[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Biegen von stabförmigen Teilen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (siehe z.B. DE-A-197 17 232) und auf die Verwendung
einer solchen Vorrichtung in einem entsprechenden Verfahren, gemäß Anspruch 9.
[0002] Es ist bereits ein Verfahren zum Biegen eines stabförmigen Teils bekannt, wobei das
Teil durch ein feststehendes, in einem Neigungswinkel gegenüber der Achse des zuzuführenden
Werkstücks liegendes Umlenkstück eines Verformwerkzeugs vollständig geführt wird,
wobei das Umlenkstück das Teil mit lokalem Gleitkontakt umgreift und das Teil kontinuierlich
durch das Umlenkstück hindurchgeführt wird. Das stabförmige Teil vor dem Verformungswerkzeug
wird zwangsweise durch ein Führungsteil hindurch gradlinig geführt, wobei die Mittelachse
des Führungsteils zum Zentrum des Umlenkstücks versetzt ist und die Biegebedingungen
durch einen relativ variablen Abstand zwischen Umlenkstück und Führungsteil in Richtung
der Mittelachse und/oder in eine Richtung senkrecht hierzu gesteuert werden (DE 40
15 117 C2).
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das Verformwerkzeug in einer Tragvorrichtung
derart aufzunehmen und anzuordnen, dass ein stabförmiges Teil bzw. Rohre von beliebigem
Querschnitt um eine oder mehrere Achsen in jede beliebige Form gebogen werden können,
ohne dass beim Biegevorgang das Rohr gegen Teile der Biegevorrichtung anschlägt.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0005] Dadurch wird erreicht, dass der Abstand zwischen dem Verformungswerkzeug und dem
Führungsteil unabhängig von der weiteren Verstellung des Verformungswerkzeugs erfolgt
und die Verstelleinrichtung des Verformungswerkzeugs bezüglich der radialen Abmessungen
sehr klein ausgebildet werden kann. Somit schlägt das zu verformende stabförmige Teil
nicht an der Biegevorrichtung an. Durch die erfindungsgemäße Anordnung insbesondere
des Verformungswerkzeugs am Drehkopf wird erreicht, dass das Verformungswerkzeug im
radialen Umfeld frei ist. Das Verformungswerkzeug kann mit stabförmigen Halterungen
am Drehkopf befestigt sein, die in radialer Richtung nicht wesentlich breiter als
das Verformungswerkzeug selbst sind. Auch dadurch wird erreicht, dass das stabförmige
Tel nicht an der Biegevorrichtung anschlägt.
[0006] Da die Biegematrize bzw. das Verformungswerkzeug auf der Tragvorrichtung angeordnet
ist, lässt sich dieses in zwei Richtungen, nämlich in Richtung der x-Achse und in
Richtung der y-Achse gleich oder hintereinander verstellen. Ferner lässt sich die
Biegematrize direkt über eine weitere Stellvorrichtung über eine rechtwinklig zu diesen
Achsen verlaufende z-Achse kippen oder drehen. Darüber hinaus kann zusätzlich das
Verformungswerkzeug bzw. die Biegematrize über den Drehkopf um die z-Achse geschwenkt
werden.
[0007] Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung, dass die
beiden verstellbaren Tragteile jeweils ein oder mehrere Führungselemente aufweisen,
deren Bewegungsbahnen sich in einem Winkel zwischen 0° und 90° schneiden.
[0008] Ferner ist es vorteilhaft, dass zwischen den beiden Tragteilen die Führungselemente
von zumindest einem Tragteil angeordnet sind.
[0009] Vorteilhaft ist es hierzu, dass die Führungselemente aus einem oder mehreren Führungsschlitten
bestehen, in denen mindestens je ein Führungsträger aufgenommen ist. Durch die Verwendung
von Führungsschlitten ist es möglich, auch Schwalbenschwanzführungen vorzusehen. Hierdurch
ist eine einfache Verstellung der einzelnen Tragteile in Richtung der x- und y-Achse
möglich.
[0010] Vorteilhaft ist es auch, dass jedes Tragteil über einen auf dem jeweiligen Tragteil
gelagerten Antriebsmotor verschiebbar ist. Dadurch wird erreicht, dass die Antriebe
voneinander unabhängig sind.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist schließlich
vorgesehen, dass der Drehkopf einen koaxial zur z-Achse angeordneten Zahnkranz aufweist,
der mit einem über den Stellmotor antreibbaren Getriebeteil in Antriebsverbindung
steht.
[0012] Von besonderer Bedeutung kann für die vorliegende Erfindung sein, dass der Drehkopf
zwei mit Abstand zueinander angeordnete Halterungen mit einer Schwenkachse aufweist
und das Verformungswerkzeug drehbar auf der Schwenkachse gelagert ist, wobei ein Stellmotor
für die Schwenkachse an einer Halterung vorgesehen ist. Dadurch wird erreicht, dass
das Bezugssystem für die Einstellung des Drehwinkels um die Schwenkachse unabhängig
von der Verdrehung des Drehkopfs um die z-Achse und unabhängig von der Verschiebung
des Drehkopfs in eine der Richtungen der x-Achse und der y-Achse ist. Ferner wird
durch schlank beziehungsweise länglich ausgebildete Halterungen am Drehkopf die Möglichkeit
geschaffen, den Biegepunkt in Richtung der z-Achse relativ weit entfernt von der Biegemaschine
anzuordnen. Somit können sehr enge Radien gebogen werden, ohne dass das stabförmige
Teil an der Biegemaschine anschlägt.
[0013] Nach einer bevorzugten Ausbildung und Anordnung ist es von Vorteil, dass das Verformungswerkzeug
aus einem Gehäuseteil besteht, in dessen Innenraum eine Biegematrize angeordnet ist.
