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(11) |
EP 1 413 450 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2005 Patentblatt 2005/13 |
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Anmeldetag: 22.10.2002 |
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Verfahren zum einseitigen Bedrucken eines transparent ausgebildeten Trägermediums
Method for one-sided printing of transparent, decorated support media
Méthode pour l'impression sur une surface d'un matériau support transparent et décoré
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2004 Patentblatt 2004/18 |
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Patentinhaber: marketing-displays Produktionsgesellschaft für Werbe- und Verkaufsförderungssysteme
mbh & Co. KG |
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50767 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Allekotte, Heinz, Dr.
50767 Köln (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stenger, Watzke & Ring
Patentanwälte |
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Kaiser-Friedrich-Ring 70 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 107 939 GB-A- 2 205 190
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FR-A- 2 606 539
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum einseitigen Bedrucken eines transparent
ausgebildeten Trägermediums. Zudem soll mit der Erfindung ein Gehäuse zur Anordnung
eines solchen Trägermediums angegeben werden.
[0002] Ein transparent ausgebildetes Trägermedium im Sinne der vorliegenden Erfindung dient
der Abdeckung von vorzugsweise innen beleuchteten Informastionskästen, - tafeln bzw.
Informationsgehäusen. Das in der Regel in Blickrichtung hinter einem das Gehäuse verschließenden
Gehäusedeckel angeordnete Trägermedium wird frontseitig mit einem im wesentlichen
lichtdurchlässigen austauschbaren Informationsträger, beispielsweise einem Werbeplakat,
versehen und wird rückseitig von einer dafür vorgesehenen Beleuchtungseinrichtung
angestrahlt. Das Licht der Beleuchtungseinrichtung erhellt somit rückseitig das Trägermedium
wie auch den Informationsträger, so daß sich im Ergebnis ein von hinten beleuchteter
Informationsträger ergibt, der auch im Dunkeln gut wahrnehmbar ausgeleuchtet ist.
Man spricht von Hinterleuchtung. Zur Hinterleuchtung werden parallel über die Fläche
angeordnete Leuchtstoffröhren verwendet. Solche Informationskästen werden in den Dokumenten
GB-A-2 205 190, EP-A-107 939 und FR-A-2 606 539 beschrieben. Von Nachteil bei der
vorbeschriebenen Anordnung ist allerdings, daß eine homogene Lichtverteilung und damit
eine gleichmäßige Ausleuchtung des Trägermediums mitsamt Informationsträger nur dann
möglich ist, wenn die Beleuchtungseinrichtung in einem Mindestabstand vom Trägermedium
angeordnet ist. Hierdurch ergeben sich in nachteiliger Weise sehr ausladende, also
tiefe
[0003] Bauformen mit einer Tiefe von 100 mm und mehr, die zum einen aus ästhetischen zum
anderen aber auch aus baulichen Gründen für eine Verwendung insbesondere an öffentlichen
Plätzen ungeeignet sind. Bei einer kompakten und flachen Bauform ist die Beleuchtungseinrichtung
mithin in unmittelbarer Nähe des Trägermediums zu positionieren. Der sich dann zwischen
Beleuchtungseinrichtung und Trägermedium ergebende Abstand ist jedoch nicht mehr ausreichend,
um eine homogene Lichtverteilung sicherstellen zu können, so daß sich in nachteiliger
Weise auf der Vorderseite des Trägermediums Helligkeitsunterschiede einstellen, die
z. T. derart störend sein können, daß eine visuelle Erfassung des auf dem Trägermedium
angeordneten Informationsträgers nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Insbesondere
bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren stellt sich dieser Effekt in nachteiliger
Weise ein, denn zeichnen sich die auf der Rückseite des Trägermediums angeordneten
Leuchtstoffröhren regelrecht auf der Vorderseite des Trägermediums und damit auch
auf dem Informationsträger ab, so daß der Betrachter einen Informationsträger mit
abwechselnd dunklen und hellen Bereichen wahrnimmt.
[0004] Um eine solche Kontrastbildung auf der Vorderseite des Trägermediums und des Informationsträgers
vermeiden zu können, ist aus dem Stand der Technik die Verwendung eines sogenannten
"edge light" bekannt. Dabei handelt es sich um eine von den Kanten her beleuchtete
Einrichtung, die im Austausch zu der rückseitig des Trägermediums angeordneten Beleuchtungseinrichtung
jeweils an Körperkanten des Trägermediums angeordnete Leuchten aufweist und den rückwärtigen
Raum des Trägermediums mittels parallel zur Trägermediumebene abgegebenen Lichts erleuchtet.
Zwei Trägermedien sind mittels Ätztechnik so behandelt, daß sich Reflektionswellen
ergeben. Von Nachteil bei dieser Ausgestaltung ist jedoch zum einen der aufwendige
und daher in der Herstellung auch kostenintensive Aufbau sowie zum anderen der Umstand,
daß auch bei dieser Ausgestaltungsform bei zu großer Breite ein mittlerer Bereich
des Trägermediums verbleibt, der im Unterschied zu den diesen mittleren Bereich umgebenden
Zonen weniger stark ausgeleuchtet ist, so daß sich insgesamt ein zur Mitte des Trägermediums
hin ergebender Hell-Dunkel-Kontrast-Verlauf ergibt. Die Breite der Vorrichtung ist
damit starken Beschränkungen unterworfen.
[0005] Auch ist es aus dem Stand der Technik bekannt, die einzelnen Leuchtmittel der Beleuchtungseinrichtung
mit einer Oberflächenbeschichtung zu versehen, die eine Vielzahl von Prismen beinhaltet.
