[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bohrkrone zum Bohren, insbesondere
Drehschlagbohren, eines Loches, insbesondere eines Stichloches eines Hochofens, wobei
die Bohrkrone aus einem Bohrkopf mit einer Mehrzahl von Eartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätzen
und einem Grundkörper zur Verbindung mit einem Antriebselement etc. zum Antreiben
bzw. Beaufschlagen der Bohrkrone besteht, wobei die Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
in Bohrungen bzw. Durchbrechungen des Bohrkopfes aufgenommen sind, wobei die Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätze in Bohrungen bzw. Durchbrechungen des Bohrkopfes aufgenommen
sind, wobei wenigstens ein Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz an dem im Bohrkopf
aufgenommenen Ende wenigstens teilweise mit einer gekrümmten bzw. gewölbten Oberflächenkontur
ausgebildet ist, welche mit einer komplementären, gewölbten bzw. gekrümmten Oberfläche
des Bohrkopfes und/oder des Grundkörpers zusammenwirkt.
[0002] Im Zusammenhang mit Bohrkronen ist es bekannt, zur Erhöhung der Bohrleistung in einem
Kopf eine Mehrzahl von Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätzen festzulegen, wobei eine
derartige Festlegung beispielsweise unter Verwendung von hülsenförmigen Einsätzen
vorgenommen werden kann, wie dies beispielsweise aus der EP-B 0 581 534, der US-A
4,951,672, der EP-A 0 573 135, der EP-A 0 943 708 oder der EP-A 0 353 214 zu entnehmen
ist. Darüber hinaus ist es bekannt, derartige Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
beispielsweise mit dem Grundmaterial eines Bohrkopfes zu verlöten, um ein Herausfallen
der Hartmaterialeinsätze zu vermeiden, wie dies beispielsweise der DF-A 34 08 225
zu entnehmen ist. Bekannte Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze im Zusammenhang mit
der Herstellung einer Bohrkrone weisen üblicherweise an dem von aus dem Bohrkopf vorragenden
Schneidteil eine im wesentlichen auf die Längsachse des Einsatzes normale Ebene auf,
welche für eine Kraftübertragung nach Möglichkeit auf einer entsprechend planen Oberfläche
des Grundmaterials aufliegt, während bei der DE-A 34 08 225 eine Ausnehmung unterhalb
des Endes der Einsätze vorgesehen ist, so daß keine unmittelbare Anlage zwischen dem
Einsatz und der Bohrung vorgesehen ist. Unter Berücksichtigung der rauhen. Einsatzbedingungen
und der insbesondere bei einem Drehschlagbohren aufzubringenden Kräfte sowie durch
eine üblicherweise .nicht vollständig gleichmäßige Belastung der Bohrkrone und insbesondere
der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze, welche zum Überstreichen einer entsprechenden
Bohrfläche teilweise unter einem Winkel zur Längsachse der Bohrkrone angeordnet sind,
erfolgt eine außermittige bzw. ungleichmäßige Beanspruchung der Hartmaterialeinsätze,
so daß eine ordnungsgemäße Kraftübertragung von dem Bohrkopf bzw. dem Grundmaterial
auf die Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze insbesondere bei fortschreitender Einsatzdauer
aufgrund von Verschleiß .nicht ohne weiteres gewährleistet ist.
[0003] Eine Ausbildung der eingangs genannten Art ist beispielsweise der US-A 5 558 170
zu entnehmen, wobei mit einem speziellen Werkzeug Aufnahmeöffnungen für die Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätze im Bohrkopf ausgebildet werden müssen.
[0004] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, bei Vorsehen bzw. Anordnen von Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätzen an einem Bohrkopf einer Bohrkrone sicherzustellen, daß selbst
bei ungleichmäßiger Beanspruchung bzw. Abnutzung derartiger Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
eine entsprechend große Fläche bzw. ein großer und im wesentlichen gleichbleibender
Oberflächenbereich für die 'Übertragung der Schlagenergie zur Erzielung eines' entsprechend
raschen Bohrfortschritts bereitgestellt wird und selbst bei gegebenenfalls gelockertem
Einsatz ein Herausfallen vermieden wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgaben ist die erfindungsgemäße Bohrkrone ausgehend von einer
Bohrkrone der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß das
mit der gewölbten bzw. gekrümmten Oberflächenkontur ausgebildete Ende des Hartmaterial-
'bzw. Hartmetalleinsatzes eine gegenüber dem aus dem Bohrkopf vorragenden Ende des
Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes vergrößerte Außenabmessungen aufweist. Dadurch
kann selbst bei einem geringfügig gelockerten Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz
ein Herausfallen desselben aus dem Bohrkopf bzw. dem Grundkörper vermieden werden.
