[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Flexodruckformen
mittels Lasergravur durch Aufbringen von mindestens einer elastomeren Reliefschicht
auf einen dimensionsstabilen Träger, wobei die Reliefschicht mindestens ein elastomeres
Bindemittel und mindestens einen Absorber für Laserstrahlung umfasst, vollflächiges
Vernetzen der Reliefschicht mittels Elektronenstrahlung in einer Mindest-Gesamtdosis
von 40 kGy und Eingravieren eines Druckreliefs in die vernetzte Reliefschicht mittels
eines Lasers. Die Erfindung betrifft weiterhin Flexodruckformen, die nach dem Verfahren
erhältlich sind.
[0002] Bei der Technik der Laser-Direktgravur zur Herstellung von Flexodruckformen wird
ein zum Drucken geeignetes Relief direkt in eine dazu geeignete Relief schicht eingraviert.
Die Gravur von Gummidruckzylindern mittels Lasern ist zwar prinzipiell seit Ende der
60er-Jahre bekannt. Breiteres wirtschaftliches Interesse hat diese Technik aber erst
in den letzten Jahren mit dem Aufkommen von verbesserten Lasersystemen gewonnen. Zu
den Verbesserungen bei den Lasersystemen zählen bessere Fokussierbarkeit des Laserstrahls,
höhere Leistung sowie computergesteuerte Strahlführung.
[0003] Die Laser-Direktgravur weist gegenüber der konventionellen Herstellung von Flexodruckplatten
mehrere Vorteile auf. Eine Reihe von zeitaufwändigen Verfahrensschritten, wie Erstellung
eines fotografischen Negativs oder Entwickeln und Trocknen der Druckform, können entfallen.
Weiterhin lässt sich die Flankenform der einzelnen Reliefelemente bei der Lasergravur-Technik
individuell gestalten. Während bei Photopolymerplatten die Flanken eines Reliefpunktes
von der Oberfläche bis zum Reliefgrund kontinuierlich auseinanderlaufen, kann mittels
Lasergravur auch eine im oberen Bereich senkrecht oder fast senkrecht abfallende Flanke,
die sich erst im unteren Bereich verbreitert, eingraviert werden. Somit kommt es auch
mit zunehmender Abnutzung der Platte während des Druckvorganges zu keiner oder allenfalls
einer geringen Tonwertzunahme. Weitere Einzelheiten zur Technik der Lasergravur sind
bspw. dargestellt in "Technik des Flexodrucks", S. 173 ff., 4. Aufl., 1999, Coating
Verlag, St. Gallen, Schweiz.
[0004] Zur Herstellung von Flexodruckplatten mittels Lasergravur können prinzipiell handelsübliche
fotopolymerisierbare Flexodruckelemente eingesetzt werden. US 5,259,311 offenbart
ein Verfahren, bei dem in einem ersten Schritt das Flexodruckelement durch vollflächige
Bestrahlung fotochemisch vernetzt und in einem zweiten Schritt mittels eines Lasers
ein druckendes Relief eingraviert wird.
[0005] EP-A 640 043 und EP-A 640 044 offenbaren einschichtige bzw. mehrschichtige elastomere
lasergravierbare Aufzeichnungselemente zur Herstellung von Flexodruckplatten. Die
Elemente bestehen aus "verstärkten" elastomeren Schichten. Zur Herstellung der Schicht
werden elastomere Bindemittel, insbesondere thermoplastische Elastomere wie bspw.
SBS-, SIS- oder SEBS-Blockcopolymere eingesetzt. Durch die so genannte Verstärkung
wird die mechanische Festigkeit der Schicht erhöht, um Flexodruck zu ermöglichen.
Die Verstärkung wird entweder durch Einbringen geeigneter Füllstoffe, fotochemische
oder thermochemische Vernetzung oder Kombinationen davon erreicht.
[0006] Es ist eine Voraussetzung zur Herstellung von Flexodruckformen mittels Lasergravur,
dass die Laserstrahlung zunächst von der Reliefschicht absorbiert wird. Unterhalb
einer bestimmten Schwellenenergie, die in die Reliefschicht eingetragen werden muss,
ist im Regelfalle keine Gravur möglich. Oberhalb der Schwellenenergie hängt die Geschwindigkeit
bzw. Effizienz der Gravur von der pro Zeiteinheit absorbierten Energie ab. Die Absorbanz
der Reliefschicht für die jeweils gewählte Laserstrahlung sollte daher möglichst hoch
sein.
[0007] Bei der Lasergravur von Flexodruckelementen müssen große Mengen an Material abgetragen
werden. Es sind daher leistungsstarke Laser erforderlich. Zur Lasergravur von Flexodruckformen
können CO
2-Laser mit einer Wellenlänge von 10640 nm eingesetzt werden. Es sind sehr leistungsstarke
CO
2-Laser kommerziell erhältlich. Die elastomeren Bindemittel, die für Flexodruckplatten
üblicherweise verwendet werden, absorbieren im Regelfalle Strahlung mit einer Wellenlänge
im Bereich um die 10 µm. Sie lassen sich somit mit CO
2-Lasern (Wellenlänge von 10640 nm) prinzipiell gravieren, wie beispielsweise von US
5,259,311 offenbart, auch wenn die Geschwindigkeit der Gravur nicht immer optimal
ist. Weiterhin ist die erreichbare Auflösung und damit die Qualität der Druckplatte
beim Gravieren mit CO
2-Lasern begrenzt. Neben ohnehin existierenden physikalischen Grenzen wird der Strahl
mit zunehmender Leistung immer schwerer fokussierbar.
[0008] Zur Lasergravur von Flexodruckelementen können auch Festkörperlaser mit Wellenlängen
im Bereich um die 1 µm eingesetzt werden. Beispielsweise sind leistungsstarke Nd/YAG-Lasern
(Wellenlänge 1064 nm) einsetzbar. Nd/YAG-Laser weisen gegenüber CO
2-Lasern den Vorteil auf, dass aufgrund der deutlich kürzeren Wellenlänge erheblich
höhere Auflösungen möglich sind. Im allgemeinen absorbieren aber elastomere Bindemittel
von Flexodruckplatten die Wellenlänge von Festkörperlasern nicht oder nur schlecht.
[0009] Es ist bereits vorgeschlagen worden, der Reliefschicht zur Erhöhung der Empfindlichkeit
IR-Strahlung absorbierende Substanzen beizumischen. Beim Einsatz von Nd/YAG-Lasern
wird die Gravur durch den Einsatz von IR-Absorbern im Regelfalle erst ermöglicht.
Bei CO
2-Lasern kann die Geschwindigkeit der Gravur erhöht werden. Geeignete Absorber sind
in EP-A 640 043 und EP-A 640 044 offenbart und umfassen stark gefärbte Pigmente wie
Ruß oder im IR absorbierende Farbstoffe, die ebenfalls üblicherweise stark gefärbt
sind.
[0010] Die Verwendung von stark gefärbten IR-Absorbern führt dazu, dass die Reliefschichten
auch im UV/VIS-Bereich weitgehend opak sind. Derartige Schichten lassen sich daher
nicht mehr fotochemisch verstärken bzw. vernetzen, da die Eindringtiefe der aktinischen
Strahlung aufgrund der sehr starken Absorption äußerst begrenzt ist. Als Lösung schlägt
EP-B 640 043 daher vor, eine dicke Schicht durch Gießen einer Vielzahl dünner Schichten,
jeweils gefolgt von fotochemischer Vernetzung jeder Einzelschicht, herzustellen. Diese
Vorgehensweise ist jedoch umständlich und teuer. Außerdem ist die Haftung zwischen
den Schichten beim Aufgießen einer neuen Schicht auf eine bereits vernetzte Schicht
häufig unbefriedigend.
[0011] Lasergravierbare Flexodruckelemente, die eine opake Reliefschicht aufweisen, können
auch hergestellt werden, indem man die Schicht gießt und anschließend thermisch, z.B.
unter Verwendung von Monomeren und thermischen Polymerisationsinitiatoren vernetzt.
Aber auch durch Gießen können nur Schichten mit begrenzter Dicke hergestellt werden,
denn mit zunehmender Schichtdicke werden beim Abdampfen des Lösungsmittels auch zunehmend
Schichtfehler verursacht. Flexodruckplatten weisen Schichtdicken von bis zu 7 mm auf.
Derartige Schichtdicken sind im Regelfalle nur mittels mehrmaligem Aufeinandergießen
zu erreichen, wenn qualitativ hochwertige Schichten erhalten werden sollen, und die
Vorgehensweise ist dem entsprechend umständlich und teuer. Weiterhin weisen viele
Trägerfolien bei den Temperaturen des thermischen Vernetzens keine ausreichende Dimensionsstabilität
mehr auf.
[0012] Aufgabe der Erfindung war es daher, ein Verfahren zur Herstellung von Flexodruckformen
bereitzustellen, bei denen das druckende Relief mittels eines Lasers in Reliefschichten,
die Absorber für Laserstrahlung enthalten, eingraviert wird, und bei denen auch dickere
Schichten sowie weitere gegebenenfalls vorhandene Schichten in einem einzigen Arbeitsgang
vernetzt werden können.
