[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager, insbesondere einen Abgaswärmeübertrager
für ein Kraftfahrzeug, mit Rohren und einem Kopfstück.
[0002] Zu einer Verringerung von Emissionen eines Verbrennungsmotors ist bekannt, dem Verbrennungsmotor
Abgas rückzuführen. Aufgrund der hohen Abgastemperaturen wird das Abgas zuvor durch
einen als Abgaskühler ausgebildeten Wärmeübertrager geleitet, um das Abgas auf ein
für eine Verbrennung günstiges Temperaturniveau abzukühlen.
[0003] In der DE 197 50 588 A1 ist eine Vorrichtung zur Abgasrückführung für einen Verbrennungsmotor,
die einen solchen Abgaskühler umfaßt, beschrieben. Der dortige Abgaskühler ist von
langgestreckter Gestalt, besitzt an seinen Stirnenden jeweils einen Boden, in welchen
die Enden einer Vielzahl von Rohren eingesetzt sind, die untereinander in Abstand
angeordnet sind. Das dadurch entstandene Rohrbündel ist mit einem Mantel umgeben,
der mit Anschlüssen versehen ist, durch die Kühlmittel zu- und abgeführt wird.
[0004] An den Boden an einem Stirnende des Abgaskühlers schließt sich eine sich in etwa
trichterförmig verjüngende Verteilkammer an, die mit der Vielzahl von Rohren kommuniziert.
Auf der dem Boden gegenüberliegenden Seite geht die Verteilkammer in einen Flansch
über, der mit einer weiterführenden Abgasleitung verbunden wird.
[0005] Wenn bei derartigen Wärmeübertragern während eines Betriebes ein heißes Fluid in
die Verteilkammer geleitet wird, von wo es in die Rohre strömt, wird die Verteilkammer
beziehungsweise eine die Verteilkammer einfassende Wandung stärker aufgeheizt als
beispielsweise der das Rohrbündel umgebende Mantel, der von Kühlmittel durchströmt
wird. Die dadurch entstehenden thermischen Spannungen zwischen Verteilkammerwandung
und Mantel rufen unter Umständen Undichtigkeiten insbesondere an einer Kontaktstelle
zwischen Verteilkammerwandung und Mantel hervor und wirken sich negativ auf die Lebensdauer
des Wärmeübertragers aus.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen Wärmeübertrager bereitzustellen, bei dem
eine sichere und gegebenenfalls eine verbesserte Funktion gewährleistet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Wärmeübertrager mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
[0008] Gemäß Anspruch 1 umfaßt ein erfindungsgemäßer Wärmeübertrager einen Rohrblock bildende
Rohre, die von einem ersten Fluid durchströmbar und von einem zweiten Fluid umströmbar
sind, damit Wärme von dem ersten auf das zweite Fluid oder umgekehrt übertragbar ist.
Desweiteren umfaßt der Wärmeübertrager ein Kopfstück, in dem sich eine mit den Rohren
kommunizierende Verteilkammer befindet, damit das erste Fluid auf die Rohre verteilbar
ist. Die Aufgabe der Erfindung wird vorteilhaft dadurch gelöst, daß das Kopfstück
zumindest bereichsweise eine innere und eine äußere Wandung umfaßt.
[0009] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, einen unmittelbaren Wärmeübertrag von
dem in die Verteilkammer strömenden ersten Fluid auf den Kontaktbereich zwischen dem
Kopfstück und dem Rohrblock zu verringern. Dadurch wird erreicht, daß im Betrieb des
Wärmeübertragers der Temperaturunterschied zwischen dem Kopfstück in dem Kontaktbereich
und dem Rohrblock kleiner ist als bei einem nur aus einer Wandung bestehenden Kopfstück,
so daß weniger thermische Spannungen zwischen dem Kopfstück und dem Rohrblock auftreten.
[0010] Unter einer inneren Wandung im Sinne der vorliegenden Erfindung ist beispielsweise
ein Leitblech zu verstehen, das in ein Kopfstück nach dem Stand der Technik einsteckbar
ist. Eine äußere Wandung wird dann durch das vorherige Kopfstück nach dem Stand der
Technik gebildet. Ein zwischen innerer und äußerer Wandung auftretender Spalt oder
Hohlraum bewirkt eine thermische Isolierung zwischen der inneren und der äußeren Wandung
und damit auch zwischen der Verteilkammer und der äußeren Wandung , so daß die der
Erfindung zugrundeliegende Aufgabe auf sehr einfache Weise gelöst ist.