Offenbart ist eine solche Oberflächenbeschichtung in der US 5,186,530. Gezeigt sind
hier innerhalb eines Gehäuses angeordnete Lichtleiter, die röhrenförmig ausgebildet
sind und in die von außerhalb des Gehäuses angeordneten Lampen Licht hineingestrahlt
wird. Für eine vergleichmäßigte Lichtverteilung innerhalb des Gehäuses sind die einzelnen
Lichtleiter mit einer speziellen Oberflächenbeschichtung versehen, die im Ergebnis
eine Vielzahl von Prismen auf den Lichtleitern ausbildet. In Abhängigkeit der Position
der einzelnen Prismen auf der Oberfläche des Lichtleiters kann eine insgesamt gleichmäßiger
wirkende Lichtverteilung erreicht werden. Diese Art der Ausgestaltung ist jedoch in
nachteiliger Weise sehr aufwendig und vor allem kostenintensiv. Zudem bedarf es zum
Erhalt einer vergleichmäßigten Lichtverteilung bei der Montage eines solchen Gehäuses
einer detaillierten Feinabstimmung und Ausrichtung der mit den Prismen versehenen
Lichtleitern, was sich nicht nur als zeitaufwendig herausgestellt hat, auch ist die
vorgenommene Einstellung äußerst störanfällig, so daß es erforderlich ist, von Zeit
zu Zeit eine Nacheinstellung vorzunehmen.
[0006] Aus der US 4,937,716 ist eine Beleuchtungsvorrichtung bekannt, bei der eine Lichtquelle
innerhalb eines geschlossenen Gehäuses angeordnet ist. Die Beleuchtungsvorrichtung
verfügt über einen in Längsrichtung spiegelartigen Lichtreflektor sowie über eine
Lichtaustrittsöffnung, die mit einer im wesentlichen nicht-lichtabsorbierenden und
vom Reflektor getrennt angeordneten Abdeckung verschlossen ist. Gebildet ist der Lichtreflektor
aus einem diffus durchlässigen Material, womit sich bei Einschaltung der Beleuchtungseinrichtung
im Ergebnis eine im Innenraum des Gehäuses diffus ausbreitende Lichtverteilung hergibt.
Von Nachteil an dieser Anordnung ist zum einen die aufwendige Ausgestaltung des Reflektors
und der zugehörigen Abdeckung. Zum anderen ist diese Anordnung äußerst platzeinnehmend,
so daß auch mit dieser vorgeschlagenen Vorrichtung nur vergleichsweise tief ausgebildete
Gehäuse bereitgestellt werden können. Zudem ist die Reflektoranlage äußerst störanfällig
gegenüber äußeren Einflüssen, wie z. B. einer Verschmutzung durch Staub oder Wassertropfen,
wobei sich eine Verschmutzung des Reflektors in überproportionalem Maße auf die vom
Reflektor bewirkte diffuse Lichtverteilung einwirkt.
[0007] Schließlich ist noch aus der EP 0 225 542 ein Leuchtkasten für Diapositive bekannt.
Dieser Leuchtkasten besteht im wesentlichen aus einem Außenrahmen, einer Rückwand
sowie zwei frontseitig angeordneten Trägerscheiben, zwischen denen ein Diapositiv
gehalten ist. Zwischen der im Leuchtkasten vorgesehenen Lichtquelle einerseits und
dem Diapositiv andererseits ist eine Korrekturmaske angeordnet, die in Blickrichtung
auf den Gehäusekasten hinter dem Diapositiv angeordnet und an der hintersten Trägerscheibe
befestigt ist. Bevorzugter Weise ist die Korrekturmaske eine fotografische Filmfolie,
die in zunächst unbelichtetem Zustand in den Leuchtkasten eingesetzt und anschließend
durch die Lichtquelle des Leuchtkastens belichtet und anschließend entwickelt wird.
Mit Nachteil ist die Anfertigung der Korrekturmaske äußerst aufwendig und insbesondere
nicht auf unterschiedliche Leuchtkästengrößen und -formen adaptierbar. Vielmehr ist
es erforderlich, für einen jeden Leuchtkastentyp eine gesonderte Korrekturmaske anzufertigen.
Von Nachteil ist ferner, daß die Korrekturmaske lediglich die im Zeitpunkt der Erstbeleuchtung
gegebene Lichtstärke bzw. Lichtverteilung wiedergibt. Eine spätere Anpassung der Korrekturmaske
an sich unter Umständen geänderte Lichtverhältnisse ist nicht möglich. Zudem weisen
fotografische Filmfolien nach ihrer Entwicklung in nicht belichteten Bereichen eine
sehr dunkle Einfärbung auf, was sich in nachteiliger weise auf die Darstellung des
in Blickrichtung der Filmfolie vorgeschalteten Diapositives auswirkt. Fotografische
Filmfolien sind darüber hinaus sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen und bilden
beispielsweise unter Einfluß von Wärme, wie sie beispielsweise durch Sonneneinstrahlung
entstehen kann, eine wellenförmige Verlaufsform aus.
[0008] Vom Vorgenannten ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum einseitigen
Bedrucken eines transparent ausgebildeten Trägermediums bereitzustellen, mit welchem
ein Trägermedium herstellbar ist, das unter Vermeidung der voraufgeführten Nachteile
trotz einer unmittelbaren Hinterleuchtung mit einer Beleuchtungseinrichtung bei flacher
Bauweise eine nahezu kontrastfreie Beleuchtung des auf dem Trägermedium angeordneten
Informationsträgers ermöglicht. Ferner soll mit der Erfindung ein Gehäuse mit einem
nach dem Verfahren hergestellten, transparent ausgebildeten Trägermedium angegeben
werden.
[0009] Flache Bautiefen von weniger als 60 mm sollen dabei realisiert werden können und
trotz direkter Hinterleuchtung eine homogene Lichtverteilung ermöglichen.