[0013] Dementsprechend wurde das eingangs geschilderte Verfahren gefunden.
[0014] Zu der Erfindung ist im Einzelnen das Folgende auszuführen.
[0015] Für das erfindungsgemäße Verfahren wird zunächst eine elastomere Reliefschicht, die
mindestens ein elastomeres Bindemittel und mindestens einen Absorber für Laserstrahlung
umfasst, auf einen dimenssionsstabilen Träger aufgebracht. Im Regelfalle ist die Reliefschicht
opak.
[0016] Beispiele geeigneter dimensionsstabiler Träger umfassen Folien aus Polyethylenterephthalat
(PET), Polyethylennaphthalat (PEN), Polybutylenterephthalat, Polyamid oder Polycarbonat,
bevorzugt PET- oder PEN-Folien. Als Träger können auch konische oder zylindrische
Röhren aus den besagten Materialien, sogenannte Sleeves, eingesetzt werden. Für Sleeves
eignen sich auch Glasfasergewebe oder Verbundmaterialien aus Glasfasern und geeigneten
polymeren Werkstoffen. Metallische Träger sind zur Ausführung des Verfahrens im allgemeinen
nicht geeignet, weil sie sich unter Elektronenstrahlung zu stark erwärmen, was ihre
Verwendung in Spezialfällen damit aber nicht ausschließen soll.
[0017] Der dimensionsstabile Träger kann zur besseren Haftung der Reliefschicht optional
mit einer Haftschicht beschichtet werden.
[0018] Die Reliefschicht umfasst mindestens ein elastomeres Bindemittel. Die Auswahl der
Bindemittel ist dabei nur insofern begrenzt, als zum Flexodruck geeignete Reliefschichten
erhalten werden müssen. Geeignete Bindemittel werden vom Fachmann je nach den gewünschten
Eigenschaften der Reliefschicht bspw. im Hinblick auf Härte, Elastizität oder Farbübertragungsverhalten
ausgewählt.
[0019] Beispiele für geeignete Elastomere umfassen im wesentlichen 3 Gruppen, ohne dass
die Erfindung darauf beschränkt sein soll.
[0020] Die erste Gruppe umfasst solche elastomeren Bindemittel, die über ethylenisch ungesättigte
Gruppen verfügen. Die ethylenisch ungesättigten Gruppen sind mittels Elektronenstrahlung
vernetzbar. Derartige Bindemittel sind beispielsweise solche, die 1,3-Dien-Monomere
wie Isopren oder Butadien einpolymerisiert enthalten. Die ethylenisch ungesättigte
Gruppe kann dabei einmal als Kettenbaustein des Polymeren fungieren (1,4-Einbau),
oder sie kann als Seitengruppe (1,2-Einbau) an die Polymerkette gebunden sein. Als
Beispiele seien Naturkautschuk, Polybutadien, Polyisopren, Styrol-Butadien-Kautschuk,
Nitril-Butadien-Kautschuk, Acrylat-Butadien-Kautschuk, Acrylnitril-Isopren-Kautschuk,
Butyl-Kautschuk, Styrol-Isopren-Kautschuk, Polynorbornen-Kautschuk oder Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM) genannt.
[0021] Weitere Beispiele umfassen thermoplastisch elastomere Blockcopolymere aus Alkenylaromaten
und 1,3-Dienen. Bei den Blockcopolymeren kann es sich sowohl um lineare Blockcopolymere
oder auch um radiale Blockcopolymere handeln. Üblicherweise handelt es sich um Dreiblockcopolymere
vom A-B-A-Typ, es kann sich aber auch um Zweiblockpolymere vom A-B-Typ handeln, oder
um solche mit mehreren alternierenden elastomeren und thermoplastischen Blöcken, z.B.
A-B-A-B-A. Es können auch Gemische zweier oder mehrerer unterschiedlicher Blockcopolymerer
eingesetzt werden. Handelsübliche Dreiblockcopolymere enthalten häufig gewisse Anteile
an Zweiblockcopolymeren. Die Dien-Einheiten können 1,2- und/oder 1,4-verknüpft sein.
Es können sowohl Blockcopolymere vom StyrolButadien wie vom Styrol-Isopren-Typ eingesetzt
werden. Sie sind beispielsweise unter dem Namen Kraton® im Handel erhältlich. Weiterhin
einsetzbar sind auch thermoplastisch elastomere Blockcopolymere mit Endblöcken aus
Styrol und einem statistischen Styrol-Butadien-Mittelblock, die unter dem Namen Styroflex®
erhältlich sind.
[0022] Weitere Beispiele von Bindemittel mit ethylenisch ungesättigten Gruppen umfassen
modifizierte Bindemittel, bei denen vernetzbare Gruppen durch Pfropfungsreaktionen
in das polymere Molekül eingeführt werden.
[0023] Die zweite Gruppe umfasst solche elastomeren Bindemittel, die über funktionelle Gruppen
verfügen, die mittels Elektronenstrahlen vernetzbar sind. Bevorzugt handelt es sich
dabei um seitenständige funktionelle Gruppen. Es kann sich aber auch um Gruppen handeln,
die in die Polymerkette integriert sind. Beispiele geeigneter funktioneller Gruppen
umfassen -OH, -NH
2, -NHR, -NCO, -CN, -COOH, -COOR, -CONH
2, -CONHR, -CO-, -CHO oder -SO
3H, wobei R allgemein alipahtische und aromatische Reste bezeichnet. Als besonders
vorteilhaft zur Herstellung von Flexodruckplatten mittels Elektronenstrahlvernetzung
und Lasergravur haben sich protische funktionelle Gruppen, wie beispielsweise -OH,
-NH
2, -NHR, -COOH oder -SO
3H erwiesen. Beispiele von Bindemitteln umfassen Acrylat-Kautschuke, Ethylen-Acrylat-Kautschuke,
Ethylen-Acrylsäure-Kautschuke oder Ethylen-Vinylacetat-Kautschuke sowie deren teilweise
hydrolysierte Derivate, thermoplastisch elastomere Polyurethane, sulfonierte Polyethylene
oder thermoplatisch elastomere Polyester.
[0024] Selbstverständlich können auch elastomere Bindemittel eingesetzt werden, die sowohl
über ethylenisch ungesättigte Gruppen wie über funktionelle Gruppen verfügen. Beispiele
umfassen Copolymere von Butadien mit (Meth)acrylaten, (Meth)acrylsäure oder Acrylnitril,
sowie weiterhin Copolymere bzw. Blockcopolymere von Butadien oder Isopren mit funktionelle
Gruppen aufweisenden Styrolderivaten, beispielsweise Blockcopolymere aus Butadien
und 4-Hydroxystyrol. Ungesättigte thermoplastisch elastomere Polyester und ungesättigte
thermoplastisch elastomere Polyurethane sind ebenfalls geeignet.
[0025] Die dritte Gruppe von elastomeren Bindemitteln umfasst solche, die weder über ethylenisch
ungesättigte Gruppen noch über funktionelle Gruppen verfügen. Zu nennen sind hier
beispielsweise Ethylen/Propylen-Elastomere, Ethylen/1-Alkylen-Elastomere oder durch
Hydrierung von Dien-Einheiten erhaltene Produkte, wie beispielsweise SEBS-Kautschuke.
[0026] Es können selbstverständlich auch Gemische zweier oder mehrerer elastomerer Bindemittel
eingesetzt werden, wobei es sich dabei sowohl um Bindemittel aus jeweils nur einer
der geschilderten Gruppen handeln kann oder auch um Gemische von Bindemitteln aus
zwei oder allen drei Gruppen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind nur insofern beschränkt,
als die Eignung der Reliefschicht für den Flexodruck durch die Bindemittelkombination
nicht negativ beeinflusst werden darf. Vorteilhaft kann beispielsweise ein Gemisch
von mindestens einem elastomeren Bindemittel, welches keine funktionellen Gruppen
aufweist, mit mindestens einem weiteren Bindemittel, welches funktionelle Gruppen
aufweist, eingesetzt werden.
[0027] Die Menge des oder der elastomeren Bindemittel in der Reliefschicht beträgt üblicherweise
40 Gew. % bis 99 Gew. % bezüglich der Summe aller Bestandteile, bevorzugt 50 bis 95
Gew. %, und ganz besonders bevorzugt 60 bis 90 Gew. %.
[0028] Die Reliefschicht umfasst weiterhin mindestens einen Absorber für Laserstrahlung.
Es können auch Gemische verschiedener Absorber für Laserstrahlung eingesetzt werden.
