and/or an inspection station,
at which the fibres or chips provided with glue can be optically monitored.
35. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with a press which has
circulating pressing belts urged towards one another.
36. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with means for bringing
fibres in the form of a curtain or a mat in front of the nozzles from which glue emerges.
37. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, with a mixer (2) and
an opening through which a curtain made up of fibres is introduced into or in front
of the mixer, the opening corresponding to the maximum width of the mixer housing
and the means for producing the curtain preferably being of dimensions such that the
width of the curtain corresponds substantially to the width of the opening.
38. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, in which a rising tube
made of metal and/or a mixer made of metal is provided.
39. Apparatus according to one of the foregoing apparatus claims, in which means are provided
for breaking down wood into solid and liquid components, and means for applying liquid
components to the fibres or chips.
1. Procédé de production d'une plaque réalisée à partir de fibres ou de copeaux, comprenant
les étapes suivantes :
- l'application de colle sur des fibres ou des copeaux à une température inférieure
à 100° C à l'aide de buses disposées en forme d'anneau, par exemple en forme de demi-cercle,
- le pressage en une plaque des fibres ou des copeaux pourvu(e)s de la colle, à des
températures supérieures à 140° C.
2. Procédé de production d'une plaque réalisée à partir de fibres ou de copeaux, comprenant
les étapes suivantes :
- le séchage des fibres ou des copeaux dans une installation de séchage,
- l'application de colle sur les fibres séchées, à l'extérieur de l'installation de
séchage, à une température abaissée à l'aide de buses disposées en forme d'anneau,
par exemple en forme de demi-cercle,
- le pressage en une plaque des fibres pourvues de la colle, en particulier sous apport
de chaleur.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on applique de la colle sur les fibres ou les copeaux en faisant pulvériser un
mélange de colle-gaz sur les fibres.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on applique de la colle en une quantité telle que l'on utilise 45 à 55 kg de colle
par m3.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant d'appliquer de la colle, on pose les fibres ou les copeaux sur une bascule à
courroie, la bascule à courroie et l'application de colle étant commandées de telle
sorte que le rapport quantitatif entre la colle et les fibres ou les copeaux est sensiblement
constant pendant l'application de la colle.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on fait mélanger et/ou tourbillonner les fibres ou les copeaux pourvu(e)s de colle,
en particulier dans un mélangeur à parois refroidies.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on met les fibres en forme de rideau ou de mat, et on applique la colle sur le
rideau ou sur le mat ou on l'introduit dans le rideau ou dans la mat.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on applique la colle conjointement avec de l'air chauffé sur les fibres ou sur
les copeaux, à savoir en particulier à une température d'air de 40 à 70° C.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on applique la colle conjointement avec un durcisseur sur les fibres ou sur les
copeaux.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la colle, une fois appliquée sur les fibres ou les copeaux, est activée en étant
tout d'abord limitée à sa surface.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on fait souffler les fibres ou les copeaux pourvu(e)s de colle à travers une conduite
montante.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on fait décomposer du bois en constituants solides et en constituants liquides
et on applique les constituants liquides en tant que colle sur les fibres ou les copeaux.
13. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'on fait refroidir les constituants liquides avant de les appliquer.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la colle contient de la lignine et de l'hémicellulose, à savoir en particulier dans
une proportion allant jusqu'à 20 % en poids.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on ajoute des fibres de matière plastique et/ou des fibres de verre aux fibres
constituées de bois.
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on produit des pièces moulées en forme de plaque.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on produit en même temps des plaques MDF et HDF pour des panneaux de plancher et
des pièces moulées, et les fibres utilisées à cet effet proviennent de la même installation,
en particulier de la même installation de broyage.
18. Dispositif destiné à la production d'une plaque réalisée à partir de fibres ou de
copeaux, comportant une installation de séchage dans laquelle les fibres ou copeaux
sont séché(e)s, et comportant une installation d'encollage dans laquelle les fibres
ou les copeaux sont pourvu(e)s de colle, le dispositif d'encollage comprenant des
buses d'alimentation de colle qui sont disposées en forme d'anneau, par exemple en
forme de demi-cercle, et
comportant des moyens destinés à presser en une plaque les fibres ou les copeaux pourvu(e)s
de colle, des moyens de transport (1, 7) étant prévus par lesquels les fibres ou les
copeaux sont transporté(e)s depuis l'installation de séchage jusqu'à l'installation
d'encollage (2, 8).