[0011] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Eine Wärmeleitung von der inneren Wandung auf die äußere Wandung geschieht naturgemäß
über Befestigungsstellen zwischen den beiden Wandungen. Deshalb ist die innere Wandung
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in einem von den Rohren abgewandten Bereich
des Kopfstücks an die äußere Wandung befestigt, so daß die Strecke für die Wärmeleitung
von der inneren Wandung zur äußeren Wandung in dem Kontaktbereich zwischen dem Kopfstück
und dem Rohrblock vergrößert und ein Wärmeübertrag von dem in die Verteilkammer strömenden
Fluid auf den Kontaktbereich verringert wird. Insbesondere bei sehr heißen Fluiden
ist es vorteilhaft, eine hitzebeständige Verbindung, wie beispielsweise eine Schweißverbindung,
zwischen innerer und äußerer Wandung vorzusehen.
[0013] Um eine unerwünschte Hin- und Herbewegung der inneren Wandung gegenüber der äußeren
Wandung zu vermeiden, sind gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung die innere und die
äußere Wandung mit Stützmitteln gegeneinander abgestützt. Besonders bevorzugt sind
die Stützmittel als noppenartige Ausprägungen, als umlaufende oder unterbrochene Rippe
oder Rippen oder als umgeformte Aufstellungen in die innere und/oder in die äußere
Wandung integriert, wodurch eine einfache und damit kostengünstige Bauweise ermöglicht
ist.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung bildet sich zwischen der inneren und der
äußeren Wandung ein Kanal aus, der über eine Eintrittsöffnung in der äußeren Wandung
mit einem dritten Fluid beaufschlagbar ist. Der Kanal kann dabei eine beliebige Form
besitzen, aus Platzgründen ist jedoch ein flacher Kanal entlang einer Innenwand der
äußeren Wandung vorteilhaft.
[0015] Mit dem dritten Fluid ist zumindest die äußere Wandung zusätzlich kühlbar, wodurch
der Kontaktbereich zwischen dem Kopfstück und dem Rohrblock thermisch noch besser
von dem in die Verteilkammer strömenden ersten Fluid entkoppelt ist. Damit werden
thermische Spannungen zwischen dem Kopfstück und dem Rohrblock und damit verbundene
Undichtigkeiten noch besser vermieden.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist das dritte Fluid durch den Kanal in die
Verteilkammer und/oder in die Rohre leitbar. Durch die damit verbundene Mischung von
erstem und drittem Fluid in dem Wärmeübertrager ist ein zusätzlicher Wärmeübertrag
und damit eine verbesserte Leistungsfähigkeit des Wärmeübertragers möglich. Voraussetzung
für diese Ausgestaltungsform ist allerdings eine funktionelle Verträglichkeit des
ersten Fluids mit dem dritten Fluid, beispielsweise eine Gleichheit des dritten mit
dem ersten Fluid, und ein Druckniveau des dritten Fluids, das mindestens so groß ist
wie das des ersten Fluids in der Verteilkammer, da das erste Fluid ansonsten durch
den Kanal aus dem Wärmeübertrager austritt.
[0017] Besonders bevorzugt ist das erste Fluid ein Abgas aus einem Verbrennungsmotor und
das dritte Fluid Luft. Wegen der im Betrieb üblicherweise hohen Abgastemperaturen
ist bei einem solchen sogenannten Abgas-Wärmeübertrager der Effekt des Grundgedankens
der Erfindung, nämlich der Verringerung eines Wärmeübertrags beziehungsweise von Temperaturunterschieden
besonders groß und vorteilhaft.
[0018] Bei einer anderen Ausführungsform ist das dritte Fluid durch eine Austrittsöffnung
in der äußeren Wandung aus dem Kanal herausleitbar. Dadurch ist der Kanal in einen
geschlossenen Kreislauf, beispielsweise in einen Kühlkreislauf integrierbar, wodurch
eine Kühlung der äußeren Wandung auf einfache Weise mit Hilfe vorhandener Vorrichtungen,
wie beispielsweise des Motorkühlkreislaufs, möglich ist.