Durch die Verwendung eines Gehäuseteils lässt sich das Verformungswerkzeug bzw. die
Biegematrize nach Verschleiß oder aufgrund einer Querschnittsänderung des nachfolgenden
Werkstücks ohne Weiteres durch ein neues ersetzen, ohne dass größere Veränderungen
an der Gesamtvorrichtung vorgenommen werden müssen.
[0014] Hierzu ist es vorteilhaft, dass der Innenraum des Gehäuseteils über einen Deckel
verschließbar ist. Der Deckel fixiert das Verformungswerkzeug in axialer Richtung.
[0015] Vorteilhaft ist es ferner, dass die Mechanik zum Verschieben des Verformungswerkzeugs
in Richtung der x-Achse in einer ersten Ebene, die Mechanik zum Verschieben des Verformungswerkzeugs
in Richtung der y-Achse in einer zweiten Ebene sowie die Mechanik zum Drehen des Verformungswerkzeugs
um einen Winkel b um die z-Achse in einer dritten Ebene und die Mechanik zum Drehen
des Verformungswerkzeugs um einen Winkel a um eine zur z-Achse rechtwinklig angeordnete
Achse in einer vierten Ebene angeordnet ist, wobei die vier Ebenen beziehungsweise
die vier Verstellgetriebe unmittelbar hintereinander angeordnet sind. Die Reihenfolge
der einzelnen Ebenen beziehungsweise der Verstellgetriebe ist dabei erfindungsgemäß
beliebig.
[0016] Die vorstehend genannten Verstellgetriebe sind bezüglich der z-Achse beziehungsweise
bezüglich der Vorschubrichtung ortsfest. In Vorschubrichtung ist vor diesen Ebenen
beziehungsweise Verstellgetrieben das Führungsteil in einer fünften Ebene angeordnet.
Das Führungsteil beziehungsweise die fünfte Ebene ist in Richtung der z-Achse verschiebbar.
[0017] Hierzu ist es vorteilhaft, dass die Mechanik zum Verschieben des Verformungswerkzeugs
in Richtung der x-Achse und in Richtung der y-Achse sowie das Drehen des Verformungswerkzeugs
um einen Winkel b um die z-Achse als auch das Drehen um einen Winkel a um eine zur
z-Achse rechtwinklig angeordnete Achse mittels Getriebegliedern, im Besonderen mittels
selbsthemmender Schneckenantriebe erfolgt.
[0018] Ferner ist es vorteilhaft, dass mit Bezug auf die Vorschubrichtung des zu verformenden
Teils vor dem Verformungswerkzeug das Führungsteil vorgesehen ist, dessen Abstand
A zum Verformungswerkzeug veränderbar ist. Hierdurch lässt sich der Biegeradius ohne
Weiteres vergrößern oder verkleinern, wenn das Führungsteil entsprechend verschoben
wird.
[0019] Hierzu ist es vorteilhaft, dass das Führungsteil über ein Stellteil oder einen Stellmotor
antreibbar ist.
[0020] Ferner ist es vorteilhaft, dass das Führungsteil einen auswechselbaren Adapter aufweist.
Der Adapter ist austauschbar und an die Materialeigenschaften und an den Innendurchmesser
des stabförmigen Teils anzupassen.
[0021] Hierzu ist es vorteilhaft, dass der Adapter im Mündungsbereich vor dem Verformungswerkzeug
trichterförmig ausgebildet ist.
[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht ein neues Verfahren zum Biegen von stabförmigen
Teilen. Nach diesem Verfahren kann jede beliebige Rohrform gebogen werden, wobei die
Formgebung des Rohrs auch dadurch beeinflusst wird, wie weit das Rohr zwischen den
Biegevorgängen um seine Längsachse Z-O gedreht oder in Richtung der z-Achse ohne Biegung
nach vorne bewegt wird.
[0023] Es besteht auch die Möglichkeit, die Biegematrize in Richtung der z-Achse oder entgegengesetzt
dazu zu verschieben.
[0024] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und
in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer Vorrich- tung zum Biegen von stabförmigen Teilen
wie Roh- re von beliebigem Querschnitt oder Vollmaterial mit einem um mehrere Achsen
verstellbaren Biege- element bzw. einem Verformungswerkzeug, das eine Biegematrize
aufweist,
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung des Trägers zur Aufnahme des Verformungswerkzeuges,
- Figur 3
- das Verformungswerkzeug bzw. die Biegematrize mit einer Führungshülse im Schnitt,
- Figur 4
- eine Vorderansicht eines Verformungswerkzeugs oder einer Biegematrize in der Ansicht
von vorne mit einer Schwenkachse,
- Figur 5
- einen Schnitt entlang der Linie B gemäß Figur 4,
- Figur 6
- eine perspektivische Teilansicht einer Tragvor- richtung mit zwei gegeneinander verstellbaren
Tragteilen zur Aufnahme eines verstellbaren Drehkopfes, der in der Zeichnung jedoch
der Ein- fachheit halber nicht mit dargestellt ist,
- Figur 7a bis 7l
- eine perspektivische Darstellung einer Biegemaschine mit den einzelnen Verfahrensschritten
zur Herstellung eines in Mäanderform gebogenen Rohrs.
[0025] In der nachfolgenden Beschreibung ist mit 1 eine Tragvorrichtung für eine Vorrichtung
1.1 zum Biegen von stabförmigen Teilen 1.2 bezeichnet. Auf der Vorrichtung 1.1 zum
Biegen von stabförmigen Teilen 1.2 können alle beliebigen Querschnitte gebogen werden,
die aus einem Hohlmaterial, beispielsweise Rohre, oder auch aus Vollmaterial bestehen.