Geeignete Absorber für Laserstrahlung weisen eine hohe Absorption im Bereich der Laserwellenlänge
auf. Insbesondere sind Absorber geeignet, die eine hohe Absorption im nahen Infrarot
sowie im längerwelligen VIS-Bereich des elektromagnetischen Spektrums aufweisen. Derartige
Absorber eignen sich besonders zur Absorption der Strahlung von leistungsstarken Nd-YAG-Lasern
(1064 nm) sowie von IR-Diodenlasern, die typischerweise Wellenlängen zwischen 700
und 900 nm sowie zwischen 1200 und 1600 nm aufweisen.
[0029] Beispiele für geeignete Absorber für die Laserstrahlung sind im infraroten Spektralbereich
stark absorbierende Farbstoffe wie beispielsweise Phthalocyanine, Naphthalocyanine,
Cyanine, Chinone, Metall-Komplex-Farbstoffe wie beispielsweise Dithiolene oder photochrome
Farbstoffe.
[0030] Weiterhin geeignete Absorber sind anorganische Pigmente, insbesondere intensiv gefärbte
anorganische Pigmente wie beispielsweise Chromoxide, Eisenoxide, Eisenoxidhydrate
oder Ruß.
[0031] Besonders geeignet als Absorber für Laserstrahlung sind feinteilige Rußsorten mit
einer Partikelgröße zwischen 10 und 50 nm.
[0032] Die meisten der genannten Laserabsorber weisen auch im UV- und im VIS-Bereich des
elektromagnetischen Spektrums eine hohe Absorption auf und sind dementsprechend intensiv
gefärbt. Die Reliefschichten, die diese Absorber enthalten, sind daher im Regelfalle
opak oder zumindest weitgehend lichtundurchlässig und damit nicht mehr vollständig
fotochemisch vernetzbar. Es werden zumindest 0,1 Gew.-% Absorber bzgl. der Summe aller
Bestandteile der lasergravierbaren Reliefschicht eingesetzt. Die Menge des zugesetzten
Absorbers wird vom Fachmann je nach den jeweils gewünschten Eigenschaften der Reliefschicht
gewählt. In diesem Zusammenhang wird der Fachmann weiterhin berücksichtigen, dass
die zugesetzten Absorber nicht nur Geschwindigkeit und Effizienz der Gravur der elastomeren
Schicht durch Laser beeinflussen, sondern auch andere Eigenschaften des Flexodruckelementes,
wie beispielsweise dessen Härte, Elastizität, Wärmeleitfähigkeit oder Farbannahme.
Im Regelfalle sind daher mehr als 40 Gew.% Absorber für Laserstrahlung bzgl. der Summe
aller Bestandteile der lasergravierbaren elastomeren Schicht ungeeignet. Bevorzugt
beträgt die Menge des Absorbers für Laserstrahlung 1 bis 30 Gew.-% und besonders bevorzugt
5 bis 20 Gew.-%.
[0033] Optional kann die elastomere Reliefschicht auch noch mittels Elektronenstrahlung
vernetzbare niedermolekulare oder oligomere Verbindungen umfassen. Oligomere Verbindungen
weisen im allgemeinen ein Molekulargewicht von nicht mehr als 20000 g/mol auf. Niedermolekulare
und oligomere Verbindungen sollen im Folgenden der Einfachheit halber als Monomere
bezeichnet werden.
[0034] Monomere können einerseits zugesetzt werden, um die Geschwindigkeit der Vernetzung
zu erhöhen, sofern dies vom Fachmann gewünscht wird. Bei Verwendung von elastomeren
Bindemitteln aus den Gruppen 1 und 2 ist der Zusatz von Monomeren zur Beschleunigung
im allgemeinen nicht zwingend notwendig. Bei elastomeren Bindemitteln aus der Gruppe
3 ist der Zusatz von Monomeren im Regelfalle empfehlenswert, ohne dass dies zwingend
in jedem Falle notwendig wäre.
[0035] Unabhängig von der Frage der Vernetzungsgeschwindigkeit können Monomere auch zur
Steuerung der Vernetzungsdichte im Zuge der Elektronenstrahlhärtung sowie zur Einstellung
der gewünschten Härte des vernetzten Materials eingesetzt werden. Je nach Art und
Menge der zugesetzten niedermolekularen Verbindungen werden weitere oder engere Netzwerke
erhalten.
[0036] Als Monomere können einerseits die bekannten ethylenisch ungesättigten Monomere eingesetzt
werden, die auch zur Herstellung konventioneller fotopolymerer Flexodruckplatten eingesetzt
werden können. Die Monomeren sollen mit den Bindemitteln verträglich sein und mindestens
eine ethylenisch ungesättigte Gruppe aufweisen. Sie sollten nicht leichtflüchtig sein.
Bevorzugt beträgt der Siedepunkt geeigneter Monomerer nicht weniger als 150°C. Besonders
geeignet sind Amide und Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit mono- oder polyfunktionellen
Alkoholen, Aminen, Aminoalkoholen oder Hydroxyethern und -estern, Styrol oder substituierte
Styrole, Ester der Fumar- oder Maleinsäure oder Allylverbindungen erweisen. Beispiele
umfassen Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Laurylacrylat, 1,4-Butandioldiacrylat,
1,6-Hexandioldiacrylat, 1,6-Hexandioldimethacrylat, 1,9-Nonandioldiacrylat, Trimethylolpropantriacrylat,
Dioctylfumarat, N-Dodecylmaleimid.
[0037] Weiterhin können auch Monomere eingesetzt werden, die mindestens eine funktionelle,
unter dem Einfluss von Elektronenstrahlhärtung vernetzbare Gruppe aufweisen. Bevorzugt
handelt es sich bei der funktionellen Gruppe um eine protische Gruppe. Beispiele umfassen
-OH, -NH
2, -NHR, -COOH oder -SO
3H. Mit besonderem Vorzug können auch di- oder polyfunktinonelle Monomere eingesetzt
werden, bei denen endständige funktionelle Gruppen über einen Spacer miteinander verbunden
sind. Beispiele derartiger Monomerer umfassen Dialkohole wie beispielsweise 1,4 Butandiol,
1,6-Hexandiol, 1,8 Octandiol, 1,9 Nonandiol, Diamine wie beispielsweise 1,6-Hexandiamin,
1,8-Hexandiamin, Dicarbonsäuren wie beispielsweise Oxalsäure, Malonsäure, Adipinsäure,
1,6-Hexandicarbonsäure, 1,8-Octandicarbonsäure, 1,10-Decandicarbonsäure, Phthalsäure,
Terephthalsäure, Maleinsäure oder Fumarsäure.
[0038] Es können auch Monomere eingesetzt werden, die sowohl ethylenisch ungesättigte Gruppen
wie funktionelle Gruppen aufweisen. Als Beispiele seinen ω-Hydroxyalkylacrylate genannt,
wie beispielsweise Ethylenglykolmono(meth)acrylat, 1,4-Butandiolmono(meth)acrylat
oder 1,6-Hexandiolmono(meth)acrylat.
[0039] Selbstverständlich können auch Gemische verschiedener Monomerer eingesetzt werden,
vorausgesetzt die Eigenschaften der Reliefschicht werden durch die Mischung nicht
negativ beeinflusst.
[0040] Im Regelfalle beträgt die Menge zugesetzter Monomerer 0 bis 30 Gew. % bezüglich der
Menge aller Bestandteile der Reliefschicht, bevorzugt 0 bis 20 Gew.-%.
[0041] Die elastomere Reliefschicht kann weiterhin auch noch Zusatzstoffe und Hilfsstoffe
wie beispielsweise Farbstoffe, Dispergierhilfsmittel, Antistatika, Weichmacher oder
abrasive Partikel umfassen. Die Menge derartiger Zusätze sollte im Regelfalle aber
20 Gew.-% bezüglich der Menge aller Komponenten der elastomeren Reliefschicht des
Aufzeichnungselementes nicht überschreiten.
[0042] Die elastomere Reliefschicht kann auch aus mehreren Reliefschichten aufgebaut werden.
Diese elastomeren Teilschichten können von gleicher, in etwa gleicher oder von unterschiedlicher
stofflicher Zusammensetzung sein.
[0043] Die Dicke der elastomeren Reliefschicht bzw. aller Reliefschichten zusammen beträgt
im Regelfalle zwischen 0,1 und 7 mm, bevorzugt 0,4 bis 7 mm. Die Dicke wird vom Fachmann
je nach dem gewünschten Verwendungszweck der Flexodruckform geeignet gewählt.
[0044] Das als Ausgangsmaterial eingesetzte Flexodruckelement kann optional weiterhin noch
eine Oberschicht mit einer Dicke von nicht mehr als 100 µm aufweisen. Die Zusammensetzung
einer solchen-Oberschicht kann im Hinblick auf optimale Druckeigenschaften wie beispielsweise
Farbübertragung ausgewählt werden, während die Zusammensetzung der darunter liegenden
Reliefschicht im Hinblick auf optimale Härte oder Elastizität ausgewählt wird. Bevorzugt
beträgt die Dicke 5 bis 80 µm und besonders bevorzugt 10 bis 60 µm. Die Oberschicht
muss entweder selbst lasergravierbar sein, oder zumindest im Zuge der Lasergravur
zusammen mit der darunter liegenden Reliefschicht entfernbar sein. Sie umfasst mindestens
ein polymeres Bindemittel, welches nicht notwendigerweise elastomer sein muss. Sie
kann weiterhin einen Absorber für Laserstrahlung oder auch Monomere oder Hilfsmittel
umfassen.