[0010] Verfahrensseitig wird zur
Lösung der vorgenannten Aufgabe vorgeschlagen ein Verfahren zum einseitigen Bedrucken eines
transparent ausgebildeten Trägermediums, insbesondere einer Opalscheibe, mit einer
korrespondierend zur Beleuchtungsstärkeverteilung einer das Trägermedium im Gebrauchszustand
mit Licht beaufschlagenden Beleuchtungseinrichtung ausgebildeten Schattierung, bei
dem unter Verwendung der Siebdrucktechnik weiße und/oder silberne Pigmente auf die
zu bedruckende Seite des Trägermediums aufgebracht werden.
[0011] Das vorbeschriebene Verfahren ermöglicht in einfacher Weise den Aufdruck einer Schattierung
auf die der Beleuchtungseinrichtung zugewandten Rückseite des Trägermediums. Aufgetragen
werden dabei im Siebdruckverfahren weiße und/oder silberne Pigmente, deren Auftrag
frontseitig des Trägermediums nicht erkennbar ist, die aber gleichwohl auf das auf
die Rückseite einfallende Licht eine Kompensation zu hell ausgeleuchteter Bereiche
bewirken, so daß im Ergebnis ein Trägermedium ausgebildet wird, das auch bei inhomogener
Beleuchtung auf der Vorderseite eine gleichmäßig ausgebildete und homogene Beleuchtungsfläche
aufweist.
[0012] Vorgesehen sein kann dabei in diesem Zusammenhang, daß das Trägermedium direkt bedruckt
wird oder daß alternativ hierzu das Trägermedium mit einer entsprechend bedruckten
Folie versehen wird. Es versteht sich dabei von selbst, daß die das Druckbild tragende
Folie selbst durchsichtig ausgestaltet ist und hinsichtlich ihrer Materialbeschaffenheit
sowohl für die Verwendung im Siebdruckverfahren als für die Verwendung im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Trägermedium geeignet ist.
[0013] Gemäß einem besonderen Merkmal des Verfahrens ist vorgesehen, daß die zu druckende
Schattierung ein Negativ-Bild der Beleuchtungsstärkeverteilung ist, zu deren Erhalt
die Beleuchtungsstärkeverteilung in einem ersten Verfahrensschritt digital fotografisch
erfaßt und in einem zweiten Verfahrensschritt in ein Negativ-Bild konvertiert wird.
[0014] Gemäß dieser Verfahrensdurchführung ist vorgesehen, die durch die Beleuchtungseinrichtung
ausgebildete inhomogene Lichtverteilung fotografisch zu erfassen. Dies geschieht vorzugsweise
mittels einer Digitalkamera, so daß im Ergebnis ein digital bearbeitbares Positiv
der inhomogenen Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung vorliegt. Dieses Positiv
weist sowohl helle als auch dunkle Stellen auf, wobei im Bereich der hellen Stellen
eine hohe Beleuchtungsstärke und im Bereich der dunklen Stellen eine niedrige Beleuchtungsstärke
gegeben ist. Um nun einen korrespondierend zu diesem Positiv-Bild ausgebildeten Aufdruck
auf die Rückseite des Trägermediums aufzubringen ist dieses Positiv-Bild in einem
zweiten Verfahrensschritt in ein Negativ-Bild zu konvertieren. Das Negativ-Bild weist
ebenso wie das Positiv-Bild helle und dunkle Bereiche auf, wobei die hellen und dunklen
Bereiche des Negativ-Bilds derart versetzt ausgebildet sind, daß dunkle Bereiche des
Negativ-Bilds hellen Bereichen des Positiv-Bilds gegenüberstehen und umgekehrt. Das
durch Konvertieren des Positiv-Bilds erhaltene Negativ-Bild kann sodann in an sich
bekannter Weise mittels der Siebdrucktechnik entweder direkt oder indirekt auf die
Rückseite des Trägermediums aufgebracht werden.
[0015] Gemäß einem besonderen Verfahrensschritt ist vorgesehen, daß das Positiv-Bild vor
einer Konvertierung in ein Negativ-Bild in ein digitales Graustufenbild umgewandelt
wird. Dieser Umwandlungsschritt ist insofern von Vorteil, als daß hierdurch weichere
Übergänge zwischen dunklen und hellen Bereichen ausgebildet werden können, womit ein
im Ergebnis insgesamt gleichmäßiger erscheinendes Ausleuchten des Trägermediums erreicht
wird.
[0016] Gemäß einem weiteren Merkmal des Verfahrens wird das Negativ-Bild hinsichtlich Helligkeit,
Kontrast, Gradation und/oder Tontrennung nachbearbeitet. In vorteilhafter Weise können
so Unstimmigkeiten im Negativ-Bild geglättet werden, was in der Konsequenz ein verbessertes
Ausleuchtergebnis des Trägermediums bewirkt.
[0017] Gemäß einer alternativen Verfahrensdurchführung wird vorgeschlagen, daß die zu druckende
Schattierung ein Negativ-Bild der Beleuchtungsstärkeverteilung ist, zu deren Erhalt
das Erscheinungsbild eines unbedruckten und mit Licht beaufschlagten Trägermediums
als Ist-Bild digital erfaßt und mit einem vorgebbaren Soll-Bild verglichen wird. Vorgesehen
ist bei dieser alternativen Verfahrensdurchführung, daß ein Ist-Bild mit einem Soll-Bild
verglichen und hieraus ein Vergleichsbild erstellt wird, das dann auf die Rückseite
des Trägermediums gedruckt wird. Das von der Beleuchtungseinrichtung produzierte Ist-Bild
wird dann im Gebrauchszustand des Trägermediums durch das auf die Rückseite des Trägermediums
aufgebrachte Vergleichsbild korrigiert, so daß sich auf der Vorderseite des Trägermediums
das gewünschte Soll-Bild einstellt.