[0026] Auf der Vorrichtung zum Biegen von stabförmigen Teilen 1.2 ist eine Vorschubeinrichtung
6 angeordnet. Die Vorschubeinrichtung 6 weist eine Antriebsachse 6.3 und eine parallel
zur Antriebsachse 6.3 gelagerte Umlenkachse 6.5 auf.
[0027] Über die beiden Achsen 6.3, 6.5 werden zwei parallel laufende Antriebsbänder 6.1,
6.2 angetrieben, an denen ein Anlageteil 12 befestigt ist. Das Anlageteil 12 wird
in Abhängigkeit der Drehrichtung der Antriebsachse 6.3 translatorisch bewegt. Zum
Antrieb der Antriebsbänder 6.1, 6.2 sind an den Stirnseiten der Antriebsachse 6.3
jeweils zwei Antriebsrollen 6.3a, 6.3b und an den Stirnseiten der Umlenkachse 6.5
zwei Umlenkrollen 6.5a, 6.5b vorgesehen.
[0028] Die Lagerung der Achsen 6.3, 6.5 auf der Vorrichtung 1.1 ist in der Zeichnung nicht
weiter dargestellt.
[0029] Gemäß Figur 1 wird das in der Zeichnung rechts liegende Antriebsband 6.1 über einen
Antriebsmotor 6.6 mittels eines Zugmittelgetriebes 7 angetrieben, so dass die beiden
Bänder 6.1 und 6.2 entweder im Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt dazu bewegt werden
können. Zwischen den beiden parallel verlaufenden oberen Trums ist das Anlageteil
12 vorgesehen, das über die beiden Bänder 6.1 und 6.2 weiterbewegt werden kann und
somit gemäß Figur 1 das stabförmige Teil 1.2, im Ausführungsbeispiel ein Rohr, in
Richtung der Z-0-Achse bewegen kann. Zu der Vorschubeinrichtung 6 gehört ferner ein
Biegedorn 2, der am hinteren Ende der Vorrichtung 1.1 an einem Anlageteil 11 befestigt
ist und sich durch eine Öffnung 12.1 des Anlageteils 12 bis in den vorderen Bereich
der Tragvorrichtung 1 erstreckt.
[0030] Anstelle der in Fig. 1 dargestellten und vorstehend beschriebenen Vorschubeinrichtung
6 können als Vorschubeinrichtung eine oder mehrere anders ausgebildete Antriebsvorrichtungen
vorgesehen sein, beispielsweise ein oder mehrere in der Zeichnung jedoch nicht dargestellte
Hydraulikzylinder oder ein Spindelsystem oder eine Kettenantriebsvorrichtung, die
ein Verstellen des stabförmigen Teils 1.2 oder des Rohrs oder des Vollmaterials bewirken.
Mit einem Hydraulikzylinder oder einem Spindelsystem ist ein genaues Positionieren
des stabförmigen Teils 1.2 bei gleichzeitig größerer Krafteinleitung möglich.
[0031] Auf den Biegedorn 2 (Fig. 1) wird das in der Zeichnung mit 1.2 bezeichnete Rohr aufgeschoben
und verschoben, das über ein nachstehend näher beschriebenes Verformungswerkzeug 3
(Fig. 3) in jede beliebige Richtung gebogen werden kann.
[0032] Das Verformungswerkzeug 3 ist in den Figuren 2 bis 5 im Detail schematisch dargestellt.
Das Verformungswerkzeug 3 (Fig. 5) besteht aus einem Gehäuseteil 3.1 mit einer zylinderförmig
ausgebildeten Innenfläche 3.3, in dem eine Biegematrize 3.2 aufgenommen ist. In der
einen Stirnseite 3.4 des Gehäuseteils 3.1 befindet sich eine zylindrische Öffnung
bzw. Bohrung 3.6 und in der anderen Stirnseite ebenfalls eine zylindrische Öffnung
bzw. Bohrung 3.7, in die ein Deckel 3.5 eingelassen, beispielsweise mittels Schrauben
3.8 gesichert ist. Für den Einbau der Biegematrize 3.2 in den Innenraum 3.3 des Gehäuseteils
3.1 wird der Deckel 3.5 entfernt.
[0033] Die Führungsmatrize bzw. Biegematrize 3.2 weist im mittleren Bereich ihrer zylindrisch
ausgebildeten Öffnung 3.10 eine Umlenklinie auf, die aus unendlich vielen Umlenkpunkten
3.9 gebildet ist. Jeweils von diesem Umlenkpunkt 3.9 ausgehend erweitert sich zu beiden
Seiten die konische Öffnung 3.10. Der linke Öffnungswinkel ist durch den Winkel α
angegeben. Der rechte Öffnungswinkel ist durch den Winkel β gekennzeichnet. Die Winkel
α und/oder β können gleich oder unterschiedlich groß sein und einen Wert zwischen
10° und 45°, vorzugsweise zwischen 20° und 30°, aufweisen.
[0034] Mittels der Vorschubeinrichtung 6 wird also das stabförmige Teil bzw. das Rohr 1.2
nach vorne in Richtung der Z-0-Achse bewegt, so dass es durch die Öffnung 3.10 der
Biegematrize 3.2 geschoben wird. Das Verformungswerkzeug 3 kann für den Biegevorgang,
wie nachstehend näher erläutert, in verschiedene Positionen verstellt werden.
[0035] Das Prinzip der Verformung des zu biegenden Teils 1.2 ist in der DE 40 15 117 C2
im Detail beschrieben. Zum Offenbarungsinhalt dieser Anmeldung wird insbesondere auch
auf diese Druckschrift verwiesen.