Durch derartige, erfindungsgemäß vorgeschlagene, vergrößerte Außenabmessungen läßt
sich der Hartmaterialeinsatz sicher in einer entsprechenden Aufnahmeöffnung in der
Bohrkrone lagern und es läßt sich weiters eine entsprechend große Oberfläche für eine
sichere Übertragung der Schlagenergie zur Verfügung stellen.
[0006] Da wenigstens ein Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz an dem im Bohrkopf aufgenommenen
Ende wenigstens teilweise mit einer gekrümmten bzw. gewölbten Oberflächenkontur ausgebildet.
ist, welche mit einer komplementären, gewölbten bzw. gekrümmten Oberfläche des Bohrkopfes
und/oder des Grundkörpers zusammenwirkt, wird sichergestellt, daß selbst bei ungleichmäßiger
Belastung bzw. Abnutzung eines derartigen Hartmaterial- bzw.. Hartmetalleinsatzes
und einer gegebenenfalls daraus resultierenden Lockerung desselben in der Aufnahmeöffnung
im Bohrkopf trotzdem zuverlässig die vollständige Löseenergie bzw. insbesondere Schlagenergie
von dem Grundkörper der Bohrkrone über den jeweiligen Hartmaterialeinsatz bzw. sämtliche
Hartmaterialeinsätze in das zu behandelnde Material eingebracht bzw. übertragen werden
kann. Durch Vorsehen von entsprechend gekrümmten bzw. gewölbten Oberflächenkonturen
sowohl am im Bohrkopf aufgenommenen Ende des jeweiligen Hartmaterialeinsatzes als
auch der damit zusammenwirkenden Oberfläche des Bohrkopfes und des Grundkörpers ergibt
sich somit eine große und .im wesentlichen gleichbleibende Fläche zur Übertragung
der auf den Grundkörper der Bohrkrone durch ein Bohrgestänge und ein darauf wirkendes
Schlagelement aufgebrachten Schlagenergie.
[0007] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, daß die gewölbte
Oberflächenkontur des Endes des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes von einer sphärischen
Oberfläche bzw. einer Kugelschicht gebildet ist, wobei sich durch eine derartige sphärische
Oberfläche bzw. Kugelschicht eine kostengünstige und einfache Herstellung bei größtmöglicher
Anpassung der Positionierung eines gegebenenfalls gelockerten Hartmaterialeinsatzes
in dem Bohrkopf bzw. der entsprechenden Aufnahmeöffnung erzielen läßt.
[0008] Für eine ordnungsgemäße und einfache Festlegung eines Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes
wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß die lichte
Weite einer Bohrung bzw.. Durchbrechung zur Aufnahme des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes
die Außenabmessungen des im Bohrkopf aufzunehmenden Endes des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes
wenigstens geringfügig übersteigt und daß der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz
in dem in der Bohrung aufgenommenen Teilbereich von einer Hülse umgeben ist, deren
Außenabmessungen an die lichte Weite der Bohrung des Bohrkopfes angepaßt sind, wobei,
wie einleitend angeführt, die Verwendung von entsprechenden Hülsen zur Festlegung
von Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätzen für sich gesehen bekannt ist.
[0009] Für eine sichere Festlegung eines derartigen Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes
unter Verwendung einer Hülse wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform
vorgeschlagen, daß die den Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz umgebende Hülse mit
dem Material des Bohrkopfes verschweißbar ist. Während bei bekannten Ausführungsformen
Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze üblicherweise direkt mit dem Material des Bohrkopfes
bzw. des Grundkörpers verlötet wurden, läßt sich durch die Verwendung einer Hülse
eine Verschweißung zwischen dem Hülsenmaterial und dem Material des Grundkörpers bzw.
des Bohrkopfes vornehmen, während üblicherweise ein Verschweißen der für die Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätze verwendeten Materialien nicht möglich ist. Durch Vorsehen
einer Verschweißung zur Festlegung eines Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes an
dem Bohrkopf bzw. dem Grundkörper wird weiter sichergestellt, daß bei Einsatz einer
erfindungsgemäßen Bohrkrone unter erhöhten Temperaturen, beispielsweise zur Herstellung
eines Stichloches eines Hochofens, trotz der gegebenenfalls herrschenden, hohen Temperaturen
die Schweißverbindung zur Festlegung des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes an
der Bohrkrone nicht gelöst bzw. gelockert wird.