[0018] Zur Erfassung des Ist-Bildes ist das Erscheinungsbild eines unbedruckten und mit
Licht beaufschlagten Trägermediums fotografisch, vorzugsweise digital fotografisch
zu erfassen. Das Soll-Bild kann frei vorgegeben werden und ergibt sich beispielsweise
aus der Ansicht eines homogen ausgeleuchteten Trägermediums, was durch eine hinreichende,
für den praktischen Einsatz jedoch nicht umsetzbare Beabstandung der Beleuchtungseinrichtung
vom Trägermedium erreicht werden kann. Sobald Ist-Bild und Soll-Bild fertiggestellt
sind, können diese zur Bestimmung eines Vergleichsbildes miteinander verglichen werden.
[0019] Gemäß einer weiteren alternativen Verfahrensdurchführung wird mit der Erfindung vorgeschlagen,
daß die zu druckende Schattierung ein Negativ-Bild der Beleuchtungsstärkeverteilung
ist, zu deren Erhalt die Lichtverhältnisse auf der im Gebrauchszustand des Trägermediums
der Beleuchtungseinrichtung zugewandten Seite erfaßt und in ein Negativ-Bild umgerechnet
werden. Bei dieser Verfahrensdurchführung wird mittels entsprechender Meßgeräte die
Beleuchtungsstärke in Ortsabhängigkeit auf der Rückseite des Trägermediums bestimmt.
Aus diesen Beleuchtungsstärkewerten kann sodann ein Negativ-Bild berechnet werden,
das in vorbeschriebener Weise auf die Rückseite des Trägermediums aufgedruckt wird.
[0020] Hinsichtlich des Trägermediums wird mit der Erfindung zur
Lösung der Aufgabe ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Trägermedium für
die austauschbare Anordnung von insbesondere lichtdurchlässigen Informationsträgern
vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß wenigstens eine Oberfläche des
Trägermediums mit einer korrespondierend zur Beleuchtungsstärkeverteilung einer den
Informationsträger und das Trägermedium mit Licht beaufschlagenden Beleuchtungseinrichtung
ausgebildeten Schattierung versehen ist. Vorzugsweise wird die im Einbauzustand dem
Informationsträger abgewandte Seite schattiert. Die Schattierung wird vorzugsweise
durch Bedrucken erzeugt.
[0021] Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Trägermediums liegt in der schattierten Rückseite,
also derjenigen Seite, die im Gebrauchszustand des Trägermediums der Beleuchtungseinrichtung
zugewandt ist. Bedruckt ist das Trägermedium dabei mit einer zur Beleuchtungsstärkeverteilung
korrespondierend ausgebildeten Schattierung, womit einer Kontrastbildung auf der Vorderseite
des Trägermediums wirkungsvoll entgegengewirkt werden kann. Die auf die Rückseite
des Trägermediums aufgedruckte Schattierung besteht aus sich abwechselnden dunklen
und hellen Bereichen, wobei dunkle Bereiche an all denjenigen Stellen des Trägermediums
vorgesehen sind, die einer hohen Beleuchtungsstärke ausgesetzt sind. Hingegen sind
diejenigen Bereiche des Trägermediums, die nur einer geringen Beleuchtungsstärke ausgesetzt
sind, mit einer nur sehr wenig abdunkelnden Schattierung bedruckt. Die auf die Rückseite
des Trägermediums aufgedruckte Schattierung stellt mithin ein Negativ-Bild der Beleuchtungsstärkeverteilung
dar.
[0022] Das erfindungsgemäße Trägermedium erlaubt in vorteilhafter Weise eine nahezu gleichmäßige
und homogene Ausleuchtung des auf dem Trägermedium angeordneten Informationsträgers.
Die bei flacher Bauweise aufgrund einer inhomogenen Beleuchtung der Rückseite des
Trägermediums auftretenden Kontrastbereiche können durch den auf der Rückseite des
Trägermediums vorgesehenen Aufdruck in der Weise kompensiert werden, daß sich in Überdeckung
beider Kontrastverläufe, das heißt des durch die Beleuchtung entstandenen Kontrastes
einerseits und des durch den Aufdruck auf die Rückseite des Trägermediums entstandenen
Kontrastes andererseits, ein homogen ausgeleuchteter Informationsträger einstellt.
Ohne visuelle Beeinträchtigung kann ein solch ausgeleuchteter Informationsträger wohl
erkennbar vom Betrachter wahrgenommen werden.
[0023] Mit dem erfindungsgemäßen Trägermedium kann mithin trotz einer sich bei flacher Bauweise
ergebenden inhomogenen rückwärtigen Beleuchtung bzw. Hinterleuchtung des Trägermediums
ein auf der Vorderseite des Trägermediums homogen wirkender Beleuchtungseindruck geschaffen
werden, so daß es in vorteilhafter Weise möglich ist, eine nahe Beieinanderordnung
von Trägermedium und Beleuchtungseinrichtung zu gewährleisten und so eine insgesamt
kompakte und gegenüber dem Stand der Technik verkleinerte Bauform zu erreichen. Dabei
wird die Verkleinerung der Bauform nicht etwa mit dem Nachteil erkauft, Schattierungen
auf der Vorderseite des Trägermediums zu erhalten, denn können diese in der zuvor
beschriebenen Art durch die auf die Rückseite des Trägermediums aufgedruckte Schattierung
unterbunden werden.
[0024] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Trägermedium eine Opalscheibe.
Die Verwendung einer Opalscheibe hat sich aufgrund ihres milchigen Erscheinungsbildes
und der sich hieraus ergebenden Durchscheineffekte als insbesondere vorteilhaft erwiesen.
Neben einer Opalscheibe sind natürlich auch andere Scheibenformen denkbar. Entscheidend
ist lediglich, daß die Scheibe auf ihrer rückwärtigen Seite, das heißt der der Beleuchtungseinrichtung
zugewandten Seite mit der vorbeschriebenen Schattierung bedruckt werden kann.