[0036] In Figur 1, insbesondere jedoch in Figur 2 und 6, ist ein Drehkopf 14 zur Aufnahme
der Biegematrize 3.2 im Detail schematisch dargestellt. Der Drehkopf 14 kann beispielsweise
aus einer eine kreisförmige Öffnung 14.2 aufweisenden kreisförmigen Platte 14.1 bestehen,
an der ein Getriebeteil bzw. ein Zahnkranz 14.3 mittels Schrauben 14.4 befestigt ist.
Der Drehkopf 14 bzw. die zugehörige Platte 14.1 wird über den Zahnkranz 14.3 und ein
mit dem Zahnkranz 14.3 in Angriff stehendes Schneckenrad 14.5 (Fig. 1) angetrieben,
das wiederum über ein Stellteil bzw. einen Stellmotor 8 angetrieben wird. Dadurch
lässt sich das Verformungswerkzeug 3 beziehungsweise der Drehkopf 14 um einen Winkel
b um die z-Achse verschwenken.
[0037] Auf der Stirnseite (Fig. 1) der Platte 14.1 sind zwei mit Abstand zueinander angeordnete
Halterungen 18a, 18b zur Aufnahme einer Schwenkachse 14.6 vorgesehen, die gemäß Figur
4 an dem Gehäuseteil 3.1 des Verformungswerkzeugs 3 angeordnet ist. Wie aus Figur
1 hervorgeht, lässt sich das Gehäuseteil 3.1 über einen mit der Schwenkachse 14.6
verbundenen Stellmotor 13 um den Winkel a schwenken, der zwischen 0° und 180° groß
sein kann. Dadurch kann das Gehäuseteil 3.1 beziehungsweise die Biegematrize 3.2 ausgehend
von der dargestellten Position entweder um ca. 50° bis 90° und mehr nach oben oder
um ca. 50° bis 90° und mehr nach unten verschwenkt werden (Fig. 1). Die maximale Verstellung
des Gehäuseteils 3.1 hängt von der Ausbildung und Anordnung des Gehäuseteils 3.1 ab.
[0038] Der Drehkopf 14 ist gemäß Figur 1 an der Tragvorrichtung 1 angeordnet, die gemäß
Figur 6 aus zwei mit Abstand zueinander angeordneten Tragteilen 1.3 und 1.4 besteht.
Die beiden Tragteile 1.3 und 1.4 sind einzeln oder gemeinsam gegeneinander in der
x-Achse und in der y-Achse verstellbar angeordnet. Die x-Achse und die y-Achse verlaufen
rechtwinklig zur z-Achse. Der Vorschub des Rohrs 1.2 erfolgt in Richtung der z-Achse.
[0039] Das erste Tragteil 1.3 weist hierzu an seiner Rückseite Führungselemente 16 und das
zweite Tragteil 1.4 an seiner Rückseite ebenfalls Führungselemente 19 auf. Die Führungselemente
16 bestehen im Einzelnen aus mehreren Paaren von Führungsschlitten 16.1, 16.1', die
jeweils paarweise in Flucht angeordnet sind. In dem Paar Führungsschlitten 16.1, 16.1'
und dem Paar Führungsschlitten 16.1'', 16.1''' ist jeweils ein Führungsträger 16.2,
16.2' verschiebbar aufgenommen. Die Führungsschlitten 16.1 weisen eine Nut auf, in
die der zugehörige Führungsträger 16.2 gleitet. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Nut V-förmig als Schwalbenschwanzführung oder T-förmig ausgebildet.
[0040] Auf der Rückseite des zweiten Tragteils 1.4 sind ebenfalls mehrere Paare von in Flucht
angeordneten Führungsschlitten 19.1, 19.1', 19.1'', 19.1''' vorgesehen, in denen jeweils
ein Führungsträger 19.2, 19.2' verschiebbar gelagert ist.
[0041] Die Führungselemente 16 sind rechtwinklig zu den Führungselementen 19 ausgerichtet.
Dadurch ist der Drehkopf 14 in der xy-Ebene im Rahmen der Antriebsmechanik an jedem
beliebigen Punkt verfahr- und positionierbar.
[0042] Eine gegenseitige Verstellung der beiden Tragteile 1.3 und 1.4 erfolgt über eine
Antriebsvorrichtung wie beispielsweise ein in der Zeichnung nur schematisch angedeutetes
Schneckengetriebe 4.1, 5.1, die jeweils mit einem Antriebsmotor 4 bzw. 5 gemäß Figur
1 in Antriebsverbindung stehen. Durch die Betätigung der beiden Antriebsmotoren 4
und 5 einzeln oder gemeinsam wird der Abstand U zwischen der Mittellinie des Rohrs
1.2 und dem Mittelpunkt der Biegematrize 3.2 gemäß Figur 3 verändert und damit der
Biegeradius beeinflusst. In Figur 2 befindet sich die Biegematrize 3.2 in ihrer Neutralstellung,
während in Figur 3 die Biegematrize 3.2 bereits um den Betrag U aus der 0-Z-Achse
nach unten verstellt worden ist. Je größer der Betrag U ist, desto kleiner wird der
Biegeradius des zu biegenden Teiles 1.2.
[0043] Die Schneckengetriebe 4.1, 5.1 an den Tragteilen 1.3, 1.4 sowie am Zahnkranz 14.3
und am Stellmotor 13 haben den Vorteil, dass sie selbsthemmend sind. Dadurch werden
die Antriebs- und Stellmotoren nur zum Verändern der Positionen beziehungsweise der
Biegeparameter eingesetzt. Die beim Biegen auftretenden Kräfte werden nicht auf die
Motoren übertragen, so dass die Motoren keine Feststellbremse oder Ähnliches benötigen.