[0045] Das Ausgangsmaterial für das Verfahren kann beispielsweise durch Lösen bzw. Dispergieren
aller Komponenten in einem geeigneten Lösemittel und Aufgießen auf einen Träger hergestellt
werden. Bei mehrschichtigen Elementen können in prinzipiell bekannter Art und Weise
mehrere Schichten aufeinander gegossen werden. Da nass-innass gearbeitet wird, verbinden
sich die Schichten gut miteinander. Auch eine Oberschicht kann aufgegossen werden.
Alternativ können die Einzelschichten beispielsweise auf temporäre Träger gegossen
und die Schichten anschließend durch Kaschieren miteinander verbunden werden. Nach
dem Gießen kann noch optional eine Deckfolie zum Schutz vor Beschädigungen des Ausgangsmaterials
aufgebracht werden.
[0046] Von ganz besonderem Vorteil werden für das erfindungsgemäße Verfahren aber thermoplastisch
elastomere Bindemittel eingesetzt, und die Herstellung erfolgt in bekannter Art und
Weise durch Extrudieren zwischen eine Trägerfolie und eine Deckfolie oder ein Deckelement
gefolgt von Kalandrieren, wie beispielsweise von EP-A-084 851 offenbart. Auf diese
Art und Weise lassen sich auch dicke Schichten in einem einzigen Arbeitsgang herstellen.
Mehrschichtige Elemente können mittels Coextrusion hergestellt werden.
[0047] Im Verfahrensschritt (b) wird die Reliefschicht mittels Elektronenstrahlung vollflächig
vernetzt. Falls das Flexodruckelement noch eine Schutzfolie aufweist, sollte diese
vor der Vernetzung im Regelfalle abgezogen werden. Dies ist aber gerade bei der Vernetzung
mittels Elektronenstrahlen nicht in jedem Fall zwingend.
[0048] Geeignete Vorrichtungen zum Vernetzen mit Elektronenstrahlen sind dem Fachmann prinzipiell
bekannt. Die Bestrahlung mit Elektronen kann dabei sowohl inline direkt im Anschluss
an die kontinuierliche Herstellung der Reliefschicht erfolgen, z.B. direkt im Anschluss
an das Kalandrieren. Die Bestrahlung mit Elektronen kann aber vorteilhaft auch in
einem separaten Verfahrensschritt erfolgen.
[0049] Bei der vollflächigen Vernetzung wird das als Ausgangsmaterial eingesetzte Flexodruckelement
möglichst gleichmäßig mit Elektronenstrahlung bestrahlt. Im Idealfalle sollte die
gesamte Fläche des Flexodruckelementes absolut gleichmäßig bestrahlt werden, wenngleich
in der Praxis natürlich immer gewisse Schwankungen eintreten werden. Größere Schwankungen
sollten aber vermieden werden. Um eine gleichmäßige Bestrahlung zu erreichen, sollte
das Flexodruckelement möglichst eben auf die Unterlage aufgelegt werden.
[0050] Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden die Flexodruckelemente in der Regel nur von
der Oberseite der Elemente her bestrahlt. Die Erfindung umfasst aber natürlich auch
die Vorgehensweise, dass man das Element von der Ober- und von der Unterseite her
bestrahlt.
[0051] Die Mindest-Gesamtdosis zum Vernetzen beträgt 40 kGy (1 Gy = 1 J/kg). Die maximale
Bestrahlungsdosis wird vom Fachmann je nach den gewünschten Eigenschaften wie bspw.
Härte oder Rückstellkraft der Flexodruckform festgelegt. Im Regelfalle empfiehlt es
sich aber nicht, mehr als 200 kGy zum Vernetzen einzusetzen und besonders bevorzugt
ist es, nicht mehr als 150 kGy zum Vernetzen zu verwenden. Bewährt hat sich eine Gesamtdosis
zur Bestrahlung von 60 bis 120 kGy.
[0052] Die Energie der Elektronenstrahlung wird vom Fachmann je nach Dicke und Zusammensetzung
des Flexodruckelementes bestimmt. Die Energie der Elektronenstrahlung ist maßgebend
für die maximale Eindringtiefe der Elektronenstrahlung in die Reliefschicht. Bei den
erfindungsgemäß verwendeten Reliefschichten, die einen Absorber für Laserstrahlung
enthalten, hat es sich aber in aller Regel bewährt, Elektronenstrahlen mit einer Energie
von mindestens 2 MeV einzusetzen.
[0053] Die Bestrahlung mit Elektronen kann so vorgenommen werden, dass die gesamte Dosis
in einem einzigen Bestrahlungsvorgang verabreicht wird. Die Dosisleistung sollte dabei
möglichst hoch sein, um möglichst kurze Bestrahlungszeiten zu erreichen. Sie darf
andererseits nicht so hoch sein, dass sich das Flexodruckelement zu stark erwärmt,
weil sonst die Dimensionsstabilität des Flexodruckelementes beeinträchtigt werden
könnte. Ein Erwärmung auf über 80°C sollte vermieden werden. Um ein optimales Ergebnis
zu erzielen, ist es regelmäßig vorteilhaft, besonders temperaturstabile Trägerfolien,
wie beispielsweise solche aus PEN einzusetzen.
[0054] Die Bestrahlung wird im Regelfalle an Luft vorgenommen, aber die Bestrahlung kann
natürlich in Spezialfällen auch unter Schutzgasen wie Argon oder Stickstoff vorgenommen
werden. Falls gewünscht können die zu bestrahlenden Platten auch zum Luftausschluss
gekapselt werden.
[0055] Es ist weiterhin vorteilhaft, das Flexodruckelement während der Bestrahlung zu kühlen,
beispielsweise durch einen Luftstrom, der übergeleitet wird, oder durch Auflegen auf
eine gekühlte Unterlage.
[0056] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die Gesamtdosis an Elektronenstrahlung auf zwei oder mehrere Teildosen verteilt.
Die Teildosen können gleich groß oder verschieden groß sein, die Elektronenstrahlen
können die gleiche Energie oder unterschiedliche Energie oder die gleiche oder eine
unterschiedliche Dosisleistung aufweisen.
[0057] Die einzelnen Teildosen können dabei unmittelbar aufeinander folgen. Vorteilhaft
können sie aber auch für gleich lange oder unterschiedlich lange Bestrahlungspausen
unterbrochen worden. Die Bestrahlung kann dabei nur kurz oder auch länger unterbrochen
werden. Bestrahlungspausen von mehr als 60 min zwischen den einzelnen Dosen sollten
allerdings vermieden werden. Bewährt haben sich Bestrahlungspausen zwischen 1 und
30 min.
[0058] Im folgenden werden einige Ausführungsformen für den Schritt der Vernetzung mittels
Elektronenstrahlen näher beschrieben, die sich besonders bewährt haben.
[0059] In einer Ausführungsform für den Schritt der Elektronenstrahlvernetzung ist die Energie
der Elektronenstrahlung bei allen verabreichten Teildosen gleich bzw. annähernd gleich.
Nach jeder Teildosis wird eine Bestrahlungspause eingelegt. Bevorzugt wird mit einer
relativ hohen Dosisleistung bestrahlt, wodurch sich die Reliefschicht stark erwärmt.
Temperaturen von mehr als 100°C sollten aber vermieden werden. In den Bestrahlungspausen
kann die Reliefschicht abreagieren und sich wieder abkühlen.
[0060] In einer weiteren Ausführungsform ist die Energie der Elektronenstrahlung bei mindestens
einer der verabreichten Teildosen von der der anderen Teildosen verschieden. Beispielsweise
kann die Energie der Elektronenstrahlen der zuerst verabreichten Teildosen so gewählt
werden, dass das Flexodruckelement im der gesamten Tiefe des Reliefs vernetzt wird,
während die Energie der Elektronenstrahlen der zuletzt verabreichten Teildosis so
bemessen wird, dass nur noch in einer dünnen Schicht an der Oberfläche weiter vernetzt
wird. Somit lässt sich eine Flexodruckform erhalten, die eine relativ weiche Unterschicht
und eine im Vergleich dazu härtere Oberschicht aufweist.
[0061] Die Energie der Elektronenstrahlen kann auch bei allen Teildosen unterschiedlich
sein. dadurch sind auch noch andersartige Vernetzungsprofile möglich. Beispielsweise
kann man mit der Teildosis beginnen, bei der die Elektronenstrahlen die höchste Energie
aufweisen, und dann die Elektronenenergie bei jeder weiteren Teildosis verringern.
Auf diese Art und weise lässt sich eine Flexodruckform erhalten, bei der die Vernetzungsdichte
der Reliefschicht stufenförmig von der Trägerfolie bis zur druckenden Oberfläche zunimmt.