[0010] Alternativ zum Vorsehen von Einsatzhülsen, welche eine Festlegung von Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätzen in entsprechend größere Abmessungen aufweisenden Öffnungen
ermöglichen, wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß
die Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze von der zum Grundkörper der Bohrkrone gewandten
Seite des Bohrkopfes in die Bohrungen bzw. Durchtrittsöffnungen einpaßbar sind und
daß der Bohrkopf nach Aufnahme der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze mit dem Grundkörper
verbindbar, insbesondere verschweißbar, ist. Nach einem Einpassen der Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätze im Bohrkopf, wobei die Hartmaterialeinsätze beispielsweise
gegenüber einem Herausfallen durch Vorsehen von entsprechend größere Außenabmessungen
aufweisenden Teilbereichen gesichert sind, läßt sich in weiterer Folge der Bohrkopf
unmittelbar mit dem Grundkörper der Bohrkrone verbinden, insbesondere verschweißen,
so daß wiederum eine zuverlässige Festlegung der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
erzielbar ist.
[0011] Da ein im wesentlichen hauben- bzw. kappenförmiger Bohrkopf, welcher den Grundkörper
der Bohrkrone umgibt, gegebenenfalls einen erhöhten Fertigungsaufwand erfordert, wird
gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß der Bohrkopf insbesondere
an Positionen bzw. Linien zur Aufnahme jeweils einer Mehrzahl von Hartmaterial- bzw.
Hartmetalleinsätzen geteilt ausgebildet ist und daß die Teilbereiche des Bohrkopfes
nach Aufnahme der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze in den Bohrungen bzw. Durchbrechungen
miteinander und/oder mit dem Grundkörper verbindbar, insbesondere verschweißbar, sind.
Derartige Teilbereiche bzw. Teilabschnitte des Bohrkopfes lassen sich auch entsprechend
einfach und exakt aufeinander abgestimmt anfertigen, worauf in weiterer Folge die
einzelnen Elemente des Bohrkopfes nach einer Aufnahme der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
ebenfalls mit dem Grundkörper verbunden, insbesondere verschweißt, werden.
[0012] Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit der Festlegung der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
in den entsprechenden Aufnahmeöffnungen der Bohrkrone wird gemäß einer weiters bevorzugten
Ausführungsform vorgeschlagen, daß die Bohrungen bzw. Durchbrechungen des Bohrkopfes
einen sich zur Außenoberfläche des Bohrkopfes verjüngenden Querschnitt aufweisen und/oder
im von der Außenoberfläche des Bohrkopfes abgewandten Endbereich abgesetzt bzw. mit
erweitertem Querschnitt ausgebildet sind. Derartige sich verjüngende Aufnahmeöffnungen
lassen sich entsprechend einfach herstellen, wobei auch entsprechend abgesetzte Bereiche,
welche beispielsweise auf sich vergrößernde Außenabmessungen der Hartmaterial- bzw.
Hartmetalleinsätze abgestimmt werden können, ebenfalls einfach herstellbar sind.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bohrkrone;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Bohrkrone gemäß Pfeil II, wobei
Fig. 1 einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 darstellt;
Fig. 3 in einer zu Fig. 1 ähnlichen Darstellung einen Schnitt durch eine abgewandelte
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bohrkrone;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die in Fig. 3 dargestellte Bohrkrone gemäß Pfeil IV, wobei
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 4 darstellt;
Fig. 5 wiederum in einer zu Fig. 1 ähnlichen Darstellung einen Schnitt durch eine
weitere abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bohrkrone; und
Fig. 6 eine Draufsicht auf die in Fig. 5 dargestellte Bohrkrone gemäß Pfeil VI, wobei
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 6 darstellt.