[0044] Der Biegeradius wird gemäß Figur 2, insbesondere gemäß Figur 3, dadurch beeinflusst,
dass der Abstand A zwischen einem Führungsteil 10 und dem Verformungswerkzeug 3 beziehungsweise
der Biegematrize 3.2 mit Bezug zur Vorschubrichtung 0-Z verändert wird. Je kleiner
der Abstand A bei gleicher Größe U des Abstands ist, desto kleiner ist der Biegeradius
des Rohrs 1.2.
[0045] Das Führungsteil 10 ist wie in Figur 2 dargestellt in Richtung der z-Achse nach links
und rechts verstell- beziehungsweise verschiebbar. Das Führungsteil 10 ragt bis in
eine Öffnung 10.2 des Drehkopfes 14 beziehungsweise des Zahnkranzes 14.3 hinein. Der
Abstand A kann durch die erfindungsgemäße Anordnung des Führungsteils 10 im Drehkopf
14 bis auf wenige Zehntel oder Hundertstel Millimeter reduziert werden. Die Verstellung
des Führungsteils 10 in Richtung der Z-0-Achse kann über ein in der Zeichnung nicht
dargestelltes Schneckengetriebe erfolgen, das mit dem Führungsteil 10 in Eingriff
steht. Die Einrichtung zur Lagerung und Verschiebung des Führungsteils 10 in Richtung
der z-Achse ist nicht dargestellt.
[0046] Das Führungsteil 10 umschließt ebenso wie die Biegematrize 3.2 das Rohr 1.2. Hierzu
weist das Führungsteil 10 im Inneren einen Adapter 10.3 auf, der an die Querschnittsform
und die Materialeigenschaften des jeweils zu biegenden Teil 1.2 angepasst ist. Der
Adapter 10.3 wird entsprechend durch einen anderen Adapter ausgetauscht. Zum Fixieren
des Adapters 10.3 in axialer Richtung im Führungsteil 10 ist eine Hülse 10.1 vorgesehen,
die ebenfalls in axialer Richtung in den Adapter 10.3 eingeführt wird. Die Hülse 10.1
kann zum Fixieren in axialer Richtung verschraubt oder geklemmt sein. In einem nicht
dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, den Adapter 10.3 selbst zu verschrauben
oder zu klemmen.
[0047] Die Biegematrize 3.2 kann somit durch folgende Maßnahmen beziehungsweise Verstellmechanismen
verstellt werden, wobei jede Verstellung für sich steuerbar und alle oder einzelne
Verstellungen überlagerbar sind.
[0048] Mittels der beiden Tragteile 1.3, 1.4, der Führungselemente 16, 19 und der Motoren
4 und 5 kann die Biegematrize 3.2 um einen Betrag U in Richtung der x- und/oder y-Achse
verschoben werden. Die Tragteile 1.3, 1.4 sind jeweils in einer Ebene angeordnet.
[0049] Durch den Drehkopf 14, das Schneckenrad 14.5 und den Motor 8 kann die Biegematrize
3.2 um einen Winkel b um die z-Achse verschwenkt oder verdreht werden.
[0050] Durch die Schwenkachse 14.6, die Halterungen 18a, 18b und den Motor 13 kann die Biegematrize
3.2 um einen Winkel a um eine zur z-Achse rechtwinklig verlaufende Achse wie beispielsweise
die x-Achse verschwenkt oder verdreht werden.
[0051] Ferner kann der Abstand A zwischen dem beweglichen Führungsteil 10 und der bezüglich
der z-Achse im Wesentlichen ortsfesten Biegematrize 3.2 verstellt werden. Beim Durchschieben
des Werkstückes bzw. des zu verformenden Teils oder des Rohrs 1.2 werden somit eine
oder mehrere Biegungen mit konstanten oder veränderlichen Radien durchgeführt. Die
Verstellung der Biegematrize 3.2 kann wie erwähnt durch entsprechende Ansteuerung
bezüglich einer oder auch mehrerer Achsen gleichzeitig erfolgen.
[0052] Der Antrieb der Motoren zum Verstellen der Biegematrize 3.2 oder anderer Stellteile
kann einzeln oder auch gemeinsam erfolgen. Hierzu wird ein Steuerungsprogramm eingesetzt.
[0053] Der Biegevorgang des stabförmigen Teils 1.2 kann nach folgenden Verfahrensschritten
durchgeführt werden:
a) in die Biegevorrichtung wird das zu biegende stabförmige Teil 1.2 über eine Vorschubeinrichtung
6 um einen bestimmten Betrag in Richtung einer Achse Z-O durch die Öffnung 3.10 des
Verformungswerkzeugs 3 bewegt,
b) das Verformungswerkzeug 3 wird über eine oder mehrere Stellvorrichtungen aktiviert
und der Biegevorgang des stabförmigen Teils 1.2 ausgeführt,
c) danach wird der Vorschub des Teils 1.2 unterbrochen und das stabförmige Teil 1.2
von vorne um die Achse Z-O um einen Winkelbetrag gedreht,
d) danach wird das stabförmige Teil 1.2 weiter in Richtung der Achse Z-O durch die
Öffnung 3.10 des Verformungswerkzeugs 3 bewegt und/oder erneut gebogen.
[0054] Der Biegevorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Hierdurch wird sichergestellt,
dass das zu biegende Teil 1.2 beliebig oft gebogen und seine Biegeform auch beliebig
gewählt werden kann, ohne dass beim Biegevorgang das zu biegende Teil mit den Teilen
der Vorrichtung in irgendeiner Weise kollidiert.