[0019] Besonders bevorzugt ist das dritte Fluid gleich dem zweiten Fluid, insbesondere Kühlmittel,
wodurch eine Kühlung des Kopfstücks einer Kühlung des Rohrblocks vor- oder nachgeschaltet
werden kann.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Einen Wärmeübertrager;
- Fig.2:
- einen ausschnittsweisen Querschnitt eines Wärmeübertragers nach dem Stand der Technik;
- Fig. 3:
- einen ausschnittsweisen Querschnitt eines Wärmeübertragers gemäß der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 4:
- einen ausschnittsweisen Querschnitt eines Wärmeübertragers gemäß der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 5:
- einen ausschnittsweisen Querschnitt eines Wärmeübertragers gemäß der vorliegenden
Erfindung.
[0021] In Fig. 1 ist ein Wärmeübertrager 100, der als kühlmittelgekühlter Abgaskühler verwendbar
ist, in aufgebrochener Darstellung gezeigt. Der Wärmeübertrager 100 besteht aus einem
Rohrblock 110, der aus einer Vielzahl von Rohren 120 und einem Mantel 130 zusammengesetzt
ist. Die voneinander beabstandeten Rohre 120 sind an den Stirnenden des Rohrblocks
110 in Rohrböden eingesetzt, die bis auf eine umlaufende Kante 140 nicht von außen
zu sehen sind. Um die Rohre 120 in sich aufzunehmen, ist der Mantel 130 selbst rohrförmig
ausgebildet und weist in seinen Stirnbereichen umlaufende Kammern 150 auf, die mit
Anschlüssen 160 für ein Kühlmittel versehen sind.
[0022] In die umlaufende Kante 140 eines Rohrbodens ist ein sich in etwa trichterförmiges
Kopfstück 170 eingesteckt und eingeschweißt, so daß eine nicht sichtbare Verteilkammer
in dem Kopfstück 170 mit den Rohren 120 kommuniziert. Auf der der Rohrbodenkante 140
gegenüberliegenden Seite geht das Kopfstück in einen Flansch 180 über, der an eine
nicht dargestellte Abgasleitung anschließbar ist.
[0023] Strömt ein von einem Verbrennungsmotor kommendes Abgas durch den Flansch 180 in die
Verteilkammer, wird aufgrund der üblicherweise hohen Abgastemperaturen das Kopfstück
170 stark aufgeheizt. Anschließend strömt das Abgas durch die Rohre 120, wo es Wärme
an die Rohrwandungen abgeben kann. Anschließend wird das Abgas in einem weiteren Kopfstück
gesammelt und aus dem in etwa symmetrisch gebauten Abgaskühler herausgeleitet. Die
umlaufende Kammer 150 des Mantels 130 wird über den Anschluß 160 mit einem Kühlmittel
aus dem Kühlkreislauf des Verbrennungsmotors beaufschlagt, damit das Kühlmittel die
Rohre 120 umströmen und Wärme von den Rohrwandungen aufnehmen kann, wonach das Kühlmittel
über einen weiteren Anschluß aus dem Abgaskühler herausgeführt wird.
[0024] Bei einem Abgaskühler 200 nach dem Stand der Technik, wie in Fig. 2 ausschnittsweise
im Querschnitt zu sehen ist, weist das Kopfstück 210 eine Wandung 220 auf, die während
eines Betriebes des Abgaskühlers 200 infolge des unmittelbaren Kontaktes mit dem heißen,
in die Verteilkammer 230 strömenden Abgasstrom 240 sehr stark aufgeheizt wird. Im
Gegensatz dazu wird der aus den Rohren 250, dem Rohrboden 260 und dem Mantel 270 bestehende
Rohrblock 280 von dem Kühlmittel 290 unmittelbar gekühlt, so daß der Rohrblock 280
weit weniger aufgeheizt wird als die Wandung 220 des Kopfstücks 210.
[0025] Aufgrund der damit verbundenen unterschiedlichen thermischen Ausdehnung des Rohrblocks
280 und des Kopfstücks 210 entstehen thermische Spannungen, die die Schweißnaht 295,
die den Mantel 270 und den Rohrboden 260 mit der Wandung 220 des Kopfstücks 210 verbindet,
mechanisch belasten. Dies kann zu Undichtigkeiten im Bereich der Schweißnaht 295 und
damit zu einer Verkürzung der Lebensdauer des Abgaskühlers 200 führen.