[0025] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Schattierung mittels Siebdruck
aufgebracht. Insbesondere im Hinblick auf die Massenfertigung ist der Siebdruck von
Vorteil, wobei in dem an sich bekannten Siebdruckverfahren weiße und/oder silberne
Pigmente zur Ausbildung der Schattierung auf die Rückseite des Trägermediums gemäß
entsprechender Vorgaben aufgebracht werden. Die Verwendung weißer und/oder silberner
Pigmente hat dabei den Vorteil, daß sie zwar hinsichtlich des auf die Rückseite des
Trägermediums auftreffenden Lichtes eine Barriere im Sinne einer Schattierung darstellen,
daß diese Pigmente jedoch nicht von der Vorderseite, das heißt aus Sicht eines Betrachters,
wahrgenommen werden können. In vorteilhafter Weise wird so sichergestellt, daß die
auf die Rückseite des Trägermediums aufgebrachte Schattierung den Effekt einer homogenen
Ausleuchtung des Informationsträgers bewirkt, daß jedoch die aufgebrachte Schattierung
selbst vom Betrachter nicht wahrnehmbar ist. Vorteilhaft wird zum Bedrucken eine Mischung
aus einem transparenten Trägermaterial, z. B. einem Harz, und weißen und silbernen
Pigmenten verwendet.
[0026] Vorgeschlagen wird mit der Erfindung des weiteren ein Gehäuse mit einem einen Gehäuseboden
und Gehäusewände aufweisenden und mit wenigstens einem transparenten Gehäusedeckel
verschließbaren Gehäusekasten, einer innerhalb des Gehäusekastens angeordneten Beleuchtungseinrichtung
sowie einem dem Gehäusedeckel unter Belassung eines Spaltraums nebengeordneten transparenten
Trägermedium, wobei das Trägermedium auf seiner der Beleuchtungseinrichtung zugewandten
Seite mit einer korrespondierend zur Beleuchtungsstärkeverteilung ausgebildeten Schattierung
bedruckt ist.
[0027] Das erfindungsgemäße Gehäuse dient in vorteilhafter Weise dazu, auf dem Trägermedium
angeordnete Informationsträger gleichmäßig und homogen auszuleuchten. Im Unterschied
zu den aus dem Stand der Technik bekannten Gehäuseeinrichtungen ermöglicht das erfindungsgemäße
Gehäuse auch bei gleichbleibender oder insbesondere flacherer Bauform eine gleichmäßige
und homogene Hinterleuchtung des auf dem Trägermedium angeordneten Informationsträgers.
Eine nur unzureichende und somit den Informationsträger nicht in optisch ansprechender
Form präsentierende Ausleuchtung kann unter Verwendung des erfindungsgemäßen Gehäuses
mithin vermieden werden. Dabei ist sowohl die Herstellung als auch die Handhabung
des Gehäuses äußerst einfach und bedarf keiner zusätzlichen Herstell- oder Handhabungsschritte,
wie dies beispielsweise bei den aus dem Stand der Technik bekannten "edge light"-Gehäusen
der Fall ist.
[0028] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist bei einseitig für Informationsträger
vorgesehener Bauform die der Beleuchtungseinrichtung zugewandte Seite des Gehäusebodens
mit einer lichtreflektierenden Beschichtung versehen. Erreicht wird hierdurch eine
insgesamt bessere Lichtverteilung innerhalb des Gehäusekastens, wobei auch nicht direkt
auf die Rückseite des Trägermediums gerichtete Lichtstrahlen reflektiert und mithin
indirekt auf das Trägermedium gelenkt werden.
[0029] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Beleuchtungseinrichtung aus einer
Vielzahl nebeneinander angeordneter Leuchtmittel, vorzugsweise Leuchtstoffröhren gebildet.
Die Verwendung von Leuchtstoffröhren hat sich dabei als insbesondere preisgünstig
und auch im Hinblick auf das zu erzielende Leuchtergebnis als vorteilhaft erwiesen.
[0030] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Gehäusekasten gegenüber Witterungseinflüssen
dicht verschließbar. Dies erlaubt eine Anordnung der erfindungsgemäßen Gehäusekästen
auch im Außenbereich.
[0031] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung anhand
der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in einer teilgeschnittenen Seitenansicht ein mit einem erfindungsgemäßen Trägermedium
versehenes erfindungsgemäßes Gehäuse und
- Fig.2
- das erfindungsgemäße Trägermedium zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei Fig. 2a ein Positiv-Bild, Fig. 2b ein Graustufen-Bild,
Fig. 2c ein Negativ-Bild und Fig. 2d ein nachbearbeitetes Bild zeigt.
[0032] In teilgeschnittener Seitenansicht zeigt Fig. 1 einen Gehäusekasten 1. Dieser besteht
aus Gehäusewänden 2 sowie einem Gehäuseboden 3. Im Inneren des Gehäusekastens 1 ist
ein Leuchtmittel 4 angeordnet, das mittels entsprechender Halter 5 am Gehäuseboden
3 befestigt ist. Verschlossen ist der Gehäusekasten 1 durch einen Gehäusedeckel 6,
wobei zwischen Gehäusekasten 1 und Gehäusedeckel 6 vorzugsweise in der Fig. nicht
dargestellte Dichtungen angeordnet sind, so daß der mit dem Gehäusedeckel 6 verschlossene
Gehäusekasten 1 witterungsbeständig ausgebildet ist.
[0033] Innerhalb des Gehäusekastens 1 ist unter Belassung eines Spaltraumes 12 ein dem Gehäusedeckel
6 nebengeordnetes Trägermedium 8 vorgesehen, das gemäß diesem Ausführungsbeispiel
eine Opalglasscheibe ist. Zwischen dem Gehäusedeckel 6 und dem Trägermedium 8 ist
im Spaltraum 12 ein Informationsträger 7, beispielsweise in Form einer Werbefläche,
angeordnet. Der Gehäusedeckel 6 ist durchsichtig ausgebildet und gibt somit den Blick
frei auf den zwischen Gehäusedeckel 6 und Trägermedium 8 angeordneten Informationsträger
7.