19. Dispositif selon la revendication précédente relative au dispositif, comportant une
installation dans laquelle des plaquettes de bois sont transformées en fibres, et
ceci sous apport de chaleur et de pression à l'aide de disques broyeurs.
20. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel l'installation de séchage comprend un tube avec des moyens permettant de chauffer
un fluide gazeux et de le souffler à travers le tube.
21. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel le moyen de transport comprend une bascule à courroie (1).
22. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel est prévu un mélangeur (2) dans lequel de la colle et des fibres ou des copeaux
sont mélangés mécaniquement à l'aide d'outils agitateurs (9), les outils agitateurs
étant agencés en forme de pales d'aviron et en forme d'hélice, afin de pouvoir provoquer
un tourbillonnement d'air dans le mélangeur.
23. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel est prévu un mélangeur (2) avec des moyens de refroidissement de son boîtier
(10, 11).
24. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel est prévu un mélangeur (2) qui comprend au moins partiellement un boîtier (10,
11) à paroi double, à savoir en particulier un tube à paroi double.
25. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel sont prévus des moyens de refroidissement pour faire refroidir un liquide,
ainsi que des moyens destinés à faire refroidir le boîtier d'un mélangeur et/ou d'une
conduite montante à l'aide du liquide refroidi.
26. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
des moyens destinés à produire une couche d'eau de condensation sur les parois intérieures
d'un mélangeur et/ou d'une conduite montante.
27. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
des moyens (6) destinés à acheminer les fibres sous la forme d'un rideau ou d'un mat
vers l'installation d'encollage.
28. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
des moyens (6) destinés à acheminer les fibres sous la forme d'un rideau ou d'un mat
vers l'installation d'encollage, ces moyens comprenant des cylindres (6), et une bande
de transport ou une bascule à courroie (1) étant prévue pour l'acheminement des fibres
vers les cylindres.
29. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
des moyens (6) destinés à acheminer les fibres sous la forme d'un rideau ou d'un mat
vers l'installation d'encollage, ces moyens comprenant des cylindres (6) qui sont
agencés en superposition et en décalage, les cylindres étant agencés en particulier
de manière à définir un angle aigu (α) avec une bande de transport ou une bascule
à courroie (1).
30. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, les
buses (8) étant de forme conique.
31. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comprenant
des moyens par lesquels de la colle est appliquée conjointement avec de l'air chauffé
sur les fibres ou les copeaux.
32. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
des moyens par lesquels de la colle est appliquée conjointement avec un durcisseur
sur les fibres ou les copeaux.
33. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
une conduite montante sensiblement verticale qui vient se raccorder à l'installation
d'encollage et qui est traversée par les fibres ou copeaux encollé(e)s en sens opposé
à la gravité, en prévoyant de préférence des moyens destinés à faire refroidir les
parois de la conduite montante.
34. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
un cyclone dans lequel des fibres ou des copeaux pourvu(e)s de colle sont séparés,
et/ou une visionneuse par laquelle les fibres ou les copeaux pourvu(e)s de colle peuvent
être contrôlé(e)s sur le plan optique.
35. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
une presse qui comprend des bandes de pressage en circulation, pressées l'une contre
l'autre.
36. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comprenant
des moyens destinés à acheminer des fibres sous la forme d'un rideau ou d'un mat jusque
devant les buses dont sort de la colle.
37. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, comportant
un mélangeur (2) et une ouverture à travers laquelle un rideau constitué de fibres
est introduit dans ou devant le mélangeur, l'ouverture correspondant à la largeur
maximale du boîtier du mélangeur, et les moyens destinés à produire le rideau étant
de préférence dimensionnés de telle sorte que la largeur du rideau correspond sensiblement
à la largeur de l'ouverture.
38. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel il est prévu une conduite montante constituée de métal et/ou un mélangeur constitué
de métal.
39. Dispositif selon l'une des revendications précédentes relatives au dispositif, dans
lequel il est prévu des moyens destinés à décomposer du bois en constituants solides
et liquides, et des moyens destinés à appliquer des constituants liquides sur les
fibres ou les copeaux.


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