[0026] In Fig. 3 ist ein Ausschnitt eines Wärmeübertragers 300 gemäß der vorliegenden Erfindung
im Querschnitt dargestellt. Hier besteht das Kopfstück 310 aus einer äußeren Wandung
320 und einer als Leitblech ausgebildeten inneren Wandung 330, zwischen denen ein
spaltförmiger Hohlraum 325 ausgebildet ist. Das Leitblech 330 wird während der Fertigung
des Abgaskühlers 300 in die äußere Wandung eingesteckt und verschweißt, wobei auch
andere Befestigungsmethoden denkbar sind.
[0027] Das Leitblech 330 verhindert eine direkte Beströmung der Kontaktstelle 340 zwischen
der äußeren Wandung 320 und dem Rohrblock 350 beziehungsweise dem Rohrboden 360 mit
in die Verteilkammer 370 einströmendem Abgas 380. Der spaltförmige Hohlraum 325 dient
gewissermaßen als thermische Isolierung zwischen der Verteilkammer 370 und der Kontaktstelle
340, so daß die äußere Wandung 320 und auch die Kontaktstelle 340 weniger stark durch
den Abgasstrom 380 aufgeheizt werden. Dadurch werden thermische Spannungen zwischen
dem Kopfstück 310 und dem Rohrblock 350 verringert und die Gefahr von Undichtigkeiten
reduziert.
[0028] Die innere Wandung 330 und die äußere Wandung 320 können an mehreren Stellen aneinander
befestigt, insbesondere miteinander verschweißt sein. Bei dem Ausführungsbeispiel
in Fig. 3 sind die Wandungen 320, 330 vorteilhafterweise nur in einem von dem Rohrblock
350 abgewandten Bereich 390 miteinander verschweißt, um eine Wärmeleitung von dem
Leitblech 330 zu der Kontaktstelle 340 innerhalb des Materials des Kopfstücks 310
möglichst zu verzögern.
[0029] Um ein Hin- und Herwackeln des Leitblechs 330 innerhalb der Verteilkammer 370 zu
verhindern, sind die äußere Wandung 320 und das Leitblech 330 in einem dem Rohrblock
350 zugewandten Bereich mit Stütznoppen 395, die bei dem Ausführungsbeispiel in Fig.
3 in das Leitblech 330 integriert sind, gegeneinander abgestützt. Genauso gut können
die Stütznoppen aber auch in die äußere Wandung 320 oder in beide Wandungen integriert
sein.
[0030] Fig. 4 zeigt ausschnittsweise ein weiteres Ausgestaltungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Abgaskühlers 400 in einem Querschnitt. Ein Kopfstück 410 besteht wiederum aus einer
äußeren Wandung 420 und einer als Leitblech ausgebildeten inneren Wandung 430, zwischen
denen ein spaltförmiger Hohlraum 425 ausgebildet ist, wodurch eine Kontaktstelle 435
zwischen der äußeren Wandung 420 und dem Rohrblock 440 beziehungsweise dem Rohrboden
445 thermisch von in die Verteilkammer 450 einströmendem Abgas 455 isoliert wird.
[0031] Die innere Wandung 430 und die äußere Wandung 420 sind nur in einem von dem Rohrblock
440 abgewandten Bereich 460 miteinander verschweißt und in einem dem Rohrblock 440
zugewandten Bereich mit in die innere Wandung 430 integrierten Stütznoppen 465 gegeneinander
abgestützt. Die äußere Wandung weist eine Eintrittsöffnung 470 auf, so daß der spaltförmige
Hohlraum 425 über einen Anschlußflansch 475 mit Luft 480 beaufschlagbar ist.
[0032] Der mit der Verteilkammer 450 kommunizierende Hohlraum 425 dient als Strömungskanal,
der den Luftstrom 485 zwischen der äußeren Wandung 420 und der inneren Wandung 420
in die Verteilkammer 450 führt. Dort wird der durch den Pfeil 485 angedeutete Luftstrom
mit dem Abgasstrom 455 vermischt, so daß ein bereits vorgekühltes Abgas-Luft-Gemisch
in den Rohrblock 440 eintritt. Dadurch wird das Abgas insgesamt effektiver gekühlt
und die Leistungsfähigkeit des Abgaskühlers 400 gesteigert.