[0014] In Fig. 1 und 2 ist allgemein mit 1 eine Bohrkrone bezeichnet, wobei ein Grundkörper
2, an welchem ein nicht näher dargestelltes Bohrgestänge beispielsweise über eine
schematisch angedeutete Verschraubung 3 anschließt, einstückig mit einem Bohrkopf
4 ausgebildet ist. Der Bohrkopf 4 weist eine Mehrzahl von Aufnahmeöffnungen 5 auf,
in welchen jeweils Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze 6 angeordnet sind.
[0015] Weiters ist aus der Draufsicht gemäß Fig. 2 ersichtlich, daß im Bohrkopf beispielsweise
zwei Spülbohrungen 7 zum Einbringen eines Spülfluids in den Bereich der Abbau- bzw.
Bohrfläche münden, wobei ein derartiges Spülfluid ebenfalls über das nicht näher dargestellte
Bohrgestänge eingebracht wird.
[0016] Die Festlegung der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze 6 erfolgt bei der in Fig.
1 und 2 dargestellten Ausführungsform unter Verwendung von Hülsen 8, welche die Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätze 6 über einen Teilbereich ihrer Längserstreckung umgeben, wobei
die Hülsen 8 mit dem Material des Bohrkopfes 4 über schematisch angedeutete Schweißstellen
bzw. Schweißnähte 9 verschweißt sind.
[0017] Jeder Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz 6 weist an dem aus dem Bohrkopf vorragenden
Ende abgewandeten, im Bohrkopf 4 aufgenommenen Ende einen Bereich 10 auf, welcher
eine beispielsweise kugelförmig geformte Oberfläche 11 aufweist. Die Aufnahmeöffnung
5 ist ebenfalls mit einer entsprechend gewölbten bzw. gekrümmten, komplementären Oberfläche
ausgebildet.
[0018] Durch Vorsehen der aufeinander abgestimmten, gewölbten bzw. gekrümmten Oberflächenkonturen
11 sowohl des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes 6 als auch der Aufnahmeöffnung
5 läßt sich sicherstellen, daß insbesondere bei fortschreitender Beanspruchung der
Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze 6, welche beispielsweise zu einer Lockerung
in den einzelnen Aufnahmeöffnungen 5 führen kann, zuverlässig selbst bei einer geringen
Schrägstellung in der jeweiligen Aufnahmeöffnung 5 eine entsprechende Kraftübertragung
vom Grundkörper 2 bzw. Bohrkopf 4 auf die Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze 6
erfolgen kann.
[0019] Die Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze 6 weisen hiebei im Endbereich 10 einen
abgesetzten Bereich 13 auf, wobei der Endbereich 10 gegenüber dem aus dem Bohrkopf
4 vorragenden Ende des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes 6 vergrößerte Außenabmessungen
aufweist, so daß durch die Verwendung der Hülse 8 jeder Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz
sicher im Bohrkopf 4 gehalten wird. Da die Hülse 8 üblicherweise aus einem gegenüber
dem Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz 6 weicheren bzw. weniger festen Material
besteht, läßt sich bei insbesondere außermittiger Beanspruchung der Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätze 6 ein Lockern derselben erwarten, wobei jedoch durch den abgesetzten
Bereich bzw. die Schulter 13 ein Herausfallen des Hartmaterialeinsatzes 6 aus der
Aufnahmeöffnung 5 vermieden werden kann.
[0020] Weiters wurde festgestellt, daß nach einer Lockerung der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
6 in den Aufnahmebohrungen bzw. -öffnungen 5 durch die bei einem Drehschlagbohren
auftretende, kombinierte sowie abwechselnde Schlagund Drehbeanspruchung auch eine
Rotationsbewegung der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze 6 in den jeweiligen Aufnahmebohrungen
5 um ihre Längsachse erfolgt, wodurch sich ein Selbstschärfungseffekt der aus dem
Bohrkopf 4 vorragenden Spitzen bzw. Endbereiche der Hartmaterialeinsätze 6 erzielen
läßt.
[0021] Bei der in den Fig. 3 und 4 dargestellten, abgewandelten Ausführungsform ist der
wiederum mit 2 bezeichnete Grundkörper getrennt von dem Bohrkopf 4 ausgebildet und
es ist weiters der Bohrkopf 4 in zwei Hälften unterteilt, welche insbesondere in Fig.