[0062] Es hat sich in allen Ausführungsformen bewährt, zumindest bei einem der Schritte
Elektronenstrahlen mit einer Energie von mindestens 2 MeV einzusetzen.
[0063] In einer weiteren Ausführungsform kann man zur Steigerung der Effizienz auch mehrere
Flexodruckelemente übereinander stapeln. Um eine gleichmäßige Vernetzung zu erreichen
empfiehlt es sich, auch hier in mehreren Teildosen zu Bestrahlen und die Reihenfolge
der Flexodruckelemente im Stapel bei jeder Bestrahlung zyklisch zu vertauschen. Man
kann auch zunächst einen ganzen Stapel einfach oder mehrfach bestrahlen und in einem
letzten Schritt bei den Elementen einzeln gezielt die Oberfläche mit Elektronenstrahlung
geringer Eindringtiefe härten.
[0064] Im Verfahrensschritt (c) wird ein druckendes Relief mittels eines Lasers in die mittels
Elektronenstrahlung vernetzte Schicht eingraviert. Vorteilhaft werden Bildelemente
eingraviert, bei denen die Flanken der Bildelemente zunächst senkrecht abfallen und
sich erst im unteren Bereich des Bildelementes verbreitern. Dadurch wird eine gute
versockelung der Bildpunkte bei dennoch geringer Tonwertzunahme erreicht. Es können
aber auch andersartig gestaltete Flanken der Bildpunkte eingraviert werden.
[0065] Zur Lasergravur eigenen sich insbesondere IR-Laser. Es können aber auch Laser mit
kürzeren Wellenlängen eingesetzt werden, vorausgesetzt der Laser weist eine ausreichende
Intensität auf. Beispielsweise kann auch ein frequenzverdoppelter (532 nm) oder frequenzverdreifachter
(355 nm) Nd-YAG-Laser eingesetzt werden oder auch Eximer-Laser (z.B. 248 nm). Falls
für den Materialabtrag benötigt, müssen jeweils der Laserwellenlänge entsprechend
angepasste Absorber für Laserstrahlung verwendet werden.
[0066] Zur Lasergravur kann beispielsweise ein CO
2-Laser mit einer Wellenlänge von 10640 nm eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft
werden Laser mit einer Wellenlänge zwischen 600 und 2000 nm eingesetzt. Beispielsweise
können Nd-YAG-Laser (1064 nm), IR-Diodenlaser oder Festkörperlaser eingesetzt werden.
Besonders bevorzugt zur Ausführung des Erfindungsgemäßen Verfahrens sind Nd/YAG-Laser.
Die einzugravierende Bildinformation wird direkt aus den Lay-Out-Computersystem zur
Laserapparatur übertragen. Die Laser können entweder kontinuierlich oder gepulst betrieben
werden.
[0067] Im Regelfalle kann die erhaltene Flexodruckform direkt eingesetzt werden. Falls gewünscht,
kann die erhaltene Flexodruckform aber noch nachgereinigt werden. Durch einen solchen
Reinigungsschritt werden losgelöste, aber eventuell noch nicht vollständig von der
Plattenoberfläche entfernte Schichtbestandteile entfernt. Im Regelfalle ist einfaches
Behandeln mit Wasser, Wasser/Tensid oder Alkoholen völlig ausreichend.
[0068] Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einem einzigen Produktionsgang ausgeführt
werden, bei dem alle Verfahrensschritte nacheinander ausgeführt werden. Vorteilhaft
kann das Verfahren aber auch nach Verfahrensschritt (b) unterbrochen werden. Das vernetzte,
lasergravierbare Aufzeichnungselement kann konfektioniert und gelagert werden und
erst zu einem späteren Zeitpunkt mittels Lasergravur zu einer Flexodruckplatte bzw.
einem Flexosleeve weiterverarbeitet werden. Hierbei ist es vorteilhaft, das Flexodruckelement
z.B. mit einer temporären Deckfolie, beispielsweise aus PET zu schützen, die natürlich
vor der Lasergravur wieder abgezogen werden muss.
[0069] Das erfindungsgemäße Verfahren weist gegenüber dem Stand der Technik eine Reihe bedeutender
Vorteile auf:
[0070] Es erlaubt die Herstellung von Flexodruckformen, deren Reliefschichten Absorber für
Laserstrahlung umfassen auch bei hoher Schichtdicke mit hoher Qualität. Zur Vernetzung
ist nur ein Arbeitsgang erforderlich.
[0071] Im Zuge der Elektronenstrahlvernetzung wird auch die Haftung zwischen der Trägerfolie
und der Reliefschicht deutlich verbessert. Das gleiche gilt für die Haftung zwischen
einer optional vorhandenen Oberschicht und der Reliefschicht.
[0072] Die Aufteilung der Gesamt-Strahlungsdosis in mehrere Teildosen, deren Elektronenstrahlung
unterschiedliche Energie aufweisen, macht auf sehr einfache Art und Weise Vernetzungsprofile
zugänglich. Auf diese Art und Weise können beispielsweise Flexodruckelemente mit gehärteter
Oberfläche erhalten werden. Gehärtete Oberflächen haben den Vorteil, dass beim Gravieren
mittels Lasern keine Schmelzränder um die eingravierten Reliefelemente herum gebildet
werden. Schmelzränder rufen Störungen des Druckbildes beim Drucken hervor. Weiterhin
weisen derartige Platten eine erhöhte Abriebfestigkeit auf.
[0073] Die thermische Belastung des Flexodruckelementes im Zuge der Vernetzung kann im Vergleich
zur thermischen Vernetzung deutlich verringert oder sogar fast ganz vermieden werden.
Dies führt zu Flexodruckformen mit deutlich verbesserter Dimensionsstabilität und
damit deutlich besserer Druckqualität.
[0074] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiel 1:
[0075] Es wurde eine Reliefschicht mit einem Bindemittel mit ethylenisch ungesättigten Gruppen
hergestellt. Für die Reliefschicht wurden die folgenden Komponenten eingesetzt.
| Komponenten |
Einsatzstoffe |
Menge [Gew.-%] |
| Bindemittel |
Polybutadien-Kautschuk (hoher Vinylanteil) |
68,5 |
| Absorber für Laserstrahlung |
feinteiliger Ruß |
10,0 |
| Monomere |
Laurylacrylat |
10,0 |
| Additive |
Polybutadienöl (Weichmacher) |
10,0 |
| |
therm. Stabilisator |
1,5 |
[0076] Bindemittel, Additive und Absorber für Laserstrahlung wurden in einem Laborkneter
bei einer Massetemperatur von 150°C vermischt. Nach 15 Minuten war der Absorber für
Laserstrahlung homogen dispergiert. Der so erhaltene Compound wurde zusammen mit dem
Monomer bei 80°C in Toluol gelöst, auf 60°C abgekühlt und auf eine unbeschichtete,
125µm dicke PET-Folie aufgegossen. Nach 24-stündigem Ablüften bei Raumtemperatur und
3-stündigem Trocknen bei 60°C wurde die erhaltene Reliefschicht (Schichtdicke 900
µm) auf eine zweite, haftlackbeschichtete, 125µm dicke PET-Folie aufkaschiert. Vor
der weiteren Behandlung wurde das Element 1 Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 2:
[0077] Es wurde eine Reliefschicht mit einem Bindemittelgemisch mit ethylenisch ungesättigten
Gruppen hergestellt. Für die Reliefschicht wurden die folgenden Komponenten eingesetzt.
| Komponenten |
Einsatzstoffe |
Menge [Gew.-%] |
| Bindemittel |
EPDM-Kautschuk mit 5 Gew.-% Ethylidennorbornen als Termonomer |
75,5 |
| |
Polybutadien-Kautschuk (hoher Vinylanteil |
4,0 |
| Absorber für Laserstrahlung |
feinteiliger Ruß |
10,0 |
| Monomere |
Laurylacrylat |
7,5 |
| |
Trimethylolpropantrimethacrylat |
1,5 |
| Additive |
therm. Stabilisator, Dispergierhilfsmittel |
1,5 |
[0078] Bindemittel, Additive und Absorber für Laserstrahlung wurden in einem Laborkneter
bei einer Massetemperatur von 170°C vermischt. Nach 15 Minuten war der Absorber für
Laserstrahlung homogen dispergiert. Der so erhaltene Compound wurde zusammen mit den
Monomeren bei 80°C in Toluol gelöst, auf 60°C abgekühlt und auf eine unbeschichtete,
125µm dicke PET-Folie aufgegossen. Nach 24-stündigem Ablüften bei Raumtemperatur und
3-stündigem Trocknen bei 60°C wurde die erhaltene Reliefschicht (Schichtdicke 800
µm) auf eine zweite, haftlackbeschichtete, 175µm dicke PET-Folie aufkaschiert. Vor
der weiteren Behandlung wurde das Element 1 Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 3:
[0079] Es wurde eine Relief schiebt mit einem Bindemittel mit ethylenisch ungesättigten
Gruppen mittels Extrusion und anschließendem Kalandrieren zwischen eine Deckfolie
und eine Trägerfolie hergestellt. Für die Relief schicht wurden die folgenden Komponenten
eingesetzt.