[0034] Für eine gleichmäßige und visuell ansprechende Ausleuchtung des Informationsträgers
7 über dessen gesamte Fläche, ist das Trägermedium 8 auf seiner der Beleuchtungseinrichtung
4 zugewandten Seite 9 mit einer korrespondierend zur Beleuchtungsstärkeverteilung
der Beleuchtungseinrichtung 4 ausgebildeten Schattierung bedruckt. Vorzugsweise handelt
es sich dabei um ein Negativ-Bild der Beleuchtungsstärkeverteilung, so daß durch das
in Richtung des Lichtes 11 dem Informationsträger 7 vorgeschaltete Trägermedium 8
eine Kompensation der ungleichmäßigen Beleuchtungsverteilung mit dem Ziel erreicht
wird, daß auf der Vorderseite des Informationsträgers 7 eine insgesamt gleichmäßige
Lichtverteilung herrscht. In vorteilhafter Weise kann so eine optimierte Ausleuchtung
des Informationsträgers 7 erreicht werden, ohne daß auf dessen Vorderseite Kontrastunterschiede,
das heißt sich in störender Weise abwechselnde dunkle und helle Bereiche, ausbilden.
[0035] Die Fign. 2a bis 2d zeigen in aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten die Ausbildung
eines Druckbildes 16, welches auf die Rückseite des zuvor beschriebenen Trägermediums
8 aufgedruckt wird. Gemäß einem ersten Verfahrensschritt wird die Beleuchtungsstärkeverteilung
der in diesem Ausführungsbeispiel aus mehreren Leuchtstoffröhren bestehenden Beleuchtungseinrichtung
digital als Positiv-Bild 14 erfaßt. Zu diesem Zweck wird der Gehäusekasten 1 gemäß
Fig. 1 mit einem nichtbedruckten Trägermedium 8 bestückt und nach Einschaltung der
Beleuchtungseinrichtung in einer Dunkelkammer fotografiert. Das sich hieraus ergebende
Positiv-Bild 14 zeigt Fig. 2a. Zur Schaffung eines Negativ-Bildes 13, wird nun in
einem ersten Schritt das Positiv-Bild auf entsprechende Formatgröße gebracht und in
ein Graustufenbild 15 umgewandelt. Dabei erfolgt eine Überprüfung der Abstände zwischen
den einzelnen Leuchtstoffröhren der Beleuchtungseinrichtung und des Verhältnisses
von Brutto- zu Nettoformat. In einem weiteren Verfahrensschritt erfolgt dann die Konvertierung
des Graustufenbildes 15 in das Negativ-Bild 13, welches Fig. 2c zeigt. Dieses Negativ-Bild
wird sodann in einem weiteren Verfahrensschritt nachbearbeitet, wobei Helligkeit,
Kontrast, Gradation, Tontrennung und dergleichen wunschgemäß angepaßt werden können.
Das Druckbild 16 zeigt Fig. 2d. Dieses wird nun zur Fertigstellung des erfindungsgemäßen
Trägermediums 8 mittels des aus dem Stand der Technik bekannten Siebdruckverfahrens
auf die der Beleuchtungseinrichtung zugewandten Rückseite des Trägermediums 8 aufgebracht.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1
- Gehäusekasten
- 2
- Gehäusewand
- 3
- Gehäuseboden
- 4
- Beleuchtungseinrichtung
- 5
- Halter
- 6
- Gehäusedeckel
- 7
- Informationsträger
- 8
- Trägermedium
- 9
- Rückseite
- 10
- Seite
- 11
- Licht
- 12
- Spaltraum
- 13
- Negativ-Bild
- 14
- Positiv-Bild
- 15
- Graustufenbild
- 16
- Druckbild
1. Verfahren zum einseitigen Bedrucken eines transparent ausgebildeten Trägermediums
(8), insbesondere einer Opalscheibe, mit einer korrespondierend zur Beleuchtungsstärkeverteilung
einer das Trägermedium (8) im Gebrauchszustand mit Licht (11) beaufschlagenden Beleuchtungseinrichtung
(4) ausgebildeten Schattierung, bei dem unter Verwendung der Siebdrucktechnik weiße
und/oder silberne Pigmente auf die zu bedruckende Seite (9) des Trägermediums (8)
aufgebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermedium (8) direkt bedruckt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf das Trägermedium (8) aufzubringende Folie bedruckt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zu druckende Schattierung ein Negativ-Bild (13) der Beleuchtungsstärkeverteilung
ist, zu deren Erhalt die Beleuchtungsstärkeverteilung in einem ersten Verfahrensschritt
digital fotografisch als Positiv-Bild (14) erfaßt und in einem zweiten Verfahrensschritt
in ein Negativ-Bild (13) konvertiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Positiv-Bild (14) vor einer Konvertierung in ein Negativ-Bild (13) in ein digitales
Graustufenbild (15) umgewandelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Negativ-Bild (13) hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Gradation und/oder Tontrennung
nachbearbeitet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zu druckende Schattierung ein Negativ-Bild (13) der Beleuchtungsstärkeverteilung
ist, zu deren Erhalt das Erscheinungsbild eines unbedruckten und mit Licht (11) beaufschlagten
Trägermediums (8) als Ist-Bild digital erfaßt und mit einem vorgebbaren Soll-Bild
verglichen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß für den Erhalt des Soll-Bildes ein nichtbedrucktes Trägermedium (8) mit homogen verteiltem
Licht beaufschlagt und das Erscheinungsbild digital erfaßt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem Vergleich zwischen Ist- und Soll-Bild die zu druckende Schattierung errechnet
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zu druckende Schattierung ein Negativ-Bild (13) der Beleuchtungsstärkeverteilung
ist, zu deren Erhalt die Lichtverhältnisse auf der im Gebrauchszustand des Trägermediums
(8) der Beleuchtungseinrichtung (4) zugewandten Seite (9) erfaßt und in ein Negativ-Bild
(13) umgerechnet werden.