[0055] In den Figuren 7a bis 71 ist ein Ausführungsbeispiel eines Biegevorgangs mit den
einzelnen Verfahrensschritten für die Herstellung eines in Mäanderform gebogenen Rohrs
1.2 dargestellt. Fig. 7a zeigt die Vorschubstellung des Rohrs 1.2. Hat das Rohr diese
Stellung erreicht, wird es gemäß Fig. 7b nach oben und gemäß Fig. 7c entweder weiter
nach vorne geschoben oder in der gleichen Stellung wie in Fig. 7b gemäß Fig. 7d nach
unten gebogen. In der Stellung gemäß Fig. 7d wird nach dem Biegevorgang das Rohr angehalten,
gemäß Fig. 7e um 180° gedreht und dann wieder gemäß Fig. 7f in die Form gemäß Fig.
7g gebogen. Soll zwischen den einzelnen Bögen des Rohrs 1.2 ein gerades Stück vorgesehen
werden, so muss das Rohr um den entsprechenden Betrag in der Z-O Achse gemäß Fig.
7h nach vorn geschoben werden, um dann gemäß Fig. 7i nach unten gebogen werden zu
können. Nun wird das Rohr gemäß Fig. 7j um 180° nach oben gedreht, um dann aus der
Stellung gemäß Fig. 7k in die Stellung gemäß Fig. 71 gebogen werden zu können. Nach
diesem Verfahren kann jede beliebige Rohrform gebogen werden, wobei die Formgebung
des Rohrs dadurch beeinflusst wird, ob das Rohr zwischen den Biegevorgängen gemäß
Fig. 7e oder 7j um seine Längsachse Z-O gedreht oder gemäß Fig. 7h nach vorne oder
nicht nach vorne bewegt wird.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Tragvorrichtung
- 1.1
- Vorrichtung zum Biegen von stabförmigen Teilen
- 1.2
- stabförmiges Teil, Rohr, Werkzeug
- 1.3
- erstes Tragteil
- 1.4
- zweites Tragteil
- 2
- Biegedorn
- 3
- Verformungswerkzeug oder Biegematrize
- 3.1
- Gehäuseteil
- 3.2
- Biegematrize
- 3.3
- Innenraum, Innenfläche
- 3.4
- Stirnseite
- 3.5
- Deckel
- 3.6
- Öffnung, Bohrung
- 3.7
- Öffnung, Bohrung
- 3.8
- Schrauben
- 3.9
- Umlenkpunkt
- 3.10
- Öffnung
- 4
- Antriebsmotor
- 4.1
- Schneckengetriebe
- 5
- Antriebsmotor
- 5.1
- Schneckengetriebe
- 6
- Vorschubeinrichtung
- 6.1
- Antriebsband
- 6.2
- Antriebsband
- 6.3
- Antriebsachse
- 6.3a
- Antriebsrolle
- 6.3b
- Antriebsrolle
- 6.4
- Stellteil, Stellmotor
- 6.5
- Umlenkachse
- 6.5a
- Umlenkrolle
- 6.5b
- Umlenkrolle
- 6.6
- Antriebsmotor
- 7
- Zugmittelgetriebe
- 8
- Stellmotor
- 9
- -
- 10
- Führungsteil
- 10.1
- Hülse
- 10.2
- Öffnung
- 10.3
- Adapter
- 11
- Anlageteil
- 12
- Anlageteil
- 12.1
- Öffnung im Anlageteil
- 13
- Stellmotor
- 14
- Drehkopf
- 14.1
- Platte
- 14.2
- Öffnung
- 14.3
- Zahnkranz
- 14.4
- Schraubenbolzen
- 14.5
- Getriebeteil, Schneckenrad
- 14.6
- Drehachse bzw. Schwenkachse
- 16
- Führungselement
- 16.1
- Führungsschlitten
- 16.1'
- Führungsschlitten
- 16.1''
- Führungsschlitten
- 16.1'''
- Führungsschlitten
- 16.2
- Führungsträger
- 16.2'
- Führungsträger
- 17
- -
- 18a
- Halterung
- 18b
- Halterung
- 19
- Führungselement
- 19.1
- Führungsschlitten
- 19.1'
- Führungsschlitten
- 19.1''
- Führungsschlitten
- 19.1'''
- Führungsschlitten
- 19.2
- Führungsträger
- 19.2'
- Führungsträger
- A
- Abstand
- U
- Betrag
- x
- Achse
- y
- Achse
- z
- Achse
- a
- Winkel
- b
- Winkel
- α
- Winkel
- β
- Winkel
1. Vorrichtung (1.1) zum Biegen von stabförmigen Teilen, mit folgenden Merkmalen:
a) eine Vorschubeinrichtung (6) für das stabförmige Teil (1.2) in Richtung einer z-Achse,
b) eine erste Tragvorrichtung (1) zur Aufnahme mindestens eines Verformungswerkzeugs
(3),
b1) die Tragvorrichtung (1) besteht aus einem ersten in Richtung einer x-Achse verschiebbaren
Tragteil (1.3)
b2) und aus einem zweiten in Richtung einer y-Achse verschiebbaren Tragteil (1.4),
b3) beide Tragteile (1.3, 1.4) sind über mindestens je ein Stellteil oder über je
einen Antriebsmotor (4, 5) verstellbar,
c) ein das stabförmige Teil (1.2) umschließendes Führungsteil (10) ist mit einem Abstand
(A) in Vorschubrichtung vor dem Verformungswerkzeug (3) oder vor der Tragvorrichtung
(1) vorgesehen, wobei das Führungsteil (10) über ein Stellteil oder einen Stellmotor
in Richtung der z-Achse verschiebbar ist,
d) das Verformungswerkzeug (3) ist drehbar an der Tragvorrichtung (1) gelagert
e) und in Richtung der x-Achse und/oder in Richtung der y-Achse verschiebbar, wobei
die x-Achse rechtwinklig zur y-Achse und zur z-Achse ausgerichtet ist,
f) das Verformungswerkzeug (3) ist um die z-Achse und um zumindest eine rechtwinklig
zur z-Achse verlaufende Achse drehbar,
g) auf mindestens einem Tragteil (1.3) ist ein Drehkopf (14) angeordnet, der über
ein auf dem Tragteil (1.3) angeordnetes Stellteil oder einen Stellmotor (8) um die
z-Achse drehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
h) das Verformungswerkzeug (3) um zumindest eine rechtwinklig zur z-Achse verlaufende
Schwenkachse (14.6) drehbar am Drehkopf (14) gelagert ist, wobei die Schwenkachse
(14.6) mit dem Drehkopf (14) um die z-Achse verdreht und dadurch das Verformungswerkzeug