| Komponenten |
Einsatzstoffe |
Menge [Gew.-%] |
| Bindemittel |
SIS-Dreiblockcopolymer mit 15 Gew.-% Styrol (Kraton D-1161, Fa. Kraton Polymers) |
80,0 |
| Absorber für Laserstrahlung |
feinteiliger Ruß |
6,0 |
| Monomere |
Hexandioldiacrylat |
6,0 |
| |
Hexandioldimethacrylat |
6,0 |
| Additive |
therm. Stabilisator, Ozonschutzwachs |
2,0 |
[0080] Die Komponenten wurden in einem Zweischneckenextruder bei einer Massetemperatur von
140 - 160 °C intensiv miteinander gemischt, durch eine Breitschlitzdüse extrudiert
und anschließend zwischen eine Deckfolie und eine Trägerfolie kalandriert. Die Dicke
der Reliefschicht betrug dabei 860 µm. Vor der weiteren Behandlung wurde das Element
1 Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel):
[0081] Es wurde eine Reliefschicht mit einem Bindemittel mit ethylenisch ungesättigten Gruppen
mittels Extrusion und anschließendem Kalandrieren zwischen eine Deckfolie und eine
Trägerfolie hergestellt. Für die Reliefschicht wurden die folgenden Komponenten eingesetzt.
| Komponenten |
Einsatzstoffe |
Menge [Gew.-%] |
| Bindemittel |
SIS-Dreiblockcopolymer mit 15 Gew.-% Styrol (Kraton D-1161, Fa. Kraton Polymers) |
79,0 |
| Absorber für Laserstrahlung |
feinteiliger Ruß |
6,0 |
| Photoinitiator |
Benzildimethylketal |
1,0 |
| Monomere |
Hexandioldiacrylat |
6,0 |
| |
Hexandioldimethacrylat |
6,0 |
| Additive |
therm. Stabilisator, Ozonschutzwachs |
2,0 |
[0082] Die Komponenten wurden in einem Zweischneckenextruder bei einer Massetemperatur von
140 - 160°C intensiv miteinander gemischt, durch eine Breitschlitzdüse extrudiert
und anschließend zwischen eine Deckfolie und eine Trägerfolie kalandriert. Die Dicke
der Reliefschicht betrug dabei 850 µm. Vor der weiteren Behandlung wurde das Element
1 Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Elektronenstrahlvernetzung
[0083] Zur Vernetzung wurde eine Elektronenbestrahlungsapparatur (Nennleistung ca. 150 kW)
eingesetzt, welche Elektronenstrahlen mit Elektronenenergien von 2,5 - 4,5 MeV erzeugen
kann. Der Transport der zu elektronenbestrahlenden Elemente durch die Zone der Elektronenbestrahlung
erfolgte mittels vertikal frei aufgehängten Aluminiumpaletten, welche über eine bewegliche
Aufhängung mit einem geführten Transportband verbunden waren, so dass durch die Steuerung
der Transportbandgeschwindigkeit eine gleichmäßige Beförderung der Aluminiumpaletten
durch die Zone der Elektronenbestrahlung erfolgen konnte.
Vernetzung durch Bestrahlung mit UV-A-Licht
[0084] Zur Vernetzung durch Bestrahlung mit UV-A-Licht wurden die zu vernetzenden Elemente
eine bestimmte, vorgegebene Zeit in einem F III-Belichter der BASF Drucksysteme GmbH
unter Vakuum belichtet.
[0085] Hierzu wurde zunächst die Schuzfolie der betreffenden Elemente entfernt und anschließend
eine transparente, UV-durchlässige Entklebungsfolie auf das zu bestrahlende Element
aufgelegt, um ein Verkleben der Elementoberfläche mit der Vakuumfolie zu verhindern.
Nach dem Bedecken des zu bestrahlenden Elements mit der Vakuumfolie und dem Einschalten
des Vakuums wurde das Element für die angegebene Zeitdauer vollflächig mit UV-Licht
bestrahlt.
Beispiel 5:
[0086] Es wurden insgesamt 6 Elemente gemäß Beispiel 1 eingesetzt, wovon 1 Element als Referenz
zurückbehalten wurde (Proben-Nr. 0). Die Energie der Elektronenstrahlung betrug ca.
3,0 MeV. Es wurde eine sukzessive Bestrahlungsreihe mit 5 gleichen Teildosen zu jeweils
20 kGy durchgeführt. Die Wartezeit zwischen 2 Teildosen betrug jeweils 20 Minuten.
Nach jeder Teildosis wurde ein Element aus dem Bestrahlungskreislauf entnommen, die
übrigen wurden vor Verabreichung der nächsten Teildosis um 180° gewendet.
[0087] In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften des erhaltenen Flexodruckelements
in Abhängigkeit von der Bestrahlungsdosis dargestellt.
| Nr. |
Teildosis
[kGy] |
Gesamtdosis
[kGy] |
Quellung in Toluol*
[Gew.-%] |
Gelanteil#
[Gew.-%] |
Mech. Härte (DIN 53505)
[Shore A] |
| 0 |
--- |
--- |
∞ |
0 |
|
| 1 |
20 |
20 |
447 |
77 |
72 |
| 2 |
20 |
40 |
266 |
86 |
74 |
| 3 |
20 |
60 |
205 |
91 |
78 |
| 4 |
20 |
80 |
180 |
93 |
80 |
| 5 |
20 |
100 |
180 |
94 |
81 |
| * Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol |
| # Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol
und 6 Stunden Rücktrocknung bei 80°C im Vakuum. |
Beispiel 6:
[0088] Es wurden insgesamt 9 Elemente gemäß Beispiel 2 eingesetzt, wovon 1 Element als Referenz
zurückbehalten wurde (Proben-Nr. 0). Die Energie der Elektronenstrahlung betrug ca.
3,0 MeV. Es wurde eine sukzessive Bestrahlungsreihe mit 8 z.T. unterschiedlichen Teildosen
durchgeführt. Die Teildosen betrugen im einzelnen aufeinanderfolgend 23, 22, 22, 35,
42, 30, 30 und 29 kGy. Die wartezeit zwischen 2 Teildosen betrug jeweils 20 Minuten.
Nach jeder Teildosis wurde ein Element aus dem Bestrahlungskreislauf entnommen, die
übrigen wurden vor Verabreichung der nächsten Teildosis um 180° gewendet.
[0089] In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften des erhaltenen Flexodruckelements
in Abhängigkeit von der Bestrahlungsdosis dargestellt.
| Nr. |
Teildosis
[kGy] |
Gesamtdosis
[kGy] |
Quellung in Toluol*
[Gew.-%] |
Gelanteil#
[Gew.-%] |
Mech. Härte (DIN 53505)
[Shore A] |
| 0 |
--- |
--- |
∞ |
0 |
|
| 1 |
23 |
23 |
444 |
90 |
72 |
| 2 |
22 |
45 |
274 |
94 |
72 |
| 3 |
22 |
67 |
199 |
96 |
72 |
| 4 |
35 |
102 |
167 |
98 |
73 |
| 5 |
42 |
144 |
157 |
97 |
74 |
| 6 |
30 |
174 |
162 |
97 |
74 |
| 7 |
30 |
204 |
129 |
98 |
74 |
| 8 |
29 |
233 |
121 |
98 |
74 |
| * Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol |
| # Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol
und 6 Stunden Rücktrocknung bei 80 °C im Vakuum. |
Beispiel 7:
[0090] Es wurden insgesamt 9 Elemente gemäß Beispiel 3 eingesetzt, wovon 1 Element als Referenz
zurückbehalten wurde (Proben-Nr. 0). Die Energie der Elektronenstrahlung betrug ca.
3,0 MeV. Es wurde eine sukzessive Bestrahlungsreihe mit 8 z.T. unterschiedlichen Teildosen
durchgeführt. Die Teildosen betrugen im einzelnen aufeinanderfolgend 23, 22, 22, 35,
42, 30, 30 und 29 kGy. Die Wartezeit zwischen 2 Teildosen betrug jeweils 20 Minuten.
Nach jeder Teildosis wurde ein Element aus dem Bestrahlungskreislauf entnommen, die
übrigen wurden vor Verabreichung der nächsten Teildosis um 180° gewendet.