4 mit 4' und 4" bezeichnet sind.
[0022] Anstelle der Verwendung von Hülsen zur Festlegung der Hartmaterialeinsätze 6 im Bohrkopf
4 werden die Hartmaterialeinsätze 6 in die Aufnahmeöffnungen 5 vor einer Festlegung
des Bohrkopfes 4 an dem Grundkörper 2 durch ein Einschieben von der Rückseite bzw.
zum Grundkörper 2 gewandten Seite des Bohrkopfes 4 in die jeweiligen Aufnahmeöffnungen
5 eingebracht, worauf in weiterer Folge die Teilbereiche 4' und 4" des Bohrkopfes
mit dem Grundkörper 2 verschweißt werden, wobei entsprechende Schweißstellen mit 14
und 15 in Fig. 3 angedeutet sind.
[0023] Wie bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2 weisen sowohl die Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsätze 6 als auch die Aufnahmeöffnungen 5 jeweils komplementäre,
gewölbte bzw. gekrümmte Oberflächen 11 auf. Weiters ist wiederum ein abgesetzter Bereich
bzw. eine Schulter 13 an dem im Bohrkopf 4 aufgenommenen Ende jedes Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsatzes 6 als Sicherung gegen ein Herausfallen aus der jeweiligen
Aufnahmeöffnung 5 des Bohrkopfes 4 vorgesehen.
[0024] Auch bei der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Darstellung findet ein vom Grundkörper
2 der Bohrkrone 1 getrennter Bohrkopf 4 Verwendung, in welchen wiederum vor dem Verbinden
des Grundkörpers 2 mit dem Bohrkopf 4 Hartmaterialeinsätze 6 in entsprechenden Aufnahmeöffnungen
5 aufgenommen werden.
[0025] Im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß den Fig. 3 und 4 ist bei der in den Fig.
5 und 6 dargestellten Ausführungsform der Bohrkopf 4 einstückig ausgebildet und es
erfolgt eine Verbindung mit dem Grundkörper 2 durch eine wiederum mit 14 angedeutete
Verschweißung.
[0026] Für eine ordnungsgemäße Kraftübertragung selbst nach einem Lockern bzw. Verschleißen
der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze 6 sind auch in dieser Ausführungsform sowohl
das im Bohrkopf 4 aufgenommene Ende des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes 6 als
auch der Aufnahmebereich im Grundkörper 2 mit einer gewölbten bzw. gekrümmten Oberfläche
ausgebildet.
[0027] Anstelle der Ausbildung sämtlicher Hartmaterialeinsätze 6 mit einer gewölbten bzw.
gekrümmten Oberfläche könnten entsprechend dem Einsatzzweck beispielsweise nur besonders
beanspruchte, einzelne Hartmaterialeinsätze 6 derart ausgebildet sein, um die erforderliche
Löseenergie zuverlässig in das Bohrloch einbringen zu können.
1. Bohrkrone (1) zum Bohren, insbesondere Drehschlagbohren, eines Loches, insbesondere
eines Stichloches eines Hochofens, wobei die Bohrkrone (1) aus einem Bohrkopf (4)
mit einer Mehrzahl von Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätzen (6) und einem Grundkörper
(2) zur Verbindung mit einem Antriebselement etc. zum Antreiben bzw. Beaufschlagen
der Bohrkrone (1) besteht, wobei die Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze (6) in
Bohrungen bzw. Durchbrechungen (5) des Bohrkopfes (4) aufgenommen sind, wobei wenigstens
ein Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz (6) an dem im Bohrkopf (4) aufgenommenen
Ende wenigstens teilweise mit einer gekrümmten bzw. gewölbten Oberflächenkontur (11)
ausgebildet ist, welche mit einer komplementären, gewölbten bzw. gekrümmten Oberfläche
des Bohrkopfes (4) und/oder des Grundkörpers (2) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der gewölbten bzw. gekrümmten Oberflächenkontur (11) ausgebildete Ende (10)
des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes (6) eine gegenüber dem aus dem Bohrkopf
(4) vorragenden Ende des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes (6) vergrößerte Außenabmessungen
(13) aufweist.
2. Bohrkrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gewölbte Oberflächenkontur (11) des Endes (10) des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes
(6) von einer sphärischen Oberfläche bzw. einer Kugelschicht gebildet ist.
3. Bohrkrone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite einer Bohrung bzw. Durchbrechung (5) zur Aufnahme des Hartmaterial-
bzw. Hartmetalleinsatzes (6) die Außenabmessungen des im Bohrkopf (4) aufzunehmenden
Endes des Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatzes (6) wenigstens geringfügig übersteigt
und daß der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsatz (6) in dem in der Bohrung (5) aufgenommenen
Teilbereich von einer Hülse (8) umgeben ist,' deren Außenabmessungen auf die lichte
Weite der Bohrung (5) des Bohrkopfes (4) angepaßt sind.
4. Bohrkrone nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Hartmaterial- bzw- Hartmetalleinsatz (6) umgebende Hülse (8) mit dem Material
des Bohrkopfes (4) verschweißbar ist.
5. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze (6) von der zum Grundkörper (2) der Bohrkrone
(1) gewandten Seite des Bohrkopfes (4) in die Bohrungen bzw. Durchtrittsöffnungen
(5) einpaßbar sind und daß der Bohrkopf (4) nach Aufnahme der Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätze
(6) mit dem Grundkörper (2) verbindbar, insbesondere verschweißbar, ist.
6. Bohrkrone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrkopf (4) insbesondere an Positionen bzw. Linien zur Aufnahme jeweils einer
Mehrzahl von Hartmaterial- bzw. Hartmetalleinsätzen (6) geteilt ausgebildet ist und
daß die Teilbereiche (4', 4") des Bohrkopfes (4) nach Aufnahme der Hartmaterial- bzw.
Hartmetalleinsätze (6) in den Bohrungen bzw. Durchbrechungen (5) miteinander und/oder
mit dem Grundkörper (2) verbindbar, insbesondere verschweißbar, sind.
7. Bohrkrone nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen bzw. Durchbrechungen (5) des Bohrkopfes (4) einen sich zur Außenoberfläche
des Bohrkopfes (4) verjüngenden Querschnitt aufweisen und/oder im von der Außenoberfläche
des Bohrkopfes (4) abgewandten Endbereich abgesetzt bzw. mit erweitertem Querschnitt
ausgebildet sind.
1. A drill bit (1) for drilling and, in particular, rotary percussion drilling a hole
and, in particular, a tap hole of a blast furnace, wherein the drill bit (1) is comprised
of a drill head (4) including a plurality of hard-material or hard-metal inserts (6)
and a base body (2) to be connected with a driving element or the like for actuating
or powering the drill bit (1), said hard-material or hard-metal inserts (6) being
received in bores or openings (5) of the drill head (4), wherein at least one hard-material
or hard-metal insert (6), on its end received within the drill head (4), is at least
partially designed with a curved or cambered surface contour (11) that cooperates
with a complementary, cambered or curved surface of the drill head (4) and/or the
base body (2), characterized in that the end (10) of the hard-material or hard-metal insert (6), which is designed with
said cambered or curved surface contour (11) has external dimensions (13) larger than
those of the end of the hard-material or hard-metal insert (6) projecting out of the
drill head (4).
2. A drill bit according to claim 1, characterized in that the cambered surface contour (11) of the end (10) of the hard-material or hard-metal
insert (6) is formed by a spherical surface or spherical layer.
3. A drill bit according to claim 1 or 2, characterized in that the clear width of a bore or opening (5) for receiving the hard-material or hard-metal
insert (6) at least slightly exceeds the external dimensions of the end of the hard-material
or hard-metal insert (6), to be received within the drill head (4), and that the hard-material
or hard-metal insert (6) in its partial region received within the bore (5) is surrounded
by a sleeve (8) whose external dimensions are adapted to the clear width of the bore
(5) of the drill head (4).
4. A drill bit according to claim 3, characterized in that the sleeve (8) surrounding the hard-material or hard-metal insert (6) is weldable
with the material of the drill head (4).
5. A drill bit according to any of the claims 1 to 4, characterized in that the hard-material or hard-metal inserts (6) are capable of being fitted into the
bores or passage openings (5) from the drill head side facing the base body (2) of
the drill bit (1), and that the drill head (4) is capable of being connected and,
in particular, welded with the base body (2) upon reception of the hard-material or
hard-metal inserts (6).