(3) zusätzlich zur x- und zur y-Achse um weitere rechtwinklig zur z-Achse verlaufende
Achsen drehbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden verstellbaren Tragteile (1.3, 1.4) jeweils ein oder mehrere Führungselemente
(16, 19) aufweisen, deren Bewegungsbahnen sich in einem Winkel zwischen 0° und 90°
schneiden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Tragteilen (1.3, 1.4) die Führungselemente (19) von zumindest
einem Tragteil (1.4) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Tragteil (1.3, 1.4) über einen auf dem jeweiligen Tragteil (1.3, 1.4) gelagerten
Antriebsmotor (4, 5) verschiebbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehkopf (14) einen koaxial zur z-Achse angeordneten Zahnkranz (14.3) aufweist,
der mit einem über den Stellmotor (8) antreibbaren Getriebeteil (14.5) in Antriebsverbindung
steht.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehkopf (14) zwei mit Abstand zueinander angeordnete Halterungen (18a, 18b)
zur Aufnahme der Schwenkachse (14.6) aufweist und das Verformungswerkzeug (3) drehbar
auf der Schwenkachse (14.6) gelagert ist, wobei ein Stellmotor (13) für die Schwenkachse
(14.6) an einer Halterung (18a) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungswerkzeug (3) aus einem Gehäuseteil (3.1) besteht, in dessen Innenraum
(3.3) eine Biegematrize (3.2) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mechanik zum Verschieben des Verformungswerkzeugs (3) in Richtung der x-Achse
in einer ersten Ebene, die Mechanik zum Verschieben des Verformungswerkzeugs (3) in
Richtung der y-Achse in einer zweiten Ebene sowie die Mechanik zum Drehen des Verformungswerkzeugs
(3) um einen Winkel b um die z-Achse in einer dritten Ebene und die Mechanik zum Drehen
des Verformungswerkzeugs (3) um einen Winkel a um eine zur z-Achse rechtwinklig angeordnete
Achse in einer vierten Ebene angeordnet ist, wobei die vier Ebenen beziehungsweise
die vier Verstellgetriebe unmittelbar hintereinander angeordnet sind und die Reihenfolge
der Anordnung in den einzelnen Ebenen beliebig ist.
9. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, zur Durchführung
eines Verfahrens zum Biegen von stabförmigen Teilen (1.2).
1. A device (1.1) for bending rod-shaped parts having the following characteristics:
a) an advancing means (6) for the rod-shaped part (1.2) in the direction of a z axis,
b) a first carrying means (1) for receiving at least one deformation tool (3),
b1) the carrying means (1) consisting of a first carrying member (1.3) which is slidable
in the direction of an x axis
b2) and of a second carrying member (1.4) which is slidable in the direction of an
y axis,
b3) both carrying members being adjustable by means of at least one adjustment member
each or one adjustment motor (4, 5) each,
c) a guiding member (10) which surrounds the rod-shaped part (1.2) and is provided
in front of the deformation tool (3) or in front of the carrying means (1) at a distance
(A) seen in the direction of advance, the guiding member (10) being slidable in the
direction of the z axis by means of an adjustment member or an adjustment motor,
d) the deformation tool (3) being rotatably supported at the carrying means (1)
e) and being slidable in the direction of the x axis and/or in the direction of the
y axis, the x axis being aligned perpendicular to the y axis and to the z axis,
f) the deformation tool (3) being rotatable around the z axis and around at least
one axis extending perpendicular to the z axis,
g) a rotating head (14) being arranged on at least one carrying member (1.3), the
rotating head being rotatable around the z axis by means of an adjustment member or
an adjustment motor arranged on the carrying member (1.3),
characterized in that
h) the deformation tool (3) is supported at the rotating head (14) so as to be rotatable
around at least one pivot axis (14.6) extending perpendicular to the z axis, the pivot
axis (14.6) being rotatable around the z axis together with the rotating head (14)
so that the deformation tool (3) is rotatable around the x and the z axes and, in
addition, around further axes extending perpendicular to the z axis.
2. A device according to claim 1, characterized in that the two adjustable carrying members (1.3, 1.4) comprise one or several guiding members
(16, 19) each whose paths of motion intersect at an angle ranging between 0° and 90°.
3. A device according to claim 1 or 2, characterized in that the guiding members (19) of at least one carrying member (1.4) are arranged between
the two carrying members (1.3, 1.4).
4. A device according to any one of claims 2 or 3, characterized in that each carrying member (1.3, 1.4) is slidable by means of a driving motor (4, 5) supported
on the respective carrying member (1.3, 1.4).