[0091] In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften des erhaltenen Flexodruckelements
in Abhängigkeit von der Bestrahlungsdosis dargestellt.
| Nr. |
Teildosis
[kGy] |
Gesamtdosis
[kGy] |
Quellung in Toluol*
[Gew.-%] |
Gelanteil#
[Gew.-%] |
Mech. Härte (DIN 53505)
[Shore A] |
| 0 |
--- |
--- |
∞ |
0 |
|
| 1 |
23 |
23 |
∞ |
0 |
39 |
| 2 |
22 |
45 |
828 |
77 |
52 |
| 3 |
22 |
67 |
430 |
87 |
58 |
| 4 |
35 |
102 |
431 |
89 |
63 |
| 5 |
42 |
144 |
331 |
92 |
65 |
| 6 |
30 |
174 |
322 |
93 |
67 |
| 7 |
30 |
204 |
260 |
94 |
68 |
| 8 |
29 |
233 |
260 |
94 |
68 |
| * Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol |
| # Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol
und 6 Stunden Rücktrocknung bei 80°C im Vakuum. |
Beispiel 8 (Vergleichsbeispiel):
[0092] Es wurden insgesamt 6 Elemente gemäß Beispiel 4 eingesetzt, wovon 1 Element als Referenz
zurückbehalten wurde (Proben-Nr. 0). Es wurde eine Bestrahlungsreihe mit UVA-Licht
wie oben beschrieben mit folgenden Einzel-Bestrahlungszeiten durchgeführt: 1, 5, 15,
30, 60 min.
[0093] In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften des erhaltenen Flexodruckelements
in Abhängigkeit von der UVA-Bestrahlungszeit dargestellt.
| Nr. |
Zeitdauer der UVA-Bestrahlung [min] |
Quellung in Toluol *[Gew.-%] |
Gelanteil# [Gew.-%] |
Mech. Härte (DIN 53505) [Shore A] |
| 0 |
0 |
∞ |
0 |
|
| 1 |
1 |
∞ |
0 |
32 |
| 2 |
5 |
∞ |
0 |
33 |
| 3 |
15 |
∞ |
1 |
35 |
| 4 |
30 |
∞ |
3 |
36 |
| 5 |
60 |
∞ |
2 |
34 |
| * Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol |
| # Wert nach 24 Stunden Quellung bei Raumtemperatur im 50-fachen Überschuss Toluol
und 6 Stunden Rücktrocknung bei 80 °C im Vakuum. |
Lasergravur der bestrahlten Flexodruckelemente:
[0094] Die erhaltenen bestrahlten Flexodruckelemente wurden mit einem CO
2-Lase (Fa. ALE, Meridian Finesse, 250 W, Gravurgeschwindigkeit = 200 cm/s) und einem
Nd-YAG-Laser (Fa. ALE, Meridian Finesse, 100 W, Gravurgeschwindigkeit = 100 cm/s)
graviert. Es wurde ein Testmotiv bestehend aus Vollflächen und verschiedenen Linienelementen
in das jeweilige Flexodruckelement eingraviert. Die jeweils 1 cm x 1 cm großen Linienelemente
bestanden aus parallel angeordneten, einzelnen Negativlinien mit pro Linienelement
gleicher Linienbreite und gleichem Linienabstand. Eine Auflistung der eingravierten
Linienelemente ist in der nachfolgenden Tabelle wiedergegeben.
| Linienelement Nr. |
Breite der Negativlinien [µm] |
Abstand der Negativlinien [µm] |
| 1 |
20 |
20 |
| 2 |
40 |
40 |
| 3 |
60 |
60 |
| 4 |
80 |
80 |
| 5 |
100 |
100 |
| 6 |
200 |
200 |
| 7 |
500 |
500 |
| 8 |
1000 |
1000 |
[0095] Die Qualität der lasergravierten Flexodruckelemente wurde mit Hilfe eines Lichtmikroskops
beurteilt, welches über eine Einrichtung zur Messung von Abständen bzw. Höhen und
Tiefen verfügt.
[0096] Dazu wurden die Gravurtiefe anhand des vollflächig gravierten Bereichs gemessen.
Weiterhin wurde das jeweils feinste Linienelement ermittelt, bei welchem die eingravierten
Einzellinien unter dem Mikroskop noch vollständig voneinander getrennt aufgelöst waren.
Die Einzellinien wurden als vollständig voneinander getrennt aufgelöst beurteilt,
wenn die Oberfläche der zwischen den Negativlinien verbleibenden positiven Linienelemente
eine Breite von mindestens 5 µm besaß und diese Oberfläche bis auf eine Differenz
von 20 µm die gleiche Höhe besaß wie die nicht gravierten Bereiche der positiven vollflächig.
Bei dieser Art der Beurteilung bedeutet eine niedrige Zahl der Nummer des feinsten
noch abgebildeten Linienelements demzufolge eine gute Gravurqualität, während eine
hohe Zahl einer geringeren Auflösung und damit einer schlechteren Gravurqualität entspricht.
[0097] Schließlich wurden insbesondere Schmelzränder und Ablagerungen in den Randzonen der
Negativelemente und Vollflächen visuell beurteilt.
| Bsp. Nr. |
Vernetzungsart |
Vernetzungsbedingungen |
Lasertyp |
Schmelzränder (visuell) |
Gravurtiefe [µm] |
Feinstes Linienelement [Nr.] |
| 5 |
ES |
60 kGy |
CO2 |
Wenig |
760 |
3 |
| 5 |
ES |
80 kGy |
CO2 |
Keine |
830 |
1 |
| 5 |
ES |
60 kGy |
Nd-YAG |
Wenig |
810 |
2 |
| 5 |
ES |
80 kGy |
Nd-YAG |
Keine |
830 |
1 |
| 6 |
ES |
67 kGy |
CO2 |
Mittel |
640 |
3 |
| 6 |
ES |
102 kGy |
CO2 |
Wenig |
700 |
2 |
| 6 |
ES |
67 kGy |
Nd-YAG |
Mittel |
660 |
3 |
| 6 |
ES |
102 kGy |
Nd-YAG |
Wenig |
690 |
2 |
| 7 |
ES |
102 kGy |
CO2 |
Mittel |
650 |
2 |
| 7 |
ES |
144 kGy |
CO2 |
Keine |
710 |
2 |
| 7 |
ES |
102 kGy |
Nd-YAG |
Mittel |
660 |
2 |
| 7 |
ES |
144 kGy |
Nd-YAG |
Keine |
680 |
1 |
| 8 |
UVA |
15 min |
CO2 |
Sehr stark |
390 |
7 |
| 8 |
UVA |
60 min |
CO2 |
Stark |
480 |
5 |
| 8 |
UVA |
15 min |
Nd-YAG |
Sehr Stark |
430 |
6 |
| 8 |
UVA |
60 min |
Nd-YAG |
Sehr Stark |
450 |
5 |
[0098] Anhand der Beispiele Nr. 5 bis 7 lässt sich erkennen, dass sich mit den erfindungsgemäßen
lasergravierbaren Flexodruckelementen im Gegensatz zum Vergleichsbeispiel Nr. 8 feine
Reliefelemente in guter Qualität und ohne starke Schmelzerscheinungen abbilden lassen.
Außerdem wird mit den erfindungsgemäßen Flexodruckelementen überraschend eine höhere
Gravurtiefe erreicht als mit einem lasergravierbaren Flexodruckelement nach dem Stand
der Technik (Vergleichbeispiel Nr. 8).
[0099] Überraschenderweise wiesen zudem alle elektronenstrahlvernetzte Flexodruckelemente
gemäß Beispiel Nr. 7 eine wesentlich höhere Haftung zum Träger auf als die UV-vernetzten
Flexodruckelemente gemäß Vergleichsbeispiel Nr. 8.
1. Verfahren zur Herstellung von Flexodruckformen mittels Lasergravur umfassend die folgenden
Schritte:
a) Aufbringen von mindestens einer elastomeren Reliefschicht auf einen dimensionsstabilen
Träger, wobei die Reliefschicht mindestens ein elastomeres Bindemittel und mindestens
einen Absorber für Laserstrahlung umfasst,
b) vollflächiges Vernetzen der Reliefschicht,
c) Eingravieren eines Druckreliefs in die vernetzte Reliefschicht mittels eines Lasers,
dadurch gekennzeichnet, dass die vollflächige Vernetzung mittels Elektronenstrahlung in einer Mindest-Gesamtdosis
von 40 kGy vorgenommen wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Schritt (a') weiterhin eine Oberschicht mit einer Dicke von nicht mehr
als 100 µm aufbringt, wobei die Oberschicht mindestens ein polymeres Bindemittel umfasst.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronenstrahlen eine Energie von mindestens 2 MeV aufweisen.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gesamtdosis an Elektronenstrahlung auf zwei oder mehrere Teildosen verteilt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung nach der Verabreichung einer jeden Teildosis für eine Bestrahlungspause
unterbrochen wird.
6. Verfahren gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Energie der Elektronenstrahlung bei jeder der verabreichten Teildosen gleich
ist.
7. Verfahren gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Energie der Elektronenstrahlung bei mindestens einer der verabreichten Teildosen
von der der anderen Teildosen verschieden ist.
8. Verfahren gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Energie der Elektronenstrahlung bei allen verabreichten Teildosen unterschiedlich
ist.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man mit der Teildosis beginnt, bei der die Elektronenstrahlen die höchste Energie
aufweisen, und die Energie bei jeder weiteren Teildosis schrittweise verringert.
