(57) Bei der Versorgung eines Hörgeräteträgers mit einem Hörhilfegerät (9, 10, 20), bei
dem die Schallaufnahme außerhalb der Gehörgänge des Hörgeräteträgers erfolgt, geht
die Lokalisationsfähigkeit bezüglich einer Signalquelle (S) verloren. Die Erfindung
sieht vor, den Informationsverlust, der durch die Aufnahme eines akustischen Signals
außerhalb der Gehörgänge erfolgt, auszugleichen. Hierzu wird bei der Signalverarbeitung
eines von wenigstens einem Mikrofon (11; M1', M2', M3'; M11, M12; M21, M22; M31, M32)
des Hörhilfegerätes (9, 10, 20) aufgenommenen akustischen Eingangssignals durch das
Hörhilfegerät (9, 10, 20) die Übertragungsfunktion des Kopfes bzw. des Außenohrs zwischen
der Position, an der sich das Mikrofon (11; M1', M2', M3'; M11, M12; M21, M22; M31,
M32) befindet, und einer Position im Gehörgang des Hörgeräteträgers mit berücksichtigt.
Die natürliche Lokalisationsfähigkeit einer Person zur Lokalisation einer Signalquelle
(S) im Raum bleibt dadurch auch bei der Versorgung mit einem nicht im Gehörgang getragenen
Hörhilfegerät (9, 10, 20) erhalten.
|

|