5. A device according to any one of the preceding claims, characterized in that the rotating head (14) comprises a toothed ring (14.3) arranged coaxial with the
z axis, the toothed ring being in driving connection with a gear member (14.5) which
is drivable by means of the adjustment motor (8).
6. A device according to any one of the preceding claims, characterized in that the rotating head (14) comprises two holding members (18a, 18b) which are spaced
apart from each other and intended to receive the pivot axis (14.6), and the deformation
tool (3) is rotatably supported on the pivot axis (14.6), an adjustment motor (13)
for the pivot axis (14.6) being provided at one holding member (18a).
7. A device according to any one of the preceding claims, characterized in that the deformation tool (3) consists of a housing member (3.1) in the interior space
(3.3) of which a bending matrix (3.2) is arranged.
8. A device according to any one of the preceding claims, characterized in that the mechanics for sliding the deformation tool (3) in the direction of the x axis
is arranged in a first plane, the mechanics for sliding the deformation tool (3) in
the direction of the y axis is arranged in a second plane, the mechanics for rotating
the deformation tool (3) around the z axis by an angle b is arranged in a third plane
and the mechanics for rotating the deformation tool (3) around an axis arranged perpendicular
to the z axis by an angle a is arranged in a fourth plane, said four planes or the
four adjustment gears respectively being arranged directly behind each other and the
order of arrangement in the individual planes being freely selectable.
9. The use of a device according to any one of the preceding claims for carrying out
a method for bending rod-shaped parts (1.2).
1. Dispositif (1.1) pour le pliage de pièces en forme de barre avec les caractéristiques
suivantes :
a) un dispositif d'avance (6) pour la pièce en forme de barre (1.2) dans le sens d'un
axe z,
b) un premier dispositif de support (1) pour le logement d'au moins un outil de déformation
(3),
b1) le dispositif de support (1) se compose d'une première pièce de support (1.3)
déplaçable dans le sens d'un axe x
b2) et d'une deuxième pièce de support (1.4) déplaçable dans le sens d'un axe y,
b3) les deux pièces de support (1.3, 1.4) sont réglables par une pièce de réglage
au moins chacune ou par un moteur d'entraînement (4, 5) chacune,
c) une pièce de guidage (10) entourant la pièce en forme de barre (1.2) est prévue
avec un intervalle (A) dans le dispositif d'avance en amont de l'outil de déformation
(3) ou en amont du dispositif de support (1), ladite pièce de guidage (10) étant réglable
par une pièce de réglage ou un moteur de réglage dans le sens de l'axe z,
d) l'outil de déformation (3) est monté de manière à être rotatif sur le dispositif
de support (1)
e) et déplaçable dans le sens de l'axe x et/ou dans le sens de l'axe y, l'axe x étant
aligné perpendiculairement à l'axe y et à l'axe z,
f) l'outil de déformation (3) est rotatif autour de l'axe z et autour d'au moins un
axe s'étendant perpendiculairement à l'axe z,
g) une tête de rotation (14) est disposée sur au moins une pièce de support (1.3),
laquelle est rotative autour de l'axe z au moyen d'une pièce de réglage disposée sur
la pièce de support (1.3) ou d'un moteur de réglage,
caractérisé en ce que
h) l'outil de déformation (3) est monté de manière à être rotatif sur la tête de rotation
(14) autour d'au moins un axe de pivotement (14.6) s'étendant perpendiculairement
à l'axe z, l'axe de pivotement (14.6) étant tourné avec la tête de rotation (14) autour
de l'axe z et l'outil de déformation (3) étant ainsi rotatif autour d'autres axes
s'étendant perpendiculairement à l'axe z, en plus de l'axe x et de l'axe y.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux pièces de support (1.3, 1.4) réglables présentent un ou plusieurs éléments
de guidage (16, 19) chacune, dont les courses de mouvement se coupent sous un angle
compris entre 0° et 90°.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments de guidage (19) d'au moins une pièce de support (1.4) sont disposés
entre les deux pièces de support (1.3, 1.4).
4. Dispositif selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que chaque pièce de support (1.3, 1.4) est déplaçable au moyen d'un moteur d'entraînement
(4, 5) monté sur la pièce de support (1.3, 1.4) correspondante.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de rotation (14) comporte une couronne dentée (14.3) disposée coaxialement
à l'axe z, laquelle est en relation d'entraînement avec une pièce d'engrenage (14
.5) entraînable par le moteur de réglage (8).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de rotation (14) présente deux brides (18a, 18b) disposées à intervalle l'une
de l'autre pour la réception de l'axe de pivotement (14.6) et en ce que l'outil de déformation (3) est monté de manière à être rotatif sur l'axe de pivotement
(14.6), un moteur de réglage (13) pour l'axe de pivotement (14.6) étant prévu contre
une bride (18a).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'outil de déformation (3) se compose d'une pièce de carter (3.1) dans le compartiment
intérieur (3.3) de laquelle une matrice de pliage (3.2) est disposée.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mécanisme de déplacement de l'outil de déformation (3) dans le sens de l'axe x
est disposé sur un premier plan, le mécanisme de déplacement de l'outil de déformation
(3) dans le sens de l'axe y sur un deuxième plan, et que le mécanisme de rotation
de l'outil de déformation (3) sous un angle b autour de l'axe z est disposé sur un
troisième plan, et le mécanisme de rotation de l'outil de déformation (3) sous un
angle a autour d'un axe perpendiculaire à l'axe z sur un quatrième plan, les quatre
plans ou les quatre engrenages de déplacement étant disposés immédiatement l'un derrière
l'autre et l'ordre de disposition des différents plans étant quelconque.
9. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications précédentes pour l'exécution
d'un procédé de pliage de pièces en forme de barre (1.2).