10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Teildosen eine Energie von mindestens 2 MeV aufweist.
11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Gesamtdosis von 200 kGy nicht überschreitet.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Gesamtdosis von 150 kGy nicht überschreitet.
13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man die Bestrahlung mit Elektronen an Luft vornimmt.
14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet dass das elastomere Bindemittel ethylenisch ungesättigte Gruppen aufweist.
15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet dass das elastomere Bindemittel unter dem Einfluss von Elektronenstrahlung vernetzbare
funktionelle Gruppen aufweist.
16. Verfahren gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den funktionellen Gruppen um protische Gruppen handelt.
17. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet dass das elastomere Bindemittel ethylenisch ungesättigte Gruppen und unter dem Einfluss
von Elektronenstrahlung vernetzbare funktionelle Gruppen aufweist.
18. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von mindestens einem elastomeren Bindemittel, welches keine funktionellen
Gruppen aufweist, mit mindestens einem weiteren Bindemittel, welches funktionelle
Gruppen aufweist, einsetzt.
19. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Reliefschicht weiterhin mindestens eine mittels Elektronenstrahlung vernetzbare,
niedermolekulare oder oligomere Verbindung umfasst.
20. Verfahren gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der niedermolekularen Verbindung um ethylenisch ungesättigte Monomere
handelt.
21. Verfahren gemäß einem der Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der niedermolekularen oder oligomeren Verbindung um eine funktionelle
Gruppen aufweisende Verbindung handelt.
22. Verfahren gemäß einem der Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den funktionelle Gruppen um protische Gruppen handelt.
23. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem elastomeren Bindemittel um ein thermoplastisch elastomeres Bindemittel
handelt, und man die Reliefschicht mittel Extrusion gefolgt von Kalandrieren herstellt.
24. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Reliefschicht opak ist.
25. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lasergravur (c ) mit einem Laser mit einer Wellenlänge von 600 - 2000 nm
vornimmt.
26. Verfahren gemäß Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lasergravur (c ) mit einem Nd/YAG-Laser vornimmt.
27. Flexodruckform, erhältlich gemäß einem der Ansprüche 1 bis 26.
1. A process for the production of flexographic printing plates by means of laser engraving,
comprising the following steps:
a) application of at least one elastomeric relief layer to a dimensionally stable
substrate, the relief layer comprising at least one elastomeric binder and at least
one absorber for laser radiation,
b) uniform crosslinking of the relief layer,
c) engraving of a printing relief into the crosslinked relief layer by means of a
laser,
wherein the uniform crosslinking is carried out by means of electron beams in a minimum
total dose of 40 kGy.
2. A process as claimed in claim 1, wherein, in a step (a'), an upper layer having a
thickness of not more than 100 µm is furthermore applied, the upper layer comprising
at least one polymeric binder.
3. A process as claimed in claim 1 or 2, wherein the electron beams have an energy of
at least 2 MeV.
4. A process as claimed in claim 1 or 2, wherein the total dose of electron beams is
distributed over two or more part-doses.
5. A process as claimed in claim 4, wherein the irradiation is stopped for an irradiation
pause after the administration of any part-dose.
6. A process as claimed in claim 4 or 5, wherein the energy of the electron beam is identical
for each of the administered part-doses.
7. A process as claimed in claim 4 or 5, wherein the energy of the electron beam for
at least one of the administered part-doses differs from that of the other part-doses.
8. A process as claimed in claim 4 or 5, wherein the energy of the electron beam differs
for all administered part-doses.
9. A process as claimed in claim 8, wherein the initial part-dose is the one in which
the electron beam has the highest energy, and the energy for each further part-dose
decreases stepwise.
10. A process as claimed in any of claims 4 to 8, wherein at least one of the part-doses
has an energy of at least 2 MeV.
11. A process as claimed in any of claims 1 to 10, wherein a total dose of 200 kGy is
not exceeded.
12. A process as claimed in any of claims 1 to 10, wherein a total dose of 150 kGy is
not exceeded.
13. A process as claimed in any of claims 1 to 12, wherein the irradiation is carried
out using electrons in air.
14. A process as claimed in any of claims 1 to 13, wherein the elastomeric binder has
ethylenically unsaturated groups.
15. A process as claimed in any of claims 1 to 13, wherein the elastomeric binder has
functional groups crosslinkable under the action of electron beams.
16. A process as claimed in claim 15, wherein the functional groups are protic groups.
17. A process as claimed in any of claims 1 to 13, wherein the elastomeric binder has
ethylenically unsaturated groups and functional groups crosslinkable under the action
of electron beams.
18. A process as claimed in any of claims 1 to 13, wherein a mixture of at least one elastomeric
binder which has no functional groups with at least one further binder which has functional
groups is used.
19. A process as claimed in any of claims 1 to 18, wherein the relief layer furthermore
comprises at least one low molecular weight or oligomeric compound crosslinkable by
means of electron beams.
20. A process as claimed in claim 19, wherein the low molecular weight compound is an
ethylenically unsaturated monomer.
21. A process as claimed in claim 19, wherein the low molecular weight or oligomeric compound
is a compound having functional groups.
22. A process as claimed in claim 21, wherein the functional groups are protic groups.
23. A process as claimed in any of claims 1 to 22, wherein the elastomeric binder is a
thermoplastic elastomeric binder and the relief layer is produced by extrusion followed
by calendering.
24. A process as claimed in any of claims 1 to 23, wherein the relief layer is opaque.
25. A process as claimed in any of claims 1 to 24, wherein the laser engraving (c) is
carried out using a laser having a wavelength of 600 - 2000 nm.
26. A process as claimed in claim 25, wherein the laser engraving (c) is carried out using
an Nd-YAG laser.
27. A flexographic printing plate obtainable as claimed in any of claims 1 to 26.
1. Procédé de fabrication de blocs d'impression flexographique par gravure au laser,
comprenant les étapes suivantes:
a) application d'au moins une couche élastomère en relief sur un support dimensionnellement
stable, la couche en relief comprenant au moins un liant élastomère et au moins un
agent absorbant pour le rayonnement laser;
b) réticulation sur toute la surface de la couche en relief ;
c) gravure d'un relief d'impression dans la couche en relief au moyen d'un laser;
caractérisé en ce que la réticulation sur toute la surface est effectuée au moyen d'un rayonnement électronique
en dose totale minimale de 40 kGy.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on applique en outre, dans une étape (a'), une couche supérieure d'une épaisseur
ne dépassant pas 100 µm, la couche supérieure comprenant au moins un liant polymère.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les rayonnements électroniques présentent une énergie d'au moins 2 MeV.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on répartit la dose totale du rayonnement électronique en deux doses partielles
ou plus.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le rayonnement est interrompu après l'administration d'une telle dose partielle pendant
une pause de rayonnement.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'énergie du rayonnement électronique est identique à chacune des doses partielles
administrées.
7. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'énergie du rayonnement électronique est, pour au moins une des doses partielles
administrées, différente de celle des autres doses partielles.
8. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'énergie du rayonnement électronique est différente pour toutes les doses partielles
administrées.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'on commence par la dose partielle dans laquelle les rayons électroniques présentent
l'énergie la plus élevée et l'on réduit progressivement l'énergie à chaque autre dose
partielle.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisé en ce qu'au moins une des doses partielles présente une énergie d'au moins 2 MeV.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'on ne dépasse pas une dose totale de 200 kGy.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'on ne dépasse pas une dose totale de 150 kGy.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'on effectue l'exposition au rayonnement électronique à l'air.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le liant élastomère présente des groupes à insaturation éthylénique.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le liant élastomère présente des groupes fonctionnels réticulables sous l'influence
du rayonnement électronique.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que les groupes fonctionnels sont des groupes protiques.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le liant élastomère présente des groupes à insaturation éthylénique et des groupes
fonctionnels réticulables sous l'influence du rayonnement électronique.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'on utilise un mélange d'au moins un liant élastomère, qui ne présente aucun groupe
fonctionnel, avec au moins un autre liant qui présente des groupes fonctionnels.
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que la couche en relief comprend en outre au moins un composé réticulable au moyen du
rayonnement électronique, de faible poids moléculaire ou oligomère.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que le composé de faible poids moléculaire est un monomère à insaturation éthylénique.
21. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que le composé de faible poids moléculaire ou oligomère est un composé présentant des
groupes fonctionnels.
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce que les groupes fonctionnels sont des groupes protiques.
23. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que le liant élastomère est un liant élastomère thermoplastique et en ce que l'on fabrique la couche en relief par extrusion suivie d'un calandrage.
24. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 23, caractérisé en ce que la couche en relief est opaque.
25. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 24, caractérisé en ce que l'on effectue la gravure au laser (c) avec un laser ayant une longueur d'onde de
600 à 2000 nm.
26. Procédé selon la revendication 25, caractérisé en ce que l'on effectue la gravure au laser (c) avec un laser Nd/YAG.
27. Bloc d'impression flexographique qui peut être obtenu selon l'une quelconque des revendications
1 à 26.