11. Trägermedium für die austauschbare Anordnung von insbesondere lichtdurchlässigen Informationsträgern
(7), hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vom Informationsträger (7) abgewandte Seite (9) des Trägermediums (8) mit einer
korrespondierend zur Beleuchtungsstärkeverteilung einer den Informationsträger (7)
und das Trägermedium (8) mit Licht (11) beaufschlagenden Beleuchtungseinrichtung (4)
ausgebildeten Schattierung bedruckt ist.
12. Trägermedium nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dieses eine Opalscheibe ist.
13. Trägermedium nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schattierung mittels Siebdruck aufgebracht ist.
14. Trägermedium nach einem der Ansprüche 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schattierung aus weißen und/oder silbernen Pigmenten gebildet ist.
15. Trägermedium nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schattierung ein Negativ-Bild (13) der Beleuchtungsstärkeverteilung ist.
16. Gehäuse mit einem einen Gehäuseboden (3) und Gehäusewänden (2) aufweisenden und mit
einem transparenten Gehäusedeckel (6) verschließbaren Gehäusekasten (1), einer innerhalb
des Gehäusekastens (1) angeordneten Beleuchtungseinrichtung (4) sowie einem dem Gehäusedeckel
unter Belassung eines Spaltraums (12) nebengeordneten transparenten Trägermedium (8),
insbesondere hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermedium (8) auf seiner der Beleuchtungseinrichtung (4) zugewandten Seite
(9) mit einer korrespondierend zur Beleuchtungsstärkeverteilung der Beleuchtungseinrichtung
(4) ausgebildeten Schattierung bedruckt ist.
17. Gehäuse nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermedium (8) eine Opalscheibe ist.
18. Gehäuse nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die der Beleuchtungseinrichtung (4) zugewandte Seite (10) des Gehäusebodens (3) mit
einer lichtreflektierenden Beschichtung versehen ist.
19. Gehäuse nach einem der Ansprüche 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermedium (8) auswechselbar im Gehäusekasten (1) angeordnet ist.
20. Gehäuse nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Schattierung mittels Siebdruck auf das Trägermedium (8) aufgedruckt ist.
21. Gehäuse nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung (4) aus einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Leuchtmittel,
vorzugsweise Leuchtstoffröhren, gebildet ist.2
22. Gehäuse nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusekasten (1) gegenüber Witterungseinflüssen dicht verschließbar ist.
1. Method of single-sided printing of a transparent carrier medium (8), in particular
an opal disc, with shading corresponding to the illumination intensity distribution
of an illumination device (4) which illuminates the carrier medium (8) in the operating
state, in which white and/or silver pigments are applied to the side (9) of the carrier
medium (8) to be printed using screen printing techniques.
2. Method as claimed in Claim 1, characterised in that the carrier medium (8) is printed on directly.
3. Method as claimed in Claim 1, characterised in that a film to be applied to the carrier medium (8) is printed.
4. Method as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that the shading to be printed is a negative image (13) of the illumination intensity
distribution, wherein in order to obtain the said negative image the illumination
intensity distribution is recorded in a first method step by digital photographic
means as a positive image (14) and in a second method step is converted into a negative
image (13).
5. Method as claimed in Claim 4, characterised in that before the positive image (14) is converted into a negative image (13) it is converted
into a grey scale image (15).
6. Method as claimed in Claim 5, characterised in that the negative image (13) is further processed with regard to brightness, contrast,
gradation and/or tone separation.
7. Method as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that the shading to be printed is a negative image (13) of the illumination intensity
distribution, wherein in order to obtain the said negative image the apparent image
of an unprinted carrier medium (8) illuminated with light (11) is recorded digitally
as an actual image and compared with a predeterminable desired image.
8. Method as claimed in Claim 7, characterised in that in order to obtain the desired image an unprinted carrier medium (8) is illuminated
with homogeneously distributed light and the apparent image is recorded digitally.
9. Method as claimed in Claim 8, characterised in that the shading to be printed is computed from a comparison between the actual image
and the desired image.
10. Method as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that the shading to be printed is a negative image (13) of the illumination intensity
distribution, wherein in order to obtain the said negative image the light conditions
on the side (9) of the carrier medium (8) facing the illumination device (4) in the
operating state are recorded and converted into a negative image (13).
11. Carrier medium for the replaceable arrangement of information carriers (7) which are
in particular transparent, produced by a method as claimed in any one of Claims 1
to 10, characterised in that the side of the carrier medium (8) facing away from the information carrier (7) is
printed with a shading corresponding to the illumination intensity distribution of
an illumination device (4) which illuminates the information carrier (7) and the carrier
medium (8) with light (11).
12. Carrier medium as claimed in Claim 11, characterised in that it is an opal disc.
13. Carrier medium as claimed in any one of Claims 11 or 12, characterised in that the shading is applied by means of screen printing.
14. Carrier medium as claimed in any one of Claims 11, 12 or 13, characterised in that the shading is formed by white and/or silver pigments.
15. Carrier medium as claimed in any one of Claims 11 to 14, characterised in that the shading is a negative image (13) of the illumination intensity distribution.
16. Housing with a housing box (1) which has a housing base (3) and housing walls (2)
and which can be closed by a transparent housing cover (6), and with an illumination
device (4) disposed inside the housing box (1) as well as a transparent carrier medium
(8) disposed adjacent to the housing cover leaving a gap (12), in particular produced
using a method as claimed in any one of Claims 1 to 10, characterised in that the carrier medium (8) is printed on its side (9) facing the illumination device
(4) with a shading corresponding to the illumination intensity distribution of the
illumination device (4).