[0033] Um ein Einströmen der Luft 480 in den Abgaskühler 400 sicherzustellen, muß Sorge
dafür getragen werden, daß der Druck der Luft 480 höher ist als der Druck des Abgases
455 in der Verteilkammer 450. Es kann sich beispielsweise um Preßluft oder um Ladeluft
handeln, die jeweils von einer Luftfördereinrichtung verdichtet wird.
[0034] Fig. 5 stellt einen Querschnitt einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit für einen
Abgaskühler 500 im Auschnitt dar. Hier ist eine innere Wandung 510 eines Kopfstückes
520 mit einem Rohrboden 530 und einem Rohrblock 540 verschweißt. Eine äußere Wandung
550 ist sowohl in einem dem Rohrblock 540 zugewandten Bereich 560 als auch in einem
von dem Rohrblock 540 abgewandten Bereich 570 flüssigkeitsdicht an der inneren Wandung
510 befestigt, beispielsweise verschweißt.
[0035] Darüberhinaus weist die äußere Wandung 550 einen Anschlußstutzen 580 für einen Kühlmitteleintritt
und einen weiteren, nicht gezeigten Anschlußstutzen für einen Kühlmittelaustritt auf.
Dadurch wird der durch den Hohlraum zwischen der inneren Wandung 510 und der äußeren
Wandung 550 gebildete Kanal 590 von Kühlmittel 600 eines Kühlkreislaufes durchströmt.
[0036] Obwohl sich bei diesem Ausführungsbeispiel die Kontaktstelle 610 zwischen dem Kopfstück
520, dem Rohrboden 530 und dem Rohrblock 540 unmittelbar am heißen Abgasstrom 620
in der Verteilkammer 630 befindet, wird der Temperaturunterschied zwischen dem Kopfstück
520 und dem Rohrblock 540 durch die kühlende Wirkung des Kühlmittels 600 verringert.
Somit ist die mechanische Belastung der Kontaktstelle 610 und damit auch die Gefahr
von Undichtigkeiten reduziert. Außerdem wird durch die zusätzliche Kühlung des Abgases
620 die Leistungsfähigkeit des Abgaskühlers 500 erhöht.
[0037] Die vorliegende Erfindung wurde am Beispiel eines Abgaskühlers für ein Kraftfahrzeug
beschrieben. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß der erfindungsgemäße Wärmeübertrager
auch für andere Anwendungszwecke geeignet ist.
1. Wärmeübertrager, insbesondere Abgaswärmeübertrager für ein Kraftfahrzeug, mit Rohren,
die von einem ersten Fluid durchströmbar und von einem zweiten Fluid umströmbar sind,
und mit einem Kopfstück, in dem sich eine mit den Rohren kommunizierende Verteilkammer
befindet, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfstück zumindest bereichsweise eine innere und eine äußere Wandung umfaßt.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Wandung in einem von den Rohren abgewandten Bereich des Kopfstücks an
die äußere Wandung befestigt, insbesondere geschweißt ist.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere und die äußere Wandung mit Stützmitteln gegeneinander abgestützt sind.
4. Wärmeübertrager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützmittel als noppenartige Ausprägungen, als umlaufende oder unterbrochene
Rippe oder Rippen oder als umgeformte Aufstellungen in die innere und/oder in die
äußere Wandung integriert sind.
5. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein sich zwischen der inneren und der äußeren Wandung ausbildender Kanal über eine
Eintrittsöffnung in der äußeren Wandung mit einem dritten Fluid beaufschlagbar ist.
6. Wärmeübertrager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das dritte Fluid durch den Kanal in die Verteilkammer und/oder in die Rohre leitbar
ist.
7. Wärmeübertrager nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Fluid ein Abgas aus einem Verbrennungsmotor und das dritte Fluid Luft ist.
8. Wärmeübertrager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das dritte Fluid durch eine Austrittsöffnung in der äußeren Wandung aus dem Kanal
herausleitbar ist.
9. Wärmeübertrager nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das dritte Fluid gleich dem zweiten Fluid, insbesondere Kühlmittel ist.