6. A drill bit according to claim 5, characterized in that the drill head (4) is dividedly designed, particularly on places or lines intended
to each receive a plurality of hard-material or hard-metal inserts (6), and that the
partial regions (4', 4") of the drill head (4) upon reception of the hard-material
or hard-metal inserts (6) within the bores or openings (5) are capable of being connected
and, in particular, welded with one another and/or with the base body (2).
7. A drill bit according to claim 5 or 6, characterized in that the bores or openings (5) of the drill head (4) have cross sections tapering towards
the outer surface of the drill head (4) and/or are designed to be offset or have widening
cross sections in the end regions facing away from the outer surface of the drill
head (4).
1. Couronne de forage (1), en particulier de forage par rotary-percussion, notamment
d'un trou de coulée d'un haut-fourneau, la couronne (1) se composant d'une tête de
forage (4) avec une pluralité de garnitures en matériau dur ou métal dur (6) et d'un
corps de base (2) pour l'assemblage avec un élément de commande etc... pour l'entraînement
ou l'alimentation de la couronne de forage (1), les garnitures en matériau dur ou
métal dur (6) étant logées dans des trous ou percées (5) de la tête de forage (4),
au moins une garniture en matériau dur ou métal dur (6) étant configurée au moins
en partie, sur l'extrémité logée dans la tête de forage (4), avec un contour superficiel
(11) cintré ou incurvé qui coopère avec une surface complémentaire, cintrée ou incurvée,
de la tête de forage (4) et/ou du corps de base (2), caractérisée en ce que l'extrémité (10) de la garniture en matériau dur ou métal dur (6), configurée avec
le contour superficiel (11) cintré ou incurvé, présente des dimensions extérieures
(13) agrandies par rapport à l'extrémité de la garniture en matériau dur ou métal
dur (6) dépassant de la tête de forage (4).
2. Couronne de forage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le contour superficiel cintré (11) de l'extrémité (10) de la garniture en matériau
dur ou métal dur (6) est formé par une surface sphérique ou une couche sphérique.
3. Couronne de forage suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisée en ce que le diamètre intérieur d'un trou ou percée (5) pour recevoir la garniture en matériau
dur ou métal dur (6) dépasse au moins légèrement par le haut les dimensions extérieures
de l'extrémité, à loger dans la tête de forage (4), de la garniture en matériau dur
ou métal dur (6), et en ce que la garniture en matériau dur ou métal dur (6) est entourée dans la zone partielle
logée dans le trou (5) par un manchon (8), dont les dimensions extérieures sont adaptées
au diamètre intérieur du trou (5) de la tête de forage (4).
4. Couronne de forage suivant la revendication 3, caractérisée en ce que le manchon (8) entourant la garniture en matériau dur ou métal dur (6) peut être
soudé avec le matériau de la tête de forage (4).
5. Couronne de forage suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les garnitures en matériau dur ou métal dur (6) peuvent être encastrées dans les
trous ou ouvertures de passage (5) à partir du côté de la tête de forage (4) tourné
vers le corps de base (2) de la couronne de forage (1), et en ce que la tête de forage (4) peut être assemblée, en particulier soudée, avec le corps de
base (2) après le logement des garnitures en matériau dur ou métal dur (6).
6. Couronne de forage suivant la revendication 5, caractérisée en ce que la tête de forage (4) a une configuration partagée en particulier en des positions
ou lignes pour recevoir à chaque fois une pluralité de garnitures en matériau dur
ou métal dur (6), et en ce que les zones partielles (4', 4") de la tête de forage (4) peuvent être assemblées entre
elles et/ou avec le corps de base (2), en particulier soudées, après le logement des
garnitures en matériau dur ou métal dur (6) dans les trous ou percées (5).
7. Couronne de forage suivant l'une des revendications 5 et 6, caractérisée en ce que les trous ou percées (5) de la tête de forage (4) présentent une section transversale
rétrécie en direction de la surface extérieure de la tête de forage (4) et/ou ont
une configuration étagée ou avec une section transversale élargie dans la zone extrême
opposée à la surface extérieure de la tête de forage (4).