17. Housing as claimed in Claim 16, characterised in that the carrier medium (8) is an opal disc.
18. Housing as claimed in Claim 16 or 17, characterised in that the side (10) of the housing base (3) facing the illumination device (4) is provided
with a light-reflecting coating.
19. Housing as claimed in any one of Claims 16, 17 or 18, characterised in that the carrier medium (8) is disposed replaceably in the housing box (1).
20. Housing as claimed in any one of Claims 16 to 19, characterised in that the shading is printed onto the carrier medium (8) by means of screen printing.
21. Housing as claimed in any one of Claims 16 to 20, characterised in that the illumination device (4) is formed by a plurality of illumination means, preferably
fluorescent tubes, which are disposed adjacent to one another.
22. Housing as claimed in any one of Claims 16 to 21, characterised in that the housing box (1) can be closed off and sealed against the effects of weather.
1. Procédé pour l'impression unilatérale d'un matériau support (8) transparent, en particulier
une vitre opale, avec un dégradé correspondant à la répartition de l'intensité lumineuse
d'un appareil d'éclairage (4) alimentant en lumière (11) le matériau support (8) à
l'état de service, dans lequel des pigments blancs et/ou argentés peuvent être appliqués
sur la face à imprimer (9) du matériau support (8) en se servant de la technique de
sérigraphie.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau support (8) est imprimé directement.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une feuille à appliquer sur le matériau support (8) est imprimée.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendication 1 à 3, caractérisé en ce que le dégradé à imprimer est une image négative (13) de la répartition de l'intensité
lumineuse pour l'obtention de laquelle la répartition de l'intensité lumineuse est
saisie comme image positive (14) par photographie numérique au cours d'une première
étape de procédé et convertie en une image négative (13) au cours d'une deuxième étape
de procédé.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce l'image positive (14) est convertie
en une image neutre graduée numérique (15) avant une conversion en une image négative
(13).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce l'image négative (13) est retouchée
pour ce qui concerne la luminosité, le contraste, la gradation et/ou la séparation
des tons.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendication 1 à 3, caractérisé en ce que le dégradé à imprimer est une image négative (13) de la répartition de l'intensité
lumineuse pour l'obtention de laquelle l'image apparente d'un matériau support (8)
non imprimée et alimentée par une lumière (11) est saisie numériquement comme image
réelle et comparée avec une image théorique prédéterminable.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce, pour obtenir l'image théorique,
un matériau support (8) non imprimé est alimenté par une lumière répartie de manière
homogène et l'image apparente est saisie numériquement.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce le dégradé à imprimer est calculé
à partir d'une comparaison entre la valeur réelle et la valeur théorique.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendication 1 à 3, caractérisé en ce que le dégradé à imprimer est une image négative (13) de la répartition de l'intensité
lumineuse pour l'obtention de laquelle les conditions de lumière sont saisies du côté
(9) tourné vers l'appareil d'éclairage (4) à l'état de service du matériau support
(8) et sont converties en une image négative (13).
11. Matériau support pour l'agencement échangeable de supports d'information (7) en particulier
transparents fabriqué selon un procédé selon l'une quelconque des revendication 1
à 10,
caractérisé en ce que
le côté (9) du matériau support (8) tourné à l'opposé du support d'information
(7) est imprimé avec un dégradé correspondant à la répartition de l'intensité lumineuse
d'un appareil d'éclairage (4) alimentant en lumière (11) le support d'information
(7) et le matériau support (8).
12. Matériau support selon la revendication 11, caractérisé en ce que celui-ci est une vitre opale.
13. Matériau support selon l'une quelconque des revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le dégradé est appliqué par sérigraphie.
14. Matériau support selon l'une quelconque des revendication 11, 12 ou 13, caractérisé en ce que le dégradé est formé par des pigments blancs et/ou argentés.
15. Matériau support selon l'une quelconque des revendication 11 à 14, caractérisé en ce que le dégradé est une image négative (13) de la répartition de l'intensité lumineuse.
16. Boîtier avec un coffret de boîtier (1) comportant un fond de boîtier (3) et des parois
de boîtier (2) et obturable par un couvercle de boîtier transparent (6), un appareil
d'éclairage (4) placé à l'intérieur du coffret de boîtier (1) ainsi qu'un matériau
support (8) transparent placé à côté du couvercle de boîtier en laissant un interstice
(12), fabriqué en particulier selon un procédé selon l'une quelconque des revendication
1 à 10, caractérisé en ce que le matériau support (8) est imprimé avec un dégradé correspondant à la répartition
de l'intensité lumineuse d'un appareil d'éclairage (4) de son côté (9) tourné vers
l'appareil d'éclairage (4).
17. Boîtier selon la revendication 16, caractérisé en ce que le matériau support (8) est une vitre opale.
18. Boîtier selon la revendication 16 ou 17, caractérisé en ce que le côté (10) du fond de boîtier (3) tourné vers l'appareil d'éclairage (4) est muni
d'une couche réfléchissant la lumière.
19. Boîtier selon l'une quelconque des revendications 16, 17 ou 18, caractérisé en ce que le matériau support (8) est agencé de manière échangeable dans le coffret de boîtier
(1).
20. Boîtier selon l'une quelconque des revendication 16 à 19, caractérisé en ce que le dégradé est imprimé sur le matériau support (8) par sérigraphie.
21. Boîtier selon l'une quelconque des revendication 16 à 20, caractérisé en ce que l'appareil d'éclairage (4) est formé par une pluralité de moyens lumineux, de préférence
des tubes fluorescents, placés les uns à côté des autres.
22. Boîtier selon l'une quelconque des revendication 16 à 21, caractérisé en ce que le coffret de boîtier (1) est obturable hermétiquement vis-à-vis des intempéries.

